Das Nichts

  • Ich muss zugeben, ich kann mir ebenfalls kein Leben nach dem Tod oder das vor der Geburt vorstellen.
    Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen, das es Himmel und Hölle gibt. Für mich ist der Tod einfach ein Bestandteil des Lebens, das endet und wenn man stirbt dann glaube ich auch nicht, das man "wiedergeboren" wird.
    Der Tod ist für mich einfach... ich sag mal... etwas das zum Leben dazugehört denn irgendwann hat alles ein Ende, so das Leben.Obwohl viele meinen, sie können sich erinnern, das sie vor dem jetzigen leben wer anders waren, da glaube ich mehr das sie in diesem "Leben", indem sie vorher waren, nur etwas suchen(keine ahnung, was) oder das sie einfach nur sich an dieses "Erlebnis" festgekrallt haben und es dann als vorheriges Leben darstellen, genauso wie viele sich an bestimmte Ereignisse festkrallen und an diesen Ereignissen Ihren Halt aufsuchen.


    Wenn ich mir aber den Tod so vorstelle, denk ich mal, es ist wie im Schlafzustand, man schließt die Augen und man sieht nurnoch schwarzes.Und das für immer.Man hat kein Gespür,kein Zeitgefühl,keine Gefühle, garnichts.


    Cya

  • Was ist, wenn das ein Kreislauf ist ????


    NICHTS- GEBURT-TOD-NICHTS-GEBuRT- TOD- NICHTS....


    etl auch mit reibungslosem Übergang...... Nun ja ist vllt mal ein anderer GEdankenanstoß- Denn wir könn uns hier ,,tod"- philosophieren, herausfinden werden wir es aber alle noch ^^
    Bevor wir geboren wurden erinnern wir uns ja auch nicht,..... und dennoch entstanden wir aus diesem NIchts vor unserer Geburt....

    Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.


    Mahatma Gandhi (02.10.1869 - 30.01.1948)
    indischer Freiheitskämpfer

  • Bevor wir geboren wurden erinnern wir uns ja auch nicht,..... und dennoch entstanden wir aus diesem NIchts vor unserer Geburt....

    Genau so sehe ich das auch. Auch wenn das Alles unsere menschliche Vorstellungskraft wohl übersteigt. Genau wie die Vorsellung, die den Zustand nach dem Tode betrifft, da stößt man ganz schnell an seine "Denk-Grenzen". Wenn man mal versucht sich gedanklich auf die Zeit vor der eigenen Geburt zu konzentrieren, dann sieht man irgendwie "Nichts"... Wie auch? ;)

  • Ich sagte ja schon: wir können uns das deswegen nicht vorstellen, weil ein Zustand des Nicht-Bewusstseins anhand des Bewusstseins nicht erreicht werden kann. Das ist, als wenn ein Blinder versucht, mit den Augen zu erkennen, wie sich Sehen anfühlt.


    Zitat

    und dennoch entstanden wir aus diesem NIchts vor unserer Geburt....


    Ganz aus dem Nichts sind wir ja nicht entstanden. Die notwendigen chemischen Verbindungen waren schon vor uns da und werden auch noch nach uns da sein; nur mit dem Gefühl der personellen Kohärenz dürfte es dann vorbei sein.
    "Materie fließt von einem Ort zum anderen und kommt für einen Moment zusammen, um Du zu sein. Manche finden diesen Gedanken beunruhigend, ich finde die Wirklichkeit fesselnd." - Richard Dawkins

  • Hmmm ich habe mir darüber auch schon oft Gedanken gemacht allerdings kann man bei sowas nie sagen was wirklich sein wird. Aber ich bin mal zu dem Punkt gekommen, dass ALLES auf der Welt sich immer wieder, wiederholt. Manchmal denke ich dass die rutationen der Planeten und somit auch der Erde sich auf das Leben der Menschen ausgewirkt hat, deswegen denken wir auch immer (bzw. ich) , dass auf der Erde fast nichts ein Ende hat und somit kann ich mir nicht vorstellen das danach nichts mehr ist.


    Ich denke, dass ALLES mal ein Ende hat, auch das Leben auf unseren Planeten. Die Erde mit allem Leben wird nicht bis in alle Ewigkeit existieren. Das kann/wird zwar noch Jahrtausende dauern... Wenn die Sonne erlischt (und das wird sie mal eines Tages), dann ist alles dahin.


    Mir vorzustellen, was nach dem Sterben ist... Hhmm... villt. wie in einer Narkose??


    Mir vorzustellen, dass ich wie alles Lebewesen mal sterben muss - ich gebe zu - jagt mir ne Heidenangst ein!
    :shock:

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • ich kann mir für mich persönlich sehr gut vorstellen wie es nach dem tot ist, wie einige schon bildhaft beschrieben stell ich es mir wie einen traumlosen schlaf vor, narkose, komplette löschung des bewustseins, des ichs. medizinisch oder sonstwie begründen kann ich das nicht.


    angst vor dem tod hab ich nicht, früher schon, aber irgendan ist mir in den sinn gekommen das es gar nicht der tod an sich ist der mich beunruhigt sonder eher die frage wie lange ich noch zeit hab bis dahin und ob ich es in der begrenzten zeit schaffe all das unter zu bringen was ein "gutes" leben für mich ausmacht.


    uff seh grad das der thread uralt ist, sorry, hab einfach mal drunter gepostet^^

  • ich seh das so: "Nichts" gibt es nicht. Vielmeher steht das Wort Nichts für das was wir nicht Wissen, uns nicht erinnern oder und nicht erklären können. Auch das Wort "Tod". Gibt es überhaupt den Tod? oder ist es vielmehr nur eine "Wandlung" in was auch immer. Rein biologisch betrachtet, entsteht ja nichts aus dem Nichts und nichts verschwindet im Nichts. Alles wandelt sich nur ständig in etwas um. Oder wurde jemals wissenschaftlich nachgewiesen das etwas im "Nichts" verschwindet?


    Gruss

  • Zunächst einmal ist "Nichts" nicht dasjenige, was wir (noch) nicht wissen, sondern die Negation von "Etwas" (sozusagen eine via negativa). Verschwinden kann durchaus etwas, das als Produkt des Zusammenspiels mehrerer Komponenten entsteht - frag mal einen Blinden, wo sein Sehvermögen geblieben ist. Es ist weg, weil die einzelnen Teile nicht mehr zusammenarbeiten. Die physikalisch-chemischen Grundlagen an sich verschwinden nicht, weil die einzelnen Atome immer wieder neu gemischt werden - das ist etwa so, als baut man eine Sandburg, die dann vom Wind verweht wird. Wo ist die Sandburg dann hin?
    Wie aus diesen physikalisch-chemischen Grundlagen das bewusste Erleben entsteht, ist noch eine offene Frage, für deren Klärung es verschiedene Ansätze gibt ("Qualia-Problem"). Aus dem bisherigen Nichtwissen lässt sich aber natürlich kein Weltbild ableiten (argumentum ad ignorantiam). Einen kurzen, wenn auch etwas veralteten und nicht vollständigen Überblick, liefert Wikipedia.


    santiago

  • Zitat von ad_santiago

    Die physikalisch-chemischen Grundlagen an sich verschwinden nicht


    Zitat von Helix8

    Rein biologisch betrachtet, entsteht ja nichts aus dem Nichts und nichts verschwindet im Nichts


    sagte ich doch :-)


    Ich redete nicht von Eigenschaften oder wie Du zu sagen pflegst:

    Zitat

    Produkt des Zusammenspiels mehrerer Komponenten


    Gruss

  • Verschwinden vielleicht nicht, aber entwerten. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik sagt ja, dass die Entropie in einem geschlossenen Raum zunimmt. Lebewesen können ja nur leben, weil sie der Umgebung höherwertige Energie abnehmen, also z.B. bei der Photosynthese Sonnenlicht. Damit werden dann chemische Verbindungen aufgebaut. Beim Menschen nimmt er höherwertige chemische Energie in Form von Nahrung auf und gibt selbst minderwertigere Energie ab z.B. die Körperwärme. Der Mensch muss immer weiter Essen und Trinken bzw. seine Fett und Zuckerreserven anzapfen damit er weiter lebt. Wenn er stirbt, dann hört dieser Prozess auf und er zerfällt. Bakterien und Insekten verarbeiten seine noch hochwertige chemische Energie um selbst zu überleben und verstoffwechseln diese in wieder minderwertige Energie (z.B. in Kohlendioxid, dass einen niedrigeren Energiegehalt haben als Sauerstoff und Kohlenstoff getrennt bzw. in Kohlenwasserstoffverbindungen).
    Kurz und knapp sagt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik eben aus, dass nichts für die Ewigkeit ist. Wie das aber beim Bewusstsein ist weiß ich natürlich nicht, aber ich nehme halt an, dass es genauso ist wie im Rest des Universums.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Eigentlich glaube ich ja, dass das Bewusstsein verschwindet, wie das Gehirn auch (ich glaube ja, dass das Bewusstsein eine Funktion des Gehirns ist). Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik wird schon dafür sorgen, da alles einmal stirbt.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Das Bewusstsein also als externes Wesen das sich nur eines Körpers bemächtigt hat?


    Aber was passiert wenn dieser Körper stirbt? Stirbt dann das bewusstsein mit ihm weil es sich an ihn Gebunden hat oder löst es sich und sucht sich einen neuen Körper. Eine Art Reeinkernation sozusagen?



    Ich persönlcih glaube ja an die Buddhistische Weltanschaung in der man Wiedergeboren wird, ähnlich dieser These in der das Bewusstsein den Körper nur nutzt und ihn auch ablegen kann bzw. eben einen neuen Körper nutzen kann. Wenn das Bewusstsein allerdings den Körper nur als Werkzeug nutzt warum verlässt es ihn dann nicht zwischendurch eifnach mal und nimmt sich einen anderen Körper? Auch offen ist hier die Frage des Nutzens, nach dem Sinn hinter dieser ganzen Geschichte...


    Ich denke wir finden das alle einmal heraus, spätestens dann wenn wir sterben.


    JE

  • Zitat

    Aber was passiert wenn dieser Körper stirbt? Stirbt dann das bewusstsein
    mit ihm weil es sich an ihn Gebunden hat oder löst es sich und sucht
    sich einen neuen Körper. Eine Art Reeinkernation sozusagen?


    Also ich denke das Bewusstsein setzt sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen.
    Unter anderem aus Dingen wie Moral, Gewissen, Gefühlen und Erfahrungen.
    Falls es nun also wirklich eine Reinkarnation geben sollte, so bezweifle ich, dass das Bewusstsein übernommen wird, da es sich ja erstmal aus neuen Erfahrungen, der Umgebung, Gefühltem etc. zusammensetzen muss.
    Ein kleiner Teil bleibt vielleicht gespeichert, aber das meiste wird verloren gehen.
    Also ungefähr so könnte ich mir das jedenfalls bei der Reinkarnation vorstellen.
    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Da verwechselst du Bewusstsein mit Persönlichkeit. Bewusstsein ist zunächst einmal nur das bewusste Erleben physischer Vorgänge - das kann man sich durch den Vergleich mit einem Auto vorstellen: wenn das Auto einen geplatzten Reifen hat, dann liegt ein physischer Effekt vor, den das Auto aber nicht bewusst erlebt. Wenn ich dir hingegen auf die Finger haue, finden auch physische Prozesse statt, sie werden jedoch von dir bewusst wahrgenommen. Bewusstsein ist natürlich Grundvoraussetzung für das Entstehen einer Persönlichkeit, kann damit aber nicht gleichgesetzt werden. Grundsätzlich wäre so etwas wie ein Bewusstsein, das außerhalb des Gehirns existiert, schon denkbar. Diese Idee wird nur deswegen abgelehnt, weil bisherige Forschungsergebnisse eher die materialistische Theorie stützen, das könnte sich aber ändern, wenn z.B. die Parapsychologie wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse produzieren könnte.


    santiago

  • Meine Überlegungen zur Threadfrage hierzu sind Folgende:


    Vorstellungen bedürfen des Erinnerungsvermögens. Eine Vorstellung entsteht, wenn du vorhandene Erinnerungen aus deinem Bewußtsein benutzt, diese veränderst, und das Ergebnis dann "Vorstellung" nennst.


    Du hast aber keine Erinnerung an die Erfahrung eines Nicht-Lebens. Warum nicht?


    Es ist deswegen nicht möglich eine Erfahrung des Nicht-Lebens zu machen, weil es einer Instanz in dir bedarf, die bezeugt, dass du nicht lebst. Und genau das ist nicht möglich. Daher gibt keine Erfahrung von Nicht-Leben im Sinne von Nicht-Existenz und du kannst dir darüber auch nichts vorstellen.


    Man kann sich grundsätzlich nur ein ETWAS vorstellen kann, und kein NICHT-Etwas.


    Hast du schonmal versucht, dir einen Nicht-Apfel vorzustellen?


    Es wird dir nicht gelingen. :)


    Dein Threadtitel beinhaltet bereits die Antwort: Es ist NICHT möglich, sich kein Nicht-Leben vorzustellen.

  • Hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, kann also sein, dass ich jemanden wiederhole. Aber es geht ja u. A. ohnehin um die eigenen Ansichten :D
    Jedenfalls - zu der Frage, warum wir uns ein Leben nach dem Tod vorstellen;


    Vielleicht ist das ja eine Art "Trost" für uns, vor allem für die, die Angst vor dem Tod haben. Die "Gewissheit" (gewiss ist das natürlich nicht), dass der Tod nicht das Ende ist, beruhigt ja dann doch irgendwie. Ich selbst glaube übrigens auch daran; nicht, weil ich Angst vor dem Ende oder so habe, sondern weil ich ohnehin an Wiedergeburt und all sowas glaube.


    Was das Nicht-Leben betrifft, dazu wurde glaube ich schon genug gesagt, und ich kann dem nur zustimmen.
    Ich kann mir zwar Dunkelheit und absolute Stille vorstellen, aber dazu kommt ja noch - nichts fühlen, nichts riechen, nichts schmecken, nichts denken ..


    Wobei .. wie war das eigentlich bei "The Door to December" von Dean Koontz? Hat das wer gelesen? Die Beschreibung zu diesem Nichts erinnert mich nämlich gerade daran.
    Da ging es u. A. um den Aufenthalt in einer Deprivationskammer .. find dazu jetzt aber nichts. D: Jedenfalls war da auch irgendwie was mit nichts fühlen etc ..

  • Zitat

    nach dem Tod gibt es weder ein Leben noch ein Nicht-Leben,da sind wir zu Staub zerfallen samt seele


    Oh Mr X, welch inhaltloses Gesülze Deinen Fingern entweicht....


    damit die Seele zu Staub zerfällt müsste man erst wissen und Nachweisen das es eine gibt, dann sollte sie aus Materie bestehen, und wenn die Seele n Fleischklumpen wäre dann könnte man davon reden dass sie zu etwas zerfällt.
    Jeder hat ja das Recht auf freie Meinngsäusserung, jedoch sollte man manchmal s Hirn einschalten bevor man die Finger auf die Weltbevölkerung lässt.


    LG