Beiträge von Cassandra

    Habe was interessantes gefunden:


    Liebesheirat oder Vernunftehe - kaum jemand stellt sich ernsthaft diese Frage. Jedenfalls nicht hierzulande. Die Sehnsucht, sich Hals über Kopf zu verlieben, und der romantische Glaube an "die" schicksalhafte Begegnung im Leben machen die Eheschließung zur reinen Herzensangelegenheit. Dabei ist es in anderen Kulturkreisen durchaus üblich, den Bund fürs Leben aus rationalen Erwägungen heraus zu schließen. Eine kluge Entscheidung, meint der amerikanische Psychologe Robert Epstein. In der Vernunftehe, in der beide Partner im Laufe der Zeit lernen, sich zu lieben, sieht er die besseren Chancen für eine glückliche Beziehung. Um seine These zu belegen, stellte er sich selbst als Versuchsperson zur Verfügung - und verliebte sich.


    Um die klischeehaften Liebesmythen aus Hollywood-Filmen zu entkräften, rief Epstein als Chefredakteur der Zeitschrift "Psychology Today" das "Love Project" ins Leben. In dieser ungewöhnlichen Aktion bot der 50-jährige Journalist seinen Leserinnen einen Liebesvertrag an. Dieser verpflichtete die Frauen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine Liebesbeziehung zu ihm zu entwickeln. Tausende von Briefen und Emails von Frauen aus aller Welt erreichten Epstein - doch keine schien für das Projekt geeignet zu sein. Ein Dreivierteljahr später lernte der zweimal geschiedene Psychologe und Vater von vier Kindern zufällig im Flugzeug eine Frau kennen: Gabriela Castillo aus Venezuela, 40 Jahre alt, ebenfalls getrennt und Mutter dreier Kinder. Liebe auf den ersten Blick war es keineswegs. Wohl aber zeigten beide Partner starkes Interesse am Love Project und glaubten fest daran, aus Zuneigung und Interesse am anderen eine wunderbare Liebe schaffen zu können.


    Gefühle wachsen mit der Zeit
    Der Liebesvertrag, den beide am Valentinstag unterzeichneten, verpflichtete sie, dem anderen treu zu sein und an einer begleitenden Paarberatung teilzunehmen. Nach acht Sitzungen waren Epsteins Gefühle auf einer zehnstufigen Liebesskala auf fünf geklettert. Auch Gabrielas Zahlen fingen weit unten an und stiegen dann kontinuierlich im Zickzackkurs nach oben. Am Schluss war es für beide Liebe. Dass die Beziehung trotzdem nicht gehalten hat, sieht Epstein nicht als Scheitern seines Projektes aus. Das Experiment sei erfolgreich gewesen, doch die Beziehung endete aus anderen Gründen: "Wenn die räumliche Entfernung nicht gewesen wäre und wenn wir nicht so dumm gewesen wären, den Medien zu erlauben, uns überall hin zu folgen, wäre wir wahrscheinlich heute noch zusammen." Mittlerweile hat Epstein einen neuen Liebesvertrag geschlossen und plant sogar schon die Hochzeit. Seine zukünftige Frau lerne er bei der Partnerbörse Match.com kennen.


    Vernunftehen machen auf Dauer glücklicher
    Epstein führt eine Studie indischer Wissenschaftler an, nach der Vernunftehen wesentlich bessere Ergebnisse erzielen als romantische Beziehungen. "Sechzig Prozent aller Partnerschaften weltweit sind keine Liebesheiraten. Die Scheidungsrate solcher Verbindungen ist extrem niedrig und was besonders überraschen mag: Über die Hälfte aller Paare verlieben sich sogar im Laufe der Zeit ineinander." Nach fünf Jahren zeigten sich die Paare, die aus rationalen Erwägungen heraus den Bund fürs Leben geschlossen haben, glücklicher. Auch die Unzufriedenheit mit dem Sexualleben scheint bei Langzeitbeziehungen, die leidenschaftlich begonnen haben, immer mehr zu steigen. Eine Ursache hierfür sieht der Psychologe darin, dass unsere Erwartungen allzu häufig übersteigert und mit klischeehaften Vorstellungen verbunden sind, in denen Liebe als etwas "Magisches" angesehen wird. Sie hinderten uns daran, dass sich unsere Gefühle in echte Liebe verwandelten.


    Lust und Liebe sind zweierlei Dinge
    Epstein will keineswegs die arrangierte Heirat propagieren. Er glaubt jedoch, dass Paare westlicher Kulturen viel davon lernen können. "Einer unserer größten Fehler ist es, Lust und Liebe miteinander zu verwechseln", gibt Epstein zu denken. "Unsere Leidenschaft ist oftmals nichts anderes als eine starke körperliche Anziehung und diese verschwindet schnell - meist innerhalb eines Zeitraums von 18 bis 24 Monaten." Wer bis dahin den Partner durch die rosarote Brille gesehen hat, stellt enttäuscht fest, dass der Beziehung jede Basis fehlt. Aus diesem Grund warnt Epstein davor, der Sexualität eine zu große Bedeutung einzuräumen. "Auch wenn eine gewisse körperliche Anziehung am Anfang vorhanden sein muss, beruht eine dauerhafte Beziehung vor allem auf seelischer und gefühlsmäßiger Nähe."



    Quelle: www.t-online.de

    Wusste nicht genau ob es hier hin oder in "Dies und Das" reingehört. Ich habe es also hier gepostet, bitte verschieben falls es falsch ist.


    Ich wollte mal eure Meinung zum Thema Heirat und Kinder "hören".
    Wie denkt ihr darüber?
    Möchtet ihr mal heiraten? Oder seid ihr schon verheiratet?
    Möchtet ihr Kinder haben? Oder habt ihr welche?
    Findet ihr das überhaupt noch in Ordnung Heutzutage zu heiraten und Kinder zu bekommen?