Beiträge von Herr Schneider

    Zitat von "Skeptiker"

    Dahinter steckt kein Schicksal, kein Geschehnisverwalter, kein Gott oder was auch immer dies geplant haben soll, sondern ganz einfach das Zusammentreffen bestimmter Aktionen und natürlichen Faktoren.
    Genau gesehen gibt es den Zufall in Wirklichkeit gar nicht. Es ist nur eine Definition für derartige Geschehnisse.


    Dieser Post enthält einen ganz großen Widerspruch in sich selbst. Denn wenn es keinen Gott gibt, muß es nach der vorherrschenden wissenschaftlichen Lehre eine ganze Menge Zufall gegeben haben, damit ein Universum entstehen konnte, das Leben hervorbringt. Demnach ist absolut alles in unserem Universum Zufall.
    Auch denke ich, daß es mindestens auf Quantenebene auch innerhalb der zufällig entstandenen Naturgesetze Zufälle gibt, weil die Naturgesetze im Bereich des Allerkleinsten nicht so determinierend sind und sich deshalb auch keine exakten Vorhersagen über das Verhalten subatomarer Teilchen machen lassen. Für meine Begriffe ist der Zufall deshalb auch auf vielfache Weise Bestandteil unseres Universums.

    Warum tragen viele Kinder eine Zahnspange? Ist aus medizinischer Sicht auch nicht nötig. Aber die allermeisten von ihnen werden später froh sein, daß sie gerade Zähne haben. Ist es falsch, darüber froh zu sein? Und falls nein, was ist dann falsch an Ästhetischer Chirurgie? Das ist schließlich auch nichts anderes als das, was zigtausend ehemalige und gegenwärtige Zahnspangenträger machen, nur das es unter Narkose geschieht und schneller zum Ziel führt.

    Ich halte es einfach für großen Blödsinn zu glauben, man könne sich ein Lehrbuch kaufen und gelangt dann in drei bis vier Wochen zu irgendwelchen sagenhaften Erlebnissen oder Fähigkeiten. Denn genau dieser Glaube ist in den westlichen Industrie-Nationen so verbreitet wie nirgendwo sonst auf der Welt.
    Erzähl mal einem Inder, dein drittes Auge hätte sich geöffnet, nachdem du zwei Wochen lang die Übungen aus einem Lehrbuch gemacht hättest. Der lacht dich aus und zeigt dir den Vogel. Und zwar mit Recht! Erzähl mal einem Schamanen, der viele Jahre lang ein sehr hartes Leben geführt hat, um Schamane zu werden, du hättest ein Wochenend-Seminar besucht und würdest nun das schamanische Reisen beherrschen. Der nimmt dich kein bißchen ernst. Und warum auch?
    Diese Instant-Erleuchteten gibt es in keiner Kultur, die sich ernsthaft mit spirituellem Potential des Menschen beschäftigen. Das ist der Grund, weshalb ich so denke, wie ich denke.
    Eine schöne Gelegenheit, hier mal kurz loszuwerden, was ich neulich im Radio gehört habe. Da hieß es, das BBC-Radio habe sich einmal den Aprilscherz erlaubt, zu berichten, daß es an diesem Datum zu einer bestimmten Uhrzeit zu einem kurzzeitigem Rückgang der Erdanziehungskraft kommen würde. Es haben dann tausende von Hörern angerufen, die erzählt haben, sie hätten das ganz genau gespürt oder wären sogar ein paar Millimeter über dem Boden geschwebt. Und genau so ist das auch mit dem Glauben. Da kann man eine ganze Menge Paranormales Fühlen und sich einreden.

    Ich weiß gar nicht, weshalb man diese zwei Fragen miteinander verbinden muß: 1.Ist es vertretbar, das Herz einer Person gewinnen zu wollen? 2.Ist es in Ordnung, dafür Liebesmagie anzuweden?
    Zu ersten Frage: wenn das nicht vertretbar ist, dann weiß ich auch nicht.
    Zur zweiten Frage: da schließe ich mich Skeptiker an. Liebesmagie funktioniert nicht und deshalb soll sie "anweden", wer will.

    @ Tassadar
    Alles wird sich auch nicht ändern. Heißt die Rechenaufgabe: zwei Menschen sind in einem Raum und drei gehen heraus. Wie viele sind dann noch im Raum?"
    so wird die Antwort: "wenn einer wieder hinein geht, sind null Menschen im Raum" immer falsch sein. :mrgreen:


    Zitat von "Tassadar"

    Wie war das nochmal mit "die ist eine Scheibe und Mittelpunkt des Universums" ?


    Das war so, daß die Griechen aufgrund logischer Überlegungen herausgefunden haben, daß es nicht stimmt. Und hätten alle Menschen zu allen Zeiten immer logisch gedacht, hätte es diesen Irrrtum erst gar nicht gegeben. Und wegen eben dieser Logik ist eine Entstehung aus dem Nichts nicht möglich.

    Zitat von "Doktor Venkman"

    Kill Bill war nur Blut und dumme Sprüche statt Handlung und Dialogen.


    Und ich dachte schon, ich wäre der einzige, der diesen Film völlig oberflächlich und dumm findet :winks:
    In einem Wörterbuch stand mal als Definition für Kitsch so viel wie: hohes handwerkliches Niveau bei gleichzeitiger innhaltlicher Belanglosigkeit.
    Danach ist Kill Bill absoult kitschig.
    Dem Teaser nach wird der neue Film eher ekelhaft. Aber viel mehr als Abschlachten kann man von Terentino vielleicht auch nicht mehr erwarten.

    Zitat von "Tassadar"

    Zum Ur Großvater-Paradoxon, Was ist , wenn dein Auftreten in der Vergangenheit erst deine Eltern zusammen gebracht haben?


    Dann müßten nicht nur die Phyik und die Mathematik neu erfunden werden, sondern auch die Logik selbst. Eine solche Entstehung aus dem Nichts ist nicht möglich und wird immer ein reines Gedankenspiel bleiben. Diesen Fehler gibt es ja auch in den Terminator-Filmen, bei denen Skynet einen Terminator in die Vergangenheit schickt und dessen Aktionen erst dazu führen, daß Skynet überhaupt entstehen kann. Wie ist denn das Skynet entstanden, bevor es den Terminator in die Vergangenheit geschickt hat? Das nennt man "Entstehung aus dem Nichts". Aber die gibt es nur in Filmen und Büchern ;)

    Zitat von "divbyzero"

    Vielleicht hat der eine oder andere auch Castaneda gelesen? In einem der Bücher - ich weiß leider nicht mehr in welchem - wird beschrieben, wie einer der Lehrlinge Übungen zu einem ganz ähnlichen Zweck macht (mit einer Art Kopfstütze, die er sich selber gebastelt hat). Vielleicht kennt jemand dieses Buch hier?


    Soweit mir von Wikipedia bekannt ist, hat Castaneda keinen guten Ruf unter Etnologen. Wiki schreibt von Widersprüchen, die in diesen Büchern auftauchen, und daß Castaneda nie Zeugen für seine Erlebnisse benannt hat, was seine Glaubwürdigkeit auch nicht gerade erhöht hat.
    Ich selbst habe nur das erste Buch von ihm gelesen. Von den anderen habe ich ein paar Sachen erzählt bekommen. Es ist zwar interessant und regt auch den Geist an, diese Geschichten zu lesen, aber wahrscheinlich muß man das alles doch sehr mit Vorsicht genießen. ;)

    Zitat von "Skull"

    Diese Frage hast du selbst schon beantwortet!!! :mrgreen:



    Daß ist die Antwort die ich von dir schon lange hören wollte und was ich hier auch schon die ganze Zeit sage.


    Ich habe keine Ahnung, welche Vorteile die Manager haben.
    Ich meine, du hättest den Gedanken gehabt, daß die Krise provoziert worden ist und daß am Ende die Eine-Welt-Regierung implementiert werden soll.
    Wenn du es aber jetzt so siehst, daß hinter der Krise ganz einfach nur menschliches Versagen steht, sind wir ja einer Meinung.

    Die Manger verlieren sehr viel Geld durch ihre Mißwirtschaft. Sag mir doch einfach, welchen Vorteil sie von einem Beinahe-Bankrott haben sollen.
    Und wer sagt dir eigentlich, daß eine brasiliasnische Bank, die vor der Pleite steht, nicht auch verstaatlicht werden würde? Wenn diese Bank systemisch wäre, bliebe dem brasilianischen Staat fast gar nichts anderes übrig.
    Und wenn du meinst, daß die Manager der Pleite-Banken einfach zu leichtfertig waren, weil sie sich im privaten und staatlichen Wohlstand zu sicher fühlten, dann mag das stimmen. Ein weiterer Grund, den ich aufzählen kann, wenn du mich fragst, ob die Finanzkrise provoziert wurde. Nein, wurde sie nicht. Die Gründe sind Gier, Dummheit, mangelnder Verbraucherschutz , Wettbewerbsdruck. Und daß der Esel aufs Eis geht, wenn es im zu wohl wird.


    Wo habe ich es her, daß die Banken Probleme haben? Woher könnte man das haben? Vielleicht hat es mir WachIt erzählt, der ist auf einer höheren Wissenstufe.
    Vielleicht spricht aber die ganze Welt nur noch darüber und man braucht gar keine höhere Wissensstufe. Eins von beiden wird schon stimmen.


    Ich habe von dir überhaupt nichts davon gehört, warum sich die Manager freiwillig ins eigene Knie schießen sollten. Und dazu habe ich auch schon alles geschrieben. Ich könnte höchstens noch hinzufügen, daß die Erfolgsboni in den USA für Manager nun auch begrenzt werden.
    Warum schaden sich die Manager selbst? Antworte doch auf diese Frage. Da warte ich jetzt sowieso schon länger d'rauf.

    Zitat

    hat auch keine Argumente, aber die hast du ja sowieso nicht.


    Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber ich antworte trotzdem. Skull, ich habe dir genug Argumente genannt, die dagegen sprechen, daß sich die HRE freiwillig in die Verstaatlichung gewirtschaftet hat. Nicht anders die übrigen betroffenen Banken. Zu meinen Argumenten habe ich von dir noch nichts gelesen.
    Die brasiliansichen Banke versorgen sich hauptsächlich mit brasilianischen Staatsanleihen, weil Brasilien der Staat ist, der weltweit am meisten Zinsen dafür bezahlt. Du sagst, diese Banken haben Niederlassungen in Europa und anderswo. Kannst du dir nichts selbst denken, daß die Niederlassungen nur zu einem sehr, sehr geringem Teil etwas darüber aussagen,wo sich eine Bank ihre Anleihen kauft? Und woher der Löwenanteil ihres Besitzes kommt?
    Es kommen keine Argumente dafür, daß sich die Banken verzockt haben, weil sie zu gierig waren und der Wettbewerbsdruck in ihrem Geschäft sehr hoch ist?
    Lies Zeitung, dann hast du genug Argumente. Stichwort Bankenpleite! Du willst Beweise, daß die Menschen tatsächlich dumm genug sind, solche eklatanten Fehler zu machen? Lies Zeitung, lies Geschichtsbücher, guck dir die Nachrichten im Fernsehen an.
    Aber wie ich dich inzwischen einschätze, wirst du weiter alles ignorieren, was nicht in dein Weltbild paßt, wie du es ja hier auch schon praktizierst. Vor allem dann, wenn dir verdeutlicht wird, wieso sich die Bankmanager mit ihrer Mißwirtschaft ins eigene Knie geschossen haben. :wut:

    Zitat von "Pierre10"

    Vielleicht nennen wir all die Situationen Zufall, in denen wir keine Zusammenhänge erkennen können.
    Vor 200 Jahre bekamen die Menschen die Schwindsucht.... Zufall? Dann fand Herr Koch den Tuberkulosebazillus.... schon wusste man, dass es eben doch kein Zufall war.


    Pierre


    Die Menschen damals haben schon auch eine Ursache für die Krankheiten gesucht. So dachte man lange Zeit, daß es an der Luft liegen würde, dergestalt, daß schlechte Luft zu Krankheiten führen würde. Die materielle Ursache ist das eine, die metaphysische eine andere. Früher dachten die Leute eben nicht, daß es metaphysisch gesehen zufällige Ereignisse geben würde, denn hinter jedem Geschehen stand der göttliche Wille. Der Glaube an den Zufall ist also mit Sicherheit heute verbreiteter, als er es jemals gewesen ist. Ob der metaphysische Zufall jemals widerlegt werden kann, und daß dann mit wissenschaftlichen Mitteln, steht allerdings in den Sternen. Höchstwahrscheinlich wird es aber nicht dazu kommen, weil man eine Idee schlecht nachweisen kann. Denn gäbe es einen großen Plan, müßte es eine Idee geben, zu deren Verwirklichung und in deren Sinne der Plan existierte. Wird aber diese Idee nicht nachgewiesen, wird der Glaube an den Zufall weiter auf dem Vormarsch bleiben.

    Zitat von "Skull"


    Außerdem spielen diese Banken seit mehrere Jahrzente mit den internationalen Gedgeschäft mit.


    Da habe ich andere Informationen. Die brasiliansischen Banken lieben es, sich brasilianische Staatsanleihen zu kaufen, weil Brasilien der Staat ist, der die meisten Zinsen bezahlt. Deshalb haben die dortigen Banken auch keine faulen Kredite in den USA gekauft.
    Ich finde die These, die Banken geraten nur da in Not, wo es etwas zu holen gibt, auch völlig unlogisch. Zum einen haben diese Banken tatsächlich erhebliche Probleme. Dann frage ich mich, wie du dir das vorstellst. Meinst du, die Manager sagen sich: jetzt werden wird unsere schöne Bank mal ganz nonchalant an den finanziellen Abgrund führen? Was für ein Unsinn! Denk doch bitte selbst mal nach, bevor du deine Thesen postest!!! Die HRE steht kurz vor der Verstaatlichung, anderen Banken könnte es bald ähnlich gehen. Toller Erfolg für die Bank, wenn sie nicht mehr privat geführt wird, sondern vom Staat kontrolliert wird! Wirklich, SKull, mega schlau, diese Manager! Die Manager haben so gut wie immer eine Menge Geld in das Unternehmen investiert, für das sie arbeiten. Total schlau, eine Bank in den Ruin zu treiben, von der ich Aktien gekauft habe! Prima Empfehlung für die weitere Karriere eines Managers, eine Bank ruiniert zu haben, Ist bestimmt sehr förderlich. Die Banken, die Staatshilfen annehmen, müssen ihre Managergehälter kürzen. Sonst kriegen sie nämlich nichts vom Staat. Absolut raffiniert, diese Manager!
    Meine Güte! Denk nach,Skull !!!

    Zitat von "Pierre10"

    Zufall sind Situationen, die uns zufallen.


    Pierre


    Schauen wir in anderen Sprachen als der Deutschen nach der Bezeichnung für Zufall, stellt sich doch dann irgendwann die Frage, ob es in dieser Beziehung weisere und weniger weise Völker gibt :)

    Zitat von "Henni"

    ich hab mal gelesen das der menschliche gedanke den nächsten logischen schritt im vorraus gedanklich manifestiert,


    Wie soll man mit Logik vorhersagen, wann genau die nächste Sternschnuppe vom Himmel fällt, wenn man über keinerlei atronomische Technik verfügt oder über irgendwelche Informationen, die einem da weiterhelfen könnten? Da wird man mit Logik nicht weit kommen.


    Zitat von "Winterstolz"

    Man könnte sagen, dass eine Eingebung Dich zurück auf den "schicksalgewollten" Weg bringt, wenn Du mal davon abgekommen sein solltest..


    Warum hatte Hitler dann keine Eingebungen? Es sei denn, er hatte welche und das wiederum hieße ....
    Aber sollte es einen großen Plan geben, was ich nicht glaube, dann glaube ich nicht, daß er so menschenverachtend ist.


    :winks:

    Ich frage mich, warum es Eingebungen gibt, wenn es ein Schicksal gibt. Zumal jeder sein Schicksal haben soll, auch wenn er in seinem ganzen Leben keine Eingebung erlebt ( und deshalb hier postet, so etwas gäbe es nicht ;) ). Wozu sollten Eingebungen nötig sein, wenn alles vorbestimmt ist?
    Für meine Begriffe existiert der Zufall und es gibt keinen allumfassenden Plan. Daß man ein solches vom Zufall beeinflußte Leben in der Rückschau als einen Entwicklungsroman lesen kann, liegt daran, daß die Person mit Fleiß, Intelligenz, Ehrgeiz, etc. die Einwirkungen des Zufalls meistens so in seinen Lebensweg integriert hat, daß sie auf die ein oder andere Weise nützlich bei der Entfaltung der Persönlichkeit waren. Jemand, der nicht genug Fleiß, Ehrgeiz, usw. hat, wird es in der Rückschau auf sein Leben dann dementsprechend schwerer haben, seine Vita wie einen Entwicklungsroman zu deuten.

    @Stabshauptmann,
    der Chef der EZB wird von der EU benannt und kann von der EU auch wieder gefeuert werden. Glaub mir bitte, daß die EU niemanden an die Spitze der EZB setzt, der die EU in den Bankrott treiben will.
    Wenn der Staat bankrott geht, kann man sich die Staatsanleihen in die Haare schmieren. Das gilt auch für die Banken.
    Der Staat ist keine AG, d.h. die Stimmen derer, die Anleihen besitzen, sind bei einer Bundestagswahl nicht mehr wert als die von jedem anderen auch.
    Die Bundesrepublik gehört sowieso nicht der Regierung, sie hat ihr auch noch nie gehört. Nur die Flächen und Bauwerke, deren Eigentümer Bund, Länder, Gemeinden, Städte und Kommunen sind, sind Eigentum der BRD. Der Rest gehört Privatpersonen, Unternehmen, der Kirche, etc.
    Theoretisch hat die EZB unendlich Geld, aber je mehr sie druckt, desto weniger wird das Geld wert. Die EZB hat einen klaren Auftrag von der EU, an den sie sich halten muß. Geldwertstabilität zählt zu diesem Auftrag. Wenn die EZB dagegen verstößt, fliegt der EZB-Boss 'raus.
    Wie die Gläubiger eines Staates bei einem Staatsbankrott entschädigt werden weiß ich auch nicht. Jedenfalls werden sie dabei zumindest weniger Gewinn machen, als wenn der Staat nicht bankrott gegangen wäre. Aber wahrscheinlich werden sie Verluste machen.


    Skull ,
    da müßte ich mich auch erst einmal schlau machen. Über die Banken in Brasilien bin ich nicht gerade informiert. Aber ich denke mal, daß sie sich eben nicht an der Kredit-Spekulationen der US-Banken beteiligt haben. Muß ich mal recherchieren :winks:

    Zitat von "Stabshauptmann"

    Ist das nicht Geldmacherei der Firmenbose ???


    Tja, ich weiß es nicht ganz genau, aber eine AG gehört dem, der die meisten Aktien hält. Und wenn die Aktien in den Keller fallen, dann wird das nicht günstig für das Vermögen der Besitzer sein. Die, die bei einem Börsencrash Geld machen sind eher diejenigen, die ihre Aktien im letzten Moment vor dem Crash verkaufen. Das sind aber nicht die Besitzer der AG, denn wenn sie ihre Aktien verkaufen würden, würden sie die AG schließlich nicht mehr besitzen ;)


    Zitat von "Stabshauptmann"


    Die Banken halten Milliarden von Staatsvermögen durch Staatsanleien und Krediten - ich denk da können die Bankies viel bei der Politik mitreden


    Die Banken könnten eher viel mitreden, wenn sie damit drohen würden, keine Staatsanleihen mehr zu kaufen. Aber genau so gut könnten sie auch damit drohen, keine Kredite mehr an den Staat zu vergeben, denn eine Staatsanleihe ist ja im Grunde auch nichts anderes als ein Kredit. Die Bank gibt Geld und bekommt Zinsen dafür. Aber solche Drohungen werden nie kommen, weil die Banken Geld "verdienen" wollen, und das können sie sehr gut mit den Krediten und Anleihen.


    Zitat von "Stabshauptmann"

    Das Geld bekommen wir doch sowieso nie wieder - vorallem da alle sagen das eher der Kapitalismus zusammenbricht !


    Warum kaufen Banken dann die Anleihen?



    Tiefe Eingriffe in die Politik eines Landes macht übrigens der IWF. Und die sind dann für die Bevölkerung auch deutlich zu spüren. Aber bevor der IWF eingreift, muß sich ein Staat finanziell erst einmal selbst in den Salat geritten haben.

    Zitat von "Winterstolz"

    us was is denn der Beobachter...? Da beißt sich die Katze wieder in den sprichwörtlichen Schwanz.


    Eigentlich nicht. Denn der Beobachter ist natürlich selbst auch nur eine Quantenfunktion. Das reicht aber, um etwas zu erkennen. Es geht da eben nur um Wahrscheinlichkeiten und Quantenzustände. Auf Quantenebene könnte man zum Beispiel nie genau bestimmen, wo sich der Beobachter befindet. Man könnte nur sagen, wo er sich zum Zeitpunkt seiner Ortsbestimmung befunden hat. Da wir den Beobachter im Allgemeinen aber nicht quantengenau orten, besteht er eigentlich nur aus einer relativ undeffinierten Quantenwolke oder eben aus einer Wahrscheinlichkeitsfunktion, die allerdings etwas erkennen kann. Und damit in der Lage ist, aus einer seinerseits beobachteten unmateriellen Wahrscheinlichkeit eine materielle Wirklichkeit zu machen.


    Aber ganz ehrlich, wer das genau wissen will, fragt besser einen Physiker oder liest es irgendwo nach. Ich bin da jetzt auch eher halbseiden gebildet :|

    Da ja die Eingangsfrage war, ob zuerst die Materie oder die Gedanken bestanden, kann man das Ganze auch aus einer anderen Perspektive diskutieren, indem man einmal konkret bei der Materie bleibt. Und den Gedanken, daß Materie schließlich aus Energie, bzw. Schwingungen besteht, bei Seite läßt.
    Denn was macht aus der Schwingung Materie? Manche Quantenphysiker sagen, daß es der Beobachter ist, indem er eine Quantenwahrscheinlichkeistwelle (QWF) zum "Einsturz" bringt, und somit die Wahrscheinlichkeit erst in der Wirklichkeit manifestiert. Man könnte also sagen, daß die Gedanken vor der Materie existierten, was allerdings nicht heißt, daß die Gedanken die QWF erschaffen hätten :winks: