merkwürdiger, langer Traum

  • Zitat

    Ich fürchte es klappt nur von der einen Richtung...


    Das mag sein, aber denken kann man doch auch ein bisschen weiter. Vielleicht klappts ja auch in die andere Richtung. Du beherrschst halbwegs das Klar träumen, also einen Versuch wäre es wert.


    Zitat

    Aber ich glaube an dieser Stelle hängen wir in einer Sackgasse.. da muss ich mit mir selber irgendwie fertig werden.


    Oki Doki :) Wenn noch was ist oder wenn sich was neues ergeben hat, dann schreib mal wieder hier rein. Ich wünsch Dir viel Glück und halt die Ohren steif, das wird schon.

  • Heute morgen habe ich sehr lange geträumt, das meiste war Mist, aber ganz kurz befand ich mich wieder in einem Klartraumzustand. Da es wahrscheinlich mit dem alten Traum, den ich zuerst gepostet habe, relativ viel zu tun hat, möchte ich euch gerne davon erzählen.



    Ich stehe wieder irgendwo in einem Hof, der unserem nicht ganz so ähnlich ist wie im ersten Traum. Irgendwie merke ich wieder, dass ich träume. Zur Sicherheit will ich aber ein Reality-Check durchführen. Also zähle ich meine Finger. Linke Hand, 1,2,3,4,5 okay. Rechte Hand, 1,2,3,4,5... 6... 7 :shock: Ich freue mich total, weil ich weis, dass ich das erste mal im Traum meine Finger zähle. Mir fällt ein, das es dann selbstverständlich ist, dass ich fliegen kann. Ich fiege also ungefähr fünzig Meter hoch. Ich schwebe über dem Dorf in dem ich wohne und erinnere mich an den ersten Traum. Ich erinnere mich daran, dass es mir damals egal war wie mein Dorf aussieht. Um also zu verhindern, dass ich die Kontrolle verliere, überprüfe ich mein Dorf ganz genau. Ich schaue extra in die Richtung zum Nachbardorf. Seltsamerweise brenne ich nicht mehr tierisch darauf zu dem Mädchen zu gelangen, sondern versuche zuerst mir die Gegend so ins Gedächtnis zu rufen wie es in Wirklichkeit aussieht. Ich merke, dass alles viel zu grün ist und konzentriere mich. An einigen Stellen wachsen Häuser aus dem Gras, doch ich schffe es nicht alles genau zu rekonstruieren. Woher soll ich auch genau wissen, wie mein dorf von Oben aussieht? Ein Berg der zwischen meinem und dem Dorf des Mädchens liegt, ist viel zu nah, aber ich schaffe es nicht ihn zu verschieben. Ich habe das Gefühl es nicht zu schaffen, merke wie ich zu Boden gezogen werde... und von da an träume ich wieder irgendeinen Mist.



    Wenn ich jetzt daran denke, so scheint es mir, dass ich zwar besser geworden bin, aber immer noch nicht stark genug um Berge zu verschieben und Dörfer umzustrukturieren. Das mit den Fingerzählen habe ich das erste Mal gemacht. Ich fand es im Traum total lustig als mir ein siebter Finger gewachsen ist. :lol:
    Kann es sen, dass ich mich mit jedem Traum weiterentwickle? Das erste mal habe ich nicht auf meine Umgebung geachtet und bin einfach losgestürmt. Dieses Mal habe ich neue Reality- Checks ausprobiert und meine Umgebung genau untersucht... Wie entwickelt sich das weiter? Werde ich es irgendwann schaffen alles zu kontrollieren und "sie" treffen können... mit vollem Bewusstsein?



    Gibt es Möglichkeiten öfter zu träumen und meine Fähigkeiten noch schneller zu entwickeln?

  • Das ist ja wunderbar, das Du das geschafft hast.


    Eins ist klar, man kann einen Klartraum komplett kontrollieren und man kann alles so schaffen, wie man es gerne möchte.
    Vielleicht solltest Du Dich noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen.
    Klar, irgendwann nervt diese intensive Beschäftigung mit dem Thema, aber es ist ja nicht aus der Welt. Du kannst immer wieder darauf zurück greifen.
    Ansonsten könntest Du Dich vielleicht auch noch mit den Techniken zum klar träumen vertraut machen. Es gibt zig verschiedene Arten.
    Möglichkeiten öfter zu träumen gibt es nicht, außer halt in der Nacht oder während eines Mittagsschlafes.
    Für das nächste mal kannst Du zB. schon vorher überlegen, was Du gerne träumen würdest. Damit kannst Du Deinen Traum vorher schon beeinflussen.

  • Den ersten Traum hatte ich an einem Samstag... und den letzten hatte ich heute, also an einem Sonntag. Am Wochenende schlafe ich oft bis um 13 Uhr oder soagr bis 15 Uhr. Ich merke, dass ich immer sehr spät träume. so zwischen neun und elf Uhr. Kann man die Traumzeit nicht verlagern? Sodass ich auch unter der Woche zwischen vier und fünf klarträumen kann?


    Zitat

    Klar, irgendwann nervt diese intensive Beschäftigung mit dem Thema

    Blödsinn, ich finde es sehr interessant. :mrgreen:

  • Das einzige was Du in der Woche machen könntest, wäre dann wohl früh ins Bett zu gehen,
    damit Du auf eine bestimmte Stundenzahl an Schlaf kommst.
    Ich denke mal, das Du Schüler bist und das es Dir nicht gut möglich sein wird bis 9.00 oder 11.00 Uhr zu schlafen.
    Du musst schauen, wie es am besten für Dich passt.
    Manchmal kann man sich auch gar nicht mehr an den Traum erinnern. Du solltest herausfinden, wie und was für Dich am besten ist.
    Das geht natürlich nicht sofort! Nimm Dir Zeit, denn die hast Du ja, sie läuft Dir nicht weg und setz Dich selber nicht so unter Druck.
    Weil grad unter Druck klappts ja meistens nicht.


    Schau mal hier rein:


    * Klartraum (wikipedia)


    * Klartraum: Traumerinnerung


    * Klartraum: Techniken - Wikibooks


    * Klartraum: Verwendung


    * Klartraum: Weiterführende Literatur und Links


    * Klartraum - PDF Datei Download (wikipedia/ wikibooks)

  • Habe lange überlegt ob ich diesen Thread wiederaufrollen soll und mich dann entschlossen dies zu tun. Ich hatte heute Nacht einen Traum und er hatte schon wieder mit dem Mädchen, um das es auch im ersten Traum ging, den ich hier gepostet hatte, zu tun. Er war kein bisschen luzid und eigentlich ziemlich alltäglich aber je mehr ich darüber nachdenke, desto krasser erscheint mir die Botschaft, die ich da herausgewinnen kann.



    Zu Beginn befinde ich mich in der Schule. Neben mir sizt ein Junge aus meiner realen Klasse und vor mir das Mädchen. Der Traum ist relativ verschwommen, einer dieser Nonsens- Träume, doch ich weis noch, dass sie mich irgendwie gemobbt haben. Ich erinnere mich an puren Hass und wie ich weinend aus dem Schulhaus gerannnt bin. Die Gefühle im Traum waren so extrem, dass ich mich noch sehr gut daran erinnern kann. Das ist mir bisher ncoh nie passiert, weder im Traum noch in der Realität. Dann verändert sich die ganze Szenerie wieder. Ich bin irgendein Insekt, auf alle Fälle kein Mensch, fühle mich eben wie der Träumende, der ohne Körper durch den Traum schweift. Ich treffe wieder auf das Mädchen und sie ist wieder total kühl zu mir. Es ist eine eißkalte Emotionslosigkeit, keine Abneigung sondern so als wäre ich tatsächlich eine nervende Fliege. Das Gefühl war eindrücklicher als manches luzide Gefühl. Sie sagt mir irgendwie, dass sie sich nur für Menschen interessiert und ich war ja kein Mensch, sondern eine Eintagsfliege oder ähnliches. Dann treffe ich auf eine andere Person, die auf alle Fälle weiblich und älter war. Im Nachhinein würde ich sagen, dass sie mir wie eine Zauberin erschien, eine gute helfende Fee, auch wenn sie nicht so aussah. Ich hatte die Gelegeneheit mich von ihr in einen Menschen verwandeln zu lassen, in eine große und fürchteinflößende Person. Damit hatte ich die volle Kontrolle über das Mädchen. Von da an wurde der Traum immer unsinniger und bot nichts mehr, von dem ich jetzt sagen könnte, dass es irgendwie von Belang wäre.
    Ich war auf jedenfall total glücklich mich verwandeln und damit Kontrolle über das Mädchen zu erlangen, auch wenn ich dies, wie zu erwarten, nicht mehr erlebte.



    Soweit der Traum. Ich muss jetzt leider in die Schule :roll: , werde aber später meine Interpretation des ganzen abtippen.

  • Also...


    Es nervt mich langsam, dass ich immer nur von der selben Person träume. Klar, "du bist verliebt" und so en Mist- aber ich habe das ganze dermaßen verdrängt und vergessen, dass ich nicht mehr behaupten kann, dass es mir irgendwie wichtig wäre ihr näher zu kommen. Umso mehr wundert es mich, dass ich plötzlich von ihr träume. Den Auslöser für diesen Traum habe ich shcon ausfindig gemacht. ich habe am Tag der vor Matheprüfung, also am Mittwoch, mit ihr geredet. Das wars, mehr nicht. Eine kurze Unterhaltung zwischen der Tür des Klassenzimmers. Es blieb mir natürlich mehr in Erinnerung als andere Unterhaltungen an diesem Tag.
    Dieser kleine Wortaustausch war anscheinend Auslöser für einen Traum. Dieser Traum war kein bisschen luzid und ein typischer Ich-bin-das-Opfer-Traum. Zuerst werde ich gemobbt, keine Ahnung wie, ausgerrechnet von ihr. Dabei war kein Hass zu spüren sondern etwas viel schlimmeres. Eine Art Abneigung, Ekel und die eindeutige Botschaft "Du bist Dreck". Es wird einem suggeriert, dass man selbst total unwichtig ist, dass es der Person zwar Spaß macht dich zu quälen, sie sich aber kein bisschen dafür interessiert, wie es dir dabei ergeht, was du bist oder wie du denkst. Ich habe richtig geflennt im Traum, wiel ich das spüren musste. Ich erinnere mich daran, so als ob es real gewesen wäre.
    Das setzt sich fort im Traum. Später war ich eine Fliege, ein Nichts, Geschmeiß.
    Doch dann erhalte ich die Gelegenheit mich zu ändern und zwar so, dass ich ihr gefalle, dass ich Macht über sie habe. Ich habe mich verwandelt, nicht nur mein Äußeres geändert, sondern auch mein Inneres.


    Ich finde das schrecklich.


    Ich weiß schon lange, dass ich nicht in ihre Welt passe. Ich denke völlig anders. Sie ist nett zu mir, aber da ist überhaupt kein bisschen Verständnis, keine Verbindung. Während sie das Leben genießt, regelmäßig Partys besucht und ständig Alkohol im Blut hat, besuche ich solche Foren und rede über meine Träume (!) Ich weis, dass wir nicht zueinander passen und habe deswegen auch sämtliche Hoffnungen aufgegeben. Das macht mir nichts aus, ich bin mittelerweile ganz gut darin, zu wissen, wann ich mit Menschen kann und wann nicht. Denen trauere ich dann eigentlich auch nicht nach.
    Ich habe auch nicht vor mich für diese Menschen zu ändern. Ich bin ein Egoist und ein Einzelgänger mit wenigen, aber guten Freunden. Früher dachte ich oft "Warum kann ich nicht cool sein?" Ihr wisst schon, solche Leute, die eben angesagt sind, auf jede Party eingeladen sind und von der ganzen Schule geliebt werden.
    Mittlerwiele bin ich froh, keiner von denen sein zu wollen.


    Doch in diese Traum habe ich genau dies getan. Ich wurde zu einem dieser Menschen, die die Kleinen mobben und Grund für Amokläufe sind. Alles nur, um ihr zu gefallen, um bei ihr zu landen.


    Ich habe das Gefühl, mich selbst verraten zu haben.

  • Dreifachpost.. schlagt mich! Aber die Sache lässt mir keine Ruhe.
    Vllt hätte ich noch eine Frage hinzufügen sollen, damit jemand antwortet. :lol:


    Ich frage mich einfach, wieso ich mich im Traum ändere, wieso ich das tue, was ich in Wirklichkeit nie würde können und wollen. Das Ganze macht mir zu schaffen. Mir scheint es so, als hätte dieser Traum etwas freigestzt, was ich eigentlich schon für gebannt hielt. Bitte antwortet irgendwie, eine Interpretation von einer zweiten Person würde mich sehr, sehr, sehr, sehr arg interessieren!

  • Zitat

    Dreifachpost.. schlagt mich!


    Das lass ich mir nicht 3 mal sagen:


    (Spaß muss sein!)


    Zitat

    aber ich habe das ganze dermaßen verdrängt und vergessen, dass ich nicht mehr behaupten kann, dass es mir irgendwie wichtig wäre ihr näher zu kommen. Umso mehr wundert es mich, dass ich plötzlich von ihr träume.


    Verdrängt! Und wohin? ;)


    In den seelischen Mülleimer, der nicht ausleerbar ist, namens Unterbewusstsein.


    Dieser ständige Wandel bzw. Wechsel im Traum von Insekt zum Menschen oder vom luziden Traum zum nicht luziden Traum spricht meiner Meinung nach für einen ständigen Gedankenwechsel ohne Ergebnis im realen Leben und für das Wechselbad Deiner (vielleicht unbewussten) Gefühle.


    Ich rate Dir jetzt einfach mal: schreibe einen Brief an das Mädchen.
    Indem Du Dir alles von der Seele schreibst, wirst Du Dir selber helfen.


    Schreibe alles das da rein, was Du ihr am liebsten persönlich sagen würdest.


    Sei ehrlich.


    Den Brief brauchst Du ihr nicht zu geben, lege ihn Dir unters Kopfkissen und warte ab, was passiert.


    Eine gedankliche Affirmation dazu und das täglich über mehrere Wochen könnte auch helfen.


    Den Brief könnte man als schriftliche Affirmation betrachten.


    Du solltest aufhören, Dir etwas ein zu reden und Du solltest aufhören zu resignieren.


    Auch sinnvoll wäre es, aufzuhören Deine Gefühle zu verdrängen, aber wem sage ich das schon?!
    Ich denke, das weißt Du selber nur zu gut.



    Gruß, Phobo. ;)

  • Ein Brief hat so etwas heulsusenmäßiges an sich und geht mir total gegen den Strich. Ich würde es nicht fertig bringen so etwas zu schreiben, ohne entweder loszulachen oder deprimiert zu werden. In beiden Fällen mache ich mich nur vor mir selbst lächerlich.


    Was würde es denn ändern, wenn ich diesen Brief schreiben würde? Ich hätte den ganze Gefühlskram schön ausformuliert vor mir liegen. Denkst du das habe ich in Gedanken noch nie gemacht? Was glaubst du, wieso ich so das alles einfach vergessen will? Weil ich gemerkt habe, wie die Gefühle aussehen, wie die Realität aussieht und weil mir letztendens bewusst wurde, dass ich so einen romantischen Kram nicht will.
    Früher, habe ich ständig einem Mädchen hinterhergetrauert, dass genauso fremd dachte, wie das jetzige. Obwohl ich wusste, dass ich nie mit ihr zusammen sein könnte, baute ich mir irgendwelche Luftschlösser und hing meinen Träumen nach. Das hat mich krank gemacht und daraus habe ich gelernt.


    Nun bin an einem Punkt angelangt an dem ich bereit bin, dass zu vergessen, obwohl die eigentlichen Gefühle gleich sind. Darauf bin ich stolz.


    Es mag sich dumm anhören, aber ich versuche mich damit nicht selbst mit Wunschträumen zu quälen.



    Was mich an dem Traum entsetzt hat, war die Tatsache, dass ich mich eben diesen Träumen hingab. Ich versuchte sogar mich selbst vollständig zu ändern, damit diese unsinnigen Träume wahr werden konnten.
    Das macht mir Angst, denn es stellt alles in Frage, wa sich mir aufgebaut habe.



    Ein Brief an sie, wäre die Bestätigung dieses wunschträumens. Ihr habe ich nichts zu sagen, gar nichts.