Spukorte und ihre Geschichten rund um die Welt

  • Schloß Muskau /Bad Muskau, Sachsen


    1815 begannen die Arbeiten angeleitet von Graf Herrman von Pückler, zur Anlage des Fürst-Pückler-Parks von Muskau.
    Zu den Sehenswürdigkeiten dieses großen Areals gehört das 1520 erbaute Muskauer Schloß.

    Edit Dazee: Link entfernt da nicht mehr vorhanden


    (Ruine des Schloßes)



    Graf Pückler bewohnte das Anwesen selbst und sorgte schon in jungen Jahren für Gemunkel hinter seinem Rücken.
    Hatte er doch die gruselige Angewohnheit nach Mitternacht in die Familiengruft hinabzusteigen und die Särge seiner Vorfahren öffnen zu lassen, um diese zu begutachten.
    Im Alter wurde ihm dann der Wahnsinn zugeschrieben. Ein Beispiel seiner Exzentrik bestand darin desöfteren in einer prunkvollen Kutsche, gezogen von zwölf weißen Hirschen, in seinem Park umherzufahren.


    Doch, eine andere Geschichte in seinem Leben machte das Muskauer Schloß zu einem Spukort.
    Bei einer Orientreise traf er in Khartum auf das Mädchen "Machbuba". Die elfjährige (Tochter einer angesehenen Abessinischen Familie) war als Sklavin in den Sudan verschleppt worden. Der Fürst hatte Mitleid mit ihr, kaufte sie ihren Besitzern ab und nahm sie mit nachhause. Angeblich damit sie wie "eine eigene Tochter" für ihn sei.


    Doch das Schicksal meinte es anders. Mit 16 Jahren starb Machbuba. Angeblich an gebrochenem Herzen. Am 29. Oktober 1840 wurde sie beerdigt und alle Diener des Fürsten bildeten eine Lichterkette vom Schloß bis zum Friedhof.
    Wovon hatte sie ihr gebrochenes Herz, und warum betrieb der Fürst einen solchen Aufwand bei ihrer Beerdigung?


    Gerüchten zufolge, soll er in betrunkenem Zustand in lüsterner Gier über sie hergefallen sein und bei Freunden von ihrer "Sinnlichkeit" erzählt haben.


    Noch heute meiden Anwohner den Nachts den Weg vom Schloß hinunter auf den Friedhof, denn dann, sagen sie, wandelt der Geist des unglücklichen Mädchens umher.

    Edit Dazee: Link entfernt da Foto nicht mehr vorhanden

    (Das restaurierte Schloß heute)


    Quellen:
    http://www.beepworld.de/members41/jungelady/burgen3.htm
    http://members.aol.com/creeepshow/unheim.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Muskau
    Das Buch "Geistersuche" von Simon Marsden


    Lg Ricya

  • Kennt jemand bekannte Spukorte in der Umgebung Baden-Württemberg (Schwäbisch Hall; Heilbronn; Stuttgart) bzw. Bayern (Rothenburg [Nicht das mit den Kannibalen])?
    Ich suche schon seit einiger Zeit nach solchen, werde jedoch nicht fündig.


    Anscheinend gibt es einen Ort namens "Matzenbach" (Oder so), wo (scheinbar) mal eine Katze am Ortssschild hing... aber glaub eher, das wurde "zum Spaß" gemacht, weil Matzenbacher auch den Ruf als "Katzenfresser" haben (Haben scheinbar im Mittelalter (?) in der Hungersnot Katzen gegessen haben).


    Auch habe ich mal was von einer Art Sekte gehört, die in einem Wald in einer Hütte ständig Messen halten...


    Weiß jemand mehr?

  • Die „Geisterbahn“, eine beliebte Attraktion auf dem Rummelplatz, hat ein reales Gegenstück. Nach der Morning Post vom 14. November 1928 hielt man den 13.20-Uhr-Zug von Newton Abbot in Devon nach Paddington in London wegen der vielen mit ihm in Zusammenhang stehenden Todesfälle für einen Unglückszug.
    Mr. J. Hibber aus Newton Abbot, der den Zug nach London fuhr, wurde von Übelkeit erfasst, als der Zug mit Hochgeschwindigkeit fuhr. Man brachte ihn auf dem Bahnhof von Exeter in ein Wartezimmer, wo er einige Munuten später starb.
    Ein paar Monate zuvor war der Heizer Powlessland gestorben, als der Zug schnaufend in Paddington einlief, und im November 1927 wurde der Heizer Walters getötet, als er die Maschine gerade für die Fahrt fertig machte. Aufgrund dieser drei Unglücksfälle in weniger als zwölf Monaten wurde der Zug „Geisterbahn“ genannt.
    In Amerika gibt es eine bekannte Legende um den Zug, der den Sarg von Präsident Abraham Lincoln 1865 zu seiner letzten Ruhestätte brachte. Seitdem, so die Geschichte, rollt fast jeden April derselbe Phantomzug auf dieser Bahnstrecke im Staate New York - samt einer spielenden Militärkapelle, die aber kein menschliches Ohr hören kann.



    Quelle: http://www.sphinx-suche.de/lexgesp/geistzug.htm

    ~~Die Fragen eines Kindes sind schwerer zu beantworten als die Fragen eines Wissenschaftlers~~

  • Was geschah in Amityville ?




    Ort: Amityville, Long Island
    Zeit:1975 - 1976
    Berichterstatter: George und Kathy Lutz, Jay Anson






    Die Nr. 112 in der Ocean Avenue von Amityville, Long Island, ist ein grosses, 1928 im niederländischen Kolonialstil erbautes Haus.







    Das berühmte Haus in Amityville







    Am Morgen des 13. November 1974 kam Ronald DeFeo, einer der Söhne der Familie, der das Haus gehörte, völlig verstört in eine nahe gelegene Bar gerannt und schrie, jemand sei ins Haus eingebrochen und habe seine Eltern, seine zwei Brüder und die zwei Schwestern umgebracht.




    Ronald DeFeo auf einem Familien-Foto




    Die Polizei hatte wenig Mühe nachzuweisen, dass Ronald selbst alle sechs erschossen hatte - vielleicht weil er hoffte, in den Genuss der auf 200.000 Dollar abgeschlossenen Lebensversicherung zu kommen.
    Er bekam 6x lebenslänglich.





    Ronald deFeo bei seiner Verhaftung









    Links: Die Särge der ermordeten Familie. Rechts: Der Grabstein der Familie DeFeo







    Mehr als ein Jahr lang stand das Haus leer, dann kauften es George und Kathy Lutz, die dann mit zwei kleinen Söhnen und der fünf Jahre alten Tochter am 18. Dezember 1975 einzogen.


    Einen Monat später verließen sie das Haus und kehrten nie mehr dahin zurück. George Lutz veröffentlichte seine Erlebnisse zunächst in einem Artikel in der "Long Island Press" vom 17. Januar 1976, dann 1977, in der Aprilausgabe von "Good Housekeeping".


    Schliesslich avancierten sie zum Thema von Jay Anson´s Buch
    "The Amityville Horror" (1978), das wiederum Grundlage eines ziemlich erfolgreichen Films wurde.


    Anson gründete seinen Bericht auf zahlreiche Interviews mit der Familie Lutz. Ihrem Bericht zufolge begann der Ärger mit einem fauligen Gestank, der das Haus durchzog, schwarzem Schleim im Badezimmer, und Unmengen von Fliegen in einem der Schlafzimmer. Die schwere Haustür war ausgehebelt worden und hing nur noch in einer Angel. Im Schnee draussen sah man Spuren von gespaltenen Hufen und die Garagentür war fest abgerissen, "mit einer Kraft, die die eines Menschen übersteigt".


    Kathy Lutz sagt, sie habe sich von unsichtbaren Armen umfasst gefühlt, aus denen sie sich nicht befreien konnte, und auf ihrem Körper erschienen rote Striemen. George berichtete, er habe ein unsichtbares Blasorchester im schweren Marschtritt durchs Haus marschieren hören. Später habe er Kathy mehrmals in der Luft über dem Bett schweben sehen und auch eine Erscheinung beobachtet, die er mal als gigantische, weisse Gestalt mit Kapuze beschrieb, dann wieder als gehörnten Dämon mit halb weggeschossenem Gesicht. Und als die kleine Tochter eines Nachts zum Fenster zeigte, sahen George und Kathy "zwei feurige rote Augen. Kein Gesicht nur die kleinen bösen Augen", und Kathy schrie: "Es war die ganze Zeit da. Ich wollte es umbringen!"



    quelle: http://geisterberichte.chapso.…artige-wesen-s183586.html


    man kann keine bilder sehen aber auf der seite kann man die Bilder sehen wirklich gruselig die Gechichte :shock:

  • Zitat von "adriankuqi"

    wirklich gruselig die Gechichte :shock:


    Wirklich gefaket die Geschichte.


    Aber ich kenne einen sehr bekannten Spukort, der leider noch nicht gründlich untersucht wurde. Da spukt es offenbar so sehr, dass die Leute sich nicht mehr trauen, diesen Ort freiwillig zu betreten. Nur wenige, die nicht an den Spuk glauben gehen noch regelmäßig dort hin und es ist ihnen auch noch nie etwas aussergewöhnliches aufgefallen. Ich gehöre zu denen, die diesen Ort noch regelmäßig besuchen und ich bin eigentlich sehr gerne da. Hier könnt ihr euch den Ort mal ansehen! *klick*. Aber vorsicht! Nichts für schwache Nerven!

  • ^^ist dir zufällig oder wem auch immer ;) etwas über die "Schule" am Bullenhuser Damm bekannt ?
    Ich meine natürlich zu diesen Thema hier !
    (da ich ein paar Familiengeschichten schon als Kind bei uns hörte)

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Eisman ;


    Ob´s dort spukt kann ich Dir nicht sagen..............wäre aber bei der Geschichte kein Wunder.........



    Die Schule am Bullenhuser Damm:


    Edit Dazee: Link entfernt da defekt(Die Schule heute/ Eine Gedenkstätte)



    In der in der Nacht zum 21. April 1945 verübte die SS ein grausames Kriegsendphasenverbrechen dort: Zwanzig Kinder wurden zusammen mit ihren Pflegern im Keller des Gebäudes, das im Kriege als Nebenlager des KZ Neuengamme gedient hatte, ermordet.


    Der Grund:


    Der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer wollte eine Methode zur Heilung von Lungen-TBC entwickeln. Er war besessen von dieser Idee und wollte damit zu Ruhm und Ehre gelangen. Es wurden zwanzig Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren aus dem KZ Ausschwitz nach Neuengamme gebracht um dort für die Größenwahnsinnigen Experimente des Arztes herzuhalten.


    Durch einen Schlauch in der Nase wurden ihnen TBC-Bakterien eingetrichtert. Auch durch einritzen der Haut und anschließendes Einreiben mit den Bakterien infizierte man die Kinder........


    Als britische Truppen anfingen Hamburg einzunehmen, wollte man die Spuren der kranken Experimente verwischen und so wurde der Befehl zur Ermordung der Kinder erteilt. Sie wurden alle im Heizungskeller der Schule erhängt!


    Zitat

    In derselben Nacht wurden dort noch 28 Erwachsene, Pfleger und russische Kriegsgefangene ermordet.


    1948 wurde die Schule dann wiedereröffnet und nahm den normalen Lehrbetrieb wieder auf.



    Quellen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bullenhuser_Damm
    http://www.abendblatt.de/daten/2005/04/20/423690.html
    http://rskellinghusen.lernnetz…euengamme/bullenhuser.htm
    http://www.bildarchiv-hamburg.…ullenhuser_damm/index.htm"


    Wenn Du dazu also jemand einen Hinweis hat, daß es darin spuken soll:
    Nur her damit! ;)


    Lg Ricya

  • Es sollen einige Angehörige nach dem Krieg bei Leuten (Die dort gearbeitet haben Hauspersonal ,
    Lehrer, Techniker usw da der Schuldbetrieb nahezu über den ganzen Krieg Aufrecht erhalten wurde
    viele wohnten noch dort in der Nähe )oft das selbe gefragt haben.
    [b]Ob jemand weiß wo die Schuhe ihres Verwandten geblieben sind
    .
    [/b] Diese frage soll wirklich öfters gestellt worden sein.
    Ein Mann soll gesagt haben er hatte immer wieder von seinen Bruder geträumt :
    er war Tot aber er wollte immer seine Schuhe zurück haben...
    Klingt irgendwie komisch .
    Aber ich habe die Story von beiden Groß Eltern gehört.
    (Besser gesagt Mitgehört , wie Kinder es gern Heimlich an Abend machen :? )
    Also NIX dramatisches aber ich habe es als Kind so gehört als sich "Erwachsene" unterhalten haben,
    es soll oft nach Schuhe gefragt worden sein daran erinnere ich mich genau.

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Hallo an alle!


    Also ob dies ein bekannter Spukort ist weiß ich wirklich nicht, weil ich noch nie etwas darüber las oder gehört habe! Dennoch kenne ich einen Ort an dem sich möglicherweise irgendwelche Energien aus früherer Zeit gespeichert haben könnten die zu paranormalen Phänomenen führen.


    Vorab muss ich sagen, dass ich ein Hobbyfotograf bin und dementsprechend oft Fotolocations suche wie zB heruntergekommene alte Gebäude oder Fabrikgelände etc. Bei meiner Suche viel mir eine alte Psychatrie, aus dem Jahre 1930, auf. Sie befindet sich in Bielefeld und ist leerstehend und unbenutzt; ein Einstieg ist also problemlos möglich.


    Bis jetzt war ich noch nicht dort, aber würde es gerne mal ausprobieren und vielleicht dient mein Vorschlag als eine Art Anreiz oder Idee für andere diesen Ort zu besuchen. Ob da irgendetwas ist oder ob es da irgendetwas gibt, weiß ich nicht und möchte auch keine Behauptungen aufstellen. Fände es jedoch dennoch interessant einige Eindrücke davon zu schildern oder geschildert zu bekommen.


    liebe Grüße!

    Der einsamste Ort in der Welt ist das menschliche Herz, in dem die Liebe fehlt.


    Auf die Kugel ritze ich deinen Namen, damit du das Letzte bist was mir durch den Kopf schießt.

  • Schloss Wolfskuhlen in Rheinberg
    [url]http://images.google.de/imgres?imgurl=[url=http://www.benny-naddel.ag.vu/Wolfskuhlen_3.jpg&imgrefurl=[url=http://www.benny-naddel.ag.vu/schloss_wolfskuhlen.html&h=450&w=600&sz=61&hl=de&start=2&um=1&usg=__P_307tnrot5Vn55zCZ1q5tJyVss=&tbnid=H4fSoEsKNl2xcM:&tbnh=101&tbnw=135&prev=/images%3Fq%3Dschloss%2Bwolfskuhlen%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN[/url]


    In Rheinberg genauer gesagt in Budberg liegt, von Waldungen umgeben, das Rittergut Wolfskuhlen, welches heute nur noch "Haus Wolfskuhlen" oder "Schloss Wolfskuhlen" genannt wird.Wolfskuhlen wurde im 18. Jahrhundert erbaut und birgt viele Geheimnisse in sich, und manch Einer kam nach einem Besuch des Schlosses mit dem Schrecken davon.
    Das Rittergut soll vor Jahren als Kinderheim gedient haben; von grausamen Dingen wird berichtet, die während dieser Zeit in Wolfskuhlen geschehen sein sollen.Die Rede ist von Kindern, die spurlos verschwanden und lebendig im Schloss eingemauert worden sein sollen.
    Einige Besucher des Schlosses berichten von jämmerlichen Klagelauten von Kindern, die aus dem Keller des Hauses dringen sowie im Garten, wo sich die Gräber einiger Kinder befinden sollen. Weitere Berichte erzählen von einem kleinen Mädchen, welches plötzlich aus dem Nichts erscheint und auf demselben Wege verschwindet.
    Heute ist der frühere Glanz des Gutshauses erloschen, geblieben ist ein zerfallenes Gebäude, welches einsturzgefährdet ist!
    Warnschilder weisen darauf hin, dass unbefugtes Betreten zur Anzeige gebracht wird - also ist dem Vorsicht geboten, der seinen Geldbeutel schonen möchte!


    Ich wohne zwar ganz in der Nähe von Rheinberg aber bin bis jetzt noch nie beim Schloss gewesen,obwohl es mich schon reizen würde :D


    alles liebe
    Noreia

    ~Das Sterben der Seele beginnt nicht mit dem Verlust des Lebens sondern mit dem Fehlen von Liebe~

  • Auf meiner Reise durch Internet bin ich auf folgende Geschichte gestoßen, die zeigt, wie nah Erfolg und Wahnsinn bei einander liegen. Das ist die Geschichte der Lemp Familie. Und abgesehen vom Spuk selber, finde ich den Hintergrund sehr interessant und er zeigt nur mal wieder, dass Geister auch mal Menschen waren.


    Am Anfang


    Alles begann im Jahre 1838 als John Adam Lemp aus Eschwege in Deutschland nach St. Louis Missouri reiste, um dort ein neues Leben zu beginnen. Er versuchte sich zu Anfang noch im Einzelhandel, doch sein Geschäft zeichnete sich durch etwas aus, dass sonst niemand vertrieb: Pilsener Bier. Die Kunst des Brauens hatte Lemp in Deutschland bei seinem Vater gelernt und diese Art von Bier war seinerzeit in Amerika völlig unbekannt. Die Höhlen und Keller unter St. Louis stellten sich bald als ideal für den Reifeprozess des Pils heraus, denn sie waren leicht kühl zu halten.
    Lemp wurde bald klar, dass er mit dem Pils ein Vermögen machen könnte und so verließ er 1840 den Einzelhandel, um sich ganz auf das Bier brauen zu konzentrieren. Er baute eine bescheidene kleine Brauerei an der 112 S. Second Street und ein Amerikanischer Traum war geboren. John Adam Lemp kam als einfacher Mann und starb als Millionär.
    John Adam Lemp



    Die tragische Familiengeschichte


    Nach dem Tod des Gründers der Lemp Bierbrauerei übernahm der Sohn William Lemp die Geschäfte und baute den Erfolg der kleinen Brauerei noch weiter aus. Im Jahre 1864 wurde eine größere Brauerei in Betrieb genommen um der steigenden Nachfrage überhaupt noch gerecht werden zu können.
    Das Jahr 1870 sah die Lemps als wohlhabende und einflussreiche Familie in St. Louis, da sie den Biermarkt in der Stadt kontrollierte und diese Position behielt sie auch bei, bis die Prohibition über das Land hereinbrach.
    William Lemp IDie große Brauerei um 1870


    Im Jahre 1868 hatte Williams Schwiegervater in der Nähe der Brauerei eine Villa bauen lassen, in die William Lemp samt Familie im Jahre 1876 einzog. So hatte er nicht nur eine luxuriöse Residenz, sondern auch gleich sein Büro im Hause, aus dem er die Geschicke der Firma leitete. Bald aber wurde ihm das 33 Zimmerhaus zu klein und er begann mit der Renovierung und dem Ausbau des Hauses. Unter der Villa wurde ein Tunnel gegraben, welcher bis zu den Höhlen der Brauerei führte. Dort wurde das Bier zur Reife gelagert. Als später mechanische Kühlungen zugänglich wurden, wurde ein Teil der Höhlen für andere Zwecke umgebaut. Neben einem Theater auch in einen riesigen Swimmingpool, dessen Wasser im Kesselraum der Brauerei beheizt wurde. Und zum besonderen Privatvergnügen kam noch eine Bowlinganlage hinzu.
    Die Lemp Villa um 1892


    In der Mitte der 90ger des 18. Jahrhunderts hatte die Lemp Brauerei nationale Bekanntheit erreicht mit ihrem allgemein beliebten Falstaff Bier, welches bis heute noch gebraut wird, wenn auch von einer anderen Brauerei. Während Lemp seinem eigenen Erfolg ausbaute, verhalf er gleichzeit drei anderen Brauereien Fuß zu fassen.
    In Mitten allen Erfolges ereilte die Lemp Familie der erste Schicksalsschlag von so vielen. Williams Lieblingssohn und Erbe des Unternehmens Frederick Lemp starb im Jahre 1901 mit 28 Jahren. Er hatte sich als einzige der Söhne immer für das Unternehmen interessiert und hart dran gearbeitet, eines Tages die Brauerei zu übernehmen. Seine Gesundheit war fast immer schon angeschlagen gewesen und die harte Arbeit die er in die Brauerei steckte, zollte einen frühen Tribut. Er starb an einer Herzattacke.
    William Lemp war wie erstarrt als er seinen Lieblingssohn verlor. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Und als dann im Januar 1904 sein bester Freund Frederick Pabst auch noch starb, verlor William sämtliches Interesse an seiner Firma. Er erschien zwar immer noch im Büro, aber er wurde zusehends nervöser und rastloser. Physisch und psychisch baute er immer weiter ab. Und am 13.02.1904 tötete er sich selber mit einem Schuss in den Kopf mit einer 38 Kaliber Smith&Wesson.


    Im November des selben Jahres übernahm William Lemp junior die Geschicke der Brauerei. Er und seine Frau Lillian lebten ein Leben in Saus und Braus. Sie füllten das Haus mit Bediensteten, kauften eine große Menge Kleidung, Kutschen und Kunst.
    William Lemp II
    Lillian war eine wunderschöne Frau aus einer reichen Familie. Sie und William jr. hatten 1899 geheiratet und bekamen im September 1900 ihren ersten Sohn William jr. III. Lillian war schnell als “Lavendel Lady” bekannt, da sie nur Kleidung in dieser Farbe trug. So sehr William es genoss eine Trophäenfrau zu haben, so schnell wurde er ihrer überdrüssig. Also drückte er ihr täglich 1000 Dollar in die Hand und erklärte ihr, wenn sie diese nicht beim Einkauf ausgeben würde, würde sie gar nichts mehr bekommen. Mit dieser List schaffte er sie sich vom Hals, da sie zum Einkaufen das Haus verlassen musste.
    Lillian Lemp, die "Lavendel Lady"


    William hingegen lebte ein Doppelleben. Tagsüber war er der Businessmann, der die Brauerei führte und Nachts ließ er die Puppen tanzen. Lud für sich und seine Freunde Prostituierte ein, genoss den Swimmingpool und die Bowlingbahn.
    Während diesen ausschweifenden Lebens, zeugte William ein Kind mit einer seiner Affären. Dieses Kind wurde mit dem Down Syndrom geboren und musste sein Leben auf dem Dachboden der Villa fristen, da man sich seiner schämte. Er hatte den Spitznamen “Affengesicht”.
    Schließlich hatte William die Nase voll von seiner Frau und reichte 1908 die Scheidung ein. Diese Scheidung wurde ein großer Skandal in St. Louis und Umgebung. Der Prozess handelte nur von Gewalt, Trunkenheit, Gottlosigkeit und Grausamkeit und alle 4 großen Lokalzeitungen hatten mehr als genug Schreibstoff für viele Ausgaben.


    Mit der Scheidung begannen Williams Probleme aber erst richtig. Schon im Jahre 1906 hatten sich mehrere Brauereien in St. Louis zu einer Gemeinschaft zusammen geschlossen und kreierten so eine Konkurrenz, wie sie bis dato der Lemp Brauerei noch nicht entgegen getreten war. Im gleichen Jahr starb Williams Mutter an Krebs.
    1911 wurde Lemp Villa noch einmal umgebaut. Büroräume entstanden. Und William überließ die Einrichtung der Brauerei dem langsamen Verfall ohne auch nur einen Gedanken an die Neuerungen der Branche zu verschwenden. Im ersten Weltkrieg hielt sich die Brauerei nur noch knapp über Wasser.
    William baute sich am Meramec River ein Landhaus und zog sich immer mehr dorthin zurück. 1915 heiratete er zum zweiten Mal. Die Witwe Ellie Limberg.
    1919 kam dann die Prohibition und damit der Untergang vieler Brauereien. Auch die Lemp Brauerei wurde nicht verschont. Und so schloss sie ihre Türen und die ehemaligen Mitarbeiter fanden erst heraus das sie arbeitslos geworden waren, als sie vor den verschlossenen Toren standen.


    Am 20. März 1920 befand sich der Ehemann von Williams Schwester Elsa Lemp Wright gerade auf den Weg ins Bad, als er einen Knall hörte. Er eilte sofort ins Schlafzimmer und fand seine Frau tot vor. Sie hatte sich wie ihr Vater in den Kopf geschossen. Erstaunlicherweise wurden erst 2 Stunden nach Elsas Tod die Polizei verständigt. Der Ehemann erklärte, dass er nicht gewusst hatte, was er tun sollte. Er sei so geschockt gewesen. Hinter vorgehaltener Hand wurde jedoch über die eigenartigen Umstände ihres Todes gemunkelt und man fragte sich, wer denn wirklich den Abzug der Pistole ausgelöst hatte. Die herbei geeilten Brüder William und Edwin zeigten sich angesicht der Tragödie wenig überrascht. Williams einziger Kommentar war: “Das ist die Lemp Familie!”


    William selbst litt bald zunehmend unter Depressionen. Er zog sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück, indem er angab unter schlechter Verfassung und Kopfschmerzen zu leiden. Im Dezember des Jahre 1922 hatte er dann das Ende seiner Depression erreicht und erschoss sich mit einem Schuss ins Herz, als er im Büro in der Lemp Villa saß.


    Williams Brüder Charles und Edwin hatten nie den Bezug zur Familienfirma und hatten sich schon lange Zeit aus dieser zurück gezogen. 1943 starb William Lemp III völlig überraschend an einer Herzattacke im Alter von nur 42 Jahren.
    Charles war es, der schließlich die Villa wieder in ein Wohnhaus zurück umbaute und mit zwei Bediensteten und den bedauerlichen, unehelichen Sohn von William II, dem "Affengesicht", dort lebte. Auch Charles wurde mit zunehmenden Alter immer wunderlicher. Er hatte große Angst sich mit Krankheiten anzustecken und trug immer Handschuhe und wusch sich ständig die Hände. Zur dieser Zeit starb “Affenjunge” im Alter von 30 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof bestattet und sein Grab hat nur eine kleine Markierung mit dem Wörtchen “Lemp”.
    Charles war schließlich das vierte Mitglied der Lemp Familie, das sich in der Villa das Leben nehmen sollte. Erst erschoss er seinen geliebten Dobermann im Erdgeschoss, stieg dann die Treppen in den zweiten Stock hinauf um sich in seinem Zimmer zu erschießen. Seine Leiche wurde am 10.05.1949 von seinem Angestellten aufgefunden. Und der Hund, obwohl im Erdgeschoss erschossen, befand sich auf der Hälfte der Treppe, wohl auf dem Weg zu seinem Herrchen.


    Von allen Lemps war es nur Edwin, dem ein Leben ohne Tragödien beschert war. Er hatte die Brauerei und die Villa schon im Jahre 1913 hinter sich gelassen und starb im hohen Alter von 90 Jahren friedlich auf seiner Farm in Kirkwood. Somit starb auch der letzte einer tragischen Familiengeschichte.


    Der Spuk


    Schon nach Charles Tod wurden Berichte laut, dass es in der Villa zu eigenartigen Geschehnissen käme. Man hörte Klopfen und Schritte. Als sich diese Geschichten rumsprachen wurde es schwer Pächter für das Anwesen zu finden.
    1975 erwarb Dick Pointer die alte Villa und begann sie umzubauen. Ein Restaurant und Gasthaus entstand. Schon bei den Renovierungsarbeiten nahm der Spuk zu. Eigenartige Geräusche waren zu hören. Gegenstände verschwanden und tauchten anderenorts wieder auf. Die Arbeiter berichteten, dass sie sich beobachtet fühlten. Andere sahen Erscheinungen. Viele Arbeiter ließen ihr Werkzeug fallen, rannten aus dem Haus und kamen nie mehr zurück.
    Auch nachdem das Restaurant seine Türen öffnete, nahm die Kette der Ereignisse nicht ab. Das Personal klagte über Erscheinungen, Geräusche. Sie hörten Stimmen, Konversationen obwohl niemand anwesend war. Türen öffneten und schlossen sich von selbst. Ein Klavier spielte des öfteren in der Bar, obwohl niemand da war.
    Man sagt sich, dass die verschiedenen Familienmitglieder der Lemp Familie noch immer in diesem Haus verweilen. Die meiste Aktivität findet man auf der Treppe, am Dachboden und am Eingang zu den Höhlen der Brauerei.


    Der Dachboden wird angeblich vom unehelichen Sohn Williams heimgesucht, der von allen der “Affengesichtige Junge” genannt wird. Er wird oft gesehen, wie aus dem Fenster am Dachboden schaut, den er in seinen Lebzeiten nie verlassen durfte. Heute bringen Geisterjäger ihm immer wieder Spielsachen mit, welche man am folgenden Tag an einer ganz anderen Stelle wieder findet.
    Im Erdgeschoss, in der Damentoilette, kommt es immer wieder zu Erscheinungen eines Mannes, der dann in die Abteile hinein schaut. Hier handelt es sich, so glaubt man, um William jr. II.
    In William sr. Zimmer berichten die Gäste von Schritten, welche die Treppe hinauf eilen und das gegen die Tür getreten wird. Als William sr sich das Leben nahm, so weiß man, rannte William jr die Treppen hoch und da die Tür abgeschlossen war, musste er sie eintreten um zu seinem Vater zu gelangen.
    Und zu guter Letzt ist da noch die Lavendel Lady. Obwohl nicht in der Villa verstorben, soll sie schon einigen Leuten erschienen sein.


    Heute noch befindet sich das Ehepaar Pointer in der Villa. Sie betreiben ein Restaurant und ein "Bed'n'Breakfast". Jeder der möchte, kann übernachten und es passiert schon mal, dass man sich plötzlich ganz allein in dem alten Haus befindet. Und, so wird behauptet, man wird nie enttäuscht, was geisterhafte Geräusche und Erlebnisse angeht.
    Die Lemp Villa heute.




    Quellen:
    http://www.prairieghosts.com/lemp.html
    http://www.legendsofamerica.com/MO-LempMansion.html
    http://www.yourghoststories.co…-ghost-story.php?story=75
    http://www.lempmansion.com/index.html

  • Hmm...auf jeden fall interessant wie sich das alles anhört.


    Aber doch einiges wiedersprüchliches wie zum beispiel, das der Doberman von Charles auf der Treppe gefunden worden sei auf dem Weg zu seinem Herrchen, obwohl der Hund ja im Erdgeschoss erschossen wurde.


    Nun, wer weiss das der Hund auf jeden fall im Erdgeschoss erschossen wurde????



    Wie auch immer...sehr interessante Geschichte einer sehr aussergewöhnlichen Familie.

    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)



    Ich bin Vincent Raven´s Nachfolger. Mein Papagei kann sehen und ist besser als Vincent´s Raben: Er antwortet sogar. :)

  • Ich nehme mal an, sie werden das anhand der Blutspuren gesehen haben, wo auf den Hund geschossen wurde. Offenbar war dieser umgefallen und Lemp hat nicht gemerkt, dass der Hund noch nicht tot war. Und erst als der Hund die Treppen hoch ging, starb er endgültig.

  • Wirklich ne sehr interessante Geschichte danke! :winks:
    Das mit dem Doberman find ich echt blöd. Warum musste der auch dran glauben?
    Also ich würde die Villa gerne mal besuchen...Wer kommt mit?Ich trau mich nicht alleine... :roll::oops:;)

    In nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti. Amen



    Ich bin Uri Geller: Ich kann Jägermeister verschwinden lassen ;)

  • Ach da kannste doch alleine hin. So schlimm wirds schon nicht sein :D Und ich halte das Risiko zu sterben für höher, wenn eine fremde Person aus dem Internet dabei ist 8-)
    Naja, muss jeder selbst wissen..


    Zuletzt geändert von Nieselpriem am Dienstag 29. Dezember 2012, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.

  • Gut die Fußspuren würden das erklären logo.
    Hab ich nicht richtig nachgedacht :roll:


    Aber wenn das alles wirklich so passiert sein soll, würde es mich nicht wundern, wenn tatsächlich eine gewisse Macht dieses Haus unbewohnt lassen möchte. Hat ja einiges mitgemacht.


    Eine Interessante Geschichte. Aber eigentlich schade das diese Villa so verkommt.... :?

    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)



    Ich bin Vincent Raven´s Nachfolger. Mein Papagei kann sehen und ist besser als Vincent´s Raben: Er antwortet sogar. :)

  • Zitat

    Eine Interessante Geschichte. Aber eigentlich schade das diese Villa so verkommt.... :?


    Richtig lesen können auch nur noch die wenigsten ;)


    Zitat

    Heute noch befindet sich das Ehepaar Pointer in der Villa. Sie betreiben ein Restaurant und ein "Bed'n'Breakfast". Jeder der möchte, kann übernachten und es passiert schon mal, dass man sich plötzlich ganz allein in dem alten Haus befindet. Und, so wird behauptet, man wird nie enttäuscht, was geisterhafte Geräusche und Erlebnisse angeht.



    Interessantes Haus.....würd dort zu gern mal Übernachten