Beiträge von Minga78

    Zitat von "Para-Cid"

    Warum denkst du, ist Mitleid evtl etwas gutes für mich


    Weil Du es schreibst.

    Zitat von "Para-Cid"

    dem Bettler Kleingeldgeben,weil er einem leid tut -> gut


    Zitat von "Para-Cid"

    Mitleid .... es ist zu bestimmten Anteilen angeboren um unseren Genen Vorteile bei der Verteilung zu ermöglichen


    Ist es das? Mitleid ist ja ein Begriff der Moral. Wird die Moral uns anerzogen oder ist sie angeboren?
    Dazu gibt es viele unterschiedliche Meinungen.


    Vielleicht verfolgt ja der Bettler mit seinem Betteln das Ziel, mit ihm mitzuleiden. Der Drang nach Mitleid ist dann eine Art Selbstgenuss. Genauso für den Mitleidenden, der durch sein Mitleiden Überlegenheit demonstriert. Mitleid ist dann eher etwas Egoistisches als Altruistisches.
    Ich unterscheide zwischen Mitleid und Mitgefühl!

    Zitat von "Para-Cid"

    Zb : dem Bettler Kleingeldgeben,weil er einem leid tut -> gut


    Mitleid = gut ????


    Ist Mitleid selbstlos, oder ist es nur ein Schein?
    Mitleid ist die Abhilfe seiner eigenen Ohnmacht und Ausdruck seiner eigenen Überlegenheit gegenüber dem Bemitleideten.

    Hallole,


    ääähmm, alles was ich zu diesem Thema sagen wollte, ist doch nur, dass in der Natur Gesetze herrschen, genauso wie es in der Natur den Zufall gibt. Und außerdem, dass die Natur nicht nur allein aus Naturgesetzen oder nicht nur allein aus Zufällen bestehen kann. In der Natur kommt eben beides vor.

    Was nicht anders sein kann, ist notwendig. Wie zum Beispiel die Schwerkraft. Sie wirkt immer,
    auch wenn man ihr entgegenwirkt. Und deshalb spricht man von Notwendigkeit. Alle Naturgesetze
    sind notwendig. Die Natur ist von notwendigen Regelmäßigkeiten beherrscht, ebenfalls ist der
    Zufall in der Natur anzunehmen. Zitat vom Philosophen Hegel: „Der Zufall ist notwendig.“
    In einer Philosophievorlesung wurde mir/uns der Versuch mit dem Galtonschen Brett vorgeführt,
    um die Notwendigkeit und den Zufall zu verdeutlichen: Ein Versuch, bei dem mehrere identische
    Kugeln durch einen Trichter auf mehrere Reihen Metallstifte geleitet werden. Jede Kugel hat die
    Möglichkeit, nach rechts oder links zu fallen. Das Ergebnis ist eine Häufung, denn unter der Öffnung
    sammelt sich ein Kugelberg, welcher nach außen hin immer mehr abfällt. Nimmt man jetzt eine
    solche Kugel und färbt sie, wird man nach vielen Versuchen beobachten, dass diese gefärbte
    Kugel in der Mitte, links oder rechts liegen kann. Die Häufung der Kugeln ist bei allen Versuchen
    immer ähnlich, also ein Kugelberg, welcher nach den Seiten hin abfällt. Die Häufung der Kugeln
    ist notwendig, da sich immer ein Kugelberg bildet. Die Position der gefärbten Kugel, welche
    mal rechts, mal links, mal in der Mitte sein kann, ist nicht vorhersehbar, also zufällig. Der Versuch zeigt,
    dass der Zufall sich innerhalb der von der Notwendigkeit vorgegebenen Grenzen bestätigen kann.


    Wäre die Natur rein von Naturgesetzen bestimmt, also ohne Zufall, könnte man nicht in die Natur eingreifen.
    Der Mensch greift aber in die Natur ein. Zum Beispiel die Schwerkraft als Naturgesetz wirkt immer, der Mensch
    kann ihr aber auch entgegenwirken, greift somit in die Natur ein.
    Wäre die Natur nur zufällig, also ohne Naturgesetze, gäbe es keine notwendigen Regelmäßigkeiten, unsere
    Welt wäre eben chaotisch. Der Mensch wäre als nach Naturgesetzen organisierte Materie nicht existent.


    In der Natur herrschen die Naturgesetze (Notwendigkeit) und der Zufall.

    Die Natur ist weder nur notwendig noch nur zufällig. Die Natur ist eben notwendig und zufällig zugleich. Der Versuch mit dem Galtonschen Brett verdeutlicht dies. Kennst Du den Versuch mit dem Galtonschen Brett?


    Verstehst Du es jetzt besser?

    Die Natur ist notwendig als auch zufällig.
    Die Schwerkraft zum Beispiel als ein Naturgesetz wirkt immer; auch wenn man ihr etwas entgegensetzt, bleibt sie trotzdem immer wirksam. Naturgesetze sind deshalb notwendig.
    Wäre die Natur nur notwendig ohne jeglichen Zufall, dann wären alle Geschehnisse vorherbestimmt, man könnte nicht in die Natur eingreifen. Aber der Mensch greift in die Natur ein, gestaltet sie sogar um.
    Wäre die Natur nur zufällig - gäbe es also keine notwendigen Naturgesetze -, herrschte das reine Chaos.
    Der Versuch mit dem Galtonschen Brett zeigt, dass der Zufall sich innerhalb der von der Notwendigkeit vorgegebenen Grenzen bestätigen kann.

    Ja ja die Willensfreiheit (nicht zu verwechseln mit Handlungsfreiheit), ein stark diskutiertes Thema:
    Nun ja, will der Mensch dieses oder jenes, nur weil es die Neuronen und Synapsen vorgeben? Da scheiden sich die Geister, auch unter den Wissenschaftlern.
    Was ist mit unserem Rechtssystem? Wenn sich kein Mensch für seine Taten verantworten müsste/könnte, weil ja dessen Gehirn unbewusst Kausalzusammenhänge bestimmt, darf man auch nicht über ihn richten.
    Gäbe es dann noch Argumente und wäre noch ein Diskurs möglich? Was wäre dann mit unserer Sprache? Der Mensch wäre dann nur noch Beobachter und nicht mehr zugleich auch Teilnehmer.


    Grrrrr, schwierig…

    Zum Thema: "Der Mensch ein rein hormongesteuertes Individuum" gibt es unterschiedliche Meinungen.


    Prof. John-Dylan Haynes hat in einem Experiment untersucht, ob menschliche Entscheidungen bewusst
    oder unbewusst gefällt werden. Seine Studie liefert allerdings keinen endgültigen Beweis dafür, dass
    unsere Entscheidungen unbewusst getroffen werden. Zitat von Haynes: "Nach unseren Erkenntnissen werden
    Entscheidungen im Gehirn zwar unbewusst vorbereitet, wir wissen aber nicht, wo sie endgültig getroffen werden
    und ob man sich entgegen einer vorgebahnten Entscheidung des Gehirns auch anders entscheiden kann."
    Quelle BNN aus dem Jahr 2008
    Die Quote einer unbewussten Entscheidung in seiner Studie betrug 60 % bei 14 Testpersonen.
    Bei 14 Probanden zu 6 Mrd. Einwohner auf der Erde und bei einer Quote von 60 % bleibt ein endgültiger Beweis nach
    wie vor aus, dass wir ausschließlich unbewusst handeln.


    Hier noch ein Zitat von Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Leiter der Abteilung für Umweltphysiologie und Balneologie
    der Medizinischen Universität Wien: "Wir sind nicht Sklaven unserer Hormone, unser Verhalten wird von uns selbst
    bestimmt." Quelle www.aerztewoche.at
    Ein kleiner Auszug aus dem Artikel:
    Gefühle im Spiegel der Hormone - Hormone wirken einerseits auf Emotionen, werden aber auch durch sie beeinflusst.
    Hormone können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein bestimmtes Verhaltensmuster auftritt, sie können aber
    selbst kein Verhalten auslösen.
    Die Voraussetzung für eine Interaktion zwischen Hormonen und Gefühl, eine direkte
    zentralnervöse Wirkung also, ist die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke. „Dies ist nur lipidlöslichen Hormonen möglich“,
    erklärte Marktl. Dazu gehören unter anderem die Steroidhormone Testosteron und Cortisol.
    Testosteron wirkt sich im Gehirn teilweise direkt, teilweise über die Umwandlung zu Östradiol aus. Marktl: „Das bewirkt
    das teilweise bessere räumliche Vorstellungsvermögen und die weniger stark ausgeprägte Verbalfunktion von Männern.
    Viele Studien zeigen auch einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Testosteron-Plasmakonzentration und
    aggressivem Verhalten bei Männern.“ Klar ist jedoch, wird Testosteron an gesunde Männer verabreicht, kommt es zu
    einer Zunahme von sexuellen Phantasien, sexueller Erregung, spontanen nächtlichen und morgendlichen Erektionen,
    Ejakulationen und sexuellen Aktivitäten. „Handelsübliche Testosterongaben führen zudem zu einer vorübergehenden
    Verbesserung der kognitiven Leistungen“, so Marktl. ... usw.


    Ist ein Thema, welches so unterschiedliche Meinungen hervorbringt. Sicherlich beeinflussen uns die Hormone, aber dass
    der Mensch ein komplett von Hormonen gesteuertes Individuum sei, steht dahin. Wie gesagt, ein 100 %-iger Beweis
    bleibt nach wie vor aus.

    Nunja, ich konnte noch nie verstehen, dass sich doch ach so große Tierschützer auch noch Tiere zuhause halten müssen. Ist es denn artgerecht, Ratten und Mäuse in Käfigen zu halten? Aber bei rexi22 haben die kleinen Nager sicherlich das Recht, welches auch ihm selbst zukommt: Ein Bettchen mit ner kuscheligen Decke, die Nutzung des gleichen Klopapiers, einen Platz am Frühstückstisch, Auslauf im ganzen Haus/in der ganzen Wohnung inkl. Freigang sowie Zoobesuch usw. ...


    Es ist nunmal so, dass auf dem menschlichen Speiseplan auch Fleisch steht. Ich selbst bin kein Vegetarier noch Veganer, ich esse Fleisch und Fisch, allerdings sehr wenig. Und es schmeckt...
    Was mich wirklich nervt ist die "Massen"-Tierhaltung unter katastrophalen Bedingungen sowie die Überfischung. Es ist nunmal leider so, dass viele Menschen zu viel Fleisch und Fisch essen. Weniger macht es auch.


    Ach und Niesel, ich kenne den Dönerladen auf der Rothenburger. Sehr lecker da. In der Pfalz heißen Dürüm Yufka.

    Moralische Regeln aus Gott oder der Natur abzuleiten bzw. zu begründen, ist nicht verallgemeinerbar. Denn diese Begründungen wären heteronom. Man kann mit der Erfindung eines Gottes kein Moralgesetz begründen, genauso wenig kann man dies mit der Bestimmung, was Natur ist, begründen. Der Mensch betätigt seine Autonomie, indem er seine Vernunft (Vernunft = ein Vermögen des Verstandes. Weitere Vermögen des Verstandes sind die Vorstellungskraft und die Wahrnehmung. Die Vernunft bekräftigt uns, logisch von einer Sache auf die andere zu schließen, einen Zusammenhang von Ursache und Wirkung zu finden und unabhängig von unseren Neigungen und unserer Erfahrung ist sie in der Lage, Schlussfolgerungen zu ziehen.) als Gesetzgeberin in moralischen Fragen einschaltet. Der Mensch als empirisches Individuum mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Interessen erkennt aber leider die notwendige und allgemeine Geltung der Moral aus Vernunft nicht an. (Sicherlich kann man nicht jeden Menschen über einen Kamm scheren, es gibt auch jene, die dies anerkennen.)

    Gerade der Gedanke, dass mit dem Tod alles vorbei ist, ist für mich so motivierend, mein jetziges Leben durch und durch zu genießen und den Blick für das Wesentliche zu behalten. Die Gewissheit, dass nach dem Leben ein neues kommen soll, könnte mich dazu verleiten, mein jetziges Leben nicht anzunehmen bzw. das Wesentliche aus den Augen zu verlieren, da ich ja eh noch unendlich viele Leben leben werde.


    Meine Gedanken zum Nichts:
    Wenn etwas existiert, ist es da, wenn etwas nicht existiert, ist es nicht da, also gibt es für mich kein Nichts.

    Habe letzt den Film "Irina Palm" gesehen, kann ich nur empfehlen.
    Eine Großmutter möchte die Behandlung ihres todkranken Enkels bezahlen, hat aber kein Geld dafür. In ihrer Not geht sie ins Rotlichtviertel und wird in einer Sexbar zur Wichserin. Sie ist so gut dabei, dass sie ein richtiger Star wird.


    Tolle Tragikkomödie