Apropos Organspende...

  • Ja,ich hatte auch darüber nachgedacht.
    Aber als bei mir die Diabetis festgestellt wurde,sagte man mir das ich keine Organe spenden darf.

    Mehr als die Vergangenheit interessiert
    mich die Zukunft,


    denn in ihr gedenke ich zu leben.


    *~'°*Albert Einstein*~'°*


    Nun,haben wir schon nachgeschaut wo ich war und was ich getan habe ? *lächel* :roll:

  • www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/577008/


    so kann man dies auch pervertieren ...Armut als Ausschlachtfaktor ! was kommt als nächstes ? Arme können ja ihre Kinder und Frauen an Bordelle verkaufen , macht man ja woanders auch , und früher war es ja auch bei uns gang und gäbe ... :evil:

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Ich habe seit 2003 einen Organspendeausweis im Portemonnaie.


    Angekreuzt habe ich:


    "JA, ich gestatte, dass nach der ärztlichen Feststellung meines Todes meinem Körper Organe und Gewebe entnommen werden."



    Ich habe genau den gleichen Ausweis wie er auf der Seite vom ersten Link abgebildet ist.


    Entschlossen habe ich mich aus dem Grund dazu, weil ich nach meinem Tod eh nichts mehr anfangen kann mit meinen Organen und wenn sie gesund sind,
    dann möchte ich gerne andere Leben damit retten.


    Andere Leben retten und die Qualität derer verbessern steht und stand bei mir schon immer an erster Stelle.


    Dafür würde ich einiges tun und habe es auch schon getan, schon allein durch die Arbeit im Altenheim, die ich 7 Jahre lang gemacht habe.



    Gruß, Phobo. ;)

  • Ich habe keinen Organspenderausweis. Vielleicht bin ich paranoid, aber ich kann mir denken, dass bei jemandem, der einen hat, die Geraete auch schonmal frueher als notwendig abgeschaltet werden!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich habe zwar darüber nachgedacht, mich dann aber dazu entschieden, keine Organe nach meinem Tod zu spenden. Fühle mich auch nicht wohl bei dem Gedanken.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Ich hab' schon des öfteren drüber nachgedacht, - bin aber noch zu keinem Entschluss gekommen, ob ich das später machen will.
    Eigentlich halte ich es für eine ziemlich gute Idee.


    Zitat

    Entschlossen habe ich mich aus dem Grund dazu, weil ich nach meinem Tod eh nichts mehr anfangen kann mit meinen Organen und wenn sie gesund sind,
    dann möchte ich gerne andere Leben damit retten.


    Eben das denke ich nämlich auch.


    Zitat

    Vielleicht bin ich paranoid, aber ich kann mir denken, dass bei jemandem, der einen hat, die Geraete auch schonmal frueher als notwendig abgeschaltet werden!


    Dieser Gedanke ist mir ehrlich gesagt auch schonmal in den Sinn gekommen. Aber dann kam ich mir auch irgendwo wieder lächerlich vor, denn man muss ja nicht groß rumposaunen dass man einen in der Handtasche hat.

    "Es hört doch jeder nur, was er versteht."
    Goethe
    ________


    Ja, guck' mal. Der Stein da, der liegt einfach so da. Der existiert einfach nur so, Wahnsinn, wie viel wir gemeinsam haben, oder?

  • Ich hatte einen (gutartigen) Hirntumor. Ich glaube, nicht, dass die dann noch etwas von mir wollen... aber rein theorethisch würde ich mir einen Spenderausweis zulegen.


    Das mit dem früher abschalten, ist doch auch irgendwie vorteilhaft. Wenn ich erst einmal soweit bin, dass ich nur durch Apperate am Leben erhalten werde, dann wäre es mir nur recht, wenn man den Stecker ziehen würde...

  • Zitat

    Wenn ich erst einmal soweit bin, dass ich nur durch Apperate am Leben erhalten werde, dann wäre es mir nur recht, wenn man den Stecker ziehen würde...


    Das würde ich auch wollen ... :wink: nur durch Apparate.. nein danke.


    Also zum Thema Organspende. Ich persönlich bin in manchen dingen sehr... naya... eitel oder wie man dem auch sagt. Wen ICH umbedingt ein Organ bräuchte weil ich sonst nicht überleben würde... ich würde es so lange herauszögern bis es schon fast zu spät wäre... da bin ich mir ziemlich sicher.


    Ich kann noch nicht spenden und ich will das erlichgesagt auch nicht... klar wäre ich froh wen MICH damit jmd. retten würde. Aber ich selber möchte es trotzdem nicht tun... naja kann man vill. machen wen ich Tod bin. (weil ich es dan nicht mehr mitkriegen würde) aber ich wäre trotzdem nicht eiverstanden...

  • Hallo Anskar :)


    Nicht nur als Herz und Niere!



    Bei einer ausnahmsloser Bestätigung zur Entnahme werden folgende Dinge entnommen (wenn sie denn noch brauchbar sind):


    - Bauchspeicheldrüse


    - Blutgefäße


    - Darm


    - Gehörknöchelchen


    - Haut


    - Herz


    - Herzklappen


    - Hornhaut der Augen


    - Knochengewebe


    - Knorpelgewebe


    - Leber


    - Lunge


    - Niere


    - Sehnen


    - Teile der Hirnhaut



    Genau so stehts auch in der Infobroschüre, die man mit dem Ausweis erhalten kann.


    Auf dem Organspendeausweis kann man natürlich hinschreiben, was entnommen werden soll bzw. kann und was nicht.


    - de.wikipedia.org/wiki/Organspende -



    Zitat von "feanor"

    Das mit dem früher abschalten, ist doch auch irgendwie vorteilhaft. Wenn ich erst einmal soweit bin, dass ich nur durch Apperate am Leben erhalten werde, dann wäre es mir nur recht, wenn man den Stecker ziehen würde


    Dem kann ich nur zustimmen.



    Gruß, Phobo. ;)

  • Sie entnehmen Dir das, was Du auf dem Ausweis angegeben hast.


    Bestattet wird grundsätzlich jeder, der über 500 Gramm wiegt. Hierfür gibts die http://de.wikipedia.org/wiki/Bestattungspflicht]Bestattungspflicht[/url].


    Traurigerweise deckt die Bestattungspflicht nicht alles ab.


    Bei Totgeburten gibt es in Deutschland unterschiedliche Handhabungen mit dem Leichnam des Kindes.
    Dieses ist vor allem dadurch begründet, dass sowohl medizinisch als auch juristisch Unterschiede gemacht werden.


    Während für Kinder mit mindestens 500 Gramm in Deutschland generell eine Bestattungspflicht existiert,
    gelten Totgeburten, sowie Lebendgeburten die nach der Geburt versterben, unter 500 Gramm gemäß dem Personenstandsgesetz nicht als Personen.


    Rechtlich betrachtet haben diese Kinder nicht existiert.
    Für die Eltern hat dieses oft zur Folge, dass diese Kinder nicht beerdigt werden können.
    Dieses stellt für die Eltern oft einen weiteren Schock dar, da ihnen somit auch die Möglichkeit des Abschiednehmens genommen wird.


    Quelle: Klick



    So schaut der Ausweis aus:



    Ersteres habe ich angekreuzt.



    Gruß, Phobo. ;)

  • Ich habe auch schon drüber nachgedacht.
    Hätte aber einfach Angst davor. Die üblichen Horrorvorstellungen, man ist noch nicht tot und so. Eigentlich Quatsch.
    Aber irgendwie hängen Körper und Geist doch zusammen und wenn der Silberfaden noch nicht getrennt ist?
    Wenn ich immernoch irgendwie drinstecke?
    Ich glaub ich kann mich dazu einfach nicht überwinden.


    LG
    Billy

  • Das halte ich irgendwie für sehr unwahrscheinlich. Erst wenn dein Tod von mindestens einem kompetenen Arzt festgelegt ist, dürfen die dich ausseinander nehmen. Dass sie dich früher um die Ecke bringen, weil irgendeine wichtige Person deine Lunge braucht ist doch Hollywood...


    Dass gläubige Menschen Angst davor haben könnten ist aber verständlich, finde ich.

  • Hallo feanor :)


    Zitat

    Dass gläubige Menschen Angst davor haben könnten ist aber verständlich, finde ich.


    Was verstehst Du in diesem Sinne unter gläubig?


    Ich denke eher "ängstlich" ist passender, denn viele Menschen haben Angst, das die Maschinen abgeschaltet werden, nur um an ihre Organe zu kommen,
    obwohl die Maschinen nicht abgestellt hätten werden müssen.


    Das ein gläubiger Menschen, z.B. Zeuge Jehova einer Organspende nicht einwilligt ist klar, aber das ist auch etwas völlig anderes.



    PS: Es wäre super, wenn Du in einem anderen Thread Deine Geschichte und Dein Leben über und mit dem gutartigen Tumor verfassen könntest.


    Ich fände es mal ganz interessant, wie ein junger Mensch damit umgegangen ist.


    Du kannst mir auch eine PN schreiben, wenn Du möchtest.



    Gruß, Phobo. ;)

  • Mit frueher den Stecker ziehen meine ich eigentlich, wenn Du im Koma liegst zum Beispiel. Wieviele sind ploetzlich doch wieder aufgewacht, obwohl die Maschinen schon abgeschaltet werden sollten?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Klingt jetzt blöd, aber ich möchte, so lange leben, wie es auch nur eine winzige Hoffnung gibt. Also alles anlassen und was-weiß-ich. Ich hänge seeehr an meinem Leben. Damit will ich nicht sagen, dass Menschen, die lieber die Geräte abstellen würden, das nicht tun, aber man muss auch einen gewissen Frieden mit dem Tod geschlossen haben umzu leben. Und den habe ich noch nicht.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Hallo Buh :)


    Zitat

    aber man muss auch einen gewissen Frieden mit dem Tod geschlossen haben umzu leben. Und den habe ich noch nicht.


    Also möchtest Du im Falle des Falles im behinderten Zustand Deinen Frieden finden?


    Wie ja sicherlich bekannt ist, kann man auch behindert aus einem Koma, wo man an sämtlichen Maschinen hängt aufwachen.


    Klar oft hegen die Ärzte viel Hoffnung für den Zustand nach dem Aufwachen, aber es kann genauso gut der Fall sein,
    das die Götter in weiß Dir bzw. den Angehörigen nicht sagen können, was ist wenn Du nach dem Koma aufwachst.


    Mein leiblicher Vater (mit dem ich eigentlich keinen Kontakt habe) ist vor einigen Monaten auf Arbeit von einer Leiter gestürzt und ist ungünstig auf den Kopf gefallen, so das sich eine Hirnblutung mit Hirnödem entwickelt hat, um den Überdruck im Kopf zu verringern, musste er ins künstliche Koma gelegt werden und dann wurde einer Drucktherapie unterzogen.


    Als ich da anrief um nach seinem Zustand zu fragen, konnte mir der Arzt nicht sagen, ob er das überhaupt überleben wird und falls doch, ob er dann behindert sein würde nach dem Aufwachen oder nicht.


    Vater ist wieder aufgewacht und muss nun alles neu erlernen, scheinbar ist alles okay mit ihm, aber es hätte auch anders sein können.


    In so einem Fall kann man sich nur wünschen, das die Ärzte die Maschinen besser abgestellt hätten und in so einem Fall ist es auch gut, wenn man einen Organspendeausweis im Geldbeutel hat.


    Warum sollte man seine Organe nicht spenden, wenn man am Ende eh nichts mehr davon mitbekommt?!


    Andere Menschen warten lange Zeit auf die Rettung durch fremde Organe und unser eins hält an dem Gedanken fest: das ist meins, das bekommt niemand, nicht mal nach meinem Tod.


    Das ist egoistisch oder?



    Gruß, Phobo. ;)

  • Ja. Ich will leben, egal was passiert...Sag ich jetzt mal so. Man weiß ja nie, wie man darüber denkt, wenn es mal (Gott bewahre) soweit sein sollte...


    Das Du mein Denken (und nicht nur meines, wie wir hier schon festgestellt haben) als egoistisch bezeichnest, finde ich sehr unverschämt. Niemand sollte dazu gezwungen werden, Organe zu spenden (aus welchen Gründen auch immer). Allein, dass man sich Gedanken darüber gemacht hat sollte ausreichen. Das Problem sind nicht diejenigen, die keine Organe spenden wollen, sondern diejenigen, die noch nie darüber nachgedacht haben oder zu faul sind, sich einen Ausweis zu besorgen.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.