Die 10 Gebote - Wahrhaftig aus Gottes Mund?

  • Zitat

    Religion ist meiner Meinung nach nur ein Aufputschmittel der Worte das jeder so auslegen kann wie er mag wenn man bedenkt das der Vatikan schätze,Gelder kassiert en masse ,hat Jesus nicht gesagt Teile das Brot mit deinem Nachbarn oder so ?


    Daher auch der Spruch:" Religion ist Opium für`s Volk"


    Zur Frage von Jaques:
    Es war einmal,vor langer Zeit in einem weit entfernten Königreich ( :lol: ),
    da lebte ein Mann namens Jesus.Er konnte viele Wunder vollbringen und
    hielt viele Predigten über Gott und wie sich die Menschen ihm und sich
    gegenüber zu verhalten haben.Von überall kamen die Leute zu Jesus her.
    Doch eines Tages brachten die Menschen eine Frau zu ihm.Sie sagten,
    dass sie es mit einem anderen Mann gemacht hat als mit ihrem Gatten und forderten,die Frau solle nach Moses Gesetz (den 10 Geboten)
    BESTRAFT werden...


    So ihr lieben Kinder! Ich muss die Märchenstunde leider für Heute beenden,aber ihr könnt die Geschichte in der Bibel selbst weiterlesen.


    Grüße: euer Onkel Erichson :D:D:D

  • Die Frage, die ich mir stelle ist nicht ob diese Gebote wirklich direkt von Gott an uns gesandt wurden, sondern vielmehr wieviel sind die Gebote wert, wenn nicht mal diejenigen die diese in der Welt verbreitet haben, sich daran halten??
    Wir wissen das die katholische Kirche uns belügt .. jeder der sich mit dem Geheimniss von Fatima (wird hier auch irgendwo im Forum diskutiert) beschäftigt hat, weiss das. Wie wissen auch, dass Päpste umgebracht wurden sind, weil wahrscheinlich andere auf den Job scharf waren.


    Ich finde schon das die Gebote für ein friedliches Zusammenleben Voraussetzung und sehr wichtig sind, aber wieviel sind sie wert, wenn nicht mal die Kirche selbst (v.a. die katholische) sich daran hält??


    Was haltet ihr davon? Vielen Dank schon einmal im voraus
    Java

  • LiveErichson : :lol::lol:


    @ java: zu den geboten: sicher wenn sich alle daran halten würden sähe die welt besser aus. nur wozu man da einen gott und den ganzen mumpitz braucht ist mir ein rätsel. die gebote sind eigentlich dinge, an die sich jeder einigermaßen vernünftige und intelligente mensch von selbst halten sollte (jedenfalls #4 - #10)

  • tja , als geschichtliche srElikt sind die Gebote ganz interessant , aber warum hat Gott dann dne Menschen nicht gleich fehlerlos gemacht ? ...ok , jetzt mal im Ernst , denn Sklaverei, Zwangsheirat sexueller Missbrauch und Gewalt waren damals auch ganz normaler Lebensalltag und es gibt keine Gebote gegen sie , im gegenteil , es ist da ganz ok , wenn Loth seine jungfräulichen Töchter zur Massenvergewaltigung "anbietet" um einen Gast zu retten , und der Verkauf von töchtern ist in der Bibel auch ganz normal , genauso wie das hinmetzeln anderer Völker für Gott , ausser den jungfrauen , die sollen zu Sklavinnen gemacht werden ...eigentlich sollte die Bibel und besonders das AT als jugendgefärdende Schrift indiziert werden , dagegen ist ja Stephen King leichte Kost ...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Ej Leute ich wollte nur wissen was mit den Leuten ist die vor ca 4000 Jahren gestorben sind? Die haben ja nicht an unseren jetztigen "Gott" geglaubt sonder an ihre eigenen Götter.... das heisst das die alle in der Hölle gelandet sind oder? Ich meine die haben ja mal direkt gegen 4-5 Gobote verstossen und das ganze ohne es zu wissen!!!!
    Stellt euch mal vor ihr glaubt an Gott und befolgt die Gebote; dan Sterbt ihr irgendwan; ihr kommt vor Petrus der euch dan sagt das ihr direkt die Treppe nach unten (in die Hölle) nehmen könnt weil ihr an falsche Götter und Gebote glaubt!!!! Tja Cool oder?


    Also ich Persöhnlich halte mal gar nichts von den Geboten...ich befolge sie auch nicht....ich halte mich nur an das (von Menschen für Menschen) Gesetzt....


    Die begründung fällt leicht:
    1. Ich glaube nicht das Gott die 10 Gobote weder ausgesprochen noch in Stein gemeisselt hat.


    2. Die Bibel ist nicht über zu bewerten....Die Geschichten da drinnen sollen nur den Sin der Lektion leichter rüberbringen....


    3. Ich glaube nicht daran das Gott damit überhaupt was zu tun hat. Jeder kann mit irgendwas kommen und behaupten das Gott ihm das gesagt hat!



    _____________________________________________________________
    Religion macht Blind für das Leben um dich herum......


    Religion hat den Menschen nichts gebracht, ausser Kriege....


    Religion beschränkt sich auf Wunsch-denken, doch Tagen wie heute erinnern mich daran das das Leben kein Wunsch ist und das in heutiger Zeit zu wenig gehandel wird.......... by Jester

  • Das problem mit den anderen Göttern (Zeus, Odin usw.) ist einfach gelöst worden alle Götter an die du glaubst die aber net "Gott" sind, sind der Teufel. So sagt es zumindest die Kirche....(ist doch Bulls*it)
    D.h. aber aich das alle die an andere Götter geglaubt haben ja teoretisch in der Hölle jetzt sind.....oder nicht?


    by Jester
    __________________________________________
    Egal ich bin mein eigener Gott des langt mir..... :D

  • Hallo, Ihr alle,
    hierzu möchte ich auch meinen Senf dazugeben.
    Die Bibel muss sehr sorgfältig gelesen und die Erkenntnisse daraus immer wieder auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, in dem man sie mit der Menschheitsgeschichte und dem aktuellen Weltgeschehen vergleicht. Nicht umsonst gibt es so viele unterschiedliche Religionen und Auslegungen.
    Auch ich war diesem typischen Religionsdenken ungeahnt verfallen und dachte, ich müßte jetzt alle Menschen irgendwie davon überzeugen, an Gott zu glauben. Doch Wasserträger hier auf diesem Forum hat mich schlagartig mit wenigen Worten eines besseren belehrt und mir damit geholfen, mir dessen auch bewußt zu werden. Ich danke ihm dafür und wünschte, ich könnte einige Beiträge wieder löschen, die ich hier geschrieben habe.
    Es ist ja gar nicht Gottes Wille, daß wir an ihn glauben, sondern auf das vertrauen, was er uns in der Bibel mitteilen will. Und dies, und nichts anderes sonst, soll man dann an andere Menschen weitergeben, die geistiges Wissen auch erfahren wollen. Wer es nicht hören will, den muß man nicht damit belästigen.
    "Selig sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind"
    Viele Menschen haben Gottes Wort bereits in ihr Herz geschrieben, auch wenn sie gar nicht an Gott glauben. Aber sie halten sich von Natur aus an das, was er will.
    Die Gebote sind tatsächlich keine Verbote, sondern dienen den Menschen als Richtlinie. Kein Mensch muß sich daran halten, wenn er nicht will. Aber er wird in seinem Leben dann auch die logischen Konsequenzen daraus erfahren und tragen müssen, die sich daraus ergeben.
    Das AT ist voll davon, daß Gesetze keinen Menschen davon abhalten, Schlechtes zu tun. Auch Rituale und Opfergaben besserten sie nicht.
    Nur das Gebot der Liebe und der Nächstenliebe kann einem Menschen helfen, ein besserer Mensch zu werden.
    Doch auch die Liebe wird allzuoft falsch verstanden. Ist es Liebe, wenn ich z.B. einem Alkoholiker immer wieder seine Alkoholexzesse, seine Agressionen und daß er seine Familie in soziale und finanzielle Not bringt, verzeihe? Fördere ich damit nicht eher, daß er denkt, er kann immer so weitermachen, säuft sich eines Tages tot und hinterläßt eine mißhandelte und notleidende Familie?


    Herzliche Grüße
    Elke
    Alicante/Spanien

  • Na dann werd ich meinen Senf mal auch abliefern:


    Zitat von "Elke"

    Es ist ja gar nicht Gottes Wille, daß wir an ihn glauben, sondern auf das vertrauen, was er uns in der Bibel mitteilen will.


    Gott hat die Bibel nicht geschrieben. Es waren Menschen, die sich eine Religion eingebildet haben, und sie haben die Bibel über die Jahrhunderte zu ihren Gunsten modifiziert. Dasselbe passierte auch mit den Schriftstücken aller anderen Religionen.

    Zitat


    Und dies, und nichts anderes sonst, soll man dann an andere Menschen weitergeben, die geistiges Wissen auch erfahren wollen. Wer es nicht hören will, den muß man nicht damit belästigen.
    "Selig sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind"
    Viele Menschen haben Gottes Wort bereits in ihr Herz geschrieben, auch wenn sie gar nicht an Gott glauben. Aber sie halten sich von Natur aus an das, was er will.

    Das nennt sich Instinkt, und jedes Tier hält sich an seinen Instinkt, ohne Lesen gelernt zu haben. BTW: Die Reformation fand erst statt, als die Bibel in eine, dem Volk verständliche Sprache übersetzt wurde, und nicht die "ach-so-gebildeten" Kleriker die Macht über das Wissen des Inhaltes der Heiligen Schrift für sich beanspruchen konnten.

    Zitat

    Die Gebote sind tatsächlich keine Verbote, sondern dienen den Menschen als Richtlinie.

    Es sind diesselben Richtlinen, die jedes Tier einhält.

    Zitat

    Kein Mensch muß sich daran halten, wenn er nicht will. Aber er wird in seinem Leben dann auch die logischen Konsequenzen daraus erfahren und tragen müssen, die sich daraus ergeben.

    Wie eben auch jedes Tier: Krieg führen und gewinnen, oder Krieg führen und sterben.

    Zitat

    Das AT ist voll davon, daß Gesetze keinen Menschen davon abhalten, Schlechtes zu tun.

    Wer ist der Mensch, Recht von Unrecht unterscheiden zu dürfen??

    Zitat

    Auch Rituale und Opfergaben besserten sie nicht.

    Wie auch? Töte ein Tier, um Dich vom Tier zu unterscheiden???

    Zitat

    Nur das Gebot der Liebe und der Nächstenliebe kann einem Menschen helfen, ein besserer Mensch zu werden.

    Töte die Ungläubigen, und Dir wird das Himmelreich wiederfahren???

  • Ich stehe eher auf Curry, Irrwisch:


    Zitat:
    Die Gebote sind tatsächlich keine Verbote, sondern dienen den Menschen als Richtlinie.
    Es sind diesselben Richtlinen, die jedes Tier einhält.


    Was lässt darauf schliessen? Und fangen wir beim ersten Gebot an.


    Ich bin ein Tierfreund, wirklich. Und betrachte mich als Gattung Mensch nicht als höherwertig. Aber setzt man die gesammte Fauna gleich und sagt, dass alle gleichermassen den Anspruch erheben Gott zu erfahren und sich fragen 'wer oder was ist Gott?'; woran machst Du das fest? Haben der Mensch, die Bergziege oder der Virus den gleich Anspruch?
    Ich will es denen nicht aberkennen, aber etwas unterscheidet den Menschen vom Tier. Des Menschen Anstrengungen gehen weit über das reine Überleben hinaus. Mit allen Vor- und Nachteilen.


    Instinkte stecken in Dir seit Deiner Geburt. Überslebenswichtige Funktionen. Die Beschäftigung mit der Idee Gott ist nicht instinktiv verankert. Warum auch. Mann kann auch gut leben ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wir werden ja nicht davon bedroht oder so. Vielleicht macht uns nur die Vorstellung mancher Individuen oder Glaubengemeischaften Angst, deren Interpretation von Gott. Das appeliert unsere Instinkte und macht uns bereit uns dem zu widersetzten. 'Du sollst keine anderen Götter neben mir haben' soll die sich dazu bekennende Gruppe nicht gegen andere Götter eifern lassen. Es ist als Anleitung einer Geisteshaltung zu verstehen. Die Idee von Gott steht über allem Greifbarem. Verschiedene Götter, verschiedene Bedürfnisse. Und nur das Wesen, welches sich von diesen Bedürfnissen befreien kann, ist in der Lage auf Gott zuzugehen. Der Mensch strengt sich zumindest sehr an, diesem Nachzukommen...


    Die Zehngebote wurden zwar einst in Stein gehauen, wer sie aber genauso in sein Gehirn überträgt, hat schwer zu schleppen und bekommt Kopfschmerzen :wink: Man muss sie für sich etwas aufbereiten, mit ihnen arbeiten, sie selbst interpretieren. Und wenn man für sich entscheidet, das sie einem gut tun sollen, dann tun sie es auch. Im übrigen tauchen ja diese 10 Gebote ja so nicht wortwörtlich in der Bibel auf. Sie sind aufbereitet, vorinterpretiert und in unsere Umgangssprache übersetzt worden.


    Kurz und bündig: Ja find sie super

    "Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten - das Leben zu verantworten hat." - Viktor Frankl

  • Du hast recht, Irrwisch.
    Gott hat die Bibel nicht selbst geschrieben. Er hat aber die Menschen geistig inspiriert, das niederzuschreiben, was er alle Menschen wissen lassen wollte.
    Die Bibel besteht aus einer Sammlung von 66 Buechern (Schriftrollen), die 40 Schreiber in einem Zeitraum von ca. 1600 Jahren auf drei verschiedenen Kontinenten und in drei verschiedenen Sprachen geschrieben haben. Sie konnten sich also untereinander gar nicht kennen. Sie waren auch verschiedener Herkunft vom einfachen Fischer bis zum Arzt und Gelehrten.
    Dennoch sind die Gedanken einheitlich, als wenn sie alle ihre Gedanken von einer einzigen Quelle empfangen haetten und niederschrieben.
    Kein anderes Buch wurde jemals in so viele Sprachen uebersetzt wie die Bibel und millionenfach gelesen.
    Sie hat Verbrecher veranlasst, anstaendige Menschen zu werden.
    Kein anderes Buch wurde so geliebt wie die Bibel.
    Aber gleichzeitig ist die Bibel auch das meistgehassteste Buch und bot hasserfuellten Menschen Anlass fuer grausamste Verfolgungen.
    Ich meine, ein solch ungewoehnliches Buch ist es wert, sich einmal naeher ohne Vorbehalte damit zu beschaeftigen.


    Liebe Gruesse
    Elke
    Alicante/Spanien

  • Gleich von vorne weg, möchte ich sagen, dass ich selbst an Gott glaube. Allerdings bin ich auch der Wissenschaft, also sozusagen dem Erzfeind der Religion, angetan,
    weshalb ich auch eine Art Analytiker bin. Was bedeutet, dass ich vieles, was sich nicht gleich erklären lässt, hinterfragen muss.


    Meiner Meinung nach sind die 10 Gebote nicht von Gott persönlich. Ich denke eher, dass sie von Menschenhand geschaffen wurden, damit selbiger eine Führung erhält, die er auch braucht, um Ordnung zu schaffen und sie dann auch zu halten.
    Die Gebote sind sozusagen, eine Art Gesetzbuch, das sich auf die wichtigsten Aspekte der Ordnung bezieht. Obwohl die Bezeichnung "Gesetzbuch" nicht vollkommen korrekt ist. "Leitbuch" bzw. "Leitfaden" würde es wohl noch besser treffen, denn wenn man sich die zehn Gebote einmal genauer ansieht, dann bemerkt man, dass sie nicht unbedingt verbindlich sind. Es steht nirgends, du "musst" bzw. du "darfst nicht", dies oder jenes tun. Sondern, es steht in sämtlichen Geboten, ja (ich erlaube mir einfach mal zu sagen) sogar in der gesamten Bibel nur, du "sollst" bzw. du "sollst nicht", dies oder jenes tun! Es scheint also, als wird den Gläubigen die Wahl gelassen, ob er es befolgt, oder nicht!


    Meine Meinung dazu!



    Enigma!!

  • Ich glaube sehr tief an die 10 Gebote und sie sind qualitativ etwas Anderes als Gesetze, denn sie sind spiritueller und geistiger Natur und anders aber als Gesetze, ist ein PERSÖNLICHER Verstoß gegen sie nicht immer beweisbar, was zum Beispiel in der Justiz und im Staatswesen der Maßstab von jeder Gesetzgebung, insbesondere aber der Strafgesetzgebung sein sollte. Mein Lieblingsgebot als Verfechter und Anwalt der Wahrheit, wie ich mich sehe, ist das achte Gebot.


    Du sollst nicht lügen!

    (Umformulierung zur Vereinfachung!)


    Nun, ich schreibe hier, um den Unterschied zwischen Religion und weltlicher Gesetzgebung darzulegen und auf ein Problem hinzuweisen. Ich persönlich glaube, jede Lüge durchschauen zu können und immer die Wahrheit hinter allem zu sehen, doch ich bin mir trotzdem sicher, dass es anderen Menschen und vielleicht sogar mir nicht zu 100 % immer möglich sein KÖNNTE, jede Lüge aufzudecken und jeden Lügner so zu überführen, dass es bewiesen sein darf, dass er gelogen hat. Nichtsdestotrotz finde ich dieses Gebot als eines der, besonders für mich, wichtigsten der


    10 Gebote !


    Besonders vor Gericht ist es "geboten" die Wahrheit zu sagen und dem widerspreche ich absolut gar nicht, denn alles andere ist "Obstruction of Justice" (oder Verhinderung der Justiz). In den USA schwört man einen Eid deswegen auf die Bibel. Es lebe Amerika!


    Hierzulande gibt es leider jedoch sogar Strafen, wenn man vor Gericht lügt, das ist aber leider eine Sünde, dass man solche Gesetze im weltlichen Bereich aufgeführt hat, denn sie widersprechen den kosmischen Gesetzen: sie widersprechen den Naturgesetzen und den Regeln, die im Universum gelten. Ich gebe euch ein Beispiel:


    Vor Gericht wird sich nicht jeder Mensch, ob schuldig und gerade, wenn er unschuldig ist, nicht selbst belasten und dieses Recht gilt daher schon nur noch eingeschränkt und integriert daher einen Verstoß gegen die Moral, die Gewissensfreiheit und das freie Denken. Nehmen wir an, eine Person war wegen Mord oder Totschlag vor Gericht, egal, ob es Mord oder Totschlag als Anklage gewesen ist, angeklagt und beteuerte, sie wäre unschuldig. Das Gericht konnte jedoch ohne Zweifel nachweisen, dass diese Person in dem Fall getötet hat. Wissen wir, ob die Person gelogen hat, trotz dass sie im Sinne der Anklage schuldig war? Nein, das wissen wir nicht.


    In diesem Beispiel geht es nur darum, dass Empfänger und Sender von Nachrichten Kommunikationen anders deuten könnten. Das Problem, das ich sehe, dass man lange streiten könnte, wann etwas eine Lüge war und wann nicht. Verdrehen der Wahrheit wäre keine Lüge, könnte die Justiz jedoch noch mehr in die Irre führen und vom Beweisen abhalten. Das Problem besteht, wenn man Menschen wegen Lügen bestrafen würde, was in wenigen Fällen die deutsche Justiz vorsieht.


    Aber muss man immer die Wahrheit sagen? Ja, das ist meine Meinung, denn es ist das 8. Gebot! Aber man muss in bestimmten Fällen nicht immer anderen einen Fehler eingestehen, wenn es anderen nichts nützt. Ein Beispiel, wann man trotzdem gestehen sollte, ist dieses folgende Gedankenspiel. Nehmen wir an, du bist der Bruder oder die Schwester von einer weiblichen Person, die einen Kanarienvogel hat. Sie fährt über das Wochenende in den Urlaub und du lässt den Kanarienvogel aus dem Käfig, dieser flattert auf den Sessel, auf den du dich setzt und der Vogel wird erdrückt und stirbt. Am nächsten Montag sagst du deiner Schwester, der Kanarienvogel wäre gestorben und du hättest ihn vergraben. "Ach, mein Piepmatz war doch erst ein paar Monate alt", wird deine Schwester sagen. "Ach, warum habe ich das Vogelfutter mit Nüssen [nehmen wir an Vögel könnten auf Nüsse allergisch sein] nicht weggestellt, nachdem ich herausfand, dass er dagegen allergisch war. Ich bin an allem Schuld. Warum bin ich nur letztes Wochenende in den Urlaub gefahren? Warum nur?" Deine Schwester wird nun 10 Jahre lang traurig sein, weil sie sich die Schuld für den Tod ihres Kanarienvogels geben wird.


    In allen Fällen, wo es entweder Gründe gibt, ein Geständnis besser machen zu wollen oder es machen zu müssen, liegt es an dir, es zu tun, denn das Universum gibt solche Gründe für Geständnisse nur vor, wenn du selbst noch verwickelt bist in einer Situation, insbesondere in der Menschen deiner Gemeinschaft noch einen Schaden haben. In diesem Beispiel sind die Gründe die soziale Verwicklung mit deiner Schwester und dein Gewissen wird dich plagen. Hier ist es unbedingt anzuraten, trotzdem zu gestehen, denn das Gewissen wird dich eines Tages packen und trotz dass deine Schwester, wie sie für dich aus diesem Beispiel als Voraussetzung hervorgeht, erleichtert sein wird, wird sie bestimmt auch negative Gefühle für dich trotz dieses Geständnisses haben, zum Beispiel wird sie sauer sein, denn du brachst bereits das 8. Gebot und du hattest gelogen; hier sogar, weil du kein Geständnis machtest.


    Das 8. Gebot impliziert aber nicht immer, ein Geständnis machen zu müssen. Nehmen wir folgendes Beispiel: Du bist auf der Arbeit und bist eigentlich sogar ein Mobbing-Opfer und aus Versehen kippst du Kaffee über den teuren Laptop deines Chefs, der das seinen beiden Lieblingsuntergebenen verzeihen würde, dir aber Schuld und Fehlversagen unterstellen würde, was eine Lüge wäre. Da du das weißt und ihm ein Geständnis nichts nützt, solltest du zwar nicht lügen und anderen die Schuld geben. Aber solange du nicht gezwungen sein wirst, "die Wahrheit" zu sagen, was hier eigentlich hieße, die Faktenlage und die Informationen zu liefern, sieht das Universum hier kein Geständnis vor.


    Das Gebot, du sollst nicht ehebrechen gilt immer nur für Frauen und den ehebrechenden verheirateten Mann, nie jedoch für einen nicht-verheirateten Mann. Ich brach also auch nicht dieses Gebot. Auch Neid kenne ich nicht. Ich breche keines der 10 Gebote!

  • @Davy


    Danke, dass du mit deinem letzten Absatz nochmal schön die Bigotterie aufgezeigt hast. :thumbup:


    Du hast vollkommen Recht, das ist überaus pingelig, aber nach Bibel ist es kein Ehebruch als Mann Sex mit einem verheirateten Mann zu haben.


    Ich finde zwar, an allen Religionen ist etwas Wahres dran und aus dem Judentum kommen die Gesetze, aber manchmal sind sie im Judentum schon etwas zu streng und gerade orthodoxe Juden neigen dazu "Gesetz" zu streng auszulegen. Ich habe einen Hang zum Buddhismus, natürlich mag ich Jesus Christus und trotz dass er nicht die Kirche gründe, anerkenne ich den etwas zu sehr aber meine Meinung nach Macht auf eine einzige Person (den Papst) fokussierende Rolle der Kirche auch in der Exegese des Wirkens oft von Jesus Christus als sinnstiftende zentrale Person in der Reliegionsgeschichte an. Ich glaube an die intrinsische Moralität der islamischen Lehre, kritisiere aber den Islam, intrinsische "Gebote" und "moralische Normen" weltlich in Gesetze umzuwandeln und es für legitim zu halten


    1. religiöse Gesetze in Form von ihren Imamen und sonstigen Personen der Religion nicht nur auslegen zu lassen; der Islam ist unbedingt zu kritisieren, weil sie eine exekutive Strafausübung eigentlich nicht "weltlicher", sondern religiöser Gesetze betreibt.

    2. aber die eigentliche religiöse Verinnerlichung des "Willens" Gottes bleibt brav im Islam bei den Gemeinden, Communities und den Orten und eigentlich ist das richtig; Christen neigen oft dazu, als spalterische Gruppierungen (Protestanten in den USA) selektiv "Gottes Wort", d.h. hier die religiösen "Gesetze" und "Gebote" und "ursprünglichen Worte", neu auszulegen und das geht manchmal gut (Luther im Allgemeinen, nicht in jedem Detail gebe ich aber auch nicht Luther recht, nur so allgemein), manchmal führen christliche "Spalter" aber zu Sektierertum und Fanatismus (bis hin zu Fatalismus, wie auch islamistischer Fundamentalismus das dann, aus in Hinsicht der Interpretation ihrer Schriften aber meist aus zu "wortwörtlicher" und "unzeitgemäßer" Art, es auch tut.


    Aber jede Religion hat ihren Anteil an der großen Wahrheit und auch Hinduisten möchte ich mal nicht vernachlässigen, denn keine Religion verinnerlichte so sehr die große Wahrheit der Wiedergeburt wie sie, aber Kritik am Hinduismus ist definitiv, dass sie die "anarchistische Religion" aller ist; was ich durchaus negativ meine, denn nicht nur die Vielgötterei, die ich bis zu einem Punkt toleriere, teilweise mehr als respektiere und hier und da auch achte, manchmal aber als übertriebenen Hype empfinden könnte, sondern auch der Mangel an gesetzlichem Inhalt nach. Statt Gesetzen höherer Ordnung hat sich der Hinduismus weltlich erniedrigt, Menschen in Kasten wiedergeboren zu lassen und damit, typisch Anarchisten, gleich mal Ungerechtigkeit bei der Wiedergeburt institutionalisiert, denn es wird auch bei Hindus nicht ausbleiben, dass Seelen dort auf- und absteigen.


    Es ist ja nicht mal die Abartigkeit der Hindus gleich Kasten zu institutionaliseren, damit widersprechen sie von Vornherein allem, auf das ich und Jesus Christus hoffen und an das ich sogar mehr als Christus "glaube", vermute ich fast, denn obwohl an der "protestantischen Ethik" etwas Wahres dran ist, hätten Kasten definitiv niemals erfunden worden sein und Jesus Christus würde mir darin definitiv zustimmen, da bin ich sicher. Nein, es ist allgemein der Anarchismus im Hinduismus, der fast schon Anarchie bewirken müsste und allgemein haben Hindus mal sogar kein richtiges "Gesetz", auf das sie hören, sondern sie glauben brav an ihre Kasten, ein System, das, spätestens nach Karl Marx, die aufgeklärte westliche Welt eher nicht adaptieren wird; die USA schon gar nicht, auch wenn sie sehr an "Schicksalsbestimmung durch Erfolg" bis hin zum etwas Übertriebenen glauben, aber per Geburt das Schicksal bis zum Tod bestimmt bekommen zu haben, das widerspricht leider der Lehre aller anderen als der hinduistischen Religionen und das ist Fakt und definitiv der größte Fehler des Hinduismus, neben vielen weiteren Fehlern, die der Hinduismus hat!


    Den Kastenschwindel der Hindus ohne Gesetz, an das man sich halten müsste, braucht kein Mensch glauben. Da haben sie sich als die am meisten anarchistische aller Religionen leider den Wert als eine bedeutende Religion, die die Menschheit anführen dürfte, völlig verbaut, denn davor stehen eindeutig Judentum, Christentum, der Islam und sogar der Buddhismus.


    Hinduismus ist nicht nur die fragilste aller Religionen, obwohl sie einer höchsten Wahrheiten konsequent fast treu bleibt und geblieben ist. Sie ist leider auch die sinnloseste und am wenigsten aller Religionen eine nützliche Religion.


    Was aber Amerikaner (aus den USA) insbesondere als Christen mal gar nicht kapieren woll(t)en, ist, dass weder "Gott" noch irgendeine höhere sonstige Macht einen einzelnen Amerikaner und auch nicht das ganze amerikanische Volk dann auserwählt hat, weil es denen finanziell in einer ungerechten und vor allem durch sie nicht unbedingt mal gerade gar nicht gerechteren Welt auserwählt haben könnte! US-Amerikaner bilden sich ein, berufen zu sein und ein auserwähltes Volk zu sein schon und zwar tun sie oft der Gerechtigkeit auf den Weg helfen, aber global-finanzpolitisch mal so überhaupt nicht, dass US-Amerikaner mal spinnen würden, wenn sie glaub(t)en, "Gott", "Christus" oder sonstwer oder "sonstwas" (...) hätte US-Amerikaner ans sich und für sich mal als Grundgesamtheit fundamental erlöst. Und auch dass dann selektiv innerhalb ihrer Gesellschaft "Erfolg" auf eine positive Schicksalsauswahl "nach dem Tod" oder überhaupt, eben auch wenn sie leben, hinweisen könnte, ist in einem System, das auf Egoismus basiert schon mal gar nicht im Sinne der Worte, "wie ich mich erinnere", von Jesus Christus. Da muss ich leider auch hart sagen, dass sogar Deutsche sehr viel mehr an Gerechtigkeit seit der Wiedervereinigung mitarbeiten als das US-amerikanische Volk. Der US-amerikanische "Narzißmus" dahingehend ist leider auch ein "Epic Religion Fail (worldwide)".


    Es mag zwar wahr sein, dass viele moralische und ethische Werte, die tatsächlich nicht due US-amerikanische Bevölkerung als Gesamtheit nach außen tragen, sondern die die meisten US-Amerikaner veröffentlicht haben, "gottgewollt" sein könnten, d.h. überlegen sind den Werten und dem zivilisatorischen Fortschritt anderer Länder. Aber bestimmte Werte wie Ellenbogen-Kapitalismus sind es offensichtlich nicht und widersprechen sogar Jesu' Wirken so fundamental, dass man gar nicht glauben dürfte, dass die mehrheitliche religion der US-Amerikaner sich auf Jesus Christus bezieht und mit Kirche zum Beispiel auch sich in Verbindung sieht, so wie die Kirche heute zum Beispiel meist predigt und auch unabhängig der Kirche, hat das mit dem Neuen Testament sehr wenig zu tun, ganz ehrlich!


    Andererseits ist es bewundernswert, wie sehr Religion in der sehr hochzivilisierten USA durchgehalten hat. US-Amerikanern zu unterstellen, sie wären per se unreligiös oder Sünder ist definitiv auch falsch.


    Aber was Moslems mal gar nicht verstehen, an den 10 Geboten und über "Gott" bzw. ihren Allah oder sagen wir allgemein da, anstatt von "Gott"/"Allah" zu sprechen, über den Unterschied von Religion mit ihren religiösen Gesetzen und der Staatsordnung mit ihren weltlichen Gesetzen, das ist, die Auslegung von Geboten und die Einhaltung von Gesetzen. Denn sowie es mit den 10 Geboten ist, so gilt das auch für Moslems, dass die 10 Gebote keine "Verbote" sind, sondern religiöse dispositive Vorschriften. Es heißt ja, "du sollst nicht z.B. lügen" und niemals "du dürftest nicht/du darfst nicht (z.B. lügen" und das ist genau auch richtig sol. Natürlich soll man sich an sie halten; doch nicht einmal Allah könnte dir verbieten zu lügen. Das verstehen Moslems leider nicht. Schade eigentlich.


    Übrigens. Das hat jetzt nicht mehr so viel mit dem eigentlichen Thread-Thema zu tun, aber dass in Deutschland und vielen der meisten modernen Ländern weltweit Ehebruch nicht mehr der einzige Grund für eine gerichtlich wirksame und im Staatsrecht staatsbürgerlich anerkannte Scheidung ist, finde ich mehr als richtig, denn erstens hat sowieso ein Gebot vor Gericht nicht die Zweckbestimmung, maßgebend Gründe zu liefern in einem säkularisierten Staat und leider ist das im Islam nicht der Fall und zweitens gibt es auch gute Gründe, Ehe selbst abgesondert von Religion zu behandeln. Aber mal davon abgesehen, dass Partnerschaftsverträge billigbar sind in Gesellschaften (ich persönlich finde Verträge eher etwas vermeidbares und sähe den Grund für Ehe sowieso rein religiös, aber das versteht hier sicher nicht jeder Mensch, dass es stimmt, dass Verträge sind an sich etwas Schlechtes [insbesondere für die vertragsschließenden Personen, immer nämlich, die Ehe ist aber etwas Gutes), auch von Homosexuellen natürlich und auch wenn sie ihnen Rechte einräumen, ist das Kündigen von Verträgen nicht billigbar, wenn man nur Ehebruch als Grund für das Herauskommen aus einem Vertrag sieht. Im Islam führt das zu absoluter Unethik.

  • Dieser Text erinnert mich doch sehr an die vielen Predigten, denen ich schon gelauscht habe und von denen so ziemlich alle, entweder erklärten, warum man diese Bibelstelle halt im historischen Kontext, so zu lesen hat, oder warum Gottes Zusagen halt mal wieder nicht funktionieren.