Das Nichts

  • Ich hätte nie gedacht, dass ich der Blaualge mal zustimmen würde, aber hier hat er absolut Recht. ;-)


    Stellt euch folgende Situation vor. Jemand sagt: "Ich sehe kein Auto." und ein anderer fragt: "Und welche Farbe hat es?". Jeder hier würde diese Frage sicherlich als absoluten Blödsinn abtun. Aber genau diese Frage versucht ihr hier zu klären. Wie in diesem Thread schon oft angesprochen, aber offensichtlich noch nicht bei jedem angekommen, zeichnet sich das "Nichts" durch das absolute Fehlen von Allem aus. "Nichts" hat genau 0 (in Worten "NULL") Dimensionen... kein Raum, keine Zeit, rein garnichts. Da gibt es nichts zu sehen, das sagt doch schon der Begriff "Nichts".


    Das ist auch keine Interpretationsfrage, wie Phobo es gern hätte, sondern eine Frage der Definition. Und die ist sehr eindeutig. "Nichts" ist nichts. Eben auch kein leerer Raum. Vielleicht ist außerhalb unseres Universums das "Nichts" (wobei man hier schwer von einem Außerhalb sprechen kann), aber wir wissen es nicht. Eigentlich ist die ganze Diskussion müßig, da es im Grunde nichts zu diskutieren gibt. Das "Nichts", das absolute "Nichts", ist indiskutabel, da es genaugenommen absolut nichts gibt, worüber man diskutieren könnte.


    So, ich habe jetzt in diesem Post exakt 13 mal das Wörtchen "Nichts" verwendet. Und dabei will ich es auch belassen. Ich habe dem (zum 14. mal) nichts hinzuzufügen. ;-)

  • Hallo Leute,


    also ich habe meine eigene Definition vom Nichts gemacht. Es lautet:


    Unter Nichts versteht man, das Nichtvorhandensein von etwas, sprich die Nicht-Existenz.
    Alles außerhalb, des sich konstant ausbreitenden Universums, kann man als das Nichts bezeichnen.
    Wenn man auf die verbale Bedeutung von "nichts" eingeht, so beschreibt das Wort "nichts" zwar auch auf das Nichtvorhandensein von etwas, aber nicht in Bezug auf das Außerhalb des Universums, sondern vielmehr auf einfache Dinge, wie Personen, Gegenstände etc.


    Falls Ihr es richtig/falsch findet, warum?


    @ Nieselpriem


    Wir können ja im ganzen Thread die Wörter "Nichts" und "nicht" nachzählen :P


    MfG,
    Pseudo1

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Schwarz und Weiss sind keine Farben.


    Es gibt ein Farbenstrahl , der mit Weiss Anfängt und mit Schwarz aufhört, aber zehlt eben nun mal nicht zu den Farben. Nur so nebenbei *klugscheiss*


    Deshalb denke ich ist "Nichts" Schwarz oder Weiss..

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • hallo,


    ich kann Pseudo1 nur zustimmen, das wort "nichts" bezieht sich auf das nicht vorhandensein von Dingen!
    Wenn man von Anfang oder Ende vom Universum spricht erfüllt das Wort nicht den Zweck, denn es ist immer was da egal wie wir es nennen!
    Wenn ich sage: Das Wort "Nichts" gibts eigentlich nicht, dann beschreibe ich ja wiederum das nicht vorhandensein von "Nichts". Dies bestätigt dies ja wiederrum!


    Langsam werd ich mürbe wenn ich mir weiterhin den Kopf zerbreche über solche "Grundsatzfragen", und ehrlich gesagt will ich gar nicht die Antwort wissen sondern endlich mal das Leben geniessen und den Kopf freikriegen!
    Guten Nacht! :winks:

  • Schwarz, da schwarz keine Farbe ist, also kein Licht. Und wenn wir dem Ganzen noch "keine" MAterie hinzufügen haben wir das absolute nichts.


    Aber das Absolute nichts müsste in einer anderen Dimension herschen. Aber dann käme noch hinzu dass es nicht ganz möglich wäre ,denn irgendwo muss es ja ne wand geben oder etwas in der art. Was die Idee mit andere Dimension ins wanken bringt.
    Und trotzdem bin ich mir nicht sicher


    Falls davor schonmal jemand so was ähnliches gepostet hat, sorry. Wollte mir nicht die 6 seiten durchlesen


    Peace


    Vodkanat

    Warum trauerst du dem Mantel nach, den man dir stahl, wenn du dir, mit der dir verblieben Zeit, einen Neuen kaufen könntest.


    "In diesem Sinne..."
    Prof. Dr. Harald Lesch

  • Haha,
    naja vielleicht ist das "Nichts" ja wirklich ne andere Dimension und wenn man davon ausgeht das dort "Nichts" ist, exsistiert sie demzufolge auch nicht!
    Obwohl man ja sobald man darüber redet, Sie ja zumindest in meinen Kopf vorhanden ist, wenn ihr versteht :P

  • Nichts ist die Verneinung alles Seienden. Wobei es nicht so einfach ist aus nichts, etwas zu machen. z.B. könnte man sagen: Wo "nichts" ist, befindet sich alles, was man mit seinen Sinnen nicht wahrnehmen (oder messen) kann. Dann stellt sich aber die Frage wie findet man das nichts, wenn man es nicht warnehmen kann? Und wenn man es wahrnehmen könnte wär es wieder nicht nichts. Haarspalterei. Die Frage "wie sieht das nichts aus?" ist sehr komisch. Nichts kann nicht gesehen werden, also habe ich "i dont know" angekreuzt.

  • Tztz wir sind 3 dimensionale Geschöpfe die auf Kohlenstoffoxyd basieren, wie sollen wir uns bitte das Nichts vorstellen ? :shock:
    Es tut mir sehr leid aber unsere Neokortex hat 2 Mandelkerne und 8 Gedankenschichten..ansonsten sind es alles elektro-magnetische Impulse die wir als Realität bezeichnen..D.h BILD DIR DEINE MEINUNG :mrgreen: Ich weiß das ich nichts weiß..Ich weiß das alles nichts sein kann und nichts alles sein kann, deswegen glaube ich einfach an die Liebe

    Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist..
    Die Weisheit des Alters ist dem Ungestüm der Jugend unterlegen.

  • Es gibt kein Nichts...und selbst wenn es das Nichts geben würde, dann wäre es ja wieder etwas; nämlich das "Nichts". Sobald wir es bezeichnen, ist es nicht mehr Nichts, sondern es hat eine Gestalt oder zumindest eine Vorstellung angenommen.
    Nichts ist ansich ein Widerspruch. Wir reden von "etwas", was wir als "Nichts" bezeichnen, also von etwas, das exisitiert und wenn auch nur in unseren Köpfen. Wenn es jedoch existiert, dann ist es kein "Nichts" mehr....


    Irgendwie wird man bekloppt, wenn man länger drüber nachdenkt^^... :ratlos:

    Ihr werdet sehen, aber nicht schauen können und ihr werdet hören, aber nicht verstehen können. Luk 8:10, Mat 13:14, Jes 6:9, Joh 12:40

  • Also, ich versuch mir mal nichts vorzustellen:


    Kein Oben, kein Unten, kein Schwarz, kein Weiß, kein Licht kein Schatten, keine ZEIT(!), kein ParaPortal...


    Schaff ich net! Als Mensch kann man sich nichts - also GAR NICHTS - einfach nicht vorstellen. So würd ich "nichts" definieren.


    OK, in den Elfen-Romanen von Bernhard Hennen ist das alles einfacher, da ist das Nichts einfach eine große Schwärze, die von goldenen Lichtpfaden durchzogen ist...^^

  • Ich würde sagen SCHWARZ!


    Weil Farben die man sieht ja Licht ist, dass reflektiert wird (bei weiß, sind das alle Farben, bei Rot zB nur rotes Licht) und da das Nichts kein Licht reflektiert wird es schwarz sein, oder?

  • Wenn es ein wirkliches nichts ist. Dann können wir es ja auch nicht sehen, da wir dann weder über Augen, Sehnerven und ein Gehirn verfügen.


    Wenn es ein vollkommenes Nichts ist dann existiert nicht mal unser Geist weiter. Denn dan wäre es kein Nichts mehr sondern ein Geist.


    Also kann es das Nichts nur dann geben wenn auch unser Geist und unser komplettes sein erloschen ist.


    Deswegen werden wir Nie herausfinden was das Nichts ist oder wie es aussieht.


    Mindreader

  • Zitat von "Mindreader"

    Deswegen werden wir Nie herausfinden was das Nichts ist oder wie es aussieht.


    Nicht in unserem Zustand als Mensch, das stimmt.


    Ähnelt der Thematik mit Gott.
    Aufgrund der Aseität, kann man ihn nicht sinnlich erfassen, sondern nur eigene spekulative Vorstellungen haben.


    Zitat von "vodkanator"

    @ mindreader


    Eigentlich der perfekte Schlussatz ;)


    Dieser Thread hat aber trotz eines solchen Endergebnisses (zumindest mir) geholfen, mein Horizont bezüglich abstrakte Dinge etwas zu erweitern.


    Vieleicht gibt es irgendwelche religiöse, esoterische oder sonstige Erklärungen oder Aussagen zum Nichts? Würde mich jedenfalls interessieren :)


    Gruß,
    Ategato

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Ich fände die vorstellungen das nach dem Leben ein NICHTS kommt sehr bedrückend. Man könnte sein jetziges Leben auf jeden Fall nicht mehr genießen wenn man davon ausgeht das wirklich ein Nichts kommt.


    Also könnte es ja sein das wir uns deswegen wehement (mit den Vorstellungen der verschiedenen Glaubensrichtungen) gegen diesen Gedanken wehren.


    Vielleicht kommt nach diesem Leben nur ein "Schlafzustand". Wie wenn man träumt.
    Ich persönlich glaube allerdings eher an eine Wiedergeburt.


    Zitat

    nicht in unserem Zustand als Mensch, das stimmt


    Eigentlich in gar keinem Zustand. Denn das vorhandenseins eines Zustandes schließt doch nichts schon aus. Schließt sich NICHTS nicht vielleicht durch das vorhandensein von NICHTS schon von alleine aus?


    Mindreader

  • Gerade der Gedanke, dass mit dem Tod alles vorbei ist, ist für mich so motivierend, mein jetziges Leben durch und durch zu genießen und den Blick für das Wesentliche zu behalten. Die Gewissheit, dass nach dem Leben ein neues kommen soll, könnte mich dazu verleiten, mein jetziges Leben nicht anzunehmen bzw. das Wesentliche aus den Augen zu verlieren, da ich ja eh noch unendlich viele Leben leben werde.


    Meine Gedanken zum Nichts:
    Wenn etwas existiert, ist es da, wenn etwas nicht existiert, ist es nicht da, also gibt es für mich kein Nichts.

  • Don't talk bullshit, Sevi. Thanks.


    ...
    Nun gut, nach einer langen Zeit bin ich in der Denkweise ein Schritt weitergekommen...


    Wir gehen die ganze Zeit davon aus, dass das Nichts keine physikalische Größe hat, was zur Definition von Nichts passend wäre. Aber dies nur im Sinne von "Gibt es eine Räumlichkeit namens Nichts".
    Obgleich dieser Schlussfolgerung kann man trotzdem über das Nichts diskutieren, resultierend aus einfachen alltäglichen Beispielen.


    Beispiel: Eine Suchtruppe sucht im Wald eine Leiche und einen Mörder (ja, dieses Beispiel musste kommen). Wenn sie nichts finden, sagen sie "Hier ist nichts".
    Ähnelt dem Beispiel von Phobophobia zu den anfänglichen Seiten des Threads.


    Dies ist doch richtig!?
    Da das Nichts die Nicht-Existenz bzw. Nicht-Vorhandensein von etwas ist. Und zwar das Nicht-Vorhandensein von der gesuchten Leiche und dem Mörder.
    Stellt sich hier nicht zwanghaft die Frage, ob es nicht eine Nicht-Existenz von unserem Universum gibt? Quasi ein Nichts gegensätzlich zum Universum.
    Beispielsweise gibt es das Nichts zur Erde.
    Dort, wo der Pluto oder der Mars ist, ist keine Erde. Also ist dort das Nichts zur Erde.


    Hier geht es keineswegs nur um die Redeart "hier ist nichts", denn letzendlich ist in dem o.g. Wald wirklich etwas nicht vorhanden, woraus schließlich diese Redeart kommt.


    MfG,
    Ategato

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.