Der Schulmörder

  • Zitat

    Zeig mir die Stelle im Brief, wo er behauptet, gemobbt zu werden.


    ...Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer
    bin....


    ...Ihr habt euch über mich lustig gemacht...


    ...Mir wurde bewusst das ich
    mein Leben lang der Dumme für andere war, und man sich über mich lustig machte...


    ...Ich habe darüber nachgedacht, dass die meisten der Schüler die mich gedemütigt haben schon von der GSS abgegangen
    sind...


    ...Seit meinem 6. Lebensjahr wurde ich von euch allen verarscht!...


    Seine ganze aggresive Haltung gegenüber den Lehrern und Schülern kommt nicht von ungefähr. Vor allem mit den "Jocks" hatte er Probleme und ich bilde mir ein zu wissen, wie sich solche Menschen gegenüber Außenseitern verhalten.


    Zitat


    Oder findet er den ganzen Schmu einfach nur Sinnlos, weil er sich von vornherein dachte, dass er eh Arbeitslos wird und keinen Bock auf Hartz IV hat?

    Dazu noch einmal das:
    ...Das einzigste was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe war, das ich ein Verlierer
    bin....

    Man hat ihm anscheinend deutlich gezeigt, was für eine Zukunft ihn erwarten würde.
    An die Chance einen Job zu erwischen, der ihm "sinnvoll" erschien und der zu ihm passen würde, hat er sicher nicht lange geglaubt.


    Zitat

    Wenn sein Problem die mangelnde Anpassungsfähigkeit ist, dann hätte er auch friedlich aussteigen können.

    Das stimmt. Leider war das nicht nur sein einzigstes Problem.



    Wahrscheinlich ist dieser Hass auf die Gesellschaft sowieso erst zu dem Zeitpunkt entstanden, als er von eben dieser abgelehnt, ignoriert und vor allem gedemütigt worden ist.



    Zitat


    "Einmal im Leben Respekt!"

    Jopp, das trifft es. Ich fnde es traurig, dass man ihm keinen richtigen Weg gezeigt hat den Respekt zu erhalten, den er sich wünschte.

  • wow...ich muss sagen, dieser brief ist wirklich heftig.
    die meisten dieser gedanken beschäftigen mich in ebenso großem maße.
    ich habe gerade das abi hinter mich gebracht und stehe jetzt vor der entscheidung, welchen weg ich im leben einschlagen soll. alle reden mit mir über die zukunft, wollen wissen, was ich vorhabe zu tun, oder wollen mir erzählen, welche bereiche zukunft haben und dass ich mich folglich dort integrieren soll...solche gespräche gehen mir inzwischen unwahrscheinlich auf die nerven und deprimieren mich furchtbar.
    er hat ganz recht, wenn er sinngemäß sagt, dass freiheit in dieser gesellschaft nur eine illusion ist. unsere grundrechte gestatten uns im prinzip zu tun, was wir wollen, solange wir die rechte anderer nicht verletzen. aber sehen wir uns das mal in der praxis an. im berufsleben fallen wir zurück in die autokratie, wer seinen beruf behalten möchte, muss sich fügen...von freiheit hier keine spur. direkt an den job gebunden ist in dieser gesellschaft das selbstbewusstsein...der beruf steht für die existenz, unsicherheiten im job führen zu existenzängsten...uns allen ist also individuelle freiheit garantiert, doch unser alltag wird von zwängen und ängsten geprägt. die wenigsten interessieren sich für den menschen an sich...es ist wichtig, dass man seinen job macht, seine steuern zahlt, dass man funktioniert wie eine maschine
    ich sehe in dieser gesellschaft ebenso wenig die möglichkeit auf mein persönliches glück wie besagter amokläufer und dieses system erscheint mir genauso krank wie ihm.
    dennoch krankt seine logik an einer grundlegenden schizophrenie:
    er beansprucht absolute freiheit für sich selbst (er meint sogar, für alle menschen), er sagt, niemand hat das recht, über einen anderen menschen zu bestimmen, oder ihn zu zwingen. doch genau diese ideale verrät er durch seine tat. er wollte sich in das leben anderer einmischen, er wollte sie töten (un das hatte er vor, auch wenn es ihm glücklicherweise nicht gelang) und sie somit dazu zwingen, ihre eigene lebensweise, welche ihm missfiel, nicht mehr weiterzuführen.
    es ist immer ein grundlegender widerspruch, wenn man individualistische ideen mit gewalt verbreiten will, denn man kann sie nur für sich selbst ausleben, wer andere zwingen will, seine lebensweise anzunehmen, begeht verrat am individualismus.
    dennoch empfinde ich es als ignorant und überheblich, ihn als bloßen arbeitsscheuen versager abzustempeln. es ist immer schwer in einer großen gesellschaft individualist zu sein...man ist oft einsam, unverstanden und wird nicht selten auch lächerlich gemacht, doch man verrät seine eigenen ansichten, wenn man andere menschen gewaltsam dafür bestrafen weill, dass sie nicht so sind wie man selbst.
    ich finde es sehr schade, wenn auch es auch nicht anders zu erwarten war, dass nie von diesen, aus philosphischer sicht sehr ergiebigen, intentionen berichtet wurde. selbstverständlich wären die für den seichten medien-mainstream auch viel zu kompliziert und unbequem gewesen...killerspiele sind leichter anzupacken und bringen (wie alles, dem der geruch von brutalität und gesellschaftlichen abgründen anhaftet) sichere quoten...dem bequemen couch-voyourismus unserer gesellschaft sei dank

  • Angeregt durch einen Zeitungsartikel habe ich heute mal etwas geforscht nach Schulmassakern in der Vergangenheit.


    Hier eine kleine Zusammenfassung (Danke an wikipedia und an meine Tageszeitung: NRZ ;) )



    Mai 1927 ~ Bath (Michigan / USA)


    Das http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Bath]Schulmassaker von Bath[/url] war eine Serie von Bombenanschlägen in und um Bath im US-Bundesstaat Michigan am 18. Mai 1927.
    Bei den Anschlägen starben 45 Personen, weitere 58 wurden zum Teil schwer verletzt.
    Bei den Opfern handelte es sich zumeist um Schüler der ersten bis sechsten Klasse der Bath-Gesamtschule.
    Die Bombenanschläge gingen mit mehr als dreimal so vielen Opfern wie das Columbine-Attentat
    als der größte Massenmord an einer Schule in die US-Geschichte ein.


    Der Täter Andrew Kehoe war ein Mitglied des Schulkomitees.


    Am Morgen des 18. Mai 1927 tötete Kehoe zunächst seine Frau und steckte daraufhin seine Farm in Brand.
    Als die ersten Feuerwehrkräfte vor Ort eintrafen, erschütterte eine Explosion das Schulgebäude und tötete die meisten Personen innerhalb des Gebäudes.
    Kehoe benutzte einen Zeitzünder, um das Dynamit zu zünden.
    Als die Rettungsarbeiten anliefen, fuhr Kehoe vor und sprengte seinen mit Metallteilen gefüllten Wagen in die Luft, wobei er sich selbst,
    den Schulinspektor und weitere Personen tötete.
    Während der Rettungsarbeiten wurden weitere 230 kg nicht explodiertes Dynamit im unzerstörten Südteil der Schule gefunden.



    August 1966 ~ Austin (Texas / USA)


    Der ehemalige Marineinfanterist http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Whitman]Charles Joseph Whitman[/url] (* 23. Juni 1941 in Lake Worth, Florida, † 1. August 1966 in Austin, Texas)
    war Architekturstudent an der University of Texas at Austin.


    Er wurde bekannt durch seinen Amoklauf am 1. August 1966,
    als er von einem Gebäude der Universität aus mehrere Menschen erschoss und verwundete.
    Insgesamt tötete er 17 Menschen und verletzte 66 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde.
    Sein letztes Opfer starb 2001 an den Spätfolgen seiner Verletzung.


    In seinen letzten Zeilen, die man neben seiner Frau Kathy fand, erklärte Whitman,
    dass er mit seinen Taten seinen Vater in die Schande stürzen wollte.
    Seine Worte spiegelten seinen Hass gegen ihn wider, weil sich sein Vater schlecht gegenüber seiner Mutter verhalten hatte.



    April 1999 ~ Columbine (Colorado / USA)


    Das http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Littleton]Schulmassaker von Littleton[/url] wurde am 20. April 1999 von zwei Schülern der Columbine High School in Columbine,
    einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton, verübt.
    Eric Harris (18 ) und Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren, einen Lehrer,
    verwundeten 24 weitere Menschen und töteten sich anschließend selbst.



    April 2002 ~ Erfurt (Thüringen /Deutschland)


    Der http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt]Amoklauf von Erfurt[/url] ereignete sich am Vormittag des 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt.
    Dabei erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser 12 Lehrer, eine Sekretärin, 2 Schüler und einen Polizisten.


    Anschließend tötete er sich selbst.



    November 2006 ~ Emsdetten (Nordrhein-Westfalen / Deutschland)


    Der http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Emsdetten]Amoklauf von Emsdetten[/url] ereignete sich am 20. November 2006 an der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten.
    Der 18-jährige Bastian B., der im Internet auch unter dem Pseudonym ResistantX auftrat,
    betrat gegen 9.30 Uhr maskiert das Gelände seiner ehemaligen Schule, schoss wahllos auf Menschen und zündete Rauchbomben.


    Anschließend tötete er sich selbst.


    Fünf Personen wurden durch Schüsse verletzt, weitere 32 mussten wegen Schock oder Rauchvergiftung behandelt werden.
    Es handelt sich um den zweiten derartigen Amoklauf in einer deutschen Schule nach dem Amoklauf von Erfurt 2002.



    April 2007 ~ Blacksburg (Virginia / USA)


    Beim http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_an_der_Virginia_Tech]Amoklauf an der Virginia Tech[/url] am Morgen des 16. April 2007 auf dem Campus der Virginia Polytechnic Institute and State University
    (kurz: Virginia Tech) in Blacksburg, USA, wurden 32 Menschen getötet und 29 weitere verletzt.


    Der Täter erschoss sich anschließend selbst.


    Es gehört neben dem Schulmassaker von Bath (1927) und dem Columbine-Massaker (1999)
    zu den folgenschwersten Massakern an einer Bildungseinrichtung in den Vereinigten Staaten.



    November 2007 ~ Jokela (Tuusula / Finnland)


    Beim http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Tuusula]Schulmassaker von Tuusula[/url] tötete der 18 Jahre alte Schüler Pekka-Eric Auvinen am 7. November 2007 insgesamt 8 Menschen
    in einem Schulzentrum in Jokela, einem Teil der finnischen Gemeinde Tuusula, nördlich von Helsinki.
    Nachdem der Täter 4 Schüler, eine Schülerin, die Schulkrankenschwester,
    eine Studentin sowie die Schulleiterin mit einer kleinkalibrigen Pistole getötet hatte, fügte er sich selbst schwere Schussverletzungen zu,
    denen er später im Krankenhaus erlag.
    Schulleiterin Helena Kalmi kam um, nachdem sie über die Lautsprecheranlage sämtliche Lehrer und Schüler gewarnt
    und sich danach dem Täter in den Weg gestellt hatte.

  • Man hatte der Probleme!
    Erst mal zum Thema Anpassung - das wurde hier oft mit Klamotten, Handy etc. in Verbindung gebracht. Ich lebe in Ostdeutschland. Ich kenne das gar nicht, hab nie mit Leuten zu tun gehabt, die mit Markenklamotten prahlen! Sollte es im Westen wirklich so schlimm sei? Bitte klärt mich auf!


    Zu dem Typ: Hat der sich mal Gedanken gemacht, warum er so unbeliebt war? Wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, das ihn alle wegen seiner Klamotten wegen abgelehnt haben. Die Betonung liegt auf ALLE. Er hätte sich ja mal ein bisschen bemühen können, um gute Noten, einfach nur nett sein (damit hat man bei uns in Ostthüringen großen Erfolg Freunde zu finden), Aufmerksam sein etc.. Ich denke der ist selber Schuld wenn ihn keiner mag. Man sollte auch mal die Fehler bei sich selber suchen.


    Was dieses SAART-Gequatsche angeht: In unserer Gesellschaft gibt es genug Möglichkeiten, um (fast) alles zu werden. Kennt ihr noch den Joschka Fischer? Der war mal Taxifahrer. Gerhardt Schröder ist in glaube der 9. sitzengeblieben. Und man kann sich immer umorientieren. Hab jetzt mal en Bericht gesehen: 45Jährige macht Ausbildung zur Fotografin! Wenn man sich bemüht, kann man alles schaffen!


    Im Endeffekt sind diese Typen alle Gleich: Die würden, denke ich, sich schon bessern wollen, sind dazu aber zu Faul und Verblendet. Die wollen daran gar nicht selbst Schuld sein, währe ja auch viel zu Anstrengend das eigene Leben zu hinterfragen.


    (P.S. wirklich gut geschrieben der Brief. Der wäre vieleicht ein guter Schriftsteller geworden.)

  • Ich kannte den Brief bisher auch nicht.
    Leider kann man vieles ,was er so anprangert tatsächlich oft beobachten.
    Hinzu kommt ,dass sich entsprechende Reaktionen leider in letzter Zeit häufen.
    Es ist mit Sicherheit keine Lösung , nur werden Gefährdeten kaum Alternativen aufgezeigt.
    Ein großes Problem sehe ich z.B. darin ,dass Lehrer meist keine Ahnung von Pädagogik haben, das muss man nämlich nicht um Lehrer zu sein.
    Der Mensch ist "Massenware" , jeder ist ersetzbar , durch die Lehrpläne werden Schüler von vornherein in eine Bestimmte Richtung gelenkt.
    Und dann wären da die gesellschaftlichen Zwänge, die von Medien propagiert werden.
    Wie viele von Zucker abhängig sind und die Methoden der Zuckerindustrie ist nur ein Beispiel.


    www.bmelv.de/nn_1085288/DE/13-Se ... essel.html


    (Esst mehr Käsetoast!)


    Es ist durchaus möglich ,dass das eine logische Folge der gesellschaftlichen Entwicklung ist, ich nenne es mal Volksverdummung.
    Hier auch ein netter Film dazu, ist zwar ne Komödie aber nachvollziehbar :


    de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy

  • Hallo an alle, die hier ähnliche Gedanken hegen, wie dieser arme Junge.... :(


    Es wird behauptet, dass alles sei eine Illusion, das stimmt wohl, aber auch ihr tragt dazu bei, dass die Illusion perfekt ist!
    Es ist nicht wahr, dass wir nicht frei sind, es ist auch nicht wahr, dass hier alle ungerecht behandelt werden!!!
    Nur der, der diese Illusion in der Illusion aufrecht erhält, ist unendlich gequält von seinen Gedanken, denn es sind tatsächlich nur Gedanken und Interpretationen von der Welt!
    Was meint ihr, würde passieren, wenn niemand sich fügt??


    Alle müssen einem Gesetz folgen, müssen natürlich ihre Pflicht erfüllen, denn sonst würde hier garnichts funktionieren!!! Und natürlich muss man sich an der Arbeit fügen, dafür bekommt man schließlich "Gehalt".....Es liegt an jedem selbst, ob er seinen Traumjob bekommt oder nicht, das liegt "nur" an jedem selbst!


    Und klar, es ist nur zu einfach, die Verantwortung für sein eigenes Leben anderen in den Schoß zu legen und ihnen dann auch noch die Schuld für die eigene Unfähigkeit zu geben!!! Das finde ich geradezu grotesk....


    Ich habe z.B. früh geheiratet, bin mittlerweile auch längst wieder geschieden und habe drei Kinder allein groß gezogen! Ich hatte vorher die Schule geschmissen, weil ich nicht wusste, was ich überhaupt wollte! Schließlich entschloss ich mich aber, als meine jüngste Tochter 2 wurde, meinen Abschluss nachzuholen, eine Ausbildung zu machen und habe alles wunderbar geschafft und auch einen Job, wo andere Mütter z.B. auch nur jammern, wegen der Kinder würde das alles nicht klappen, weil man ja diskriminiert wird und was nicht noch alles für Gründe genannt werden....
    Das Ende vom Lied ist wieder einmal die Aussage, alle anderen sind Schuld an dem Elend der alleinerziehenden Mütter, weil sie ja "angeblich" keine Chance bekommen!!!! Da frage ich mich wírklich, welche Illusion ihr euch selber ausgesucht habt, nur um die Verantwortung für das eigene Handeln nicht übernehmen zu müssen???


    Ohweia....traurig finde ich nur, das gerade ELTERN oftmals die Zeichen nicht sehen und daran vorbeigehen, denn so einen Amoklauf plant man nicht von jetzt auf gleich und dieser Hass wird auch nicht in 2 Tagen geschürt, sondern nährt sich über Jahre an dem Elend, was dieser Junge gesehen hat!!!


    Da könnte ich echt heulen!!! Meine älteste Tochter ist jetzt 12, mitten in der Pubertät, schon etwas frühreif, wie viele andere in ihrem Alter und hat auch ziemlich viele fiese Dinge mitmachen müssen, weil sie geschwiegen hat!!! Sie wurde von 4 oder 5 17-jährigen in die Rippen getreten und verprügelt, die von einer Klassenkamaradin angeheuert wurden, weil meine Tochter nicht so aussieht wie die anderen!!! Sie steht eben mehr auf Emo als auf den ganzen Scheiß mit Markenklamotten etc....Das ging über mehrere Wochen.....


    Ich habe glücklicherweise genau beobachten können, wie sie sich langsam veränderte und immer unleidlicher wurde, bis sie letztlich auch mir gegenüber sehr aufmüpfig war! Sie ist sonst eher zurückgezogen und ist gern für sich in ihrem Zimmer......


    Das war aber auch spätestens der Zeitpunkt, an dem ich sie festgenagelt habe und wissen wollte, was sie für ein Problem hat, denn das kommt nicht einfach so.....
    Also erzählte sie es mir und weinte bitterlich!! Ich habe 15 Min. gebraucht, um den ganzen Druck von ihr zu nehmen und die Sache zu klären!
    Sie hat gedacht, sie kommt da allein raus! Der Druck war aber zu groß und so hat auch sie über Selbstmord nachgedacht!!!! So denken viele Jugendliche und Kinder, weil sie sich nicht trauen etwas zu sagen und weil auch Lehrer nichts unternehmen! Außer das typische gequatsche, das zu nichts führt!!
    Aber das nimmt niemand ernst und ich finde es deshalb verdammt wichtig, dass gerade Eltern genau beobachten!!!


    Das muss tatsächlich alles nicht passieren, wenn die Kommunikation und auch das anschließende Handeln, wenn es denn erforderlich ist, endlich mal stimmen würde!!!


    Das ganze jammern führt zu garnichts, außer noch mehr Elend! Es muss endlich mal erkannt werden, dass jeder nur bei sich selbst anfangen kann, etwas zu verändern!!!

  • Ich stimme dir da prinzpiell zu, deshalb sollte man aber nicht die Augen vor den Missständen verschließen, die nunmal vorhanden sind, sondern Alternativen bieten.
    Mir scheint, dass er in seinem Verhalten eher gestärkt wurde, als dass man versucht hätte zu helfen.
    Was jetzt in Köln passiert ist ,ist ebenso erschreckend.
    Da passt natürlich die Bemerkung ,
    "Aber das nimmt niemand ernst und ich finde es deshalb verdammt wichtig, dass gerade Eltern genau beobachten!!!" , sehr gut, aber Erziehung findet zu großen Teilen auch in der Schule statt und es gibt auch Eltern die einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt sind. Und an qualifiziertem Personal mangelt es meiner Meinung nach in vielen Bereichen.
    Sorry wenn das alles so neg. klingt , aber von nichts kommt nichts und alles was nicht passt einfach wegzusperren ändert auch nichts an den Ursachen, sondern...

  • Natürlich stehen Eltern unter enormen Druck, aber das weiß man auch, bevor man Kinder bekommt!! Sicher findet Erziehung größten Teils in der Schule statt, aber man muss ihnen nicht die Überhand lassen, wenn dies nach hinten los zu gehen droht......
    Es dürfte wohl nicht allzu schwierig sein, die Verantwortung mal selbst in die Hand zu nehmen und nicht ständig weg zu schieben! Bei mir ist dies auch kein Zufall, dass es klappt!!
    Was meinst Du, erlebe ich durch meine Kinder alles in der Grundschule, das ist das mieseste was es gibt, die sind alle nicht kompetent genug, da kann man nur verzweifeln....Aber was bringt es uns denn, nur immer zu jammern?
    Dann passiert eben genau das, worum es hier geht! Wenn Eltern den Druck nicht stand halten können, dann sind die meiner Meinung nach nicht qualifiziert genug, Eltern zu sein!!!
    Und das weiß man definitiv vorher, ob man dem gewachsen ist oder nicht!!!
    Kinder schauen sich diese Dinge ab oder bekommen Angst und sehen keinen Sinn in dem ganzen Spiel, das nun wirklich nicht so grausam ist, wie es vielen erscheint!! Aber das ist eben die Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, dass Kinder stark genug sind, um klar sehen zu können!


    Ich hatte verdammtes Glück, dass ich bin wie ich bin, denn meine Mutter war alles andere als kompetent genug, meine Eltern haben sich früh getrennt, meine Mutter hat mich teilweise verachtet, weil ich damals ein Punk war, mein Vater hat sich um nichts gekümmert, die Schule hat mich ausgegliedert, weil ich zu "gefährlich" war, mit 14!! So ging ich durch verschiedene Drogenerfahrungen, sehr heftig z.T. und hab letztlich die Schule komplett geschmissen, weil ich mich auch verarscht fühlte!!! Aber was soll das alles, man wird niemals andere Menschen ändern können, man kann nur seine eigene Sichtweise ändern und dadurch alles verändern!!!
    Ich hätte mich nicht so gehen lassen müssen, warum auch, nur weil ich den anderen nicht in den Kram gepasst habe???? Niemand hat mich gezwungen, die Schule zu schmeissen.....Ist die eine Schule schräger Ansicht, geh ich eben auf eine andere, wollen die Leute mit mir nicht befreundet sein, weil ich so bin wie ich bin, such ich mir andere Freunde.....wo liegt das Problem???
    Es gibt keines.....Probleme kreiert man sich nur selbst!!

  • Ich stimme messengerrna voll und ganz zu. Was ich nicht verstehe: Hier schreiben alle immer und immer wieder: Die Schule lehnt mich ab! Die Lehrer sind nicht kompetent! etc.. In meiner Berufsschule gibt es auch genügend Leute, die mich nicht leiden können, und genügend Lehrer, die bereits aufgegeben haben. Aber eben nicht alle! Es wird sich doch von dutzenden Leuten, Hunderten Schülern, Horden von Lehrern, eine Handvoll finden lassen, bei der man sagt: Die sind klasse! Ist zumindest bei mir so.

  • Hallo Mr. T,


    endlich ist hier mal einer, der noch in der Schule ist und etwas anderes erzählt....gibt es also doch noch Hoffnung!! :-)


    Ich finde es auch absolut wichtig, dass hier noch mehr Leute ab dem Alter von 15 oder auch jünger, (soll keine Vorgabe sein)....zumindest noch Schulpflichtige, ihre guten Erfahrungen oder Sichtweisen schildern, was den anderen, die dazu neigen alles schwarz zu sehen, etwas mehr die Augen öffnen könnte!!!
    Ich gebe zwar auch meinen Senf dazu, aber bin eben auch schon über 30 und ich weiß nur zu gut, dass viele Jugendliche genau deswegen, schon aus Prinzip, die Ohren zu machen und nichts von dem Gelaber wissen wollen....

  • Also du willst darauf hinaus "Alterativen" aufzuzeigen :super:
    Ich frage mich was ist schief gelaufen bei den Amokläufern?
    Die kann man nicht wegdiskutieren, dass ist ne Tatsache. Dann zu sagen
    "Wo liegt das Problem??? - Es gibt keines..." Also bitte...
    Und den Eltern willst du sagen sie wären Schuld an der Entwicklung, die übrigens weltweit in diese Richtung geht/ging? Das will ich sehen.
    Klar liegt bei ihnen ein Großteil der Verantwortung, nennt sich ja auch gesetzlicher Vormund. Ich bin auch schon lang genug von der Schule runter um nicht zu wissen,wie das da heutzutage konkret abläuft(wird sich wohl auch in gewissem Rahmen von schule zu schule unterscheiden). Und glaub mir auch deine Entwicklung kann ich sehr gut nachvollziehen. Das mit der Kompetenz hast du ja erkannt. Was willst du denn ,als krasses Beispiel bei Ärztefehlern sagen, wenn bei einer OP was schief läuft? - Ja dann hat der Patient halt nicht klar gesehen? Bei dem Kölner Fall ist ja auch einiges schiefgelaufen, sonst würden sich die Verantwortlichen jetzt nicht in Wiedersprüche verstricken. Und das sie sich dafür verantworten müssen zeigt ,dass es eben nicht nur an den Eltern liegt. Wir sind alle Teil einer Gesellschaft, die sich entwickelt. Im Elternhaus fängt es natürlich an, aber du hättest die Schule vermutlich gerne abgeschlossen? Dann wärst du jetzt aber nicht das ,was du bist, oder?

  • Intruder
    Es gibt auch heute noch genug Probleme. Das größte: Heute gibt es so viele Möglichkeiten, das die Jugendlichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das Bsp. mit dem Arztfehler halte ich für Unpassend, denn ein Patient opperiert sich nicht selbst. Die Schüler aber haben die Fackel selber in der Hand. Sie wissen nur nicht wohin damit, verzweifeln und geben womöglich aus ihrer Hilflosigkeit heraus anderen die Schuld daran. Zum Schluss verbrennen sie sich an ihrer Fackel.
    Ein Lehrer sagte mir mal über die Schule:"Wir machen hier aus Teenagern Menschen. Was für welche, das müssen sie schon selbst entscheiden."

  • Wie gesagt, es ist ein krasses Beispiel, aber nicht unpassend. Man hat seine Gesundheit selbst in der Hand, aber auch die "Volkskrankheiten" werden mehr.
    In Amerika und zunehmend in Europa, etc hätten wir da das Problem mit dem Übergewicht -> Fastfood; Coca Cola.... von Medien gepriesen. Normales Wasser ist teurer als das überzuckerte Zeug, (ok ich trinke Leitungswasser, nebenbei ma).Das Problem ist, mit der Zeit können diese "Krankheiten" chronisch werden, da hilft dann auch kein Arzt mehr. Es ist sehr wichtig aufzuklären. Lehrer sollten die Fähigkeiten ihrer Schüler kennen und von mir aus etwas mehr "Waldkunde" betreiben, (man kann auch vor lauter Wald Bäume übersehen),da kann man dann auch drauf eingehen,Schule hat doch auch eine wegweisende Funktion? Ich hoffe doch ,dass im Unterricht diese Themen besprochen werden?Im Endeffekt entscheidet jeder selbst, aber es sollte eine vernünftige Grundlage für eine entsprechende Entscheidung geschaffen worden sein. "Feuer, Messer, Gabel, Licht....." Wenn man ihnen nicht zeigt wie man mit Feuer umgeht, ist klar, dass sie sich verbrennen oder sogar andere...
    Und das ist nicht nur Aufgabe der Eltern, sonst kann es heißen: "alles Schweine außer Mama", dass kann zu übersteigertem Egoismus führen.

  • sehr viele Anmerkungen (besonders Seite 1) finde ich recht Zynisch bis Traurig !
    (Von den Kommentaren her )
    Egal wie viel Sinniges & Unsinniges er zurecht geschrieben hat...
    Hinterher : Uninteressant ! (Auf den Einzelfall bezogen !)
    In Erster Linie war er ein Psychisch Kranker .
    Und das Ausmaß seiner Handlung ist ein Produkt durch die nicht Entdeckung !
    Somit ist er in weitesten sinne auch nur ein Produkt seiner Umwelt.
    Kurz ein Kranker den keiner geholfen hat .
    (Man kann von einen Kranken doch keine Selbst Diagnose & Lösung verlangen! )
    Sorry, musste ich loswerden das Schuldzuweisungen jetzt nicht mehr helfen also Augen auf und Hand reichen .
    (Und nicht wie hier (z. B) noch hinterher Neid schriften verfassen er konnte sich das alles leisten... oder auch vergleiche mit P. Hilton... .er war Krank !)

    (Fast immer) Tolleranz in gegenseitigen einvernehmen . . .


    und wenn nicht erst noch mal bei einen Kaffee & Zigarillo drüber sinnen !!!

    Mit vorzüglicher Hochachtung . . .

  • Das Arztbeispiel ist wirklich unpassend, denn die Jugendlichen wissen überhaupt nicht warum sie so sind wie sie sind!!!
    Ich bin jeden Tag dabei, da ich wie gesagt, selbst Kinder habe.....
    Die sind völlig durcheinander und haben keine Hoffnung, weil die Lehrer meist nicht in der Lage sind, sich durchzusetzen und ihnen Halt zu geben in gewisser Weise und wenn sie sich einaml an die Eltern wenden, gibt es auch nur dumme Sprüche und sogar Schläge!!!!
    Wo sollen die hin? Wie sollen die jemals bestehen können, wenn sie so schräg erzogen oder vielleicht garnicht erzogen werden????
    Deshalb habe ich mich selbst als Beispiel vorgestellt, da ich von Natur aus stark war und mir nichts vormachen lassen habe!!!
    Aber das war verdammt hart und auch ich hatte einen Selbstmordversuch hinter mir mit 14, weil ich nicht wusste, was das alles bringen soll!!!
    Ich habe soviel geweint, das ich eine Badewanne damit hätte füllen können!!
    Und meine Mutter ist das beste Beispiel für eine wirklich schwache Kompetenz, was das Mutter-Sein betrifft.....Die hat mich später erst recht fallen lassen, als ich mich aufgerafft habe, um mein Leben schließlich doch in die Hand zu nehmen! Sie sagt auch heute noch, ich sei nicht mehr ganz dicht, genau wie mein Vater! Was eine Aussage.....
    Und ich habe so viele Elternbeispiele, darunter auch Lehrer als Eltern kennen gelernt, die alle nicht in der Lage sind, Kinder zu erziehen und ihnen Halt und Sicherheit zu geben, so dass diese dann stark genug in die Welt gehen können!!!!
    Im Gegenteil, das traurige Bild ist, dass sie alles kaputt schweigen, alles als Nichtigkeit und Kinderkram dahin stellen und dabei total vergessen, dass sie die verdammte Verantwortung haben, diese Kinder zu schützen und ihnen eine gesunde Entwicklung ermöglichen, indem sie eben alles ernst nehmen, was die Kinder für Probleme haben, denn für die ist das überwältigend, was für die Eltern vielleicht Pillepallekram ist....!!!
    Man darf hierbei einfach nicht vergessen, das wir es hier ob noch klein oder schon Jugendlich, es mit eigenständigen Wesen zu tun haben, die alle egal wie, ernst genommen werden wollen!!!
    Kindererziehung ist nun mal nicht im Vorbeigehen getan und je älter sie werden, haben sie enorm viele Probleme, mit denen sie fertig werden müssen heutzutage!!!
    Gerade da muss man immer extrem Aufmerksam bleiben!

  • Ich will ja jetzt nicht auf dem scheiß Ärztebeispiel rumhacken, aber anscheinend lässt es sich verschieden interpretieren:


    "Was willst du denn ,als krasses Beispiel bei Ärztefehlern sagen, wenn bei einer OP was schief läuft? - Ja dann hat der Patient halt nicht klar gesehen?"



    "Das Arztbeispiel ist wirklich unpassend, denn die Jugendlichen wissen überhaupt nicht warum sie so sind wie sie sind!!! "



    Ich hoffe doch gemeint ist das selbe, insgesamt??

  • Sprech ich eine andere Sprache oder was?


    Ich sag doch, dass die Jugend noch in der Obhut der Eltern sind!!!!
    Die Eltern wiederum haben die Verantwortung, dass bei den Kids alles richtig läuft.....die sehen die Welt in einem falschen Licht, weil keiner ihnen die Augen öffnet!!!!


    Um noch mal auf Dein beliebtes Arztbeispiel zurück zu kommen, mein Gott, die machen mittlerweile Fließbandarbeit und haben kaum Schlaf, was glaubst Du, wie konzentriert man dann noch sein kann??? Um einfach nur mal den Unterschied hier fest zu halten, was ich mit klar sehen meine!! Und wenn Du meinst, das sei das gleiche, darf man sich demnach auch nicht operieren lassen, weil da immer was schief gehen kann!!!


    Die Jugend kann nicht klar sehen, weil sie nur Mist mit bekommen.....und von den Eltern nicht unterstützt werden!!!! Was hat das damit bitte zu tun???


    Noch deutlicher kann ich einfach nicht werden, oder soll ich es in einer anderen Sprache versuchen?? Wahlweise Spanisch oder Englisch?... :|

  • Deswegen habe ich auch geschrieben ,dass es nicht einzig um schulische, häusliche Erziehung oder um den Alltag in Krankenhäusern ,etc. geht. Diese Entwicklung der Inkompetenz ,Volksverdummung hab ich das vorher mal genannt, lässt sich ja in fast allen Bereichen beobachten. Ich habe dazu hier und da auch paar Links angefügt. Im Großen und Ganzen liegt die Ursache in der weltweiten, gesellschaftlichen Entwicklung und in den Medien wird diese meist propagiert. Also liegt die Verantwortung nicht einzig bei den Eltern. Wenn die Eltern mit "gutem" Beispiel vorangehen ist das nur lobenswert, aber wenn dann vor der Tür, in den Medien, etc. etwas anderes gelebt wird, reicht das offensichtlich nicht mehr. Sicher es gibt Ausnahmen, aber diese bestätigen die Regel. Da kannst du dann jede x-beliebige Sprache wählen,aber ob das den Inhalt ändert? Wie gesagt, auf weite Sicht bringt es nur etwas wenn vernünftig, nach Wissen und Gewissen, aufgeklärt wird. Wenn jemand mit dem "Wissen", nicht brennen zu können, durchs Feuer rennt, wird er/sie trotzdem abfackeln.
    Der Grund aus dem die Jungend nur Mist mitbekommt und der Grund aus dem Ärzte Fließbandarbeit leisten, sind die selben.

  • Ich denke doch mal, das die Eltern so vernünftig sein können, ihren Sprösslingen bei zu bringen, eben nicht nur auf die Medien zu hören und auch mal zu hinterfragen. Wenn ich hier das PP so ansehe, denke ich, das es auch mehr Eltern richtig machen, als man denkt.


    MfG Mr.T