Beiträge von Herr Schneider

    Zitat von "Nieselpriem"

    Ich kann dir ja auch ein Bild malen, wenn du mehr Inhalt brauchst.


    Wähle einfach die Kommunikationsform, mit der du am besten zurecht kommst ... :mrgreen:


    Damit das jetzt kein verkappter Ein-Satz-Post wird, würde ich einmal aus der Sicht eines religiösen Menschen (der ich nicht bin) argumentieren, daß die Regeln und Vorschriften dazu da sind, ein bestimmtes spirituelles Ziel zu erreichen. Sei es die Erleuchtung, Heiligkeit oder eben, daß man nach dem Tod in den Himmel kommt. Dieser religöse Mensch könnte weiter sagen, daß man seine Energien nicht beim Sex "vergeuden" soll, sondern sie zur eigenen Entwicklung nutzen sollte. Oder daß man wenig essen sollte, um das daraus resultierende Begehren nach Essen zu einem Begehren nach Erleuchtung zu sublimieren. Ebenso auch den Sexualtrieb, oder das Verlangen nach Schlaf. Oder das natürliche Verlangen nach menschlicher Gesellschaft. Also würde der Gläubige sagen, die Religion sei ein Weg, der durch die Regeln links und rechts begrenzt wird und damit erst zu einem Weg wird. :pope:

    Zitat von "Nieselpriem"

    Nur war die Frage eben nicht, wie Religionen entstanden sind, sondern warum sie tun, was sie tun.


    Wohl war. Und doch lenkst du den Blick sogleich auf die Gläubigen.

    Zitat von "Nieselpriem"

    Jede Religion hat nur soviel Macht und Kontrolle, wie ihre Anhänger ihr zugestehen.


    Habe ich etwas anderes getan, als mir über die Gläubigen Gedanken zu machen ? Ich wüßte nicht.


    Zitat von "Nieselpriem"


    Herr Schneider hat geschrieben:worüber?



    Darüber.


    Tat ich schon. Einfach mal lesen.

    Zitat von "Nieselpriem"

    Und jeder, der mir jetzt(..) mangelnden Inhalt unterstellt (..),


    Relativ wenig halt. :mrgreen:

    Zitat von "Nieselpriem"

    Im Prinzip ist die Frage "Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein?" ganz simpel zu beantworten


    Ich denke, Deine Antwort ist dann doch um einiges zu simpel. Denn warum gibt es keine Naturvölker, die sich keine religiösen Regeln und Vorschriften zugelegt haben? Wer sollte eine solche Sippe denn über 10.000 Jahre dazu zwingen, gegen ihren Willen irgendwelche Gebote zu beachten? Ein einziger Schamane pro Generation? Aha! Ziemlich unglaubwürdig, oder? 10.000 Jahre lang, was weiß ich wie viele unterschiedlich Sippen und Stämmen auf 5 Kontinenten, die alle keine Lust dazu haben, sich durch Regeln beengen zu lassen, und trotzdem beugen sie sich dem Willen eines Verrückten, den es dummer Weise in jeder Generation in allen Sippen gibt.

    Zitat von "Nieselpriem"

    vielleicht einfach nochmal eine Runde darüber nachdenken.


    worüber?

    Zitat von "Pierre10"

    Warum mischen sich die Religionen in viele auch ganz banale Dinge im Leben der Menschen ein? Würde es nicht genügen, wenn es nur um geistige und religiöse Fragen ginge?


    Beispiele:
    Im Christentum, Judentum und auch im Islam Vorschriften in den Bereichen der Ehe und Sexualität,
    der Nahrung, Vorschriften wer was wann essen darf, Fastenzeiten usw. Dazu gehören auch Kleidungsvorschriften (Burka ....)


    Bei der Fülle von Vorschriften ist es gar nicht möglich, sich an alle zu halten. Oder wenn Du Dir die Bergpredigt durchliest, wirst Du auch sehen, daß die Forderungen dermaßen übertrieben sind, daß niemand sie vollständig erfüllen kann. D.h. man muß selbst wissen, woran man sich halten will und dementsprechend eine Auswahl treffen. Auch wissen wir nicht, welche Erwartungen die Leute vor 2000 Jahren an eine Religion hatten, denn es ist ja durchaus möglich, daß eine Religion, die kaum Vorschriften macht, sich gar nicht in der Bevölkerung durchgesetzt hätte. Die meisten Naturvölker haben auch eine ganze Menge zu beachten, um ihre Naturgeister nicht zu verärgern. Ich denke, daß sich diese Naturvölker ihr enges Korset aus Regeln und Vorschriften selbst ausgesucht haben. Da stellt sich die Frage, warum sie es so haben wollen. Denn es mag sein, daß es bis zu einer bestimmten Entwicklungsstufe einfach zum Wesen des Menschen gehört, genau wissen zu wollen, was erlaubt und was verboten ist. Insofern wären die Vorschriften einfach eine psychsische Notwendigkeit in einer unaufgeklärten Kultur.
    Übrigens denke ich beim Begriff Religion auch nicht automatisch an Päpste, Priester, Pharaonen, sondern an den Inhalt der Religion. Alles kann mißbraucht werden. Wenn man so will, dann hat Hitler die Demokratie und die Meinungsfreiheit mißbraucht, um an die Macht zu kommen. Das sagt mir, daß das demokratische System seinerzeit einige große Mängel hatte, aber nicht, daß die Demokratie per se etwas schlechtes ist. Wenn Religion dazu mißbraucht wird, daß einzelne Menschen ihren Machthunger befriedigen können, gibt mir persönlich noch keinen Grund, allgemein gegen Religion zu polemisieren. Ich wüßte einen anderen Grund dazu, aber den behalte ich einfach mal für mich :mrgreen:

    Schattenkanzler ,


    mir ging es darum, daß die Argumentationsweise des Astronomen logisch nachvollziehbar ist, hier aber auf einige Ablehnung trifft.

    Zitat von "elperdido"

    na, eine mehr als gewagte These ..


    Zitat von "katakis1"

    Na toll, da kann ja jeder kommen... Ich finde, dass ist kein ernstzunehmendes Statement.


    oder auch

    Zitat von "Jelena"

    hat jemand solche Typen je getroffen? Wenn ja, dann würde ich es gern wissen, wie diesen Kontakt stattfand.


    Ich weiß nicht, ob alle auch den Blog gelesen haben, denn sonst wäre ihnen klar, daß

    Zitat von "Realist2"

    im link gings doch nur um den planeten an sich, nicht um lebewesen darauf


    Und es geht auch nicht grundsätzlich darum, ob es überhaupt sinnvoll ist, nach Radiosignalen zu suchen, geschweige denn, wie sinnvoll es ist, mittels Lichtwellen einen echten Kommunikationsversuch zu starten. Aber da Astronomen ohnehin schon das Weltall nach künstlichen Signalen absuchen, ist es wahrscheinlich nicht so ganz blöd, in den Regionen zu suchen, in denen man die Erde relativ einfach entdecken kann.
    Also mit anderen Worten: ich bezog mich einfach nur auf den Vorschlag des Astronomen, nicht mehr und nicht weniger ;)

    Es ist es doch nur logisch, daß die Außerirdischen ihre Signale in die Richtungen schicken, bei denen die Wahrscheinlichkeit, von anderen Zivilisationen empfangen zu werden, am größten ist. Also versuchen die Außerirdischen, Planeten zu finden, auf denen höheres Leben entstehen kann. Um diese Planeten zu finden, müssen sie auf einer Achse mit ihrem Heimatplaneten liegen. Und deshalb kann ich durchaus eine gewisse Logik in dem Vorschlag erkennen, daß wir unsere Radioteleskope in die Richtung lenken sollten, in der die Planeten liegen, von denen aus man die Erde relativ gut entdecken kann. Was soll falsch an diesem Gedankengang sein? Es würde ja zunächst reichen, wenn man Signale aussendet, die auf keinen Fall natürlichen Ursprungs sein können. Dann wüßten die Empfänger, daß sie mit ihrer Zivilisation nicht allein im Universum sind. Mit welchem Code man Nachrichten verschicken würde liegt ja wohl auch auf der Hand: mit dem einfachsten! Was denn sonst?! So unintelligent würden sie ganz sicher nicht sein, irgendeinen saukomplizierten Code auszuwählen, den technologisch weniger entwickelte Spezies in hundert Jahren nicht entschlüsseln können. :roll:

    Hallo Pilika,
    da Du ja wirklich ganz schön angespannt und gestresst bist wegen Deiner Wahrnehmungen, würde es Dir vielleicht helfen, wenn Du Dir diesen Link einmal anschaust
    www.parapsychologische-beratungsstelle.de/


    Ich kann mir vorstellen, daß man Dir dort besser helfen kann, als wenn wir jetzt aus der Ferne versuchen, Erklärungen für Deine Erlebnisse zu finden, die Dir ja offensichtlich Deine Ängste nicht nehmen könnnen. Ich denke, es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn Du Dich einmal an diese Beratungsstelle wenden würdest. :winks:

    Bis jetzt halte ich die Erklärung, daß es sich um die Vermischung von realen Wahrnehmungen und Geträumten während einer Schlafparalyse handelt, für die beste. Natürlich sind bei der SP nicht alle Muskeln gelähmt, was allerdings äußerst unerquicklich wäre, da das Herz schließlich auch ein Muskel ist. Bei manchen Menschen gibt es während der Traumphasen keine Paralyse der Extremitäten, weshalb sich sich vor dem Einschlafen am Bett fixieren müssen, weil sie die Bewegungen, die sie im Traum machen, real nachvollziehen, was zu ziemlich wilden und heftigen Bewegungen führt. Deine Katze spielt verrückt, weil sie deine SP schockt und dein Kind, naja, da laß ich:

    Zitat von "obsidienne"

    Das Kind ist 18 Monate alt, da reden Kinder auch einfach mal so ohne Gesprächspartner drauf los, das übt eben einfach. Hat meine Tochter in dem Alter auch gemacht.


    :winks:

    Zitat von "Winterstolz"

    Grüne Neune, wenn Du so sehr drauf bestehst... Vielleicht hab ich auch die Pointe einfach nicht kapiert... :roll:
    Die implizierte Antwort würde doch lauten: "Gar keinen." - damit würde sich aber der Hund doch selbst die Klöten abbeißen.


    Zitat

    Eine rhetorische Frage ist eine, die keine Antwort erhalten, sondern den Gegner verwirren, den Hörer mitreißen oder eigene Stellungnahme ausdrücken will, eine Frage, die eine Aussage in Frageform kleidet, so dass die Aussage dadurch klar wird.


    (Lexikon der Linguistik)
    BtT

    Zitat von "Winterstolz"

    Sowas habe ich nämlich geschrieben im Zusammenhang mit der emotionalen Betroffenheit: Es lässt mich emotional schlichtweg kalt, was der Kirchenmensch sagt - darüber rege ich mich nicht auf... eben weil es ein Kirchenmensch ist und die Kirche mir persönlich sehr fern steht.


    Aber Du hast es nicht geschrieben als Antwort darauf, ob man auf solche Äußerungen reagieren sollte?
    Also, wenn mich etwas emotionell völlig kalt läßt, dann werde ich in dieser Angelegenheit auch nicht aktiv. Das selbe gibt natürlich auch für Dinge, die mich intellektuell kein bißchen interessieren.Und ich bin davon ausgegangen, daß ich damit nicht anders bin als alle anderen. Aber die Frage, welche Bedeutung Emotion und Interessse für eigenes Engagement haben, wäre dann wohl auch schon wieder etwas für einen eigenen Thread. Vielleicht mit dem Titel:
    Welchen Grund hat man, sich in Angelegenheiten einzusetzen, die einem egal sind? :winks:

    Ein sehr leistungsfähiges Gehirn braucht auch sehr viel Energie in Form von Eiweiß und zumindest bei Gorillas bin ich mir sicher, daß sie reine Pflanzenfresser sind. Und die Blätter, von denen sie sich hauptächlich ernähren, geben nicht genug Energie her. Dann ist es für die Entwicklung manuellen Geschicks bestimmt besser, wenn man auf zwei Beinen geht und sich die Hände für ihre Aufgaben spezialisieren können. Die Vorfahren der Menschen sind aufgrund klimatischer Veränderungen irgendwann zu Bewohnern der Steppe geworden und damit auch zu Zweibeinern. Die Affen haben diesen Evoutionsdruck nicht und können auf den Bäumen bleiben. Vielleicht machen die Affen Fortschritte, wenn sich bei ihnen der Evolutionsdruck erhöht. Obwohl ich es ihnen ja eigentlich nicht wünsche.

    Zitat von "Winterstolz"


    Nein, das war einfach ein fehlkonstruierter Satz - sonst nix.
    Und darauf muss ich leider bestehen....... :mrgreen:


    Ist zwar OT, aber dann klär mich bitte auf, weshalb das kein Dialogismus war :mrgreen:


    Zitat von "Winterstolz"

    Man sollte derlei Äußerungen im entsprechenden Kontext sehen, bevor man sie kritisiert oder ihnen widersprechen möchte - nur dann kann doch sowas richtig funktionieren.


    Ich brauche den Kontext aber nicht zu kennen, um Herrn Mixa widersprechen zu könnnen, wenn er behauptet, die Christen seien im 3. Reich von den Nazis verfolgt worden. Auch wenn es um andere geschichtliche Fakten geht, die sich Herr Mixa nach seinem Geschmack zurecht gebogen hat, brauche ich kein katholisch-theologisches Seminar zu besuchen, um darauf hinzuweisen, daß Herr Mixa nicht bei den Tatsachen bleibt.
    Daß man diese Äußerungen gut zum Anlaß nehmen kann, um über die Ideologie des konservativen Flügels in der katholischen Kirche zu diskutieren, ist eine andere Sache. Trotzdem ist es falsch, daß man den Aussagen dieser Rede nur dann widersprechen sollte, wenn man den Kontext kennt, in dem sie gehalten wurde.


    Zitat


    Nunja, wenn dieser Veganer ein hohes Tier in einem viele Millionen zählenden Veganer-Verein ist und diese Äußerungen öffentlichkeitswirksam sind, dann ist es nicht unbedingt die klügste Entscheidung, sich nicht weiter darum zu kümmern.



    Sowas hab ich auch nie behauptet. Aufpassen..


    Ich nehme an, Du beziehst Dich darauf, daß es nicht klug sei, sich nicht darum zu kümmern. Andererseits schreibst du ziemlich oft so etwas wie: "das interessiert mich nicht die Bohne" "tangiert mich höchstens peripher" "kann mir egal sein" u.ä.
    Deshalb weiß ich auch nicht ganz genau,was Du nie behauptet hast :?:

    Zitat von "Winterstolz"

    DAS war jetzt eine rhetorische Frage.
    Das davor nicht. Sorry. ;)


    Das war ein Dialogimus und gilt damit als eine spezielle Art einer rhetorischen Frage.


    Aber zurück zum Thema.

    Zitat von "Winterstolz"

    Ich meine eben nicht einen speziellen Kontext - sondern den ganz "globalen" katholisch-dogmatischen.


    Und ich meine, daß dieser allgemeine Kontext gar keine Bedeutung hat.


    Zitat von "Winterstolz"

    Das ist genauso wie... wenn ein Veganer mich als fleischfressendes Monster bezeichnet... oder ein Esomuckel mich engstirnig und wasweißich nennt...


    Nunja, wenn dieser Veganer ein hohes Tier in einem viele Millionen zählenden Veganer-Verein ist und diese Äußerungen öffentlichkeitswirksam sind, dann ist es nicht unbedingt die klügste Entscheidung, sich nicht weiter darum zu kümmern.

    Zitat von "Winterstolz"

    Man kann - bei aller Ablehnung - durchaus nachvollziehen, wie der Mann dazu kommt, so etwas zu behaupten, wenn man sich mit der kirchlichen Lehre der Katholiken befasst.


    Was ändert das? Das Thema ist nicht der erzkonservative Glaube eines Herrn Mixas, sondern um geschichtliche Fakten. Aber ich fange an, mich zu wiederholen.

    Zitat von "Ricya"

    Natürlich gibt es viele die sich Zahnspangen wegen der Optik einsetzen lassen,


    Von denen war die Rede.Logischer Weise :roll:

    Zitat von "Ricya"

    daß bei den meisten Fällen eine medizinische Notwendigkeit vorliegt.


    Zitat von "elperdido"

    wie konnten wir nur Millionen jahre ohne Zahnspangen überleben ?


    Gute Frage. Aber egal jetzt. Soll ja kein Zahnspangen-Thread werden.


    Zitat von "Ricya"

    ist eine Narkose immer ein gesundheitliches Risiko und da sollte man schon abwägen, aus welchem Grund man sich dann einer solchen unterzieht.


    Ist schon richtig. Aber es ist auch riskant, Ski zu fahren, in offenen Gewässern zu schwimmen, Drachenfliegen ist auch gefährlich, etc. pp. Auch beim Volksport Nummer 1 soll es manchmal zu Verletzungen kommen.
    Es ist nachgewiesen, daß man mit einem attraktiven Äußeren leichter Karriere macht, daß sich Türen schneller und einfacher öffnen. Warum anderen einen Vorteil überlassen, wenn man mit einem chirurgischen Eingriff mit den Attraktiven und statistisch gesehen Bevorzugten gleichziehen kann? Warum soll man da sagen: "Na gut, ich habe eben die Arsch-Karte gezogen, mein Kollege/ meine Kollegin wird befödert, das ist eben ein Fehler in dieser Gesellschaft, aber wenn ich etwas an meinem Äußeren änder, dann unterstütze ich nur diese Oberflächlichkeit. Also verzichte ich auf eine größere Karriere, auf das bessere Gehalt und das größere Ansehen." Ich meine, so lange die Schöneren bevorzugt werden, lehnt man sich ziemlich weit aus dem Fenster, wenn man den anderen dazu rät, mit ihrem Aussehen so zu leben, wie es ist.

    Zitat von "Winterstolz"

    Obwohl da im Satz irgendwas durcheinander gekommen ist (DASS sie einem egal sind, wäre doch Grund genug, derlei Äußerungen nicht zu widersprechen, oder...?), glaube ich zu verstehen, was Du meinst - und davon war nie die Rede.


    Was ist denn mit Dir los, Winterstolz? Dir wird doch wohl bekannt sein, was eine rethorische Frage ist? (Ich gehe jetzt mal davon aus, daß das schon wieder eine war ;) )

    Zitat von "Winterstolz"


    Man sollte derlei Äußerungen im entsprechenden Kontext sehen, bevor man sie kritisiert oder ihnen widersprechen möchte - nur dann kann doch sowas richtig funktionieren.


    Ich las im Ínternet auch schon einen Kommentar, in dem vermutet wurde,diese Äußerungen seien Teil einer langfristigen Strategie, die Rolle der katholischen Kirche im 3.Reich beschönigend darzustellen. Falls das stimmen sollte, wird Herr Mixa das sicher nicht bestätigten, so daß es schon ein bißchen zweifelhaft ist, ob sich überhaupt einwandfrei herausfinden läßt, in welchem Kontext die Rede gehalten wurde. Zumal von Erzbistum Augsburg (?) keine Stellungnahme zu dieser Rede abgegeben wird.

    Zitat von "Winterstolz"

    Und man kann ihnen auch widersprechen, ohne sich emotional dabei berührt zu fühlen - bei gläubigen Christen mag das wohl anders sein... da kann ich Empörung, Wut und entsprechende Emotionen durchaus nachvollziehen.


    Ich kann die Empörung eher bei Atheisten verstehen, denn sie sind es, die beleidigt wurden. Und daß dem Erzbischof die Fakten über den katholischen Antisemitismus und der Rolle der Kirche im 3.Reich bekannt sind, dürfte sich wohl von selbst verstehen. Und diese historischen Fakten sind es, die verfälscht wurden. Deshalb ist es auch völlig gleichgültig, in welchem Kontext sie verfälscht wurden. Denn hier ist nun einmal Geschichtsklitterung das Thema und nicht der christliche Glaube.

    Sagen wir, Frau Müller ist am 3.4.1954 geboren worden. Aufgrund bestimmer genetischer Faktoren und Umweltfaktoren glaubt sie, daß es Glück bring, wenn sie die Zahlen 3 und 4 ankreuzt. Dann hat sie an einem 8.April ihren Ehemann kennengelernt. Also kreuzt sie auch die 8 an. Die 23 und 28 wählt sie, weil das der Geburtstag ihrer Kinder ist. Auch für die anderen Zahlen kann man Gründe nennen. Die Startbedingungen der Lotto-Maschine sind immer die selben, auch der Ablauf der Ziehung ist immer der selbe. Frau Müller kreuzt schon seit 15 Jahren jede Woche die selben Zahlen an. Warum fallen nun ihre Zahlen? Wo ist der kausale Zusammenhang zwischen dem Geburtstag ihrer Kinder und der Tatsache, daß die Zahlen 3 und 4 gezogen werden? Oder wo ist der kausale Zusammenhang zwischen der Tatsache, daß Frau Müller ihren Mann an einem 8. April kennengelernt hat und dem Ereignis, daß diese Zahl beim Lotto fällt? Denn genau darum geht es beim Zufall: um den nicht vorhandenen kausalen Zusammenhang. Aber das, was du meinst, ist der finale Zusammhang. Also Frau Meier hat die Zahlen getippt und sie sind gezogen worden. Da besteht ein finaler Zusammenhang.
    Es gibt aber überhaupt keine Kausalität zwischen diesen beiden Ereignissen, geschweige denn zwischen den Faktoren, die Frau Müllers Auswahl der Zahlen bestimmt haben und dem determinierten Chaos in der Lotto-Trommel. Deshalb meine ich auch, daß eine Definition des Zufalls, die keinen Unterschied macht zwischen kausalem und finalem Zusammenhang ebne oft genug zu Zirkelschlüssen führt. :winks:

    Winterstolz
    welchen Grund sollte man haben, solchen Äußerungen wie die von Herrn Mixa unwidersprochen stehen zu lassen, wenn sie einem egal wären? Das würde dann sicher einem Mixa und anderen erzkonservativen Lügnern und Propagandisten gefallen, wenn sie ihre Geschichtsfälschungen und Stigmatisierungen so völlig ungehindert verbreiten können, aber diesen Gefallen muß man ihnen ja nicht wirklich tun. Je größer die Empörung ausfällt und je mehr diese Rede skandalisiert wird, desto besser ist es grundsätzlich. Denn es zeigt, daß wir eine lebendige aufgeklärte Gesellschaft haben, die sich bei solchen degutanten Äußerungen nicht biedermayermäßig ins Private zurückzieht und der Meinung ist, das ginge sie nichts an.

    Es gibt doch auch genug hochagressive Urvölker, die in den tiefen der Urwälder leben und sich technologisch auf dem Stand der Steinzeit befinden. Die haben noch nie einen Film gesehen oder ein Video-Spiel gespielt und haben trotzdem kein Problem damit, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Deshalb würde ich mal davon ausgehen, daß ein Verzicht auf Gewaltdarstellungen kaum ein probates Mittel ist, um die Gesellschaft friedlicher zu machen.

    Hitler war ein getaufter Katholik und ist auch nie aus der Kirche ausgetreten. Ich weiß nicht, ob jemand posthum exkommuniziert werden kann, bzw. ob man es bei Hitler und den anderen Nazi-Größen getan hat. Da müßte man mal den Mixa fragen. Der ist natürlich absolut widerwärtig, als Vertreter einer Kirche, die fast 2000 Jahre lang den Judenhass gepredigt hat, mit den Auswirkungen dieser Ideologie, Lügen und Polemik all jene stigmatisieren zu wollen, die nicht an einen (allmächtigen) Gott glauben können oder wollen. Aber so lange es solche reaktionären Kirchenleute wie Mixa gibt, wird so schnell auch nicht in Vergessenheit geraten, wer die ideologischen Wegbereiter des versuchten Völkermords an den Juden gewesen sind.

    Zitat von "Skeptiker"

    Richtig, aber mit der Nicht-Existenz des Zufalls meinte ich lediglich, dass dies nur eine Definition für das Zusammentreffen bestimmter Faktoren ist. Etwa so, wie man Matratze, Kissen, Decke und Kopfkissen zusammen als Bett definiert und somit Bett nur eine Definition für die vorhin genannten Dingen ist und in Wirklichkeit gar nicht existiert, sondern nur die aufgelisteten Dinge.


    Diese Definition führt oft genug nur zu einem Zirkelschluß. Beispiel:
    Frage: "War es Zufall, daß Frau Meier im Lotto gewonnen hat?"
    Antwort: "Nein, das war kein Zufall!"
    Frage: "Warum war es kein Zufall?"
    Antwort: "Weil sie die Zahlen angekreuzt hat, die in der Ausspielung gezogen worden sind!"
    Wie man sieht, kommen hier auch einige Dinge zusammen, nämlich das Ankreuzen der Zahlen und die Ziehung der selben. Aber das heißt eben nicht, daß es sich nicht um einen Zufall handeln würde, wenn es beim Lotto einen oder mehrere Hauptgewinner gibt. Oder wenn es eben keinen gibt.