Beiträge von toastbrot

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    sondern mir ging es darum zu sagen, wie man sich Beschäftigungen und Tätigkeiten sucht, um seinen Kopf zu "füttern". Und das man dadurch oft Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen bekommt.


    dann würde ich mir vielleicht einfach freunde suchen, die die gleichen interessen haben?

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    Ein Beispiel daraus ist, das ich in meiner Tätigkeit damals, Krankenpflege auf einer kardiologischen Abteilung, in den 10 Jahren die ich das als Hobby gemacht habe, mehr als 1200 Menschen sozusagen bis zum Tod begleitet habe. Habe damals mit 14 angefangen zu arbeiten.


    also wenn man einfach mal die rechnung aufmacht: 1200 menschen in 10 jahren in den tod begleitet, das macht 120 menschen im jahr, mehr als zwei pro woche. als (in weiten teilen dieses zeitraums) minderjähriger, nebenher, als "hobby"? sorry, aber besonders glaubwürdig hört sich das für mich auch nicht an. mal ganz abgesehen davon, dass ich es als sehr übel ansehen würde, 14jährige mit so einer schwierigen und verantwortungsvollen aufgabe zu betreuen. übel übrigens sowohl für den minderjährigen als auch für die, die er betreut.


    aber das sind nur so gedanken, die mir mein gesunder menschenverstand einflüstert...

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    Sie zeigt sich im vernünftigen Handeln


    hier ist mit "vernünftigem handeln" wohl eher ein handeln gemeint, das vom verstand gesteuert ist und einem plan folgt, im gegensatz zu instinkthandlungen, wie man sie vor allem im tierreich findet. von daher handelt es sich eher um eine abgrenzung zwischen menschen und mikroben und mitnichten zwischen dummen und intelligenten menschen. das deutet auch dieser satz an:


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    In der Psychologie ist Intelligenz ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden.

    also um mal einfach eine ganz platte subjektive erfahrung loszuwerden: ich hatte in der pubertät einen extremen anfall von phantomgenialität, der mir bis heute noch peinlich ist.
    ich dachte für mindestens ein jahr, dass ich wahnsinning intelligent sei und dass der rest der welt mich deswegen einfach nicht verstehen könne. ich habe sehr viel geschrieben in der zeit, songtexte (wir dachten auch, unsere band sei genial - so was relativiert sich meistens, wenn man genügend abstand hat), gedichte, kurzgeschichten. schon nach einem jahr habe ich erkannt, dass es nix mit genialität zu tun hatte, sondern einfach ein hormonüberschuss war. immerhin, rein quantitativ war das die mit abstand produktivste zeit meines lebens. gelitten habe ich trotzdem unter meiner angeblichen genialität, aber irgendwann war ich dann froh, einfach ein normaler depp wie alle andern zu sein.


    noch eine subjektive erfahrung von mir: praktisch alle menschen, die ich bisher in meinem persönlichen umfeld mit ihrer genialität habe protzen hören, waren - gelinde gesagt - ziemliche flachpfeifen. ich kenne ein paar menschen, von denen ich wirklich denke, dass sie sehr sehr intelligent sind. ein genie ist vielleicht nicht darunter, aber die von denen ich rede, sind schon sehr pfiffig. von denen hat noch keiner rumgetönt.


    mir persönlich ist es immer ziemlich suspekt wenn mir jemand erzählen muss, wie toll er auf welchem gebiet auch immer ist. ich frage mich dann immer, was für ein problem hat derjenige denn, dass er jedem seine wahnsinnige begabung unter die nase reiben muss? wenn jemand so aus der masse heraussticht, dann sollte man das doch einfach so bemerken, oder nicht? bei fast allen in meinem umfeld, die solche stories an den mann bringen müssen, hatte ich den eindruck, dass sie einfach irgendetwas kompensieren müssen - ein kindheitstrauma, einen minderwertigkeitskomplex, einen zu kleinen penis, was auch immer.


    Nieselpriem : bruno würde vor stolz kräftig brummen für diese schöne formulierung!

    Aristoteles :


    herr lehrer, könnten sie nicht die punkte kurz für mich auflisten, damit ich genau weiss, worauf ich eingehen soll? wenn ich das selbst mache, dann fehlen sicher wieder die wichtigsten sachen... vielen dank!


    (faul war ich nämlich in der schule immer...)

    Aristoteles


    gut, herr lehrer, ich werde den aufsatz schreiben, den sie von mir verlangen. welche punkte soll ich abarbeiten, und wieviele worte soll er denn enthalten, damit sie mit mir zufrieden sind?


    krieg ich dann endlich auch mal ein fleißkärtchen?

    wow, heute kriege ich aber wirklich richtig schwere hausaufgaben auf...


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    Also bitte ich dich abermals, deine eigene Intelligenz für uns alle hier leicht verständlich zu beschreiben, damit es keine weiteren Mißverständnisse um deine Person gibt.


    was genau willst du denn jetzt von mir wissen, was ich nicht schon in meinem posting weiter oben geschrieben habe?


    ich kann es gern noch einmal wiederholen: ich halte mich für durchschnittlich intelligent, d. h. nicht wahnsinnig intelligent und nicht besonders dumm.


    vielleicht bin ich ja einfach nicht intelligent genug, um zu verstehen, was daran unverständlich ist...

    Aristoteles : du hast gerade eine geschlechtsumwandlung bei mir vorgenommen. das ist mir ein wenig unangenehm, da ich meinen penis sehr mag.


    auch wenn ich nicht so ganz verstehe, warum ich hier meine intelligenz einschätzen soll - bitte, wenn es der wahrheitsfindung dient, hohes gericht! ich halte mich für ziemlich durchschnittlich, ich zähle nicht zu den ganz furchtbar dummen, aber auch nicht zu den wahnsinnig schlauen. von der genialität bin ich sicher weit entfernt. vielleicht verstehe ich ja auch deswegen den hintergrund deiner frage nicht.

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    Nachdem man dann Gesetzmässigkeiten fand, die die Welt besser erklärten, hatte man Wissen und keinen Glauben mehr. Also eine Anpassung aber nichts neues.
    Und auch die Quantenmechanik unterliegt diesen Gesetzen.


    ich stimme da vollkommen mit dir überein, etwas anderes habe ich ja auch nicht gesagt. ich versuche mal, meinen standpunkt mit einer metapher zu verdeutlichen: die physik ist nach meiner meinung eine dunkle turnhalle, in der wir mit einer taschenlampe stehen und vollkommen zufällig auf den einen oder anderen fleck leuchten.


    wenn ich dich recht verstehe siehst du die physik im gegensatz dazu als einen sehr langen gang an, in dem wir langsam immer weiter in die eine, einzig mögliche richtung laufen und eine deckenlampe nach der anderen einschalten.


    mann, bin ich heute poetisch!

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    Jede physikalische Gesetzmäßigkeit baut auf eine andere auf.


    Natürlich, nichts passiert im luftleeren Raum, und physikalische Gesetze sind physikalische Gesetze. Ich bestreite aber, dass es eine gezielte, unabänderliche Richtung gibt, in die sich die physikalische (oder sonst eine) Forschung bewegt. Ein Beispiel: es gibt z. B. auch gesellschaftliche Einflüsse, die mit darüber entscheiden, woran geforscht wird und auf welchem Gebiet neue Entdeckungen gemacht werden. Werden Forschungsgelder vermehrt in einen Bereich gesteckt, werden zwangsläufig andere Bereiche vernachlässigt, und das Wissen verschiebt sich. Von daher würde ich das nicht mit einer Evolution vergleichen, die Forschung ist viel sprunghafter.

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    Wieso schwirren denn da draussen viele Physiken herum? An den elementaren Begriffen und Gesetzen der Physik hat sich noch nie was geändert, sie sind immer nur erweitert und verfeinert worden, aber etwas neues und völlig anderes ist noch nie entdeckt worden. Physik ist kein Land was man entdecken kann, sondern reine mathematische Anwendung von Regeln und Gesetzen.


    Die Physik wird nur erweitert, nicht grundlegend geändert? Was ist denn z. B. mit der Quantenmechanik? Ein anderes Beispiel: Jahrhundertelang waren die Physiker auf der Suche nach dem Äther, mit dessen Hilfe sich der Theorie nach Schallwellen im Raum bewegen sollten - bis man irgendwann herausgefunden hat, dass es ihn einfach nicht gibt (geht glaube ich auch auf Einstein zurück, kann mich aber auch irren). Noch ein Beispiel ist die Stringtheorie, mit der man versucht, Quanten- und Relativitätstheorie zu vereinen und so eine "Weltformel" zu finden. Solche Versuche sind doch ganz klar auch Ausdruck von Kreativität, nicht einfache Anwendung von Formeln, wie man sie aus dem Schulunterricht kennt. Gerade die theoretische Physik ist davon meilenweit entfernt.

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    Wenn du so Intelligent bist wie du angibst verstehe ich nicht, warum du sie nicht weiterförderst, auf einer Uni oder so. Dort würdest du auch nicht von deinen Mitmenschen fertig gemacht werden, weil alle so sind (oder zumindest mehr als auf der Straße).


    Also wenn man zum intelligentesten Promille einer Gesellschaft gehört, ist man auch an der Uni ein Solitär. Wo soll man denn da an einer Uni eine Herausforderung finden, wenn man höchstwahrscheinlich auch alles Professoren dort hoffnungslos überlegen ist? Zumal das deutsche Uni-System ja sehr auf erworbene Bildungsabschlüsse Wert legt. Ich würde es eher an einer der Uni der Ivy League versuchen, dort werden solche Dinge lockerer gehandhabt.

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    nein, nicht unbedingt. kernphysik wäre sowieso früher oder später gekommen...


    außerdem ist die kernphysik an sich völlig neutral, nur wie man sie einsetzt ist entscheident.


    Ich sehe es eher so, dass sich Wissenschaften letztendlich auch zufällig weiterentwickeln. Kernphysik ist nicht unbedingt folgerichtig die einzig denkbare Weiterentwicklung der Physik. Schließlich ist die Wissenschaft immer auch auf Zufälle oder Inspirationen angewiesen - es schwirren also "da draußen" ganz viele mögliche Physiken herum, die noch nicht entdeckt wurden.


    Aber ich stimme völlig mit dir überein, dass wissenschaftliche Erkenntnisse an sich erst einmal wertneutral zu sehen sind (es mag da auch Ausnahmen geben) und erst durch ihre Verwendung ins Positive oder Negative kippen. Mit einem Skalpell kann man Menschen operieren oder töten, da kann das Messer ja nix für.

    Wow, da bin ich aber wirklich beeindruckt. Mit einem IQ von 157 spieltst du ja in der ganz ganz hohen Liga mit - nur ganz knapp hinter Albert Einstein, Isaac Newton, Auguste Comte oder Alexander v. Humboldt - und noch vor Leonardo da Vinci oder Rene Descartes - falls man dieser Auflistung Glauben schenkt:


    http://www.die-besten-nennen.d…texte/text3.htm#Liste%201


    Wir haben es also bei aristoteles mit einem absoluten Ausnahmegenie zu tun - und einem völlig bescheidenen auch noch dazu.