CERN und der Large Hadron Collider

  • Kräften der Zeitdilletation

    Dies ist keine Kraft ;) , sondern ein Effekt der an deine Geschwindigkeit gekoppelt ist (Entschuldige...Berufskrankheit. "Kraft" ist für mich ein sehr definierter Begriff :) )


    Indem du dich ihnen entziehst (=Blase), kommst du nun mal auch nicht schneller vorwärts...

    Mh, dann ergibt das Konzept der Warpreise aber keinen Sinn. Irgendwie muss das Schiff ja entkoppelt sein, denn sonst würde es ja selbst gestauchtstreckt und damit annihiliert.


    Wir sind sowas von Off-Topic :mrgreen: :shock:

  • Zitat

    Dies ist keine Kraft ;)

    Ich habe eine Fehlüberlegung gemacht. Ich habe fälschlicherweise gravitative Einflüsse für die Zeitdilletation verantwortlich gemacht, ähnlich wie bei schwarzen Löchern. Diese Annahme ist falsch. Auch meine Annahme bezüglich der Masse ist falsch. Bei Fortbewegungen in der Nähe von Lichtgeschwindigkeit erhöht sich die Masse schlicht nicht, auch nicht aus Beobachterperspektive. Diese Ansicht ist heute obsolet. Entsprechend hat man auch keine nennenswerte Anziehungskraft...


    Beim Warpantrieb allerdings spielt die Gravitation wieder eine Rolle...



    Zitat

    Mh, dann ergibt das Konzept der Warpreise aber keinen Sinn.

    Dazu vieleicht das Bild:



    So kann man es besser visualisieren :mrgreen: . Das Schiff befindet sich auf einer "Insel" dazwischen. Streng genommen erfährt es weder eine Anziehung nach vorne, noch einen "Schubser" von hinten, da genau durch die Blase die gravitativen Einflüsse "vernichtet" sind...


    Es macht auch rechnerisch keinen Sinn, da du negative Masse benötigst...


    Zitat

    Wir sind sowas von Off-Topic :mrgreen: :shock:

    Ab er sowas^^


    mfg Vivajohn

  • Auch meine Annahme bezüglich der Masse ist falsch. Bei Fortbewegungen in der Nähe von Lichtgeschwindigkeit erhöht sich die Masse schlicht nicht

    Das ist ja keine Annahme sondern leitet sich durch das ominöse E=mc² ab. Für c ist die Formel = Sqrt(E)/Sqrt(m) und somit ist c für massebehaftete Systeme nicht zu erreichen, da E aus irgendwelchen Dingen geworden werden muss. Will ich c erreichen, brauche ich mehr E und erhöhe damit zwangsweise m, da E(m).


    Diese Ansicht ist heute obsolet.

    Warum? :shock:


    Beim Warpantrieb allerdings spielt die Gravitation wieder eine Rolle...

    Wieso? Es wird doch kein Schwerefeld erzeugt. Oder etwa doch? Mh, eigentlich ja schon. Irgendwas muss den Raum ja stauchen und lass mich raten, dass hiernach stehende wird benötigt um den Raum zu "strecken":


    Es macht auch rechnerisch keinen Sinn, da du negative Masse benötigst

    Die rechnerisch und rein hypothetisch möglich ist. Es spricht allerdings nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht sonderlich viel dafür, außer hübsche Formeln. ;(

  • Zitat

    Warum? :shock:

    Hier greift eben die SRT. Als Beobachter kannst du auf ein bewegtes System nicht mehr die newtonschen Gesetze deines Systemes annehmen. Du hast eine Abweichung, welche dem Lorentzfaktor entspricht. Also gilt:









    Früher hat man trotzdem newtonsche Formeln für bewegte Systeme verwendet und hat dabei die Masse einfach als relativistische Masse angenommen. Das ist falsch und führt nur dann zu richtigen Resultaten, wenn die Masse später nicht von belang ist... (wie bei Photonen)



    Zitat

    Wieso? Es wird doch kein Schwerefeld erzeugt. Oder etwa doch? Mh, eigentlich ja schon. Irgendwas muss den Raum ja stauchen und lass mich raten, dass hiernach stehende wird benötigt um den Raum zu "strecken":

    Jop, genau, es wird ein Schwerefeld erzeugt.


    Zitat

    Die rechnerisch und rein hypothetisch möglich ist. Es spricht allerdings nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht sonderlich viel dafür, außer hübsche Formeln. ;(

    Kennst du den Fahrstuhwitz? Ein Lift fährt vom EG in den ersten Stock. Im EG steigen 3 Personen ein, im ersten Stock steigen 4 Personen aus. Der Mathematiker hierzu: "Wenn jetzt noch einer einsteigt, ist niemand mehr drin!"
    Nicht alles rechnerisch logische lässt sich in der Realität umsetzen :mrgreen:


    Leider^^ ;(

  • Als Beobachter kannst du auf ein bewegtes System nicht mehr die newtonschen Gesetze deines Systemes annehmen

    Aber warum nur als Beobachter? Was ist mit denen, die in diesem System sind? Die RT und SRT wirken bei den Reisenden doch trotzdem. Oder hab ich da einen Knoten im Hirn? (Was durchaus möglich ist :mrgreen: )


    Du hast eine Abweichung, welche dem Lorentzfaktor entspricht. Also gilt:

    Okay. Sie berücksichtigt dennoch die Masse. Die Gleichung wird ja "nur" durch einen Quotienten ergänzt, welcher die tatsächliche Geschwindigkeit in Relation zur Lichtgeschwindigkeit setzt. Da der Ausdruck durch einen Wert kleiner 1 dividiert wird, vermute ich mal, dass E exakter wird. Beim überschlagen in Excel erschließt sich mir noch nicht ganz die tiefere Bedeutung aber das hat diverse Gründe^^

  • Hmm.. nun bezüglich der Masse habe ich mich etwas fehlerhaft ausgedrückt... :shock:
    Der Mist ist auch "überkomplex"^^ Ich habe meinen Kopf ein paar mal gegen Tischkante schlagen müssen, bis ich das intus hatte! :wut:


    Wenn du die Formel E=mc^2 nimmst und unser hypothetisches Raumschiff aus unterschiedlichen Systemen heraus "beobachtest", kriegst du auf einmal unterschiedliche Ergebnisse. Auch die um die Lorentzkraft bereinigte Formel wirft "spuckt" noch unterschiedliche Ergebnisse heraus... :?
    Tatsächlich "dürfte" sich aber die Masse aus unterschiedlichen Beobachterperspektive nicht ändern... denn die Masse ist nicht relativ... Deshalb sind weiterführende Rechnungen mit relativistischen Massen Humbug...
    Beispiel:
    Adaptierst du die Masse unseres fiktiven Raumschiffes in F= m*a, kriegst du ein völlig sinnfreies Ergebnis.




    Zitat

    Aber warum nur als Beobachter? Was ist mit denen, die in diesem System sind? Die RT und SRT wirken bei den Reisenden doch trotzdem.

    Na bei ihnen gelten die physikalischen Gesetze "ihres" Systemes. Also auf dem Schiff gilt "E=mc^2". Auf der Erde gilt: "E=mc^2". Aus der Sicht von der Erde AUF das Raumschiff, oder aus der Sicht des Raumschiffs AUF die Erde, gilt es aber nicht mehr...
    Das ist ja das geile der SRT! Und die SRT sagt ja dahingehend einfach: Beide haben Recht!


    Die SRT geht halt dahingehend weiter, dass sie ja aussagt, dass die Raumzeit zwischen Objekten nur deshalb existiert, weis sich Objekte in Relation zueinander unterschiedlich Bewegen. In unserem Raumschiff wird es genau so ablaufen! Wir sagen das die Raumzeit "faltet" sich zusammen... Aber eigentlich ist die Ansicht falsch! Durch die Beschleunigung ändert sich unsere Relation zu den restlichen Objekten im Universum... dadurch ändert sich die Zusammenstellung des Universums innerhalb der Raumzeit.

  • Ich habe meinen Kopf ein paar mal gegen Tischkante schlagen müssen,

    Echt? Hilft das? :mrgreen: :shock: Hätte ich das mal im Studium vor den Matheklausuren gemacht, dann wäre ich vielleicht zügiger gewesen ;)


    Adaptierst du die Masse unseres fiktiven Raumschiffes in F= m*a, kriegst du ein völlig sinnfreies Ergebnis.

    Nö, in wie fern meinst du sinnfrei? Sollte das Ding auf einen Mond klatschen wird dieser die Kraft aus Masse*Beschleunigung erfahren und ein entsprechend großer Krater und diverse Deformationen wären das Ergebnis.

    Tatsächlich "dürfte" sich aber die Masse aus unterschiedlichen Beobachterperspektive nicht ändern

    Aber was sagt die Realtivitätstheorie denn dann aus? Sie muss sich ja ändern. Täte sie es nicht, wäre die ganze Formel tatsächlich sinnlos. Massebehaftet und Lichtgeschwindigkeit gehen nicht Hand in Hand, da die Werte für den Energieaufwand und die Masse ins Unendliche wachsen würden.


    Für einen externen Beobachter dürfte der "Massegewinn" nicht erkennbar und auch nicht messbar sein, da er sich nicht mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegt. Für die Reisenden denke ich schon...

  • Zitat

    Echt? Hilft das? :mrgreen: :shock: Hätte ich das mal im Studium vor den Matheklausuren gemacht, dann wäre ich vielleicht zügiger gewesen ;)

    Es erhält zumindest die Motivation ;)


    Zitat

    Nö, in wie fern meinst du sinnfrei? Sollte das Ding auf einen Mond klatschen wird dieser die Kraft aus Masse*Beschleunigung erfahren und ein entsprechend großer Krater und diverse Deformationen wären das Ergebnis.

    Weil du aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedliche Ergebnisse bekommen wirst. (rechnerisch)


    Zitat

    Aber was sagt die Realtivitätstheorie denn dann aus? Sie muss sich ja ändern.

    Dass sich die physikalischen Gesetze eines Inertialsystems, nicht auf ein anderes Inertialsystem übertragen lassen, welches sich relativ anderst bewegt. Da liegt der Hund begraben... Wir rechnen die ganze Zeit über unsere "Systemgrenzen" hinaus. Daneben gibt es kein "Nullsystem" im Universum, welches sich als Referenz nehmen lassen könnte. Es gibt sozusagen keinen "neutralen" Beobachtungsstandpunkt.



    mfg Vivajohn

  • Zitat

    Ich frage mich, wie viel Steuergelder dieser Vorfall gekostet hat.

    Ich häng jetzt mal ganz den Zahlenguru raus...


    Das Budget fürs Jahr 2014 betrug rund 900 Mio Euro für den ganzen CERN.
    Bricht man das auf Tage runter ergeben sich in etwa 2,5 Mio Euro pro Tag.
    Nun muss man aber sehen, dass ja der CERN nicht nur aus dem LHC besteht, dieser aber wohl die teuerste und am meist intensivste, benutzte Anlage darstellt. Sagen wir mal über den Dreh, Daumen mal Pi, 60% geht für den LHC drauf... Dann landen wir bei 1.5 Mio Euro pro Tag.
    Ausfall 2 Wochen = 14 Tage. Also rund 21 Mio Euro für den Ausfall dürften da zustandekommen.


    Grundsätzlich aber auch egal, das Geld ist ja sowieso budgetiert und ausgegeben, der Komplex ist für die Zeit ja einfach nicht "produktiv".


    mfg Vivajohn

  • Oh man, mit Grauen denke ich gerade daran, dass bald die ersten Wiesel-Gurus aus dem Nichts erscheinen und das Weltretter-Wiesel anbeten, welches dafür sorgt, dass die bösartigen Wissenschaftler am LHC für zwei Wochen nicht weiter an der Zerstörung der Welt weiter arbeiten können :abhau:

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.