Beiträge von Herr Schneider

    "Entgegen des heute noch weit verbreiteten Aberglaubens von der historischen Authentizität der Bibel, entstammen bestimmte, später auch auf Jesus angewandte Mythen, ursprünglich nicht dem Christentum oder der Bibel, sondern sind um Jahrtausende älter und tauchen in verschiedener Form in vielen Religionen und Kulturen unabhängig voneinander auf (..)
    Tod und Wiederauferstehung ist Kern uralter und mächtiger Mythen. Schon in einer der ersten überlieferten Sagen, im etwa 4000 Jahre alten sumerischen Mythos von Inanna, gibt diese alles ab, was sie besitzt und steigt in die Unterwelt hinab zu ihrer dunklen Schwester Ereshkigal, stirbt dort und wird erst drei(!) Tage später wieder ins Reich der Lebenden geholt. Der direkte Vorläufer des auferstandenen Christus ist der altägyptische Totengott Osiris, bekannt sein dürfte auch die Auferstehungsmythe von Dionysos, dem griechischen Gott der Fruchbarkeit.


    Man sieht also schon anhand dieser sehr wenigen Beispiele, deren Aufzählung man vieldutzendfach über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Jahrtausdende vor Christus ausdehnen kann, daß die Vorstellung der jungfräulichen Geburt und der Auferstehung nach dem Tode nicht als christliches Sondergut verstanden werden dürfen, sondern als menschheitliche Urmythen gelten müssen, die, wie angedeutet, auf ganz viele religiös bedeutende Persönlichkeiten angewendet wurden."


    Quelle: http://www.platinnetz.de/artikel/texte-der-bibel-wahrheit-oder-mythen-23751



    Und dass Gottes Nahen oft, wenn auch nicht immer, mit irgendeinem Getöse einherging, hat den selben Hintergrund, wie die lauter werdende Musik im Kino, wenn im Film gerade etwas besonders Imposantes geschieht.
    In beiden Fällen möchten die menschlichen Schöpfer der Geschichte die beeindruckende Wirkung des Dargestellten erhöhen.


    Meine Meinung. :winks:

    Zur Datensicherheit könnte man noch sagen, dass man anonym im Internet surfen kann.
    So wird es zumindest hier
    http://anon.inf.tu-dresden.de
    von der TU Dresden versprochen.


    Man kann jetzt sagen, dass die Universität vom Staat kontrolliert wird und den Verdacht äußern, dass man sich mit Hilfe der Technischen Universität keineswegs anonym im Netz bewegen könne.
    Und man kann auch den Verdacht haben, dass man grundsätzlich nicht anonym surfen könne, weil der Staat einen immensen, zum größeren Teil im Verborgenen operierenden Kontrollapparat aufgebaut habe.


    Da mag sogar eine Menge Wahres dran sein. Man denke nur an die NSA ...


    Die Gretchenfrage lautet nun, wieso sollte ich den Politikern von der Piraten Partei mehr vertrauen als irgendwelchen anderen Politikern?
    Oder wie lange würde es dauern, bis die PP-Politiker - einmal zu etwas Macht gelangt - sich von dieser Macht würden korrumpieren lassen? :shock:

    hannibal ,


    jetzt, wo ich gerade das lese

    Zitat

    der kann natürlich auch wieder CDU oder SPD wählen.


    fällt mir wieder ein, was ich noch loswerden wollte.


    Da du auch schon geschrieben hast, das diejenigen, die die Piraten Partei nicht wählen würden, uniformierte Wähler seien, möchte ich aber doch noch darauf hinweisen, dass wir mit dem Klimawandel möglicherweise ein viel größeres und drängenders Problem haben, als alles, womit sich die PP auseinandersetzt.
    Wenn mich Jugendlich in 60 Jahren fragen: "Was fandest du politisch wichtig, als noch die Zeit gewesen wäre, die Klima-Wende zu schaffen? Was hast du da an der ersten Stelle der gesellschaftlichen To-do-Liste gesehen?", dann werde ich ihnen nicht antworten:
    "Die Datensicherheit im Internet und die Kulturflatrate durchzusetzen."


    Ehrlich, Hanne, ich wähle die PP nicht, aber ich habe auch gute Gründe dafür. :winks:

    elperdido ,


    im Mittelalter gab es Gesetze, die die Ausgaben bei einigen Festlichkeiten begrenzten. Dazu gehörten Hochzeiten, bei denen sich insbesondere Bauern stark verschuldeten, aber auch Begräbnisse wurden übertrieben pompös und teuer gestaltet.
    Damit sich die Leute nicht in Schulden stürzten, die sie über Jahre, sogar über Jahrzehnte hinweg nicht würden abbezahlen können, sind ihnen schließlich per Gesetz vernünftige Grenzen gesetzt worden.


    Die Kirche hingegen musste nicht unbedingt Begräbnis-Zeremonien abhalten, um daran zu verdienen. Auch bei einer Feuerbestattung oder einer Beisetzung im Beinhaus konnte die Kirche ihren Obolus verlangen.


    Da es auch in sehr vielen anderen Kulturen die Tradition gibt, die Verstorbenen zu begraben und sich dieser Brauch bis in die frühesten Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück verfolgen lässt, würde ich die Bedeutung der christlichen Kirchen an dieser Stelle nicht besonders hoch bewerten.


    Es scheint einfach in der Natur sehr vieler Menschen zu liegen, ihren Verstorbenen eine letzte Ruhestätte zu geben. Vielleicht ist das Begraben einfach vergleichsweise unbrutal und deshalb insgesamt beliebter als das Verbrennen der Leiche oder sie den Aasfressern zu überlassen.
    Einen solchen Grund könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

    Realist2 ,


    Zitat

    die piratenpartei sagt das man ohnehin völlig ungehindert an z.b. musik kommt, und da das eh jeder macht, soll man es gleich legal machen.



    Ja, aber die Piraten Partei möchte gar nicht unbedingt, dass man völlig ungehindert Musik oder Bücher aus dem Netz herunterladen kann. Statt dessen diskutiert sie das Modell einer Kulturflatrate, die ähnlich wie die GEZ-Gebühren automatisch fällig werden, wenn man sich einen Breitband-Internetzugang zulegt.


    Also wäre diese Flatrate eine kleine Hürde für alle, die sich von ihrem privaten Rechner aus die betreffenden Werke downloaden wollen.


    Und damit sieht die Sache schon gleich ganz anders aus, weil nun nicht mehr von einem Spenden-System oder dergleichen für die Künstler die Rede sein kann.



    Ich finde die Idee einer Kulturflatrate nicht so schlecht, wobei die Frage wäre, wie hoch der Beitrag wäre und wie bevormundent es wäre, dass Politiker darüber entscheiden, wie hoch der Verdienst der Künstler ausfallen soll. Da wäre es mir vom Prinzip her lieber, wenn das der Markt entscheiden würde.


    Vielleicht hätte aber auch mal jemand von der Pro-Fraktion auf den Link zur Kulturflatrate hinweisen können ;)





    Dieses Modell macht mir die Partei sympathischer und lässt sie auch in einem anderem Licht dastehen, als ich zunächst gedacht habe.
    Ich glaube aber trotzdem nicht, dass ich einer Sparten-Partei meine Stimme geben werde.
    Zumal sie genug Aufmerksamkeit bekommt, um ihre Ideen in die Bevölkerung und in die größeren Parteien zu tragen.

    Zum Urheberrecht stoß ich mich irgendwie an diesen Sätzen aus dem
    Parteiprogramm der Piraten


    Zitat

    Im Allgemeinen wird für die Schaffung eines Werkes in erheblichem Maße auf den öffentlichen Schatz an Schöpfungen zurückgegriffen. Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit.


    Ich kann ein Werk erschaffen und es der Öffentlichkeit zuführen.
    Oder ich kann ein Werk aus dem öffentlichen Raum entnehmen und es dann an die Öffentlichkeit zurückführen.


    Aber ich kann ganz sicher kein Werk erschaffen und es dann an die Öffentlichkeit zurückführen, weil es eben noch nie in der Öffentlichkeit gewesen ist.



    Wenn es aber so wäre, dass die Erheblichkeit des Rückgriffes auf bereits vorhandene Werke so groß wäre, dass man bei der Zuführung des neu kreierten Werkes von einer Rückführung tatsächlich sprechen könnte, dann wäre die Kreation eines Werkes allerdings so simpel, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung als essentiell wichtige Produzenten für den öffentlichen Schatz an Schöpfungen gelten müssten.


    Eben dies ziehe ich aber in Zweifel.


    Auch stellt sich die Frage, in welcher Weise Werke essentiell wichtig für die Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeit sein können, obschon sie in relevanter Weise aus den verschiedenen Qualitäten bereits vorhandener Werke bestehen.




    Ich werde mich noch weiter mit dem Parteiprogramm beschäftigen, aber wenigstens zum oben besprochenen Punkt kann ich sagen, dass mir das ganze zu schwammig und zu dehnbar ist.
    In diesem Sinne also typische "Politiker-Sprech", von der es eh schon zu viel gibt.



    Bis die Tage, Herr S. :winks:

    Realist2 ,


    bitte viiiiiieeeeelmals für Entschuldigung für meinen kleinen Fehler, "Thread" falsch geschrieben zu haben. Das ist klar, dass ich deshalb glasklar viel zu oberflächlich über die PP informiert bin.


    Bitte sehr, die Korrektur sei erlaubt: ich habe kein Urteil ausgesprochen.


    Du brauchst mir also hier keinen Fauxpas zu unterstellen, ich hätte im Konjunktiv geurteilt.


    Und weiterhin noch viel Spaß beim Anka**n von Leuten, die dir nichts getan haben... :winks:

    O.K., so viel, wie ich als nur oberflächlich über diese Partei informierter zu wissen glaube, hätte die PP gerne einen institutionalisierten Diebstahl geistigen Eigentums , eine Enteignung der Lebensgrundlage für viele Kreative.


    Korrigiere mich, wenn ich mich da irre. Aber falls nicht, finde ich die Piraten Partei völlig unwählbar. :winks:



    P.S. Warum erstellst du diesen Threat im Verschwörungs-Forum?

    res ,
    hör bitte auf zu sagen, der Osterhase wäre außerhalb der Zeit.
    Du machst mir Angst damit :shock::D



    Ich denk mir zu Gott - an den ich nicht glaube - dass er eigentlich völlig außerhalb des Erfahrungs- und Erfassungsspektrums des menschlichen Geistes stehen müsste.


    Es ist so ähnlich, als würden zweidimensionale Wesen darüber diskutieren, ob es ein Wesen jenseits der Fläche geben könnte, die sie als ihre Welt sehen und erfassen. Und wegen der Zweidimensionalität ihrer Welt haben sie auch keinen Bergriff davon, was der Raum sein könnte.
    Das einzige, was sie sich noch abstrakt denken können, wäre so etwas wie eine Krümmung.


    Deshalb meinen sie, Wesen außerhalb ihrer zweidimensionalen Welt müssten irgendwie gekrümmt sein.


    Damit haben sie zwar Recht, aber sie stellen sich die Krümmung auf eine eigenartige Weise vor, weil sie eben keine Ahnung von dreidimensionalen Räumen haben.


    Auf Gott bezogen heißt das, dass wir uns ihn als ewig vorstellen. Und es mag sein, dass er das ist (oder wäre, falls es ihn gäbe )


    Nur ist es so, dass wir uns die Ewigkeit falsch vorstellen, weil wir keinen Begriff von der Sphäre haben, in der dieses ewige Wesen weilt.
    Was auch daran liegt, dass es sich diese Sphäre mit naturwissenschaftlich-mathematischen Methoden nicht erschließen läßt.


    Dazu kommt, dass wir meinen, mit dem "Ewigen Gott" einen großen Gedanken zu haben, aber er entspricht dem Gedanken an "gekrümmte Wesen", den die 2D-Leute haben.
    So dass man sagen kann, unsere Vorstellung von der Ewigkeit Gottes ist - trotz ihres Wahrheitsgehaltes - unfreiwillig kurios und ziemlich schräg.


    Tja, dann hätten viele Menschen tatsächlich eine ziemlich freakige Vorstellung von ihrem Gott.

    Winterstolz ,


    ich bin nicht im Forum, um mir meine Worte im Mund umdrehen zu lassen, um von Leuten, die Zitate aus dem Kontext reißen, völlig überflüssig "belehrt" zu werden oder um mich von Leuten, die ihre Meinung darlegen, indem sie mich wiederholen, gleichzeitig anzuhören, ich hätte mit meinen Worten falsch gelegen.
    Kurz und gut, ich bin nicht im Forum, um mit dir zu diskutieren. Dazu ist mir meine Zeit zu schade.




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    Es wäre sicher möglich, ein Gesetz zu erlassen, welchen den Mißbrauch von Alkohol unter Strafe stellt. Dann würde jeder, der sich betrunken erwischen lässt und eine gewisse Promille-Grenze überschreitet, meinetwegen mit einem Bußgeld belegt werden.
    Natürlich könnte sich jeder innerhalb seiner eigenen vier Wände betrinken, aber wo ist der Unterschied zum Cannabis-Genuß. Den kann auch jeder zu Hause haben, ohne dass es kontrolliert werden kann und trotzdem ist es verboten.


    Eine Verbot des Alkohol-Mißbrauchs hätte den Vorteil, dass die Anzahl der durch Alkohol begünstigten Delikte sehr, sehr stark zurück gehen würde. Der Alkohol-Rausch wäre zudem gesellschaftlich geächtet, so dass es einen Rückgang beim Alkoholismus geben würde.


    Es gäbe einen fairen Umgang mit den Suchtstoffen, so dass der Mißbrauch des einen nicht mehr legal und der Mißbrauch des anderen illegal wäre. Weil dann die verschiedenen Räusche alle gleich beurteilt und behandelt würden.



    Die Nachteile lägen im Verlust vieler Arbeitsplätze, die am Alkohol-Mißbrauch hängen. Die meisten Kneipen würden pleite gehen, sehr viele Brauereien und Brennereien ebenfalls.


    Deshalb wird es auch weiterhin den verlogenen Umgang mit den verschiedenen Räuschen geben- und aus Angst vor dem Pöbel, der bei einem Verbot des Alkohol-Mißbrauchs völlig ausrasten würde :roll:

    Lexi ,


    da kann ich dir nur zustimmen, was die relative Verharmlosung des Alkohols angeht.


    Wenn sogar unser Bundesverfassungsgericht ein wenig dummdreist behauptet, Alkohol werde im Normalfall in Maßen und vernünftig genossen, kann man nur hoffen, dass sich diese Heuchelei nicht allzu sehr in der Bevölkerung breitmacht.


    Wie man hier nachlesen kann, sind die Deutschen im Jahr 2007 die Schluckspechte Europas gewesen. Und das hat mit Alkohol-Genuß wirklich nichts mehr zu tun.


    Also ich bin wirklich nicht für ein Verbot von Alkohol, aber man sollte eben nicht so tun, als stünde diese Droge ausreichend unter sozialer Kontrolle.
    Gerade dann, wenn man im Land des traurigen Alkohol-Europameisters lebt.


    Das BVG schreibt:
    "In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt..."


    Ist doch wirklich Augenwischerei.. :roll:

    Das BVG sagt, dass Drogen grundsätzlich gefährlich für die Gesellschaft sind. Deshalb sollten sie verboten werden. Das BVG nennt Gründe, warum Alkohol (angeblich) nicht verboten werden kann.


    Einer ist, weil Alkohol im religiösen Ritual verwendet (nicht mißbraucht) wird. Wedelt der Schwanz jetzt mit dem Hund?
    Zieht der Staat vor der Kirche den Schwanz ein? Oder sind die Richter ein wenig befangen, weil sie selbst die Messe besuchen?


    Wo soll bitte das Problem sein, Alkohol zu verbieten?



    Der Staat verbietet ihn und fertig. Die Kirche hat nämlich kein "Gewohnheitsrecht" auf Alkohol.


    Zitat von "Winterstolz"

    Allerdings heißt es genau: "...daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen"
    Bei einem (wenngleich auch etwas diffussen) "Gefährlichkeitsvergleich" schneidet Alkohol in einigen Kriterien schlechter ab, als Cannabis. Aber es kommt doch auf die von mir unterstrichenen Formulierungen an:



    Dass es auf die von dir unterstrichende Formulierung ankommt hast du jetzt von wem? :roll:



    Zitat von "Winterstolz"

    Man denke an den Nährgehalt von Bier oder an das zur u. a. Demenzprophylaxe dienliche Resveratrol in hochwertigem Wein.


    Bei der vom BVG angeführten Gefährlichkeit des Alkohols und der Leistungsfähigkeit der Lebensmittelindustrie bin ich mir sicher, dass man über dieses Argument nicht zu diskutieren braucht.


    Zitat von "Winterstolz"


    Und wir "wollen" nicht Alkohol konsumieren - wir haben uns so entwickelt.


    Was soll man dazu sagen? Die Schreibarbeit mache ich mir nicht, darauf einzugehen.


    Zitat von "Winterstolz"


    Das Verfassungsgericht wird sich hüten, Verlegenheitsargumente zu verwenden...


    Küss dem Verfassungsgericht die Füße, Winterstolz. Ich glaube langsam, so etwas könnte dir
    liegen.


    Zitat von "Winterstolz"


    Und wo liegt wohl die Dosierung, die für gewöhnlich verwendet wird...? Ich wage dreist zu behaupten: Über der analogen Menge Alkohol in einem Glas Wein...


    Du sagst es selbst. Es ist eine dreiste Behauptung.


    Zitat von "Winterstolz"

    Zitat:
    Der Alkohol-Konsum ist Kindern und Jugendlichen verboten, obwohl sie selbstverständlich eine Weincreme oder eine Praline essen dürfen.


    Mei, weil da der Alkoholgehalt verschwindend gering ist, wird drüber hinweg gesehen... :roll:


    Ich glaube, es war zu verstehen, was gemeint war. Nämlich dass zur Not der Gebrauch von Alkohol erlaubt sein kann (Kinder dürfen Praline essen), der Mißbrauch aber verboten werden kann (Alhohol ist für Kinder generell verboten).
    Ich bin mir sogar sehr sicher, dass das zu verstehen war...


    Zitat von "Winterstolz"

    Zitat:
    Ganz abgesehen davon sagt das BVG nichts bis jetzt nichts anderes, als dass es den Mißbrauch von Alkohol, der ja schließlich gefährlich ist als das Kiffen, nicht verbieten kann.


    Nein, das ist sehr frei interpretiert.
    Das Gericht sagt durchaus, dass ein Verbot kaum durchsetzbar wäre - aber auch, dass Alkohol fester Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur ist... ebenso wie Tee, Kaffee, Schokolade (deren Konsum auf Dauer übrigens auch erheblich Schäden nach sich ziehen kann!). Cannabis ist (noch?!) kein fester Teil davon - vielleicht mag das in 100 Jahren aussehen, wer weiß das schon...
    Aber soweit samma hoid no need... ;)


    Und genau das ist einer der Gründe. Weil Alkohol ein fester Bestandteil unserer Kultur ist, ist es schwierig bis unmöglich, seinen Mißbrauch zu verhindern oder zu verbieten.


    Es ist nicht "sehr frei interpretiert".
    Der einzige, der hier sehr frei interpretiert bist du. Warum eigentlich?
    Um zu widersprechen?
    Um zu belehren?


    Im Grunde egal, denn im Endeffekt verursachst du einfach nur zusätzliche und letzten Endes überflüssige Schreibarbeit.


    Wenn ich deswegen irgendwo zu aggressiv oder beleidigend gewesen sein sollte, bitte ich das zu entschuldigen.
    Es nervt eben manchmal :?

    Ich möchte doch noch einmal auf das Urteil des Bundesverfassungs-Gerichts zurück kommen.


    Das Bundesverfassungsgericht hat geschrieben:
    "Für die unterschiedliche Behandlung von Cannabisprodukten und Alkohol sind ebenfalls gewichtige Gründe vorhanden. So ist zwar anerkannt, daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen."


    Das ist interessant, denn hier heißt es, dass der Mißbrauch des Alkohls gefährlicher für Gesellschaft und für den Einzelnen ist, als der Konsum von Cannabisprodukten.


    Nun wird es schwer, den Alkohol als etwas "positiveres" als die Cannabisprodukte zu beurteilen.


    Es heißt:
    "Gleichwohl ist zu beachten, daß Alkohol eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten hat, denen auf Seiten der rauscherzeugenden Bestandteile und Produkte der Cannabispflanze nichts Vergleichbares gegenübersteht. Alkoholhaltige Substanzen dienen als Lebens- und Genußmittel;"
    Nun, als ein Genußmittel dienen Canabisprodukte ebenfalls. Als Lebensmittel dienen alkoholhaltige Substanzen aber nur, weil wir es wollen. Es gibt keinen Grund, weshalb solche Lebensmittel existieren müssen. Eben so gut könnte man THC-haltige Lebensmittel herstellen.
    Dass es sie nicht gibt, kann kein Grund sein, dass Cannabisprodukte illegal sind.


    " in Form von Wein werden sie ( die alkoholischen Getränke) auch im religiösen Kult verwandt. "
    Hier wird es richtig gut. Werden Cannabisprodukte etwa nicht auch in religiösen Kulten verwandt?
    Warum sagt das BVG, dass ein Grund für das Cannabisverbot ist, dass Wein in religiösen Kulten verwendet wird? Wahrscheinlich deshalb, weil es keine vernünftigeren Argumente findet.


    "In allen Fällen dominiert eine Verwendung des Alkohols, die nicht zu Rauschzuständen führt;"
    THC kann genau so mild wirken wie ein Schluck Wein. Es kommt nur auf die Dosierung an.


    Ganz abgesehen davon sagt das BVG nichts bis jetzt nichts anderes, als dass es den Mißbrauch von Alkohol, der ja schließlich gefährlich ist als das Kiffen, nicht verbieten kann. Weil Alkohol eben zu leicht verfügbar ist.
    Und das ist doch nun wirklich Unsinn. Der Alkohol-Konsum ist Kindern und Jugendlichen verboten, obwohl sie selbstverständlich eine Weincreme oder eine Praline essen dürfen.
    Wo bitte wäre das Problem, den Alkoholmißbrauch für Erwachsenen ebenfalls zu verbieten?!


    "seine berauschende Wirkung ist allgemein bekannt"
    die von Cannabis ebenfalls..

    "und wird durch soziale Kontrolle überwiegend vermieden."
    Und dennoch sind die Gefahren des Alkoholmißbrauchs für die Gesellschaft höher als der Konsum von Cannabisprodukten. Und das tendiert nun wirklich zu einer scheinheiligen Argumentation des BGH.


    " Demgegenüber steht beim Konsum von Cannabisprodukten typischerweise die Erzielung einer berauschenden Wirkung im Vordergrund."
    Beim Alkoholkonsum ist es nicht anders. Und wo ein leichter Rausch aufhört und ein starker anfängt entscheidet ganz allein die Dosis.



    "Weiterhin sieht sich der Gesetzgeber auch vor die Situation gestellt, daß er den Genuß von Alkohol wegen der herkömmlichen Konsumgewohnheiten in Deutschland und im europäischen Kulturkreis nicht effektiv unterbinden kann."
    Bräuchte er auch nicht. Er bräuchte lediglich den Mißbrauch von Alkohol unter Strafe zu stellen. Aber das will er nicht, weil er Angst hat, dass dann der Pöbel auf die Straße geht und ungemütlich wird.




    Meine Meinung, warum bei uns der Konsum von Cannabisprodukten verboten ist, gründet auf den kulturell-religiösem Wurzeln unserer Zivilisation.
    Der Cannabis-Rausch ist deshalb verboten, weil Jesus Wasser zu Wein, aber nicht Wiesengras zu Marihuana verwandelt hat.


    Analog dazu ist Alkohol in den muslimischen Ländern als Genußmittel verboten, weil Mohammed entsetzt über die Aggressivität von Betrunkenen war, nicht aber diejenigen wahrgenommen hat, denen das Kiffen psychisch schlecht bekommen ist.


    Ich bin für eine relativ liberale Rechtspraxis im Umgang mit Cannabis-Konsumenten, aber gegen eine Legalisierung dieser Produkte. Ich meine, dass die negativen Folgen des Kiffens von den Kiffern unterschätzt werden, weil es zu keinen Vergiftungserscheinungen wie beim Alkohol-Konsum kommt. Das macht Cannabis zu einer heimtückischen Droge, die man durch eine Legalisierung nicht unnötig verharmlosen sollte.

    Chinsko ,
    da du die Zeit hast, hier groß und breit deine Probleme mit mir zu posten, hättest du auch die Zeit gehabt, vielleicht mal eine Quelle zu bringen. Kann ja nicht so schwer sein, wo es doch in jeder größeren Stadt Obdachlose geben soll, die der Staat auf einen LSD-Trip geschickt haben soll.


    Eine solche Quellen-Angabe wäre auch viel eleganter als deine persönlichen Angriffe. Denn damit könntest du dann sehr einfach dich ins Recht und mich ins Unrecht setzen.


    Und woher willst du eigentlich wissen, dass ich nicht selbst danach gegoogelt habe?



    P.S.

    Zitat

    schreibst selbst nur Unfug und willst nicht mehr weiter "diskutieren"


    wo habe ich Unfug geschrieben?
    habe ich geschrieben, ich will nicht mehr diskutieren? Oder habe ich geschrieben, dass ich unter bestimmten Umständen nicht mehr diskutieren will? Kannst es ja nachlesen.

    Zitat von "Chinsko"

    UUh,dazu hab ich keine Quelle,ne ich mach mir nicht die Mühe für etwas was sehr Bekannt ist.


    Sehr bekannt ist höchstens, dass LSD keine körperliche Abhängigkeit verursacht. Aber wahrscheinlich werden wohl auch Kokain, Extacy, Canabis und weiß der Henker was noch alles an Obdachlose ausgegeben. Jedenfalls nach Meinung derer, die sich nicht die Mühe machen, sich zu informieren.



    Zitat von "Chinsko"


    Herr Schneider ,wer ist nochmal der spamer mit den paar kümmeligen Worten?


    Du bist der Spamer, indem du nicht nur uninformiert schreibst, sondern sofort unverschämt wirst, wenn man dich mit der Nase auf dein unausgegorenes Halbwissen stößt.
    Aber mach ruhig weiter mit deiner Methode zu behauten, dass es sowieso jeder wüsste und man es deshalb nicht zu belegen bräuchte.


    Jeder, der ein wenig Verstand hat, weiß, wie billig du argumentierst.


    Und falls du nicht noch mitteilen kannst, wo es in Deutschland eine behördliche LSD-Ausgabestelle für Obdachlose gibt, habe ich mit dir auch nichts mehr zu diskutieren.
    Dazu habe ICH nämlich weder Zeit noch Lust.


    Du kleiner Spinner, der hier sein hirnloses Halbwissen spamt..

    Zitat von "Chinsko"


    LSD wird auch den Drogensüchtigen in vielen Stätten in einer Notunterkunft,oder entsprechenden Einrichtungen ausgehändigt,von den Behörden sogar,das können die Leute dann unter Aufsicht zu sich führen.


    Dazu hätte ich dann gerne mal eine Quelle.


    Drogen-Wissen schreibt:
    "Bei Halluzinogenen (LSD) und Cannabis fehlen körperliche Entzugssymptome völlig."


    Da frage ich mich, weshalb die Behörden dann LSD ausgegeben sollten.


    MfG und an einer Antwort interessiert, Schneider

    Betreffs der Heroin-Abgabe an therapieresistente Abhängige schriebt Zeit online:



    " Regelmäßige Heroingaben verbessern den Gesundheitszustand der Versuchsteilnehmer; sie sind sozial besser integriert und begehen deutlich weniger Straftaten."


    www.zeit.de/2006/28/L-Heroin


    Gesellschaftlich gesehen mag es problematisch sein, wenn es heißt, als schwer abhängiger Junky bekommst du das Heroin auf Krankenschein. Ich denke, für manche potentiellen Konsumenten könnte die Aussicht auf ein Leben als Süchtiger dadurch wenige abschreckend wirken.


    Andererseits ist es natürlich nachvollziehbar, denjenigen, die man praktisch nicht therapieren kann, einen Weg aus dem größten Elend eröffnen zu wollen. Und da ist das Heroin auf Krankenschein anscheinend nachweislich ein Möglichkeit.


    Eine abschließende Meinung habe ich mir aber auch noch nicht gebildet.