Beiträge von Buh

    Oha. Viel Aufklärungsbedarf, ich sehe schon.


    Erkläre mir doch bitte, marktfrisch, wie genau HIV übertragen wird. Deine Einstellung, so fürchte ich, ist so tief mit Vorurteilen und Unkenntnis zersetzt und in Schwarz und Weiß geteilt, dass man nur gegen eine Wand reden kann.


    Um sachlich zu bleiben:
    Eben WEIL Homos ihre Gene nur schwer weitergeben können, sind sie als "Kindergärtner" (ganz flapsig gesagt) besser geeignet als egoistische Heteros. Eben WEIL sie keine eigenen Kinder haben können, gehen sie womöglich leichter auf fremde Kinder zu und WEIL sie nicht das typische Balzverhalten der Männer und Frauen an den Tag legen, können sie zur Kommunikation und zu mehr Einfühlsamkeit führen. Man möge mir meine Verallgemeinerung verzeihen, aber so kann man es besser auf den Punkt bringen.


    Ich verstehe nicht, warum man nicht allein schon an der Anzahl der Homosexuellen erkennen kann, dass da irgendetwas hinterstecken MUSS. Ein Homosexueller unter 10 Millionen mag kurios sein, aber diese Menge? Schon allein das sollte aufhorchen lassen, auch wenn man ein wenig überlegen muss, um darauf zu kommen, was die Natur sich bei der Homosexualität gedacht haben könnte.


    Finde ich übrigens auch recht interessant, nebenbei zu erfahren, was andere NICHT für Sexualpraktiken durchführen. Von Marktfrisch wissen wir, dass er weder Oral- noch Analsex hat und Sex nur dann hat, wenn er Kinder zeugen möchte, aber dennoch 3er-Beziehungen toleriert. Interessant, aber ich möchte Dich doch darum bitten, nicht noch weiter darauf einzugehen.


    Allerdings muss ich zustimmen. Der Satz "nicht mehr so geeignete Gene auszusortieren" lässt aufstoßen. Ein schwuler Kumpel ist 1,95 m groß, durchtrainiert, gesund, Sportler UND verdammt schlau. Warum sollte er sich nicht fortpflanzen? Und warum sind dann einige Menschen fruchtbar wie die Kaninchen? Oft denke ich, dass einige Menschen sich definitiv nicht fortpflanzen sollten, aber die scheren sich leider nicht um meine Meinung.


    Du widersprichst Dich, marktfisch, schade um's Erbgut oder "Säuberung" schlechter Gene?


    Und: Eben wegen solcher Leute wie Dir wird auch demonstiert. Der CSD ist dazu da um auch zu zeigen "Wir sind viele!". Damit wird gezeigt, dass Homosexualität alle Klassen und Bildungsstände betrifft, ältere und jüngere Menschen und eben deswegen weder eine Krankheit noch etwas Unnatürliches ist.

    Wenn es hier rein um das "Problem" geht, dass Homosexualität "unnatürlich" ist, weil Homosexuelle sich nicht auf völlig natürlichem Weg fortpflanzen können (streng genommen):
    Vornehmlich geht es um die Erhaltung der eigenen Gene, richtig. Aber im zweiten Schritt geht es auch um die Erhaltung der Art. Und da können Homosexuelle eine Rolle spielen: Sie kümmern sich um die Kinder der anderen Artgenossen (ob es nun Waisen sind oder nicht), sie sorgen für Toleranz und Offenheit (beides lässt eine Gruppe weiterentwickeln) und sie fördern das Miteinander in einer Gruppe. Grenzen verwischen zwischen Männern und Frauen, was auch nur von Vorteil sein kann. Vielleicht auch, weil ein Überschuss eines Geschlechtes besteht?


    Homosexuelle sind womöglich nicht für die Erhaltung ihrer eigenen Gene verantwortlich, sondern im weiteren Sinn für die Erhaltung einer Art oder einer bestimmten Gruppe.


    Homosexualität ist nicht unnatürlich oder wider der Logik, es muss einen nachvollziehbaren Grund geben, warum die Natur es einrichtet, dass Frauen Frauen lieben und Männer Männer.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine "Modeerscheinung" ist oder man "krank" sein soll, vielmehr muss Homosexualität eine natürliche Ursache haben.


    Mir ist es völlig wurscht, ob jemand lesbisch oder schwul ist. Schwule können Frauen wertvolle Tipps geben und Lesben eröffnen völlig neue Sicht-Welten. Vor etwa einem Jahr hat eine sehr gute Freundin festgestellt, dass sie lesbisch ist. Ja und? Sie bleibt dieselbe, nur die Männerprobleme werden zu Frauenproblemen und Buh streicht Plan B ("lesbisch werden...ist einfacher") durch und Plan C ("Haus mit vielen Katzen") rückt eins weiter rauf.


    Ich finde es sehr schade, dass es noch Menschen gibt, die so denken wie Marktfrisch. Bei Älteren kann ich es ja noch verstehen, da sie in ihrer Jugend anderes Gedankengut und eine konservative Erziehung hatten, aber junge Menschen? Menschen, die wissen, dass die Welt nicht nur schwarz und weiß ist. Die wissen, das neue Techniken und Möglichkeiten Fortschritt bedeuten und ein weit bunteres Weltbild haben sollten, als meine 88jährige Oma, denken doch letztendlich nur ein zwei Farben. Aber ich denke, noch ein paar Jahre, und auch diese Sorte Mensch wird Vergangenheit sein.

    Nicht so dolle, aber egal:
    Ich war mal als Maskottchen tätig. Lange her. Mein Gesicht war leider kostümtechnisch nicht so abgedeckt, wie ich es gerne gehabt hätte. Jedenfalls war dann irgendwann großer Eröffnungstag und ich total gestresst vom ganzen Fotografieren-lassen. Irgendwann ruft jemand zu mir "Hey! Komm' mal hierher!". Ich also hin, Standardgrinsen aufgesetzt - knipps - und wieder weg.


    Einen Tag später sagt meine Mutter zu mir "Mensch....Gerhard Schröder war ja auch dort! Und Du hast ihn sogar getroffen!" Tjam...da trifft man den ehemaligen Bundeskanzler, ist mit ihm auf einem Bild und hat nichts davon mitgekriegt.

    Schatz! Du bist wieder da! :winks:


    Naja...wie man eine Beziehung führt, weiß ich schon. Sollte ich wissen. Kompromisse eingehen, Nachsicht zeigen, Vertrauen haben....weiß ich doch, Schatz, weiß ich doch.


    Unter dem Begriff "Emanzipation" verstehe ich auch nicht ganz allgemein "Gleichberechtigung". "Emanzipation" heißt, so zu sein, wie man ist ohne komisch angeguckt zu werden. Es bedeutet nicht, als Frau zu versuchen ein Mann zu sein und umgekehrt. Es bedeutet, dass jeder - egal welchen Geschlechts - so sein kann, wie er ist. Das hört sich leicht an. Aber in der bösen Realität sieht es doch meist so aus, dass man irgendwelchen Zwängen unterlegen ist. Man schafft sich dieses Auto aus Prestigegründen an, denkt sich, dass im Autoscooter nur Teenies mitfahren und lässt es dann und dass einige Vorlieben komische Reaktionen bei den Mitmenschen hervorrufen könnten, wenn sie bekannt werden würden. Gnadenlose Authenzität, das ist es, was ich will! Akzeptanz von "schlechten" Eigenschaften, Charakterzügen und Interessen! Akzeptanz der Biologie! Scheiß auf das Gerede! Kein Mit-dem-Strom-Schwimmen und kein Gegen-den-Strom-Schwimmen!


    Ach egal. Nieselchen, ich weiß, das Du weißt, was ich meine.

    Langsam wird es echt strange. Es geht hier doch um Buh, dabei sollte es eher allgemeiner werden. Egal.


    Also.
    Ich arbeite im Contolling. Ich habe kurze Haare. Ich bin 1,83 m groß und ich laufe nicht "tussig" rum. Ich reiße blöde Sprüche. Meine Stimme ist recht tief. Ich stehe auf Horrorfilme und Alternative Rock.


    Bei Dates - bei ersten Dates - rede ich über ganz allgemeine Dinge. Musik, Filme......was man gerne macht und was man beruflich so anstellt. Dass mir meine Schwester und meine beste Freundin sehr wichtig sind. Dass ich in "Essens-Dingen" einen Knall habe. Gerne schreibe und lese. Vielleicht spricht man noch darüber, dass man Höhenangst hat oder Menschenmassen eher meidet. Solche Dinge. Wenn man mich nicht direkt fragt, erzähle ich auch nicht automatisch, dass ich eine Familie will. Ebenso wenig, wie ich sofort erzähle, dass ich gegen Atomenergie bin und bei Katzenkindern anfange komische Geräusche von mir zu geben. Wenn es kein Thema ist, hebe ich es auch nicht hervor. Und die Themen sind nunmal eher "Hey...ich war letztens in diesem neuen, schönen Cafe" als "Greta finde ich als Mädchenname klasse".


    Anhand der Unterhaltung merkt man, ob man den gleichen Humor hat. Ob man eher materiell ist oder ob er sich Gedanken um die Welt macht. Ob man ähnliche Interessen hat und der Intellekt zusammen passt. Ich frage niemanden, nach seinen Stellungsvorlieben oder welche Partei er gewählt hat. Niemanden nach seinen Ansichten zu Nah-Tod-Erfahrungen oder über die Aussenpolitik Irans. Nicht, weil es nicht interessant oder wichtig wäre, sondern weil es meist einfach nicht zum Thema wird.


    Und aufgrund dessen schließt man, dass ich kein Familienmensch bin?! Ist mir unbegreiflich.


    Eines der Dates sagte bspw. dass er nicht den Eindruck hat, dass ich morgens gerne lange frühstücke und gerne koche. Und was mache ich? Ich koche gerne und frühstücke ausgiebig am Wochenende mit meinem Freund.


    Ein weiterer meinte, dass ich wohl eher Karriere machen will, als eine Familie zu gründen. Und dass ich wohl keinen Wert darauf legen würde, eine Weile Hausfrau und Mutter zu sein. Und was denke ich? Ich bin recht konservativ im Rollendenken. Ich möchte meine Kinder selbst erziehen und nicht an Fremde abgeben.


    Meine Kollegin sagt, dass sie erst dachte, ich wäre schüchtern, dabei bin ich nur anfangs zurückhaltend und dann plappere ich über alles sehr offen.


    Eine andere sagt, dass sie aufgrund meines korrekten Äußerlichen vermutete, dass ich niemand bin, der fünf Tage ohne Dusche in den Bergen wandern wolle.


    Oder ein schwuler Kumpel hat mein übernächtigtes Äußeres und mein "ich schmeiß mir mal was über"-Look für meine normale Alltagskleidung gehalten und mir den Stempel "besonders en vogue" verpasst.


    Diese "krasse Diskepanz" zwischen dem ICH und dem, was man auf dem ersten Blick von mir denkt, liegt einfach daran, dass ich trotz Größe, Horrorfilme, kurzen Haaren, trotz Stimme und meines Jobs trotz all dessen eben auch ein Familienmensch bin. Jemand, der sich sehr viel Sorgen um andere macht. Jemand der Angst hat, wenn es draußen im Dunkeln knackt.


    Meine beste Freundin sieht "flirty" aus, mädchenhaft, kommt aber jetzt erst auf die Idee, ihre Karriere- und ihre Weltumsegelungsvorstellung gegen eine Familie zu tauschen.


    Eine andere ist sehr weiblich, der Kuschel- und Familentyp und auf den dritten Blick ist sie lesbisch, möchte keine engere Beziehung und hat ein großes Problem mit Nähe.


    Ein Freund sieht aus wie der unabhängige Rocker, jemand, der nur Spaß haben will und wünscht sich nichts anderes als Frau und Kinder.


    Ich bin nicht alles gleichzeitig. Ich bin kein Party-Hase und sage das auch nicht. Ich bin keine Karrierefrau und sage auch das nicht. Aber was bitte kann ich dafür, wenn jemand nach dem Satz "Ohh...Ich liiiiebe Horrorfilme. Liebesfilme sind nicht so mein Ding." darauf schließt, dass ich eine Karrierefrau bin? Wer bitte sagt, dass man als Frau mit Familienwunsch nicht aussehen darf wie eine Rockerbraut? Wer sagt, dass man als Karrierefrau nicht aussehen kann wie ein Mode-Püppchen? Und als emanzipierte, selbstbewusste Frau darf man sich nicht so geben, wenn man auch eine Familie gründen will? Weil man keinen Sport macht heißt das doch nicht automatisch, dass man nicht auf sich und seine Gesundheit achtet?


    Ich habe wenig Lust - und es jetzt auch nicht mehr nötig - meine Stimme um drei Nuancen höher zu stellen, meine Haare lang wachsen zu lassen und meinen Stil zu ändern, um als Familienmensch gesehen zu werden. Ich habe auch keine Lust, Liebesfilme zu gucken, R'n'B zu hören und mich 10 cm kleiner zu machen, um als weiblich zu gelten. Merkwürdigerweise hatte ich dieses "Problem" nicht, als ich lange Haare hatte und einen 08/15-Bürojob.


    Vielleicht bin ich ein "extremer" Fall - was ich nicht glaube - aber es gibt so viele Vorurteile, so viele Charakterfacetten, soviel Schubladendenken.....Ich spreche mich davon nicht frei, aber ich finde es bemerkenswert, dass es doch so viele Menschen gibt auf die genau das zutrifft. Die offenbar nach 5 Minuten genau so eingeschätzt werden können, wie sie sind. Die nicht überraschend sind. Die sich noch nicht einmal vorstellen können, dass nicht jeder Mensch so ist, wie man nach drei Sätzen annimmt. Ich weiß nicht, ob ich das bewundernswert oder....ähm....einfach gestrickt finden soll. Vermutlich Letzteres.


    Und: Mehr weiß ich auch nicht, wie ich mich verständlich machen soll. Was soll's...ein Versuch war es wert.
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    Eigentlich kann ich mir all dies sparen, denn Daedalus zeigt es doch ganz gut: Er/Sie glaubt, ich wolle alles sein. Wie, zum Teufel, kommst Du darauf? Du glaubst, ich will Karriere machen und wäre ein Partymäuschen? Wo steht das? Was genau lässt Dich darauf schließen, hmm?


    Now you know, what I mean...

    Der Sarkasmus ist mir in der Tat vergangen, da hast Du Recht.


    Äh...ich habe keine "Strategie"! Ich bin so! Nix Strategie! Wie kommst Du überhaupt darauf, dass ich eine habe? Von mir wird sogar - leider - gesagt, dass ich bei "Dates" zu ehrlich bin und auf der Flirt-Welle nicht besonders gut surfen kann. Meine Strategie ist höchstens: Sei Du selbst und sonst nix.


    Ich bin die Letzte, die von irgendwelchen Bildern spricht, die man zu erfüllen hat. Ich habe hier im Forum flammende Plädoyers darüber gehalten, dass Menschen - egal ob Mann oder Frau - weder gegen den Strom noch mit ihm schwimmen sollten. Darüber, dass jeder so akzeptiert werden sollte, wie er ist. Darüber dass man keine Erwartungen an Menschen haben sollte, an die Hausfrau genauso weng wie an den Vorstandsvorsitzenden. Ich bin IMMER für die Freiheit des Menschen, so zu sein, wie er ist, und Du kommst mir jetzt mit "Was betitelt dich darüber zu bestimmen was Frauen wollen und welches Bild sie erfüllen sollen"!


    Ich weiß nicht, ob Du es Dir eventuell vorstellen kannst, aber nicht alle Frauen backen gerne, tragen ausschließlich Röcke und haben nichts anderes als Schwangerschaften und Stricken im Sinn. Die Frauen sind freier geworden. Sie können tun und lassen, was sie wollen und so sein wie sie wollen. Wichtig ist nur IMMER, dass sie sie selbst sind, sich von allen Zwängen zu befreien. Den Zwängen, die uns das 50er-Jahre- und denen, die uns das neue Jahrtausend-Denken aufdrückt. Wenn das Pink-Kussi-Püppchen voll und ganz von Kopf bis zu den Zehenspitzen ein Pink-Kussi-Püppchen ist und sich nicht verstellt, dann ist das super! Aber nicht jede Frau ist ein Pink-Kussi-Püppchen - genau genommen sogar recht wenige - und auch diejenigen, die nicht in dieses Schema passen, sind dadurch a) nicht weniger Frau als das Pink-Kussi-Püppchen und b) nicht weniger sie selbst.


    Ich schreibe mich schon wieder in Rage.


    Also noch einmal - zum letzten Mal und ich mache es wieder fett, damit nicht schon wieder irgendein Held es überliest: Dieser Thread soll nicht davon handeln, ob sich Menschen verstellen oder nicht. Es geht nicht darum, ob ich mit Männern Probleme haben könnte oder nicht. Zudem sollte Buh sich hier auch nicht genötigt sehen, die Emanzipation - diesmal richtig - neu aufzurollen.


    Es geht hier um das, was Menschen von jemanden denken, wenn sie ihn zum ersten Mal kennen lernen. Darum, wie wenig es manchmal damit zu tun hat, wie man tatsächlich ist und um darum, welchen Stempel wir wie schnell neuen Bekannten aufdrücken. Um nichts anderes.


    P.S.: Du bist nicht zufällig "Traumtänzer"? Der hat auch überall alles falsch verstanden.

    Hossa! Na das ist ja mal Schubladendenken vom Allerfeinsten! Danke für dieses abschreckende Beispiel, elan! Großartig!


    So, liebe Kinder, anhand elans Post können wir ganz klar erkennen, dass er selbstbewusstes und toughes Auftreten mit Männlichkeit gleichsetzt. Er "analysiert" sogar noch weiter und behauptet, dass "diese Art" Frau kein Mann möchte und dass das Problem, wenn es denn eines ist, an den Ansprüchen der Dame liegt.


    Messerscharf kombiniert, mein Lieber!


    Ich überlege gerade, ob ich vom Sarkasmus abkomme und ernsthaft darauf antworte. Ich habe aber die Befürchtung, dass elans Bild von einer Frau sich überhaupt nicht mit dem vereinbaren lässt, wie Frauen in der heutigen Zeit nunmal sind.


    Aber dafür, lieber elan, bekommst Du von mir etwas, was sonst niemand, wirklich niemand bekommt: Einen Smiley.
    :hirn:

    Ähm...das ist ja ganz nett, aber nicht das, was ich meine. Man sollte unterscheiden, zwischen dem, wie ich bin und wie ich glaube sein zu müssen und dem, was andere Menschen nach drei Sätzen von mir denken, in welche "Schublade" sie mich stecken. Das eine hat mit dem anderen insoweit etwas miteinander zu tun, ob nun ich UND andere ein falsches Bild von mir haben oder NUR andere.


    Wenn ich völlig authentisch bin, mit mir selbst im Reinen und nicht das Gefühl habe, irgendwem irgendetwas vorzumachen kann es trotzdem sein, dass andere mich nicht so sehen, wie ich bin.


    Das hat damit etwas zu tun, dass es in uns Menschen drin ist, Mitmenschen schnell zu beurteilen. Wenn Du in feindlicher Umwelt einem anderen begegnest, solltest Du schnell wissen, ob er Dir zugetan ist oder nicht und ob Du ihm vertrauen kannst. Menschenkenntnis, wenn man so will, ist überlebenswichtig.


    Einen Strich durch die Rechnung gibt es dann, wenn man Menschen zu schnell in Schubladen steckt, wenn man ihnen Charaktereigenschaften zuspricht, die sie gar nicht haben. Wenn man Erwartungen hat, weil jemand so und so auftritt, die der andere nicht bereit ist zu erfüllen oder nicht erfüllen kann.


    Konkret: Du ("Du" ist hier jetzt allgemein gesprochen) lernst auf einer Party ein Mädchen kennen, dass jeden nett anlächelt, sympathisch wirkt, hohe Stiefelchen trägt und durch und durch „Mädchen“ zu sein scheint. Beim 8. Blick jedoch merkst Du, dass sie zudem tagelanges Wandern inkl. Zelten liebt und sich kein Stück für kleine Katzenkinder oder Kinder im Allgemeinen interessiert, sondern lieber um die Welt segeln oder Karriere machen will. Der erste Blick trügt, obwohl sie authentisch ist, kommst Du aufgrund Deines Schubladendenkens nicht auf die Idee, dass sie anders sein könnte, als Du sie einschätzt.


    Das meine ich. Unabhängig davon wie man wirklich ist, die Mitmenschen benutzen ihr Schubladensystem. Sie beurteilen nach ihren Erfahrungen, nach ihrem eigenen Selbst, nach dem, wie sie gerne wären, nach Ängsten und Hoffnungen. Das ist auch völlig in Ordnung, niemand ist davon befreit, aber dadurch zieht man auch falsche Schlüsse.


    Da bleibt wieder nur mein Beispiel: Nur weil ich wie eine "Rockerbraut" (das trifft es wohl ganz gut) und nicht wie ein Pink-Kussi-Püppchen WIRKE, bei jedem Kind „gutschi, gutschi guuuuu“ mache und nicht ständig explizit darüber spreche, dass ich später einmal klassisch Heim und Kinder möchte, heißt das nicht, dass ich Letzteres nicht auch will. DAS ist die Schublade " Rockerbraut und Karrierefrau, kein Pink-Kussi-Püppchen also kein Familienwunsch und keine schwachen Seiten". Oder, um das Beispiel von oben aufzugreifen, „Tussi, also Familientyp, weiblich und geht ohne Schminke nicht aus dem Haus“. Dass die Partyqueen eine Karrierefrau ist und dass ich durchaus ein Familientyp bin, sieht man erst auf den dritten Blick.


    Eben weil es so viele Möglichkeiten gibt, unser Leben zu gestalten, weil es keinen festen Weg geben muss, an dem wir uns halten müssen und weil wir theoretisch alles werden und machen können, was uns gefällt, passiert es oft, dass unser Schubladendenken nicht mehr einwandfrei funktioniert.


    Um es mal überspitzt zu sagen:
    Wir werden überrascht sein, wie viele Männer, die wir für männlich und hetero halten, schwul sind. Nicht, weil sie ein Bild in der Öffentlichkeit aufrecht erhalten müssen, sondern weil auch schwule Männer, „typisch hetero“ aussehen möchten und können. Wie viele von den blonden Schönheiten im Semester, die kein Wort sagen und ein rosa Laptoptäschen mit sich herumschleppen, die Cleversten sind. Wie viele von denen, von denen wir glauben, sie seien oberflächlich und interessierten sich nur für die VIP-News, sich abends mit Stephen Hawking beschäftigen.


    Nur weil man nicht ständig jeden Satz mit „Ich bin ein Mensch, der…“ beginnt, heißt das nicht, dass man nicht doch mehr Seiten hat, als die, die auf den ersten Blick zu sehen sind. Nicht weil wir sie verstecken oder uns für sie schämen, sondern weil Menschen facettenreich sind und vieles durch das Schubladendenken erst später zum Vorschein kommt.


    Darum ging es mir:
    Die Diskrepanz zwischen meinem Ich und dem, wie andere mich einschätzen und in welche Schublade man gesteckt wird.


    Fragt doch mal Kollegen oder Bekannte, vielleicht wissen sie noch, was sie anfangs von euch dachten. Vieles trifft zu, vieles überrascht euch, aber interessant ist es in jedem Fall.

    Hach...vielleicht sollte ich auch mal was zu dem von mir eröffneten Thread schreiben. Mich interessiert eigentlich nur, was nach dem Tod passiert. Würde das gerne wissen BEVOR ich sterbe.


    Und ob ich mit all meinen Theorien richtig liege. Aber dann wären es keine Theorien mehr.

    Manchmal möchte man doch über einige Begebenheiten in der Menschheitsgeschichte komplett und restlos aufgeklärt werden. Keine Theorie, keine Vermutung, kein nix, nur die reine Wahrheit!


    Lady Diana? John F. Kennedy? Bermuda-Dreieck? Leben nach dem Tod? Oder Area 51? Oder über etwas ganz anderes?


    Frage also:
    Über welches "Geheimnis" möchtet ihr restlos alles wissen? Was macht euch "fuchsig", dass man oder ihr noch nicht hinter das Geheimnis gekommen ist?

    @Lexidriver: Das ist Hobbes aus dem Comicstrip "Calvin und Hobbes".
    Nicht ganz richtig: Es ist ein BÖSER Hobbes.


    Exodus : Wie?! Der Großteil meiner Signatur wird ignoriert?! Buh ist traurig. Wobei.....is vielleicht besser so (Zwinkerlächeldings)


    Ava: 5/10 (Is halt 'n Lexus)
    Sig: 5/10 (verstehe ich nicht richtig, klingt aber lustig...)

    Irrwisch :
    Um Gottes Willen! Ein Geist wäre schlimmer! Allerdings würde ich bei einer Akzeptanz einer solchen Theorie, auch den "geistigen Kräften" mehr Glaubwürdigkeit zuschreiben müssen. Das wäre die Folgerung und da ich geistige Kräfte zwar nicht völlig ausschließe (Vielleicht nach 50 Jahren Askese und völliger Abgeschiedenheit kann man seinen Herzschlag minimal beeinflussen, aber alles andere NEIN!), müsste ich dort dann nicht alles kategorisch ablehnen. Kurzum: Mir wären Übertreibungen der Geschichten oder eine rein physikalisch nachweisbare Lösung wesentlich lieber.


    Das ist mein Problem. Geist, niemals. Geistige Kräfte bei Mandy Schmidt....wenn ich an RSPK glaube, dann müsste ich das überdenken und das will ich nicht! Entweder ich lehne die Möglichkeit der geistigen Kräfte ab, oder ich tue es nicht. Ein Dilemma.


    Buh legt sich jetzt in Embryonalstellung unter's Bett und nuckelt so lange am Daumen, bis die rationale und nüchterne Welt wieder da ist.

    Also gut, hier die Fragestellung zum eigentlichen Thema:


    Kennt ihr eure Wirkung auf andere Menschen und eure Umwelt?
    Wisst ihr, was andere für ein Bild von euch haben?
    Wie kann man das herausfinden?
    Was hat man davon, wenn man es weiß?


    Und:
    Meine Außenwirkung ist schon in Ordnung. Eben weil ich dadurch im Beruf keine Schwierigkeiten damit habe, dass man mich nicht ernst nehmen könnte. Ich denke, ich komme authentisch rüber und wer mich kennt, weiß, was er von mir erwarten kann und was nicht. Eine kleine Schutzmauer habe ich natürlich schon und lasse niemanden, den ich 10 Minuten kenne, alles von mir wissen.


    Ein wenig ärgert es mich natürlich schon, dass Mann aus all den Sätzen die ich gesagt habe, ausschließlich "bei Horrorfilmen habe ich manchmal ein wenig Angst" behalten hat. Sozusagen als kleines Indiz dafür, dass ich auch eine Schwäche habe, ihm das aber nicht reichte.


    Ich würde mir nur wünschen, dass man einen zweiten Blick riskiert, wenn man sich kennenlernt und dass man weiß, dass Menschen viele Facetten haben, die man nicht alle gleich zu sehen bekommt. Ich würde mir wünschen, dass sich nicht so viele von ihren negativen Erfahrungen und Bildern leiten lassen.

    Mein Stempel ist leider meine Erfahrung. Das nicht alle so sind, ist mir klar. Aber immer wieder die selbe Reaktion vom ähnlichen Typ Mann.....da kann man nicht mehr überrascht sein.


    Und zu den Waschlappen: Unter einem Waschlappen verstehe ich jemanden (ob Mann oder Frau) die eher mit sich hadern, ständig unsicher sind, Ja-Sager, Menschen mit mehr Komplexen als Socken, die nicht zu ihrer Meinung stehen, die duckmäuserisch umherlaufen.....Man kann sie nicht ernst nehmen, weil sie sich selbst nicht ernst nehmen.


    "was kennt ihr denn für Typen."
    Ganz normale.


    "vielleicht stellt ihr zu hohe Anforderungen. ihr müsst wissen Menschen entwickeln sich, besonders in einer Beziehung."
    So weit kommt es noch! Mit der zweiten Wahl zufrieden sein! Ich WILL ja näher kennenlernen, nur bekomme ich keine Gelegenheit dazu, von einer Beziehung ganz zu schweigen. Und ich kann mir vorstellen, dass es AntaresX ähnlich geht.


    Eigentlich wollte ich hier ja über die Außenwirkung im Allgemeinen und nicht über Männer mit Männern diskutieren....Vom Thema völlig abgekommen...


    AntaresX : PROST!

    AntaresX : Eine "Leidensgenossin"! Genauso wie bei mir! Dann weißt Du ja genau, wovon ich rede. Den bevorzugten Männertypen auch schon überdacht? "Waschlappen" sind meiner Erfahrung nach auch wirklich "Waschlappen", reine Zeitverschwendung. Interessanter sind diejenigen aus der "zweiten" Reihe; die, die nicht so aufdringliches Selbstbewusstsein zu Tage fördern sind oftmals ausgeglichener als die aus der "ersten" Reihe.


    Vermute mal, dass die Männer, bei denen ich auf den ersten Blick den Eindruck habe, sie seien stark genug und mit mir auf Augenhöhe, eben das nicht sind, sonst würden sie sich ja nicht von mir einschüchtern lassen. Also entweder einen noch stärkeren Mann oder jemanden, der nicht so offensichtlich stark ist. Wobei "stark" in erster Linie das Selbstbewusstsein betrifft.


    Gar nicht so leicht. Einerseits wollen Männer eine Frau, die weiß, wo es langgeht - aber die Welt wollen sie ihr trotzdem erklären können. Sie wollen eine Frau, die schlau ist - aber bitte nicht schlauer als sie selbst. Unter "lustig sein" verstehen sie, dass Frau über ihre Witze lacht und nicht schlagfertig ist. Eine Frau, die sich vieles zutraut und keine Angst vor Herausforderungen hat, kann Mann nicht leiten. Sie wünschen sich eine Frau, die auch mal die Zügel in die Hand nimmt - im Bett, versteht sich.


    Ich weiß, dass nicht alle Männer so sind, wirklich nicht. Ich kenne genügend Beispiele, aber der Typ Mann, den ich auf den ersten Blich attraktiv finde und den ich näher kennen lernen möchte, scheint offenkundig genauso denken. Aber ich fürchte, Männer im Allgemeinen wissen manchmal nicht, was sie wollen. Die Gesellschaft sagt ihnen, dass eine starke Frau etwas gutes ist, aber anfreunden können sie sich damit nicht. Vielleicht wird die nächste Generation diesen Konflikt nicht mehr haben. Vielleicht wird er immer da sein, da die innersten Urgedanken nunmal so sind.


    Es ist eben manchmal eine Fassade. Wir geben nicht gleich alles preis und wenn dann auch noch Vorurteile mit im Spiel sind - sprich: Man achtet und überbewertet einige Dinge aus Erfahrung stärker als andere - dann bekommt der Gegenüber seinen Stempel, der besagt "Nicht für mich geeignet".


    Zweifler :
    Devot ist mein Freund ganz und gar nicht. Er hat ein eher ausgeglichenes Selbstbewusstsein und geht damit nur nicht so hausieren, wie der Typ Mann, den ich üblicherweise bevorzuge. Zudem war es bestimmt von Vorteil, dass er einerseits unbeschrieben ist und andererseits sehr früh sehr viele Seiten von mir kennengelernt hat.

    Ich kann mich damit nicht recht anfreunden. Wenn es bedeutet, dass Teenager überschüssige Energie (oder wie auch immer man das bezeichnen will) unwillkürlich abladen können, dann wiederum heißt das nicht nur, dass diese Energie existiert, sondern auch Wirkungen - in diesem Fall in Form eines Poltergeistes - haben kann.


    Das wiederum könnte in der Schlussfolgerung heißen, dass "es" auch andere Menschen durch Training oder was auch immer tun könnten.


    Damit kann ich mich nicht anfreunden. Poltergeist mit Teenager-Hysterie zu erklären ist in meiner Weltanschauung, als ob man den Teufel mit den Belzebub austreiben wolle.


    Die Fälle halte ich teilweise für glaubwürdig, deswegen:
    Kann mir bitte jemand meinen Gedankengang widerlegen!?