Expansion des Universums

  • Du redest schon wieder von einem Raum, ich würde einfach sagen, die Paralleluniversen (müsste es dann nicht Multiversen oder so heißen) existieren für sich selbst ohne einen Raum einzunehmen (der Vergleich mit der Festplatte ist da irreführend, weil z.B. sich das Universum ausdehnt und so doch mit anderen Universen in Konflikt kommen würde, aber jedes für sich hat einen eigenen Raum, der nichts mit den Räumen in anderen Universen zu tun hat). Aber wie Nieselpriem bereits gesagt hat ist das reine Fiktion. Die Idee von Paralleluniversen kommt wohl daher, weil die Kräfte scheinbar sehr genau eingstellt sind. Würde z.B. die Feinstrukturkonstante nur geringfügig anders sein würden wir nicht existieren. Da kommt man wohl auf den Gedanken, dass es doch einen Gott gibt der diese Konstante fein eingestellt hat, oder man kommt halt auf die Paralleluniversen die jeweils eine gerinfügig andere Feinstrukturkonstante hat.
    Ein anderer Grund warum man Paralleluniversen haben will ist wohl die Idee Zeitreisen machen zu können. Nach den Motto wenn man in der Vergangenheit Mist baut kommt man in einem Paralleluniversum heraus. Aber das würde bedeuten, dass die Universen doch irgendwie zusammenhängen. Da ist es wohl realistischer, dass es keine Zeitreisen in die Vergangenheit gibt.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • res  
    Ich rede nicht, ich schreib. :rofl:


    Der Punkt mit der Festplatte ist so gemeint, das eben alles in einem Raum ist, die anderen Möglichkeiten alle hier sind (jedoch der Zeitpunkt ihrer Existenz unterschiedlich). Wir nehmen sie nur nicht wahr. Ich denke, ihre Expansionen können durchaus unterschiedlich sein oder eben auch koexistent, solange sie ein "Ende" und ein "Anfang" besitzen, um in diesen Raum (und die Zeit), unser Universum genannt hinein zu passen. Sie unterstützen sich vieleicht dadurch ja auch, als gegenseitige Antriebskraft oder Bremskraft sozusagen, vernichten und reproduzieren sich. Ich denke mir das wie bei einem Baum: Am Stamm wenige und in der Krone viele Möglichkeiten der Koexistenz parallel zueinander vorhandenen Möglichkeiten. Zeitreisen sind auch nicht die einzige Antriebskraft, um an soetwas zu glauben. Klar beweisen lässt sich so etwas kaum, aber Gegenbeweise gibt es auch nicht.

  • Die Zeit ist auch nur eine Eigenschaft des Universums und wie es aussieht wird das Universum sich ewig ausdehnen (zumindest beschleunigt sich die Ausdehnung momentan), also nix mit deiner Anfang- und Ende-These.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Zeitreisen haben nichts mit anderen Universen zu tun. Worauf du anspielst, ist die berühmte "Hose der Zeit". Die führt aber nur zu alternativen Zeitebenen und nicht zu völlig neuen Universen. Auch wenn ich statt ins linke, ins rechte Hosenbein reinschlüpfe, hab ich ja noch nicht die Hose gewechselt, um mal bei diesem hübschen Beispiel zu bleiben. ;-)


    Und was den Raum außerhalb unseres Universums angeht, der eistiert ganz einfach nicht, da der Raum selbst ein integraler Bestandteil unseres Universums ist. Ich gebe zu, das ist alles ziemlich schwer zu verstehen. Stell dir das Universum einfach als eine Blase vor, die innen zwar ständig größer wird, außen aber nicht. Genaugenommen hat das Universum, wenn man es von außen betrachten würde (was, wie wir ja wissen, nicht möglich ist), überhaupt keine Ausdehnung. Es gibt schlicht und ergreifend keinen Raum, den es für sich beanspruchen und den es verdrängen könnte. Das Universum macht überhaupt erst dann Sinn, wenn man sich darin befindet. Alles was nicht darin ist, ist kalter Kaffee.

  • Nun, einen Anfang hat es der Lehrmeinung nach, warum dann nicht auch ein Ende? (Nieselpriem, verlass mich auf dich, das du das ggf. verbessers) Wenn die Materie eine kritische Menge besitzt, zieht sich das Universum aufgrund der Gravitation irgendwann zusammen-der große Endknall. Wird die Menge unterschritten, dehnt es sich weiter aus, wird aber immer leerer und kälter. Und nur weil es jetzt expandiert, heißt das noch lange nicht, das das ewig so weitergeht. Die Zeit ist der gleiche Aspekt wie der Raum, schließlich kann beides nicht alleine existieren.

  • Nieselpriem
    Wenn man jetzt in die Vergangenheit reist und etwas dort ändert (was ja zwangsläufig passiert), dann hat es ja Einfluß auf das ganze Universum zumindest in einem Zeitkegel der sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt. Aber es muss ja noch im Prinzip das geben was man gemacht hätte wenn man nicht zurück in die Zeit gereist werde, oder?

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Mr. T : Ja, das ist vollkommen richtig. Allerdings weiß ich jetzt nicht so ganz, worauf du hinaus willst. Wo liegt jetzt das Problem?


    res : Ob man in der Vergangenheit, wenn man sie denn überhaupt besuchen kann, etwas verändern kann, ist strittig. Es gibt Theorien, die das Gegenteil behaupten. Damit wäre das hinfällig. Würde man aber tatsächlich etwas verändern, so könnte man nichtmehr in die eigene Gegenwart zurück, sondern nur in eine alternative. Sonst würde es zu Zeitparadoxen kommen. Und das wäre ziemlich übel. Hier muss man halt ganz klar differenzieren zwischen alternativen Zeitebenen und Multiversen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. :-)

  • Ich glaube auch nicht, dass Zeitreisen in die Vergangenheit möglich sind, aber ich sehs ein, mit den Zeitebenen klingt das vernünftiger, als wenn sich ein neues Universum aufmachen würde. Wäre halt interessant wie man sich diese Zeitebenen vorstellen kann, aber ist wohl alles nur ein Hirngespinst.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Also das mit den Zeitebenen ist nicht unbedingt ein Hirngespinst. Das ist in der Wissenschaft durchaus ein seriöses und viel diskutiertes Thema. Gäbe es z.B. Tachyonen, würden diese sich mit Überlichtgeschwindigkeit fortbewegen und somit in die Zukunft reisen. Kämen sie wieder zurück, könnten sie sich quasi selbst begegnen. Klingt skuril, wäre theoretisch aber zumindest denkbar. Zeitreisen sind ein sehr interessantes aber auch extrem komplexes Thema. ich glaub, ich muss mich da mal intensiver einlesen. :-)


    Und nein, ein neues Universum entsteht nicht, nur weil du dich gerade am Hinter kratzt. Denn auch das beeinflußt die Zeitlinie. Wenn du es richtig verwirrend haben willst, darf ich dich auf verschränkte Quantenpaare hinweisen. Dabei sind 2 Quanten über eine nach oben offene Entfernung miteinander verbunden. Was dem einen Quant passiert, passiert auch dem anderen. Wenn jetzt eines davon aber in ein schwarzes Loch plumpst, steht die Zeit für dieses Quant still. Für das andere aber nicht. Die Zeitlinie des einen endet also, die seines Spiegelbildes geht weiter. Gerade auf Quantenebene passieren wirklich verrückte Sachen. :-)

  • Ich dachte wenn ein Teilchen in ein Schwarzes Loch plumst, dann steht es nur für Außenstehende die Zeit still (also für sie steht das hineingefallene Teilchen still) aber für das Teilchen das reinplumst vergeht die Zeit "normal".

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • Nieselpriem
    Meine Erklärung bezog sich auf res Aussage


    Eine Frage: Wenn Tachyonen immer wieder durch die Zeit reisen, bilden die nicht dann eine Zeitschleife? Würden die dadurch nicht auch zwangsläufig die ihnen umgebende Raumzeit verändern? Ein Paralleluniversum und die neue Zeitlinie bei einer Zeitreise währen sich doch eigendlich ähnlich, wo besteht dann da der Unterschied?

  • Tachyonen (wenn es sie wirklich geben sollte) reisen doch nur in die Vergangenheit aber nicht in die Zukunft oder? Zumindest kann man sie ja nicht unter Lichtgeschwindigkeit bringen.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
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  • werden die nicht vermutet ,weil in soner formel,(weiss jetz leider nicht welche und von wem), im ergebnis immer etwas energie fehlt?
    sie bewegen sich mit lichtgeschwindigkeit ,da nur energie aber "keine masse".
    je näher zb "das teilchen" an c um so höher m.
    könnte man auch v>c annehmen => zeitreise ?
    weiß jemand was über das schallwellenexp.,schall durch rohr mit kleinerem durchmesser in der mitte an uni-köln ph.Inst. (2006/2007?) ?

  • danke für die info .
    ps. ist tunneleffekt und "superluminales tunneln",also das mit den schallwellen dasselbe? kann mich noch entsinnen , dass beim tunneleffekt das augenmerk mehr darauf lag, dass elementarteilchen in "potentialtöpfen" ,deren potentialwälle über winden können ,auch wenn E(wall)>E(teilchen) .(kernphysik?), aber auf beides wird schrödingergleichung angewand,könnte sein das ich da was durcheinanderschmeiße?

  • Puh... jetzt hast du mich aber ordentlich ins Schleudern gebracht. :grins: Ich war durch deine Schallwellen etwas verwirrt. Mit Schall funktioniert das Ganze nämlich nicht. Das läuft nur auf Quantenebene. Und da gilt dann tatsächlich, dass Teilchen einen Potentialwall überwinden können, obwohl E(wall)>E(teilchen). Das ist richtig. Allerdings kann man nicht direkt von Überwinden reden, da genaugenommen der Wall ja nicht überstiegen, sondern eben "durchtunnelt" wird. Das Teilchen taucht einfach auf der anderen Seite auf. Funktioniert aber nur auf Quantenebene. Ein schönes Anwendungsbeispiel hierfür ist das Rastertunnelmikroskop.

  • An der Uni Köln wurden im physikalischen inst. Schallwellen durch ein rohr gesendet, eine öffnung sender,andere empfänger.der durchmesser war inder mitte kleiner ,praktisch wie ein "tunnel" im rohr ,daher verwirrung.
    die schallwellen die durch das rohr geleitet wurden kamen schneller am empfänger an als ohne rohr. das meinte ich ,stand 2006/2007 ma in der zeitung.
    die hypothese dabei war ,ob es auch mit lichtquanten funktionieren könnte,habs nicht weiter verfolgt und bin auch nich mehr so vertraut mit der materie.