Beiträge von BlancheNoir

    So Moin,


    Ich gebe jetzt auch mal Meinen Senf dazu.


    Ich habe Mir eben gerade Cloverfield angeschaut.
    Endlich!
    Man kommt ja zu nichts hier.


    Nun wollte Ich ganz viel darüber sagen wie Ich was fand und lese dann hier, dass sich das Gro über "Realismus"-Fehler im Film aufregt.


    Das amüsiert Mich königlich, daher nun Mein Senf dazu.
    Was Mir auffällt:


    Die "Sie nehmen die Kamera mit aber keine Waffen"-Kritik!:


    Die alt bekannte "Dummheit" in Filmen.
    Es kommt ein großes Monster um die Ecke, Ich klammere Mich an Mein Bettlaken/Liebesbief/Wecker/Föhn aber bloß niemals an die Waffe oder die Taschenlampe!


    Die "Im großen, gruseligen Kaufhaus nach IST DA JEMAND rufen!"-Kritik:


    Dumm, sicher. Auf sich aufmerksam machen wenn etwas dort sein könnte das vll größer ist, viel ekeliger daher kommt und etwa 120 Zähne mehr hat als man selbst. Nicht sehr schlau.


    Die "Es fehlt der Plot" - Kritik:


    Ach ja? Ist das so?
    Wir gehen also davon aus, dass der Film es vor hatte eine lineare Erzählstruktur zu präsentieren die in einem 0/8/15 Spannungsbogen verläuft und mit einem Knall ihren Mittelpunkt findet. Und vor allem, dass der Film Meine persönlichen Fragen beantwortet?
    Aha.


    Die "Fragen bleiben unbeantwortet" - Kritik:


    Yepp. Vollkommen richtig.



    Meine Meinung zum allgemeinen Unmut:


    Menschen sind, gerade in Ausnahmesituationen, nicht gerade die schlausten Kreaturen.
    Ich bin Psychotherapeutin UND Mensch, Ich muss es wissen.


    Also noch mal:


    Unrealistisch?
    Ja?
    Weil keiner eine Waffe mitnimmt sondern lieber die Kamera?
    Nein, ganz und gar nicht.
    In schwer belastenden Situationen greifen Menschen eher zu vertrauten Dingen als zu logischen.
    So kommt es dass man sich, wenn man im Haus ein Geräusch hört, gerne mal mit einem Latschen bewaffnet und dann, völlig sinnloserweise mit einem "HALLO? IST DA UNTEN (und somit sag dass man selbst oben ist) JEMAND?" schön laut auf sich aufmerksam macht.
    Fakt ist jedoch: Die eigene Stimme zu hören beruhigt, ebenso wie die Versicherung: "Da ist niemand!".
    Nicht umsonst reagieren viele Menschen auf Situationen die sie in Angst versetzen mit reden/singen/summen oder lachen.
    (Das ist nur ein Aspekt warum man so etwas tut, Ich will hier keine Wissenschaftliche Abhandlung schreiben. ;) )


    Die Szene, wo der gute Rob die Axt in das leckere Fieh haut und keiner diese Axt mitnimmt ließ Mich auch kurz ein "NIMM DIE AXT MIT DU IDIOT!" los werden.
    Jedoch:
    Auf der Flucht, mit dem was man Angst nennt in den Gliedern, geleitet vom Überlebenstrieb, funktionieren wir nicht unbedingt über den logischen Menschenverstand.
    Verstand und Instinkt sind nämlich zweierlei paar Schuhe.
    Wie oft habt ihr schon dumme Dinge im affekt getan wofür ihr Euch hinterher gern in den Po gebissen hättet?


    "Er klammert sich an die Kamera obwohl er es anfangs gar nicht wollte!"


    Ja, stimmt.
    Zum einen ist das Dramaturgisch sehr schlau, man erklärt nämlich so WARUM er eigentlich an diese sch*** Kamera kam und zum anderen eine kleine Frage:
    Bei der Katastrophe 9/11 wurden richtig viele amateur-Aufnahmen gemacht. Alle waren geschockt, aber alle hielten drauf.
    Warum?
    Schaulust?
    Ja, auch.
    Aber es ist noch viel mehr.
    Die Realität sieht durch das Objektiv einer Kamera viel weniger real aus.
    Wenn ihr mal die Möglichkeit habt einen Berufs-Kameramann zu fragen, wird er Euch das bestätigen.
    Kriegsberichtserstatter tätigen ähnliche Aussagen.
    Man nimmt das bedrohliche weniger aktiv wahr, weil es ja irgendwie distanziert wirkt.


    Darüber hinaus: Bedrohliche Situationen erfordern Schutzmaßnahmen.
    Die Menschliche Psyche ist darauf ausgelegt zu verarbeiten, zu begreifen, abzuordnen und notfalls zu schützen.
    Als sie die Treppen rauf laufen sagt der Kameramann sowas wie "Ja Ich Muss reden sonst schei*** Ich Mir in diesem Treppenhaus nämlich in die Hose."
    In einer ähnlichen Liga spielt das dauerhafte Filmen: Ablenkung. An etwas klammern. Die "Nerven und den Versand" bewahren. Etwas vertrautes bewahren in einer Situation die unmöglich erscheint.
    Daher holt er die Kamera immer wieder zu sich, sie ist seine Konstante in diesem auseinander brechenden Gefüge.
    Ich meine: Hallo? Da steht ein Monster vor seiner Haustür.
    Ja er steht vor dem Monster, ja er läuft nicht weg: Angst macht starr.
    Blöde Eigenschaft der Angst. Unfassbarkeit übrigens auch.


    Es bleiben viele Fragen unbeantwortet.
    Stimmt. Das ist ja auch gewollt.
    Wenn man nicht bereit ist, fragend aus einem Film heraus zu gehen, dann ist es das Problem des Einzelnen und nicht des Filmes.
    Es ist nicht die Aufgabe des Films möglichst linear, durchsichtig und zu jeder Zeit greifbar zu sein.
    Man muss der Idee eines Films schon die Freiheit zugestehen zu sein wie er sein will.
    Und wie hätte man einige Dinge auch erklären sollen ohne den Fluss zu stören?
    Der Film lebt davon, dass -bis auf die Party am Anfang, die nur dazu dient die Charaktere vorzustellen und Beziehungen klar zu machen- ständig etwas passiert.
    Es bleibt keine Luft zum atmen, immer ist irgendwas und die Protagonisten sind stänig auf der Flucht.
    Wenn nun noch erklärt wird "Wer oder Was ist das Monster?", "Wo kommt es her?", "Ist die Olle die gebissen wurde nun geplatzt oder was?", "Was passiert mit Manhattan?", "Ist es tot?" dauert der Film unnötig viel länger und die Idee, nämlich die verzweifelte Hektik des Films, würde ihren Fluss verlieren.
    Und darüber hinaus spricht nichts dagegen Fragen offen zu lassen.
    Oder macht es die Geschichte irgendwie besser oder schlechter wenn man weiß warum das Fieh nun da ist?
    Wichtig ist: Es ist da! Punkt.


    Ihr merkt evtl., Ich hatte viel Spaß mit Cloverfield und finde ihn alles andere als schlecht oder langweilig.
    Ja er hat seine Schwächen und ja, er ist nicht so ganz realistisch.
    Aber bitte, Realismusansprüche an einen Film zu stellen, in dem es darum geht, dass ein Hochhaus großes Monster eine Stadt angreift, ist ein wenig strange. *gg*


    Und wenn Ich überlege:
    Sollte Ich jemals in den Genuss einer Flucht vor Godzillas genervter, großen Schwester kommen, ich befürchte Ich werde auch als erstes an Meine Katze und erst dann an die Axt in der Garage denken.
    Oh und Taschenlampen...
    ...naja, vll habe Ich ja was verpasst ABER: Wie hätten die denn an Taschenlampen kommen sollen vor oder in dem Tunnel?
    Wenn Ich das nächste mal in NY bin werde Ich jedoch dran denken eine einzustecken, man weiß ja nie.


    In diesem Sinne:


    Ein Film ist nicht realistischer oder unrealistischer nur weil man von seinen eigenen Ansprüchen und Reaktionen ausgeht.
    Wenn Ich warm und trocken auf Meinem Sofa sitze bin Ich auch gut im klugscheißen.
    Wenn Ich traumatisiert und voller beschi**ener Erlebnisse um Mein Leben laufe, schaue Ich noch mal nach ob Ich dann denn auch so schlau, gelassen, abgeklärt und logisch bin wie sonst in Meiner warmen Hütte vor dem TV.


    Also, entweder nimmt man diesen Film als das was er ist: Ein Monsterfilm der gar nicht dumm gemacht ist und der Unterhaltung dient.
    ODER man beachtet bei seiner Kritik wenigstens, dass der Film (ob es einen nun passt oder nicht) aus rein psychologischer Sicht wirklich Recht haben könnte.
    Menschen sind so. Menschen haben genau so Angst. Menschen sind keine rationalen Denker in Lebensbedrohlichen Situationen. Menschen neigen zu dämlichen Aktionen.
    Menschen sind nicht darauf vorbereitet von gigantischen Monstern angegriffen zu werden.


    Ich hatte Spaß!
    Jede Menge!
    Und Ich bin ein Fan von Cloverfield.


    Oh und noch was: Was wird sich denn aufgeregt, dass die Geheimniskrämerei dem Film gar nicht gerecht wird?
    Die Geheimhaltung diente nicht der Verbesserung des Filmes sondern hielt als anlockende Werbekampagne her.
    Und bitte, das Konzept ging doch voll auf!!
    Oder wie viele von Euch hätten sich einen Film angeschaut der schon in der Beschreibung verrät dass 4-5 belastete durch Manhatten laufen, bewaffnet mit Pumps, einem Handy und einer Hobby-Kamera, halb auf der Suche und halb auf der Flucht vor... Einem Monster das alles platt walzt?!
    Ich hätte es Mir nicht angetan.
    Ich hasse nämlich Godzilla. *gg*


    Cloverfield passt.


    Chapeau.


    Blanche

    Recht hast Du elperdido.
    Mit survival of the fittest habe ich ja auch nichts anderes gesagt.
    Denn mit der Stärkste meine ich sicher nicht der mit den meisten Muckis sondern eben jene die es verstehen am ehesten zu überleben. :)
    Aber ich gebe zu, es liest sich missverständlich. :oops:

    Ich bin keiner! Schuldig im Sinne der Anklage.
    Mein Daddy ist Katholik, vll bringt das ja noch was. ;o)


    Warum Ich den Papst mag? Hat einige Gründe die mit diesem Thema wenig zutun haben und somit zum OT führen würden. Mit Religion hat dies jedoch nichts zutun. Also irrelevant.


    Zitat:
    Etwas was niemals so war, ist auch nie so gewesen. Und es ward in dem Moment nicht mehr, in dem vom Stellvertreter Gottes beschlossen wurde, dass es so nicht ist. Und eigentlich hat er nur beschlossen, was Jesus eh schon beschlossen hatte. Denn ansonsten wäre er ja nie auf die Idee gekommen. :mrgreen:


    Ähm! Genau das meine ich wenn ich sage: Irgendwas stimmt doch da nicht. *lach*
    Dieses blinde glauben an "es ist so weil... es ist so... weil... NA GOTT HALT, aus die Maus!" wiederstrebt Mir latent.


    Tjoa und was soll ich noch zum "es ist so weil es so sein soll" sagen... *g* Es amüsiert Mich.
    Den Rest zum Thema habe ich ja bereits Kund getan.
    Mit "weil Gott es so will" kann man Mir nicht kommen, dass ist für Mich keine Grundlage und meinen gläubigen Mitmenschen kann ich nicht mit "irgendwie klingt das alles sehr nach Märchen oder??" kommen.
    Eine klassische Pattsituation.


    N. 8-)

    *schmunzel*


    Ich wusste dass der Kommentar zum Thema Satanische-Bibel kommt.
    Und sei unbesorgt, ich weiß was die Satanische Bibel ist und dass sie trotz des Anhangs "Bibel" keine religiöse Schrift ist.
    Dennoch ist sie eine Aufzeichnung (eine von vielen) die sich mit dem Thema hinlänglich befassen und ich schrieb ja, dass ich nicht nur die Bibel gelesen habe sondern auch allerhand anderer Schriften etc. und dazu gehört auch die Satanische Bibel.


    Allerdings ist Religion im weitesten Sinne nichts weiter als Glauben. Und auch die Satanisten glauben an viele Dinge. ;)
    Deren Philosophie ist keine anerkannte Religion wobei hier die Betonung auf anerkannt liegt.


    Zitat:
    Na weil der Papst als Nachfolger Petrus (der sozusagen der erste Papst war) von Jesus (der ja selber Gott oder wenigstens Teil der Dreifaltigkeit war) zu dessen Stellvertreter ernannt wurde, solange Jesus selber nicht auf Erden ist (um die Entscheidungen zu treffen). Also ist alles, was der Papst beschließt nicht nur verbindlich für diese Welt, sondern auch für die andere.


    Das ist zumindest der biblische Gedanke von dem Ich, wie ja zu lesen ist, nicht sonderlich viel halte wie Dir evtl. aufgefallen ist.
    Der Papst ist auch nur irgendein Junge der irgendwo geboren wurde um nun plötzlich, 60-80 Jahre später für ein paar Jahre Gottes Stellvertreter auf Erden zu sein.
    In Meinen Augen alles sehr Fragwürdig. Einer aus Fleisch und Blut, nicht besser als Du oder Ich soll nun über die Welt bestimmen. Als Mensch. Menschen, die ja nun augenscheinlich schwach sind und nicht so wirklich wissen was gut und böse ist und was sein soll und was nicht. Dieser Mensch der von anderen Menschen (Nicht von Gott) in einen Stand gehoben wird den man dann "Papst" nennt.
    Dieser Mensch mit seinen Ansichten und Überzeugungen - egal welcher Natur - soll nun Gott vertreten?
    Gott den Allmächtigen unfehlbaren?


    Das hinkt gewaltig.


    Und Ich bin nach wie vor der Meinung dass der Papst das zwar sagen kann, er kann auch gern beschliessen, verbreiten, verneinen und verteufeln... aber abschaffen?
    Wie genau darf Ich Mir dass dann vorstellen? Eben noch Vorhölle nun hängt da ein Schild: "Für ungetaufte Babys geschlossen. Für den Rest gilt wie immer: Hereinspaziert." ??


    Ich weiß nicht ob klar ist was ich sagen will.
    Wenn Gott Existent ist. Wenn Himmel und Hölle Existent sind. Wie kann dann plötzlich sowas wie die Vorhölle für einzelne Gruppen nicht mehr existent sein? Wie schaffe Ich etwas ab dass doch laut den Katholiken und deren Schriften eindeutig da ist... Entschuldigung... war?


    Es erschließt sich Mir nicht, dass etwas wie die Vorhölle mit einem Satz vom Papst Geschichte ist (Für ungetaufte Babys).
    Das ist Mumpitz!
    Der Papst ist nicht göttlicher als Mein Nachbar er trägt nur 'ne schönere Kutte.
    Diese Gottesvertreter auf Erden... Dass man meinetwegen Gottes Lehren vertritt, na bitte, wenn es den sein muss.
    Aber Stellvertretend für Gott zu sprechen... *Stirn runzelt
    Der Papst ist kein Sprachrohr, der Papst ist eine Institution die viel komisches Zeug verzapft.
    Gott, die über alles erhabene Macht sucht sich einen zerbrechlichen der ihn vertritt? Ähm...


    Oh bitte nicht aufschreien, Ich mag den Papst, ich glaube nur nicht alles was er sagt und ich bin davon überzeugt dass es nicht Gott ist der ihn dahin setzt. Dass es nicht Gott ist der Dinge verbietet die anderen das Leben kosten. Dass es nicht Gott ist, der das alles so will wie es läuft.
    Nicht Gott ist hierfür verantwortlich sondern die Menschen sind es. Es sind alles nur Menschen!
    Religion = Menschen = Vom Menschen geschaffen.


    Du siehst, ich zweifle etwas am blinden Vertrauen dem Christentum, der Bibel, dem Papst gegenüber. (das gilt auch für andere Religionen und deren Schriften und Oberhäupter).
    Und nur weil es irgendwo mal irgendwie geschrieben steht oder stand überzeugt Mich das noch lange nicht.


    Btw. Dass er Homosexualität nicht abschaffen kann ist Mir klar, vll sollte ich bei Zeiten mal Ironie-Smileys einführen. *g*


    N.

    Back to topic nach einigen Monaten.


    Ich habe gerade (nachdem ich das erste mal den Zeitgeist-Film gesehen habe) dieses Thread hier ausgegraben und bin wie immer Feuer und Flamme was das Thema angeht.


    Religion, eines Meiner Spezialgebiete. *g*


    Ich finde Religion ist etwas bemerkenswertes und nicht selten etwas bemerkenswert dummes in der Ausführung.
    Kirchen, deren Oberhäupter und das was sie propagandieren finde ich immer wieder erschreckend zumal diese mit der Religion an sich oft wesentlich weniger zutun haben als sie vorgeben.
    In Krichen dreht es sich um Macht, Geld und Erhalt des Status. Kirche ist - wie schon oft gesagt - NICHT Religion.
    Kirche NUTZT Religion und bastelt sich daraus was schönes.


    Ich habe die Bibel gelesen, nicht nur einmal und nicht nur in einer Fassung.
    Ich habe so manch andere Glaubens-Bücher/Schriften/Pamphlete/Wische gelesen und komme immer wieder zu einem und dem selben Schluss:
    Von der Christlichen Bibel bis hin zur Satanischen. Von der Kirche bis hin zu jedem Kuhstall in dem "Religion" gelebt wird:


    NICHT die Religion ist das Problem, die Ausführung ist es!!
    Religion ist doch nichts dramatisches! Religion ist etwas dass sich Menschen geschaffen haben weil sie ein paar Dinge brauchten die noch heute Elementar sind:
    Zum einen: Einer muss die Schuld haben wenn etwas passiert dass wir SO nicht begreifen oder akzeptieren wollen (Tot beispielsweise...)
    Zum anderen: Hoffnung. Wenn es wirklich niemanden gibt der über uns steht, der alles lenkt und dergleichen, dann ist da auch niemand auf den Wir die Verantwortung abschieben können. Nicht auszudenken wenn wir für uns und unser Handeln selbst verantwortlich wären!
    Zum dritten: Wir waren dumm und wir brauchten einen Führer. Gib uns Feuer. Gib uns Wasser. Nimm uns die Schuld. Gib uns eine gute Ernte. Wir sind nicht böse, Gott ist es. Gott ist nicht böse, wir sind nur Hirnlose Schafe.
    Wir müssten uns ja zwangsläufig mit der Idee anfreunden, dass gute Ernte ein Produkt guter Arbeit, Geschickt und Glück mit dem Wetter (Also Zufall) ist. Dass Sturmfluten nicht die Rache Gottes sondern der Schluckauf von Mutter-Natur ist und das Totgeburten nicht Gott gewollt sondern schlicht und ergreifend zwar tragisch aber eben Zum Kreislauf dazu gehören.
    Es überlebt nicht der Gottesfürchtigste sondern der Stärkste.
    Survival of the fittest. Im Tierreich gang und gebe und bei uns soll es anders sein weil Wir ja einen Gott haben? *Augenbraue hebt...


    Und Kirche nutzt das. Warum auch nicht? Es ist doch so einfach.
    Gott ist immer dann wenn es gerade passt gut oder böse, der Rächer oder der Versöhner, der Mächtige oder der Sanfte.
    Das Religion scheinbar Auslegungssache ist zeigt sich in Meinem neusten Lieblingsbeispiel.


    Vor einigen Monaten ging folgende Nachricht durch die Presse: Der Vatikan schafft die Vorhölle für ungetaufte Baby ab.
    Das ist sehr löblich vom Vatikan JEDOCH: Wie kann sich eine irdische Institution hinsetzen und etwas (weiß der Geier wie göttlich Vorgeschriebenes) einfach so abschaffen?
    Wenn es doch SO IST! Wenn Religion die Wahrheit ist. Wenn es ein feststehendes Ding ist, Gut = Himmel, böse = Hölle, Versicherungsvertreter = gleich in Rauch aufgelöst... Wie also schafft man dann mal schnell die Vorhölle ab? (nur für ungetaufte Babys versteht sich...)
    Ich freue Mich schon auf: "Der Vatikan schafft das Judentum ab". Oder "Der Vatikan schafft die Homosexualität ab".
    Oder wie wäre es mit etwas Feststehendem (wie der angeblichen Vorhölle), der Vatikan schafft Gott ab, der Papst ist nun Gott...
    *schallend lacht*


    Scheinbar kann man sogar heute noch viel dran drehen und wenden. Und was sagt uns das?
    Religion ist Auslegungssache!
    Bin ICH religiös? Das werde Ich oft gefragt.
    Ich bin Spirituell ist dann Meine Antwort.
    Glaube Ich an Gott?
    Ich glaube an das göttliche in Mir.
    ICH bin verantwortlich!
    ICH kann helfen, erschaffen und vernichten.
    ICH kann gutes und böses tun,
    ICH bin stark und schwach,
    denn ICH habe all diese Macht in Mir vereint.


    Und so handel Ich auch. Ich bin gut jenen gegenüber die es verdienen und ich bin böse gegenüber jenen, die Meine Güte nicht verdienen. Ich verteidige Meine Lieben und ich vernichte was Mir dabei im Weg steht.
    Und warum?
    Weil ich es kann!
    Was ist göttlicher als das?


    Gott oder was auch immer ist keine Gestalt die übermächtig irgendwo rumhängt und sich die Eier schaukelt denn dann erklärt sich nicht die Macht des Individuums.


    Dennoch muss ich abschließend sagen, dass ich Religion keinesfalls als Sinn frei betrachte.
    Denn Göttlichkeit ganz von sich zu streifen setzt voraus dass man sich mit dem Gedanken anfreunden und abfinden kann dass es eben kein höheres sein gibt, kein Leben nach dem Tod, keine Auferstehung, kein Paradies, keine Hölle, keine Bestrafung, kein Jüngstes Gericht, keine letzte Instanz.
    Mit anderen Worten: Alles was Wir machen, machen wir fürs hier und jetzt und nicht für ein Leben nach dem Leben.
    Dann hätte das Leben keinen höheren Sinn, keine tiefere Bedeutung als eben diese in jedem Moment bis zum Tode und danach ist nicht.
    Das Nichts können wir uns jedoch alle nur schwer vorstellen... und deshalb haben Wir Gott.


    Und ist es nicht einer dieser Philosophischen Gedanken gewesen in dem gesagt wurde, dass es nichts gibt, was es nicht gibt denn sobald es irgendwie erdacht wurde ist es existent?
    Wenn das stimmt... gibt es Gott.
    Und für einige Milliarden Menschen gibt es ihn auch, er hat zwar X-Namen, aber die Rede ist meist von der gleichen Sache.


    Und wenn es das Göttliche nicht gibt, dann ist das ganze Gerede hier ohnehin morgen vergessen.
    Und wenn es ihn gibt, dann wird er nach all den Millionen Jahren wohl endlich zu dem Entschluss gekommen sein: Lass die Tante ruhig faseln, ich bin zu alt um Mich noch darüber aufzuregen.


    In diesem Sinne.
    Chapeau und 6 von 10 Hostien die Wasser zu Wein machen für dieses Thema.


    N.

    Töne können ja bekanntlich so einiges auslösen.


    Bei sehr tiefen Basstönen vor allem in einem Frequenzbereich der für uns kaum mehr hörbar ist lösen Basstöne sehr oft ein Gefühl der Beklemmung und Angst aus.
    Ich glaube nicht, dass der Ton des Basses an sich den Drang zur Toilette zu rennen auslöst, könnte Mir jedoch vorstellen, dass durch die starken Schwingungen (Wellen) zum einen evtl. die Verdauung "angeregt" wird, (Ähnlich wie kreisende Bewegungen auf dem Bauch - das bewirkt das gleiche) oder dass eben dieses tiefe Beklemmungs-, und Angstgefühl dafür verantwortlich ist, dass man sich buchstäblich in die Hose macht.


    Mein Partner und Ich erlebten so etwas mal auf sehr komische Art und Weise.
    Über unserer Wohnung wohnt einer der scheinbar gerne (wenn auch nicht gut) Bass spielt.
    Eines Nachts (gegen 1h) fing er wieder damit an. Soweit kein Problem jedoch war das was bei uns ankam derart beklemmend, dass man ein Gefühl des getrieben seins hatte. Also - hm wie soll ich es erklären - aufkeimende Panik ist glaube ich das richtige Wort dafür. Es war nicht greifbar sondern einfach extrem beeinflussend.
    Es machte nervös und man fühlte sich bedroht, dabei war wirklich nichts los.


    Also, dass man sich beim Bass hören in die Hose macht halte ich für ein Gerücht, dass die Begleitumstände wie oben beschrieben dazu führen können, schon eher.
    Oh und wenn man sich den ganzen kram ne halbe std. lang anhört und dann "PLÖÖÖÖÖTZLICH" zur Toilette muss denke ich war dies weniger der unheilvolle Bass sondern viel mehr die ganz normale gut funktionierende Verdauung. ;)


    Nicole

    Nightmare on Elm Street war auch Mein erster Gedanke als ich das hier las.


    Liest sich aber durchaus plausibel.
    Albträume belasten den Körper ja schon sehr und gerade das Herz, es schlägt auf Grund der Angst die der Geist ja im Schlaf durchaus als real empfinden kann bisweilen extrem schneller.
    Und es ist ja nun kein Geheimnis dass man an Angst sehr wohl sterben kann. Nicht an dem Gefühl an sich aber irgendwann bleibt das Herz halt buchstäblich stehen.


    Wenn vorab ein Defekt vorliegt oder eine Herzschwäche wie bei dem Brugada-Syndrom beispielsweise, wie Phobophobia ja auch aufführte, ist es durchaus verständlich.


    Ich glaube auch weniger dass irgendwelche Witwen kommen und die jungen Männer holen. Aber da dieser -ich nenne es mal Aberglaube - weit verbreitet scheint kann die Angst davor allein ja schon Albträume auslösen die dann zu diesem nächtlichen Tode führen.


    Interessant!


    N.

    Oh, Sorry für Doppelpost aber:


    Das liest sich ja völlig blöd was ich da im oberen Teil geschrieben habe.
    Der erste Satz war nicht so gemeint dass man auf Gedeih und Verderb ein Kind zur Welt bringen sollte wenn man vorab schon weiß dass dieses schwer behindert sein wird.
    Diese Entscheidung - solange man sie noch treffen kann - obliegt allein den Eltern. Ob man es dann bekommen will oder lieber nicht.


    Nur fürs Verständnis.


    N.

    Ist das nicht ein wenig OffTopic SilentBob?


    Hm Okay ich verstehe schon was Du Meinst. Dir geht es darum "Sterbehilfe" im Sinne von Abtreibung zu leisten in der Annahme Dein Kind könnte behindert oder Lebensunfähig sein.


    Dazu ein paar Dinge:


    Ich glaube jeder (und dazu zählen natürlich auch behinderte Kinder) hat ein Recht (!) auf Leben egal ob es in Deinen Augen nun Lebenswert ist oder nicht. Das kannst Du nicht entscheiden.
    Aber ich kann verstehen wo Deine Sorge liegt.
    Und sicher ist es auch schwer wenn das Kind evtl. so arg geschädigt ist dass es nicht einmal mitteilen könnte was es will und was nicht.


    Aber "nur" weil es schwer für Dich ist heißt es noch lange nicht, dass es lebensunwert für Dein Kind sein wird.


    Versteh Mich nicht falsch, ich kann gut verstehen was in einem vorgeht wenn man plant ein Kind zu bekommen, aber ein gewisses Risiko ist nun einmal dabei und es gibt ja mitlerweile Möglichkeiten vorab festzustellen ob das Kind irgend etwas hat schon bevor es auf der Welt ist.


    N.

    Ich bin gerade ganz entzückt.


    Ich habe Mich mit dem Thema Kornkreise eigentlich bislang nicht weiter beschäftigt da es immer hieß "das hat der Bauer mit seinem Rasenmäher selbst gemacht" *gg* (Die Meldung lief vor einigen Jahren wirklich durch die Medien)


    Nun habe ich gerade gelesen (in dem Link meines Vorschreibers) dass man ausschließen kann, dass die Meisten von menschen gemacht sind.
    Und mal ganz ehrlich, bei DER Präzision würde es Mich auch stark wundern wenn es von Menschenhand stammt.
    Und vor allem: Womit?
    Rasenmäher und Sense scheiden jawohl aus.
    Ich weiß dass man mit Flächenmessern ziemlich exakte Figuren in den Boden ziehen kann, aber dann sind wir wieder beim: womit? Eine Maschine? Wie kommt die dahin ohne Spuren zu hinterlassen und per Hand? Never, das ist viel zu unpräzise.


    So... nun steht da was von Energiefeldern und/oder Ausserirdischen.
    Ich bin vom ausserirdischen Leben überzeugt aber waren es andere Wesen?


    Ich bin verwirrt und höchst interessiert...
    Und die sind so (ACHTUNG: Mädchen Modus On) hübsch!


    Die "es sind Botschaften wir schnallen es nur nicht" Theorie finde ich gar nicht so abwegig.


    Entschuldigt Mein Gefasel aber ich bin gerade mit dem Kornkreis-Fieber angesteckt worden. :)


    N.

    Die Geschichte ist wirklich bitter.


    Gehen wir davon aus sie sei wahr ist es nicht mal unwahrscheinlich.
    Es werden ständig Menschen verschleppt und JA Schmerzen können dazu führen dass Menschen im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand verlieren.


    Wenn wir an zu starken Schmerzen nicht sterben (irgendwann versagt halt einfach das Herz da Schmerzen für den Körper immer eine Immense Anstrengung bedeuten) dann rettet sich der Verstand irgendwann und "bricht" förmlich weg.
    Es ist ähnlich wie zu viele Mückenstiche, das kennt jeder wenn es so elendig juckt dass man im übertragenen Sinne sich das Bein abnagen möchte.
    Und nicht nur die Schmerzen brechen den Verstand, der Weg dorthin, die Verschleppung Beispielsweise und die Tat der Verletzung an sich können schon ausreichen.


    Es ist ja bekannt dass es durchaus Verschleppungen gibt und mutwillige Verstümmelungen um später damit Geld zu machen.
    Breche ich jemanden also die Gliedmaßen und stelle ihn so aus ist es durchaus denkbar. Menschen verlieren schon durch viel simplere Dinge den Verstand.


    Schockierend. Schon die Vorstellung es wäre der eigene Partner. *schauder
    Und auch die Grausamkeit lässt einen frösteln.


    Und zum Thema "wer schaut sich sowas an?"... Immer wieder unzählige Menschen. Die Neugierde ist eine sehr treibende Kraft und gerade der Ekel zieht Menschen an. Je Skurriler ein Tier desto interessanter. Je kurioser das was man sich anschauen kann, desto mehr ist die Neugierde geweckt.


    Es ist durchaus vorstellbar auch wenn es schon ein enormer Zufall ist dass er irgendwo im Nirgendwo ausgerechnet dass Schild ließt und dann seine Frau vorfindet. Aber nun ja, wer hat nicht schon die strangesten Zufälle selbst erlebt.


    N.

    Na nu, still in diesem Thread, nun es ist auch ein heikles Thema, zugegeben. Ich möchte Mich dennoch äußern denn ich habe dieses Thema schon mehrfach durchdacht.
    Gleich zu Anfang: Ich spare Mir solch völlig unsinnige Plattitüden wie: "wieso denn? ist doch eh später nur Abfall" oder "ja und? ist doch eh noch kein Leben" sondern erkläre Mich wie folgt:


    Hier steht wieder die Frage nach dem: "Ab wann ist ein Konglomerat aus Zellen als Leben zu bezeichnen" im Raum.


    Ich habe bereits vor einigen Jahren zu diesem Thema referiert.
    Damals noch mit dem Aufhänger der Pränatalen Genomanalyse.
    Dies war der Anstoß zur nachfolgenden Diskussion.


    Tja, darf man etwas, das ein menschliches Wesen hätte werden können für die Forschung verwenden?
    Ist es besser und Ethisch vertretbarer wenn man es "wegwirft"?
    Ist es überhaupt vertretbar dass es im "Überfluss" "Produziert" wird.
    Man sieht bereits an der Wortwahl dass dieses Thema hoch sensibel zu behandeln ist.


    Bin ich FÜR Stammzellenforschung um Leben zu retten? Um Krankheiten zu heilen? Um neue Erkenntnisse zu gewinnen?


    Ich persönlich leide NOCH nicht an irgendwelchen unheilbaren Krankheiten.
    Was aber wenn ich in 10 Jahren an Parkinson erkranke, an Kreuzfeld Jacob, an Corea Huntington, an Krebs, An Alzheimer oder MS?


    Was wenn Mein Kind mit einem Defekt auf die Welt kommt? Mein Mann erkrankt?


    Was also wenn ICH SELBST (oder IHR selbst) betroffen bin (seid)?


    Sich mit einigen KM Entfernung (Emotional) hinstellen und pauschal dagegen sein ist nicht schwer. Was aber wenn einem die Weitsicht trifft.


    Leben Retten, Lebensqualität gewinnen indem man einem verhinderten Leben die Ressourcen entnimmt. Das ist schlimm wenn man bedenkt dass man diesem Wesen nie eine Chance gegeben hat.
    Aber tut man irgendjemanden etwas gutes wenn man es einfach "entsorgt"? Wem ist dann geholfen ausser dem Gewissen und dem guten und reinem Gefühl "Gott" (In ANführungszeichen da ich der Meinung bin der hat in dieser Diskussion nichts zu suchen, jedoch ist der Glaube an sich ja immer wieder Bestandteil wenn es um dieses Thema geht) gegenüber?


    Ich habe Mir damals, als ich über das Thema referierte vorab die Frage gestellt: Was wenn es DEIN genetisches Material ist? Was wenn es DEIN Embryo wäre? Und folgendes kam dabei heraus was zugleich Meine Meinung zu dem Thema bildet:


    Es ist tragisch und irgendwie hat man das Gefühl sie würden "Gott" spielen, die Wissenschaftler indem sie Leben im Reagenzglas zeugen um es dann zu verwenden. Den Schöpfer zu spielen.
    ABER... Auch wenn diese Vorstellung und das Wissen darüber dass es passiert durchaus etwas beklemmendes hat bin ich dafür.
    Dafür, dass kein Leben umsonst gewesen sein soll. Dafür, dass wenn "es" schon irgendwie existiert auch eine Aufgabe erfüllen darf. Dafür, dass das was geschieht vll irgendwann einmal tausenden Menschen das Leben rettet oder erleichtert. Dafür, dass wir in der Forschung Leiden zu lindern weiter voran kommen.
    Dafür, dass den Menschen die ich liebe irgendwann einmal vll gerade deswegen geholfen werden kann.


    Wir brauchen den Fortschritt, gerade im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich. Wir sind angewiesen auf immer neue Ideen und Innovationen. Und wir sind angewiesen auf Schnelligkeit.


    Ist es Ethisch für die Allgemeinheit vertretbar dass Menschen Leben geschaffen wird nur um es gleich wieder zu vernichten "nur" um dann evtl. andere Leben durch Erkenntnisse und Erfahrungen sowie Durchbrüche zu retten?
    Ich weiß es nicht, ich bin nicht die Allgemeinheit.


    Ich kann nur für Mich sprechen und für Mich ist jeder Mensch ein eigenes Schicksal, eine eigene Liebe, eine eigene Geschichte und oft auch ein eigenes Leid.
    Und dieses gilt es zu lindern, wenn es nötig sein sollte auch durch die Hilfe der Embryonalen Stammzellenforschung.
    Denn wenn es Mich betrifft (ja natürlich bin ich egoistisch was Meine Gesundheit und Mein grundlegendes Leben angeht) oder Meine Lieben, dann will ich jede Hilfe von allen Seiten. Und frage ich dann noch nach der Ethik wenn es um Mein Leben geht oder um das Leben Meines Kindes? Die Antwort darauf denke ich ist klar.


    My two cent


    N.

    Wie lange ist ein Leben denn Lebenswert?


    Die Frage stelle Ich Mir immer wenn es um das Thema geht.


    Generell bin ich der Meinung dass wir alle ein RECHT auf Leben aber nicht die PFLICHT zu einem solchen haben.


    Wann ein Leben nicht mehr lebenswert ist kann Meines erachtens nach nur der betroffene entscheiden. Chronisch unerzträgliche Schmerzen beispielsweise aber auch eine Ausweglose Situation oder das Wissen darüber, dass es nur noch schlimmer wird über die Zeit - um nur einige Dinge zu nennen.


    Bei der Legalisierung von Sterbehilfe jedoch bin ich vorsichtig.
    Sowas - also die Sterbehilfe - sollte immer gut durchdacht sein.
    Wenn etwas legalisiert wird avonciert es schnell zum Allheilmittel oder zur unkomplizierten Lösung.
    Und man sollte auch dem Menschen nicht den Mut zum kämpfen nehmen indem man ihm einen schnellen Ausweg anbietet.


    Generell jedoch bin ich dafür, dass wir selbst entscheiden können (wenn es nicht plötzlicher tod oder unfall entscheidet) wann wir warum sterben. Wenn es nicht mehr geht, wenn ein Leben den Kampf nicht mehr wert ist, warum dann unnötig quälen?


    Wie gesagt, wir haben ein Recht auf Leben aber nicht die Pflicht!
    Und ich bin der Meinung dass es Ethisch sehr wohl vertretbar ist. Gerade im Ethischen Bereich wenn man für sich selbst diese Entscheidung trifft. (Bleibt die Frage wie es ist wenn man keine Entscheidungen mehr treffen kann und ein anderer diese Fällt...)


    N.

    Geld ist kein evolutionärer Vorteil.
    Es dient vielmehr als Regelwerk in der Hackordnung die wir Gesellschaft nennen.
    Eine der vielen Richtlinien und Behelfsmittel die uns eine Gemeinschaft des Zusammenlebens ermöglicht ohne dass das Recht des Stärkeren als solches Überhand nimmt.
    Wir müssen uns unser Essen also nicht erkloppen und der schwächste verhungert auch nicht an der Wursttheke.
    (Ja ich weiß, es gibt auch sozial schwache die wenig bis kein Geld haben und den Arbeitswettbewerb könnte man auch Kampf nennen etc etc... aber darum geht es ja nicht.)


    Und das Gerücht, das Geld sexy macht und Frauen somit ein "Männchen" wählen welches viel Geld hat ist nach wie vor ein Gerücht.


    Was hingegen stimmt ist, dass überdurchschnittlich verdienende Männer meist in Positionen sitzen in denen eine gewisse dominanz (wie elperdido schon sagte) und eine ordentliche Portion Ego dazu gehört.
    Frauen werden nicht von materiellen Dingen allein angezogen, es ist vielmehr das drum herum. Dominanz ist hierbei tatsächlich oft das Zauberwort. Womit wir wieder beim survival of the fittest wären.

    Öööööh, Nachsatz:


    Ich habe Mich etwas ungeschickt ausgedrückt an der einen Stelle, nicht alle Tiere sind Fleischfresser wie wir wissen. Nicht dass wir uns da noch ins Gehege kommen. :)


    Und zu Deinem letzten Post Buh.
    Der Mensch ist nicht unnatürlich, das was er schafft ist nicht unnatürlich...
    ...das wir manchmal so hirnrissige sch*** verzapfen und Atombomben auf unseren eigenen Planeten werden, dass wir versuchen der Natur in den Gencode einzugreifen, DAS ist unnatürlich denn da, besonders im zweiten Beispiel, versucht der Mensch Gott zu spielen und Schöpfer zu sein.
    DAS ist unnatürlich.
    Der Mensch als solches und auch sein Streben nach höherem sowie den Drang zu bauen und zu verändern ist in erster Linie nicht unnatürlich.


    Nicht unser Handeln ist unnatürlich sondern die Ausmaße dessen.


    N.

    Schöne Diskussion!


    Buh hat Recht, der Mensch rottet aus und das aus anderen Gründen als das Tier. Man kann die Beweggründe von Tieren nicht mit denen von Menschen vergleichen denn abgesehen von den Katzentieren töten kaum Tiere aus bloßem Spaß andere Tiere.


    Zwar breiten sich Schwämme aus, töten Tiere andere Tiere zur Reviererhaltung oder rotten durch ihre eigene Art eine andere aus was jedoch meist an einer ganz simplen Sache liegt:


    Survival of the fittest!


    Nach diesem Prinzip funktioniert das komplette Tierreich!


    Die Beweggründe von Menschen sind da oft niederer Natur auch wenn er dem Tier ja weitesgehend überlegen ist.
    Auch wenn nun die ganzen Ökos "Steinigt sie" schreien, es ist nun einmal so.
    Wir haben Hände und benutzen eine ausgereifte Sprache was und zusammen mit dem nun einmal vorhandenen Verstand überlegen macht.
    Waffen aber auch Verhandlungen und Kompromisse ermöglichen es uns mit der Natur zu leben ABER auch in diese einzugreifen und sie gegebenenfalls zu zerstören.


    Tiere zerstören ihre Umgebung nicht in dem Maße dass es ihr unmöglich wäre sich zu regenerieren. Jedenfalls meistens.
    Die Natur reguliert sich selbst. Wenn in einer Region zu viele Tiere auftauchen brachte normalerweise ein Tiersterben alles ins Lot. (Nur als Beispiel)


    Nicht die bösen Tiere sondern WIR zerstören deren Ökosystem woraufhin sich die Tiere ins Gehege kommen und gezwungen sind aufeinander loszugehen. Oder Wir rotten ihre Futterquellen aus und sie sterben aus oder oder oder...
    Und Wir töten aus Spaß, Sport, Essen, Sadismus... aber nicht allein um zu überleben oder um unseren Trieb nachzukommen DENN das ist uns auch gegeben, unsere Triebe können wir im Gegensatz zum Tier kontrollieren. (Wenn nicht gibt es dafür Ärzte!)


    Und natürlich ist es "okay" wenn der Tiger das Baby frisst. Nicht für die Eltern, aber für den Tiger. Es ist nur natürlich wenn auch tragisch.


    Wir töten doch auch Kühe und für uns ist es okay.
    Ich glaube die Kuh selbst fand das auch weniger geil.


    Aber es ist nun einmal Fakt dass der Mensch (als ganzes gesehen) dem Tier überlegen ist, daran lässt sich auch nicht rütteln. Egal wie grün man das sehen will.
    Und unter uns Pastorentöchtern: ICH (als Mensch) finde das auch wirklich gut so.


    DENNOCH ist der Mensch kein Störenfried, er hat nur leider zuviel Macht und zu wenig Verstand oder Weitsicht.
    Im eigentlichen Sinne sind wir genau so ein Teil des ganzen Ökosystems wie alles andere auch. Warum wir uns über die gegebenen Dinge stellen ist die gleiche Antwort wie die Frage nach dem Grund warum sich Hunde die Eier lecken.
    Weil Sie es können.
    Wir können es einfach tun, also tun wir es auch. Unser streben nach immer höheren und weiteren nimmt nicht oft Rücksicht auf Natur.


    Wären Tiere anders als wir wenn sie die Möglichkeit hätten?
    Ganz sicher nicht.
    Denn auch wir haben uns ja erstmal hierher entwickelt... und dabei vergessen dass wir nicht Gott sondern einfach nur durch den Zufall bevorzugt sind.


    Buh hat schon Recht wenn er sagt ES KÖNNTE ganz anders sein.
    Ja, könnte es, wenn wir nicht gelernt hätten Feuer zu machen, unsere Kommunikation zu nutzen, unsere Hände und unser Hirn so entwickelt wäre.


    Ich habe mal eine Studie darüber gelesen, dass Ratten dem Menschen überlegen wären wenn sie Hände hätten.
    Wir haben einfach mehr Glück gehabt.


    Und zum Ausgangsthread:


    Nein, nicht alles vom menschen geschaffene ist schlecht oder böse oder dergleichen. Wir bauen Häuser (Füchse einen Bau, Biber einen Damm etc.) um uns zu schützen (vor Wind, Wetter, Feinden). Wir töten Tiere (das machen alle Lebewesen abgesehen von den meisten Pflanzenarten) um zu leben. (wenn es denn aus diesem Grund heraus passiert) Wir sind nun mal keine Pflanzenfresser. Wir erfinden Dinge und gehen zur Arbeit weil wir uns auf eine gemeinsamkeit geeinigt haben die unser Miteinander ermöglicht. Einigermaßen.
    Der Mensch ist wohl die größte Herde überhaupt, ein Leben ohne Normen wäre undenkbar.
    Und so wie im Tierreich? Ein Oberhaupt und alle anderen folgen blind egal wo er hinzieht? Er bestimmt wer was zu essen bekommt, wer arbeitet und wer es nicht wert ist zu leben? Erinnert Mich an irgendwas unangenehmes!


    Nicht alles ist schlecht. Wir sind nun einmal dazu prädestiniert nach höherem zu streben, das liegt uns inne. Wir laufen dabei in die falschen Richtungen und gerne auch mal gegen Wände aber wir sind dazu verdammt dem Fortschritt zu folgen. Stillstand ist der Tot!
    Eine Herde zieht auch weiter immer auf der Suche nach noch besseren Lebensbedingungen und Futter.
    Nichts andere machen wir, nur im größeren Stil.
    Und natürlich gibt es viel Mist der verzapft wird. Im Namen der Wissenschaft, im Namen Gottes oder im Namen der Menschheit. Sehr viel...
    ...aber nur weil es nicht grün ist und Blätter hat ist es noch lange nicht unnatürlich. WIR entspringen der Natur und folgen unseren Trieben, DAS ist natürlich. Die Rohstoffe für viele Dinge die wir machen kommen aus der Natur und wir bauen damit Dinge die uns am Leben, Warm, trocken, geschützt oder sonst was halten...
    ...Zu sagen alles was der Mensch macht sei unnatürlich nur weil es nicht von selbst wächst ist etwas zu engstirnig.


    My two cent


    N.

    Ich habe gerade irgendwo gelesen die Pyramiden seien zur Zeit ihrer Erbauung mit Gold verkleidet gewesen und auf deren oberen Enden ragte eine Spitze aus Kristall. Das wären also dementsprechende Pyramidenartige Kristallteile die durchaus ins Meer getragen werden können ;)

    Das Thema der Kristallpyramide findet sich recht häufig, beispielsweise in einem meiner Lieblingsbücher "Willkommen in Meinem Kopf".
    Leider findet man nie auch nur einen einzigen vernünftigen Erklärugsansatz.


    Noch dazu bleibt die Frage warum sich die unterirdische Pyramide Hunderte von KM von ihrem Ausgangsort entfernt, während ihre 3 Geschwister weiterhin so ziemlich dort vor sich her dümpeln wo sie gebaut wurden.
    Immerhin stehen auch diese auf der gleichen Platte und noch dazu auf Sand.


    Entschließt sich also Madam Kristallpyramide eine Runde baden zu gehen würden doch zwangsläufig alle anderen auch ein wenig mitrutschen.
    Ganz abgesehen davon dass der Weg ins Meer schon verdammt weit ist für so einen riesen Pyramidenklotz (Kristall ist ja nun auch nicht federleicht) wäre es im Wasser ja auch nicht gerade leicht hinfort zuschwimmen.


    Und 4500 Jahre sind für so eine Aktion (wenn nicht jemand kräftig nachgeholfen hat) echt keine Zeit.


    Also jeder Fantasie in allen Ehren aber ich schließe Mich der Aussage vom Polterer an, es ist schon wirklich recht unwahrscheinlich wenn die Pyramide nicht entweder sehr klein war oder man kräftig nachgeholfen hat.


    Auch wenn ich diesen Kristallkram natürlich toll finde. *g

    @ elperdido:


    Es ist ein Unterschied ob man nach höherem strebt oder ob man sich für Gott oder Gottgleich hält. Ein gravierender Unterschied wohlgemerkt!


    Das streben danach Alphamännchen zu sein ist kein Norm abweichendes.
    Das ist uns inne liegend.


    Das streben nach etwas ist auch weit entfernt von krank!
    Es sei denn es wird patologisch, klar.



    Kobra : Äh. Bitte?? "Ist doch immer so..."
    Etwas pauschalisiert oder?