Todesstrafe

  • Die Todesstrafe ist in Ordnung, allerdings sollte mann Täter wo z.B. seit 30 Jahren auf ihre Hinrichtung warten und im Knast einen Glauben angenommen haben und ihre Tat zu tiefst bereuen einfach nur entlassen. Ich hab viele Knastdokus gesehen und als ich mal zwei schwarze US Insassen sah, die warten seit 30 Jahren auf ihre Todesstrafe weil sie beide einen Mord begangen haben. Also jeder jeweils einen Menschen erschossen haben. Nun haben beide echten christlichen Glauben und glauben fest an Jesus und Gott und so und lesen auch täglich in der Bibel. Da haben beide in der Doku über ihr Verbrechen gesprochen, und sie mussten weinen als sie an ihr Verbrechen und ihr Schicksal im Knast dachten. Sie haben auch immer wieder und wieder betont wie sehr es ihnen leid tut was sie getan haben. Und ich meine was ich in der Doku so gesehen habe..., als die Sonne in ihre Zelle schien
    und die Zeit war jetzt 30 Jahre vergangenen da haben die zwei geweint und ihre Tat bereut. Ich finde dass solche Leute aus der Haft entlassen gehören denn sie haben sich verändert und bereuen. Und ich weiss das Jesus sie hätte in diesem Moment freigelassen und auch geweint aber nicht die Richter oder Gefängnisswärter, die sind fast alle..., fast alle?, ja alle sind behinderte Nazis wo nicht erkennen wenn jemand freigelassen gehört. Es sitzen ja auch viele Unschuldigige in USA Gefängnissen..., wenn stört das schon. Deshalb hat niemand von euch Menschen auch nur ansatzweise das Recht eine Todesstrafe auszusprechen oder sich dafür oder dagegen auszusprechen. Wenn Jesus einen Mörder aus dem Gefängnis entlässt, dann hat ein Staat dem Folge zuleisten, ohne peinliche und behinderte Fremdbeurteiler ob dass denn geht. Sieh mal: wenn jemand 30 Jahre lang im Gefängnis sitzt und ein anderer Mensch geworden ist und einen Glauben angenommen hat und seine Tat bereut dann hat man ihn sofort zu entlassen. Verdient jemand wo so ist geworden und nach 30 Jahren in seiner Zelle liegt und weint weil er nicht mehr frei kommt und jetzt aber wie oben beschrieben ein besserer Mensch ist die sofortige Freiheit? Eindeutig ja. Trotz Mord ist in solch einem Fall das Urteil neu zu sprechen. Manchmal muss mann nämlich auch Jesus recht geben, denn ihr Menschen könnt das einfach nicht immer so richtig einschätzen. Denn ich weiss das aus Jesus Augen eine Träne auf beide Matratzen fiel und dass des Nachts da waren beide wach in ihrer Zelle. Da waren mal so 17 Jahre vergangenen. Weil es gibt manchmal auch andere Lösungen. Also raus mit und Fussfessel plus 20 Jahre harte Arbeit wo das ganze Geld an die Opferfamilie fließt. Aber stell dir mal vor du wärst Vater von eine von die beide Mörder und hast nur noch ein paar Monate oder Wochen zu leben, siehst deinen Sohn aber nicht mehr und musst mit Tränen sterben weil dein letzter Wunsch ihn noch mal in den Arm zu nehmen nicht in Erfüllung geht, bloß weil Menschen nicht erkennen wenn draußen die Sonne scheint und die sind seit 30 Jahren im Gefängniss und bereuen und sind zwei gute Menschen geworden dass sie entlassen gehören.

  • Erstmal so am Rande, was hast du eigentlich mit deiner ARD?


    Wenn jemand einen Mord begeht, dann hat er seine Strafe abzusitzen. Ganz gleich, welche Strafe er bekommt. Die Amerikaner haben viel schärfere Gesetze als wir. Dort heißt die Todesstrafe, dass sie bis zur Vollstreckung in Haft bleiben. Auch wenn sich manch Gefangener nach Jahren die Einsicht bekommt, dass es falsch war und man es nun bereut. Die Strafe wurde ausgesprochen! Niemand - nicht einmal Gott, falls es ihn geben sollte - kann und darf sich über die Gesetze hinweg setzen. Jeder kennt die Gesetze in dem Land in dem er lebt. Wenn er dann trotzdem einen Mord begeht, muss er mit voller Strafe bestraft werden. Und die Amerikaner haben eben in manchen Bundesstaaten noch die Todesstrafe. Auch das sollte jedem Bürger bekannt sein. Davon ab, würdest du für einen Mörder die Hand ins Feuer legen, dass er nicht wieder mordet? Ich definitiv nicht.

  • WaldemarHartmann

    Zitat

    Die Todesstrafe ist in Ordnung, allerdings sollte mann Täter wo z.B. seit 30 Jahren auf ihre Hinrichtung warten und im Knast einen Glauben angenommen haben und ihre Tat zu tiefst bereuen einfach nur entlassen.

    Was ist das für eine unsinnige Begründung. Was hat Glauben mit dieser ganzen Sache zu tun und kommt die Reue nicht ein wenig spät? Reue schützt auch nicht davor wieder rückfällig zu werden, was statistisch gesehen recht oft geschieht. Und was ist mit dem Menschen, der einen Straftäter freispricht und dieser Straftäter killt dann wieder Jemanden?


    Ich bin gegen die Todesstrafe, denn sie ist ein Abschluss, ein Schlussstrich, der einem die Verantwortung für seine Tat nimmt. Wohingegen die Praxis in den USA beispielweise, die Verurteilten erstmal einige Jahrzehnte schmoren zu lassen bevor es zur Vollstreckung kommt, klingt auch nicht verkehrt, wahrscheinlich ist das sogar absichtlich so, der Abschreckung wegen.



    Zitat

    Und ich weiss das Jesus sie hätte in diesem Moment freigelassen und auch geweint

    Woher weißt du das?



    Zitat

    ja alle sind behinderte Nazis wo nicht erkennen wenn jemand freigelassen gehört

    Die Nazikeule auf amerikanische Richter anwenden ist irgendwie nicht komisch. Dadurch verunglimpfst du alle Opfer des Holocausts, indem du durch die Verwendung des Nazibegriffs in diesem Zusammenhang diesen Begriff bagatellisierst.



    Zitat

    denn ihr Menschen könnt das einfach nicht immer so richtig einschätzen

    Was bist du denn, erleuchtet oder aufgestiegen?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.


  • Erstmal so am Rande, was hast du eigentlich mit deiner ARD?


    Wenn jemand einen Mord begeht, dann hat er seine Strafe abzusitzen. Ganz gleich, welche Strafe er bekommt. Die Amerikaner haben viel schärfere Gesetze als wir. Dort heißt die Todesstrafe, dass sie bis zur Vollstreckung in Haft bleiben. Auch wenn sich manch Gefangener nach Jahren die Einsicht bekommt, dass es falsch war und man es nun bereut. Die Strafe wurde ausgesprochen! Niemand - nicht einmal Gott, falls es ihn geben sollte - kann und darf sich über die Gesetze hinweg setzen. Jeder kennt die Gesetze in dem Land in dem er lebt. Wenn er dann trotzdem einen Mord begeht, muss er mit voller Strafe bestraft werden. Und die Amerikaner haben eben in manchen Bundesstaaten noch die Todesstrafe. Auch das sollte jedem Bürger bekannt sein. Davon ab, würdest du für einen Mörder die Hand ins Feuer legen, dass er nicht wieder mordet? Ich definitiv nicht.

    Ein Mörder hat tatsächlich seine Strafe abzusitzen. Die Amerikaner haben tatsächlich viel härtere Gesetze als wir. Gott kann sich nicht über Gesetze hinwegsetzen, sollte es aber können. Denn wenn niemand das kann, dann auch Gott nicht? Doch, einer sollte das können wenn mal ein Fehlurteil gesprochen wurde. Ein Mörder ist schlussletztendlich auch nur ein Mensch wie jeder andere, und manchmal gibt es Fälle wo man hat trotz gewisser Gefahren jemanden freizulassen.
    Mörder wo mann freilässt da weiss Mann das sie nie wieder morden werden, und es gibt tausende solcher Mörder. Aber mal nebenbei: Weißt du wie 30 Jahre Gefängnis sind für einen Menschen? Ich glaube nicht. Weißt du was ein Mensch nach 30 Jahren Gefängnis wenn er sich gewandelt hat und ein guter Mensch geworden ist und seine Tat bereut verdient? Ich weiss das du es nicht weißt denn bei dir kann ja nicht mal Gott sich über Gesetze hinwegsetzen auch wenn z.B. ein Mensch Gnade verdient. Deine Ansichten entsprechen den Ansichten von Menschen wo sich in meinen Augen mit dem Thema nie wirklich beschäftigt haben und doch respektiere ich deine Meinung auch wenn du für mich durch deine Ansichten zu den dummen Menschen gehörst. Entschuldigung. Ich weiss du bist nicht dumm. Entschuldige. Ich sah früher das auch so doch Gott hätte ich das erlaubt. Aber ich habe mal in einer Doku nen Knacki gesehen wo 30 Jahre im Gefängnis saß und er war ein guter Mensch geworden und bereute. Doch als ich ihn hab sprechen hören und so da wusste ich dass er gehört freigelassen. Du hast die Dokumentation ja auch nicht gesehen. Und du weißt mit ziemlicher Sicherheit auch nicht was es bedeutet wenn ein Gefangener 30 Jahre auf das Foto seiner Mutter schaut und er sie nie wieder sieht, und sein Verbrechen bereut. Also es ihm leid tut. Die Bekannten des Mordopfers tragen selbiges Schicksal, richtig. Trotzdem muss mann wenn das wie bei den 2 Schwarzen ist sie freilassen. Denn nur dann hast du Gott erkannt und weist ein Menschenleben zu schätzen. Auch das einerseits Mörders l.

  • Ein guter Mensch glaubt auch an Gott. Späte Reue ist auch Reue. Mann erkennt ob jemand rückfällig werden wird oder nicht.

    Ich bin gegen die Todesstrafe, denn sie ist ein Abschluss, ein Schlussstrich, der einem die Verantwortung für seine Tat nimmt. Wohingegen die Praxis in den USA beispielweise, die Verurteilten erstmal einige Jahrzehnte schmoren zu lassen bevor es zur Vollstreckung kommt, klingt auch nicht verkehrt, wahrscheinlich ist das sogar absichtlich so, der Abschreckung wegen.

    Jeder Mörder hat für immer im Gefängniss zu schmoren. JAWOHL.

    Zitat


    Und ich weiss das Jesus sie hätte in diesem Moment freigelassen und auch geweint
    Woher weißt du das?

    Das weiß ich gar nicht. Er hätte nur im Gegensatz zu solchen Menschen wie dir Gnade gezeigt.

    Zitat


    ja alle sind behinderte Nazis wo nicht erkennen wenn jemand freigelassen gehört
    Die Nazikeule auf amerikanische Richter anwenden ist irgendwie nicht komisch. Dadurch verunglimpfst du alle Opfer des Holocausts, indem du durch die Verwendung des Nazibegriffs in diesem Zusammenhang diesen Begriff bagatellisierst.

    Amerikanische Richter schicken unschuldigige lebenslänglich ins Gefängnis. Das ist schon komisch oder nicht.

    Zitat


    denn ihr Menschen könnt das einfach nicht immer so richtig einschätzen
    Was bist du denn, erleuchtet oder aufgestiegen?

    Erleuchtet 8-)

  • @ WaldemarHartmann


    Zitat

    Mann erkennt ob jemand rückfällig werden wird oder nicht.


    Wieso ist die Rückfallquote denn so hoch, ja warum gibt es überhaupt Rückfällige? Hat Frau das Gutachten in diesen Fällen erstellt?



    Zitat

    Das weiß ich gar nicht. Er hätte nur im Gegensatz zu solchen Menschen wie dir Gnade gezeigt.


    Woher weißt du das?



    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Ohje so viel geballtes Unwissen. Die Aussage "Amerikanische Richter schicke unschuldige Menschen in den Knast" ist leider nunmal totaler Humbug und du hast vom Justizsystem der USA keinerlei Ahnung. Die Antwort auf die Frage Schuld oder Unschuld trifft dort KEIN Richter sondern immer die Jury. Ausnahme sind Vergehen wie Beispielsweise Verkehrsvergehen und ähnliches, da entscheidet in der Tat ein Richter, aber bei jedem Major Crime hast du eine Jury die entscheidet ob schuldig oder nicht. Das Nordamerikanische Justizsystem is durchaus extrem bescheiden in meinen Augen, aber nicht weil die Richter zufällige Entscheidungen in Eigenregie treffen.


    Und es ist ja sehr toll dass du eine Dokumentation gesehen hast, aber scheinbar hast du dich nicht wirklich weitergehend damit befasst. Da hier ja die USA mehr oder minder als Referenz hergenommen wird, sollte man sich also auch mit dem Strafvollzug von drüben befassen und hier Statistiken zu Rate ziehen. Denn US-Knast ist nicht gleich deutscher Knast. Natürlich ist dies auch von Gefängnis zu Gefängnis als auch von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Aber in San Quentin oder Sing Sing hast du eine Menge Paradebeispiele für eines der Probleme in Amerika und zwar Bandenkriminalität. Gerade bei den Tötungsdelikten ist eine der grössten Ursachen eben jene Bandenkriminalität. Und die Banden sind nicht nur ausserhalb eines Knastes am wirken sondern auch sehr stark in den Gefängnissen. Gerade in diesem Milieu ist die Rückfallrate extrem hoch und es sind fast durch die Bank alles Wiederholungstäter in der Bandenkriminalität. In diesem Milieu ist es keine Seltenheit dass Bandenmitglieder mehr Zeit ihres Lebens im Gefängnis verbringen als ausserhalb. Da wird die Zahl der wirklichen reuigen Tätern doch relativ gering sein.


    Es ist übrigens auch nicht so dass Menschen nie wieder aus dem Todestrakt heraus kommen. Es kann zu jeder Zeit eine Begnadigung erfolgen und die sind auch nicht unmöglich. Die sind auch einer der Gründe warum die Verurteilten nicht sofort hingerichtet werden, denn solange es Zweifel, Berufungen oder weitere Rechtsmittel gibt, wird die Strafe nicht vollzogen. Doch selbst wenn es zu einer Begnadigung kommt, gibt es noch ein weiteres Phänomen bei langzeit gefangenen: Kaum sind sie draussen, begehen sie mit voller Absicht eine Straftat um wieder in den Knast zu kommen. Das ist gerade in Amerika ein grosses Problem und liegt oftmals daran, dass Gefängniss in Amerika oftmals Business oder schlichtes Wegsperren ist, weniger Resozialisierung. Mit Business ist übrigens gemeint dass es dort eine vielzahl an Gefängnissen gibt, die NICHT unter staatlicher Kontrolle liegen, sondern von Einzelpersonen oder Firmen als Unternehmen geführt werden mit der Absicht daraus Gewinn zu erzielen.


    Dies alles schliesst natürlich nicht aus, dass es nicht auch Menschen gibt die ihre Tat aufrichtig bereuen, allerdings und ja das mag nun hartherzig klingen, bringt selbst die grösste Reue die Opfer nicht mehr zurück und die die von dir erwähnten Familienmitglieder sehen das Opfer auch nie wieder, mit dem gewaltigen Unterschied jedoch, dass das Opfer keine Wahl hatte, der Täter allerdings schon.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Ohje so viel geballtes Unwissen. Die Aussage "Amerikanische Richter schicke unschuldige Menschen in den Knast" ist leider nunmal totaler Humbug und du hast vom Justizsystem der USA keinerlei Ahnung. Die Antwort auf die Frage Schuld oder Unschuld trifft dort KEIN Richter sondern immer die Jury. Ausnahme sind Vergehen wie Beispielsweise Verkehrsvergehen und ähnliches, da entscheidet in der Tat ein Richter, aber bei jedem Major Crime hast du eine Jury die entscheidet ob schuldig oder nicht. Das Nordamerikanische Justizsystem is durchaus extrem bescheiden in meinen Augen, aber nicht weil die Richter zufällige Entscheidungen in Eigenregie treffen.

    Die Jury schickt unschuldigige in den Knast. Das kann schon mal passieren und ist ja auch nicht immer der Fall.

    Und es ist ja sehr toll dass du eine Dokumentation gesehen hast, aber scheinbar hast du dich nicht wirklich weitergehend damit befasst. Da hier ja die USA mehr oder minder als Referenz hergenommen wird, sollte man sich also auch mit dem Strafvollzug von drüben befassen und hier Statistiken zu Rate ziehen. Denn US-Knast ist nicht gleich deutscher Knast. Natürlich ist dies auch von Gefängnis zu Gefängnis als auch von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Aber in San Quentin oder Sing Sing hast du eine Menge Paradebeispiele für eines der Probleme in Amerika und zwar Bandenkriminalität. Gerade bei den Tötungsdelikten ist eine der grössten Ursachen eben jene Bandenkriminalität. Und die Banden sind nicht nur ausserhalb eines Knastes am wirken sondern auch sehr stark in den Gefängnissen. Gerade in diesem Milieu ist die Rückfallrate extrem hoch und es sind fast durch die Bank alles Wiederholungstäter in der Bandenkriminalität. In diesem Milieu ist es keine Seltenheit dass Bandenmitglieder mehr Zeit ihres Lebens im Gefängnis verbringen als ausserhalb. Da wird die Zahl der wirklichen reuigen Tätern doch relativ gering sein.

    Laut Amnesty beträgt die Rückfallqoute gerade mal 1 bis 3 Prozent. Das ist recht niedrig, aber wer garantiert einem das jemand nicht wieder mordet? Also bleiben alle Mörder für immer im Gefängniss.

    Es ist übrigens auch nicht so dass Menschen nie wieder aus dem Todestrakt heraus kommen. Es kann zu jeder Zeit eine Begnadigung erfolgen und die sind auch nicht unmöglich. Die sind auch einer der Gründe warum die Verurteilten nicht sofort hingerichtet werden, denn solange es Zweifel, Berufungen oder weitere Rechtsmittel gibt, wird die Strafe nicht vollzogen. Doch selbst wenn es zu einer Begnadigung kommt, gibt es noch ein weiteres Phänomen bei langzeit gefangenen: Kaum sind sie draussen, begehen sie mit voller Absicht eine Straftat um wieder in den Knast zu kommen. Das ist gerade in Amerika ein grosses Problem und liegt oftmals daran, dass Gefängniss in Amerika oftmals Business oder schlichtes Wegsperren ist, weniger Resozialisierung. Mit Business ist übrigens gemeint dass es dort eine vielzahl an Gefängnissen gibt, die NICHT unter staatlicher Kontrolle liegen, sondern von Einzelpersonen oder Firmen als Unternehmen geführt werden mit der Absicht daraus Gewinn zu erzielen.

    Begnadigung ist in US Gefängnissen leider fast nie vorkommenden. Und ob diese privat Gefängnisse so rechtens sind. Es gibt ja auch Rassismus und so..., aber Amerika hat halt nicht genug staatliche Gefängnissse.

    Dies alles schliesst natürlich nicht aus, dass es nicht auch Menschen gibt die ihre Tat aufrichtig bereuen, allerdings und ja das mag nun hartherzig klingen, bringt selbst die grösste Reue die Opfer nicht mehr zurück und die die von dir erwähnten Familienmitglieder sehen das Opfer auch nie wieder, mit dem gewaltigen Unterschied jedoch, dass das Opfer keine Wahl hatte, der Täter allerdings schon.

    Das ist richtig was du sagst.

  • Grundsätzlich, völlig unabhängig davon ob ein Richter oder eine Jury urteilt, ob jemand schuldig oder unschuldig ist, es gibt gerade in der US-Justiz jede Menge Beispiele für Fehlurteile. Darum geht es aber gar nicht. Prinzipiell geht es darum, ob eine Gesellschaft das Recht hat, jemand anderem das Recht auf Leben abzusprechen. Eine Justiz der Todesstrafe hat nichts mit Reintegration, Resozialisation oder ähnlichem zu tun, sondern nur mit Rache. Hinter der Todesstrafe steckt das System der Blutrache.
    Wer nun meint, diese höchste aller Strafen wirke abschreckend, der hat von der Realität keine Ahnung. Eine Erhöhung der Strafandrohung hat noch nie irgendwo auf unserer Welt die Kriminalitätsrate gesenkt.


    Nun, es ist also die moralische Frage ob eine Gemeinschaft von Menschen das Recht hat, einem einzelnen Menschen das Recht auf Leben abzusprechen? Und wenn man diese Frage mit "Ja" beantwortet, dann muss man dafür auch eine Begründung liefern. Der Verweis auf eine eventuelle Rückfälligkeit ist ebenso unsinnig.
    Mörder/Totschläger und Sexualstraftäter die an Kindern straffällig geworden sind weisen die geringste Rückfallquote in Deutschland auf, sofern sie eine Haftstrafe tatsächlich verbüßt haben. Das deutsche Justizsystem baut auf Resozialisierung und Reintegration auf.


    Straftäter die aus Gründen der Beschaffungskriminalität sitzen, für Drogen, weisen z.B. die höchste Rückfallquote auf. Sie schädigen in Summe sowohl finanziell wie auch individuell die Gesellschaft viel mehr und ändern sich oft bis zum "natürlichen" Ableben nicht. Auch Therapien führen fast nie zum Erfolg. (Im Gegensatz z.B. zu Pädophilen).


    Die Problematik besteht aber in der Tat darin, zu beurteilen ob ein Täter rückfällig wird oder nicht. Die Menschen die das beurteilen sollen, trauen sich das oft nicht. Aus Sorge für Fehleinschätzungen verantwortlich gemacht zu werden. Das führt dann dazu, dass Menschen bis zur unvermeidlichen Entlassung im Gefängnis bleiben und dann unbegleitet in die "Freiheit" geworfen werden. Mir ist persönlich jemand bekannt, der seit mehr als 36 Jahren einsitzt. Der möchte gar nicht mehr raus. Sein Leben fand zum größten Teil hinter Mauern statt. Sein Spruch, als er einfuhr gab es noch Schaffner in der Straßenbahn bei denen du bezahlt hast, jetzt spricht der Automat mit mir. Das ist nicht mehr seine Welt.

  • @ Silvercloud

    Zitat

    Prinzipiell geht es darum, ob eine Gesellschaft das Recht hat, jemand anderem das Recht auf Leben abzusprechen.

    Zitat

    Nun, es ist also die moralische Frage ob eine Gemeinschaft von Menschen das Recht hat, einem einzelnen Menschen das Recht auf Leben abzusprechen? Und wenn man diese Frage mit "Ja" beantwortet, dann muss man dafür auch eine Begründung liefern.


    Unsere Gesellschaft, also die Menschheit als Solches, hat sich das Recht herausgenommen, den Menschen ein Recht auf Leben zuzusprechen, warum sollte sie sich also nicht auch das Recht herausnehmen, dieses Recht auch wieder abzusprechen?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Hallo Knurzhart,


    erstens antwortest du mit einer Frage auf meine Frage. Das bringt uns nicht weiter. Zweitens ist die Prämisse von der du ausgehst, dass unsere Gesellschaft sich herausgenommen habe, das Recht auf Leben zuzusprechen, verkehrt. Unsere Gesellschaft hat sich dieses Recht nicht zugesprochen, sondern sie akzeptiert zum größten Teil diese naturgegebene individuelle Recht.


    Hier geht es ja nicht um einen künstlich herbeigeführten Zustand, sondern um normale natürliche Abläufe. Und einige Gesellschaftsgruppen setzen sich über dieses Naturrecht hinweg indem sie andere Menschen mit dem Tod bestrafen.


    Es ist also mitnichten so, dass man sich einerseits ein Recht gibt, und es dann wieder negiert. Vielmehr ist es so, dass man das naturgegebene Recht auf Leben akzeptiert, sich dann aber zusätzlich das Recht anmaßt, es zu ignorieren.

  • Es gibt also ein naturgegebenes Recht auf Leben? Das erzähl mal einer Gazelle die jeden Moment von einem Geparden gerissen wird. Oder den Schlachttieren aus der Tierhaltung. Oder irgendwelchen Kriegsopfern. Oder den Abertausenden Milben die jeden Tag grundlos zerquetscht werden, ganz zu schweigen der Unsumme getöteter Mikroorganismen. Fluten, Erdbeben, Stürme und andere Naturkatastrophen bestätigen meine Zweifel am Naturrecht auf Leben sogar noch. Diese Ereignisse scheinen keine Rücksicht auf Leben zu nehmen.


    Es steht nirgendwo in der Natur geschrieben und ist auch nicht aus Eigenschaften irgendwelcher Dinge ablesbar. Das Naturrecht lässt sich nur philosophisch oder theologisch begründen und ist damit Menschengemacht, wo wir wieder bei der Aussage meiner Frage sind, dass wir uns das Recht herausgenommen haben, dieses Recht zu sprechen. Ein von der Natur gegebenes Recht gibt es also nicht.


    Womit ich allerdings einverstanden bin, ist die Quintessenz deiner Aussage:

    Zitat

    Vielmehr ist es so, dass man das naturgegebene Recht auf Leben akzeptiert, sich dann aber zusätzlich das Recht anmaßt, es zu ignorieren.

    Die Menschenrechte sind in einem Konsens entstanden, den alle Mitglieder der vereinten Nationen ratifiziert haben. Somit sind alle Mitglieder auch an diese Rechtsprechung gebunden und dürfen sich nicht darüber stellen. Wenn es dann aber zu einer Übertretung dieser Rechte kommt, sollten auch Konsequenzen folgen, die mehr als ein mahnender Zeigefinder darstellen. Ansonsten gibt es keinen Anreiz sich an diese Rechte zu halten, wie man in dem Falle der USA oder auch China sieht.

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

    7 Mal editiert, zuletzt von Knurzhart ()

  • Ich oute mich jetzt einfach mal als Befürworter der Todesstrafe. Wenn die Schuld ohne Zweifel zu 100% bewiesen ist. Für Vergewaltigung und Kinderschändung sollte man das anwenden. Das Ganze sehe ich aus folgendem Grund so: Als ich Heranwachsender war (damals vllt. 15 oder 16 Jahre jung, weiß nicht mehr so genau) wurde ein 7 jähriges Mädchen von einem 19 jährigem bei uns im Ort vergewaltigt. Dieses wertlose Stück Sch***** ist nach etwas über zwei Jahren Jugendgefängnis wieder raus gekommen (der Mensch der dafür verantwortlich war sollte gleich mit aufgeknüpft werden). Ein paar Monate später hat er das nächste Mädchen vergewaltigt. Hätte man diesen Abschaum weg gemacht wäre das zumindest dem zweiten Mädchen ersprt geblieben. Etwa zu dem gleichen Zeitraum wurde ein junger Türke der homosexuell war (ebenfalls aus unserem Ort) von zwei Männern ermordet. Ob er auch sexuell missbraucht wurde weiß ich nicht mehr, glaube aber schon. Vllt. kennt einer von euch sogar den Fall, war Deutschland weit in dem Medien. Das Opfer hiess Murat und das Ganze fand bei Donauwörth statt. Dazu kann ich nur sagen für solche wertlosen Tiere sollte man die langsamste und schmerzhafteste Art jemanden zu umzubringen anwenden. Da werde ich alleine wenn ich diese Zeilen schreibe wütend :evil:

  • Nun, es ist also die moralische Frage ob eine Gemeinschaft von Menschen das Recht hat, einem einzelnen Menschen das Recht auf Leben abzusprechen? Und wenn man diese Frage mit "Ja" beantwortet, dann muss man dafür auch eine Begründung liefern.


    Erstmal...ich verstehe die Logik hinter der Frage nicht. Stellt man die Frage, muss man doch auch zwangsäufig die Frage stellen "Darf eine Gemeinschaft von Menschen einem anderen einzelnen Menschen das Recht auf Freiheit absprechen?". Und das Recht auf Freiheit ist genauso "wichtig" wie das Recht auf Leben...wenn nicht sogar noch "wichtiger". So empfinde ich da zumindestens persönlich. Mit welcher Begründung kann man denn gegen die Todesstrafe sein weil diese ein grundlegendes Recht verletzt aber andere Strafformen nicht schlimm finden obwohl da ebenfalls ein grundlegendes Recht verletzt wird? Und wenn man auch gegen Haftstrafen ist...was würde man vorschlagen...anstelle der anscheinend ach so ungerechten Justiz?


    Dann...natürlich hat die Gemeinschaft ein Recht dazu. Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft. Und dieses Zusammenleben erfordert gewisse Regeln. Und innerhalb dieser Regeln welche von der Gemeinschaft zusammen aufgestellt wurden geniessen wir als Mitglieder eben jener Gesellschaft die Privilegien ein Recht auf Leben und Freiheit zu haben. Personen die dann gegen die allergrundlegendsten Regeln der Gemeinschaft verstoßen zeigen dass sie entweder kein Teil der Gemeinschaft sein wollen oder können. Und damit entfallen dann auch die Privilegien. Und die Gesellschaft hat dann das Recht diese Personen zu bestrafen.


    Wie diese Bestrafung dann letztendlich aussieht bleibt eben der Gemeinschaft/Gesellschaft überlassen. Ist der Großteil der Mitglieder der Gemeinschaft für eine Todesstrafe wird sie irgendwann durchgeführt. Ist der Großteil der Mitglieder der Gemeinschaft dagegen, dann wird sie irgendwann abgeschafft bzw nicht mehr durchgeführt. Die USA sind doch das beste Beispiel dafür. Die haben da Staaten welche die Todesstrafe nach wie vor anwenden. Andere Staaten haben diese abgeschafft. Und einige haben sie erneut eingeführt nachdem sie bereits abgeschafft war. In Deutschland sind wir nett genug, dass wir manchen Arschlöchern halt noch ne zweite Chance geben und glauben dass sie sich bessern können. Das ist in Ordnung. In anderen Teilen der Welt (mal abgesehen von irgendwelchen Scheissländern mit Diktatoren oder religiösen Spinnern an der Spitze) ist man eben der Meinung dass diese Arschlöcher sich nicht bessern können und dass sie keine zweite Chance verdient haben. Das ist genauso in Ordnung. Das mag nicht jedem gefallen aber letztendlich sind es (erneut abgesehen von bereits erwähnten Scheissländern) demokratische Prozesse.

    Wer nun meint, diese höchste aller Strafen wirke abschreckend, der hat von der Realität keine Ahnung. Eine Erhöhung der Strafandrohung hat noch nie irgendwo auf unserer Welt die Kriminalitätsrate gesenkt.


    Ich verstehe die Logik hinter dem Argument nicht. Natürlich wirkt sie nicht abschreckend. Aber das gilt halt allgemein für alle Strafandrohungen. "Die Todesstrafe schreckt Mörder nicht ab also ist unsinnig und kann abgeschafft werden!"? Muss man dann nicht auch fordern "Haftstrafen schrecken Diebe, Betrüger, Schläger, Vergewaltiger, Schmuggler, Zuhälter, Menschenhändler, Dealer, Brandstifter und Kinderschänder nicht ab also sind sie unsinnig und können abgeschafft werden!". Würde Strafandrohung auf irgendeiner Ebene tatsächlich funktionieren gäbe es doch keine Kriminalität.


    Mörder/Totschläger und Sexualstraftäter die an Kindern straffällig geworden sind weisen die geringste Rückfallquote in Deutschland auf, sofern sie eine Haftstrafe tatsächlich verbüßt haben. Das deutsche Justizsystem baut auf Resozialisierung und Reintegration auf.


    Straftäter die aus Gründen der Beschaffungskriminalität sitzen, für Drogen, weisen z.B. die höchste Rückfallquote auf. Sie schädigen in Summe sowohl finanziell wie auch individuell die Gesellschaft viel mehr und ändern sich oft bis zum "natürlichen" Ableben nicht. Auch Therapien führen fast nie zum Erfolg. (Im Gegensatz z.B. zu Pädophilen).


    Ich verstehe zwar worauf die hinauswillst...aber die Passage wirkt dann doch ein wenig so als wärst du für härtere Strafen bei Junkies und weniger harte Strafen für Kinderficker.


    MfG
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Guten Morgen Sleepy,


    hattest du Nachtschicht? Um 3 Uhr hier posten? :shock:


    Zitat von Sleepy

    Erstmal...ich verstehe die Logik hinter der Frage nicht. Stellt man die Frage, muss man doch auch zwangsäufig die Frage stellen "Darf eine Gemeinschaft von Menschen einem anderen einzelnen Menschen das Recht auf Freiheit absprechen?". Und das Recht auf Freiheit ist genauso "wichtig" wie das Recht auf Leben...wenn nicht sogar noch "wichtiger". So empfinde ich da zumindestens persönlich. Mit welcher Begründung kann man denn gegen die Todesstrafe sein weil diese ein grundlegendes Recht verletzt aber andere Strafformen nicht schlimm finden obwohl da ebenfalls ein grundlegendes Recht verletzt wird? Und wenn man auch gegen Haftstrafen ist...was würde man vorschlagen...anstelle der anscheinend ach so ungerechten Justiz?


    Die Frage habe ja nicht ich aufgeworfen, sondern nur Stellung dazu bezogen. In der Tat finde ich auch die klassischen Freiheitsstrafen unsinnig. Sie kosten nur Geld und bringen nichts. Bringen im Sinne einer zukünftigen Tatvermeidung. Viel wichtiger wäre es doch, herauszufinden, warum eine Tat begangen wurde und dann daran zu arbeiten, die Ursachen abzustellen bzw. zu bekämpfen. Leider, und das ist meine ehrliche Überzeugung, zählt in Deutschland aber immer noch die übliche Biertischmentalität. Entweder wegsperren für immer oder umbringen. Das hat mir Anständigkeit und hoher Entwicklung aber nichts gemeinsam sondern ist schlicht Vorgehensweise von vorvorgestern.
    Der Beitrag von "Opelkult" ist ein Paradebeispiel dafür und entspricht bis auf i-Tüpfelchen dem typischen Bildzeitungsleser. Alle umbringen die anders sind.


    Das ich so gegen die Todesstrafe bin hat einen einfachen Grund. Ich bin schwul, wie sehr wohl bekannt ist, und es gibt mittlerweile in Deutschland wieder politische Strömungen, die die Todesstrafe auch ganz gerne auf Menschen wie mich anwenden würden. Weil das in ihren Augen auch "nicht normal" ist. Wer definiert denn, ob ein Verhalten "normal" oder "verurteilungswürdig" ist?


    Kindesmissbrauch, mit Sicherheit DAS Reizthema schlecht hin in unserer Gesellschaft. Aber...
    Homosexualität im alten Griechenland
    Dort war die Knabenliebe z.B. schon fast eine Voraussetzung um später ein hohes Amt bekleiden zu können, während die Homosexualität unter gleichaltrigen eher kritisch betrachtet wurde.


    Es kommt also immer darauf an, was eine Gesellschaft für sich für Werte und Normen festlegt. An diesen Werten und Normen richtet sich dann auch aus, welche Rechte und Pflichten sowohl der einzelne, als auch die Gesellschaft an sich hat.


    Zitat von Sleepy

    Personen die dann gegen die allergrundlegendsten Regeln der Gemeinschaft verstoßen zeigen dass sie entweder kein Teil der Gemeinschaft sein wollen oder können. Und damit entfallen dann auch die Privilegien. Und die Gesellschaft hat dann das Recht diese Personen zu bestrafen.


    Im ersten Tei gebe ich dir Recht. Aber wieso MUSS man bestrafen? Die Pädagogik weiß mittlerweile, das Strafen für die Erziehung bzw. fürs Lernen nichts bringen. Und die tatsächliche Statistik zeigt, dass eine Erhöhung des Strafmaßes noch nie ein Absinken der Kriminalitätsrate bewirkt hat. Hat also eine angedrohte oder tatsächliche Strafe Einfluss auf das Verhalten des Einzelnen? Kann es das überhaupt haben?


    Zitat von Sleepy

    Ich verstehe zwar worauf die hinauswillst...aber die Passage wirkt dann doch ein wenig so als wärst du für härtere Strafen bei Junkies und weniger harte Strafen für Kinderficker


    Natürlich ist das provokant. Aber, rein wirtschaftliche und unemotional. Ein Missbrauchstäter schädigt meistens nur eine Person. Ein Junkie im Laufe seiner "Karriere" aber viele Personen. Er verursacht hohe Kosten bei der Justiz und den Sozialsystemen. Ein Missbrauchstäter tut das nicht.


    Noch provokanter und bewusst zur Diskussion gestellt:


    Jemand der pädophil ist, hat sich seine Neigung nicht ausgesucht. Er ist so geboren worden. So wie ich auf Männer steh und Heteros auf Frauen (für mich unverständlich :mrgreen: ), so mag ein pädophiler Mensch Kinder. Da kann er nichts für.
    Wofür er etwas kann, ist dann seine Entscheidung übergriffig zu werden. Denn das ist seine freie Entscheidung. Auch wenn der Sexualtrieb einer der mächtigsten Triebe in uns ist, sind wir ja alle nicht Vergewaltiger (so hoffe ich?!). Gleiches gilt für Pädophile. Es gibt viele viele Betroffene die nie im Leben ein Kind anfassen würden.


    Ein Junkie weiß jedoch schon bevor er das erste Mal Drogen nimmt, dass das keine tolle Idee ist. Und insbesondere die, die harte Drogen (Heroin, Kokain oder XTC) konsumieren, wissen das. Auch wenn man als Jugendlicher anfängt. Dort gibt es also keinen primären Trieb oder eine naturgegebene Veranlagung (auch wenn es sich abzeichnet, dass es Menschen gibt, die suchtgefährdeter sind als andere, z.B. Menschen mit AD(H)S). Wenn müsste man also, frei von emotionalen Erwägungen, härter bestrafen? Den wieder und wieder rückfällig werdenden Süchtigen? Oder den einmal straffällig gewordenen Missbraucher, der durch Veranlagung so ist, wie er ist?


    Provokant und schwer zu entscheiden, ich weiß ;) , aber gerade das macht den Reiz dieser Diskussion aus. Ist kein einfaches Thema.


    Ob ich weniger harte Strafen für Missbrauchstäter bevorzugen würde? Hmm, nein. Mir wäre es viel wichtiger, man würde die Anstrengungen gesellschaftlicher Natur mehr in die Prävention stecken. Wenn Menschen mit dieser Veranlagung ohne Angst vor dem typischen Mob haben zu müssen, Hilfe finden könnten, dann gäbe es auch weniger Opfer. So sind aber die meisten Täter gezwungen, sich versteckt zu halten und alleine mit sich und ihrer Veranlagung klar kommen zu müssen.
    Ein Haftaufenthalt sollte aber nicht dem Wegsperren dienen, sondern, wie es in NRW mittlerweile Pflicht ist, immer auch eine Therapie beinhalten. Damit aus entlassenen Menschen nicht wieder neue Straftäter werden.


    Zusammengefasst, ich finde unser Justizsystem müsste grundlegend und umfassend reformiert werden. Weg von einem System der Rache, hin zu einem System der Hilfe. Hinter jeder Straftat steht ein Grund. Wäre es nicht primäre Aufgabe der Gesellschaft, diese Gründe zu vermeiden?


    Zitat von Opelkult

    Ich oute mich jetzt einfach mal als Befürworter der Todesstrafe. Wenn die Schuld ohne Zweifel zu 100% bewiesen ist. Für Vergewaltigung und Kinderschändung sollte man das anwenden


    Zitat von Opelkult

    ...ist nach etwas über zwei Jahren Jugendgefängnis wieder raus gekommen (der Mensch der dafür verantwortlich war sollte gleich mit aufgeknüpft werden)


    Ist ein Paradebeispiel wieso ich grundsätzlich gegen die Todesstrafe bin. Erst nur für Vergewaltiger und Missbrauchstäter, dann auch für die Justiziare, die nicht in seinem Sinne entscheiden. Ist ja praktisch, alle die nicht so sind oder denken wie ich, umbringen!

  • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass gar keine Strafen dieselben Kriminalitätszahlen zur Folge hätten, wie irgendwelche, wie auch immer geartete Strafen. Es muss doch irgendwo eine Grenze aufgezeigt werden und daher denke ich, dass Konsequenzen, wenn man sich nicht regelkonform verhält, notwendig sind, denn sie wirken erstmal hemmend gegenüber potenziellen Straftätern und solange nicht präventiv etwaigen Straftaten entgegen gewirkt wird, bleiben sie auch notwendig.


    Diese Präventionen müssen aber umfassend sein, beginnend bei der Erziehung, indem den Heranwachsenden ein ordentliches moralisches Wertesystem vermittelt wird, bis hin zur kompletten Gesellschaftsordnung, die durch das Geldsystem einfach auf Zwang und Knappheit aufgebaut ist, woraus unmittelbar Konfliktsituationen erwachsen.


    Resozialisierung halte ich auch für die beste "Strafe", im Endeffekt übernimmt sie ja die Erziehung, die die Erziehungsberechtigten vor geraumer Zeit versäumt hatten, nur weiß ich nicht, wie umfassend sie angewandt werden kann.

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Ein Missbrauchstäter schädigt meistens nur eine Person. Ein Junkie im Laufe seiner "Karriere" aber viele Personen.


    Das stimmt, aber wie schädigt ein Junkie durch Beschaffungskiminalität? Er klaut, das ist nicht schön, aber für das Opfer meist zu verkraften. Aber was ist mit einem Kind das durch einen Erwachsenen vergewaltigt wird? Einige sterben an ihren inneren Verletzungen. Niemand ist in der Lage sich diese Qualen vorzustellen. Insofern sehe ich diese Aussage schon fast als Beleidigung der Missbrauchsopfer, obwohl ich nicht unterstellen will, dass diese Aussage als Beleidigung gemeint war.


    Nun zu der Frage, warum überhaupt bestraft werden soll und nach der Forderung von Prävention, denn beides ist meiner Meinung nach nicht zu trennen.


    Es ist bekannt, dass Täter früher meist selber Opfer waren. Warum waren sie Opfer? Weil ihnen keiner geholfen hat. Die früheren Opfer hätten psychologische Hilfe benötigt, aber genauso eine gewaltfreie Umgebung. Dazu gehört auch, dass der Täter aus dem Umfeld des Opfers entfernt und bestraft worden wäre. Das Opfer wäre von seinem Peiniger befreit worden. Es wäre nicht weiter traumatisiert worden und die Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer später selbst einmal zum Täter wird, wäre gesunken. Das ist auch Prävention.


    Außerdem würde damit dem Opfer und der Gesellschaft allgemein gesagt, dass Opfer wertgeschätzt werden. Nach einem Übergriff fühlen sich viele Menschen wertlos und fragen sich, was sie falsch gemacht haben. Viele Menschen ziehen sich vom Opfer zurück, weil sie sich überfordert fühlen. Über dies Problem zu reden ist auch heute noch ein Tabu-Thema.


    Mir ist natürlich klar, dass das in der Realität nicht so einfach ist wie ich es hier geschrieben habe. Vor allem weil man den Tätern von heute in vielen Fällen zubilligen muss, das Opfer von gestern gewesen zu sein, das eben nicht die Hilfe bekam die ich hier gefordert habe. Trotzdem darf darunter nicht der Schutz der Opfer von heute leiden, wenn der Teufelskreis jemals durchbrochen werden soll. Um beiden, (unfreiwilligen) Tätern und Opfern gerecht zu werden, ist es noch ein langer und schwerer Weg.


    Im Moment sehe ich es so, dass die Opfer so lange benachteiligt werden, bis sie selber zum Täter werden. Dann erst wird gefragt, warum sie zum Täter wurden und es wird ihnen geholfen. Warum nicht schon früher, bevor sie selber zum Täter wurden?

    Wenn ich mit meiner Katze spiele bin ich nie ganz sicher, ob ich nicht ihr Zeitvertreib bin.
    Michel de Montaigne

  • @ silvercloud: Zunächst mal kann ich dir versichern das ich keinen Cent für so ein Schundblatt wie die BILD-Zeitung ausgebe.


    Dann frage ich mich wie du darauf kommst: Alle umbringen die anderst sind. Das ist mitnichten meine Meinung. Du bist schwul, das ist für mich absolut i.O. Ist dein Leben, kannst du leben wie du willst. Deine Sexualität geht mich nichts an und wenn du eben homosexuell bist is das OK. Würde mir nie in Sinn kommen deswegen jemanden anzufeinden oder zu verurteilen.


    Mir würde auch nicht im Traum einfallen alles was nicht normal ist zu töten (weiß nicht wie du darauf kommst, habe ich nirgends geschrieben). Ich bin Vater von zwei kleinen Kindern und meine Aufgabe ist es auch für ihre Sicherheit und Geborgenheit zu sorgen. ufgrund dessen und eben der Erfahrungen die ich damals mit solchen Geschichten gemacht habe ist meine Meinung solche Leute haben nur die Todesstrafe verdient eben so. Das ist meine Meinung und darauf habe ich ebenso ein Recht wie du. Nur das deine Meinung eben dem Gegenteil entspricht. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen schockiert das du Homosexualität mit solchem Abschaum wie Vergewaltiger vergleichst.


    Wenn jemand schwul ist tut er ja niemandem was. Ist meiner Meinung nach ja auch nichts verwerfliches oder schlimmes dran. Aber ein Kinderschänder oder Vergewaltiger weiß ganz genau das es nicht i.O. ist was er tut und er seinem Opfer so ziemlich das schlimmste antut was man einem Menschen antun kann. Noch dazu wenn es sich um ein wehrloses Kind handelt.


    Zu dem Thema mit den Junkies: die sehe ich leider jedan Tag am Banhof rumlungern. Sind halt Versager, mein Mitleid für sie hält sich in Grenzen aber deswegen muss man sie nicht gleich töten. Ich würde zwar auch anderst mit denen verfahren wie es getan wird aber alle gleich umbringen liegt mir fern.


    Das mit der Prävention wäre sicher eine gute Idee, aber wie soll so etwas umgesetzt werden? Damit sich da überhaupt jemand meldet müsste das Ganze anonym ablaufen. Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand zu einem fremden Menschen geht und zugeben wird er ist pädophil.


    Damit das Gründe für eine Straftat zu vermeiden sind gebe ich dir absolut Recht und genau das würde mit der Todesstrafe für solche Leute getan. Hätte man das getan wäre zumindest dem zweiten Mädchen das erspart geblieben. Wenn es um die Frage geht: ein verurteilter Kinderschänder ode ein unschuldiges Mädchen, tut mir leid aber da müssen wir doch nicht eine Sekunde drüber diskutieren oder?


    Ich vermute mal du bist wegen deiner Homosexualität schon öfters angegangen worden und denkst nun das jeder der eine aggressive Meinung zu bestimmten Themen hat gleich alles und jeden wegmachen will oder? Anderst kann ich mir das nicht erklären wie du drauf kommst ich würde alle die anderst sind als ich umbringen wollen.

  • hattest du Nachtschicht? Um 3 Uhr hier posten?


    Freiberufler. Aber meine Freundin ist seit ner Weile bei ihrer Mutter weil die dämliche Hexe die Treppe runtergefallen ist und sich die Beine gebrochen hat und nun Hilfe braucht. Dazu dieser Bullshit mit der Uhrumstellung. Hab daher Zeit.


    Aber wieso MUSS man bestrafen?


    Ich könnte jetzt lang und ausführlich ne Antwort schreiben aber ich befürchte das wäre sinnlos, weil dann wieder die Richtung geändert wird so wie es jetzt offenbar nicht mehr um die Todesstrafe geht sondern um den Zustand unseres Justizsystems im Allgemeinen und ob Kinderficker ungerecht behandelt werden oder sowas.
    Daher mach ich es kurz.


    Folgendes Szenario: Es gibt keine Strafen mehr. Für egal was. Mörder werden nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Was glaubst du wohl was passieren wird:

    Ich bin schwul, wie sehr wohl bekannt ist, und es gibt mittlerweile in Deutschland wieder politische Strömungen, die die Todesstrafe auch ganz gerne auf Menschen wie mich anwenden würden.


    Würden diese Personen in diesem Szenario ohne Strafen wohl auf einmal ganz plötzlich einsehen, dass ihre Ansichten zur Homosexualität falsch sind? Oder würden da Morde und Körperverletzung ja quasi legal sind die dir erst die Scheisse aus den Knochen prügeln bevor sie dir den Schädel einschlagen?


    Und wenn du deine Antwort auf diese beiden Fragen hast dann weisst du auch warum man bestrafen muss.


    Und damit klinke ich mich dann aus. Geht ja anscheinend jetzt mehr darum dass die Justiz unfair oder von vorgestern oder sowas ist und dass es da Reformen braucht. Hat mit dem Threadthema nichts mehr zu tun. Außerdem finde ich die Kinderficker-Relativierung irgendwie creepy. Muss ich mir auch nicht geben.


    Mfg
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Zitat von Knurzhart

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass gar keine Strafen dieselben Kriminalitätszahlen zur Folge hätten, wie irgendwelche, wie auch immer geartete Strafen. Es muss doch irgendwo eine Grenze aufgezeigt werden und daher denke ich, dass Konsequenzen, wenn man sich nicht regelkonform verhält, notwendig sind, denn sie wirken erstmal hemmend gegenüber potenziellen Straftätern und solange nicht präventiv etwaigen Straftaten entgegen gewirkt wird, bleiben sie auch notwendig.


    Das weiß ich nicht, die meisten Menschen verhalten sich ja nicht regelkonform weil sie Angst haben, bestraft zu werden, sondern weil sie wissen, dass es so besser ist. Bei den Menschen, die sich nicht regelkonform verhalten, ist es lt. deren eigener Aussage tatsächlich egal, ob nun 1 Jahr oder 1 Jahrzehnt Strafandrohung im Raum steht. Es interessiert sie einfach nicht.
    Am deutlichsten wird das durch die Statistik die zeigt, das eine Erhöhung des Strafrahmens keinerlei Auswirkungen auf die Fallanzahl hat.


    Zitat von Knurzhart

    Resozialisierung halte ich auch für die beste "Strafe", im Endeffekt übernimmt sie ja die Erziehung, die die Erziehungsberechtigten vor geraumer Zeit versäumt hatten, nur weiß ich nicht, wie umfassend sie angewandt werden kann.


    Ein reines Absitzen der Strafe ohne Resozialisierung erzeugt nur Zeitbomben die irgendwann wieder straffällig werden. Da gebe ich dir 100% Recht. Wie umfassend sie angewandt werden kann und wird, liegt leider auch an der Gesellschaft und wie weit sie bereit ist, Menschen wieder zu reintegrieren.


    Zitat von Callim

    Das stimmt, aber wie schädigt ein Junkie durch Beschaffungskiminalität? Er klaut, das ist nicht schön, aber für das Opfer meist zu verkraften


    Dem muss ich teilweise widersprechen. Ein Junkie verursacht auch erhebliche Kosten für die Sozialsysteme, sei es durch notwendige Gesundheitsbehandlungen, Hartz4, etc. Außerdem gehen die meisten bei der Beschaffungskriminalität äußerst rücksichtlos vor, so werden Menschen abgestochen oder ältere Menschen so feste angegangen, dass sie versterben. In Deutschland sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Beschaffungskriminalität als denn durch Missbrauchstäter. Das ist leider Fakt.


    Zitat von Callim

    Im Moment sehe ich es so, dass die Opfer so lange benachteiligt werden, bis sie selber zum Täter werden. Dann erst wird gefragt, warum sie zum Täter wurden und es wird ihnen geholfen. Warum nicht schon früher, bevor sie selber zum Täter wurden?


    Dazu haben wir bei uns in der Behörde einen entsprechenden Spruch, Täterarbeit ist Opferschutz.
    Es gibt ja in Deutschland tatsächlich Projekte, an die sich Menschen mit entsprechenden Neigungen wenden können, bevor sie Täter werden. Nur leider sind diese völlig überlaufen und haben Wartezeiten von über 1 Jahr. Was wiederum auch den enormen Bedarf zeigt, der in diesem Bereich herrscht. So wie jahrzehntelang Missbrauch totgeschwiegen worden ist, so muss gesellschaftlich nun auch die Prävention in den Focus rücken. Das Wegsperren eines bereits übergriffig gewordenen Täters ist keine Prävention, sondern lediglich ein Sicherheitsriegel. Es gab aber dann bereits 1 Opfer, das entsprechend traumatisiert wurde. Viel wichtiger ist es, tätig zu werden, bevor es überhaupt nur 1 Opfer gibt. Und dass ist leider nicht so einfach.


    Bzgl. der Theorie, dass Täter meist früher selber Opfer waren. Das stimmt teilweise. Für 50% aller Täter trifft das aber nicht zu. Diese sind einfach so veranlagt. Was an sich ja nichts strafbares ist.


    Zitat von Opelkult

    Dann frage ich mich wie du darauf kommst: Alle umbringen die anderst sind. Das ist mitnichten meine Meinung


    Das habe ich aus deinen beiden Aussagen addiert. Erst schriebst du:

    Zitat von Opelkult

    Für Vergewaltigung und Kinderschändung sollte man das anwenden


    und ergänzt dann:

    Zitat von Opelkult

    Dieses wertlose Stück Sch***** ist nach etwas über zwei Jahren Jugendgefängnis wieder raus gekommen (der Mensch der dafür verantwortlich war sollte gleich mit aufgeknüpft werden).


    De facto forderst du, dass ein Richter der Strafvollstreckungskammer (der entscheidet ob jemand entlassen wird) "aufgeknüpft" wird, obwohl er nur seinen Job gemacht hat. Es ist schlicht sein Job zu entscheiden, ob jemand entlassen wird oder nicht. Er stützt sich dabei auf Beurteilungen die er aus der Haftanstalt sowie eventuell von Gutachtern bekommt.
    Wie auch immer, der RIchter hat nun mit Sicherheit kein Verbrechen im Sinne der Justiz begangen. Trotzdem forderst du, dass er umgebracht werden soll, weil er eine Entscheidung getroffen hat, die du nicht gut findest. Deswegen bin ich da bei dir drauf gekommen.


    Was meine Homosexualität angeht, dies war ja nicht auf dich bezogen. Aber viele sympathisieren heutzutage z.B. mit der AfD. Und von etlichen Parteivertretern dieser Partei gab es schon Entsprechende Aussagen bzgl. "normaler" Homosexueller. Die meisten rechten Parteien nutzen diese höchst emotionale Thema um sich darüber zu etablieren.
    "Todesstrafe für Kinderschänder" ist nunmal ein tolles Schlagwort, wo viele beifällig nicken.


    Zitat von Opelkult

    Damit sich da überhaupt jemand meldet müsste das Ganze anonym ablaufen. Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand zu einem fremden Menschen geht und zugeben wird er ist pädophil.


    Das stimmt absolut. Viele Täter mit denen ich zu tun hatte, haben mir genau das gesagt. Das sie einfach nicht wussten und sich nicht getraut haben, sich irgendjemand zu offenbaren. Warum nicht? Aus Angst vor gesellschaftlicher Isolation oder noch schlimmeren (Fackeln und Mistgabeln). In einer Stadt mag das noch irgendwie gehen, aber auf einem Dorf?
    Aber, wenn es bei jemandem bekannt wäre (ohne das bereits ein Übergriff erfolgt wäre) dann würde man ja darauf achten, dass er nicht alleine mit Kindern ist oder nicht in entsprechenden Berufen arbeitet. Man würde quasi ein Auge darauf haben. So wie man einen Junkie kein Heroin sortieren läßt oder einen Alkoholiker besser nicht in einer Brauerei (am besten noch mit Deputat) anstellt.
    Das wäre, rein hypothetisch, ein relativ guter Opferschutz.
    Leider alles graue Theorie, denn bei den besonders schutzwürdigen Mitgliedern unserer Gesellschaft spielen eben auch Emotionen mit. Das definiert uns als Menschen ja auch. Ich zeige hier nur Optionen auf, Möglichkeiten wie Dinge anders laufen könnten um Täter gar nicht erst entstehen zu lassen.


    Zitat von Sleepy

    Würden diese Personen in diesem Szenario ohne Strafen wohl auf einmal ganz plötzlich einsehen, dass ihre Ansichten zur Homosexualität falsch sind? Oder würden da Morde und Körperverletzung ja quasi legal sind die dir erst die Scheisse aus den Knochen prügeln bevor sie dir den Schädel einschlagen?


    Natürlich würden sie ihre Einstellung nicht ändern. Mir ging es auch nicht um eine Welt ohne "Strafen" sondern darum das "Wegsperren" bzw. die "Todesstrafe" durch humanere und "entwickeltere" Formen zu ersetzen. Oder siehst du es so, das einmal eingeschlagene Wege immer beibehalten werden müssen?


    Zitat von Sleepy

    Außerdem finde ich die Kinderficker-Relativierung irgendwie creepy. Muss ich mir auch nicht geben.


    Ich hatte angekündigt das es provozierend ist und das deckt sich auch nicht zu 100% mit meiner persönlichen Ansicht. Ich kann dir versichern, dass ich wahrscheinlich mehr Täter hinter Gitter gebracht habe, als die meisten hier. Das ist manchmal sehr belastend, es ist ein Scheissjob, aber einer muss ihn ja machen.