Das blühende Auge

  • Im September 1979 berichtete das Medizin Journal „Archives of Ohpthalmology“ eine überaus interessante Geschichte. Am Morgen des 13. August 1978 war der damals 7-jährige Julian Fabricus auf den Feldern in der Nähe von Worcester, Südafrika unterwegs um Schmetterlinge zu jagen als er über einen Stein stolperte und hinfiel. Kurz darauf entzündete sich sein Auge und seine Mutter brachte in nach Worcester zu einem Augenarzt welcher zu Ihrer Verwunderung nichts feststellen konnte und deshalb nur eine Salbe verschrieb, welche die Tränenflüssigkeit besser schmieren lässt, ähnlich einer Kontaktlinsenflüssigkeit. Nach ein paar Tagen war die Entzündung zurückgegangen und die Welt wieder in Ordnung.


    Ein knappes Jahr später klagte der nun 8-jährige Julian über starke Schmerzen im linken Auge und das er durch dieses nur noch verschwommen seine Umgebung und Mitmenschen wahrnehmen könne. Als der Vater sein Auge in betrachtete stellte er einen weißen Fleck fest, welcher jedoch hinter der Hornhaut in der Nähe der Pupille gewesen sei. Sofort suchte man den Augenarzt Dr. Cornelius Kooy auf, welcher den Jungen Julian untersuchte und mit erstaunen feststellte das es sich dabei um eine Art Grassamen mit zwei gewachsenen Blättern handelt, welche jedoch nicht Grün sind sondern in einem überaus reinen weiß.
    Der Fall wurde weitergereicht an den Augenspezialisten Dr. Solomon Abel, welcher zur damaligen Zeit einer der besten Ärzte in ganz Kapstadt galt. Dr. Abel entfernte den Sämling in einer halbstündigen OP ohne weitere Probleme und übergab den Samen einen Guten Freund, welcher Biologe war. Es stellte sich raus das der Samen zur Familie der compositae zählte zu welcher auch Chrysanthemen, Disteln und Gänseblümchen gehören. Julian wurde wieder Gesund.


    Quellenangabe:


    Unglaubliche Ereignisse - Phillip Schofield - Bechtermünz Verlag
    archopht.ama-assn.org/cgi/conten ... /97/9/1651

    Millionen Experimente reichen nicht aus, um die Relativitätstheorie für alle Zeiten abzusichern. Aber eines reicht, um sie zu widerlegen. - Albert Einstein

  • Wahnsinns Geschichte!


    D.h. also bei seinem Sturz dürfte ihm irgendwie so ein Samen ins Auge gelangt sein u dann weitergewachsen?

    If the doors of perception were cleansed,
    everything would appear to man as it truly is;
    infinite. (William Blake)

  • Wow, dass sowas möglich ist, hätte ich echt nicht gedacht :shock:
    Obwohl...so ein Samen braucht ja nur Wasser, Wärme und Sauerstoff. Scheint wohl alles in ausreichenden Mengen vorhanden gewesen zu sein, lol.

    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild." - Anonym

  • Medizin Journal „Archives of Ohpthalmology“


    Zitat

    D.h. also bei seinem Sturz dürfte ihm irgendwie so ein Samen ins Auge gelangt sein u dann weitergewachsen?


    Richtig, beim Sturz auf dem Boden muss sich ein kleiner Samen im Mikrometer Breich durch seine Hornhaut gestochen haben.


    Zitat

    Obwohl...so ein Samen braucht ja nur Wasser, Wärme und Sauerstoff. Scheint wohl alles in ausreichenden Mengen vorhanden gewesen zu sein, lol.


    Ja ein Keimling braucht Feuchtigkeit, eine bestimmte Temparatur (immer abhängig von der Art) und zudem auch manchmal bestimmte Chemische Prozesse ggf. wechselnde Lichtverhätnisse welche durch Schlaf (Augen zu) und Wach sein (Augen offen) gegeben gewesen wären.


    Zitat

    Licht, braucht er nicht auch Licht


    Kann sein, muss jedoch nicht. Man unterscheidet epigäischen und hypogäischen Keimung. Die epigäischen ist die meistbekannteste Oberflächenkeimung (z.B. Sonnenblume) die hypogäischen Keimung ist eine Unterirdische Keimung, bei welcher der Keimling kein bzw. kaum Licht bekommt (z.B. Kohlrabi)


    Zitat

    Ich weiss nicht, was sagen die Biologen dazu ?


    Es ist ganz klar möglich, jedoch sehr sehr selten. Ansonsten hätte das Archives of Ohpthalmology eine renomierte Medizin Zeitschrift diese Geshcichte auch nicht so ausführlich abgedruckt.


    Zitat

    Ob wirklich ein Samen hinter einem Augen keimen kann ?


    Nicht hinter dem Auge, sondern hinter der Hornhaut.

    Millionen Experimente reichen nicht aus, um die Relativitätstheorie für alle Zeiten abzusichern. Aber eines reicht, um sie zu widerlegen. - Albert Einstein

  • iiiiik klingt ja gruselig. Also da muss man ja ganz schön blöd hinfallen, dass einem das passiert. Und bei all den Samen, die überall rumschwirren, müsste das doch sicher schon mal passiert sein oder nicht? Also ich hatte auch schon oft solches Zeugs in den Augen. Gewachsen ist aber nichts. :wink:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Ich frag mich nur, wie der Samen ein Jahr lang unentdeckt im Auge des Jungen bleiben konnte. Ein Fremdkörper im Auge ist schließlich sehr unangenehm, und löst vermehrtes Blinzeln, sowie Tränenfluss aus, um eben diesen Fremdkörper aus dem Auge zu entfernen...

    "Sucht mich am Himmel dort, wo die Nacht den Tag besiegt.
    Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
    Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"

  • Zitat

    Ich frag mich nur, wie der Samen ein Jahr lang unentdeckt im Auge des Jungen bleiben konnte. Ein Fremdkörper im Auge ist schließlich sehr unangenehm, und löst vermehrtes Blinzeln, sowie Tränenfluss aus, um eben diesen Fremdkörper aus dem Auge zu entfernen...


    Das ist richtig, allerdings trifft das nur bei Fremdkörpern über der Hornhaut zu da das Oberlied diese Reibung erkennt und man sollte dieses ja dann hochziehen damit das Unterlid den Fremdkörper webschieb und er dann entfernbar ist. Wenn der Fremdkörper jedoch hinter der Hornhaut ist stört es das Lid nicht.

    Millionen Experimente reichen nicht aus, um die Relativitätstheorie für alle Zeiten abzusichern. Aber eines reicht, um sie zu widerlegen. - Albert Einstein

  • Hallo zusammen :)


    Jetzt gab es wieder so einen Fall, der diesem hier im Thread sehr ähnlich ist.


    Ein 10 Monate altes Baby aus China hatte Beschwerden beim atmen und es wurde eine Lungeninfektion diagnostiziert.


    Nach mehrtägiger medizinischer Behandlung wurden die Symptome nicht besser und die Eltern suchten einen Spezialisten auf.


    Der (so heißt es) schnitt den Brustkorb auf (ich verstehe diesen Teil der Story nicht ganz) und fand in der Lunge des Babys einen 3 cm langen Grashalm,
    der dem Rasen der Kleinfamilie glich.


    Die Ärzte schließen nicht aus, dass das Baby beim spielen auf dem Rasen einen Grassamen eingeatmet hat.


    Quelle: Klick



    Ich finde es erstaunlich.



    Gruß, Phobophobia. :)

  • Ich kann mir auch kaum vorstellen das dort in der Lunge ein Keim dort sein Lebenswerk verrichtete. Denn was dort fehlt ist Licht und ohne das wird es ein Graskeimling doch sehr schwer haben.
    Ich gehe auch davon aus der kleine mal in einer stillen Sekunde jenen Halm in den Mund gesteckt hat und dann versehentlich hat der Halm einen abstecher in die Lunge gemacht.
    Kommt öfters vor als man denkt.


    Grüße S.

  • Jup das ist der Unterschied zu den Geschichten. Der Grashalm soll gewachsen ohne Licht? Mhhh ich weiss nicht wie es bei gras ist, ob dies auch Licht benötigt oder nur den Sauerstoff. Kann man Rasen im Dunkeln züchten? :-)

    Millionen Experimente reichen nicht aus, um die Relativitätstheorie für alle Zeiten abzusichern. Aber eines reicht, um sie zu widerlegen. - Albert Einstein

  • Na ja ich denke schon, das die Bedingungen in einer Luge sehr gut sind, damit da Gras wachsen kann.


    Um überhaupt zu wachsen, ist Wärme und Feuchtigkeit sehr wichtig.


    Wenn man sich einen schönen Rasen im Garten machen will, sind die Samen ja auch in der Erde im Dunkeln.


    Ein Pilz beispielsweise hat in der Lunge optimale Bedingungen um zu gedeihen.


    Ich denke der Grashalm in der Lunge des Babys hätte es wahrscheinlich nicht lange überlebt, weil irgendwann ist dann doch das Licht notwendig,
    aber um überhaupt erstmal zu wachsen ist nur die Wärme der Lunge und die Feuchtigkeit darin notwendig.


    Wie seht ihr das?



    Gruß, Phobophobia. :)

  • Hi Phobo


    Hier noch mehr dazu !


    www.krone.at/index.php?http%3A// ... 681/hxcms/


    also der Samen ist in der Lunge tatsächlich aufgegangen und begann zu keimen ! was natürlich zum tod des Babys geführt hätte , wenn der Halm erstmal in der Lunge zu wurzeln begomnnen hätte ...ein Rasen hätte sich dort natürlich nicht gebildet , weil das Baby vorher gestorben wäre und weil dazu dann doch weitere Nährstoffe und Licht von nöten sind ...Gras ist ja in seinem Nährstoffbedarf zwar sehr bescheiden , weshalb es sich ja so ausbreiten konnte , aber etwas mehr benötigt es nun doch .

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Hallo


    Also ich weiß nicht, vermutlich soll eine Samen durch das Atmungsystem in die Lunge gekommen sein.
    Ich sehe es immer noch skeptisch das die Lunge ein passendes Biotop dafür ist, Feuchtigkeit und Wärme würde ich gelten lassen, aber absolute Dunkelheit.
    Selbst simple Dinge wie Photosynthese sind dort Tabu.


    Aber es ist schon erschreckend das sowas passieren kann, wer rechnet mit sowas, dass im schlimmsten Fall zum Tode führen kann.


    Gruß S.