Beiträge von Buh

    Ich werde ungern persönlich in diesem Forum. Heute ist mir danach.


    Ein Thema, welches mich eine Zeit lang beschäftigt hat und auf das ich jetzt wieder gebracht wurde, ist die Außenwirkung des Einzelnen.


    "Es gibt nur einen ersten Eindruck" sagt man so schön und das ist auch so. Ohne es zu wollen, schätzen wir Menschen ein und drücken ihnen einen Stempel auf, stecken sie in Schubladen. Das ist auch okay und das müssen/mussten wir um Freund und Feind zu erkennen, um Intentionen zu sehen und Gefahren einzuschätzen. Wenn man jemanden näher kennenlernt, kann sich dieser erste Eindruck noch ein wenig revidieren, aber um jemanden näher kennenlernen zu wollen muss ebendieser stimmen.


    Im Allgemeinen kann man seine Außenwirkung nur erahnen, ich habe aber eine Umfrage gestartet.


    Nach zwei Dates, sagte mir mein Gegenüber, dass er jemanden wolle, der mehr wie ein "Mädchen" sei. Jemanden, den man beschützen kann und um den man den Arm legen kann. Kein "Mädchen" im eigentlichen Sinne, sondern jemanden, der auch Schwächen hat und die er als Mann dann kompensieren kann. Ich war von den Socken. Ich möchte manchmal auch beschützt werden! Möchte vor Spinnen gerettet werden! Möchte nachts auf dem Nachhauseweg einen Arm um die Schulter gelegt bekommen! Möchte vor sehr zudringlichen, betrunkenen Männern (mit den "normalen" komme ich zurecht) beschützt werden!


    Ich überlegte, woran es liegen könnte, dass er mich nicht als Frau wahrgenommen hat. Aber sich auf die Meinung eines Einzelnen zu stützen war Blödsinn. Also habe ich an zwei Tagen, sämtliche Ex-Dates und was sonst noch so rumschwirrte und von denen ich die Nummer noch hatte, angerufen: "Was denkst Du von mir?", "Wie schätzt Du mich ein?", "Was hat Dich davon abgehalten, mich näher kennenzulernen?".


    Die Reaktionen könnt ihr euch vorstellen: Irritation. Aber Antworten habe ich doch bekommen, woran man den ersten Außenwirkungspunkt schon erkennen kann: Man glaubt, ich bin selbstbewusst genug, um die Wahrheit zu hören. Da haben sie Recht. Hinzu kamen noch "nicht familiär wirkend", "hart", der Vergleich mit einer "Rockerbraut", "tough", "selbstbewusst", "man kann sich Dich schlecht mit Kindern vorstellen", "im Leben stehend und weiß wo es lang geht", "emanzipiert", "einschüchternd" und "nicht nötig zu beschützen". Zudem bin ich zu schlagfertig und zu schlau. Keiner hatte den Eindruck, dass ich sehr gerne einmal Famile, Haus und Kind hätte. Keiner kam auf die Idee, dass ich bei Spinnen anfange zu schreien. Keiner dachte daran, dass ich schwieriges Heimwerkern lieber anderen überlasse.


    Ähm. Ja. Was sollte ich mit den Informationen also anfangen?
    Erstes Fazit: Die Außenwirkung die mir im Job hilft, ist bei der Partnersuche eher hinderlich.
    Zweites Fazit: Wenn die Dates mich nicht weiter kennenlernen und andere Seiten sehen wollten, dann ist das ihr Pech.
    Damit einhergehend die Überlegung, ob ich auf den "falschen" Männertypen stehen könnte?
    Und ob ich vielleicht einige Eigenschaften die eh schon offensichtlich sind, nicht auch noch betonen sollte?
    Drittes Fazit: Ändern steht nicht zur Debatte.


    Ergebnis:
    Durch Zufall habe ich jetzt einen Freund, der ein völlig unbeschriebenes Blatt ist - das ist keine Übertreibung. Er hat keine Vorurteile oder schlechte Erfahrungen gemacht. Er hat kein Bild - ob positiv oder negativ - von Beziehung und Freundin. Er nimmt mich als Menschen wahr und kennt alle Seiten von mir.


    Ohne ihn würde ich Plan B verwirklichen: F**** euch alle! Ich hole mir jede Menge Katzen!

    Eine offenkundige Provokation. Egal. Wunder Punkt. Buh kann sich auch mal als Mensch darstellen und hat den Gänsefüßchen heute ihre Liebe gestanden!


    Warum ich mich in den vergangenen Wochen öfter Mal als "Mädchen" bezeichne:


    Viele Bekannte, Freunde und Familienmitglieder sagen über mich, dass ich "hart", "tough" und zu "emanzipiert" rüberkomme. Oberflächlich wirke ich nicht "beschützenswert" oder lege besonders "weibliche" Eigenschaften an den Tag, was zudem noch durch meine Größe, meine schlanke Figur und meine recht tiefe Stimme unterstreicht wird.


    Ich musste diesbezüglich bei vielen potentiellen "Lebensabschnittsgefährten" den Kürzeren ziehen. Sprich: Die wollen eine Frau, die man beschützen kann und der man zeigen kann, wo es langgeht. Bei mir ist das die falsche Adresse.


    Seitdem ich das weiß, was ich vorher schon ahnte, erwähne ich gerne Mal, dass ich - überspitzt gesagt - auch ein "Mädchen" bin. Zusammen mit meinen eher "unweiblichen" Charakterzügen ergibt das vielleicht eine Frau (Zwinker-Smiley).


    Und Buh spielt mal kurz sich selbst gegenüber Moderatordingens:


    Back to topic!


    Deeeeeeeeeeeswegen:
    Ich finde es sehr gut, dass Du Dich ausschließlich auf das "Mädchen" gestürzt hast! Zuvor hast Du alle Posts grundliegend missverstanden und siehst jetzt nur "Mädchen"! Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass Du übertrieben reagiert und Posts missverstanden hast......? (Rein rhetorische Frage).

    ...vor allem eine solch agressive Auslegung meiner Sätze!


    1. Ich meine es nur gut und stelle mich keineswegs über jemanden oder verurteile ihn. Jeder kann mal irgendwann irgendwie "von der Spur abkommen". Ich würde der Tatsache in's Auge sehen und mir Hilfe suchen.


    2. Auf Deinen letzten Post kann ich nicht eingehen, weil ich mit keinem Wort etwas in der Richtung meinte und mir noch nicht einmal vorstellen kann, wie Du mich dermaßen missverstehen konntest.


    3. Ich bin hier jetzt weg. Auf Grund Deiner Reaktion, habe ich den Eindruck hier nicht weiter zu kommen und zudem die Befürchtung durch nüchternes Zureden "es" vielleicht nur noch schlimmer zu machen.


    und 4. Ich bin ein Mädchen!

    Schizophrenie oder psychische Probleme welcher Art auch immer zu erkennen, wirklich zu erkennen, und dann daran zu arbeiten, DAS meine ich. Keiner spricht davon, dass Du Dich verkriechen sollst. Es scheint mir so, dass Deine Auslegung (mysteriöse Kräfte im weitesten Sinne) nicht förderlich ist, Deine Probleme zu erkennen, Dich mit ihnen auseinanderzusetzen, sie zu verarbeiten und wieder "gesund" (auch im weitesten Sinne des Wortes) zu werden.


    Es geht nicht um Unwissenheit, sondern um die Gefahr, dass Du Dich in irgendetwas reinsteigern könntest und letztendlich die angenehmere, leichtere Lüge eher akzeptierst als die Realität.


    Zu Deinem letzten Post:
    Ich hoffe, Du akzeptierst dann auch, dass das, was Dir "passiert" ist, Zufälle sind...


    @Lexidriver: Vielen Dank für die Schützenhilfe.

    Es ist meiner Meinung nach ganz gefährlich für Dich Deine psychische Situation mit etwas "übersinnlichen" (welcher Art auch immer) zu erklären. Deswegen verstehe ich auch nicht, dass Deine Therapeuten Dich auch noch bei diesem Gedankengang unterstützen. Aber vielleicht ist das ihre therapeutische Herangehensweise und "Medium", "umgehen" und "Sensibilität" sind zudem Definitionssache.


    Zufälle gibt es so verdammt viele. Manche bemerken wir, manche nehmen wir gar nicht wahr. Aber ich denke, dass wenn man sowieso etwas "Merkwürdiges" hofft, werden Zufälle noch bewusster und man sieht überall nur noch denkwürdige Gegebenheiten. Der Unterschied zwischen jemanden, der - entschuldige bitte - völlig gesund und gar nicht auf die Idee kommt, etwas "Übersinnliches" sei im Gange und Dir ist einfach die Ansichtssache. Wenn ich in jeden verdammten Zufall als etwas "Übersinnliches" sehen würde, wäre ich schon als "Magische Buh" im Land unterwegs. Aber ich weiß, dass ein Zufall nur ein Zufall ist und das täglich tausende solcher Dinge, tausenden von Menschen passieren. Das Gegenteil ist der Fall: Es wäre ungewöhnlich, dass plötzlich gar keine Zufälle mehr passieren. DANN würde ich mir Sorgen machen.


    Und das ist der Unterschied: Wenn ich fest daran glaube, mit mir geschehe etwas ungewöhnliches und ich es Halt möchte um eine schwere Situation zu durchstehen, dann kann ich mir vorstellen, dass es beruhigender ist zu denken, man hätte "Kräfte", als dass man als schizophren diagnosiziert wird. In einer Krankheit eine "geheime Kraft" zu sehen ist mit Sicherheit kurzweilig angenehmer, aber auf Dauer wirst Du so nicht glücklich werden.


    Mein laienhafter Rat: Melde Dich hier wieder ab und lies nicht noch mehr Threads! Komme nicht noch auf die Idee, Du hättest einen Geist im Badezimmer, hast übersinnliche Fähigkeiten oder lebst in einer Matrix. Ein gefährlicher Gedankengang.

    Zynisch könnte man sagen, dass sich Mitmenschen manchmal umziehen und dann andere Kleidung tragen, dass sie herumzulaufen pflegen und dass nicht nur deutsch gesprochen wird. Könnte.


    Man könnte aber auch sagen: Komisches Gefühl? Nichts scheint real oder normal? Parallelwelten? Wahnvorstellungen? Paranoia? Wahrnehmungsstörungen? Ob nun Drogen mit im Spiel sind oder nicht, ich an Deiner Stelle würde einen Arzt konsultieren (wenn es tatsächlich so ausgeprägt ist, wie es in Deinem Post rüberkommt). Schnellstens.

    Urgs. Einer weg, kommt der nächste.


    Eben weil ich nicht weiß wie das ist und es mir auch nur schwer vorstellen kann (weil ich keine Kinder habe), kann ich das ein wenig objektiver beurteilen. Dass man als Eltern, jedem, der den Kindern auch nur ein Haar krümmt persönlich in die Hölle schicken möchte, ist mir klar und nachvollziehbar. Mir schwirren keine persönlichen Gedanken im Kopf herum, wenn ich sage, dass ich gegen die Todesstrafe bin.


    Ich bin FÜR eine gerechte Strafe. Mein Gott, ich will sie doch nicht für 4 Jahre in ein plüschiges Wellnesshotel einquartieren und dann als "therapiert" wieder entlassen. Nur schließt für mich eine gerechte Strafe niemals den Tod mit ein, einfach weil ich der Meinung bin, dass niemand über irgendwen über Leben oder Tod entscheiden sollte.


    Genugtuung. Toll. Was bitte hat das in einem Rechtssystem zu suchen?


    Ich diskutiere im Kreis.

    Unter "erwachsen sein" verstehe ich, dass man Verantwortung für sich und andere übernimmt und auch übernehmen kann. Man denkt nicht mehr, wie man es als Kind getan hat, ausschließlich an den Spaß, den man bei einer Sache hat oder nicht, sondern auch an die Folgen, die es haben könnte.


    Morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, macht mir auch nicht immer Spaß, aber ich tue es trotzdem, weil ich weiß, dass es nicht nur auf den Unterhaltungsfaktor einer Sache im Leben ankommt und der Arbeitstag trotzdem schnell umgeht. Ich gehe in der Woche nicht mehr lange aus, weil ich weiß, dass ich am nächsten Morgen todmüde bin und mich nicht konzentrieren kann. Ich gebe mein Geld nicht nur für spaßige Dinge aus, sondern auch für Lebensmittel. Ich mache meine Steuererklärung, obwohl ich mir einen schöneren Zeitvertreib vorstellen kann. DAS ist für mich "erwachsen sein". An die Folgen zu denken, nicht nur an den Moment. Vernüftig zu sein. Verantwortung übernehmen. Und das kommt mit der Zeit zwangsläufig.


    Kinder können nicht über das nachdenken, was sie tun. Brauchen sie auch nicht, das übernehmen ihre Eltern. Wenn sie es wollten, würden sie den ganzen Tag nur Spielen, Negerküsse essen und dann in's Bett gehen, wenn sie es vor Müdigkeit umfallen.


    Das zum einen. Zum anderen ist es gar nicht möglich für jemanden im Erwachsenenalter die Welt so zu sehen wie ein Kind (das wurde hier auch schon ausreichend geklärt). In dieses Stadium kann man sich beim besten Willen nicht zurück katapultieren. Dafür ist unsere Biologie und unser Gehirn nicht ausgelegt.


    Das einzige, was wir Erwachsene tun können ist, uns nicht von fremden Meinungen beeinflussen zu lassen. Wenn jemand sagt "Du bist 20 Jahre zu alt um Trickserien zu gucken" - Scheiß drauf. Oder "In Pfützen springen nur Kinder" - Scheiß drauf. Was auch immer es ist, die Meinungen anderer halten uns davon ab, uns manchmal wie Kinder zu verhalten und zu freuen.


    Aber ich bleibe dabei: Die Welt genauso wie ein Kind zu sehen? Sie genauso genießen können? Romantische, überzogene und völlig unmögliche Vorstellung!

    Lord Haruka Tennô :
    Videospiele - oder meinetwegen nur diese Computerrollenspieldinger - mit Lesen gleichzusetzen!? Gewagte These und völlig daneben. In einem Computerspiel wie Final Fantasy (und ja, ich habe schon mal gesehen, wie das funktioniert) bekommst Du alles vorgesetzt. Das fängt beim äußeren Erscheinungsbild und Umgebung an und hört beim Tonfall der Protagonisten wieder auf. Die Fantasie wird völlig von dem erschlagen, was Dir permanent gezeigt wird.


    Beim Lesen ist es anders. Die Geschichte steht da so, wie sie ist, aber der Rest ist ganz Deiner Fantasie überlassen. Man visualisiert ständig und automatisch. Wenn im Buch steht, dass sie ein pittoreskes Häuschen im Wald finden, stelle ich mir ohne nachzudenken eine Lichtung, umgeben von hohen Tannen vor, mit einem verschnörkelten Hexenhaus in der Mitte. Jemand anderes denkt vielleicht an einen Laubwald und eine Blockhütte. Es regt permanent die Fantasie an, ohne dass man sich anstrengen muss. Vorausgesetzt man weiß natürlich, was "pittoresk" bedeutet. Und das ist der zweite Punkt: Lesen macht schlau!

    Ideal wäre es, wenn die Politiker rechtschaffende, unvoreingenommene, selbstlose, verantwortungsbewusste und vernünftige Personen wären. Sie hätten unterschiedliche Ansichten zu verschiedenen Themen und das Volk würde denjenigen wählen, der ihre Ansichten und Meinungen am besten vertritt. Dass das nicht so ist, weiß jeder. Wahlversprechen werden gebrochen und an vielen Entscheidungen zweifelt man, ob sie wirklich im Sinne der Bürger sind. Eben darum hat kann man der Idee verfallen, viele Beschlüsse direkt vom Volk entscheiden zu lassen. Das WÄRE ideal, wenn jeder Bürger sich mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen würde und sich nicht von irgendwelchen Marktschreiern beeinflussen lassen würde.


    Was ist nun das kleinere Übel? Wie kann man von Politikern und Parteien erwarten, dass sie "ideal" sind, wenn es das Volk es nicht ist und umgekehrt? Will ich mich lieber von einer Partei regieren lassen, die nur die nächste Wahl im Kopf hat oder Entscheidungen vom Bild-Leser der nicht über den Tellerrand schauen kann, fällen lassen?


    Volksentscheide sind meiner Meinung nach auch gefährlich. Die Menschen lassen sich zu sehr beeinflussen, haben Vorurteile oder unbegründete Angst um eine vernünftige Entscheidung zu treffen.


    Die Politiker....über die brauch ich nichts zu schreiben, wir sehen den täglichen Wahnsinn überall.

    Ich gehe nicht vom aktuellen System aus. Kein Stück. Aber wenn man das System ändern will und die Gesellschaft vor möglichen Straftätern schützen will, dann ist mein erster Gedanke "lebenslanges Wegsperren" und nicht "Tod dem Schuldigen". Wenn das System nicht effektiv ist und es immer wieder Fälle gibt, die zeigen, dass Mörder wieder rückfällig werden, ist es ein Rückschritt die Todesstrafe wieder einzuführen. Humaner und dem heutigen Denken entsprechend wäre lebenslange Haft.


    Deswegen ist Punkt 1 von Katishs Ausführung meiner Meinung nach hinfällig.


    Punkt 2 ist sowieso Quatsch.


    Was bleibt? Nichts.


    @Katish: Das "Schreien" in Großbuchstaben ist bei mir nicht als Schreien zu sehen, sondern als Verdeutlichung eines Wortes, in stiller Hoffnung, dass man es nicht überliest.
    Ich habe mich überhaupt nicht blöd gestellt, ich wusste es wirklich nicht. Mit Jugend- und Chatsprache kenne ich mich nicht aus und bevorzuge den klassischen Weg.

    @Lexidriver:
    Und ich habe mit keinem Wort gesagt, dass das auf Dich bezogen ist.
    Meinetwegen hier einen Zwinker-Smiley hinzu denken.

    Ob psychisch Kranke, die nichts anderes als "Töten, töten, töten" im Kopf haben, nun therapierbar sind oder nicht, ist vollkommen nebensächlich. Wichtig ist nur, dass diejenigen, die eine Gefahr für andere darstellen nicht wieder frei und unbeaufsichtigt herum laufen dürfen. Fertig.


    Deswegen verstehe ich immernoch nicht, warum man die Rückfallquote - egal wie hoch oder niedrig sie sein mag - überhaupt als Argument für eine Hinrichtung heranziehen kann. Von der Verantwortung, die wir gegenüber jeden, wirklich jeden in unserer Gesellschaft haben, einmal abgesehen. Wie man schon am Wort "krank" erkennt, sind diese Menschen einfach krank. Grund, sie zu verachten und die Gesellschaft vor ihnen zu schützen, kein Grund Gleiches mit Gleichem zu vergelten.


    @Katish:
    Nein, ich trage keine Hüte. Im Winter höchstens mal ein Woll-Mützchen. Das ist das einzige, worüber ich mir Gedanken bei Deinem Post mache: Wie kommst Du darauf, dass ich gerne Hüte trage?

    Der erste Fall ist eher unterlassene Hilfeleistung als die klassische Schaulust. Das zweite ist meiner Meinung nach unpassende Neugier. Ich dachte, Du meinst mit dem Titel, diejenigen, die laaaangsam an Unfällen vorbeifahren und ähnliches.


    Ich bin also ein wenig verwirrt, worüber Du jetzt genau diskutieren möchtest.

    Ach....ich kann das nicht ernst nehmen. Es kann doch nicht irgend jemand ernsthaft die Kosten einer Haft über ein Menschenleben stellen - und das ist es trotz allem noch immer. Zudem wenn man überall sieht, für welchen Blödsinn sonst Geld ausgegeben wird und eine Hinrichtung auch kein Schnäppchen ist (wenn man nicht gerade zur Axt greifen will).


    Vor allem kaufe ich es Dir, Katish, deshalb nicht ab, weil Du selbst merkst, dass mit dem Argument etwas nicht stimmt. Wenn Du weißt, dass dieser Gedankengang menschenverachtend ist und Du glaubst, dass man Dich deswegen als "Biest" bezeichnen könnte - Oh. Sorry. Als "Menschen verachtendes Biest" - dann sehe ich Dich schon auf einem guten Weg. Für mich sieht das ein wenig nach Kokettierung und Trotz aus. Und das ist leider keine Grundlage um sich "Pro-Todesstrafe" auf die Fahne zu schreiben.


    Was spricht denn auch gegen lebenslange Haft? Wirklich lebenslange Haft? Menschwürdig aber nicht verhätschelnd. Wenn es um Leben geht, um Menschen geht, dann haben Gefühle nichts mit dem Urteil zu tun. Verachtung gegenüber Sexualstraftätern und anderen Monstern haben wir alle. Ausnahmslos. Aber ist das ein Grund irgendwelche Parolen zu brüllen? Sind das Gründe um zur Axt zu greifen?


    Menschen, die in der heutigen Zeit für die Todesstrafe sind, erinnern mich immer an die Leute, die auf mittelalterlichen Marktplätzen, die am Pranger stehenden Mitbürger mit faulen Eiern bewerfen. An diejenigen, die schaulustig und mit belegten Broten bewaffnet der Hinrichtung zusehen. An diejenigen die blind vor Rachegelüsten und mit Mob-Adrenalin vollgepumpt durch mittelalterliche Straßen ziehen und alles aufhängen, was nicht bei "Drei" auf dem Bäumen ist.


    Es sind genau die Parolen, die man halt so schreit, weil alle sie schreien. Man darf in den so genannten Monstern keine Menschen mehr sehen. Nicht auf "Es ist trotzdem ein Leben" pochen. Und das ist leider auch kein Wunder: Von überall bekommen wir die Fälle präsentiert, die nur noch mehr zeigen, dass die Bevölkerung nicht vor den "Monstern" geschützt ist, ob verurteilt, bekannt oder nicht. Mörder, die es immer wieder tun, gibt es zu Hauf. Aber nur, weil das derzeitige System nicht richtig läuft, heißt das nicht, dass wir zur Radikallösung Todesstrafe greifen müssen.

    Ich glaube, eine Definition von "spielen" ist dringend notwendig. Computerspiele sehe ich nicht als "spielen". Zumindest ist das in keinster Weise mit dem vergleichbar, was eine Sechsjähige einem Teddy und einem großen Karton anstellen kann. Dazu ist einfach eine kindliche Fantasie notwendig. "Erwachsenenspiele" machen wir alle: Computer, Wii, Brettspiele, Fußball etc.

    Gewählte Politiker vertreten das Volk. Sollten sie zumindest. Aber was ist, wenn das Volk wirklich direkt abstimmen kann, ohne den Weg über die Parteien?


    Gute Idee oder keine gute Idee?


    Bevor ich hier jetzt loszetere, warte ich erstmal auf andere Meinungen dazu.