Das Nichts

  • Zitat von "Encyricon"

    @ Ategato
    warum sollte im universum nur ein vakuum sein?


    das universum wurde auch nicht geboren. es hat auch keinen nachwuchs. es ist ewig.
    das absolute schwarze kann es nicht ohne licht geben.

    Nun, nach einiger Zeit Beschäftigung mit Astrophysik weiß ich jetzt, dass im All nicht nur Vakuum ist, sondern dunkle Materie und dunkle Energie.
    Ich hatte das damals behauptet, weil die wissenschaftliche Theorie damals auch hieß "ALLES ist mit dem Urknall entstanden".


    Mittlerweile gibt es Theorien darüber, dass vor dem Urknall 1-2 Stoffe existierten und dass erst im Nachhinein verschiedene Stoffe daraus entwickeln konnten. (quasi eine "Mutation" der Materie)

    Zitat von "Lord Haruka Tennô"

    Daher denk ich, ist es ohne Wert, über das Wesen des Nichts nachzugrübeln, denn was nicht ist, kann sich auch der beste Denker dann
    nicht ausmalen.

    Schau mal hier:
    [url=http://www.paraportal.de/viewtopic.php?p=126795#p126795">viewtopic.php?p=126795#p126795[/url] + [url=http://www.paraportal.de/viewtopic.php?p=230130#p230130">viewtopic.php?p=230130#p230130[/url] + [url=http://www.paraportal.de/viewtopic.php?p=126844#p126844">viewtopic.php?p=126844#p126844[/url]


    Hätte man alles abgeschlossen, wo man nicht weiter weiß oder wo man zu einem vermeintlichem Ende gekommen ist, wäre die Wissenschaft nicht so weiterentwickelt, wie heute.
    Vor ca. nem Jahr hatte ich gedacht, dass das Nichts nicht begreifbar ist, da es keine sensorisch erfassbaren Eigenschaften besitzt. Damals galt die Sache abgehakt für mich.


    HEUTE habe ich schon einen Schritt weiter gemacht und verbinde die Superposition von Teilchen oder Schrödingers Katze mit diesem Thema.


    :arrow: Man sieht, man kommt mit einer alten und scheinbar beantworteten Frage nach Jahren zu einem ganz anderen Schluss, sobald man sich weiterentwickelt hat.


    Wenn man diesen Thread unbedingt schließen möchte, kann man das ruhig amchen.
    Ich persönlich sehe aber noch Vorteile darin, es offen zu lassen. Und wie gesagt gibt es sicherlich auch andere Ansichten/Erweiterungen, die mit der Zeit vielleicht auftauchen.

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Zitat


    Schau mal hier:



    Hätte man alles abgeschlossen, wo man nicht weiter weiß oder wo man zu einem vermeintlichem Ende gekommen ist, wäre die Wissenschaft nicht so weiterentwickelt, wie heute.
    Vor ca. nem Jahr hatte ich gedacht, dass das Nichts nicht begreifbar ist, da es keine sensorisch erfassbaren Eigenschaften besitzt. Damals galt die Sache abgehakt für mich.


    Deine Erkenntnisse in Ehren, aber bist du wirklich zu einem befriedigerenden Ergebnis gekommen, dass das Wesen des Nichts erfasst?
    Hast du die Erkenntnis gewonnen, nach der hier im Thread gefragt wurde?
    Wenn ich deine Posts in den oben angegebenen Links richtig deute (und so viel missverständlicher Text findet sich da nicht), bist du dort
    noch davon ausgegangen, dass wir als Mensch niemals das Nichts zu erfassen vermögen.


    Und dennoch:


    Zitat

    HEUTE habe ich schon einen Schritt weiter gemacht und verbinde die Superposition von Teilchen oder Schrödingers Katze mit diesem Thema.


    Du wendest dich hilfesuchend der Wissenschaft zu, entgegen deinen eigenen Erkenntnissen...
    Ich bin kein Physiker und habe auch nicht genug Ahnung, um mich zum Thema Schrödinger oder Superposition thematisch richtig äußern
    zu können, aber ich frage mich, wie die Physik bei gerade diesem speziellen und doch eher im Bereich Philosophie anzusiedelnden Thema
    hilfreich sein kann...
    Könnte sie das, wäre die Frage nicht philosophisch, sondern wissenschaftlich.


    Zitat

    :arrow: Man sieht, man kommt mit einer alten und scheinbar beantworteten Frage nach Jahren zu einem ganz anderen Schluss, sobald man sich weiterentwickelt hat.


    Was macht dich denn so sicher, dass die Wendung zur Wissenschaft ein Schritt in die richtige Richtung ist? Vielleicht ist das Verständnis
    des Nichts mehr ein intuitives Empfinden, als ein Problem, das wissenschaftlich angegangen und "gelöst" werden könnte.

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Zitat

    Wenn ich deine Posts in den oben angegebenen Links richtig deute (und so viel missverständlicher Text findet sich da nicht), bist du dort
    noch davon ausgegangen, dass wir als Mensch niemals das Nichts zu erfassen vermögen.


    Richtig, aber nur, weil ich zu der Zeit davon ausgegangen bin, dass das Nichts nur dann zu erfassen sei, wenn es eine Farbe hat. Es gibt jedoch eine andere Möglichkeit sich Gedanken um das Nichts zu machen (welches so in der Quantenphysik nicht bezeichnet wird, sondern u.U. anders):


    Zitat

    Du wendest dich hilfesuchend der Wissenschaft zu, entgegen deinen eigenen Erkenntnissen...
    Ich bin kein Physiker und habe auch nicht genug Ahnung, um mich zum Thema Schrödinger oder Superposition thematisch richtig äußern
    zu können, aber ich frage mich, wie die Physik bei gerade diesem speziellen und doch eher im Bereich Philosophie anzusiedelnden Thema
    hilfreich sein kann...
    Könnte sie das, wäre die Frage nicht philosophisch, sondern wissenschaftlich.


    Selbstverständlich gegen meinen bisherigen Erkenntnissen. Ich bin ein lebendiges Wesen und Lebendigkeit setzt Veränderung voraus. Wenn ich also eine bessere Erklärung/Theorie/Meinung höre, und ich sie im Innern besser finde, als die Meinung, die mein bisheriges Bewusstseinslevel ermöglicht hatte, dann werde ich das alte auch verwerfen, ohne aus Stolz meine Entwicklung zu behindern (egal ob ich selber drauf gekommen bin oder es von außen gekommen ist).
    :arrow: So auch bei diesem Beispiel.


    Ich denke es war ein Fehler, mit wissenschaftlichen Begriffen um mich zu werfen, ohne vielleicht eine passende Erklärung dazu abzugeben.
    Die Superposition beschreibt einen Überlagerungszustand, die Eigenschaft von Licht und Materie, sich im Nichts zu befinden, sofern sie nicht "gemessen" wird. Diese Messung kann entweder eine Kameraaufnahme, unser Sehen , ohne einfach die Wechselwirkung zwischen zwei Teilchen sein.
    Schrödingers Katze basiert auf die physikalische Erkenntnis der Superposition *Klick*


    Hier noch ein interessantes Video:


    Bei dem Überlagerungszustand von Teilchen sind sie also im Nichts und somit auch selber nichts. Erst im Moment der Beobachtung werden sie. Sie entscheiden sich im allerletzten Moment für eine endgültige Position und werden somit etwas existierendes.


    Verstehst Du nun die Paralellen zum Thread :?:
    Wir sprachen seitenlang darüber, dass das Nichts keine sensorischen Eigenschaften hat und dass wenn wir "zu einem Nichts hingehen" würden, dass es sofort verschwinden würde, weil wir somit da wären und es nicht mehr nur Nichts gibt, sondern ja uns.


    Die Welt, ohne unsere Beobachtung ist die "Welt", in der sich alles Materie und Licht aufhält, bis zu dem Zeitpunkt, bis eine Messung stattfindet. Diese Welt setze ich mit dem Nichts gleich.


    Oh and before i forget: Viele wissenschaftliche Themen haben etwas philosophisches und genug philosophische Themen werden wissenschaftlich behandelt. Beispielsweise in der Neuro- und Kognitionswissenschaft. Neurologie ist eine Wissenschaft und trotzdem kommst Du ab einer bestimmten Stelle kein Entrinnen vor Philosophie in der Neurologie haben können.


    Zitat

    Was macht dich denn so sicher, dass die Wendung zur Wissenschaft ein Schritt in die richtige Richtung ist?


    Wusstest Du als neugeborenes Baby schon, dass man ein heißes Herd nicht anfassen soll, da man sich sonst verbrennt?
    Es ist ein Versuch wert, alles was mich weiterbildet, ist richtig (wobei das Wort Weiterbildung ja einen gewissen Wahrheitsgehalt fordert). Habe Mut zur Interdisziplinarität (mir fällt kein einfacheres Wort dafür ein)

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hallo zusammen :winks:


    Ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu abgeben wenns hier schon wissenschaftlich wird :mrgreen:


    @ Ategato


    Zitat

    Die Superposition beschreibt einen Überlagerungszustand, die Eigenschaft von Licht und Materie, sich im Nichts zu befinden, sofern sie nicht "gemessen" wird. Diese Messung kann entweder eine Kameraaufnahme, unser Sehen , ohne einfach die Wechselwirkung zwischen zwei Teilchen sein.


    Du meinst hier wenn ich das richtig verstanden habe die Unschärferelation. Die Unschärferelation oder Unbestimmtheitsrelation ist die Aussage, dass zwei Messgrößen eines Teilchens nicht immer gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind. Sprich: Das Teilchen ist erst dann an einem bestimmten Ort sobald man es misst.
    Davor ist es weder an einem bestimmten Ort noch hat eine bestimmte Geschwindigkeit, sobald man eine Messgröße bestimmt kann man die andere nicht mehr vorraussagen.


    Zitat

    Bei dem Überlagerungszustand von Teilchen sind sie also im Nichts und somit auch selber nichts. Erst im Moment der Beobachtung werden sie. Sie entscheiden sich im allerletzten Moment für eine endgültige Position und werden somit etwas existierendes.


    Sie entscheiden sich nicht für eine endgültige Position sondern sind im Moment in dem man sie nicht misst beides: Teilchen und Welle.


    Zitat

    Nun, nach einiger Zeit Beschäftigung mit Astrophysik weiß ich jetzt, dass im All nicht nur Vakuum ist, sondern dunkle Materie und dunkle Energie.
    Ich hatte das damals behauptet, weil die wissenschaftliche Theorie damals auch hieß "ALLES ist mit dem Urknall entstanden".


    Selbst wenn vollkommenes Vakuum in manchen Teilen des Universums herrschen würde dann wäre da nicht "Nichts"... Da wäre ja noch immer der Raum wo man etwas platzieren könnte... das heißt "Nichts" gibt es in unserem Universum nicht wirklich weil überall ja noch Raum ist.
    Das heißt selbst da wo rein gar keine Materie da ist ist noch etwas: Die Raumdimensionen.


    Hoffe weitergeholfen zu haben :)



    lg Tachyon :winks:

    Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
    sondern auch für das, was man nicht tut.


    (Chinesisches Sprichwort)

  • Hatte schon gehofft, dass Du u.A. auch reinschreibst :)
    Dein Nick hat mich damals auf interessantere Informationen/Themen gebracht, als ein gesamtes Schuljahr in der Fachoberschule.


    An einer Stelle sehe ich einen kleinen Widerspruch, wo ich nicht ganz weiter weiß:


    Zitat

    Das Teilchen ist erst dann an einem bestimmten Ort sobald man es misst.

    Zitat

    Sie entscheiden sich nicht für eine endgültige Position


    Mit Position ist ein bestimmter Ort gemeint.
    Ich ging davon aus, dass Materie Eigenschaften der Welle haben, aber deshalb nicht gleich selber zur Welle werden.
    Und auch Wellen können eine Position haben, die sich allerdings mit Zeitverlust verändern.


    Zitat

    Selbst wenn vollkommenes Vakuum in manchen Teilen des Universums herrschen würde dann wäre da nicht "Nichts"... Da wäre ja noch immer der Raum wo man etwas platzieren könnte...


    Sowohl im Nichts als auch im Vakuum existiert eine vollkommene Leere. Ist es keine persönliche Sache, ob man etwas Vakuum oder Nichts nennt?


    MfG Ategato

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Im Vakuum entstehen aber ständig virtuelle Teilchen, die sich gleich wieder vernichten, also nichts mit Leere.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • @ Ategato


    Du hast doch nicht tatsächlich nach meinem Nick gegoogelt? xD


    Entschuldige falls ich mich ein wenig unverständlich ausgedrückt habe, kann bei so einem Thema schnell mal vorkommen ;)
    Du hast natürlich recht das ein Teilchen an einem klar bestimmten Ort/Position sein kann... Was ich damit meine ist dass man nur entweder die Position oder die Geschwindigkeit eines Teilchens sicher bestimmen kann. Nicht beides! Das ist die erwähnte Unschärferelation.


    Sie entscheiden sich insofern nicht für eine endgültige Position weil man sie als beides behandeln kann, als Teilchen und als Welle.
    Und die Position einer Welle lässt sich nicht direkt bestimmen. Außer man behandelt es als Teilchen *g*



    Zitat

    Sowohl im Nichts als auch im Vakuum existiert eine vollkommene Leere. Ist es keine persönliche Sache, ob man etwas Vakuum oder Nichts nennt?


    Wie Res bereits gesagt hat entstehen im Vakuum dauernd Virtuelle Teilchen die sich ständig selbst wieder vernichten. Das wurde im Casimir-Effekt nachgewiesen.
    de.wikipedia.org/wiki/Casimir-Effekt
    Virtuelle Teilchen können aber im "Nichts" nicht entstehen da hierfür kein Platz / Raum ist... Das heißt, das entstehen Virtueller Teilchen benötigt eine wichtige Vorraussetzung: Raum, Dimensionen. Und da im "Nichts" keine Dimensionen existieren können dort keine Virtuellen Teilchen entstehen.


    Darum ist die Frage wie das "Nichts" aussieht auch eigentlich überflüssig... Da wir das "Nichts" nicht begreifen können, genauso wie die Unendlichkeit.
    Da wo "Nichts" ist ,da ist auch keine Farbe, kein Licht, keine Raumdimensionen und keine Zeit, da die Zeit auch vom Raum abhängig ist.
    Vielleicht ist das "Nichts" außerhalb unseres Universums? Man weiß es nicht.


    Aber wenn nicht? Was ist dann außerhalb des Universums? Vielleicht das nächste Universum *g*
    Vielleicht leben wir ja innerhalb eines Universums das in einem Multiversum existiert.... und außerhalb des Multiversums ist das "Nichts" :D
    Oder das nächste Multiversum... oder Gott... wer weiß das schon :mrgreen:



    Über das "Nichts" zu spekulieren ist in meinen Augen das gleiche wie über Gott zu spekulieren....



    MfG Tachyon :winks:

    Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
    sondern auch für das, was man nicht tut.


    (Chinesisches Sprichwort)

  • Da siehste, und schon habe ich in diesem Thread wieder etwas neues gelernt!!!!! xD


    Danke für die Infos :)

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Im Nichts existiert die Existenz - interessant ist hierbei auch die 5 Elemente Leere, die auch den Menschen beschreibt (Wesenheit),
    nach Erde, Wasser, Feuer, Luft und "Äther"/"Quintessenz"/"die Leere" - das "Nichts"...


    Die Quantenphysik nähert sich im übrigen derzeit sehr den alten Philosophien, sehr interessant ist dahingehend auch die Leere
    der Hinduisten und Buddhisten mit Hinblick auf die Struktur der Atome, der "Existenz" der materiellen und immateriellen "Dinge".


    Scheinbar ist im Kern der kleinsten Sache ja auch "Leere" (nenne es jetzt einmal bewusst NICHT "Nichts").
    Die Quantentheorie wird hier auch vermutlich irgendwann einmal ein Problem mit der "Sprache" haben, um etwas ausreichend
    verständlich beschreiben zu können.

  • Zitat

    Im Nichts existiert die Existenz - interessant ist hierbei auch die 5 Elemente Leere, die auch den Menschen beschreibt (Wesenheit),
    nach Erde, Wasser, Feuer, Luft und "Äther"/"Quintessenz"/"die Leere" - das "Nichts"...


    Vormoderner Schmarrn. :roll:


    Zitat

    Die Quantenphysik nähert sich im übrigen derzeit sehr den alten Philosophien


    Zumindest nähert sie sich wohl nicht dem, was du darunter verstehst, wenn du von "fünf Elementen" redest (es gibt derer übrigens nicht fünf, sondern 114).


    Zitat

    Die Quantentheorie wird hier auch vermutlich irgendwann einmal ein Problem mit der "Sprache" haben, um etwas ausreichend
    verständlich beschreiben zu können.


    Das Problem der Sprache besteht schon lange, darum benutzt man ja auch mathematischen Formalismus.


    Zur Ausgangsfrage nach dem Nichts: meines Erachtens definiert sich das "Nichts" immer durch seine Negation, also das Nicht-Vorhandensein von etwas. In erster Linie ist es aber ein menschliches Konstrukt und derartige Diskurse haben geringen Erkenntniswert, insofern würde ich von allzu weitschweifigen Schwafeleien absehen... ;) womit ich aber niemanden beleidigen möchte.


    santiago

  • Überlegt euch mal was wäre wenn nach dem Tod nichts wäre. Also nicht einfach es ist dunkel, lautlos, so als würde man in einem leeren Raum sein, weil das wäre auch eine Art von Zustand, sondern ein nichts das wir nicht wahrnehmen können. Man kann sich diesen Zustand nicht vorstellen und das obwohl man ja eigentlich schonmal in diesem Zustand gewesen sein muß, und zwar vor der Geburt. Natürlich kann man sagen das man zu dem Zeitpunkt noch nicht gelebt hat und somit auch nichts hätte mitbekommen können, aber genau das ist ja auch der Fall nachdem man gestorben ist.


    Führt man diese Denkweise auf alles organische zurück, dann hätte genau genommen ein Baum das gleiche "Problem." Wir wissen nicht ob ein Baum evtl. doch eine Art primitives Bewußtsein haben können, immerhin hat er eine Ahnung das er in die Richtung wachsen soll wo Licht ist. Trotzdem würden wir nie auf die Idee kommen uns zu fragen ob ein Baum ein Leben im Jenseits hat, für ist klar, wenn er gefällt ist dann ist er eben weg.


    Genauso könnte eine Lebensform die uns soweit überlegen ist wie wir dem Baum uns nicht zugestehen das wir ein Leben nach dem Tod haben, sie würde darüber lachen. Die interessante Frage dabei ist wieso wir glauben wollen/müssen das es eine Art Leben nach dem Tod gibt.


    Und angenommen unser menschliches Gehirn wäre sowas wie eine komplexe Maschine, so könnte in dieser Maschine einprogrammiert worden sein das sie sich ihrer Existenz bewußt ist und gleichzeitig fest davon überzeugt sie würde nach dem Tod weiterleben.


    Man kann einem Computer der eine bestimmte Aufgabe hat, z.B. alle Grundrechenarten beherrscht, eintrichtern das wenn 13+12 addiert werden 0 dabei herrauskommt, aber nicht 25. Das Ergebeniss wäre offensichtlich falsch, aber die Maschine würde glauben es wäre richtig, denn sie ja würde nur diese Antwort kennen.

  • Also ich kann mir sehr gut ein "Nicht Leben" nach dem Tode vorstellen, wage sogar die Allgemeingültigkeit dessen als unumstößlich zu deklamieren.
    Ich denke, der einfache Grund, dass sich der Mensch ein Leben nach dem Tode wünscht ist folgender: Der Mensch versucht zu kompensieren, dass er einmal nicht mehr sein wird und rettet sich mit der Vorstellung eines weiteren Lebens vor der Verzwiflung im Angesicht des Todes.
    Sind allerdings nur Vermutungen eines Laien.

  • Ich denke das es Aragon nicht so um den physiologischen Aspekt geht, sondern mehr um das "nichts" selbst.
    Meine Vorstellungskraft übersteigt dieses "Nicht sein".


    Ich habe mir darüber schon oft Gedanken gemacht, aber das ist nicht so einfach zu erklären.


    Zitat

    Also ich kann mir sehr gut ein "Nicht Leben" nach dem Tode vorstellen

    Das bezweifle ich.
    Wie willst du dir diesen Zustand vorstellen können, denk mal genau darüber nach und dann erklär mir wie man sich dieses "Nicht Leben" vorstellen soll, nicht vom medizinischen Standpunkt aus gesehen.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Der Zustand des Nicht-Lebens wäre ja die Abwesenheit jeglichen Bewusstseins, und darum gelangt unser Bewusstsein (in Form von Fantasie, Vorstellung) auch nicht dorthin. Wir versuchen sozusagen, die Abwesenheit einer Sache mit den Mitteln ebenjener Sache zu ergründen.


    Zitat

    Führt man diese Denkweise auf alles organische zurück, dann hätte genau genommen ein Baum das gleiche "Problem." Wir wissen nicht ob ein Baum evtl. doch eine Art primitives Bewußtsein haben können, immerhin hat er eine Ahnung das er in die Richtung wachsen soll wo Licht ist. Trotzdem würden wir nie auf die Idee kommen uns zu fragen ob ein Baum ein Leben im Jenseits hat, für ist klar, wenn er gefällt ist dann ist er eben weg.


    Richtig, das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube. Es gibt wahrscheinlich eine graduelle Abstufung des Bewusstseins, zumindest aber eine Evolution und damit Kontinuität der Lebensformen. Der Mensch ist nicht Endpunkt der Evolution und er ist nicht Gipfel der Schöpfung, sein Bewusstsein ist nur besonders scharfsinnig. Wenn wir uns Bewusstsein als eine Art Kraft vorstellen, die in irgendeiner Form weiterexistiert, dann müsste das auch für nicht-menschliche Lebensformen zutreffen.


    Zitat

    Die interessante Frage dabei ist wieso wir glauben wollen/müssen das es eine Art Leben nach dem Tod gibt.


    Es dürfte mit unserer Fähigkeit zu tun haben, vorauszuplanen - eine Fähigkeit, die sich der Mensch im Laufe der Evolution erworben hat und die Tiere nicht haben (das Anlegen von Vorräten für den Winter erfolgt triebgesteuert). Damit blicken wir auf unser eigenes Schicksal und erkennen, dass wir es nicht vollständig in der Hand haben; ebenso erkennen wir, dass wir sterblich sind. Das macht uns einerseits Angst, weil wir es gewöhnt sind, zu agieren, zu handeln, die Dinge in den Griff zu nehmen; andererseits ist die Angst vor dem Tod natürlich auch evolutionär sinnvoll, da unsere Art nur so fortexistieren konnte (man stellte sich vor, der von einem Säbelzahntiger bedrohte Frühmensch zuckt gleichgültig mit den Schultern und lässt sich freudig fressen). Unser unbedingter Wille, alles zu kontrollieren - auch das eigene Schicksal und den Tod - trieb uns zu den Religionen und zu jeder Handlung, die aus dem Leben mehr machen soll, als es ist (eine Art Sublimierung im Freudschen Sinn).


    Zitat

    Und angenommen unser menschliches Gehirn wäre sowas wie eine komplexe Maschine, so könnte in dieser Maschine einprogrammiert worden sein das sie sich ihrer Existenz bewußt ist und gleichzeitig fest davon überzeugt sie würde nach dem Tod weiterleben.


    Das wäre aus den genannten evolutionären Gründen nicht sinnvoll. Ich halte darum auch die Idee von Schröter-Kunhardt für unsinnig, der Nahtoderfahrungen als eine Art "göttliche Todessimulation zur Vorbereitung auf das Jenseits" versteht. Die offensichtliche Sinnlosigkeit der diesseitigen Existenz lässt nicht auf eine gewollte Schöpfungshandlung schließen, insofern wurde in unser Hirn wohl auch nichts "einprogrammiert".


    santiago

  • Also ganz kurz gesagt würde ich meinen, dass ein Nichts unvorstellbar ist, da es nirgends existent ist und nicht greifbar oder auch nur visualisierbar.
    Ausserdem stellt es keine nachvollziehbare Alternative dar.


    EDIT:
    Das heist aber nicht, dass ein "Nicht-Leben" nach dem Tod nicht möglich wäre, nur weil wir es uns nicht vorstellen können.

  • Ich bin auch der Meinung, daß ich mir gut vorstellen kann, nicht zu leben. Ich gehe jeden abend ins Bett und meine "Festplatte" fährt runter, wenn ich einschlafe.
    Bisher bin ich jeden Morgen wieder aufgewacht.
    Wenn ich die eher seltenen Erinnerungen an Träume mal beiseite lasse, ist der Schlaf für mich ein Zustand, in dem ich abgeschaltet bin.
    Somit kann ich mir vorstellen, daß ich irgendwann abgeschaltet bleibe.


    Wenn ich über mein Bewußtsein nachdenke, dann frage ich mich schon, warum bin ich der, der ich bin. Warum bin ich kein Insekt, kein Hund, sondern ein Mensch. Warum bin ich kein hungerndes Kind in Afrika?
    Was für ein "Glück".
    Ist das Zufall? Das kommt mir irgendwie eigenartig vor, als wenn da doch noch was anderes hinter steckt.
    Mir ist aber schon klar, daß ich nicht immer war, was ich bin und dies auch nicht ewig bleiben werde.


    Der Tod ist für mich ein letztes einschlafen, aus dem ich einfach nicht mehr erwache.

  • Ich bin auch der Meinung, daß ich mir gut vorstellen kann, nicht zu leben. Ich gehe jeden abend ins Bett und meine "Festplatte" fährt runter, wenn ich einschlafe.
    Bisher bin ich jeden Morgen wieder aufgewacht.
    Wenn ich die eher seltenen Erinnerungen an Träume mal beiseite lasse, ist der Schlaf für mich ein Zustand, in dem ich abgeschaltet bin.
    Somit kann ich mir vorstellen, daß ich irgendwann abgeschaltet bleibe.


    Der Tod ist für mich ein letztes einschlafen, aus dem ich einfach nicht mehr erwache.


    Grundsätzlich eine gute Erklärung. Nur wacht man ja auch wieder auf und weiß somit letztendlich das Schlafen nicht das Gleiche wäre wie der Tod.


    Das Problem ist das Aufwachen, einzuschlafen und gar nicht mehr aufzuwachen und während der Zeit gar nichts mitzubekommen. Weder jetzt noch 1 Mio oder x Milliarden Jahre ist wieder ein Gedanke denn man sich nur schwer vorstellen kann.



    Wenn ich über mein Bewußtsein nachdenke, dann frage ich mich schon, warum bin ich der, der ich bin. Warum bin ich kein Insekt, kein Hund, sondern ein Mensch. Warum bin ich kein hungerndes Kind in Afrika?
    Was für ein "Glück".


    Auch eine interessante Frage.


    Was wäre z.B. wenn die eigene Mutter von jemand anderem schwanger geworden wäre. Wäre ich dann immer noch das Kind meiner Mutter oder eher das des Vaters? Da ich aber dann jemand anders wäre, also auch anders aussehen würde, wäre ich dann überhaupt noch ich? Und wenn nicht, wer wäre ich dann?


    Was wieder zu dem Punkt führen könnte das der Mensch einfach so "programmiert" ist das er glaubt er hat ein Ich Bewußtsein. Aber in Wirklichkeit ist das nur eine Einbildung, es läuft einfach ein komplexes biologisches Programm ab.


    Rein theoretisch könnte man einen künstlichen Menschen erschaffen der sich zu 99% wie ein Mensch verhält, einfach indem man ihm alle Verhaltensweisen eines Menschen einprogrammiert. Um zu testen wie intelligent Maschinen sind gibts z.B. den Turing Test. Man geht davon aus das Maschinen 2029 intelligent genug sein könnten ihn zu bestehen.


    Und dann wäre die schwierige Frage zu entscheiden wann die Maschine ein Bewußtsein hat und wann nicht.



    Ist das Zufall? Das kommt mir irgendwie eigenartig vor, als wenn da doch noch was anderes hinter steckt.
    Mir ist aber schon klar, daß ich nicht immer war, was ich bin und dies auch nicht ewig bleiben werde.


    Das Leben als Insekt muß aus Sicht eines Insekts nicht schlecht sein, nur weil wir das so sehen. Vielleicht fände ein Insekt es schrecklich ein Mensch sein zu müssen mit all den Einschränkungen.


    Immerhin bewundern wir Superhelden wie Superman, die fliegen können und insgeheim wünschen sich vermutlich so manche über Fähigkeiten wie Superman verfügen zu können. Nun, eine Stubenfliege kann fliegen, eine Ameise kann das 10 fache ihres Gewichts tragen.


    Klar, wir sind größer und in der Lage eine Fliege mit einem Handschlag zu töten, wodurch wir uns ihr überlegen fühlen. Aber das kann ja nicht das Kriterium sein. Es gibt ja mehr als genug Tierarten die uns Menschen töten könnten. Gegen einen Löwen hat ein Mensch auch nicht unbedingt die besten Karten. Wir können sie natürlich in Käfige sperren und dadurch unter unsere Kontrolle bringen. Aber würden wir uns wünschen ein Raubtier zu sein?


    Wir würden auf jeden Fall nichts sein wollen was nicht mit unserer Art vergleichbar wäre. Das ist auch Teil der biologischen "Programmierung". Angenommen es gäbe super intelligente Insektenwesen in unserer Größe. Sie wären nicht nur stärker und schneller als wir, sondern auch weit intelligenter.


    Aber würden wir mit ihnen tauschen wollen. Nein, sicher nicht, wahrscheinlich würden wir sie, alleine wegen ihrem insektenhaften Aussehen sofort als Feinde ansehen. Umgekehrt wären wir für die Insektenwesen genauso furchterregend.

  • Hmmm ich habe mir darüber auch schon oft Gedanken gemacht allerdings kann man bei sowas nie sagen was wirklich sein wird. Aber ich bin mal zu dem Punkt gekommen, dass ALLES auf der Welt sich immer wieder, wiederholt. Manchmal denke ich dass die rutationen der Planeten und somit auch der Erde sich auf das Leben der Menschen ausgewirkt hat, deswegen denken wir auch immer (bzw. ich) , dass auf der Erde fast nichts ein Ende hat und somit kann ich mir nicht vorstellen das danach nichts mehr ist.

  • Also ich versuche mir das so vorzustellen...und vielleicht versucht Ihr Euch das auch mal so vorzustellen:
    Versucht mal Euch an die Zeit vor Eurer Geburt zu erinnern. Geht nicht! Oder?
    Warum nicht? Weil wir da noch nicht existierten, weil wir daran keine Erinnerung haben! Aber daraus besteht das Leben, aus Erinnerungen, aus Denken und Fühlen.
    Demnach ist nach unserem Tod also auch quasi ein "Nichts", so stelle ich mir den Tod vor, als Leere, als Dunkel, als Nichts!
    Das erinnert mich an eine andere Diskussion, nämlich was und wie ist das "NIchts"?...Einfach NICHTS, denn Nichts hat weder Kontur, noch Farbe, noch sonstige Eigenschaften.
    Ich schreibe die Frage wieder einmal unserer grenzenlosen menschlichen Überheblichkeit zu, dies unbedingt doch irgenwann zu begreifen und erklären zu können. Und daß es ja unmöglich sein kann, daß unsere ach so wichtige Existenz auf Erden endlich ist! Und mit dem Tod endet.. WIR und unsere Erinnerungen MÜSSEN ja ewig weiter leben... So'n Quatsch! Tot ist tot, da fühlt man NICHTS, da ist NICHTS! Auch wenn wir das mit unserem menschlichen Denkvermögen partout nicht vereinbaren können/wollen.

    Ich bin auch der Meinung, daß ich mir gut vorstellen kann, nicht zu leben. Ich gehe jeden abend ins Bett und meine "Festplatte" fährt runter, wenn ich einschlafe.


    Bisher bin ich jeden Morgen wieder aufgewacht.

    So (also als eine nie wieder erwachende Festplatte) stelle ich mir auch das "Nicht-Leben" bzw den Tod vor :shock: