Beiträge von Frank D

    Mal gespannt, wieviele Thesen da noch in den nächsten Jahrzehnten kommen :)
    Als ob es nichts Wichtigeres gäbe. Tut war ein WINZIGES Lichtlein in der ägyptischen Geschichte, und hätte man sein Grab nicht gefunden wäre er nichts Weiteres als ein obskurer Name den man hier und da gesehen hat. Und dennoch gibt es glaube ich über keinen anderen Pharao so viele populärwissenschaftliche Bücher und Artikel.

    Da muss ich jetzt aber auch noch einmal drauf antworten.


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    Interessante Themen die sonst, wie so oft, in den für die Öffentlichkeit nur sehr schwer zugänglichen Katakomben der Wissenschaft verschüttet geblieben wären.


    Nein, die meisten seiner Themen sind weder Rätsel noch bei genauer Untersuchung interessant noch in irgendwelchen Katakomben verschwunden. Alles ist frei zugänglich und publiziert, wenn man sich dafür interessiert.
    Däniken könnte über nichts gehaltvolles schreiben, da er sich für Fachpublikationen überhaupt nicht interessiert, sein Archiv besteht überwiegend aus Zeitschriftenschnipseln, deren Inhalt er verwurstet, und deren inhalt er oft überhaupt nicht verstanden hat. Gerade bei Götterdämmerung (da wären wir beim Thema :D) git es etliche peinlichkeiten, wo er die Hintergründe überhaupt nicht versteht.


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    Die Großkopferten hatten sich über etwas eine Meinung gebildet und basta. Fragen, Kritik oder gar andere Ideen dazu, vor allem von Außen, waren oft nicht erwünscht.


    Völliger Unsinn. In der Wissenschaft ist es egal ob ein Groß- Klein- oder Überhauptnichtkopferter sich irgendwas ausdenkt, sondern wie er es BELEGT. Wenn Hänschen Klein es meint besser zu wissen und dafür auch Belege bringen kann, ist die Meinung eines Professors XYZ völlig nebensächlich. So funktioniert Wissenschaft, durch ständiges Hinterfragen.


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    Genau das meine ich: Man widerspricht nicht gern der vorherrschenden Lehrmeinung, denn wie steht man denn sonst da und überhaupt ... die Karriere ...


    Nochmal quatsch. Es gibt keine "Lehrmeinung" - wenn ich das Wirt schon höre bekomm ich einen Brechreitz - sondern nur einen aktuellen Erkenntnisstand. Der jederzeit von jedem angefochten werden kann, der bessere Argumente liefert. Aber weil Däniken teilweise auch durch die sektenhafte Anhängerschaft seiner Mitglieder dieses Thema so in Verruf gebracht hat, meidet man heute die Nähe dazu.


    Zu el-Baul_ Der Fußballspieler trägt z.B. eindeutig einen Jaguarkopf, der von Däniken als "Helm" interpretiert wird. Und hier kommen wir zum Hauptproblem von Däniken und vielen seiner Anhänger: Er kennt die Hintergründe nicht. Er interessiert sich nicht für die Kultur und das was man, z.B. durch Übersetzungen ihrer eigenen Schriften, herausgefunden hat. So ist Däniken schlicht nicht bewusst, dass das Tragen von Tierhäuten und deren Nachbildungen, wobei die Menschen durch das geöffnete Maul schauten, bei Maya und Azteken für bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Jaguarpriester der Maya. Jaguar- und Adlerkrieger der Azteken) gang und gäbe war. Er sieht überall Raumhelme und Astronauten - auch welche die halbnackt und barfuß eine "Rakete" reiten :)
    Zum Opossun kann ich nix sagen, da Amerikanistik nicht mein Schwerpunkt ist, aber ich bin mir sicher dass die die das behaupten dafür eine gute Begründung haben - die Däniken nicht kennt und mit einigen medienwirksamen polemischen Phrasen vom Tisch wischt. Laien kann er damit immer wieder überzeugen, Motto "Jaja, die dämlichen Wissenschaftler".


    So, das musste noch gesagt werden :) Für Mehr sollte man einen neuen Thread aufmachen.

    Ich muss Dir auch widersprechen. Däniken hat im Prinzip keinerlei eigene Thesen aufgebracht, sondern nur uraltes Zeug wieder aufgewärmt. Und oftmals sogar Dinge die eigentlich nie ein Rätsel gewesen sind und die nur durch seine gnadenlose Unkenntnis in seinem Kopf zu Rätseln mutieren.
    Und nein, bei Geschichte gehören die Bücher auf keinen Fall hin, höchstens zu Geschichten :)


    Gut, ich will nicht alles Schlecht machen, denn ohne EvD hätte ich niemals angefangen, mich für Geschichte zu interessieren. Aber er war nur die Starthilfe dazu, quasi der Anlasser. Seitdem schnurrt der Motor aber munter ohne EvD weiter :)

    Jetzt grabe ich auch mal was Uraltes aus...


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    Über EvD kann man sagen was man will, ihm ist es mit zu verdanken, dass dieser Themenkomplex gesellschaftsfähig wurde.


    Da sind viele (ich eingeschlossen) aber anderer Meinung. Durch seine populistische Herangehensweise haben er und seine Kollegen gerade dafür gesorgt, dass das Thema in der Wissenschaft nicht mehr berührbar ist, man möchte ja nicht mit solchen Leuten in Verbindung gebracht werden.
    Das hat ganz lustige Auswirkungen. Ich habe z.B. ein ägyptologisches Buch geschrieben, welches sich auch kritisch mit etlichen Däniken-Rätseln beschäftigt. Das Vorwort sollte von einem "offiziellen" Ägyptologen geschrieben werden, mehrere waren da im Gespräch, von denen ich privat weiß, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen. Als es in die heiße Phase kam, lehnten sie dann doch alle ab und murmelten was von Karriere, und ja nicht in die Nähe dieser Leute etc.


    Weiterhin hat Däniken mit seiner A.A.S. dazu geführt, dass sich jetzt jeder als Forscher empfindet, und im Netz und der SZ (Sagenhafte Zeiten, die Vereinspostille von EvD) den größten Stuss als These publiziert. Nichträtsel über Nichträtsel, dramatische Peinlichkeiten und und und. Das Endergebnis: WENN es wirklich ein hartes PS-Indiz gibt was bereits gefunden wurde, geht es im Rauschen der Pseudo-Indizien im Stile von "Sieht aus wie" oder "klingt nach" einfach unter.


    Und zuletzt schadet die Geisteshaltung der dogmatischen nicht-Anerkennung von Gegenargumenten, die bei den PS-Anhängern offenbar Pflicht ist, der ganzen Sache. Die rechte Hand von EvD, Uli Dopatka, gab dazu mal die "offizielle" A.A.S.-Haltung bekannt: "Solange es noch einen Menschen auf der Welt gibt, der Zweifel an der wissenschaftlichen Erklärung eines PS-Indizes hat, MUSS die PS-Sicht gleichberechtigt zur wissenschafltichen Sicht gesehen werden".


    Ja denn...

    Naja, die gute Puabi war Priesterin und ist "nur" 4500 Jahre alt - da hatte die mesopotamische Kultur schon ein paar 100 Jahre auf dem Buckel. Warum soll zu der Zeit noch jemand an ihr rumgebastelt haben?


    Sitchin vertritt die These, dass Astronauten vom Planeten Nibiru (Planet X) den Menschen vor 250000 Jahren erschaffen haben - blöderweise gibts den modernen Menschen erst halb so lange. Naja, aber was sind in der GreWi schon ein paar 10000 Jahre :D


    Aaaber: Sitchin hat wohl gerade wieder einen seiner unerträglichen Schinken fertiggestellt, und so sorgt er für ein wenig Publicity :) Und wenn "die Wissenschaft" Untersuchungen ablehnt, kann er auf seinen Büchertouren sogar noch Verschwörungen und Vertuschungen ins Spiel bringen :)

    Es gibt ja noch einen alten Kornkreis, der von Freunden der Übernatürlichkeit angeführt wird, der 1580 zu einem Hexen (bzw. hexer)-Prozess geführt hat.
    Da gehts um einen richtigen Kornkreis - der aber dummerweise von einem Konvent wirklich ins Korn getrampelt wurde, als sie einen Hexenreigen tanzten. Dabei wurden sie ertappt, und alle bis auf einen konnten fliehen. Dem wurde dann der Prozess gemacht, und als Beweis galt der am nächsten morgen gefundene niedergetrampelte Kreis, der auch Hufspuren enthielt und so aussah wie eine Viehweide.
    Lustig ist, dass KK-"Forscher" Andreas Müller die eindeutigen Schilderungen in den Gerichtsakten weginterpretieren will, nach dem Motto "Die schreiben ja nur was von niedergetrampelt, weil sie sich das nicht anders erklären können" :)
    Ja, auch so kann man einen Schuh draus machen. :roll:

    Es gibt 36 davon, in Kappadokien. Es gibt (PS)Legenden, dass die durch Tunnel verbunden sind, von denen konnte aber keiner nachgewiesen werden. Und höchstwahrscheinlich stammen die aus der Zeit zwischen 600 und 1000 n. Chr. und wurden von Christen angelegt, zum Schutz gegen die Verfolgungen.


    Und - äh, was hat der Asteroidengürtel mit Archäologie zu tun?

    Zeitreisender :
    Offenkundig hattest Du aber nicht die Informationen über die anderen Obelisken, die da im Steinbruch herumliegen, und die auch teilweise im Mehr-100-T-Bereich liegen.
    In Ägypten gabs übrigens keine Hanf-Seile, und (achtung, Werbung) auf meiner Webseite habe ich im Pyramidenbau-Teil auch eine kleine Abhandlung über die Leistungsfähigkeit damaliger Seilfasern:
    6 Mio. Tonnen, runterscrollen.
    Demnach hat man Seile mit einer Reißfestigkeit um die 20 t gefunden - und wenn man sich mit dem Konzept der Gleitreibung beschäftigt hat (kommt auf der Folgeseite, kannst Du auch gerne lesen, tut nicht weh), und realisiert, dass man an so einem Schlitten mehr als ein Seil anbringen kann, stellt man fest, dass man mit 13 Seilen auskäme - und mit 20 wär man auf der sicheren Seite.

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    du selten gesehener Gast hier.


    Naja, ich wurde vor einem Jahr von einem Moderator hier links angemacht und prophylaktisch der illegalen Werbung bezichtigt, obwohl er nix finden konnte - da dachte ich mir, dass ich mir das nicht gefallen lassen muss.
    Aber beim Steinbruch-Thema musste ich einfach was sagen, da ich vor 2 Jahren wirklich lange dort war und jede Menge Fotos gemacht habe (und tatsächlich auch eigene Experimente machen konnte, die ich auch gefilmt habe), und das Thema gerade (achtung, illegale Werbung, jetzt dürft ihr wieder Verwarnungen rumschicken) für mein 2. Buch bearbeite :)

    Hier sieht man mal wieder das typische Problem, wenn man sich seine "Meinung" bildet ohne die Fakten zu kennen. Das Geile am Steinbruch in Assuan ist, dass da neben dem unvollendeten Obelisken haufenweise andere Unfertige herumliegen, in den unterschiedlichsten Phasen. So 50 m hinter dem "Unfertigen" ist noch ein weiterer, etwas Kleinerer, der bereits so weit aus dem Fels herausgearbeitet wurde, dass er wie ein Pilz nur noch auf einem "Stiel" steht, ein rund 20 cm breiter Grat unten. Da hätte man problemlos Holzbalken reinschieben können, die man zu einem Schlitten verbindet. Grat stückweise wegschlagen, Querhölzer unterlegen, und am Ende hat man das Ding transportbereit auf dem Schlitten.
    Manchmal lohnt es sich, mal selbst vor Ort zu gehen um sie einen Überblick zu verschaffen, bevor man gleich wieder Aliens oder Atlanter bemüht und von "da stimmt was nicht" zu faseln.

    Die Zusammensetzung des Materials ist gesichert - habe ich hier in dem Thread glaube ich schon mehrfach erwähnt. Es ist natürlicher Kristall aus Madagaskar (Pariser und Londoner Schädel), Brasilien (Mitchell-Hedges) und dem Erzgebirge (Smythsonian).
    Und da alle dieser Schädel eindeutig Schleifspuren von Edelstein-Schleifmaschinen aufweisen kann man wohl auch diese idee in den Wind schießen.


    Und bitte mach' Dich mal schlau was eine Theorie ist...

    Die Pyramiden in Teotihuacan z.B. entstanden schlappe 2000 Jahre nach der letzten ägyptischen Großpyramide - die bekannten Maya-Bauten nochmal so 200 Jahre später. Toller Kulturkontakt - ging der Brief mit den Bauplänen in der Post verloren? :-D


    Und leider wird das Wort Pyramide missbraucht - eine Pyramide ist ein Körper mit einem regelmäßigen Polygon als Basis und identischen dreieckigen Seitenflächen die sich an einem Punkt treffen. Und die einzigen, die davon weltweit in einem großen Maßstab gebaut wurden, stehen in Ägypten.


    Alles andere sind Prismen oder Stufenbauten - und manches was als "Pyramde" bezeichnet wird, wie z.B. Yonaguni, hat nicht mal im Ansatz eine pyramidenähnliche Form.


    Zudem sind viele Beispiele die Zweifler brachte so genannte Tumuli. Das sind künstliche Hügel die aus verschiedenen Verschütt-Materialien hergestellt wurden, und keine Bauwerke an sich. Dazu gehören z.B. auch die "Pyramiden" in China, das sind einfach aufgeschichtete Lehmhügel, die in Form getrampelt wurden.


    Strippt man alles da mal sauber runter und vergleicht nicht nur Bilder, bleibt nicht viel über.

    sam :
    Mehr als die Klappentexte kannst Du bei dem Tempo aber nicht lesen können :-D


    Sorry, ich bin Schnell- und Vielleser, aber ich brauche doch im Schnitt 2 Tage pro Buch... und für Schoten wie Ercivan brauche ich viel länger, weil ich davon nicht mehr als 10 Seiten am Stück ertrage :-)

    Geschäftschädigung, glaube ich :-)
    Ganz schlimm wurde es, als ich 1999 eine Beurteilung der Pläne von Dänikens mystery-Park auf meine Seite setzte. Der kam nicht gut weg (was durch die Pleite ja auch bestätigt wurde) - und danach setzte eine Hatz fanatisierter Däniken-Anhänger ein. ich bekam Morddrohungen, meine Email-Fächer wurden mit Drohungen wie "Nimm das zurück, sonst passiert Dir das" zugepackt, so sehr dass ich den Provider wechseln musste, und ich bekam Briefe persönlich in den Briefkasten geworfen mit dem Inhalt "Wir wissen, wo Du wohnst...".
    Dann bekam ich Informationen darüber, dass einige aus dem Führungskreis der AAS daran arbeiteten, mich und meinen Kollegen Rainer Lorenz mundtot zu machen, und uns erstmal eine Straftat anzuhängen um uns zu diskreditieren...
    Das ging dann einigen zu weit, und sie setzten sich aus der AAS ab. Es gab damals einige offene Briefe entsetzter AASler die meinten, dass ihre Organisation nun wirklich zur Sekte verkommen sei, und seitdem hat sich die Sache halbwegs beruhigt.


    Außer das Däniken vor 2 Jahren bei einem Vortrag mal ausgerastet ist, als meine Seite erwähnt wurde, und er behauptete, dass es mich gar nicht gäbe, "Frank D." sei nur die Tarnbezeichnung einer Unterorganisation der CIA, die daran arbeite, der Welt das Wissen zu verheimlichen :-D

    Klar gibts da massenhaft Funde. Beach Stone, betongefüllte Fässer, das versenkte Giebel-Fake was man neulich präsentiert hat :-D
    Alles so schön dicht unter Wasser, da man da schnorcheln kann. Was bedeutet, dass die lustige "Hafenanlage" bei Bimini zur projektierten Atlantiszeit mitten oben auf nem 100 m hohen Hügel war :-D :-D :-D


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    Und bitte laß das " wir " doch weg, es sei denn du sprichst für dein Hobby, und nicht über meine Berufsgruppe !


    Der ist gut, echt :-D :-D :-D
    Danke für diesen herrlichen Witz.