Beiträge von Kemprecos

    Der-Neue


    Soweit mir bekannt ist, tauchte diese Story mit dem "Timewarp" im Wolkentunnel erstmals im Charles Berlitz Bestseller über das Bermuda-Dreieck auf. Seither kursiert sie durch die Medien. Eines der Time-Life Bücher hat die Geschichte sogar mal mit ganzseitigen Illustrationen unterlegt.
    Irgendwelche Beweise, das dieser Tunnelflug wirklich stattfand, gibt es aber bis heute nicht!

    Midgardschlange


    Die Geschichte um die Norfolks taucht nur in relativ wenigen deutschen Büchern auf. Eines davon ist "SPURLOS VERSCHWUNDEN" (aus der Reihe "Die Welt des Unerklärlichen", 1993 bei Moewig herausgegeben). Auf rund 20 Seiten wird dabei der Fall beschrieben. Der sich hauptsächlich um eine Geschichte dreht, das ein paar ANZAC - Soldaten im August 1915 beobachtet haben sollen, wie ein ganzes Regiment in eine brot-förmige, über einem Flussbett hängende Nebelwolke hinein marschierten. Worauf sich diese Wolke dann in den Himmel erhob. Und man nie wieder etwas von dem englischen Soldaten hörte...


    Allerdings war das besagte 1/4 Norfolk Regiment nur ein Batallion. Das nachweislich(!) bis zum Ende des Jahres 1915 im Einsatz war und daraufhin abgezogen wurde. In den Schilderungen der angeblichen Zeugen finden sich zudem einige Fehler, die echten Soldaten vor Ort sicher nie unterlaufen wären.


    Allerdings gab es tatsächlich ein in der Schlacht von Gallipoli "verschwundenes" Norfolk-Batallion. Das 1/5, dessen Schicksal im Chaos jener Tage zunächst ungeklärt blieb. Doch 1918 fand ein Soldat auf dem Schlachtfeld ein Abzeichen der Norfolks. Es stellte sich heraus, das ein türkischer Bauer Dutzende englischen Soldaten-Leichen von seinen Äckern (bzw seiner Farm) einfach in eine Schlucht geworfen hatte. Ein Bergungsteam fand letztendlich 180 Gefallene, darunter 122 aus der 1/5.


    Aber jetzt kommt es: 1965 erschien ein Untersuchungsbericht über die Schlacht. Bei der (ein für die Jahreszeit nicht ungewöhnlicher) Nebel eine entscheidende Rolle für das Scheitern der britischen Offensive spielte. Und genau im gleichen Jahr tauchte die Augenzeugen-Aussagen auf. Es ist daher durchaus möglich, das jemand den Untergang der (zunächst ja verschollenen) 1/5 mit einem Lügengespinst über das "Nebel-UFO" anreicherte.


    Und wieder einmal entstand so eine dieser faszinierenden, fleißig hin und her kursierenden Mystery-Stories...

    Noch was zu den Mythen um einen "verschwundenen Flugzeugträger".


    Grace ist da vielleicht einer nicht unbeträchtlichen Verdrehung von Tatsachen aufgesessen. Denn die 1918 spurlos verschwundene U.S.S. Cyclops hatte ein ursprünglich baugleiches Schwesterschiff. Die U.S.S Langley. Und die wurde der erste amerikanische Flugzeugträger!


    Siehe hier:


    http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Langley_(CV-1


    Die echte Cyclops hingegen hat widerum einen Großmeister wildester Räuberpistolen in Romanform (nämlich Clive Cussler) dazu verleitet, ihr ein eigenes Buch zu spendieren. Das mit seiner Story um goldgieriege Schatzsucher, extra fiese Kommunisten und sogar ein ungewöhnlich getauftes Space Shuttle derart haarsträubend absurd geriet, das es schon fast wieder genial ist. ;)

    Hier bin ich! Und stehe selbstverständlich Rede und Antwort zur Sache mit dem Pfeife rauchenden Fuchs:


    Diese Story entstammt aus Die Welt des Unbegreiflichen vom bekanntesten Bermuda-Dreieck Faseler Charles Berlitz. Ist nur ein paar Zeilen auf Seite 203 (Knaur Taschenbuch 4024, Deutsche Erstausgabe 1990). Und man erfährt, das auf einem Steinrelief im Schloß Cawder Castle ein Fuchs eine Pfeife wie ein menschlicher Raucher hält. Darunter steht 1510. Und dabei soll doch erst 1585 von Walter Raleigh das Qualmen in England eingeführt worden sein...


    Und so liegt für alle Fanatiker des Paranormalen gleich mal nahe nahe, das mal wieder Amerika weitaus früher (und zwar diesmal von einem Schotten mit Freimaurerschurz vorm Kilt) entdeckt wurde. Was die Saint Clairs prompt ausnutzten, um vor dessen Nachbarland die schockierenden templerschen Geheimdokumente über die Familie Christus eben noch besser zu verstecken.
    Eben auf Oak Island!


    Und das kleine Pergament-Stück mit dem "V" (oder auch "U"), das irgendwann mal am Bohrer hing, ist also der allerletzte Rest vom berühmten Jesus-Tagebuch. Und stammt eben nicht von den echten Shakespeare-Manuskripten, die sein Ghostwriter Bacon aus dem Weg haben wollte.


    Oder vielleicht ist es doch der Anfangsbuchste vom deutschen Wort VORSICHT, das selbstverständlich in der mehrsprachigen Betriebs-Anleitung des dort unten verbuddelten Fiebag & Bremer Algenrösters stand. Schließlich mußten ja auch die damaligen Deutschritter deutlich davor gewarnt werden, das nicht jeder so einfach mit dem Gral umgehen sollte. Der gehört schließlich und endlich immer nach Gebrauch feinsäuber zurück in die Bundeslade gepackt!!! :lol:

    Realist schrieb

    Zitat


    Ich meine das Bauwerk an sich, also den Schacht.
    Ich lese immer unterschiedliche Daten, niemand sagt aber konkret: "Das wurde im Jahr X gebaut". Zumindest eine Eingrenzung wäre schön.


    Da dir bislang noch niemand diese Frage beantwortet hat, hoffe ich einfach mal, es dir erklären zu können:


    Niemand weiss heute mehr genau zu sagen, welcher Schacht auf der Insel die eigentliche "Money Pit" ist. Beziehungsweise einmal war...


    Denn weder die ursprünglichen Entdecker (also Daniel McGillis und seine Freunde) noch eine Vielzahl späterer Schatzsucher hielten es für nötig, den exakten Standort zu kartografieren. Getrieben von purer Gier buddelte damals zunächst einfach darauf los. Als dann das Wasser eintrat, folgten rings um die Grube einige neue Schächte. Weil manche glaubten, mit einer waagrechten Tunnel in bestimmter Tiefe zum Schatz vordringen zu können.
    Diese Wühlerei nahm sogar noch zu, als man die verantwortlichen Flutkanäle zur Küste entdeckte. Denn nun wurde versucht, auf sie zu treffen und sie anschließend wieder verschließen zu können.


    Der Einsatz moderner Methoden (ein Schatzsucher bohrte beispielsweise dutzendfach in die Tiefe und versenkte Dynamitladungen, um den Wasserzufluß zum Versiegen zu bringen) vermehrte das Chaos sicherlich noch zusätzlich. Nicht zu vergessen jene Pausen, wenn den jeweiligen Unternehmungen das Geld ausging. Und es manchmal zig Jahre dauerte, bis jemand erneut an's Werk ging. So mancher Schacht (vielleicht auch der originale?) stürzte vermutlich ein.


    Ich nehme zwar an, das man mit den orginalen seitlichen Stützbalken aus der echten Grube einiges an zuverlässiger Datierungsarbeit leisten könnte (dieses wild-dümmliche Lügengeschwätz über angebliche Radiocarbon-Messergebnisse aus der Zukunft lasse ich außen vor), doch man müßte genau dieses Material erst einmal finden. Und in "Da liegt Gold" von Janus Pikalkiewicz (ein Meisterwerk der Schatzsucher-Literatur) wird zum Beispiel erwähnt, das ein Mann namens Captain Harry L. Bowdoin im Jahre 1909 der Grube mit sogenannten Orange-Peel-Eimern zu Leibe rückte. Und dabei bis in eine Tiefe von knapp 36 Metern alles an Holz heraus holte, was dieses Förderband zu fassen bekam.


    Und 1966 soll jemand namens Robert Dunfield die eigentliche Money Pit sogar komplett zugeschüttet haben. Denn diese war teilweise eingestürzt. Und er wollte so für erneute Stabiliät sorgen....


    Ach ja, noch was:


    silvercloud


    Die Templer offiziell nicht! Aber diese Saint Clairs mit ihrer mysteriösen Rosslyn Chapel. Wo sich doch die mexikanische Agave an den Bögen verewigt findet. Und dann darf man nicht vergessen, das es gleich in der Nähe ein schottisches Schloß geben soll, wo ein Pfeife rauchender Fuchs einen Kamin schmückt. Mit einer Jahreszahl darunter, lange bevor der Tabak in England bekannt wurde. :mrgreen:


    Und wer jetzt Eins plus Eins richtig zusammen zählt, bekommt von der Ernst von Dumpfnicken Stiftung gratis einen exklusiven Mini-Mana-Maschinen Bausatz (im patentierten HOLY GRAIL - Design) der Dieter Dödel Werke aus Lügingen an der Irre. Nur leider wird die genetisch veränderte Superzuckeralgenanzuchtmasse nicht mitgeliefert. Sowie der ebenfalls unbedingt erforderliche Nano-Cold-Fusionsreaktor...

    Beides findet der am tagtäglich frisch gebackenen Mana (besser bekömmlich als jedes Wasa-Knäcke) interessierte Bausatzgewinner am Grund der Grube. Also flugs einen Klappspaten einpacken, ins Flugzeug steigen und nur ein klein wenig wühlen!

    @DavyJones schrieb:

    Zitat


    Genau. Es wäre zumindest sinnvoller so ne Aktion mit Schusswaffen zu machen.


    Hat man schon! Nur das so manche dieser Ballermänner aus Privatbesitz - nach der Abgabe an die Behörden - wieder bei Waffenhändlern landeten!


    Nieselpriem


    Die Idee mit den Büchern ist super!!


    (Zu schade, das ich meinen einzigen Konsalik und einige äußerst üble HEYNE Bücher vor Jahren weggeschmissen habe...)

    Zitat


    Carl Sagan: Der Drache in meiner Garage. Oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven.


    Ein sehr gelungenes Werk. Sollte glatt Pflichtlektüre im deutschen Schulunterricht werden. Um die verfluchte Leichtgläubigkeit nicht so endlos ausufern zu lassen.


    Ich selber lese gerade "Das Kopernikus Syndrom". Ein Roman/Thriller mit schizophrenem Hauptdarsteller!

    Ach Leute, kommt doch nicht immer gleich einzig und allein mit dem ollen Erich. Und verweist nicht bloß auf Amazon. Der Thread-Ersteller freut sich sicher auch über ein paar persönliche Empfehlungen.


    Mir zum Beispiel hat (in Sachen UFO-Roman)


    H E X


    von Kai Mayer und Marion von Schröder recht gut gefallen. Ist relativ spannend geschrieben und die Handlung führt einem unter anderem in das Deutschland der zwanziger Jahre.
    Auf jeden Fall ist es besser als etwa DREAMLAND (angeblich von einer waschechten Hemingway-Verwandten. Die aber wenig bis gar nichts von seinem Talent geerbt zu haben scheint...). Oder MAJESTIC vom Whitley Strieber, der sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, was diese Geschichte aus seiner Feder betrifft.


    Nicht ganz so schlecht ist dagegen


    Die UFO-Akten


    von Carter Jackson. Ein Thriller über die vermeintliche amerikanische Mega-Verschwörung, der gerade Freunden des Ufo-Phänomens daher zusagen dürfte.


    Aber noch einige wenige "Sachbuch"-Tipps:


    Eine brauchbare (sowie nicht gänzlich unkritische) Übersicht über das, was in den letzten Jahrzehnten so am Himmel alles gesehen wurde, liefert:


    50 Jahre Ufos - Sichtungen, Begegnungen, Erfahrungen


    von John & Anne Spencer. Gerade Einsteiger in diesen Bereich des Paranormalen dürfte es zudem freuen, wenn sie in Buchform die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lassen können. Und so auch sehen, was im Laufe der Zeit alles nach K. Arnold dazu kam...



    Sehr unterhaltsam geschrieben (aber durchaus ebenfalls als Einsteiger-Hilfe zu empfehlen) ist hingegen


    Ufos - Das Handbuch der Phänomene


    von Phil Cousineau. Denn zwischendrin werden diverse Sci-Fi Klassiker aus den Fünziger Jahren aufgeführt. Oder die teilweise wirklich lustigen Ergebnisse, was diverse Leute einen waschechten Außerirdischen beim Erstkontakt sagen oder fragen würden...


    Und hier noch ein letzter Tipp:


    Die größten UFO Geheimnisse der Welt


    von Nigel Blundell und Roger Boar.


    Es überzeugt durch die Vielfalt der angesammelten Geschichten und Beiträge. Manche davon natürlich altbekannt, aber dafür gibt es auch einige interessante "Ausreißer" (die sonst eher selten bis gar nicht in anderen Werken auftauchen.

    Irrwisch


    Richtig, es gibt noch mehr. Curd Jürgens etwa. Der ja (wie auch Gerd Fröbe) die großartige Ehre eines Bond-Schurkens erhielt. ;)


    Die Komiker Theo Lingen & Heinz Erhardt haben sich beispielsweise auch nicht schlecht auf der Leinwand geschlagen. Oder Hans Clarin, der den meisten jedoch mehr als Stimme des Kobolds "Pumuckl" vertraut sein dürfte.


    Doch bevor ich jetzt auch noch Peter Alexander, Peter Kraus oder Cornelia Froebess aufzähle (die in bestimmten Filmen auftauchten, die man heute wirklich als rein deutsches Phänomen betrachten darf), komme ich zurück auf das, was Yeti81 schrieb:


    Zitat


    Richtig, Verres bedeutet Umschalten wie der Blitz. So gehts mir aber auch bei Thomalla, Berger, Berben, Glas und und und......


    Das manch einer es nicht ertragen kann, wenn das frühere "Schätzchen" zum x-ten Mal als Familienoberhaupt in Nöten auftritt und einem auch bei Madame Thomalla schon beim ersten Anblick klar wird: Ach, jetzt hat die wieder Probleme mit dem & dem, kann ich durchaus nachvollziehen.


    Dazu noch leichte Variationen des "Pilcher-Settings". Und fertig ist der im Grunde immer gleiche mediale Fernseh-Eintopf. In den eben höchstens mal (weiterhin bildlich gesprochen) Speck statt Würstchen kommen.

    Trotzdem gefällt es einem Teil der (für die Sender stets entscheidenen) Zielgruppe. Und was beim Zuschauer ankommt, wird prompt nachgeliefert.


    Wem das nicht gefällt: Glotze aus! Auch wenn es einem manchmal doch schwer fällt, sich von dem Kasten wenigstens eine Zeit lang weitestgehend loszusagen.

    Nein, diese PARTEI würde ich auf gar keinen Fall wählen. Sowas wie Elite ist nämlich einfach Schei**. Das hat mir schon früher auf dem PC überhaupt keinen Spaß gemacht. Da fand ich Wing Commander, Privateer und sogar Blast Radius auf der PS1 viel besser. :mrgreen:


    Mein Vorschlag wäre die FOP. Das ist die FUCK OFF PARTEI. Deren Wahlplakate (in bestechender Schlichtheit, aber zugleich höchst provokant) lediglich eine einzelne Hand zeigt...


    Auch ihr gesamtes Programm nach dem Motto "No Future!" ist in seiner knappen Zusammenfassung selbst für Dauerseher von DSDS oder BB problemlos verständlich. Und wer der gräßlichen Angela im Bundestag oder auch dem roten Steini mal zeigen will, was er von ihnen hält, der wählt die FOP


    Denn gibt es (beispielsweise bei den garantiert kommenden Steuererhöhungen) eine deutlichere und klarere Aussage, als wenn die FOP-Abgeordneten einfach mal die Hand und einzelnen Finger nach oben recken??? :lol:


    In diesem Sinne: Foppt euch! :shock:

    Gamma


    Die Geschichte vom Grab des ersten chinesischen Kaisers gab es bereits (vor unzähligen Jahren) in einem Artikel der Zeitschrift PM.


    Und auch dort wurde erwähnt, das der alte Mann (komplett in Jade gehüllt) inmitten einer Goldplatte stünde, die sein gesamtes Reich nachbildet. Inclusive bewegter Flüsse aus Quecksilber. Und das eben Bodenproben aus dem Grabhügel tatsächlich eine erhöhte Konzentration des giftigen Metalls ergaben.
    Der für diese "Silberströme" verantwortliche Autmatisierungs-Mechanismus bestünde übrigens aus einem tief in der Erde angelegten Kanal, der sich einer natürlichen Wasserader bediente. Und so ein Mühlrad bewegt.


    Ebenso fand sich in der PM-Story das nächtliche Firmament mit seinen Diamant-Sternen oder auch der mit ins Jenseits genommene kaiserliche Beraterstab bzw die Konkubinen.


    So bin auch ich gespannt, ob all diese Geschichten stimmen und damit diese unglaublichen Reichtümer wirklich existieren. Und ob es die Chinesen fertig bringen, dies zu meinen Lebzeiten herauszufinden. Denn der Bericht ist uralt. Und wenn jetzt noch mehr Tonkrieger der archäologischen Aufmerksamkeit bedürfen, werden wohl oder übel wieder zig Jahre ins Land gehen, ehe der erste chinesische "Doktor Jones" vor den Jadekaiser und sein goldenes Reich tritt....

    Fr33d0m


    Wenn du dir mit Hetzer Huntington schon den "Star of 911" zugute führst, habe ich noch einen Tipp für dich: Besorge dir:


    "Ein Imperium verfällt


    Wann endet das Amerikanische Jahrhundert"


    von Chalmers Johnson (erschinenen bei Blessing)



    Obwohl 2000 erstmals in deutscher Sprache erschienen, ist Johnsons kritische Analyse des Weltpolizisten USA weitaus hilfreicher, die verhängnisvollen Ereignisse der letzten Jahren zu bewerten.


    Topic:


    Inspiriert durch eine längere telefonische Diskussion über Urbane Legenden habe ich


    "Nächte des Schreckens"


    von Pierre Bellemare (erschienen bei Nymphenburger)


    zur Hand genommen.

    Yeti81


    So wie ich es letztes Jahr mitbekommen habe, ist ein Ausstieg Deutschlands aus der Veranstaltung NICHT möglich.


    Denn irgendwer vom Fernsehen soll (anscheinend eben ohne jegliches Nachdenken) derartig rigorose Knebelverträge unterschrieben haben, durch die unsere Öffentlich-Rechtlichen bis zum Ende der Welt (also irgendwann Dezember 2012... :mrgreen: ) zur Teilnahme & Übertragung verpflichtet sind.


    Und von den ARD-Är*** und ZDF-Zipf*** wird die ganze Sache zusätzlich gerechtfertigt, das der dämliche Zirkus immer wieder grandiose Einschaltquoten erzielt...

    Obwohl ich letztes Jahr zumindest gelegentlich in die Fernsehübertragung reingezappt habe und mir dann diesen immer wieder unglaublich witzigen Schluß (Germany: Zero Points!) nicht entgehen ließ, habe ich es diesmal komplett darauf verzichtet.


    Alles, was ich daher gestern nacht/heute morgen irgendwie mitbekam, war die Internetmeldung vom Sieger Norwegen und diesem Platz 20 für Titta von Käse...

    PocoLoco


    Nicht lachen! Aber im Jahre 1995 schlug allen Ernstes in Deutschland jemand eine altersabhängige Ausgangssperre für Jugendliche von 16 bis 25 Jahren vor!


    Es handelte sich damals um den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft. Der in seiner Vorstellungswelt die Jugend von Freitag nachmittag bis Montag morgen von den Straßen verbannen wollte...


    Grund: Die sogenannten "Disco-Toten", die mit seiner Art "Mini-Kriegsrecht" (Verzeihung, aber anders kann man solche Ideen kaum nennen) quasi nicht mehr vorgekommen wären.


    Die Meldung geisterte damals kurz durch die Presse, sorgte für Empörung und am meisten blieb mir ein Kommentar des damaligen Fernseh-Magazins FRONTAL (mit Hauser & Kienzle) in Erinnerung. Denn dort hieß es lapidar:


    Fein! Dann sind die GEILEN ALTEN am Wochenende endlich unter sich! :mrgreen:

    @Mindreader


    Wahrlich, dieses kleine Geschenk des Staates zur Konjunktur-Belebung ist nicht für alle der große Segen. Im Fernsehen sah ich beispielsweise des öfteren Berichte über Schrotthändler, die sich vor Altautos (manche davon "Oldtimer" in Topzustand!!!) kaum retten konnten. Die Lagerstätten füllen sich...
    ...und zugleich sinkt der Preis für Altmetall rapide.


    An den Ausbau von noch brauchbaren Ersatz-Teilen und deren Aufbewahrung ist auch gar nicht mehr so richtig zu denken.


    Auch zu bedauern sind die vielen, zumeist privaten Gebrauchtwagenhändler. Denn die Prämie gibt's schließlich nur für Neu- und Jahreswagen. Also schauen die jetzt saudumm aus der Wäsche. Und ringen zugleich um's Überleben.


    Und das natürlich die drei traditionellen deutschen Nobelmarken Audi, BMW & Mercedes relativ wenig von dem gesteigerten Kleinwagenverkauf haben, während sich Marken aus Frankreich und Japan/Korea freudig die Hände reiben, ist auch nicht gänzlich wohlüberlegt.


    Am meisten bin ich jedoch gespannt, wie lange der milliardenschwäre Prämientopf mitmacht. Und wie wir dann ab Oktober/Januar (September ist bekanntermaßen die große Wahl) im Gegenzug von Mama Merkel zur Kasse gebeten werden... :shock:

    Wenn es erlaubt ist


    (und ich nehme mir jetzt einfach mal die Frechheit heraus....)


    dann sollte hier auch "Street Fighter 2" nicht unerwähnt bleiben. Schuf doch die amerikanische Zeitschrift EGM mit einem Aprilscherz & Screen-Shot die Legende, das sich innerhalb dieses Spiels mit dem Ryo's Lehrmeister Shen Long ein weiterer geheimer Kämpfer tummeln soll.


    Und noch schnell zu GTA:


    Das solche Sandbox-Games geradezu gespickt sind mit Möglichkeiten & Geheimnissen, ist ja gerade ein Teil ihres besonderen Reizes.


    Denn wie erklärte Nintendo-Oberdesigner Shigero M. mal so treffend:


    Ein gutes Spiel ist wie ein Vergnügungspark. Man kehrt gern zurück, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.


    Und auch wenn ich persönlich den Mario-Schöpfer nicht besonders mag - damit hat er doch recht.

    @Yokuzuna/ MrX


    tut mir leid. Ich habe da (teilweise inspiert von jener Clinton-Ansprache und dem momentanen Obama/Messiah-Gehabe mancher Leute) etwas gescherzt.


    Klar, das die Area 51 mit ihren Geheimflugzeugen und Forschungslaboren für die Presse weiterhin tabu bleibt. Die einzig bekannte private "Betriebsbesichtigung" erfolgte ja mal für die Frauen der U-2 Piloten!


    Und noch schnell was zu solcherlei Kontakt-Anküdigungen im Fernsehen: Es gab da noch einen zweiten Fall. Ich habe meine Videobänder dazu zwar mittlerweile längst überspielt, denn das Sammeln von Fernseh-Beiträgen zum Thema habe ich gegen Ende der neunziger Jahre genervt aufgegeben. Und auch die ausgeschnittenden Zeitungsartikel sind ins Altpapier gewandert.
    Aber ich kriege es noch ungefähr zusammen: Ein Ehepaar aus Ostdeutschland erklärte, das es mittels Telepathie/Channeling in Kontakt zu einem Alien stand. "Timmy"/"Jimmy" oder wie auch immer, lebte - getarnt und illegal eingewandert! - in den USA. Und bald würden seine Brüder & Schwestern mit großen Raumschiffen anrücken.
    Das genaue Datum wurde sogar in der Show genannt. Nur - die UFOs kamen natürlich nicht. Dafür aber die Polizei! Die angetrunkene Randalierer (Schlachtruf: "Aliens raus!") in Schach halten musste....


    Denn MrX hat es clever erkannt: Auch ich habe mich vor Jahren sehr mit dem UFO-Phänomen und den allermeisten seiner zahlreichen Facetten beschäftigt. Sprich: Ich habe verdammt viele UFO-Bücher gekauft. Und selbstverständlich gelesen. Lustigerweise inspiriert mich dann ein Arbeitskollege dazu, selbst eines zu schreiben. Das wurde ein relativ plumpes Manuskript.
    Doch da es damals auch so Romane wie "Dreamland" (von einer waschechten Hemingway-Verwandten ;) ), die "UFO-Akten" oder "Hex" kursierten, habe ich mich an einem Roman dazu versucht. Der Wurde zwar chaotisch ohne Ende, aber dieses neue Hobby schlug mich in seinen Bann.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kenne mich seither wenigstens einigermaßen mit den Techniken des Creative Writing aus. Und da gilt folgendes: Gute Bücher (sowohl nonfiktionale als auch fiktionale Literatur) haben stets eine Prämisse.
    Ergo erzeugten die Schöpfer der allermeisten UFO-Sachbücher zumeist mit ihren Werken beim Leser das Gefühl: Ja! Es gibt außerirdische Besucher auf der Erde!


    In diesem Sinne gebe ich dir jetzt sogar recht: Vallée ist selbst kein Unschuldslamm. Er hat jedoch genauso geschickt selektiert wie ein Buttlar, Rétyi oder eben Hesemann. Hoffentlich ist er heute nicht so wie die...


    Und jetzt noch schnell etwas, um dem Topic gerecht zu werden:


    Nehmen wir einfach mal an, die USA gäbe bislang gesperrte/geheimgehaltene Akten frei. Was erwartet und erhofft ihr, das sich in diesen so alles findet?


    Macht einfach mal frei heraus Vorschläge, von welchen UFO-Fällen die US-Geheimdienste wesentlich mehr wissen als die Gilde der Ufologen. Egal, ob Roswell, Sichtungen in der Raumfahrt oder vielleicht auch die Entführungen von Linda Cortile oder Leah Haley.


    Und ich wüßte dann auch noch gern, was letztendlich als schlagender Beweis auch die größten Erz-Skeptiker vollkommen beschämt im Erdboden versinken ließe. :oops:

    Ah ja! Die vielen, vielen Abstürze...


    ...inclusive Bergungen, Hangars voller Wracks und jeder Menge Augenzeugen. Überlebende Aliens im PSI-Verhör auf düsterem Videoband oder grottig schlecht dokumentierte Autopsien nicht zu vergessen.


    Nun könnte man ja die "Liegenbleiber" von Alien-Raumschiffen (anscheinend schlimmer als bei typischen Montagsautos) damit wegerklären, das es irre viele außerirdische fliegende Untertassen im irdischen Luftraum gibt.


    Würde ja auch zu haufenweise Sichtungsmeldungen, Landungen, Kontakten und Entführungen passen. Inclusive den Berichten über kleine/große/graue/blond-nordische/Echsen und sonstige Alienrassen!


    Wobei man sich dann wieder fragen muss: Was macht denn unseren blauen Planeten seit Jahrzehnten so ungeheuer interessant für Aliens? Etwa, das wir in ihren Augen so unglaublich primitiv sind? Bilden wir gar eine Art Disneypark oder galaktisches Privatfernsehen?


    Ich könnte jetzt sogar so weit gehen, das "irgendwo da draußen" (frei nach Wissensucher-Ikone) F. Mulder ein intergalaktisches Reisebüro existiert. Wo der urlaubsreife Gray einen Erdkurztrip buchen kann. Und dabei glatt übersieht, das der Anbieter über keinerlei Reiseversicherung verfügt. Und es ebensowenig einen Untertassen-Club gibt. Der ihn - wie den weltbekannten Leuchtfingergärtner - nach einem simplen Telefonat wieder abholt.


    Totaler Schwachsinn? Möglicherweise...


    Doch zurück zu den Militärs. Die ihre abgelegenen und unterirdischen Geheimbasen mittlerweile fleißig mit allerlei Alien-Überbleibseln gefüllt haben, beständig an dem Material forschen und diese gigantische Weltsensation perfekt hüten. Naja, eben auch nur fast.


    Jedes Jahrzehnt - und damit sind wir wieder bei der Kernaussage dieses Threads - erzählt eben wer begeistert, das nun endlich die Zeit der Wahrheit gekommen ist und somit die ultimative Enthüllung kurz bevorsteht.


    Seltsamerweise hat Vallée - in seiner ach so schwachsinnigen Buchreihe - mit der Beobachtung, das diese Ankündigungen jedes Jahrzehnt unter den Ufologen grassieren und sich niemals bewahrheiteten, recht behalten.


    Während etwa ein gewisser deutscher Ufologe (inclusive selbstgemachten Esoterik-Mag) mit seinen Enthüllungs-Propheterien zum Millenium absolut daneben lag.


    Aber geben wir halt einfach die Hoffnung nicht auf, das der großartige Heilsbringer Obama irgendwann CNN und Co in die Wüste von Nevada einlädt, in der glühenden Hitze ein Hangartor öffnet und höchstpersönlich eine schwebende Silberscheibe (mit Ummo-Zeichen auf der Außenseite?) ins Freie schiebt.
    Ehe er dann auch noch deren schwarzäugige Mini-Piloten Klaatu, Barara und Niktu aus dem Sternsystem Zeta Reticuli persönlich vorstellt. Allerdings sollten sich die drei vorsorglich von den MIB deren schicke Sonnenbrillen borgen. Denn das anschließende Blitzlichtgewitter dürfte gewaltig werden... :lol:



    Kurzer Nachtrag


    MrX


    Danke für das Lob. Aber das kann ich direkt an David Darlington weiterreichen. Der in seinem Buch "Die Dreamland-Akte" dieses Wirrwarr um den vermeintlichen Top-Enthüller bestens dargestellt hat.
    Zumal es auch noch Spaß macht, zusätzlich die Stories über "Psychospy", "Ambassador Merlyn Merlin II" oder gar A. Hilder zu lesen. Der vermutlich anschließend vor Wut gekocht haben durfte, das er mit einem leibhaftigen Besucher der gefürchteten Skull & Bones - Gruft sprach. :mrgreen: