Beiträge von Pierre10

    Eigentlich scheint es müßig, über Gott und seine "Präsenz" in welcher Form auch immer zu diskutieren. Jeder Mensch wird, wenn er/sie sucht, seine innere Göttlichkeit finden.


    Dass die Kirchen und Religionen versuchen, ihre Ansicht "unters Volk zu bringen" ist legitim, kann aber nie zwingend sein. Obwohl ein solcher Zwang ge- und versucht wird.


    Deshalb bin ich dagegen, dass wir hier im Forum versuchen, andere zu überzeugen, aber natürlich können wir unsere Auffassung darstellen, bitte ohne den Hinweis auf "Ich kenne die absolute Wahrheit".


    Pierre ;)

    Zitat von "Tachyon"


    Warum sich selbst in Grenzen weisen? Wir können selbst bestimmen ob wir rauchen, trinken oder wo wir wohnen und wie wir mit unseren Partnern umgehen.
    Wir entscheiden alles selbst. Es ist lediglich eine Frage der Entscheidung.


    Lg Tachyon :winks:


    Warum....? Es ist besser sich eigene Grenzen zu setzen statt von anderen in Grenzen verbannt zu werden.


    Pierre

    [quote="Tachyon"]Hallo Pierre,


    ich denke das wir nur aus einem Grund auf die Welt kommen: Erfahrungen.
    Alles hat seinen tieferen Sinn auch wenn wir diesen manchmal (oder leider ziemlich oft) in dem Moment nicht verstehen.


    Der Mensch entscheidet selbst welche Erfahrungen er macht sogar wenn diese oft sehr schlimm sind, aber wie sollten wir das positive sehen und erfahren können
    wenn wir nie das negative erfahren haben? Wir hätten keinen Vergleich.


    Lg Tachyon :winks:



    Kann ich so akzeptieren, nur denke ich dass wir schon die Wahl haben, welche Erfahrung wir machen wollen.Allerdings in Grenzen. Vieles geschieht, weil wir mit unserem Verhalten Situationen provozieren.


    Rauchen, Alkohol, In welcher Umwelt wir leben, wie wir Partnerschaft leben usw.


    Pierre

    Zunächst: Es soll hier von mir nicht beurteilt werden, was an den Religionen dieser Welt gut oder weniger gut ist, das ist weder „nützlich“ noch überhaupt machbar.


    Es soll hier auch nicht darum gehen, verschiedene Religionen zu analysieren oder die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kirchen zu erklären.


    Es soll nicht verschwiegen werden, dass die Religionen in den letzten 2000 Jahren einen ungeheuren Einfluss auf das Leben der Menschen in der Welt hatten und in einem gewissen Rahmen immer noch haben.


    Über viele Jahrhunderte waren es Mönche und andere Geistliche, die sich der Schrift, der Musik usw. gewidmet haben. Ohne sie wäre heute unsere Kultur ärmer. In derselben Zeit aber wurde von einigen Religionen die Macht entdeckt und unvorstellbare Grausamkeiten begangen.


    Sicher haben unendlich viele Menschen Trost und Hilfe durch die Religionen gefunden, aber sie wurden auch in ihrer Entwicklung gebremst.


    Wie aber sind die Religionen entstanden?


    Lasst mich ein wenig phantasieren.


    Vor etwa 20 – 30 000 Jahren lebten im Rheingraben zwischen dem heutigen Basel und Frankfurt höchsten 20 000 Menschen. Es ging ihnen gut, denn es war Eiszeit, die Gletscher begannen auf der Höhe von Frankfurt. Wir wissen heute, dass im südlichen Bereich unterhalb des Eises es eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen gab, die es den Menschen ermöglichten, sich ausreichend, ja vielfältig zu ernähren. Sicher hatten sie wenig Existenzsorgen. Ihre Ängste hatten ihren Ursprung vor allem durch Naturereignisse. Nun können wir uns vorstellen, dass es in dem kleinen Stamm, der hier in unserer Gegend lebte, einen Menschen gab, der einfach ein wenig weniger Angst vor den Gewalten der Natur, wie Blitz und Donner, Erdbeben und Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen und Ähnlichem hatte. Er versuchte diese Angst machenden Phänomene zu erklären, vielleicht in dem er sagte: Wenn wir durch diese Überschwemmung unsere Höhle verloren haben, dann weil wir die Früchte von diesem heiligen Baum aßen. Durch sein „Wissen“ bekam er Macht über die Menschen, es war sozusagen einer der ersten Schamanen, Vorläufer unserer Priester.


    Im Grunde hat sich nicht viel verändert seither, immer noch bekommen viele Menschen gesagt, was gut und böse ist, was sie dürfen und was verboten ist.


    Kommen wir nach diesem Abstecher zu unserer Zeit.
    Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass fast alle Kriege, die wir im Jahre 2002 in der Welt haben Religionskriege oder Kriege um Macht sind.


    Ob in Irland, im nahen Osten, in Afrika, oder Asien, überall finden wir diese Kriege um die Vormacht dieser oder jener Religion. Die eigentliche Auseinandersetzung über den Glauben aber findet wohl eher auf der kleinsten Ebene, in jedem Menschen statt.


    Es stellt sich die Frage nach Gott. Gibt es ihn, wie, wer was ist es oder sie??


    Den Krieg habe ich als Junge in Deutschland erlebt. Ich wurde angehalten, zum „lieben Gott“ zu beten. Als ich nach dem Krieg erfuhr, wie viele Menschen, auch aus meiner eigenen Familie grausam in diesem Krieg umkamen, konnte ich nicht mehr zu diesem Gott als einen lieben Gott beten.
    Gibt es ihn nun, den Lieben und gleichzeitig so unbarmherzigen Gott? Oder ist das Leben nun nur ein Spiel der Natur?


    Zwei kleine Geschichten dazu.


    In meinem Weiher sind ziemlich große Fische, obwohl ich nie welche eingesetzt ha-be. Wie ist das möglich? Nach vielen Gesprächen hat mich ein Fischer aufgeklärt. Der Fischlaich ist, wenn er von den Fischen abgelegt wird, sehr klebrig. Kommen dann Wildenten auf dieses Wasser, haften die Fischeier am Gefieder. Beim nächsten Flug der Enten trocknet der Laich, und wird erst durch einen neuerlichen Kontakt mit Wasser gelöst und ist dann nicht mehr klebend. Da muss doch einer nachgedacht haben.


    Meine großen Hunde sind im Sommer immer voll Kletten. Erst haben wir sie mühsam rausgekämmt, bis wir bemerkten, dass diese Kletten nach dem Trocknen nach eini-ger Tagen selbst abfielen. Auch da hat einer nachgedacht, wie er die Klettenmutterpflanze vor der Konkurrenz der neuen Pflanzen schützen konnte.


    Zurück zu den Religionen.


    Schon das Wort RELIGION besagt, dass dahinter der Gedanke an verbinden steht.


    Vor einigen Jahren sah ich im Fernsehen eine Sendung mit einer Direktschaltung nach Kairo in Ägypten. Dort wurde eine französische Nonne befragt, die in Kairo auf den Müllbergen eine Schule mit über 2000 Kindern und etwa 200 freiwilligen Lehren leitet. Soeur Emmanuelle war damals bestimmt schon über 80. Sie erklärte, dass diese Schule unendlich wichtig sei, denn sonst würden diese Kinder genau wie ihre Eltern ihr ganzes Leben auf den Müllbergen verbringen.


    Der Moderator der Sendung stellte dann die Frage:
    „S.E., das sind doch alles kleine Moslems, die sie da in der Schule haben, sprechen sie mit diesen Kindern über Jesus?“


    Darauf eine erstaunliche Antwort dieser Nonne:
    „Bitte lassen Sie mich in Ruhe mit Religionen, Religionen trennen die Menschen.“


    Hier noch eine weitere Geschichte, die mich sehr nachdenklich machte:


    Ein bekannter Kinderbuchautor, Janosch, wurde im Fernsehen befragt über ein sehr kleruskritisches Theaterstück, das er gerade fertig gestellt hatte.


    Auf die Frage, warum er nach den vielen Kinderbüchern nun auf einmal so antiklerikal sei, kam die Antwort, er könne nun einmal Kriminelle nicht leiden.


    Das war für mich nicht nachvollziehbar, würde ich doch nie alle christlichen Geistlichen als Kriminelle bezeichnen.


    Doch Janousch sprach weiter.


    Sehen Sie, gerade sind Soldarten aus unserem Land in Somalia. Dort hat vor einigen Tagen ein junger europäischer Soldat einen Einheimischen erschossen, der in ein Militärdepot einbrach um Nahrung zu stehlen. Dies war eine befohlene Handlung und wird von den Kirchen nicht als Sünde behandelt. Wenn aber nun dieser junge Mann mit einem farbigen Mädchen dort schläft und einen Kondom benutzt, um sich und das Mädchen zu schützen, dann ist das eine Sünde. Nachdenklich, nachdenklich.............


    Wie aber ist es mit der Nützlichkeit der Religionen heute?


    Menschen suchen ganz natürlich nach Antworten, Anregungen aber auch nach Hinweisen, evtl. Anweisungen und Grenzen.


    Noch vor ca. 150 Jahren war es ganz einfach: in diesem Land, Frankreich, war man katholisch, die Kirche bestimmte nicht nur das Familienleben, nein sie hatte auch großen Einfluss auf die Politik. Eltern versuchten ihre Kinder „im Glauben“ zu erziehen, wenn ein Kind die Frage stellte Warum?? kam die Antwort meist aus den von den Kirchen verbreiteten Dogmen.


    Dann aber kam so etwas wie eine moderne Aufklärung. Alles wurde hinterfragt, es gab immer weniger Tabuthemen, immer weniger Menschen respektieren die kirchlichen Vorgaben.


    Dazu kommt, dass in unserer Zeit viele Eltern den Begriff Erziehung sehr locker angehen, Kinder haben oft kaum Grenzen, fühlen sich aber damit nicht unbedingt gut.


    Die Kirchen haben in dieser Zeit immer weniger Einfluss, in den Städten eigentlich keinen Einfluss mehr. Denn ihre Thesen gelten vielen Menschen als veraltet, der Pabst ist nicht gerade ein Musterbeispiel für zeitgerechte Menschennähe. Auch die Bibel, als heiliges Buch früher absolute Autorität, gilt für viele, nicht ganz zu Unrecht als Legendensammlung, die in den Jahrhunderten immer wieder von den Kirchen den Bedürfnissen der Kirchen und der Auffassung der Päpste angepasst wurde.


    Viele haben längst kapituliert, so dass die Zukunft eigentlich für die Kirchen nicht so rosig aussieht.


    Ihr werdet verstehen, dass all diese Gedanken noch keinen schlüssigen Hinweis geben über die Nützlichkeit der Religionen, sind aber vielleicht ein Anstoß zum Nachdenken.


    Bitte entschuldigt den lange Text.


    Pierre

    @ Pierre,



    ich frage mich, wie kommt mann dazu solche Fragen zu stellen (gehe vom ersten Posting aus)?
    Die basieren ja vermutlich daraus, dass Du auch an diesen kuenstlichen Gott glaubst? oder seh ich das falsch?


    LG[/quote]


    Ich bin für mich sehr sicher, dass es eine Energie gibt, die am Ursprung da war, die vieles regelte, vielleicht aber heute nicht mehr eingreift.


    Kleine Geschichte dazu:



    In meinem großen Weiher sind ziemlich große Fische, obwohl ich nie welche eingesetzt habe. Wie ist das möglich? Nach vielen Gesprächen hat mich ein Fischer aufgeklärt. Der Fischlaich ist, wenn er von den Fischen abgelegt wird, sehr klebrig. Kommen dann Wildenten auf dieses Wasser, haften die Fischeier am Gefieder. Beim nächsten Flug der Enten trocknet der Laich, und wird erst durch einen neuerlichen Kontakt mit Wasser gelöst und ist dann nicht mehr klebend. Da muss doch einer nachgedacht haben.


    Meine großen Hunde sind im Sommer immer voll Kletten. Erst haben wir sie mühsam rausgekämmt, bis wir bemerkten, dass diese Kletten nach dem Trocknen nach einigen Tagen selbst abfielen. Auch da hat einer nachgedacht, wie er die Klettenmutterpflanze vor der Konkurrenz der neuen Pflanzen schützen konnte.


    Nun wird mancher mir das ganze mit der Evolution erklären.... aber ich ganz persönlich, ohne jemand überzeugen zu wollen, glaube dass da mehr dahinter steckt.


    Ich könnte Euch noch viele Beispiele aus meinem Leben erzählen.......


    Pierre


    Völlig richtig.Nur können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, wenn in Deutschland die Neonazis wieder erstarken.Wehret den Anfängen.


    Ich selbst, obwohl ich viel Schlimmes erlebte, mache niemand einen Vorwurf, aber so manches was ich sehe erinnert an vergangene, schreckliche Zeiten.


    Aber keine Angst, Lexi, wir Alten sterben aus und Ihr müsst mit Eurem Leben selbst zurechtkommen. Vile Glück.Ernsthaft gemeint. ;);););)


    Pierre

    kleine Hexe


    Danke dass Du zum Thema zurückführst.


    Es ist für mich schwer zu verstehen, warum Menschen diese elementaren Gefühle, wie Du sie beschreibst, nicht verstehen können. Die Hälfte meiner Familie waren Juden in Deutschland, davon hat nur die eine Hälfte wiederum überlebt auf Grund der Aktionen meines nichtjüdischen Vaters, der es immer verstand, viele zu retten.Er selbst war im KZ, .....konnte aber freikommen.


    Aber mir scheint, dass Zeitteugen nicht sehr erwünscht sind in Deutschlang....


    Pierre, der in Frankreich lebt


    ja, so wünscht es sich der Mensch. Nur leider gehen nicht alle Wünsche in Erfüllung. Ich denke, der Mensch ist der größte Schmarotzer von allen Lebewesen auf der Erde, er verbraucht und missbraucht alle und alles andere..... Schade.


    Wenn Gott uns geschaffen hat, so muss er das längst bereuen.


    Aber ich denke, dass wir wie alles auf der Erde eine Folge der Evolution sind, Gott ist wahrscheinlich am Anfang von allem, für die weitere Missentwicklung aber sicher nicht verantwortlich.


    Pierre

    Vielleicht ist das Leben generell ja ein Kreislauf. von der Ursuppe zum Menschen vielleicht 4 Millionenjahre, dann der große Knall, wieder Ursuppe ....und so weiter.


    Bei 4 Milliarden Jahren, die die Erde existieren soll, kann das ganze ja schon oft abgelaufen sein.


    Pierre

    Na aus dem Alter des Angebens bin ich ja nun wirklich raus. Aber Ihr habt Recht, vielleicht ist es ein Generationen Problem in diesen Fällen verstanden zu werden.


    Pierre

    Im Grunde wollte ich durch eigenes Erleben nur einen Denkanstoß geben, der ja scheinbar auch missverstanden werden konnte.


    Diese Großmutter, Jüdin, hat nur dank meines Vaters überlebt, der sie und seine Frau, ihre Tochter schützen konnte. Nun aber habe ich diese Situation als Kind Jahrgang 31 hautnah miterlebt. Und deshalb schreibe ich darüber.


    Pierre

    Treffen sich im All zwei Planeten, der eine schüttelt sich dauern. Fragt der andere: Was ist mit Dir?


    Antwort: Ich weiß nicht etwas juckt mich dauern, ich glaube ich habe mir Homo sapiens sapiens eingefangen.


    Darauf der andere: Nicht so schlimm, die verschwinden von alleine wieder.


    Pierre

    Kann es sein,
    dass Gott 50 Millionen Menschen im letzten Krieg grausam sterben ließ und ihre Gebete nicht erhörte?


    Kann es sein,
    dass Gott die Bitte um Verschonung von Millionen Menschen im letzten Krieg nicht erhörte, so wie bei meinen Großeltern, die nach der Nacht vom 4. Oktober 1944 aus dem Luftschutzbunker kamen, und alles war weg. Alle Erinnerungen, all die liebevoll zusammengetragenen Dinge, das eigene Bett, die Bilder der Familie... nur noch Schutt und Asche.


    Kann es sein,
    dass Menschen immer älter werden, aber auch immer hinfälliger, um Erlösung beten und trotzdem weiterleben müssen?


    Kann es sein,
    dass ich, Pierre, mit meinen Gedanken und Fragen auf dem völlig falschen Dampfer bin, aber eben diese Gedanken nicht abstellen kann?


    Pierre, der verstehen kann, wenn ein Moderator solch ketzerische Gedanken einfach löscht.

    Sicher ist es für uns einfacher, wenn wir alles, also auch die Zeit, so nehmen wie wir es gewohnt sind.Aber niemand kann uns schlüssig sagen,ob nicht alles, vieles ganz anders gesehen werden kann. Ich bin jetzt 77, sehe heute so Manches ganz anders als vor 30 oder 50 Jahren.


    So bin ich heute auch der Meinung, dass die Zeit eine von uns Menschen erfundene Fiktion ist, es scheint mir logisch, dass alle Abläufe gleichzeitig sind, nur haben wir einfach Probleme dies zu begreifen.


    Pierre

    Lustig diese Frage.Bei uns leben Eulen seit Jahren auf unserem Hof, sind, wenn man aufmerksam ist gut sichtbar und vor allem hört man die jungen Eulen gut, wenn sie nach den Eltern rufen um gefüttert zu werden.


    Da gibt es auch nichts Unheimliches, es sind faszinierende Vögel. Unter http://www.eulenwelt.de gibt es faszinierende Informationen.


    Pierre