Todesstrafe

  • Zitat

    Wir reden hier aber nicht von einer Ohrfeige oder einer hässlichen Trennung, sondern von Mord. Und dafür gibt es für mich keine "psychische Überforderung". Ist mir scheißegal, was Psychologen sagen: Für kaltblütigen Mord oder die bewusste Inkaufnahme der Tötung von Menschen gibt es keine Entschuldigung.


    Da kann ich dir nur zustimmen. Noch dazu wo es heutzutage für alles irgendeine Unterstützung gibt. Eine junge Mutter wird heute genauso wenig von der Gesellschaft alleine gelassen wie ein Süchtiger oder sonst jemand in einer Ausnahmesituation. Der Betroffene muss halt seinen Teil dazu tun, damit man ihm auch helfen kann.

  • Hi Rainer




    Wenn jemand dir sagt , daß er in den nächsten Tagen deine Familie Töten wird , und du genau weißt , daß er es ernst meint und Du nur in diesem Augenblick etwas daran ändern kannst ...Würdest Du deine familie deinen heren ansichten opfern?


    Gab da vor einigen Jahren den fall eines (bereits mehrfach wegen schwerer Gewaltdelikte und Totschlags) vorbestraften Familienvaters , der über Jahre seine frau und Töchter schwer mißhandelte und vergewaltigte ...er drohte die Frauen aus Rache , nach seiner Entlassung zu töten ...Der Freund einer der Töchter besorgte ein Gewehr und erschoß den „Vater“ am Entlassungstag ...


    Hi Caerulea


    Erzähl das doch mal dem Vater , der vor einiger Zeit sich , seine Frau und seine Tochter tötete ...die Tochter seit Geburt schwerstbehindert , seine Frau nach einem Unfall querschnittsgelähmt und er auch nicht mehr der Jüngste und krank ..Und die berühmte "gesellscahftliche" Hilfe ist in den meisten Fällen nur eine beschöningende Phrase ..schau dich mal in Pflege und Altenheimen um !

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat

    Wenn jemand dir sagt , daß er in den nächsten Tagen deine Familie Töten wird , und du genau weißt , daß er es ernst meint und Du nur in diesem Augenblick etwas daran ändern kannst ...Würdest Du deine familie deinen heren ansichten opfern?


    Gab da vor einigen Jahren den fall eines (bereits mehrfach wegen schwerer Gewaltdelikte und Totschlags) vorbestraften Familienvaters , der über Jahre seine frau und Töchter schwer mißhandelte und vergewaltigte ...er drohte die Frauen aus Rache , nach seiner Entlassung zu töten ...Der Freund einer der Töchter besorgte ein Gewehr und erschoß den „Vater“ am Entlassungstag ...


    Fein. Er hat also gedroht, alle zu töten. Klar, wenn er ein aggressiver Mensch war, der schließlich durch die Aussagen seiner Frau und Töchter einsitzen musste. Aber wer weiß mit Sicherheit, dass er diese Versuche tatsächlich unternommen hätte??


    Von Notwehr kann bei der Aktion des Stiefsohnes ja kaum zu sprechen sein, denn Notwehr darf nur eingesetzt werden, um einen UNMITTELBAREN Angriff abzuwehren. Präventive Notwehr gibt es (Gott sei Dank) nicht.


    Die Aktion ist also wohl kaum zu rechtfertigen.



    Zitat


    Hi Caerulea


    Erzähl das doch mal dem Vater , der vor einiger Zeit sich , seine Frau und seine Tochter tötete ...die Tochter seit Geburt schwerstbehindert , seine Frau nach einem Unfall querschnittsgelähmt und er auch nicht mehr der Jüngste und krank ..Und die berühmte "gesellscahftliche" Hilfe ist in den meisten Fällen nur eine beschöningende Phrase ..schau dich mal in Pflege und Altenheimen um !


    Kann ich ihm nicht erzählen, denn er ist ja tot. :?
    Sicher sind das Schicksale. Traurige Schicksale. Aber dennoch frage ich mich, was diesem Menschen das Recht gibt, zu entscheiden, dass das Leben seiner Frau und seiner Tochter nicht lebenswert ist? Lediglich sein Gefühl, damit nicht fertig zu werden? Hat er seine Frau und seine Tochter gefragt, ob sie sterben wollen??
    Behinderte, Alte, Kranke als lebensuntauglich einzustufen und umzubringen... die Idee hatte vor einigen Jahrzehnten schon mal wer... :oops:


    [/quote]

  • Zitat

    Wenn jemand dir sagt , daß er in den nächsten Tagen deine Familie Töten wird , und du genau weißt , daß er es ernst meint und Du nur in diesem Augenblick etwas daran ändern kannst ...Würdest Du deine familie deinen heren ansichten opfern?

    Code
    1. Driften wir nicht gerade völlig ab? Es ging um Todesstrafe als Instrument der Racheausübung, nicht um Notwehr oder Prävention (?).
    2. Aber nehmen wir dieses (ziemlich absurde) Beispiel her: Es wäre mein gutes Recht, mich bzw. andere vor Gewalt zu beschützen. Das stellt ja auch keiner in Abrede. Allerdings sollten wir hier unterscheiden:
    3. a) handelt es sich um eine bloß verbale Drohung?
    4. b) besteht reale Gefahr?
    5. c) wird diese Gefahr dadurch unmittelbar, dass der Typ mit geladener Flinte vor meiner Tür steht und schreit: "Jetzt bringe ich euch um!"?
    6. Bei a) würde ich die Schultern zucken. Bei b) würde ich nervös werden und zumindest die Polizei einschalten. Bei c) plädiere ich ganz klar auf das Recht zur Notwehr.

    Gab da vor einigen Jahren den fall eines (bereits mehrfach wegen schwerer Gewaltdelikte und Totschlags) vorbestraften Familienvaters , der über Jahre seine frau und Töchter schwer mißhandelte und vergewaltigte ...er drohte die Frauen aus Rache , nach seiner Entlassung zu töten ...Der Freund einer der Töchter besorgte ein Gewehr und erschoß den „Vater“ am Entlassungstag ...

    Zitat

    Ich kann den Fall nicht beurteilen, aber ich bin kein Fan von "Präventivschlägen". Vielleicht hat er richtig gehandelt, weil der Vater sie tatsächlich umgebracht hätte, wenn er nicht eingeschritten wäre; vielleicht handelte es sich um eine rein verbale Drohung.
    Wie ging das Ganze eigentlich aus? Welche Strafe bekam der Schütze?

    Erzähl das doch mal dem Vater , der vor einiger Zeit sich , seine Frau und seine Tochter tötete ...die Tochter seit Geburt schwerstbehindert , seine Frau nach einem Unfall querschnittsgelähmt und er auch nicht mehr der Jüngste und krank ..Und die berühmte "gesellscahftliche" Hilfe ist in den meisten Fällen nur eine beschöningende Phrase ..schau dich mal in Pflege und Altenheimen um !

    Zitat

    Ich wohne fast direkt neben einem Altenheim, danke.
    Aber du schmeißt hier einen Fall rein, dessen Hintergrund ich nicht kenne. Soweit ich das beurteilen kann werden behinderte Menschen zumindest in Österreich sehr gut betreut bzw. bekommen die Möglichkeit ihr eigenes Leben zu leben.

  • Hi Cearuela


    Fein , dann darf ein Polizist auch erst einen geiselnehmer erschiessen , wenn er die geisel getötet hat (könnte ja nur drohen ?, die Waffe könnte ungeladen sein ?) und auch einen Selbstmordattentäter erst töten nachdem er die Bombe die er trägt gezündet hat ?



    Hi Rainer :)


    Mehrere meiner Bekannten arbeiten in alten und Behindertenheimen , die kirchlischen sind meist sehr gut , aber die sonstigen ...:(...überall wird egspart , zuerst am ausgebildeten motivierten Personal ...



    Aber ich bin froh , dass es hier keine Todesstrafe gibt , bei Menschen , die nur schwarz /weiss sehen können und die differenziertes denken , durch einfache Denkraster ersetzen :)

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Nein, elperdido, Polizisten dürfen sogar schon vorher eingreifen. Unglaublich aber wahr. Nur muss das Eingreifen nicht zwingend im Erschießen des Geiselnehmers liegen, sondern vorwiegend darin, die Gefahr abzuwenden, was durchaus auch schon durch einen gezielten Schuss in die Hand, den Arm oder sonstige Körperteile gelingen kann. Warum gleich das schärfste aller Mittel anwenden?


    Wir denken schwarz/weiss? Das sehe ich aber anders. Menschen, die lauthals nach der Todesstrafe schreien sind nicht gewillt, dem Täter auch ein Recht auf Leben einzuräumen, sich mit ihm zu beschäftigen. Er hat gemordet? Also, Rübe runter. DAS nenne ich undifferenziert... :roll:

  • Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Die WM ist Schuld. (Damit wäre eine Schuldfrage bereits geklärt. :wink: )


    Zitat

    Entweder du nimmst meine Frage nicht ernst, oder ...ja oder was... hmm

    Natürlich nehme ich Deine Frage ernst. Wenn dem nicht so wäre, dann würde ich nicht antworten.


    Zitat

    Ich rede nicht von einer Übertragung im TV oder Netz, sondern von "live und in Farbe". Würde dich Stöhnen, Keuchen, Schmerzensschreie, etc. eines Deliquenten kalt lassen?? Wenn dem so wäre, dann wärst du keine Spur besser als dieser Mensch, der gerade hingerichtet wird.

    Das, was Du hier sagst, kommt mir vor, als würdest Du nur dem Delinquenten aus dem Film "Green Mile" nachtrauern. Leider kommt es nicht so rüber, ob Du wirklich den Mördern nachtrauern würdest, denen Du noch eine zweite Chance einräumen willst.



    Zitat

    Dann hoffe ich mal, dass du nie Kinder bekommst.

    Ich muss mich vorsichtig auf diese Äusserung ausdrücken: Naja, wenn Du damit leben kannst, einen Mörder oder Mörderin erzogen zu haben, dann ist es nicht mein Problem, solange das Opfer keiner meiner Liebenden ist.


    Zitat

    Na klar, ein Kind aus "gutem" Hause macht sowas nicht. LOL
    Bisschen naiv finde ich.
    Der Umkehrschluss wäre ja dann, dass ein Mörder (mit scheiß Kindheit) einfach nur Opfer der Umstände ist. Kann man ihn dafür bestrafen?

    Wenn Du emotional in eine sachliche Diskussion gehst, dann kann ich nichts dafür. Lies alle Beiträge nochmal durch und lass Deine Emotionen aussen vor.
    :x

  • Zitat

    Das, was Du hier sagst, kommt mir vor, als würdest Du nur dem Delinquenten aus dem Film "Green Mile" nachtrauern. Leider kommt es nicht so rüber, ob Du wirklich den Mördern nachtrauern würdest, denen Du noch eine zweite Chance einräumen willst.


    Das verstehe ich nicht. Hättest du dir die Beispiele der "schief gegangenen" Hinrichtungen durchgelesen, dann wäre dir aufgefallen, dass dies keinesfalls immer eine saubere und angenehme Sache ist. Und ich möchte wissen, ob du dir so eine Hinrichtung ansehen würdest, da du das Prinzip der Todesstrafe und deren Vollstreckung ja vollkommen begrüßt.


    Ich kann sehr wohl einen Film von der Realität unterscheiden und mir läuft es beim Gedanken, einen Menschen unter Qualen sterben zu sehen, eiskalt den Rücken hinunter. Aber du beantwortest meine Frage wohl einfach nicht. Auch gut.


    Und selbstverständlich werde ich emotional, wenn ich soviel Menschenverachtung lese, wie aus manchen Posts spricht (dabei rede ich nicht explizit von deinen Posts!).
    Auch ein Mörder ist und bleibt ein Mensch. Die Willkür die mit dem Leben dieses Menschen unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit getrieben wird, MUSS emotionen hervor rufen, wenn man sich einmal konkret mit der Sache auseinander setzt.

  • Zitat

    Und selbstverständlich werde ich emotional, wenn ich soviel Menschenverachtung lese, wie aus manchen Posts spricht (dabei rede ich nicht explizit von deinen Posts!).
    Auch ein Mörder ist und bleibt ein Mensch. Die Willkür die mit dem Leben dieses Menschen unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit getrieben wird, MUSS emotionen hervor rufen, wenn man sich einmal konkret mit der Sache auseinander setzt.

    Einen Mörder hinzurichten finde ich nicht menschenverachtend (vielleicht die Art der Hinrichtung). Aber der Mörder selbst hat sich auch keine Gedanken gemacht, auf welch brutale Art und Weise er sein Opfer niedermetzelt. Da nehme ich sogar eine Irrtumsrate von 5 % in Kauf.

  • also ich bin auch gegen die todesstrafe aber wenn so ein massenmörder is der kinder oda sowas umbringt find ich schon das man ihn auf den stuhl oder mit so ner spritze umbringt

    Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.


    Albert Einstein

  • Oh doch, es ist menschenverachtend. Gefangene die schon alt und krank sind, werden gesund gepflegt!!! um dann hingerichtet zu werden. Das ist abartig. Und noch dazu ziemlich paranoid.


    Ein Staat tötet, um klar zu machen, dass töten falsch ist?? HÄ?


    Du würdest 5% Irrtumsrate in Kauf nehmen? Und was ist mit den Angehörigen dieses Unschuldigen? Die keinen "Mörder großgezogen" haben? Was ist mit denen? Wenn man mal von sämtlichen Reinkarnations-Theorien absieht, hat ein Mensch nur ein Leben und dieser Irrtum wäre nicht rückgängig zu machen.


    Du weichst meiner Frage übrigens immer noch aus. :wink:

  • Zitat

    Oh doch, es ist menschenverachtend. Gefangene die schon alt und krank sind, werden gesund gepflegt!!! um dann hingerichtet zu werden. Das ist abartig. Und noch dazu ziemlich paranoid.

    Dazu gibt es eine nette Karikatur, die ich mal in der Regionalzeitung gesehen hab. Aber ich gebe Dir Recht, das das Gesundpflegen überflüssig ist.


    Zitat

    Ein Staat tötet, um klar zu machen, dass töten falsch ist?? HÄ?

    Klingt komisch. Ist es auch. Aber wenn ich nur mit 10 Jahren bestraft werden würde, dann würde ich auch einen Schumi oder Ballack abstechen, seine Kohle mitnehmen und auf meine Entlassung warten (wenn ich überhaupt erwischt werde).


    Zitat

    Du würdest 5% Irrtumsrate in Kauf nehmen? Und was ist mit den Angehörigen dieses Unschuldigen? Die keinen "Mörder großgezogen" haben? Was ist mit denen? Wenn man mal von sämtlichen Reinkarnations-Theorien absieht, hat ein Mensch nur ein Leben und dieser Irrtum wäre nicht rückgängig zu machen.

    Hart, aber JA!! Ich hab lieber einen Unschuldigen in der Todeszelle als 19 Schuldige auf der Straße.


    Zitat

    Du weichst meiner Frage übrigens immer noch aus.

    Ich hab jetzt lange geblättert und frage mich, welche Frage Du meinst. Ich hatte eigentlich alles beantwortet (denke ich).

  • Kurz, bevor ich weg muss: (Ich gehe später detaillierter auf alles ein)...


    Du hast mir immer noch nicht beantwortet, ob du dich in die erste Reihe bei einer Hinrichtung setzen würdest und dem Sterben eines Menschen (vielleicht ebenfalls mit Genugtuung?) zusehen würdest. Also nicht darüber lesen, Fotos sehen, usw. sondern live und hautnah dabei sein, mit allen evtl. "unansehnlichen" Begleitumständen.


    Ich lege sogar noch eins oben drauf. Würdest du, der diese Handhabung ja für absolut richtig hält, selber "den Hebel umlegen"?? Weil es in deinen Augen ja kein Mord ist, der da begangen wird, sondern Gerechtigkeit...
    Hättest du diese Courage? Kämst du für dich mit deinem Gewissen wirklich damit klar?

  • Zitat

    Kurz, bevor ich weg muss: (Ich gehe später detaillierter auf alles ein)...

    Später bin ich bei WM. :D


    Zitat

    Du hast mir immer noch nicht beantwortet, ob du dich in die erste Reihe bei einer Hinrichtung setzen würdest und dem Sterben eines Menschen (vielleicht ebenfalls mit Genugtuung?) zusehen würdest. Also nicht darüber lesen, Fotos sehen, usw. sondern live und hautnah dabei sein, mit allen evtl. "unansehnlichen" Begleitumständen.

    Diese Frage war beantwortet. :!: Ein oder zwei Seiten vorher.


    Zitat

    Ich lege sogar noch eins oben drauf. Würdest du, der diese Handhabung ja für absolut richtig hält, selber "den Hebel umlegen"?? Weil es in deinen Augen ja kein Mord ist, der da begangen wird, sondern Gerechtigkeit...
    Hättest du diese Courage? Kämst du für dich mit deinem Gewissen wirklich damit klar?

    Als Scharfrichter? Kein Problem. Ich wurde schon oft als Mörder bezeichnet, blos weil ich bei der Bundeswehr war.

  • Zitat

    Diese Frage war beantwortet. Ein oder zwei Seiten vorher.


    Ja du schriebst etwas von "wenn vorher ne Party wäre, dann schon" oder so ähnlich. Das hab ich jedoch nicht als ernsthafte Antwort gewertet, bzw. diese Antwort (wenn du sie so meinst) als ebenfalls sehr menschenverachtend. Eine Hinrichtung mit einer Party in Verbindung zu setzen finde ich äußerst geschmacklos.


    Nun, Soldaten töten im Ernstfall nunmal auch. Sie töten Menschen, die ihnen persönlich völlig unbekannt sind, ihnen nichts getan haben, nur weil es befohlen wird.


    Zitat

    Aber ich gebe Dir Recht, das das Gesundpflegen überflüssig ist.


    Es passt aber vollkommen ins Bild. Man will den Menschen nicht einfach bestrafen, man will keine Gerechtigkeit. Man will billige Rache. Man will, dass der Deliquent bewusst spürt, dass man ihn schlachtet.


    Ebenso wie in den USA niemand hingerichtet werden darf, der aufgrund geistiger Behinderungen nicht in der Lage ist, die Bedeutung seiner Hinrichtung zu verstehen. Dies wird als humaner Akt hingestellt. Ich jedoch werte es so, dass es einfach nicht den Genuss bringt, jemanden zu grillen oder einzuschläfern, der nicht leidensfähig genug ist.


    Zitat

    Klingt komisch. Ist es auch. Aber wenn ich nur mit 10 Jahren bestraft werden würde, dann würde ich auch einen Schumi oder Ballack abstechen, seine Kohle mitnehmen und auf meine Entlassung warten (wenn ich überhaupt erwischt werde).


    Na dann tu's doch. In D haben wir doch angeblich genau diese laschen Gesetze. ;) Es ist jedoch statistisch nicht erwiesen, dass in Ländern mit Todesstrafe weniger Verbrechen geschehen als in Ländern ohne Todesstrafe. Eher im Gegenteil. Sollte einem ja auch mal zu denken geben, find ich...

  • Das mit der Statistik habe ich auch schon angemerkt Caerulea, seltsamerweise wird es aber immer "überlesen" :wink:


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
    ¯¯¯¯¯¯¯
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  • Hi Cearuela


    Ich antworte jetzt mal ganz „böse“ und sehr Provokativ 


    Setzt ihr euch denn mit den Tätern auseinander ? nach deinen „Hochmoralischen“ Ansichten schickst Du ja mehr Leute als Mörder , in Gedanken , unter das Schwert , als so mancher TS Befürworter ... zb abtreibende Mütter ...ich lese da nichts von Verständnis oder dem auseinandersetzen mit dem Konfikt deinerseits ...nur pauschale Verurteilung ...wer nicht in Notwehr tötet ist halt ein Mörder!.
    Da wird von christlichen Werten wie Vergebung und Gnade geredet , aber diese sollte auf Verständnis und Mitgefühl beruhen , und nicht bloss darauf , sich den anderen als „moralisch –ethisch höherwertig“ zu präsentieren und profilieren ..wie es schon viele gab , mit den entsprechenden verheerenden Folgen ...
    zu können .In so manchen Köpfen von TS Gegner herrschen ja regelrecht moralische Scharia und Inquisition , da wird aufgrund moralische Einstellungen mittels Ideen , Gedanken und Worten gemordet , solchen Ideen , die die moralischen Fundamente für „Gottesstaaten“ liefern , in denen dann klar moralisch definiert gefoltert und gemordet wird ...Wie hast du rainer beigepflichtet !


    [quote]
    Wir reden hier aber nicht von einer Ohrfeige oder einer hässlichen Trennung, sondern von Mord. Und dafür gibt es für mich keine "psychische Überforderung". Ist mir scheißegal, was Psychologen sagen: Für kaltblütigen Mord oder die bewusste Inkaufnahme der Tötung von Menschen gibt es keine Entschuldigung.



    Da kann ich dir nur zustimmen. Noch dazu wo es heutzutage für alles irgendeine Unterstützung gibt. Eine junge Mutter wird heute genauso wenig von der Gesellschaft alleine gelassen wie ein Süchtiger oder sonst jemand in einer Ausnahmesituation. Der Betroffene muss halt seinen Teil dazu tun, damit man ihm auch helfen kann.


    [quote/]


    aber als jemand der das Leben liebt und das Leben anderer achtet und als jemand der an Gott glaubt, finde ich Todesstrafe einfach nur fürchterlich, anmaßend, widerwärtig, gotteslästerlich und äußerst paradox.


    [quote/]


    daß strotzt nur so vor differenzierten Denken .. seid Ihr nicht Gegner der TS aus Menschlichkeit , sondern aufgrund religiöser Prinzipien ? , da wo andere eine „Seele“ besitzen , habt ihr da nur euren katechismus ?


    Für dich sind Abtreibende Mütter ja auch also Mörderinnen (man , da kenne ich ja eine ganze Menge , und sie haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht ...Eine davon ist jetzt 43 ! hat bereits 2 Große Kinder , und wurde obwohl sie nur noch sehr selten Sex in ihrer Ehe hat , doch schwanger )...Du würdest Ihnen nie das Leben nehmen ...aber sie wohl in Gedanken gerne bis an ihr Lebensende 12 stunden an 7 Tagen die Woche bei körperlicher Züchtigung (und mitunter sexueller Gewalt) ihre Schuld vor „Gott“ abarbeiten lassen ? wie einst in den Heimen für „gefallene Mädchen“ ...


    aber mit Worten kann man auch morden , und ein gewisses gesellschaftliches Klima erzeugen und andere (natürlich ungewolt!) zum Mord bewegen (Abtreibungsgegner in den USA zb ) oder Menschen zum Selbstmord bewegen , weil man sie moralisch stigmatisiert und zum „Freiwild“ erklärt ...in wie fern setzt du dich , oder Rainer mit Motiven auseinander ? ...wer nicht in Notwehr tötet ist ein Mörder ...schön einfach ...und man bleib schön dabei auf dem selbsterstellten moralischen Thron ;-) ohne sich der Realität des Lebens und den Problemen stellen zu müssen ...Ich hoffe , Das Du oder Rainer nie in eine solche Situation geraten wirst ! Vielleicht habt ihr nur Angst , dass eure hohen Ansichten ins wanken kommen könnten , wenn ihr euch näher damit befassen müsstet und lernen müsstet zu differenzieren , oder euch gar vorstellen müsstet , dass ihr selber in die Rolle , der von euch so alles als Mörder verurteilten geraten könntet ? denn Ihr habt da ja ganz klare Vorstellungen wer ein Mörder ist, und ich hoffe , du musst nie über das leben eines Lebewesens bewusst entscheiden ...den auch dass gehört mitunter zum Menschsein dazu .Du bist bestimmt auch gegen Sterbehilfe ...und einem dem tode geweihten Tier würdest Du aus Prinzip auch keinen Gnadenschuß geben , sondern ganz barmherzig seinem weiteren Leiden beiwohnen ...?


    [quote]
    Nein, elperdido, Polizisten dürfen sogar schon vorher eingreifen. Unglaublich aber wahr. Nur muss das Eingreifen nicht zwingend im Erschießen des Geiselnehmers liegen, sondern vorwiegend darin, die Gefahr abzuwenden, was durchaus auch schon durch einen gezielten Schuss in die Hand, den Arm oder sonstige Körperteile gelingen kann. Warum gleich das schärfste aller Mittel anwenden?
    [quote][quote/]


    Sowas klappt bei einem ausgebildeten Scharfschützen mit der entsprechenden Waffe ...aber bei einem mit einer Pistole bewaffneten Polizisten (schussgenau auf ca 50m) zu verlangen , auf ein sich schnell bewegendes Ziel (Arm ,Bein) , weil der Täter selten ruhig stehen bleibt ,dass nochdazu sehr klein und schmal ist , vielleicht bei schlechten Lichtverhälnissen (Dämmerung) auf mehr als 25 m unter dem druck schneller zu sein , als der Gegner und ihn mit dem ersten Schuss auch Kampfunfähig machen zu müssen (Auch mit einem Armdurchschusskann man noch einen Auslöser drücken , und ein macht auch nicht unbedingt einen Täter bewegungsunfähig zb unter Drogeneinfluss , und zurückschiessen kann er auch mit einem schulterschuss ) ist purer Nonsens und klappt nur in Film und Buch , dass heisst ...der Polizist muss den Tod des täters zum eigenen schutz in kauf nehmen ...nach eurer Definition also Mord


    [quote]


    Für kaltblütigen Mord oder die bewusste Inkaufnahme der Tötung von Menschen gibt es keine Entschuldigung.


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    ________________________


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    Du würdest 5% Irrtumsrate in Kauf nehmen? Und was ist mit den Angehörigen dieses Unschuldigen? Die keinen "Mörder großgezogen" haben? Was ist mit denen? Wenn man mal von sämtlichen Reinkarnations-Theorien absieht, hat ein Mensch nur ein Leben und dieser Irrtum wäre nicht rückgängig zu machen.


    [quote/]


    da so mancher TS Befürworter nicht so pauschal verurteilt und alle, die getötet haben gleich auf den elektrischen Stuhl sehen möchte , denke ich bleibt dies unbehelligt , denn wenn überhaupt , sollte die TS nur in absoluten Ausnahmefällen mit allen juristischen Pozedere angewendet werden ...(Massen/Serienmörder ala Bundy oder Zuwehme zb ), ausserdem kann man mit den heutigen gerichtsmedizinischen Möglichkeiten auch schon sehr gut die Irrtumsrate ausschlissen (weshalb ja auch viele Irrtümer erst heute geklärt werden)und im kleinsten Zweifel bleibt immer noch Haft...aber wenn wie in einem russischen Fall , die Polizei vermisste kinder sucht , und dann eine Wohnung stürmt , wo zwei Kinder gerade dabei sind , ihre vergewaltigten und getöteten Leidensgenossen unter der anleitung eines sadistisch-kannibalistischen Ehepaars zu zerteilen , und sich weitere Leichenteile im Bad türmen , dürfte wohl kein Zweifel bestehen


    und bei einem Unschuldigen , der jahrelang unter Schwerstkriminellen dass Opfer von psychischer, sexueller und körperlicher Gewalt wurde , oder sich dort sogar selbst tötete , kann man auch keine Wiedergutmachung geben ...


    ansonsten , gebe ich Dir und Rainer Recht , so wie die TS oft in den USA TS angewendet wird , ist sie nicht zu rechtfertigen ... von Gotteststaaten ganz zu schweigen ! und lebenslange Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis ist der TS allemal vorzuziehen ...und vielleicht gelingt es der Biochemie ja bald soweit die steuerung des Verhaltens zu entschlüsseln , das bereits frühzeit (pränatal?) fatale Neigungen erkennbar und vermeidbar werden ....allerdings könnte man dies dann auch genau für das gegenteil verwenden und skrupelose gewissenlose Söldner „züchten“ ...


    Und zu den öffentlichen Hinrichtungen ...gibt ja genug Leute , die sich die Fauskämpfe zwischen androgengesteuerten Autoaggressiven Mänern und frauen ansehen ...BOXEN nennt sich dieser "Sport" indem dann auch Totschläger und vergewaltiger wie Tyson plötzlich zu gesellschaftlich ge-und beachteten personen werden :( Hi Cearuela


    Ich antworte jetzt mal ganz „böse“ und Provokativ 


    Setzt ihr euch denn mit den Tätern auseinander ? nach deinen „Hochmoralischen“ Ansichten schickst Du ja mehr Leute als Mörder , in Gedanken , unter das Schwert , als so mancher TS Befürworter ... zb abtreibende Mütter ...ich lese da nichts von Verständnis oder dem auseinandersetzen mit dem Konfikt deinerseits ...nur pauschale Verurteilung .
    Da wird von christlichen Werten wie Vergebung und Gnade geredet , aber diese sollte auf Verständnis und Mitgefühl beruhen , und nicht bloss darauf , sich den anderen als „moralisch –ethisch höherwertig“ zu präsentieren und profilieren ..wie es schon viele gab , mit den entsprechenden verheerenden Folgen ...
    zu können .In so manchen Köpfen von TS Gegner herrschen ja regelrecht moralische Scharia und Inquisition , da wird aufgrund moralische Einstellungen mittels Ideen , Gedanken und Worten gemordet , solchen Ideen , die die moralischen Fundamente für „Gottesstaaten“ liefern , in denen dann klar moralisch definiert gefoltert und gemordet wird ...Für dich sind Abtreibende Mütter also Mörderinnen ...Du würdest Ihnen nie körperlich ein Leid zufügen ...aber mit Worten kann man auch morden , aber ein gewisses gesellschaftliches Klima erzeugen und andere (natürlich ungewolt!) zum Mord bewegen (Abtreibungsgegner in den USA zb ) oder Menschen zum Selbstmord bewegen , weil man sie moralisch stigmatisiert und zum „Freiwild“ erklärt ...in wie fern setzt du dich , oder Rainer mit Motiven auseinander ? ...wer nicht in Notwehr tötet ist ein Mörder ...schön einfach ...und man bleib schön dabei auf dem selbsterstellten moralischen Thron ;-) ohne sich der Realität des Lebens und den Problemen stellen zu müssen ...Ich hoffe , Das Du oder Rainer nie in eine solche Situation geraten wirst ! Vielleicht habt ihr nur Angst , dass eure hohen Ansichten ins wanken kommen könnten , wenn ihr euch näher damit befassen müsstet und lernen müsstet zu differenzieren , oder euch gar vorstellen müsstet , dass ihr selber in die Rolle , der von euch so alles als Mörder verurteilten geraten könntet ? denn Ihr habt da ja ganz klare Vorstellungen wer ein Mörder ist, und ich hoffe , du musst nie über das leben eines Lebewesens bewusst entscheiden ...den auch dass gehört mitunter zum Menschsein dazu .


    [quote]Nein, elperdido, Polizisten dürfen sogar schon vorher eingreifen. Unglaublich aber wahr. Nur muss das Eingreifen nicht zwingend im Erschießen des Geiselnehmers liegen, sondern vorwiegend darin, die Gefahr abzuwenden, was durchaus auch schon durch einen gezielten Schuss in die Hand, den Arm oder sonstige Körperteile gelingen kann. Warum gleich das schärfste aller Mittel anwenden? [quote/]


    Sowas klappt bei einem ausgebildeten Scharfschützen mit der entsprechenden Waffe ...aber bei einem mit einer Pistole bewaffneten Polizisten (schussgenau auf ca 50m) zu verlangen , auf ein sich schnell bewegendes Ziel (Arm ,Bein) dass nochdazu sehr klein und schmal ist , vielleicht bei schlechten Lichtverhältnissen (Dämmerung) auf mehr als 25 m unter dem druck schneller zu sein , als der Gegner und ihn mit dem ersten Schuss auch Kampfunfähig machen zu müssen (Auch mit einem Armdurchschusskann man noch einen Auslöser drücken , und ein macht auch nicht unbedingt einen Täter bewegungsunfähig zb unter Drogeneinfluss , und zurückschiessen kann er auch mit einem schulterschuss ) ist purer Nonsens und klappt nur in Film und Buch .


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    Du würdest 5% Irrtumsrate in Kauf nehmen? Und was ist mit den Angehörigen dieses Unschuldigen? Die keinen "Mörder großgezogen" haben? Was ist mit denen? Wenn man mal von sämtlichen Reinkarnations-Theorien absieht, hat ein Mensch nur ein Leben und dieser Irrtum wäre nicht rückgängig zu machen.


    [quote/]


    da so mancher TS Befürworter nicht so pauschal verurteilt und alle, die getötet haben gleich auf den elektrischen Stuhl sehen möchte , denke ich bleibt dies unbehelligt , denn wenn überhaupt , sollte die TS nur in absoluten Ausnahmefällen mit allen juristischen Pozedere angewendet werden ...(Massen/Serienmörder ala Bundy oder Zuwehme zb ), ausserdem kann man mit den heutigen gerichtsmedizinischen Möglichkeiten auch schon sehr gut die Irrtumsrate ausschlissen (weshalb ja auch viele Irrtümer erst heute geklärt werden)und im kleinsten Zweifel bleibt immer noch Haft...aber wenn wie in einem russischen Fall , die Polizei vermisste kinder sucht , und dann eine Wohnung stürmt , wo zwei Kinder gerade dabei sind , ihre vergewaltigten und getöteten Leidensgenossen unter der anleitung eines sadistisch-kannibalistischen Ehepaars zu zerteilen , und sich weitere Leichenteile im Bad türmen , dürfte wohl kein Zweifel bestehen


    und bei einem Unschuldigen , der jahrelang unter Schwerstkriminellen dass Opfer von psychischer, sexueller und körperlicher Gewalt wurde , oder sich dort sogar selbst tötete , kann man auch keine Wiedergutmachung geben ...


    ansonsten , gebe ich Dir und Rainer Recht , so wie die TS oft in den USA TS angewendet wird , ist sie nicht zu rechtfertigen ... von Gotteststaaten ganz zu schweigen ! und lebenslange Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis ist der TS allemal vorzuziehen ...und vielleicht gelingt es der Biochemie ja bald soweit die steuerung des Verhaltens zu entschlüsseln , das bereits frühzeit (pränatal?) fatale Neigungen erkennbar und vermeidbar werden ....allerdings könnte man dies dann auch genau für das gegenteil verwenden und skrupelose gewissenlose Söldner „züchten“ ...


    Und zu den öffentlichen Hinrichtungen ...gibt ja genug Leute , die sich die Faustkämpfe zwischen androgengesteuerten Autoaggressiven Männern und frauen ansehen ...BOXEN nennt sich dieser "Sport" indem dann auch Totschläger und vergewaltiger wie Tyson plötzlich zu gesellschaftlich ge-und beachteten personen werden :(

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hallo elperdido,


    Zitat

    daß strotzt nur so vor differenzierten Denken .. seid Ihr nicht Gegner der TS aus Menschlichkeit , sondern aufgrund religiöser Prinzipien ? , da wo andere eine „Seele“ besitzen , habt ihr da nur euren katechismus ?


    Nein, ich denke eher, dass aus einer religösen Überzeugung (wenn sie ehrlich ist) logischerweise auch Menschlichkeit resultiert.
    Ich nehme Gebote wie "Du sollst nicht töten" einfach ernst und ich glaube daran, dass Gott richten wird. Dass er für Gerechtigkeit sorgen wird. Das müssen nicht die Menschen tun, indem sie sich anmaßen, töten zu dürfen.
    Ich setze mich auch mit den Tätern auseinander. Wie schon mehrfach erwähnt, beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Todesstrafe in verschiedenen Medien, gerade Quellen wie Amnesty International betrachte ich dabei als zuverlässig.
    Weiterhin gibt es im Internet eine Seite, die sich "Stimmen von drinnen" nennt. Dort können Todestrakt-Insassen Kontakt nach außen aufnehmen, ihre Geschichte schildern und um Briefkontakt bitten.
    Natürlich gibt es dort viele, die beteuern unschuldig zu sein, doch auch viele sagen, dass sie schuldig sind. Und die, die ihre Unschuld beteuern, woher soll ich wissen, dass sie es nicht wirklich sind??
    Es ist auch auffällig, dass gerade Arme, Schwarze, Gastarbeiter, wenig gebildete Menschen häufiger in der Todeszelle landen als reiche und wohlhabende weiße Bürger. Dies liegt wohl daran, dass sich viele keinen Top-Anwalt leisten können, sondern sich mit einem Pflichtverteidiger zurech finden müssen, der wahrscheinlich - wenn er nicht gerade Idealist und TS-Gegner ist - wenig Energie in so einen Fall setzen wird.
    Gleich ist vor dem Gesetz in diesen Fällen keiner...


    Zitat

    Setzt ihr euch denn mit den Tätern auseinander ? nach deinen „Hochmoralischen“ Ansichten schickst Du ja mehr Leute als Mörder , in Gedanken , unter das Schwert , als so mancher TS Befürworter ... zb abtreibende Mütter ...ich lese da nichts von Verständnis oder dem auseinandersetzen mit dem Konfikt deinerseits ...nur pauschale Verurteilung ...wer nicht in Notwehr tötet ist halt ein Mörder!.


    Nun, ich selber kenne eine Frau Mitte 40, die auch bereits 3 Kinder hat, nun wieder schwanger war und abgetrieben hat, weil dieses Kind jetzt nicht in ihre Lebensplanung passte. Weil sie ihren Beruf hätte aufgeben müssen bzw. auf halbtags verlegen hätte müssen.
    So etwas finde ich äußerst egoistisch. Wie schon gesagt, wenn man das Kind nicht selber großziehen kann/will, gibt es die Möglichkeit der Adoption. Und ich bezweifle nachdrücklich, dass Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen grundsätzlich ein schlechtes Leben haben und unglückliche Menschen werden. Das mag sicher hier und da der Fall sein, aber dieses Kind umzubringen, nur um ihm die potentielle Möglichkeit eines nicht so glücklichen Lebens zu nehmen halte ich für äußerst fragwürdig bzw. für eine Ausrede, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
    Gestern erst hörte ich wieder im Radio, dass eine 21jährige ihr Kind nach der Geburt getötet und anschließend in den Gefrierschrank gelegt hat, weil sie Angst hatte, ihre Arbeitsstelle zu verlieren. Sorry, aber das ist keine Rechtfertigung.


    Zitat

    Du würdest Ihnen nie das Leben nehmen ...aber sie wohl in Gedanken gerne bis an ihr Lebensende 12 stunden an 7 Tagen die Woche bei körperlicher Züchtigung (und mitunter sexueller Gewalt) ihre Schuld vor „Gott“ abarbeiten lassen ? wie einst in den Heimen für „gefallene Mädchen“ ...


    Nein, das sicherlich nicht. Aber dass Frauen, die abgetrieben haben oftmals (vielleicht auch erst nach Jahren) ein Trauma davon tragen, ist ja auch bekannt. Das sind dann die Konsequenzen ihres Tuns, für die sie nun dann auch nicht unbedingt mein Mitleid haben.

  • Caerulea und was ist mit den Frauen die abtreiben müßen ?
    Es gibt genug Fälle wo dies getan werden muß,zb.wenn sie krank ist und kein Kind bekommen darf.
    Denkst du da genauso ?


    Ich selbst stand vor gut 4 Jahren vor der Wahl.
    Kind oder ev.das Ticket nach oben einlösen...
    Und ich schwöre Dir,so eine Entscheidung treffen zu müßen,egal aus welchem Grund,geht sehr sehr nahe an die Grenze der belastbarkeit.
    Ich habe mein Kind bekommen und es war sehr knapp für uns beide.
    Aber wenn ich heute wieder schwanger würde,wüßte ich noch nicht wie ich mich entscheide

    Mehr als die Vergangenheit interessiert
    mich die Zukunft,


    denn in ihr gedenke ich zu leben.


    *~'°*Albert Einstein*~'°*


    Nun,haben wir schon nachgeschaut wo ich war und was ich getan habe ? *lächel* :roll:


  • Hallo Knusperengelchen,


    von diesen Frauen sprach ich nicht. Ich sprach davon, wenn sie aus meiner Sicht aus egoistischen Gründen abtreiben. Sein eigenes Leben (so wie in deinem Fall) retten zu wollen ist etwas anderes, als sich aus "Bequemlichkeitsgründen" dagegen zu entscheiden. Wenn mich jemand erschießen will und ich komme ihm zuvor um mein eigenes Leben zu retten, dann ist das Notwehr und so ähnlich sehe ich das in dem Fall auch. Dennoch hätte ich wahrscheinlich nach einer Abtreibung, die zwar mein Leben gerettet aber das meines Kindes beendet hätte, Schuldgefühle.
    Und ich habe aller allergrößten Respekt vor deiner Entscheidung.