Beiträge von Buh

    Nur nebenbei:
    Gesetzlich gesehen hast Du, Praxx, überhaupt kein Recht darauf, die Ware zu dem Preis zu bekommen, der ausgezeichnet ist. Rein gesetzlich. Was bei Dir passiert ist, ist Kulanz (gerade wenn die halbe Kundschaft die Auseinandersetzung mitbekommt), mehr nicht. Der Supermarkt war nicht dazu verpflichtet, Dir das Katzenfutter zu dem Preis zu verkaufen.


    Wenn ich von Verkäufern oder Kellnerin dumm angemacht werde, zicke ich auch zurück. Samstag zum Beispiel: Mein Freund steht an der Fleischtheke und hätte gerne 500 g Dings. Die Verkäuferin nimmt das Dings, wiegt es ab und sagt "650 g?". Mein Freund sagt, dass das viel zu viel wäre. Daraufhin schneidet die Frau etwas ab, wiegt es wieder und fragt "410?". Das wiederum ist zu wenig und mein Freund entscheidet sich daraufhin für Bums. Die Verkäuferin wird zickig und sagt, dass er sich doch bitte beim nächsten Mal vorher für etwas entscheiden soll. Ich fasse es nicht! Ich erwidere, dass es gar nicht zu einer Umentscheidung gekommen wäre, wenn sie ihr Handwerk verstünde. Daraufhin sie: "Ich will hier auch gar nicht diskutieren."


    Kellner, die meinen, sie könnten mich duzen, nur weil ich vielleicht zu leger für den schicken Laden angezogen bin, kriegen auch immer eines drüber.


    Es ist der Service-Gedanke, den Verkäufer und Kellner haben sollten. Solange ich mich wie ein Gast oder ein Kunde benehme, kann ich auch erwarten, wie einer behandelt zu werden.


    Man muss halt abwiegen: Wann lohnt es sich und wann nicht und ich habe auch nicht immer Lust, ständig jeden, der mir querkommt anzunörgeln und "über das Ziel hinaus zu schießen".

    Ein ständig gesagtes "Ich liebe Dich" verkommt meiner Meinung nach schnell zu einer Floskel wie "Tschüß" oder "Mach's gut". Mir ist ein überlegtes und sparsames "Ich liebe Dich" wesentlich lieber als eines, mit dem man sich ständig versichert.


    Ich zeige auch so, ohne es zu sagen, wie wichtig mir jemand ist und ich denke, dass das auch gespürt wird. Wie man sich ansieht, wie man miteinander umgeht, all das deutet entweder auf tiefere Gefühle hin oder nicht.


    Was mir noch einfällt: Ich sage ständig "Fahr' vorsichtig" und erwarte auch ein "Mach' ich". Ich habe Angst, dass wenn ich das mal nicht sage, ich etwas herauf beschwöre.

    Warum es meiner Meinung nach KEINE Geister geben kann:


    1. Gleiches Recht für alle:
    Wenn es Geister-Menschen gibt, dann sollte es auch Geister-Mücken, Geister-Grottenolme und Geister-Dodos geben. Alle oder keiner. Es ist hochnäsig zu glauben, dass nur Menschen das Recht auf Kettenrasseln haben, auch der Maulwurf würde sich bestimmt über ein weißes Bettlaken freuen.


    2. Was interessiert es mich, wie ich sterbe:
    Zugegeben, es ist nicht sooo schön, eine Axt in den Kopf zu bekommen oder von der eigenen Mutter erstickt zu werden (Buhs Fantasie ist gerade ein wenig grausig), ABER: Ist das wirklich von Belang für unsere "Seele"? Letztendlich ist der Körper nichts als ein Körper und wenn man schon davon ausgeht, dass wir etwas unsterbliches in uns tragen.....was interessiert dieses Unsterbliche dann so eine Kleinigkeit wie der Tod der "nur" dem Körper schmerzt (wenn überhaupt)? Ist dieses Unsterbliche an unsere vorherige Persönlichkeit so stark verbunden, dass es immer und ewig ein ICH gibt? Ich glaube nicht. Meiner Meinung nach, ist die Persönlichkeit, das ICH eines Menschen mit dessen Tod zu Ende. Die Energie, die möglicherweise in mir ist, unterscheidet sich in keinster Weise von der Energie, die zuvor in Herrn Mehdorn oder Frau Hilton war.


    3. Viele Tote, aber nicht genug Ketten in den Schlössern
    Zudem gibt es in all den tausenden von Jahren, die es uns Menschen jetzt gibt, bestimmt seeeeeeeeehr viele seeeeeeeeeeeeehr grausame Tode. Man denke nur an Hexenverbrennungen, Kriege und Überfälle von Piraten bspw. Die ganzen fiesen kleinen Tode gar nicht beachtet. Es gibt bestimmt tausende Kinder, die von ihren Eltern umgebracht worden (Motiv völlig egal). Hundertausende Selbstmörder, Ermordete und Unfallopfer. Wenn nun jeder, der einen fiesen Tod gestorben ist, rumgeistern darf, haben wir mehr Tote als Lebende hier auf der Erde. (Die ganzen geschlachteten Kühe und erschlagenen Fliegen mal nicht mit eingerechnet).


    4. Die berühmt-berüchtigte unerfüllte Aufgabe
    Jeder, der stirbt, hat wohl irgendetwas noch zu erledigen. Sei es, Tante Martha zu sagen, wo der Familienschmuck versteckt ist oder sich bei der eigenen Mutter dafür zu entschuldigen, sie als verschimmeltes Toastbrot bezeichnet zu haben. Jeder der unerwartet stirbt (und das trifft auf verdammt viele zu), hinterlässt Unfertiges. Jeder. Warum sollen also einige wenige auf der Erde bleiben (müssen) und anderen ist es völlig schnurz, ob er jetzt der Fleischereifachverkäuferin seine Liebe gestanden hat oder nicht.

    Was mir dazu gerade einfällt:


    Jüngere (und damit meine ich alle unter 40) haben IMMER gegenüber Älteren den Nachteil. IMMER. Ältere Damen und Herren sind grundsätzlich im Recht.


    Vor einiger Zeit war ich im Reformhaus. Eine Dame vor mir wartete auf die beschäftigte Kassiererin und ich stellte mich brav rechts von ihr. Kurz darauf erschien von links eine ältere Dame und legte ihre Sachen schon einmal auf den Tresen. Da ich nur ein Teil hatte und die Dame ein paar mehr, dachte ich mir nichts dabei. Dame Nummer eins bezahlt bei der Verkäuferin und ich rücke nun vor die Kasse. Dabei werde ich schnippisch von der Verkäuferin angefahren: Die Dame Nummer zwei sei ja wohl vor mir dran gewesen und ich sollte mich nicht vordrängeln. Ich sagte, dass das nicht stimme, weil ich die ganze Zeit schon hier stand, ich aber gerne warten wolle, bis Dame Nummer zwei bezahlt hätte. Ich merkte einfach, dass es keinen Sinn hatte, auf mein "Recht" zu pochen. Aber anstatt das so hinzunehmen, fingen beide Frauen - die Verkäuferin und Dame Nummer zwei - an, mich anzufahren. DAS finde ich unverschämt. Als ob "Jüngere" sich IMMER vordrängeln würden. Als ob wir NIE Benehmen zeigen würden. Und das, obwohl ich nun beim besten Willen nicht mehr als Jugendliche durchgehe.


    Das Vorurteil bei vielen Herrschaften über 65 ist einfach, dass jeder, der unter vierzig ist, ihnen das Leben schwer machen will und sich frech verhält.


    Richtig blöd finde ich auch den Trend, den viele Jugendliche in letzter Zeit aufgreifen: Sie meinen sie könnten so frech sein, wie sie wollen, solange sie Dir zum Abschluss "einen schönen Tag noch" wünschen, sind sie fein raus. Mir fällt leider gerade keine konkrete Situation ein...

    Wenn wir damit anfangen würden, dass jeder Täter die Strafe erhält, die das Opfer für angemessen empfindet, dann könnten wir gleich jegliches Gesetz aufheben und mit Teer und Federn aufeinander losgehen.


    Und was heißt "Gerechtigkeit für das Opfer"? Bringt es das Opfer zurück? Werden Wunden dadurch geheilt? Geht es den Angehörigen besser, wenn sie wissen, dass der Mörder auch tot ist? Das ist keine Gerechtigkeit sondern Rache, und Justiz gründet nicht auf Rache.


    Einerseits zu sagen "Hängt ihn auf!" und dann in einen Nebensatz zu erwähnen, dass der Täter das auch bestimmt besser findet als lebenslang hinter Gittern zu sitzen, ist Heuchelei. Wenn man kein Menschenfreund ist, dann sollte man wenigstens dazu stehen und nicht Humanität vortäuschen.


    Duriel : Dankeschön. :oops:

    Im Grunde gibt es nur zwei Sorten Mord:


    Die, die aus "menschlichen Motiven" begangen werden, wie Gier, Hass, Angst, Eifersucht, Wut etc. und die wir oft ein Stück weit verstehen können. Dazu gehören der Mord an den Mörder der Tochter, an die reiche Erbtante und an den Mann, vor dem sich die Ehefrau fürchtet. Wir selbst würden nicht so handeln, können es aber verstehen und das Motiv entzeiht sich nicht völlig unserer Vorstellung.


    Dann gibt es solche Morde, die wir nicht verstehen können, da sie von psychisch Kranken begangen werden. Das sind die Morde, bei denen Presse und Volk gerne "Hängt ihn auf!" schreien. Wir verstehen nicht, dass jemand aus einem inneren Zwang heraus einen Menschen tötet.


    Ich bin immer sehr für "gleiches Recht für alle". Sprich: Entweder für jeden Mörder die Todesstrafe oder für keinen. Es gibt natürlich einen gravierenden Unterschied zwischen einem Mörder der ersten Kategorie und einem der zweiten: Die Psyche. Soll das das Zünglein an der Waage für eine Todesstrafe sein? Alle, die psychisch nicht einwandfrei sind und dann einen Mord begehen, die Spritze verpassen? Vielleicht voraussorglich gleich all denen, die sich komisch benehmen?


    Ich finde, dass wir als Gesellschaft auch eine Verantwortung gegenüber den Menschen haben, die nicht in eben diese Gesellschaft hineinpassen. Das gilt für Obdachlose und Rechtsradikale genauso wie für psychisch Kranke. Jeder, der in welcher Weise auch immer aus dem Rahmen fällt, ist Teil der Gesellschaft. Was ich damit nicht sagen will, ist dass die psychisch Kranken therapiert werden und dann auf die Menschheit wieder losgelassen werden sollen. Was ich aber meine ist, das Mord Mord ist; daran gibt es nichts zu rütteln. Und wenn jemand aus Motiven handelt, die jeder andere als "krank" bezeichnet, dann gehört er in Sicherheitsverwarung aber nicht auf den elektrischen Stuhl.


    Zugegeben, die gesellschaftliche Verantwortung ist schwer nachzuvollziehen, aber ich stelle mir das so vor, dass die kranken Menschen einen schweren Gehirndefekt haben. Einer, der unveränderbar ist, aber dass sie dennoch wie jeder andere wären, wenn sie ihn nicht hätten. Im Grunde bleiben es Menschen, egal wie krank und verabscheuungswürdig.


    Menschen haben einfach nicht das Recht andere Menschen zu töten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass jemand dieses Recht verwirkt, weil er einem anderen das Leben genommen hat. Wir sind nicht mehr in der Steinzeit in der "Auge um Auge, Zahn um Zahn" gegolten hat. Wenn dem so wäre, bräuchten wir keine Justiz.

    Und ist zudem ein Cocktail, der aus Wodka, Tomatensaft, Tabasco, Worcestershiresauce, Salz und Pfeffer besteht.


    Oder anders: Ich glaube nicht, dass die Bloody Mary aus dieser urban legend etwas mit Queen Mary I. zu tun hat.


    Aber der Satz ist geil: "...dem Katholizismus verfallen..."

    Nimm mir nicht meine Illusion, Nieselchen! Ich halte daran fest. Punkt. Aus. Dann gehen wir halt ein paar tausend Jahre zurück. Irgendwann passten wir mal besser in diese Welt als heute.

    "Ein paar wenige Menschen(z.b echte Buddhisten) kann man hier vieleicht ausklammern,weil sie es im laufe der evolution geschaft haben vernünftig mit sich selbst und ihrer umwelt umzugehen."
    Du weißt schon was Evolution ist, oder?


    Auch wenn es nicht ganz Topic ist:
    Es ist eher umgekehrt: Je länger die Menschheit existiert, umso mehr gerät ihre "Balance" mit der Umwelt in's Wanken, bzw. kippt komplett. Vor ein paar 100 Jahren haben wir nur soviel gebraucht und verbraucht, wie es nötig zum Überleben war. Heute sind wir maßlos, rücksichtslos, repektlos und gierig. Scheiß Gehirn.

    Es ist doch so: Alles religiöse und spirituelle beruht auf reinem GLAUBEN. Da es niemand weiß, ist meine Behauptung (Gott ist ein Quietscheentchen im Schlafanzug und macht den ganzen Tag nichts anderes als ausschließlich MICH zu ärgern) genauso glaubhaft wie jede andere Religion mit mehr Anhängern. Von daher.....


    Wenn man schon soweit ist und sich Gedanken macht und nicht alles schluckt, was die Kirche einem verklickern will, wenn man also schon hinterfragt, dann ist es wohl völlig egal, ob meinen Glauben nur ich unterstütze oder noch jemand anderes. Sprich: Bis zu den eigenständigen Gedanken ist es vielleicht ein großer Schritt, aber von da ab rutscht es von selbst.

    Richtig sauer stößt mir dann auch noch auf, dass die Hersteller in der Werbung "Öko-Prämie" zu der "Abwrackprämie" sagen....
    Das klingt, als ob irgend jemanden, der sich diesen Scheiß ausgedacht hat, die Umwelt und nicht die Autoindustrie wichtig gewesen wäre.

    Herr Schneider, Sie bringen es auf den Punkt!


    Ich schließe AKEs, Selbstreduktion der Körperwärme und weiß der Teufel, was es sonst noch gibt, nicht völlig aus. Wenn jemand 30 Jahre in ASKESE lebt, jeden Tag STUNDENLANG meditiert und philosophiert und völlig ausgeglichen und frei von der zivilisierten Welt ist, dann will ich nicht ausschließen, dass dieser Mensch Fähigkeiten entwickelt, die Otto Normal nicht hat. ABER: Wenn mir ein fünfzehnjähriges Mädel, das sich "jahrelang" mit AKEs "beschäftigt" hat, erzählt es könne schon irgendwelche Muster mit den PSI-Bällen herstellen, dann klingt das eher nach....Einbildung.


    So etwas, wenn es denn tatsächlich möglich ist, erfordert Schweiß, Anstrengung und Verzicht und kein Buch mit dem Titel "AKE in 5 Schritten"!


    Aber stimmt schon: Alles muss wohl sofort und ohne irgendeinen Preis für jedermann möglich sein.

    Zufall. Er kommt zufällig um die Ecke hinter der Du lauerst. Deine Entscheidung jemanden zu schlagen ist bewusst und geplant, dass es ausgerechnet er ist, ist Zufall.


    Geplant wäre dann, dass ich genau diesen Menschen genau an diesem Ort und zu der Zeit umhaue. Da ist der zu Schlagende ein weiterer Punkt bei der Entscheidungsfindung. Wenn ich irgendwen schlagen will und irgendwen schlage, dann ist es Zufall.


    Habe jetzt Knoten im Gehirn.

    Was für Beispiele hier aus dem Hut gezaubert werden!


    Die Taube hat sich aber mein Auto nicht ausgesucht, weil es MEIN Auto ist, sondern sie musste sich eines aussuchen. Nur, weil die Taube eine Entscheidung getroffen hat, eine zufällige wohlgmerkt, bleibt es dennoch ein Zufall, dass es meines getroffen hat.


    Zufall bedeutet doch nichts anderes, als dass es mein Auto sein könnte, aber die Chancen, dass es jedes andere der 200 Autos hätte treffen können genauso groß sind und das kein Sinn dahinter steckt (weder von der Taube noch von sonstwem), dass mein Auto um einen Dreckfleck reicher ist. Die Entscheidungsfindung der Taube ist zufällig.


    Kurzum: ALLES, was nicht geplant und mit Absicht ist, ist Zufall. ALLES. Wenn es kein Zufall wäre, wäre es ein Plan. Und wer bitteschön sollte für soetwas oder für irgendetwas anderes einen Plan aufstellen?

    Also:
    Zephon:"...bin scharf darauf, was noch kommt..."
    Pierre: "Dann musst Du ja noch sehr jung sein!"


    Das lässt mich darauf schließen, dass entgegen meinen Erwartungen man mit 77 möglicherweise nicht mehr neugierig auf die Umwelt ist. Dass einen nichts mehr überrascht. Nichts spannend und aufregend ist.


    Da ich das nicht glaube, habe ich bei Dir nachgefragt.


    "Lernt" man das vielleicht mit dem Alter?! Auf Fragen nicht antworten? Nicht erkennen, was mit dem Geschriebenen gemeint ist?!
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    Um es mit den Worten der "naiven Jugend" zu sagen: Ach....auch egal.