Zeittafel der Evolution des Menschen

  • Da wir uns hier um ParaPortal viel mit der AAS-Forschung (Archäologie-, Astronautik- und SETI-Forschung) beschäftigen, viele Fundstücke aus der Frühzeit vorgestellt werden und man bei den vielen großen Jahreszahlen (z.B. Alter der Fundstücke) manchmal gar nicht mehr weiß, was wann war, finde ich eine kleine Zeittafel der Evolution zum nachlesen hier sehr nützlich :)
    (allerdings sind das leider nur waage Angaben, da immer wieder neue Informationen über die Evolution ans Licht kommen)


    10 - 5 Mrd. Jahre v. Chr.
    Entstehung von Milchstraßen und Spiralnebeln


    4,5 Mrd. Jahre v. Chr. (+/- 0,5)
    Entstehung der Erde und der Planeten des Sonnensystems aus einem kosmischen Staub- und Gasnebel. Die Erde ist zunächst glutflüssig, im Lauf ihrer Abkühlung Differenzierung (Schalenbau) in: Kruste (fest, Dicke 5-60 km), äußerer/innerer Mantel (quasi fest, 2900 km), äußerer/innerer Kern (flüssig/fest, 3400 km).


    Archaikum 4 Mrd. Jahre vor Chr.
    Die Erdkruste erstarrt, starker Vulkanismus, Bildung von Urozeanen und Urkontinenten (Kratone), die durch frühe Gebirgsbildungen (Grünsteingürtel) zu größeren Blöcken "zusammengeschweißt" werden. Diese Blöcke bilden die ältesten Zentralbereiche der heutigen Kontinente.


    3,8 Mrd. Jahre v. Chr.
    Bis dato älteste radiometrisch datierte Sedimentgesteine in Grönland (Isua-Serie) und Gneise, d.h. metamorphe (i.e. durch Temperatur und Druck umgewandelte) Gesteine, die eine lange geologische Vorgeschichte dokumentieren (bis 3700).


    3,2-3,1 Jahre Mrd. v. Chr.
    Erste organismenähnliche, kugelige Gebilde (Prokaryonten). Die Uratmosphäre ist noch weitgehend frei von Sauerstoff. Dies ermöglicht die Bildung weit verbreiteter sedimentärer Eisenerzvorkommen (gebänderte Eisenerze).


    2,6 Mrd. Jahre v. Chr.
    Kohlige Substanz (Thucholith) um Uranerzgerölle in Südafrika (Witwatersrand-Serie) ist wahrscheinlich auf Organismen zurückzuführen.
    Älteste Stromatolithen (Blau-Grünalgen-Rasen).


    Proterozoikum 2,5 Mrd. Jahre v. Chr.
    Zeugnisse von Vereisung (Witwatersrand-Serie Südafrika).


    1,9 Mrd. Jahre v. Chr.
    Zunehmender Sauerstoffgehalt der Atmosphäre bedingt Beendigung der Bildung gebänderter Eisenerze; erste festländische Rotsedimente (Oxidation von Eisen!).
    Eukaryote Mikroorganismen (Gunflint-Mikroflora, Kanada); Stromatolithen weit verbreitet.


    760 Mio. Jahre v. Chr.
    Weltweit Zeugnisse einer kontinentalen Vereisung (Varanger-Vereisung) bis 650.


    650 Mio. Jahre v. Chr.
    Weltweite Verbreitung der Ediacara-Fauna (erste Metazoen = Vielzeller) bis 600.


    Kambrium 570 Mio. Jahre v. Chr.
    Wende Präkambrium/Kambrium gekennzeichnet durch erstes Auftreten von Körperfossilien. Keine Lebewesen auf dem Festland.
    Heutige Südkontinente Afrika, Südamerika, Australien, Antarktika bilden mit der indischen Halbinsel den zusammenhängenden Südkontinent Gondwana. Dieser ist durch ein breites Meer in O-/We-Erstreckung von einem Nordkontinent Laurasia getrennt, der sich aus Teilen des heutigen N-Amerika, Asien, Grönland und Europa zusammensetzt. Die Großkontinente verändern ihre relative Lage zu den Polen (sog. Polwanderung). Sie bleiben bis zum Ende der Triaszeit in sich weitgehend stabil.


    Ordovizium 470 Mio. v. Chr.
    Alle großen Tierstämme bereits vorhanden, sie entwickeln sich zu größerer Vielfalt. Im Laufe der Kaledonischen Gebirgsbildung (Appalachen, Ural, Norwegisches Hochgebirge) werden an den Nordkontinent Laurasia weitere Teile von N-Amerika und Asien angegliedert.


    430 Mio. Jahre v. Chr.
    Silur: Erste Pflanzen auf dem Festland (Nacktfarne). Kieferlose Panzerfische (Agnathen).


    405 Mio. Jahre v. Chr.
    Devon: Pflanzen erobern das Festland. Erste Tiere auf dem Festland (Amphibien). Aus devonischen Fischen entwickeln sich Vierfüßler.


    Karbon 350 Mio. Jahre v. Chr.
    Rasche Entfaltung der Pflanzenwelt auf dem Festland.
    Erdweite Verbreitung von Sumpfwäldern u.a. mit baumförmigen Riesenfarnen, Schachtelhalmgewächsen. Erste Koniferen und Samenpflanzen. Aus den Sumpfwäldern entstehen später große Steinkohlevorkommen.
    Erste Knochen- und Knorpelfische (Haie). Aus Amphibien entwickeln sich Reptilien.


    Perm 285 Mio. Jahre v. Chr.
    Zeugnisse einer permokarbonischen Vereisung der heutigen Südkontinente und des südlichen Indien (Tillite: "versteinerte" Moränen).
    Mächtige Salzablagerungen in Flachmeeren im heutigen N-Deutschland.
    Einsetzen von Gymnospermenflora (Nacktsamer, z.B. Nadelbäume).
    Die meisten der heutigen Insektenstämme sind bereits vertreten.
    Erste urtümliche Saurier.
    Wende Perm/Trias: Erste Anzeichen des Zerfalls des Gondwana-Kontinents.


    Trias 225 Mio. Jahre v. Chr.
    Reiche Entfaltung der Reptilien.
    Fortentwicklung der Saurier.
    Fortentwicklung der Pflanzenwelt.


    Jura 195 Mio. Jahre v. Chr.
    Der Gondwana-Kontinent zerfällt: Öffnung des Südatlantiks, Afrika und Südamerika trennen sich. Indien entfernt sich von Südafrika nach Norden. (Australien und Antarktika haben sich bereits in der ausgehenden Trias von Südafrika getrennt.)
    Mit der Öffnung der Ozeane gehen riesige Lavaergüsse auf dem Festland einher: Paraná-Basalte (Brasilien), Drakensberg-Laven (Südafrika).
    Öffnung des Nordatlantiks im Lauf der Jura-Zeit.
    Blütezeit der Reptilien: Saurier auf dem Festland, im Meer und in der Luft.
    Aus Reptilien entwickeln sich Urvögel (Archaeopteryx), sie besitzen noch Zähne, ein Schwanzskelett und freie Finger.
    Vorfahren und Urformen der Säugetiere.


    Kreide 135 Mio. Jahre v. Chr.
    Stetige Verbreiterung des Atlantik.
    Kontinente haben in etwa ihre heutigen Umrisse: Australien und Antarktika sowie Nord- und Südamerika sind voneinander getrennt.
    Im Zuge der alpidischen Gebirgsbildung (Alpen, Karpaten, Himalaya, Anden) verengt sich das Tethys-Meer zusehends.
    Entwicklung der Angiospermen (Bedecktsamer: Pflanzen mit Laubblättern).
    Zunehmende Spezialisierung der Saurier (Flugsaurier mit 15 m Spannweite: Pteranodon).
    Fortentwicklung der Vögel (bessere Flugfähigkeit, aber noch mit Zähnen).
    Weiterentwicklung der Säugetiere und plötzliches Aussterben der Saurier (aus noch immer unbekannten Gründen).


    Tertiär 65 Mio. Jahre v. Chr.
    Die Alpen werden zum Hochgebirge aufgefaltet. Das Mittelmeer ist der Überrest des Tethysmeeres. Der Himalaya wird im Zuge der "Kollision" Indiens mit Asien aufgefaltet. Bildung der mittelamerikanischen Landbrücke. Weltweit starker Vulkanismus (u.a. im Hegau/Vogelsberg) mit riesigen flächenhaften Lavaergüssen (Colorado-Plateau; Dekkanplateau, Indien).


    37,5 Mio. Jahre v. Chr.
    Bis zur Wende Eozän-/Oligozänzeit herrscht tropisch/subtropisches Klima in Europa, seither stetige Klimaverschlechterung (Abkühlung).
    Ausgehend vom eurasiatisch-nordamerikanischen Großkontinent Ausbreitung der Säugetiere (Elefanten in Mitteleuropa).


    25 Mio. Jahre v. Chr.
    Das Nördlinger Ries entsteht durch den Einschlag eines Meteoriten (Meteoritenkrater).


    bis 22,5 Mio. Jahre v. Chr.
    Das Alpenvorland ist noch von einem Meer überflutet.


    22-10 Mio. Jahre v. Chr.
    Existenz des Proconsul: Vorfahre der Menschenaffen.
    Der Rheintalgraben und das Niederrheingebiet sind zeitweise vom Meer überflutet; im Küstenbereich entstehen Braunkohlenmoore.


    14-12 Mio. Jahre v. Chr.
    Erste Hominiden: Ramapithecus, frühester menschenähnlicher Primat.


    2-1,8 Mio. Jahre v. Chr.
    Hominiden: Australopithecus, aufrecht gehender Vormensch (Fundorte in Ostafrika).


    Quartär 1,8 Mio. Jahre v. Chr.
    Eiszeitalter: In Europa lassen sich mindestens fünf Kaltzeiten (Glaziale), unterbrochen jeweils von Warmzeiten (Interglaziale), unterscheiden.
    Die Polregionen (Kanada, nördl. USA, Skandinavien, Grönland, Antarktika, Patagonien) und Hochgebirge (Alpen, Kaukasus, Himalaya, Südanden) sind von Eis bedeckt. Einhergehend mit dem Eishaushalt kommen starke Meeresspiegelschwankungen vor (50-150 m unter bzw. über dem heutigen Niveau).
    In der Weichselkaltzeit Ausdehnung der skandinavischen Eiskappe über die Ostsee hinweg bis an den Harznordrand, ins Niederrheingebiet und die britischen Inseln.
    Die Alpen sind bis auf die höchsten Kämme vergletschert, große Zungengletscher reichen aus den Tälern weit ins Vorland (z.B. Inngletscher, Rheingletscher, Rhônegletscher).
    Flora wechselt mit Eisvorstößen und -rückzügen (Tundren- mit verschiedenen Waldfloren).


    1,7 Mio. Jahre v. Chr.
    Später Australopithecus: aufrechter Gang, primitives Werkzeug (Oldowan-Kultur Ungarn) bis 0,9.


    0,7 Mio. Jahre v. Chr.
    Homo erectus: Erstes Exemplar der Gattung Homo mit aufrechtem gang, "modernen" Gliedmaßen. Er lebt in festen Gemeinschaften, kennt den Gebrauch des Feuers, jagt Großwild; Ambrona-Tal, Spanien (bis 0,4).


    0,3 Mio. Jahre v. Chr.
    Früher Homo sapiens: Fossile europäische Menschen werden gefunden: Swanscombe, Steinheim, Montmaurin (früheste Beispiele des modernen Menschen).


    0,15 Mio. Jahre v. Chr.
    Frühe Menschen gelangen über Landbrücken nach Amerika und Australien und breiten sich dort aus.


    100000 Jahre v. Chr.
    Neanderthal-Mensch: Werkzeuge verfeinerter Qualität. Der Neanderthaler wird nicht fortschrittlicher, sondern "primitiver" und stirbt wieder aus (bis 35).


    80000 Jahre v. Chr.
    Auftreten des Cro-Magnon-Menschen (Fundstellen in Frankreich).
    Klimatische Schwankungen (Wechsel Warm-/Kaltzeit) bedingen Veränderungen der Lebensräume und damit "rassische Differenzierungen".


    60000 Jahre v. Chr.
    Frühe Altsteinzeit
    Höhlen und Felsüberhänge dienen als Wohnungen. Gebrauch des Feuers, Faustkeile als Werkzeuge. Bestattung von Toten.


    60000 - 35000 Jahre v. Chr.
    Mittlere Altsteinzeit
    Technische Vervollkommnung der Steinwerkzeuge zu Faustkeilen, Speerspitzen, Messern und Schabern. Gebrauch von Knochen- und Geweihwerkzeugen.
    Der Cro-Magnon-Mensch unterscheidet sich vom modernen Menschen nur durch unterschiedliche Kulturstufen.


    35000 - 8000 Jahre v. Chr.
    Jüngere Altsteinzeit
    Der Cro-Magnon-Mensch hinterläßt in dieser Zeit Höhlenmalereien (Altamira, Spanien; Lascaux, Frankreich), Felsgravuren mit Tier- und Jagdszenen, Elfenbein-, Knochen- und Steinschnitzereien von meist weiblichen Idolfiguren (Venus von Millendorf, Venus von Laussel) und Tierfiguren.
    In Mittelamerika im Hochland lebt der Mann von Tepexpan. In N-Amerika existieren ab 7000 Küstenfischer-Kulturen.


    Holozän 10000 - 8000 Jahre v. Chr.
    Ausbruch des Laacher-See-Vulkans (Eifel): In den erloschenen Vulkanschloten entstehen die heutigen Eifel-Maare.
    Ausklingen der letzten Eiszeit (Weichselkaltzeit): Klimaerwärmung, Gletscherrückzug.


    8000 Jahre v. Chr.
    Skandinavien ist noch vereist. Die Sahara ist viel kleiner als heute. Fund von Lanzenspitzen in Kenia.


    8000 - 3000 Jahre v. Chr.
    Jungsteinzeit: Feste Siedlungen mit "Häusern", Erntegeräte, speerartige Waffen, Steinbeile, Steinmörser. Felsgravuren in Höhlen im Tschad.
    Hirten und Bauern


    5000 Jahre v. Chr.
    Beginn der ersten Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten. Erste Keramikgefäße (Bandkeramik).



    Quelle

    Need someone to nurse me, reach out for the first person I see
    Comfort's the helpless sole vanity, caressing the broken heart of me

  • Zitat von "Der Perfectibilist"

    Man,unsere Kultur is ja nur nen Wimpern zucken wenn die Erdgeschichte ein Menschentag lang were.


    umso tragischer *g*. stell dir das mal aus sicht der erde vor, sie hat nur mal gezwinkert, und schon hat sie sich einen gräußlichen virus, homo sapiens, eingefangen und ist dabei an ihm zu sterben

  • na ja, der kann es glaube ich egal sein, die wird sich (früher oder später) wieder erholen... entweder der mensch lernt früher oder später, mit der umwelt umzugehen, oder er geht zugrunde, und dann hat die erde wieder viiiiel zeit, sich zu erholeh

  • Zitat von "Moichego"

    na ja, der kann es glaube ich egal sein, die wird sich (früher oder später) wieder erholen... entweder der mensch lernt früher oder später, mit der umwelt umzugehen, oder er geht zugrunde, und dann hat die erde wieder viiiiel zeit, sich zu erholeh


    ja, das stimmt allerdings.
    aber ganz davon abgesehen ist die erde doch nur ein rießer klumpen aus verschiedenen materialien, der aufgrund der physikalischen gesetze in einer günstigen bahn um die sonne gehalten wird.

  • und schon wieder fällt mir der witz ein:


    fragt ein planet den anderen: "wie gehts dir denn?", meint der zweite "ach weißt du, gar nicht gut. ich bin krank. ich habe mir homo sapiens zugezogen." darauf der erste wieder: " mach dir nichts draus, das hatte ich auch. geht aber schnell wieder vorbei!"



    8)

  • der witz ist leider die traurige wahrheit. über die zeit die die menschen auf diesem planeten leben werden können die saurier nur lachen.
    selbstzerstörerisch und schnelllebig wie eintagsfliegen.
    der "virus" mensch ist eine harmlose planetenkrankheit :)

  • Zitat von "Modwulf"

    der witz ist leider die traurige wahrheit. über die zeit die die menschen auf diesem planeten leben werden können die saurier nur lachen.
    selbstzerstörerisch und schnelllebig wie eintagsfliegen.
    der "virus" mensch ist eine harmlose planetenkrankheit :)


    dafür können wir über das wissen und die erfolge der saurier nur lachen. werden je andere planeten wissen das es sie gab? nein, beim menschen vielleicht schon.


    und ich glaube auch das der mensch für den planet die schlimmste aller krankheiten ist, da er die möglichkeiten hat, den planet zu zerstören, und davor auch nicht scheut.

  • Klar Samy ..DU hast die totale wahrheit und jeder der etwas anderes erzählt ist ein Lügner und Verschwörer ...die Zeittafel beruht auf jahrhundertelanger forschung ...schlieslich ist geologie auch schon ein paar Jahrhunderte alt ...auf Forschungen aller möglichen Wissensgebiete ..Biologie, astronomie , Physik,Chemie,Mathematik ...hundertausender von Forschern und Wissenschaftler ...die natürlich nciht der weisheit letzter Schluss ist ;) und noch öfter korrigiert werden muss ...aber damit haben wissenscahftler bei entsprechenden Fakten ! auch kein problem ...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat

    ...die natürlich nciht der weisheit letzter Schluss ist Wink und noch öfter korrigiert werden muss


    Hierfür ist wohl das Paradebeispiel der Piltdown Schädel. Er hat tatsächlich über 40 Jahre die Meinung der Gelehrten gespalten. Doch duch Intelligenz und Gespürr eines Raymond Dart gab es immerwieder qualifizierte Meinungen die den Lehrmeinungen entgegenwirkten, ( und sich später bewahrheiteten).

  • Da fällt mir direkt die Szene aus Matrix ein.
    In der Agent Smith die Menschen mit einem Virus vergleicht.
    Irgendwie hat er ja Recht.


    Die einzige Hoffnung die ich der Menschheit gebe ist die
    Raumfahrt. Glaubt ihr das der Mensch sich von jetzt auf
    gleich ändert und sein Planet mal ne Pause gönnt?
    (zu bemerken ist, das nicht jeder Mensch so ist!)
    Ich Glaube das wir eher ne Möglichkeit finden einen neuen Planeten
    zu besiedeln als unseren alten sauber zu halten.