Über 30 Jahre ohne Schlaf! Brauchen wir Schlaf?

  • ich hab vor nicht allzu langer zeit mit amphetamin "experimentiert".
    das längste was ich wach war, waren 7 tage. danach hatte ich so übertrieben krasse augenringe. wie übel muss das denn dann aussehen wenn man noch länger nicht schläft? meiner meinung nach ist das alles blödsinn.
    ich bin mir auch ziemlich sicher mal mitbekommen zu haben, das man bei zu extremen schlafentzug an einer blutvergiftung sterben kann. zusätzlich muss ich sagen das man nach ein paar tagen ohne schlaf am rad dreht, also halluzinationen, wahnvorstellungen, paranoia usw bekommt. beim einen dauerts 2-3 tage, beim anderen 5-6. wie verwirrt muss man denn dann sein wenn man zb 14 tage wach ist? glaubt nicht alles was die zeitungen berichten, erst recht wenn sie sich auf bild-niveau befinden.

  • @ Hardcorefroeschchen,


    siehe dazu meinen Beitrag auf der Vorderseite ;)


    - www.paraportal.de/fpost138952.html#138952 -



    Es gibt Schlafentzug auch als Therapieform für depressiv Erkrankte.


    Bei Menschen führt Schlafentzug über einen längeren Zeitraum zu einer Häufung von Sekundenschlaf.
    Monatelanger Schlafentzug, wie in dem Fall einer genetisch bedingten Schlafstörung, führt zum Tod,
    Symptome wie Demenz und Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich bereits in den ersten Wochen.


    Auch Schlafentzug als Folter gibt es.


    Dauerhafter Schlafmangel führt zu körperlichen Beschwerden (beispielsweise erhöhte Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen) und zu psychischen Problemen
    (beispielsweise Denkstörungen, Müdigkeit, Halluzinationen, Reizbarkeit).
    Dauerhafter methodischer Schlafentzug wird daher auch als Methode der Folter unter anderem dazu eingesetzt,
    um klares Denken des Opfers zu unterbinden und um den Willen sowie die Widerstandskraft des Opfers zu brechen und so beispielsweise Aussagen zu erpressen.


    Im alten Kaiserreich China diente der Schlafentzug über Tage und Wochen dazu, Schwerverbrecher hinzurichten.
    Durch Schlagen, Schmerzreize und Kitzeln wurden diese wach gehalten.
    Nach einigen Tagen bekamen sie Wahnvorstellungen und bald darauf starben sie.


    Es sind keine Personen bekannt, die mehr als elf Tage ohne Schlaf auskommen konnten.


    In der Sowjetunion war Schlafentzug eine gängige Praxis bei den Verhören von Verdächtigen,
    die teilweise wie am Fließband von verschiedenen Personen abwechselnd befragt wurden (diese Folter wird auch in Solschenizyns Archipel Gulag geschildert).
    Kombiniert mit Einschüchterungen, Drohungen, Entzug von Nahrung und Wasser sowie qualvollen Körperhaltungen war es ein weit verbreitetes Druckmittel.
    Schlafentzug wird auch heutzutage noch oft als Foltermethode angewandt, da er keine nachweisbaren körperlichen Spuren beim Opfer hinterlässt (so genannte Weiße Folter).


    Quelle: Klick



    Gruß, Phobo. ;)

  • Der Mensch braucht definitiv kein Schlaf um wieder neue Energie zu sammeln.
    Es gibt auch neuere Fälle von solchen "Schlafstörungen".
    Dort konnte ein Mann mehrere Wochen schlecht schlafen. Im Schlaflabor wurde dann herausgefunden, dass er in der Nach maximal 5-15min "schläft". Körperlich war dieser Mann topfit ohne Mängel. Psychisch war er jedoch sehr angeschlagen.
    Es wurde dann herausgefunden, dass das Hirnareal, welches für die Müdigkeitauslösung zuständig ist, nicht mehr funktioniert.


    Somit lässt sich sagen, dass der Schlaf nur zur psychischen Verarbeitung der erlebten Ereignissen notwendig ist.

  • Zitat

    Denn könnte es nicht möglich sein, die erlebten Ereignisse auf andere Art und Weise zu verarbeiten, z.B. durch Meditation?


    Ja, ich denke das könnnte möglich sein. Mein Biologielehrer hat mir erzählt, dass eine halbe Stunde intensive Meditation mehrere Stunden schlaf ersetzen kann. Ich weiss aber nicht genau ob das stimmt :x

  • Zitat von "Phobophobia"

    Was heißt nur?


    Weil es ein "nur" ist. In der Vergangenheit dachte man das Schlafen wäre soetwas wie "Akku aufladen". Aber das ganze Thema Müdigkeit wird uns nur vom Gehirn vorgegaukelt um sein Psycho-Programm einzuschalten.

  • Das widerspricht sich aber mit Deiner vorherigen Aussage:


    Zitat

    Es wurde dann herausgefunden, dass das Hirnareal, welches für die Müdigkeitauslösung zuständig ist, nicht mehr funktioniert.



    Es gibt einen Bereich im Kopf, der bei uns die Müdigkeit auslöst und der dafür sorgt, das wir Nachts schlafen.


    Da ist nichts vorgegaukelt.


    Selbst Tiere brauchen den Schlaf.


    Deine Aussage mit den vorgaukeln ist mir etwas zu dünn, was genau meinst Du damit, wie kann man sich das vorstellen?



    Gruß, Phobo. ;)


  • Wenn wir Hunger haben ist der Magen leer, wenn wir Durst haben fehlt es an Flüssigkeit. Wenn wir Müde sind, ähhhm ja, was ist dann schief geloffen?
    Im Prinzip ist dann noch alles ganz ok.
    Müde sind wir, wenn wir 50 km gejogt haben oder uns anders körperlich betätigen. DANN ist der Akku leer und müssen uns ausruhen. Das geht aber meistens ohne schlaf nur durch einfaches nichtstun.
    Vergleicht man diese Müdigkeit, mit der Müdigkeit vor dem zu Bett gehen, dann ist letztere vorgegaukelt. Wir hätten noch Energie um Bäume auszureisen, um eine Doktorarbeit zu schreiben. Aber dürfen wir nicht - da das Gehirn befiehlt: "schlaf".

  • Moin :)


    Das Gehirn gibt uns dieses Signal aber nicht für umsonst.


    Gestern Nacht kurz vorm zu Bett gehen habe ich mir darüber noch mal Gedanken gemacht.


    Also ich wäre nicht mehr im Zustand gewesen um Bäume aus zu reisen.


    Erst wenn ich mich ausgeruht habe, dann kann ich das wieder.


    Es ist wirklich wie ein Akku aufladen.


    Hormone spielen eine große Rolle dabei, das Hormon Melatonin ist u.a. zuständig dafür, das wir müde werden.


    Es ist zwar noch nicht genau geklärt, warum der Mensch den Schlaf braucht, aber es ist definitiv bewiesen,
    das Menschen verrückt werden von Schlafentzug, das geht sogar hin bis zum Tod.


    Je weniger wir schlafen umso mehr spielt unser Körper verrückt.


    Das muss ja irgendwie zu erklären sein.


    Hier ein interessanter Artikel von wikipedia zum Thema Schlaf:


    - de.wikipedia.org/wiki/Schlaf -



    Gruß, Phobo. ;)

  • Zitat von "Phobophobia"

    Moin :)
    Gestern Nacht kurz vorm zu Bett gehen habe ich mir darüber noch mal Gedanken gemacht.
    Also ich wäre nicht mehr im Zustand gewesen um Bäume aus zu reisen.
    Erst wenn ich mich ausgeruht habe, dann kann ich das wieder.


    Es ist wirklich wie ein Akku aufladen.


    Aber genau das meine ich doch. Du konntest nur nicht Bäume ausreisen, weil das Gehirn schon den Einschlaf-Modus aktiviert hat. Wäre dieser nicht aktiviert könntest du "Bäume ausreisen".
    Das Gefühl ausgeschlafen zu sein bzw. den Akku aufgeladen haben ist rein psychisch. Aber wie du auch sagst klar notwendig, da man ohne Schlaf sonst psychisch Zugrunde geht und dies wiederum körperliche Probleme mit sich zieht.

  • Ich habe grade nicht die Zeit, mir alles durchzulesen. Daher weiß ich nicht, ob dies bereits geschrieben wurde:


    Es wird zu Anfang davon erzählt, dass manche Menschen eine Regenerationsphase von 5Stunden brauchen, andere brauchen eine 10stündige, um wieder vollkommen zu Kräften zu kommen.
    Wenn es nun durch einen Deffekt (wenn man es so nennen will) dazu kommt, dass diese Regenerationsphase vllt 10Sekunden dauert oder gar komplett verschwindet, dann klingt das garnicht mal so dumm, dass man auch ohne Schlaf auskommen kann.


    Die Frage ist bloß, ob es möglich ist, die nötige Regenerationsphase so enorm zu verringern.
    Ich persönlich denke, dass es unter Umständen möglich ist.
    Daher würde ich diese '30 Jahre ohne Schlaf'-Geschichte nicht unbedingt als komplett frei erfunden ansehen.

    You asked me what was wrong and I said nothing,
    Then I turned around and whispered everything...

  • Vieleicht benötigt vor allem Das gehirn einfach mal eine "Sensorenauszeit" wo sich die Nervenzellen in Ruhe vom Stress und den ständigen dateneingängen regenerieren und Daten durchgehen können , einige Daten löschen andere ins Archiv versenden , alles ordenen ...sozusagen die Büroarbeit hinter verschlossener Tür , wenn die Verwaltung für die Öfentlichkeit geschlossen hat . :?

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Auf der Welt gibt es über 6 Milliarden Menschen. Jeder davon unterscheidet sich vom Rest, keiner ist gleich wie ein anderer. Es gibt zahlreiche genetische Anomalien, und wohl noch weit mehr externe Umwelteinflüsse (dazu zählt nicht nur Strahlung, es gibt viele Millionen Dinge die einen Einfluss auf den Menschen, sein Leben, seine Gene etc haben kann)


    Warum soll es auf einer Welt in der Menschen mit zwei Köpfen existieren und handeln können als wären sie eine Person, einer Welt in dem wir weit weniger wirklich verstehn als wir einfach vermuten, nicht auch möglich sein dass es Menschen gibt die ohne (oder nur mit ganz wenig) Schlaf auskommen. Schlaf ist im Gegensatz zu Essen, trinken (und atmen) kein absolutes Grundbedürfnis. Zumindest nicht in dem Sinn, dass wir es zur Energieaufnahme brauchen. Schlaf ist eigentlich nur das Rebooten des Gehirns. Dinge, die am Tag erlebt wurden werden dort verarbeitet, wichtige Sachen werden ins Langzeitgedächtnis gespeichert etc.


    Wenn es aber möglich wäre dass diese Dinge während der Wachphase durchgeführt werden würden, wäre Schlaf nicht mehr nötig. Man würde nicht mehr müde werden, hätte vermutlich kein Bedürfnis mehr nach Schlaf.
    Ich bin folglich ziemlich überzeugt, dass es möglich ist ohne Schlaf auszukommen. Nicht für 99,99999...% der Menschen, aber ich glaub inzwischen dass kaum etwas wirklich unmöglich ist.

    Jede Frage, auf die wir glauben die Antwort zu wissen, ist bloß ein weiterer Irrtum in den großen Weiten des Universums.

  • Es gibt sicher Menschen, die mit sehr wenig schlaf über Jahre hinweg aushalten. Ich habe aufgrund von psychischen Stress z.B. fast zwei jahre jede Nacht mal 2 mal höchstens 4 stunden geschlafen, manche Nächte sogar gar nicht.


    Aber ganz ohne Schlaf geht es nicht. Man würde früher oder später psychische Probleme, Änderungen in der Herztätigkeit und solche Dinge bekommen.

  • Also ich kann nur aus eigener Erfahrung berrichten, ich hab mal 5 Tage und ein Paar Stunden ohne Schlaf zugebracht, die Auswirkungen sind schon oben beschrieben worden:


    -erschwertes zur Ruhe kommen
    -Haluzinationen
    -Blitze und Sternchen vor den Augen
    -häufiges Stottern beim Reden


    und einiges mehr.
    Ich denke das Schlaf auf jeden Fall notwendig ist, und das man wenn man nicht mehr Schlafen kann dann eines Tages einfach zusammenbricht, wenn nicht Körperlich(was ja sein kann) dann eben psychisch, sprich man wird ein Fall für die Psychoklinik.


    Gruß Schattenkanzler :)

  • Was ich lustig finde ist dass hier jeder zweite bereits persönliche Erfahrungen mit fünf oder mehr Tagen ohne Schlaf gemacht hat. Ich bin maximal mal auf 30 Stunden gekommen, was für einen 'normalen' Menschen sicherlich gesünder ist ;)

    Jede Frage, auf die wir glauben die Antwort zu wissen, ist bloß ein weiterer Irrtum in den großen Weiten des Universums.

  • Bei mir waren es an die 48 Stunden ohne Schlaf, was allerdings mehr oder weniger zu extremer Müdigkeit geführt hat und Audiobedingten Halluzinationen ... Mehr aber auch nicht.

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Um es hier einmal auf den Punkt zu bringen.......
    Der individuelle Schlafbedarf ist sehr unterschiedlich und eine so genannte “normale” Menge an Schlaf, die jeder Mensch braucht, gibt es nicht. Vom Säuglingsstadium zum Alter hin nimmt die Schlafdauer ständig ab. Ein Baby benötigt z.B. in den ersten Lebensmonaten um die 16 Stunden Schlaf pro Tag, ein Erwachsener ca. 6 – 8 Stunden und ein alter Mensch meist nur noch 5 – 6 Stunden. So hat jeder sein eigenes Schlafbedürfnis – die einen brauchen viel Schlaf und andere kommen mit wenig aus. Bisher hat es noch kein Mensch länger als 17 Tage ohne Schlaf ausgehalten. Allerdings unter erheblichen psychischen und physischen Qualen. Irgendwann schläft dann doch jeder ein, ob er will oder nicht.
    Alles andere sind Märchen!!!

  • Bei mir wurde es ungefähr bei 32 Stunden kritisch. Dann war mir richtig schlecht und ich war sehr verspannt und jumpy (weiß nur das englische Wort) und das aber nur wenn ich stand. Sobald ich mich setzte, schlief ich ein.


    Ich brauch zwischen 6 bis 8 Stunden Schlaf, gern auch was länger.