Beiträge von Frank D

    hermundurus :
    Nein, Zahi ist kein guter Fachmann, er ist eher eine Peinlichkeit für die Ägyptologie. Jedr Ägyptologe weiß dass, und wenn er mal wieder leive vor der kamera was sagt warten sie auf die nächste peinlichkeit, die er ablässt.
    Eigentlich hätte er schon vor 1/2 Jahr abdanken sollen, da er in eine Schmiergeldaffäre verwickelt ist. Aber er ist so tief drin, dass er heute fester im Sattel sitzt als zuvor...

    Weiter oben habe ich einen laaaangen Beitrag über Tiwanaku/Puma Punku wo ich auch genau die Steine angesprochen habe. Naja, und in Steinen sind in der tat keine Metalle, und wenn sind die weiche Nebenkomponenten, wie der Magnetit mit Härte 4 im Andesit.


    Für alle die den Artikel nicht finden, hier nochmal der Link: http://paraportal.de/index.php…&postID=290307#post290307


    Tiwanaku ist auch nicht "prähistorisch", bzw. nur in dem Sinn dass uns von da keine Schriftzeugnisse erhalten geblieben sind. 600-1000 n. Chr. würde ich nämlich nicht mit diesem Begriff versehen.


    Noch am Ende des 19. jahrhunderts hat man Granit genauso bearbeitet wie im alten Ägypten - mit Schleifsand. Genauer gesagt dreistufig. Mit perkussiven Methoden wird die Rohform gearbeitet, Dazu wurde noch im 19. Jh. Dolerit verwendet. Oder, bei einfachen Formen, ausgesägt, mit zahnlosen Sägeblättern aus Weichmetall und Quarz- oder Korundsand.
    Die Innenform wurde dann ausgebohrt, ebenfalls mit Weichmetallrohren und Schleifsand.
    Die Feinbearbeitung wurde dann mit Feuersteinstiften gemacht.

    hannibal :
    Jaul, da springen mir ja die Zehennägel raus.
    Lies bitte meinen Beitrag zu Puma Punku, bitte. Und zwar den Abschnitt zu den Steinen. Es ist echt unfassbar, aus welchen Müllhaufen hast Du diese Angaben?


    Nochmal zur Erinnerung (ausführlicher stehts in meinem Artikel oben): In dieser Andenregion gibt es keinen Diorit und keinen Granit, beides sind Plutonite die da nicht vorkommen. Da gibts nur Vulkanite, also Andesit.
    Weiterhin besteht der größte Teil der verbauten Steine da aus Sandstein.
    Und gesteine haben keine Härte, und erst Recht keine 8.5.
    Steht in dem langen Artikel zum Thema den ich kürzlich gepostet habe.

    Mal ne kurze Erläuterung zur Herkunft der Thesen...
    im 19. Jahrhundert gabs die romantische These, der moderne Mensch hätte sich in Amerika gebildet und habe sich von da über die Erde verbreitet. Die Maya galten als Beweis, man nahm damals an, das seien friedliche Gelehrte gewesen, die über den Atlantik nach Ägypten gezogen seien und so. Funktionierende absolute Datierungsmethoden hatte man ja noch nicht, und die Relativen versagen in einem kontinetüberschreitenden Kontext.
    Aber man suchte die älteste stadt, die wo alles begann. Die erste Stadt der Menschheit.
    Die glaubte man in Tiwanaku gefunden zu haben. Arthur Posnansky, Bolivianer mit österreichischer Herkunft, war fest davon überzeugt und versuchte zu beweisen, dass diese Stadt und somit sein Land die älteste Kultur der Erde beherbergte.
    Wie so oft wenn man mit einem vorgefassten Ergebnis in eine Untersuchung geht beging auch er methodische Fehler. So deklarierte er einen Tempeleingang zu einer Hafenmauer, datierte eine millionen Jahre alte Hochwassermarke als rezent und mehr. Sein schlimmster Feher aber: Er nahm das nach seiner Zerstörung in den 1870ern völlig willkürlich wieder aufgerichtete Sonnentor, behauptete dann, es sei bei Stadtgründung aud eine Sonnewende ausgerichtet gewesen, und berechnete daraus dann das berühmte Alter von 17000 Jahren.
    Das ist der Ursprung aller Paleoseti-Legenden um Tiwanaku & Puma Punku.
    Nun, seit Posnansky, der sein Hauptwerk 1943 veröffentlichte, hat sich ne Menge geändert. Radiometrische Datierungsverfahren, Genetik, Out of Africa...
    wir WISSEN, dass vor 17000 Jahren noch kein menschlicher Fuß auf amerikanischen Boden herumstolperte. Wir wissen, dass der moderne Mensch nicht von dort stammt, sondern dort ein später Besucher ist. Wir wissen, dass Tiwanaku in seiner ältesten Form greade mal 3000 Jahre alt ist, und in seiner jüngsten Ausprägung, die Posnansky untersuchte, gerade mal etwas über 1000 Jahre.


    Leider ist das bei den GreWi-Autoren noch nicht angekommen, da wird immer noch der uralte Mist gepredigt, als ob es in 67 Jahren keine Fortschritte gegeben hätte. Und das Frustrierendste: Genau die, die diesen uralten Mist immer und immer wieder wiederkäuen halten sich auch noch für besonders modern und aufgeklärt :D

    Jau, echt sachliche Antwort - gähn. Anstatt auf meine präsentierten Fakten einzugehen, ein wenig rumblubbern, man will ja wenigstens was sagen, auch wenn man keine Argumente hat, gell :)


    Und nein, ich habe keinen Roman geschrieben sondern ein Fach/Sachbuch, das sogar schon in einigen Unis für die Erstsemester-Vorlesungen verwendet wird, z.B. Leipzig.


    Könnten wir nun zum Thema zurückkehren?

    Hier gehts aber nicht um UFOS undA ugenzeugen, sondern um Paleo-SETI. Und da gibts ganz definitiv keine heutigen Augenzeugen :D Genauer gesagt sind die einzigen Augenzeugen die vor Ort arbeitenden Archäologen, und die einzige sinnvolle Quelle zur Bewertung der Stätten ist die publizierte Fachliteratur.
    Könnte das UFO-Thema daher bitte in einem geeigneteren Thread besprochen werden?

    Was Du gesehen hast oder nicht, oder die Belgien-Welle oder beliebige andere UFO-Sichtungen haben nichts mit einer mistigen Doku über eine antike Stätte, an der seit Jahrzehnten gegraben wird zu tun. Bitte lenk nicht ab.


    Wenn eine Doku schon mit der Behauptung beginnt, die Aymara hätten laut unseren Wissenschaftlern Tiwanaku erbaut, obwohl diese darauf verweisen, dass die erst 200 Jahre nachdem die Erbauer ausgestorben sind, in die Gegend EINWANDERTEN, beginnt diese Doku schon sehr zweifelhaft. Und wenn Du die Behauptungen der Doku mit den von mir aufgelisteten Fakten, die sich z.B. aus den Grabungsberichten ergenben, vergleichst, wirst Du feststellen, dass in der Doku nur Mist erzählt wird.


    Heutige Fernsehdokus taugen leider überhaupt nichts, die werden von Journalisten zusammengekloppt denen es um Quoten geht, und nicht um Wahrheit. und mit Mystik-Mist macht man nunmal mehr Quote als mit sachlichen Erklärungen.


    Wenn ich da an die guten alten Querschnitte zurückdenke - das war noch Qualität.


    Nochmal, wenn Du was lernen willst, lies gute Sach- und Fachbücher (und nein, Publikationen von Kopp etc. betrachte ich nicht als Sachbuch).

    Übrigens, Hannibal, habe ich die Doku auch schon gesehen und mich ziemlich darüber aufgeregt, weil dort einfach nur purer Schwachsinn erzählt wird, der nichts und wirklich nichts mit der Realität zu tun hat.


    Wenn Du wirklch was LERNEN willst, greif zu Fachliteratur, wenn Du Dich weiter verblöden lassen willst, schau Dir mystische Youtube-Filmchen an.

    Liebster Hnnibal, hast Du Dir meinen langen Beitrag dazu DURCHGELESEN? Ich weiß, Youtube konsumieren und sich von wirren Kommentaren und Sphärenmusik einlullen zu lassen ist ja sooo viel einfacher. Mach den Müll der da verbreitet wird nicht korrekter.
    Hach ja, und mal wieder die Scheibe, die muss ja für alles herhalten was man nicht verstehen will :)


    @Mr. X: Auch an Dich die Frage, ob Du meinen Artikel zu Puma Punku GELESEN hast? Denn da habe ich den Ursprung dieser Legende ausführlichst erklärt. Wofür mache ich mir eigentlich die Mühe? Schreibe ich gegen Wände, oder wie?


    *kopfschüttel*

    Dummerweise sind die Steine, in denen einige "Abdeckungen für Energieleitungen" sehen wollen in - trara, genau, Puma Punku. Und das ist, wir erinnern uns, keine 10000 sondern grade mal 1000 Jahre alt :)

    Das Problem ist aber dann, dass es, wie Du schon geschrieben hast, dann auch keine Indizien gibt. Die Einzelthesen der Paleo-SETI, die ja von Indizien ausgehen, wären dann falsch :) Und leider würde dann die gesamte PSH aus dem Rahmen der Wissenschaft hinausfallen, es wäre ein reines Glaubenskonstrukt.


    Wir diskutieren hier aber über die Thesen der verschiedenen PS-Autoren, die überall lehrende Aliens und kriegsführende Götter sehen, und auch kistenweise vermeintliche Indizien. Die Aliens dieser Thesen haben sich also offensichtlich eher wie die Elefanten im Porzellanladen als wie ein einsamer Forscher unter Eingeborenen aufgeführt :)


    Somit ist die Frage nach den Hinterlassenschaften wieder im Spiel...

    Also, Mr. X, Bohrungen, das sind Löcher. Also Stellen wo kein Gestein mehr ist. Sozusagen Un-Gestein. Ich weiß jetzt nicht, wo Du drauf hinauswillst.


    Und ja, wir sprechen von der selben Liste. und nein, die Archaisierung der eigenen Gesellschaft lässt sich in vielen Kulturen feststellen. Von normalen Chronologien wie in Sumer (älteste Listen) und Ägypten (Annalenstein), beide jeweils von ca. 2500 v. Chr., auf denen ganz normale Könige aufgelistet sind, zur babylonischen Liste bzw. turiner Königspapyrus (beide so 1500 v. Chr), auf denen Herrschergenerationen auftreten die es nie gab, bis hin zu den absolut phantastischen Listen wie in der Bibel oder von Manetho (so 4-5. Jh. v. Chr.) in denen es vor dein bekannten und existenten Königen nur so wimmelt vor Göttern und Sagengestalten. Ist ein bekanntes und wohl verstandenes Phänomen, wenn man sich mal mit den Kulturen beschäftigt und nicht nur an der "Sieht aus wie"-Oberfläche kratzt.

    Puma Punku wird von Däniken & Co auch auf 10000 Jahre datiert...
    es gibt keine sumerischen ins Stein gemeißelten Königslisten, nur babylonische in Ton gebrannte. Und die wollten sich älter machen, etwas was viele Völker machten, die sich legitimieren wollten, nach dem Motto "wir sind ja eigentlich älter als die Sumerer".
    Nein, die in Tiwanaku haben keine umgedrehten Treppen gemeißelt, das verwechslst Du mit den Steinbrüchen bei Sacsayhuama - ein Galerie-Steinbruch den Däniken falsch interpretiert.


    Was der Kerl mit den Messern macht steht auf meiner ausführlichen Dendera-Seite - es ist der Gott Upu, der Hathor und Harsomtus, den Gott der jungen Sonne (die Schlange) beschützt.
    Und die Lotosblüte war für die Ägypter eins der wichtigsten Kultobjekte, da die Ägypter glaubten, die gesamte Weltschöpfung wäre aus der ersten Lotosblüte auf dem urhügel erfolgt. Habe ich auf meiner Seite auch ausführlich erklärt, solltest Du vielleicht mal lesen, wenn es Dich interessiert. :)

    So, hab mal die Passagen zum Ballspiel im Popol Vuh durchgelesen. Es gibt da in der Tat eine genauere Beschreibung der Bekleidung - Helm, Krone, Ringe um Hals und Schulter, Lederschurz, Handschuhe und Leder-Beinschützer (Leggings). Sieht genauso aus wie auf der Stele abgebildet.
    Von einem Opossum finde ich da nichts, aber es wird etwas beschrieben, was auf dem RÜCKEN (Back) geschnallt wurde, um den Ball damit zu schlagen*. Leider ist das nicht näher beschrieben. Das alles findet sich im 2. Buch 1. Kapitel.
    Interessanterweise wird dort kein Bruspanzer beschrieben, wie er bei den anderen Maya üblich war, die Quiche scheinen daher eher so gespeilt haben wie in El Baul (ist ja auch Guatemale, wo die Quiche lebten, von denen das Popol Vuh stammt)


    * dazu muss man wissen, dass der Ball nur mit Kopf, Brust, Rücken und Bein geschlagen wurde, nicht mit der hant und nicht mit den Füßen.

    Nobby :
    Danke für Deine Arbeit, vielleicht findest Du ja noch was konkreteres. Hm, von Coe hab ich "Breaking the Maya Code" - werde ich gleich mal durchblättern, obs da auch um Fußball geht. Laut Schele/Freidel stammen die ausführlichsten informationen über das Fußballspiel aus dem Popol Vuh. Das habe ich auch, werde mich gleich mal in den Garten begeben und das danach durchsuchen. Vielleicht gibts ja einen Opossum-Kult :D


    @ad-santiago:
    Die wohl umfangreichste Besprechung über die Dendera-Dinger gibts übrigens bei mir :) Wer sich also mal richtig Schlau machen will...

    @Mr. X
    Du bist doch Micha, oder? Das Thema Puma Punku haben wir auf Allmy doch schon mindestens 10 mal durchgekaut. Nix haften gebleiben?
    Zur Information: Puma Punku wird von Däniken & Co für das beste Indiz von Außerirdischen gehalten. Hoch gelegen in der Wüste, 10000 Jahre alt, Steine haben magnetische Anomalien, ultrahartes Gestein nur mit Diamant zu bearbeiten, Blöcke über 900 Tonnen, und Baukastensystem identischer Steine, durch eine rätselhafte Explosion vernichtet. Ach ja, und die Bewohner wussten, als die Spanier kamen, nicht, wer die Dinger gebaut hat und meinten, die Götter wären es gewesen.


    Hört sich wirklich klasse an, zerbröselt aber genau so schnell wie fast alles, wenn man sich informiert.


    Fangen wir mit den Einwohnern und den Göttern an. Die Geschichte stimmt, die Spanier kamen um 1530 in die Region und die Einwohner, die Aymara, hatten keine Ahnung, wer das alles gebaut hat. Nur. Die Aymara waren dort nicht heimisch, die waren erst gegen 1400 in die Region eingewandert, da waren die Erbauer, die Tiwanaku-Kultur, schon lange tot. Die wurden durch eine Öko-Katastrophe (jahrzehntelange Dürre) und Aufstände unterdrückter Völker neidergemacht, um 1200 bissen die letzten Tiwanakus in einer Bergfestung ins Gras. Rätsel gelöst.


    Damit kommen wir auch gleich zu "In der Wüste": Der Altiplano, die Hochebene um den Titicaca-See, war bis ungefähr 1000 n. Chr. sehr fruchtbar, durchzogen von vielen Flüssen und Rinnsalen, gespeist von Gletscherwasser. Die Tiwanakus bauten ein großes Reich auf, mit 7 Hauptstädten, den legendären "7 Cities of Gold", und Tiwanaku als Ober-Hauptstadt. Puma Punku war einer der beiden Tempel der Stadt, nämlich der für den Adel. Tiwanaku hatte in der Endphase, zu der auch Puma Punku in seiner heutigen Form gebaut wurde, über 250000 Einwohner. Die wurden alle von der Felderwirtschaft auf dem Altiplano ernährt. Also auch kein Rätsel.


    Und jetzt kommen wir auch gleich zum Alter. Puma Punku wurde in der Tawanaku VI und VII-Periode errichtet - zwischen 600 und 1000 n. Chr.! In der Hochzeit Tiwanakus, kurz vor Beginn des Desasters. Das weiß man aus Proben die man unterhalb der Tempelfundamente geborgen hat, z.B. überbaute ältere Gräber. Die ältesten Siedlungsreste die man überhaupt gefunden hat stammen aus der Zeit um 1600 v. Chr., erste Dauersiedlungen lassen sich ab 1200 v. Chr. nachweisen. Nix mit 10000 Jahre, auch kein Rätsel.


    Nun zu den Steinen. Oft leist man "unglaublich hart, Härte 8.5" und so. Leider haben Steine aber keine Härte, die Mohsche Härteskala gilt nur für MINERALE, Steine sind aber Gemenge von Mineralen, die haben definitionsgemäß nur FESTIGKEITEN. Schlag- Abriebs- Duruck- und Zugfestigkeit nach DIN :)
    WENN man schön von "Härte" redet, ist die härteste Komponente entscheidend - und das ist in dem verbauten Andesit Quarz mit Härte 7. Aber Quarz kommt nur in Mindermengen vor, weniger als 10%, damit ist Feldspat mit Härte 6 die Hauptkomponente, die man bearbeiten muss. und das kann man problemlos mit Feuerstein, Obsidian oder Quarzsand.
    Die sogenannte Magnetanomalie ist übrigens eine direkte Materialeigenschaft. Andesit enthält bis zu 5% Magnetit - und der ist magnetisch.
    Und: nur ein kleiner Teil der verbauten Steine dort IST Andesit (der wirklich schwer zu bearbeiten ist) - und zwar überwiegend schmucklose schwarze Platten. Der Hauptteil der Trümmer dort besteht aus Sandstein.
    A propos Trümmer, die geheimnisvolle Zerstörung des Tempels ist nicht nur nicht geheimnisvoll, sondern auch noch dokumentiert. In den 1870er Jahren ließ die bolivianische Armee den Tempel platt machen, weil man die Trümmer zum Eisenbahmbau verwendete. Der deutsche Archäologe Max Uhle prangerte diesen Frevel an, wurde letztlich aus dem Land geschmissen, setzte sich aber durch und Ende der 1870er wurde die Zerstörung gestoppt.
    Bleiben noch die 900 t. Der schwerste Block dort wiegt 164 t, die 900 t kommen durch einen wirklich peinlichen Fehler zu Stande. Graham Hancock errechnete für sein Buch "Die Spur der Götter" die Gewichte aus, und verwendete dafür einen Grabungsbericht. Auf dem standen die Maße in Zentimeter. Die interpretierte er aber als Inch - und dadurch wurden die 16 mal schwerer als in der Realität! Für den schwersten von ihm berechneten Block kam er so auf 400 t. Däniken setzte da noch einen drauf indem er behauptete, dass der ja nur das kleinere Bruchstück einer größeren Platte wäre - und machte 900 t für den Gesamtblock daraus.
    Wenn man sich den Block (es ist eine Fundamentplatte) mal ansieht, und eine Abschätzung macht (so mit Dichte und Volumen - ich weiß, wäre selber denken, das ist in bestimmten Kreisen nicht so in) käme man auf eine Plattengröße für diese 900 t von 26 x 26 m...
    Ach ja, noch die "identischen Steine" - naja, sie sind eben NICHT identisch, nur ähnlich. Auf Fotos die mehrere dieser Blöcke nebeneinander zeigen kann man die Abweichungen von Block zu Block ohne Mühe erkennen, daher gabs auch keine Fließbandproduktion.
    Somit sehe ich hier auch keine Rätsel.

    Aragon70 :
    Doch, sicher trägt sie Schutzkleidung - die erwähnt auch Däniken in dem Text auf der Seite von Tatjana Ingold, und die findet er ja so toll modern. Dabei sind es nur die Beinschützer und die Lederhose. Der El Baul-Spieler trägt noch nicht einmal die "Holzjacke" als Brustpanzer.


    Aber Du hat Recht, es ist klar erkennbar, dass auch dieses Wesen halbnackt ist, und das ist für Raumfaher eher unüblich. uch der berühmte Pacal in seiner "Rakte" trägt ja außer einem Lendenschurz nix.

    Tschä, ein Stöbern in meinen wenigen Büchern über die Maya brachte immerhin schon wieder ein Schmankerl zu dem von Dir gelinkten Däniken-Taxt. in Schele/Freidels "A Forest of Kings" und in Schele/Matthews "The Code of Kings" wird auf das Fußballspiel und die Bekleidung der Spieler eingegangen. Die Döniken ja für irgendwie modern und geheimnisvoll hält.
    Naja, es ist eine vierteilige Schutzkleidung mit Helm, Bruspanzer, Hose und Leder-Beinpolstern, mit zusätzlichen Fellbändern bzw. Polstern um Hals und Schultern - und wird in der Tat noch heute von einigen traditionellen Ballspielern in einigen abgelegenen Provinzen Mexicos so verwendet. Weil der Kautschukball war HART, Vollgummi, nicht das was die Weicheier heute benutzen.


    Also, egal ws sich Döniken vorstellen kann oder nicht, seine Unkenntnis oder seien Ignoranz verwandeln simple und bekannte Kleidungsstücke zu Raumfahrerausrüstungen :)


    Bei Schele/Freidel gibts etliche Abbildungen von Ballspielern in dieser Montur, und bei etlichen davon gibts einen "Tank" hinten, leider wird da nicht drauf eingegangen. Aber etliche dieser Speiler haben Namen, und auf den Stelen steht die Geschichte, und warum sie sich so abbilden ließen...


    Ich wittere wieder einen Strohmann.

    Ich muss jetzt auch noch mal :)


    Zitat


    Eine andere Meinung sollte man respektieren und wenn, dann mit Fakten widerlegen und nicht provozierend noch als Quatsch, oder Unsinn etc. bezeichnen.


    Ich liebe Klartext, und wenn etwas faktisch Unsinn ist, bezeichne ich es auch als Unsinn. Zwar hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung, aber nichtdas Recht auf eigene Fakten...


    Zitat


    Hand aufs Herz: Wärst du jemals mit solchen Themen konfrontiert worden, wenn du nicht Däniken geschenkt bekommen hättest, oder gekauft hättest, weil du dadurch interessiert oder inspiriert worden wärst ?
    Das zähle ich z.B. u.a. als sein Verdienst.


    Das habe ich ja auch schon gesagt, durch ihn kam ich zur Geschichte, aber da gibts auch bessere Wege...


    Zitat


    Wissenschaftliche Meinung bedeutet, wie du schon selbst sagst : aktueller Stand der Wissenschaft, der immer möglichst fortlaufend diskutiert, hinterfragt wird.
    Nichts anderes habe ich gemeint.


    Dann hast Du Dich ein wenig zweideutig ausgedrückt...


    Zitat


    Da du sicherlich ebenfalls studiert hast, müsstest du wissen, dass es z.B. an Universitäten sehr wohl so etwas wie eine Lehrmeinung ( sage bitte einen anderen Ausdruck, wenn dich das zum Brechen reizt ) gibt und früher zwangsläufig gab. ...


    Du scheinst Lehrbetrieb mit wissenschaftlcher Arbeit zu verwechseln. Klar gibts im Grundstudium "Lehr"Bücher, wie auch an Schulen. Wie soll man Frischlingen denn sonst die Basis der Wissenschaften beibringen? Aber bei neuen Erkenntnissen wird jeder Professor auch diese in seine Vorlesungen einfließen lassen, und sei es nur im Rahmen einer Sonderstunde.
    Und nach dem Grundstudium gehts los mit eigenständiger Arbeit, in den Seminaren. Da werden schon Studenten angehalten, etwas eigenständiges zu erarbeiten, und nicht nur "Lehrmeinungen" zusammenzufassen.
    Wenn es nur zementierte "Lehrmeinungen gäbe, bräuchten wir keine Unis und keine Studenten, denn es gäb ja nichts mehr zu erforschen.


    Zitat


    Habe ich mich bei der Stele irgendwo auf Däniken bezogen ?
    Ich denke nicht. Was soll also das Niedermachen von EvD bei diesem Beispiel ?


    naja, in einem Däniken-Thread ziehst Du eins von Dänikens Lieblingsmotiven hervor - wie soll ich da nicht auf Däniken kommen. Und in diesem Beitrag linkst Du auf eine Seite, wo genau die von mir kritisierte Vorgehensweise Dänikens vortrefflich in seinen eigenen Worten präsentiert wird :)


    Zitat


    Frank, wenn du selbst nichts zu diesem Thema sagen kannst, aber überzeugt bist, dass die Bezeichnung als Opossums völlig korrekt ist, dann wirst du sicherlich, wie ich dich kenne, auch in der Lage sein, dazu Belege zu bringen ;) .


    Nö, kann ich nicht, wie ich schon schrieb. Amerikanistik ist nicht mein Fach, ich habe keine Publikation dieser Stele und weiß daher nicht, was "die Wissenschaft" sagt. ich weiß noch nicht einmal, ob "die Wissenschaft" wirklich etwas von einem Opossum schreibt oder nicht, oder ob das mal wieder einer von Dänikens Strohmännern ist. Das ist nämlich auch ein typisches Vorgehen von ihm.


    Hast Du "Die Augen der Sphinx"? Da gibts einen langen Abschnitt zum Pyramidenbau, wo er die Thesen eines Professor Riedl genüsslich zerlegt und ihn als Vorreiter der Ägyptologie darstellt, die seine Thesen unterstützen und vertreten soll.
    Komisch, ich hatte noch nie was von einem Professor Riedl in der Ägyptologie gehört, und auch nix von seinen Thesen gelesen. Also Buch bei Heidi besorgt - und staun, schon in der Einleitung beklagt sich Riedel, der emeritierter Professor für Architektur war, darüber, dass die ägyptologische Fachwelt sein Buch verlacht, und kein großer Verlag es veröffentlichen wolle, sodass er es im Selbstverlag herausbrachte.
    Riedel war nicht Vorreiter der Ägyptologie sondern ein radikaler Außenseiter, und seine Thesen werden nicht akzeptiert sondern ignoriert. Woher weiß ich, ob das mit dem Opossum nicht auch die wirre These eines Außenseiters ist?
    Gibt noch ein anderes lustiges Beispiel vom Ignorieren des kulturellen Hintergrunds. In Ägypten gibt es sogenannte Pektorale, schwerer Brustschmuck, der durch ein Gegengewicht auf dem Rücken balanciert wird. im ägyptischen Museum gibts mehrere davon ausgestellt.
    In den Krypten von Dendera ist auch so ein Ding abgebildet. Es wird in den Beitexten auch beschrieben - woraus es besteht, wozu es dient, von wem es gestiftet und von wem es getragen wurde - und dass das Teil dort offenbar zwischen den Feiertagen gelagert wurde.
    Macht nix, bei Däniken ist es ein Elektrolysegerät und diente zur Beschichtung von Metallen. Warum drauf achten, was die Bimbos selbst dazu schreiben, wenn es so schöne "Sieht aus wie"'s gibt...


    Würde mich nicht wundern, wenn das bei dem Opossum ähnlich wäre.
    Wenn es Dich interessiert, kannst Du ja mal selbst nachrecherchieren, ob die Begründung korrekt ist und wie die Wissenschaftler darauf kommen. Na, wie wärs? Oder geht das Interesse dann doch nicht sooo weit? Weil Du mit den Erklärungen zufrieden bist und Du es nicht riskieren willst, dass am Weltraum-Lack gekratzt wird? :D