Arier: Hitlers "Herrenrasse"

  • Aber das muss man mir jetzt schon erklären. Nehmen wir zum Beispiel das Säugetier Hund. Stammt eindeutig vom Wolf ab. Wurde vom Menschen domestiziert usw usf....


    Wenn sich heute ein Dackelbesitzer und ein Besitzer eines Schäferhundes treffen, dann sind die Beiden sich ja eigentlich einig zwei verschiedene Rassen der selben Gattung Säugetier äußerln zu führen. ;)


    Und die unterscheiden sich in Aussehen und Farbe.


    Und Verhalten.


    Oder, sehe ich das falsch? ;)

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
    "Nur einen Idioten der zuviele Romane gelesen hat."
    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.

  • dracopainter hat geschrieben:


    " elperdido - natürlich möglich - aber es waren eben die Spanier, Portugiesen, Franzosen und Engländer, etc. und denen wird dass nicht andauernd vorgeworfen wie den Deutschen ihre geschichtlichen Fehler"


    Irrtum. Das wirft sich die deutsche Öffentlichkeit selber immer wieder vor. ;) Ich als Österreicher kann nur immer wieder völlig baff aus den deutschen Medien entnehmen mit welcher Leidenschaft in eurem Land die eigene Schlechtigkeit zelebriert wird. ;)


    Daraus resultieren dann Dinge die für mich als Wiener in einem Arbeiterbezirk völlig unvorstellbar sind.


    Da ritzt sich im Osten Deutschlands ein kleines Mädchen ein Hakenkreuz ein, behauptet es wären 3 hochgewachsene Glatzen gewesen, jeder Normaldenkende erkennt sofort das Fake, doch es bilgern Legionen von Betroffenen hin und beschwören fast feierlich die eigene Schlechtigkeit.


    Kurz darauf passiert ein echtes Hatecime in der Münchener U-Bahn, ein Pensionist wird halbtot geprügelt, rassistisch beschimpft (von den Tätern mit Migrationshintergrund) und keine Sau traut sich was zu sagen.


    Da würde es in Wien nur so rauschen in den Blätterwäldern (der Zeitungen), abgesehen davon das unser Innenminister die beim "Krawatt`l" packen und raushauen würde.


    Oder das in D still geduldet wird das es halt des Nachts Stadtgegenden gibt wo man halt einfach nicht sein sollte. Punkt. (Kölner Ringe, etc...).


    Das Alles kommt nicht von Aussen. Im Gegenteil, die USA wünschten sich - im Hinblick auf Afghanistan oder den Irak - wieder (offensichtlich) ein starkes, selbstbewußtes Deutschland als Unterstützung und reden gar nicht um den heißen Brei herum. (Wobei, die Suppen sollen sie sich wohl selber auslöffeln ;) )


    LG
    donnie

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
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    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.

  • @donnie


    natürlich wird den Deutschen ihre Vergangenheit vorgehalten - du hast Recht, teils natürlich durch die eigenen Medien...
    aber ich erinner mich noch gut an ein paar Amerikanische Austauschschüler - deren einzige Meinung war dass alle Deutschen Nazis seien, sie begrüßten uns am Flughafen sogar mit "Sieg Heil"...dass unsere Klasse zu über 50% aus Ausländern bestand, war für sie fast ein Schock...
    selbige Reaktionen bei unserer Abschlussfahrt damals in England und ich muss sowas auch des öfteren in Frankreich erleben - meist kommt dies natürlich von Jugendlichen, da ihnen in der Schule die Deutsche Geschichte nur aus der Weltkriegszeit gezeigt wird, vom heutigen Deutschland haben viele keine Ahnung...
    Ansicht ist, was uns die Medien zeigen...ist bei uns wenn man sich zum Beispiel auf die USA bezieht, nicht anders...


    Übrigens weißt du eigentlich was nach dem Münchner-U-Bahnvorfall in Deutschland los war?Anscheinend nicht...
    Sonst würdest du eure "Blätterwälder" nicht so groß herausheben, anscheinend hast du keine deutsche Zeitung gelesen:::
    ich weiß auch nicht wie du auf die Stadtgebiete kommst, ich hab damit kein Problem...


    also, du hochgelobter Österreicher - willst mir jetzt etwa sagen ihr hättet in Österreich keine Probleme???

  • Zitat

    aber ich erinner mich noch gut an ein paar Amerikanische Austauschschüler - deren einzige Meinung war dass alle Deutschen Nazis seien, sie begrüßten uns am Flughafen sogar mit "Sieg Heil"...dass unsere Klasse zu über 50% aus Ausländern bestand, war für sie fast ein Schock...


    Gut, da kann es leicht sein das Einige von denen wirklich noch glaubten Hitler wäre an der Macht, oder zumindest noch die Nazis. Meine Mutter war ewig lang in Wien Taxifahrerin. Nie wird sie die amerikanischen Touristen vergessen welche sie fragten wann denn der Kaiser mit seiner Kutsche über den Ring fährt....(Österreich ist seit 1918 Republik.....)


    Oder als Pfadfinder. Da haben wir uns bei großen Treffen einen Spaß daraus gemacht die amerikanischen Teilnehmer in einem Atlas ihren Bundesstaat finden zu lassen......(aufgeschlagen war die Afrika karte.....die haben echt ur lange gesucht.... :D )


    Zitat

    Übrigens weißt du eigentlich was nach dem Münchner-U-Bahnvorfall in Deutschland los war?Anscheinend nicht...


    Ja. Ich weis das der zuständige CSU - Innenminister ordentlich unter Beschuß geriet, als er die harte Bestrafung und anschließende sofortige Ausweisung der Täter einforderte.


    Zitat

    also, du hochgelobter Österreicher - willst mir jetzt etwa sagen ihr hättet in Österreich keine Probleme???
    ??


    Klar haben wir Probleme. Und nicht wenige von denen gehen in die selbe Richtung. Aber - kann immer nur subjektiv über meine Eindrücke schreiben - das wird anders in der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert.


    Und natürlich gibt es auch politische Parteien welche - beispielsweise die Einwanderung betreffend - jede Kritik, sei sie auch noch so angebracht, mit geschichtlich angesiedelten Schuld und Sühne Vorwürfen pagatellisieren möchten.


    Nur, kommen diese damit nicht beim Wähler an. Im Gegenteil, der Trend geht in die andere Richtung.


    Wollte dir aber nicht zu Nahe treten. War nur ein Gedanke von mir warum in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland fast so etwas wie eine Angststarre zu bemerken ist wenn es um bestimmte Themen geht - von einem Außenstehenden geschildert. Mehr war es nicht.


    Außerdem dürften wir ordentlich Off - Topic sein. ;)


    LG
    donnie

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
    "Nur einen Idioten der zuviele Romane gelesen hat."
    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.

  • ...na zum Thema gewalttätige Migranten (bezeichnenderweise überwiegend nur Jugendliche aus kulturen mit gewalttätig , rassistisch sexistischen patriachalischen Traditionen -die so ihr veranlagtes Aggressives Verhalten einigermassen im sozialen Kontext ihrer gruppe auslebt ) und rechtsradikale ...wenn man sieht wie die mit Samthandschuhen angefasst werden und eigentlich nur medial aufbereitet werden ,während sie strafrechtlich fast gar nichts zu befürchten haben (die meisten gewaltttäter bekommen nicht mal bewährungsstrafen ), so dünkt mir, dass man diese instrumentalisiert und auch benötigt ...wer ständig auf dei NPD sieht, übersieht die schlimemren Faschisten in den etablierten Parteien , und wenn man imem rgenug Gewalt hat, lässt sich auch jede Verschärfung der inneren Sicherheit dem Volk unterjubeln und Überwachungssysteme , von Firmen , deren Interessenvertreter als unsere Politiker fungieren ! ...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hi bin neu hier,


    lese anhand einiger Beiträge heraus, dass Hitler keinesfalls in das Bild von den nationalsozialistischen Arier hinein passt. Da stimme ich eigentlich zu, denn er und alle anderen Führungspersonen haben eigentlich gegen ihre eigene Idiologie verstoßen. Aber immerhin, Hitler hatte blaue Augen und keine Braunen wie oft angenommen. Und genauso wie der Mythos erhalten bleibt, dass Hitler Vegetarier gewesen sei bleibt auch der erhalten, er hätte jüdische Vorfahren. Leider wurden bis jetzt dafür keine Beweise gefunden. Über Hitlers Herkunft ist fast so wenig Wissen vorhanden wie von antiken Berühmtheiten. Sein Vater war ein unehelicher Sohn, seine Mutter die Cousine dessen. Für die Heirat mussten sie das Einverständnis der katholischen Kirche gewinnen. Dann ist wiederum unklar warum im dritten Reich nicht Heil Hiedler, Heil Hüttler oder Heil Schikelgruber anstatt Heil Hitler gerufen wurde.


    Wenn man sich mit diesen Thema wirklich befassen möchte, so stößt man auf viele verzweigte Wege die in einer Sackgasse enden könnten. Hitler war bemüht seine Vergangenheit zu löschen. Glaubt nicht das was in Mein Kampf steht, ich habe es selbst einmal angefangen und musste darüber leider nur herzhaft lachen bis ich irgendwann nicht mehr weiter konnte.


    Achja, für alle die Mein Kampf ernstnehmen, sucht doch mal bitte nach Serdar Somuncu als er aus Mein Kampf vorliest, da wird es schön öffensichtlich, was für Müll darin geschrieben wurde.


    Aber wenn man sich alle Personen die im Dritten Reich bedeutende Personen waren, so wird klar, es waren für die Politik unüblich "Kinder" vom Alter her. Hitler war der Älteste und hat sich mehr oder weniger von den Ideen seiner politischen Kollegen beeinflußen lassen. Man nimmt oft an, er habe sich den Arier ausgedacht, aber vielmehr kommen da andere Personen die ihn beeinflußt haben ins Spiel. Himmler war einer jener Personen, doch ich schneke ihm wenig Anerkennung, da er auch daran glaubte, dass man Uboote auspendeln kann. Nunja, all diese Leute die Hitler überzeugten, hatten wenig Ahnung von Biologie, denn fakt ist, dass die dunklen Pikmente sich durchsetzen werden, man weiß schon heute, dass bläuäugige/blonde Menschen zur Minderheit gehören und irgendwann gänzlich verschwunden sind. Selbst wenn 2 vermeintliche Arier sich paaren, so kommt es laut Vererbungslehre öfter vor, dass sich ein äßerlicher Nichtarier als Nachkomme entpuppt, denn man vergisst wie stark die letzte Generation auf diese Nachkommen einfluß hat.

  • Hallo Iluvatar :winks:


    Nur eine kleine Randbemerkung:


    Zitat

    hatten wenig Ahnung von Biologie, denn fakt ist, dass die dunklen Pikmente sich durchsetzen werden, man weiß schon heute, dass bläuäugige/blonde Menschen zur Minderheit gehören und irgendwann gänzlich verschwunden sind. Selbst wenn 2 vermeintliche Arier sich paaren, so kommt es laut Vererbungslehre öfter vor, dass sich ein äßerlicher Nichtarier als Nachkomme entpuppt, denn man vergisst wie stark die letzte Generation auf diese Nachkommen einfluß hat.


    Zitat von "Wiki"

    Irrtümliche Extrapolationen des Rückgangs, denen zu Folge Menschen mit blondem Haar zu einem bestimmten Zeitpunkt spätestens ausgestorben sein müssten, werden seit 1865 immer wieder in den Nachrichten verbreitet; ein letzter Höhepunkt wurde im Jahr 2002 erreicht[7]. Aus dem Prinzip der rezessiven Vererbung[8] ist jedoch leicht ersichtlich, dass eine Durchmischung zwar dazu führt, dass das Blond-Gen seltener phänotypisch ausgeprägt wird, jedoch genotypisch erhalten bleibt. Ohne zusätzlichen Evolutionsdruck ist ein Aussterben somit unmöglich[9].

    Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Blond


    Der Blödsinn mit dem "Verschwinden" der Blonden gab es auch schon in der Kronen-Zeitung, ist aber nichts wahres dran.
    Und du verpackst das ganze in "Tatsachen" die gar keine sind.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Silencer hat die Stellung des Arischen innerhalb der indoeuropäischen Sprachen vollständig dargestellt.
    Der Begriff "Rasse" ist natürlich biologischer Nonsens, aber in der Anthropologie immer noch vorhanden. Alle politische Korrektheit hat noch keinen Ersatzbegriff bieten können.
    Also wird man immer wieder von den 5 Großrassen der Europiden, Negriden, Mongoliden, Australiden, Indianiden und unzähligen Übergängen lesen.
    Das hat auch nichts mit Faschismus oder Rassismus zu tun., solange daraus keine negativen Bewertungenvon Völkerschaften und Kulturen folgen.
    Der Begriff Arier ist erst im 19.Jh mit dem nördlichen Zweig der Europiden* gleichgesetzt worden, als Rassisten die Überlegenheit der Weißen über andere Völker begründen wollten.
    Hitler hat dann abgekupfert.
    Es gibt also weder eine nordische/arische noch , um mit diesem Begriff aufzuräumen, eine jüdische Rasse.


    * der blonde und blauäugige Bevolkerungsanteil, vorwiegend Britische Inseln, Skandinavien, n-Deutschland, N-Polen, Baltukum, NW-Rußland, also keinem bestimmten Volk zuzuordnen


    Literaturempfehlung: Völker Rassen Kulturen von N.N.Tscheboksarow und I.A.Tscheboksarowa, Urania Verlag Leipzig Jena Berlin (1979)

  • Zitat

    Nein, eigentlich nicht. Um etwas als andere Rasse bezeichnen zu könnte, sollte der genetische Abstand so groß sein, das man entweder gemeinsam keine Kinder zeugen kann oder zumindest keine Zeugungsfähigen Nachfahren in die Welt gesetzt. Elperdidos Ausführungen waren soweit korrekt. Wer sich darüber streiten will, sollte Fakten auf den Tisch legen, die das Gegenteil nahelegen...


    ciao


    JM


    ehm..wieso gibt es dann verschiedene Hunderassen und mischlinge? die alle zeugungsfähig sind? und auch mitunter miteinander nachwuchs kriegen können?



    Ob man jetzt von Rasse spricht; oder verschiedene Merkmale..


    so ist es doch klar,dass es schwarze,gelbe,weiße,grüne,rote menschen gibt...ebenso gibt es aber auch Kleinwüchsige stämme(in afrika), oder großen Nasen/kleine Nasen...


    ich glaube,eigentlich ist das ganze thema eine wortklauberei...genetisch bedingte unterschiede zwischen Völkern/Rassen/Stämmen.....

  • also ich kenn das so, dass Arisch nicht mal nur Blonde haare blaue Augen gemeint ist. Sondern immer verschiedene..ja Arten von Menschen sag ich mal. Also Menschen die sich teilweise ähnlich sehen egal bei wem. Und ich denke Hitler hat blonde Haare und blaue Augen zu "seiner" Arischenrasse gemacht :?


    Wobei ich dem auch kritisch gegenüberstehe. Er hatte doch auch braune Haare und braune Augen (soweit ich weiß) allerdings hör ich von manchen Ecken dass der Dunkelblond gewesen sein soll und hätte auch blaue Augen. O.O

  • Du musst halt lesen. Mit den Ariern war die Indogermanische Rasse gemeint, die hauptsächlich in Skandinavien, Britannien und um Deutschland herum beheimatet ist. Natürlich auch nur, wenn sie "unverdorbenes" Blut hatten. Die Haar- und Augenfarbe ist da egal; eigentlich hat man mehr auf Stammbäume und Abstammungslinien geachtet - obwohl das Blonde und Blauäugige damals natürlich sowas wie ein Schönheitsideal war.
    Wie Hitler ausgesehen hat stellt eigentlich keinen Diskussionspunkt dar, da es aus der Zeit auch noch einige Farbaufnahmen von ihm gibt.

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  • Ich finde das Thema Arier selber sehr interesannt und möchte nun auchmal meinen Senf dazugeben^^


    Ich schätze mehr das Hitler damit seine eigene Rasse hervorheben wollte, wobei ich bisjetzt auch nur die Bezeichnung von Arier als blonden und blauäugigen Menschen erfasst habe.
    Zudem Hitler schon einige Merkwürdigkeiten an den Tag legte, das er Ausländerfeindlich war aber selber aus Österreich kam.(Für ihn waren Deutsche und Österreicher sozusagen das selbe Volk, oder?)


    Bisjetzt konnte Ich allerdings nicht herausfinden, was Hitler mit der Arier-Sache erreichen wollte bzw. was es ihn für einen Zweck gegeben hat, den "perfekten Deutschen" als Arier zu benennen.


    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;)


    Cya

  • Zitat von IchbinZim

    (Für ihn waren Deutsche und Österreicher sozusagen das selbe Volk, oder?)

    Es ging, wie dir vielleicht aufgefallen ist, nicht so sehr um Nationalitäten (Hitler wollte sich eh die ganze Welt einverleiben) sondern um die Rasse, die bestimmte, wer in Hitlers Welt leben dürfen sollte und wer nicht.
    Ausserdem war Österreich sowieso wichtiger Verbündeter des deutschen Reichs.


    Zitat von IchbinZim

    Bisjetzt konnte Ich allerdings nicht herausfinden, was Hitler mit der Arier-Sache erreichen wollte bzw. was es ihn für einen Zweck gegeben hat, den "perfekten Deutschen" als Arier zu benennen.

    Und wenn du dich etwas mit Hitler beschäftigst wirst du schnell rausfinden, dass er nicht so für seine bahnbrechende Logik bekannt war.
    Die Ariersache war wohl eine Mischung aus einerseits politischem Geschick, da eine starke Gruppe mit einem fein säuberlich ausgearbeitetem Feindbild viel motivierter ist als ein bunter Haufen ohne festes Ziel - andererseits ist aber auch bekannt wie wahnhaft Hitler war; somit hat er mit seinem Rassismus schlicht und einfach darauf hingearbeitet dass seine überschaubar kleine, schwarzweisse Traumwelt Wirklichkeit werden kann.

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  • Zu dem unwissenschaftlichen Durcheinander, das die Nationalsozialisten mit Sprache und Rasse verabstalteten, habe ich diesen Auszug bei Wikipedia kopiert, der weitere intessante Links enthält:


    http://de.wikipedia.org/wiki/A…ff_im_Nationalsozialismus


    "im Nationalsozialismus ging man mehrheitlich davon aus, dass die Urheimat der Arier in Norddeutschland oder Skandinavien gelegen habe. Der Begriff des Ariers erfuhr durch die Nationalsozialisten noch weitere Veränderungen. Die „Arier“ wurden in eine rein indogermanische Herrenrasse umgedeutet, deren Mission es sei, alle angeblich nichtarischen Völker zu unterwerfen oder gar auszulöschen. Menschen mit blauen Augen und blondenHaaren wurden als bester Typ der „arischen Rasse“ betrachtet. Die romanischen Völker, deren Sprachen auch indogermanisch sind, seien hingegen durch die Völkerwanderung teilweise germanisiert worden. Die Juden waren dieser Weltanschauung gemäß als Semiten die eigentliche Gegenrasse. Obwohl Arabisch eine semitische Sprache ist, wurden die Araber durch ausdrücklichen Beschluss von der „Rasse“ der Semiten ausgenommen.


    Umgekehrt wollte man die Finno-Ugrier als nordisches Volk in die Herrenrasse mit einbeziehen. Völker wie Ungarn, Esten und Finnen, deren finno-ugrische Sprachen nicht Teil der indogermanischen Sprachfamilie sind, könnten „nach strengen wissenschaftlichen Maßstäben“ nicht als „arisch“ bezeichnet werden. „Arisch“ wurde deshalb als amtlicher Rechtsbegriff ab dem Jahre 1935 nicht mehrverwandt. Anstelle des in dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums verwendeten Begriffs des Ariers (§3 Abs.1 Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) kam die ausweislich des Gesetzestextes und seiner Begründung in den Nürnberger Gesetzen gebrauchte Formulierung „Person deutschen oder artverwandten Blutes“ (§2 Abs.1 Reichsbürgergesetz,§§1ff. Blutschutzgesetz)." An die Stelle „deutsches oder artverwandtes Blut“ solltenach einem Runderlass vom 26. November 1935 der Begriff „deutschblütig“ treten.


    Selbstverständlich war auch den NS-Ideologen klar, dass die Deutschen nich talle blond, blauäugig...sein konnten.Deshalb wurden weitere "Rassen" erfunden, zu denen ich folgendes Bild gefunden habe


    http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/d2930437/index.html


    EDIT Cat:
    Formatiert.

  • Der Begriff Arier entstammt der altindischen Sprache "Sanskrit" und bedeutet soviel wie "der Edle". Entsprechend bezeichneten sich im Altertum Völker, die auf dem Gebiet des heutigen Iran und im Nordwesten Indiens siedelten und eng miteinander verwandte Sprachen sprachen.


    Der Begriff war also zunächst sprachwissenschaftlich geprägt: Zunächst nur auf diese "(indo-)arischen" (heute: "indogermanischen" oder "indoeuropäischen") Sprachen bezogen, wurde der Begriff "arisch" seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend im Sinne der Zugehörigkeit eines Menschen zur "weißen" oder "nordischen Rasse" gebraucht. Zu den maßgeblichen Wegbereitern dieser Rassentheorien zählen der französische Diplomat und Historiker Arthur de Gobineau und der britische Publizist Houston Stewart Chamberlain. Im Laufe der Zeit folgte also eine Abkehr vom Sprachwissenschaftlichen hin zum Konstrukt der Rasse.


    In seinem 1855 erschienenen Buch "Versuch über die Ungleichheit der menschlichen Rassen" unterschied Gobineau die Menschen in "höhere" und "niedere Rassen". Die "arische weiße Rasse" sah er als allen anderen "Rassen" überlegen an, als alleinige Verkörperung von Kultur und Moral, während die "niederen Rassen" allenfalls zur Knechtschaft taugten. Eine "fortschreitende Rassenmischung" stellte er als Hauptursache für den "Kulturverfall" dar und als die größte Gefahr für die Überlegenheit der "arischen weißen Rasse". Chamberlain verband diese Ideen in seinem Buch "Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts" (1899) mit sozialdarwinistischen Vorstellungen, wonach sich die "höheren" und "niederen Rassen" - dem Prinzip einer natürlichen Auslese folgend - in einem ständigen Überlebenskampf gegenüberstehen.


    Häufig wurden solche Vorstellungen mythisch und religiös überhöht, beispielsweise in den Schriften der "Ariosophie", die Guido von List (1848 - 1919) begründete. Eine solche rassistische Mythologie prägte auch die 1918 gegründete 'Thule-Gesellschaft', eine Vorläuferorganisation der NSDAP. Der Thule-Mythos bezieht sich im Rechtsextremismus bis heute auf die Vorstellung einer legendären Geburtsstätte der arischen Rasse. Das Konstrukt wurde sogar noch weiter, zum Mythos erhöht, entbehrt aber jeder Grundlage.


    Im Laufe seiner Entwicklung richtete sich die nationalsozialistische Rassentheorie immer mehr gegen die Juden. Sie begriff den Arier vor allem als "Nichtjuden". In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft war jede Vermischung der Rassen strafbar, "arische" Abstammung musste durch einen "Ariernachweis" bestätigt werden. Die behauptete Überlegenheit der Arier über die "niederen Rassen" diente als Legitimation für die militärische Expansion in die benachbarten Länder. Die Juden wurden - noch weitergehend - als unter der slawischen "Knecht"-Rasse stehend verstanden. Dies lieferte den Vorwand für ihre massenhafte Vernichtung in den Konzentrationslagern.


    Auch nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches verschwanden derartige rassistische Theorien nicht. In seiner Schrift "Das politische Lexikon der Neuen Front" (1987) bezeichnete etwa der 1991 verstorbene Neonazi-Führer Michael Kühnen den Arier als "Angehörigen der weißen Menschenart", deren Vorherrschaft durch die Bildung einer "arischen Völkergemeinschaft" gesichert werden soll, die "durch Ausländerrückführung die Überfremdung des Kernbereichs arischen Lebensraumes beendet".


    Fazit: Der Begriff des Ariers, so wie er uns durch das dritte Reich geläuftig ist, ist lediglich ein Konstrukt. Anfangs bezeichnete er einen durch linguistische Merkmale verbundenen Völkerpool, im Laufe der Geschichte wurde der Arier zu einer Idealvorstellung des weißen Übermenschen konstruiert.


    "Quelle"

  • Ich beschäftige mich zur Zeit auch mit u.a. diesem Thema, und kann Euch die Biografie von Ian Kershaw ans Herz legen. Darin wird deutlich wie krank Hitler war, und das das meiste was in "Mein Kampf" stand von ihm erfundene Dinge sind, die so nicht passiert sind. Das Buch beschäftigt sich mit der Geburt bis hin zu seinem Tod und zeigt erschreckend auf, was für ein Versager er war. Daher ist für mich das Thema "Arier" nur ein Hirngespinnst eines Mannes, der u.a. an seiner Unfähigkeit zerbrochen ist und zur falschen Aeit am falschen Ort war.

  • Zitat von Carnie

    und zeigt erschreckend auf, was für ein Versager er war.

    Das klingt für mich jetzt mehr wie diese völlig lächerlichen Aufbausprüche die Eltern in Bezug auf Schlägertypen immer bringen, wie "Der ist selber ein total armes Würstchen" oder "Der verprügelt dich nur, weil er sein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein kompensieren muss". Ich muss bei sowas immer lachen.
    Es gibt nämlich durchaus auch Leute, die einfach nur das tun was sie tun, weil sie es für richtig halten oder einfach Lust dazu haben. Wenn ich mir das Geschwafel von einigen Leuten anhöre, speziell Linken, denke ich auch manchmal dass die mich verarschen wollen, weil doch kein normaler Mensch wirklich so denken kann.
    Aber nein, es gibt tatsächlich Leute, die von merkwürdigen Sachen überzeugt sind. Worauf ich hinaus will: Hitler war kein Versager, er musste auch nichts kompensieren, nein, er war einfach nur abgrundtief böse und hat selbst auch noch geglaubt, dass er das Richtige tut. Schwer zu glauben, vor allem wenn man sich aus Selbstberuhigung daran klammern möchte dass alle bösen Menschen nur aus Rache an der Welt, aber niemals aus Überzeugung agieren, aber es ist wohl so.

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