Beiträge von Akiko

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    Wenn man übrigens mal ein wenig recherchiert, findet man heraus, dass MichaelDMagee als Mitglied in diversen studentischen Filmemacherkreisen verkehrt; das aber nur mal so am Rande.


    An der Stelle würde ich noch auf den Exmagier James Randy und den Youtube Künstler Captain Disillusion verweißen, die mit erstaunlicher Hartnäckigkeit seit Jahren diese ganzen ominösen Videos und Fakes entlarven.

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    da du dein Gehirn permanent mit Horrorfilmen fütterst halte ich das Auftauchen von gruseligen Fratzen eher für Gebilde deiner Phantasie. Dein Gehirn versucht einfach das gesehene zu verarbeiten.


    Dies ist eine Funktion des Gehirns höher entwickelter Lebewesen und gehört zu der Liste der Kognitiven Verzerrungen. In dem Fall ist es die HAD - Hyper Agency Detection, leider nicht im Deutschen verfügbar, aber grob übersetzbar mit "Übergeordnete Akteurerkennung". Da geht es darum, dass das Gehirn hinter allem erstmal einen Akteur (feindlich gesinntes Lebewesen) vermutet. Es ist evolutionsbedinkt, denn seit Millionen von Jahren ist es günstiger für das Überleben 100 mal einen Busch für einen wütenden Bären zu halten als einmal einen wütenden Bären für einen Busch. :mrgreen:


    Diese Grundfunktion des Gehirns ist die Ursache für Glauben an Geister, Religion oder dass Terrorismus mehr Tote verursacht als der normale Straßenverkehr usw...

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    Das Whispern wurde immer lauter bis die Stimme plötzlich deutlich "Wach auf!" gerufen hat. Dann war ich wach.


    Entweder hast du geträumt oder es war eine Hypnagoge Halluzination (welche weiter verbreitet sind, als man denkt). Ich zum Beispiel werde etwa einmal pro Monat von einer "detonierenden Bombe ind er Nachbarschaft" geweckt, wonach ich dann erstmal schweratment im Bett sitze. :D

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    LOL und das Video wird natürlich bei Youtube hochgeladen. Sorry. Wenn da 2 Teenager verschwunden wären und alles was man gefunden hätte, wäre das Videomaterial, dann wäre das als Beweismittel durch die Polizei beschlagnahmt und nicht bei Youtube. Mein lieber Robert78, ich würde sagen du postest hier nicht einfach wild Links zu Youtube, sondern beschäftigst dich mal wirklich mit den Dingen und dem, was sein kann und dem, was einfach blanker Unsinn ist.


    Amen ...


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    Über 3 Jahrzehnte lang wurden in dieser Anstalt Menschen grausam gefoltert, gequält und für medizinische Versuchszwecke benutzt.
    Es ist ein Pilgerort für diejenigen, die an Übernatürliches glauben, an das Leben nach dem Tod und die Verdammnis.


    Also wenn das ein Kriterium für Übernatürliches (Spuk, Geister etc) ist, dann denke doch mal hier drüber nach... Die römisch-germanischen Kriege fanden von 200 v.C. bis 600 n.C. statt. Da haben sich sprichwörtlich Millionen Menschen gequält, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Das ganze Elend ging dann wieder mit dem Schwarzen Tod im 14. Jahrhundert los, da gabs so um die 25 Millionen Tode. Dann gab es im 16. Jahrhundert noch einmal eine Pestwelle mit ähnlichem Ergebnis. Dann hatten wir noch ein Pokenwelle mit ähnlichem Ausmaß. Wo wir gerade dabei sind, dürfen wir den 30- und 100-jährigen Krieg nicht unerwähnt lassen. Da wurde ebenfalls fröhlich gemordet, gebranntschatzt, gefoltert und vergewaltigt. Und merkst du was? Jetzt kommen wir erst zum ersten und zweiten Weltkrieg... Also echt mal, allein Deutschland müsste demnach so dermaßen von Geistern und Spuk heimgesucht sein, dass kein einziger Mensch hier mehr auch nur eine Nacht ruhig durchschlafen könnte. Seit dem der Mensch existiert (die Erkenntnisse sagen im Moment irgendwas um die 5 Millionen Jahre), foltert und quält er seine Artgenossen und schlägt ihnen obendrein noch den Schädel ein. Es müsste heute demnach deutlich mehr Spukerscheinungen als Menschen auf der Erde geben.

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    Was ist denn der Unterschied zwischen Apophänie und Pareidolie?


    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass bei der Pareidolie aktiv nach Mustern in Zufallsstrukturen gesucht wird. Ein Beispiel hierfür wären die Leute, die in der Bibel den "Jesuscode" suchen. Ich mag da mehr den englischen Begriff Agenticity, der den Sachverhalt viel treffender beschreibt.

    Ooookay, jetzt hatte ich mich erfolgreich Jahre von diesem Forum ferngehalten, aber jetzt übermannt mich wieder das Gefühl Menschen aufzuklären.


    Also ... die allererste Frage, die ich stellen muss ist folgende: Bist du ein Mensch der Fakten annimmt oder einfach nur gerne glaubt (man verzeihe mir die harten Worte) wie die ganzen religösen "Spinner" da draußen? Ist es zweiteres, dann lies bitte nicht weiter, denn dies erspart mir viel Zeit und Nerven. (Es ist nämlich sinnlos mit Menschen zu diskutieren, die nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner, das Faktum, annehmen.)


    Gleich zu Beginn, es gibt keine Geister, kein Gott, keine parapsychologischen Phänomene und keine Außerirdischen die uns besuchen. Dafür gibt es die über 20 sehr gut untersuchten und dokumentierten kognitive Verzerrungen. Oder anders ausgedrückt, das menschliche Hirn ist so dermaßen "kaputt", dass es nahezu in jeder Situation bestrebt ist die Realität zu verzerren.


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    Ich hatte eine wundervolle und liebevolle Kindheit und trotz alldem habe ich nachts oft "rote Augen" gesehen.


    Hier fehlt jegliche Begleitinformation anhand welcher man auch nur ahnen könnte, was passiert ist. Es war in der Nacht? (ein Traum?) Wie lange ist es her? (ein Recall Bias?) Wären es auch rote Augen gewesen, wenn wir in unserer Kultur als Gefahrsignal Blau hätten? War es in einer Einschlaf- bzw Aufwachphase?


    Gerade von dem, was die letzte Frage angeht, kann ich ein Lied singen. Ich sage nur hypnopompe und hypnagoge Halluzinationen. Die können so unglaublich real werden, ich kann schon garnicht mehr aufzählen wie oft ich schon in der Nacht "angesprochen", "angefasst" und "durchgeschüttelt" wurde. Ein Tipp von mir, wenn ich Stress habe und unter Druck stehe, nimmt es massiv zu. Und dann gibt es da natürlich noch Apophänie, der Grund, warum dieses Forum überhaupt existiert. :D


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    Dann begann das Kapitel mit den "Geistern und Schattenmenschen" als ich ca 12 Jahre alt war. Zu der Zeit hatte ich im Zimmer immer 3 weiße Punkte wild herumfliegen sehen, helle Silhouetten die schnell von Ecke zu Ecke rannten oder wenn ich schlief das Gefühl das mich jemand beobachtete und hochgehoben hat.


    Achja, die guten alten Erinnerung wo ich sooooo viel Filmmaterial produziert hatte, auf dem nichts zu sehen war. Es ist ein Paradebeispiel für hypnopompe und hypnagoge Halluzinationen. Eventuell gehörst du sogar zu den Menschen die unter Synästhesie "leiden" (ich schreibe es in Anführungszeichen, weil ich es als eine Gabe betrachte). Du könntest auch das Pech haben an Restless-Legs-Syndrom zu leiden, aber das bezweifliche ich, denn die körperlichen Probleme hätten schon längst zu mehreren Arztgängen geführt.


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    Da hat sich meine Mom echt Sorgen gemacht und war da schon traurig da sie nicht wusste ob es die richtige Entscheidung wäre zu einem Psychologen zu gehen.


    Da würde ich aber sehr drauf aufpassen, dass es einer ist, der sich mit Kreuzdiagnosen und Komorbiditäten auskennen. Meine Erfahrung ist, dass ca 90% der Psychologen nach dem "Doktortitel" aufgehört haben sich weiter zu bilden.


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    Mit ca 15 Jahren dann fing dieser Spuk in meinem neuen Zimmer wieder an...


    Ja, in der Pubertät nimmt es nochmal eine ganz neue Qualität an, kann ich nur bestätigen.


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    ...meine Mom neben mir laut losgehustet hat. Plötzlich dreht sie sich um und fragt ob alles ok ist doch das einzige was ich konnte war laut losschreien da sie wie ein Geist aussah. Ihre Augen waren schwarz, ihre Haut grau und sie sah halt einfach aus wie ein Geist, den ich früher immer in meinem Zimmer gesehen habe. Wir sind dann ins Wohnzimmer für die Nacht gegangen und haben viele Lichter angemacht und trotzdem habe ich wieder so stark gezittert und konnte sie erst einmal gar nicht mehr anschauen


    Siehe weiter oben, ist noch immer das gleiche. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da habe ich nur noch mit Gesicht zu Tür geschlafen und im Flur musste immer das Licht brennen. Aber als ich dann nach und nach die Ursachen dahinter erfahren hatte, hatte ich nie wieder "diese" Angst. Ganz im Gegenteil, es kann sogar recht amüsant werden, weil du mit etwas Glück durch diese Erkenntnisse lichte Träume provozieren kannst. (Dass sind die Träume, wo man volle Kontrolle hat.)


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    Sie hat mir dann am Morgen gesagt das in dem Moment wo ich losschrie, es sie wie ein kurzer Schauer durchzogen hat. Sie hat mir das so erklärt, das ihr eiskalt wurde und sie das Gefühl hatte als wäre jemand in Millisekunden in sie rein und wieder rausgefahren


    Glückwunsch, du wurdest von deiner Mutter mit diesem "Mist" indoktriniert. Meine Mutter hat das bei mir mit der Angst vor Spinnen geschafft, indem sie immer rumgekreischt hat, wenn sie sieh eine Spinne sah. Jedenfalls ahne ich jetzt woher deine Vorstellung kommt, dass dich da eine Entität "belästigt".


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    Ich sehe oft in meiner Ecke (egal ob bei Licht oder keinem Licht) 3 weiße Punkte und danach für kurze Zeit einen Mann der mich drohend anschaut. Oft hat er ein Hut, dann mal garkein Gesicht.... Und seit kurzem sehe ich ihn im Spiegel mit Körper oder spüre ihn hinter mir :( Er ist schwarz gekleidet und hat einen Körper der wie dichter Nebel aussieht. Ich fühle mich bedroht da er meinen Namen flüstert, mich anhaucht (Fenster und Tür sind immer zu!) und mich anfässt bzw hochhebt... Ich weiß, das klingt alles verrückt doch ich schwöre das ich ihn spüre und sehe.


    Wieder ein Paradebeispiel für kognitive Verzerrung und nun kombiniert mit Selbstsuggestion. Diese Entitäten gibt es nicht, dass ist nur ein Ergebnis von einem gelangweilten oder überreizten (gestressten) Gehirn. Für ein gelangweiltes Gehirn kann ich dir sogar ein Experiment anbieten. (Jeder, der auf schräge Erfahrungen steht, kann das mal probieren.) Stell dich einfach mal in einen geräuschisolierten Keller und schalte das Licht ab. Es wird keine 10 Minuten dauern bis du eine Präsens und/oder Atem im Nacken spührst, Atemgeräusche oder Flüstern hörst oder das Gefühl hast, dass dich etwas beobachtet, anfässt oder sich die Temperaturen ändern. Das ist völlig normal und wird sogar gern aktiv genutzt, zum Beispiel bei Isolationshaft. Damit kann man Mensch in wenigen Tagen in Psychopathen oder regelrechte Wracks verwandeln. (Ich sage da nur amerikanische Hochsicherheitsgefängnisse...).


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    Zu meinen Problemen: Ich habe Angst die Schule nicht zu schaffen, es kommen oft dumme Sprüche wegen meines Gewichtes (bin pummelig eher so dickere Beine ( 1,74cm groß und 92kg :oops: ) und ich habe Probleme was meinen Vater angeht da er oft Druck macht was meine Noten angeht....


    Da haben wir die Ursache: Stress, Druck und Mobbing, was vermutlich obendrein noch zu Schlafentzug führt. Und dieser verstärkt die kognitiven Verzerrungen bis hin zu echt abgefahrenen "religösen" Erfahrungen. Wie man damit am besten umgeht, kann ich dir leiter nicht sagen, denn meine Techniken werden dir nicht helfen. Ich selber bin Autist und meine Lösung besteht darin nur in Homeoffice zu arbeiten und sich von jeglichen Menschen fern zu halten. Was mir nicht schwer fällt, denn fast alle Mitmenschen gehen mir tangentiell am Allerwertesten vorbei. Mich regt eigentlich nur auf wie viele Menschen leichtgläubig alles annehmen und wiedergeben ohne auch nur einmal die Fakten/Quellen zu prüfen. (Man schaue da mal auf die seit einem Jahr immer mehr zunehmenden Flache-Erde-Gläubigen - WTF?!?)


    Ich hoffe meine Worte waren da jetzt nicht zu hart für dich. Sie sind in erster Linie dafür gedacht, dass sich die Leute mal endliche ihrer grauen Zellen bedienen. Es geht nichts über eine gesunde Skeptzis und Neugier.


    PS: Falls deine Neugier geweckt wurde. Ein paar deiner Probleme können auch durch zum Beispiel Infraschall erklärt werden. Such einfach mal nach ein paar alten Beiträgen von mir. Ich bin früher schon einigen Phenomen mit "Hightech" an den Kragen gegangen. ;)

    Akiko : Schöner Beitrag.


    Nuja, die Wissenschaften haben schon so viele Sachverhalte geklärt, dass einem das Meiste entgeht, weil man einfach nicht weiß wo man was findet. Und da kommt mein Talent zum Tragen, einmal weil ich hier und da selber mit wisschenschaftlichen Methoden nachforsche und dann nochmal, weil ich ein ziemlich gutes Gedächnis habe. Mich interessiert in erster Linie die Reproduktion diverser Sachverhalte und dann deren Analyse. Weiter unten gibt es noch ein nettes Experiment.



    Allerdings kann Infraschall die Ursache sein, muß aber nicht.
    Um sich "nicht alleine" zu fühlen bedarf es nur der eigenen, menschlichen Psyche.


    Exakt... Die menschliche Psyche weist in der Tat ein sehr interessantes Phänomen auf, dass jeder daheim selbst testen kann. Das menschliche Gehirn neigt dazu, beim Fehlen von Sinnesreizen, speziell beim Fehlen von audiovisuellen Reizen, kleinste Nuancen zu interpretieren oder schlimmer noch, seine eigenen zu kreieren. Das ist einer der Gründe warum Folter so gut funktionert, ich meine hier im Speziellen die Isolation.


    Also hier ist das Experiment zum Selbstmachen: Man dunkle einen Raum so ab, dass wirklich alles schwarz ist und man sorge dafür, dass es auch keinerlei Geräusche gibt. Dann stellt man sich einfach in der Raum und lässt das Ganze auf sich wirken. Sind die Kriterien erfüllt, fängt man nach etwas 5 Minuten an Geräusche zu hören und man bekommt ganz massiv das Gefühl, dass man nicht allein ist, schlimmer noch, dass man angeatmet wird. Der Effekt ist im Keller eines Hauses noch viel stärker. Hier merkt man dann, was die Begriffe Suggestion oder auch Selbstsuggestion bedeuten. Das geht sogar soweit, dass man das Gefühlt hat, berührt oder gestoßen zu werden. Die Ausschüttung von Adrenalin verschärft das Ganze noch.



    Bin ich also zu Hause mal so oder so drauf, glaube ich nicht, daß dies automatisch heißt: Infraschall aus oder Infraschall an.


    Es gibt weitaus mehr Infraschallquellen, als man denkt. Da reicht es schon einen Subwoofer im Zimmer stehen zu haben und einen Handymast auf dem Dach (oder ein Powerlineadapter in der Nachabrwohnung zu haben). Du ahnst gar nicht, was allein durch elektrische Induktion alles passieren kann. Achtung, hier kommt eine Anekdote :D Bei einer früheren Freundin von mir, gaben ihren großen Standboxen in der Nacht immer komische Geräusche von sich. Das erste mal, als ich das mitbekommen hatte, hatte nicht viel gefehlt und die Hose wäre nass gewesen. Dieser Vorfall und meine hypnopompen Halluzinationen (audiovisuelle Eindrücke beim Erwachen aus der Schlafparalyse) haben damals mein Interesse an diesem Themenkomplex geweckt. Ich habe mich später mit einem Eltrometer in dem Zimmer neben die Boxen auf die Lauer gelegt. Ende der Geschichte: Draußen führte am Gebäude in der Nähe eine Überlandleitung entlang und so kurz vor Mitternacht wurde in der Leitung die Versorgungsspannung runtergeregelt. Das gab einen netten messbaren elektrischen Impuls ab, der Strom in die Boxen induzierte. In der Früh gegen 5 Uhr wurde wieder hochgeregelt. Diese Wirkung auf die Boxen war aber geringer. Sie gaben nur ein leichtes Rauschen von sich, dass man nur hören konnte, wenn man nah dran war.


    Achja, meine Kollegen und ich dürfen schon lange nicht mehr an die Rütteltische. Ein Kollege hatte es vor einer Weile mit dem Experimentieren übertrieben und sich einen Haarriss in der Speiseröhre zugezogen. Infraschall ist waffentauglich. ;)


    2008 arbeitete ich in einem Trainingsraum als Aufsicht. Ich hatte Abenddienst, musste also
    die Geräte ausschalten, Türen abschließen usw. Auch dort befiel mich dieses intensive
    Gefühl, nicht alleine zu sein. Oft war es so massiv, dass ich mit einem
    Freund telefonierte, um jemanden "bei mir" zu haben.


    Dies ist ein seit Jahren bekanntes Phänomen von Infraschall. Infraschallquellen lösen bei vielen Menschen ein ganz intensives Gefühl des "nicht allein seins" aus. Dieser Infraschall kann Schatten auf der Netzhaut oder im Glaskörper des Auges verusachen, sodass man sogar recht verrückte Dinge sehen kann. Generell regt Infraschall innere Organe an, was in krassen Fällen zu plötzlichen Verletzung führen kann (aufreisende Membrane oder Gewebe, Blutungen). Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass Infraschall einer der Hauptursachen für Sinnestäuschungen und scheinbarem Spuk ist.


    Ich persönlich kann das sogar bestätigen. In meiner Heimatstadt gibt es eine Brücke, die stark befahren ist und um die Mittagszeit wird einem auf dieser Brücke ganz komisch zumute. Es ist ein extrem eigenartiges Gefühl zu der Zeit darüber zu laufen, weil man sich dann wie in einem Traum vorkommt. Ein paar Kollegen von mir und ich haben uns mal mit einem unseren tragbaren Schallpegelmessgeräten (wir verwenden sie normalerweise um Turbinen zu prüfen) dort hingestellt und uns das mal genauer angeschaut. Die Brücke schwingt mit einer Frequenz zwischen 9 und 16 Hz. Am Morgen und am Abend sind die Strukturen der Brücke wegen der niedrigeren Temperaturen eher starr und schwingen nur schlecht. Aber dann so gegen die Mittagszeit werden wegen den höheren Temperaturen die 16 Hz erreicht und da wird es dann richtig unangenehm. Es liegt halt recht nahe an den "magischen" 17 Hz, bei denen der Effekt auf den Menschen wohl am größten ist. Wir haben sogar aus Jux den Effekt im Labor anhand von Rütteltischen nachgestellt, war schon eine recht spaßige Sache. :D

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    Ähm, klingt vielleicht komisch, aber es hätte sich ja ein Unbekannter ins Haus schleichen können. Und hinterücks Dich abmurksen können.


    Mal ernsthaft: Wenn ich Geräusche höre, dann drehe ich mich nicht weg, sondern versuche den Geräuschen auf den Grund zu gehen!


    Ähm Irrwisch, du darfst da nicht die psychologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau vergessen. Ich weiß nicht genau, warum es so ist, aber nachweislich drehen sich Frauen bei grausamen oder Angst verursachenden Ereignissen weg, also bringen es aus dem Blickfeld. Männer dagegen starren das Geschehen an und können dabei sogar erstarren oder sind wie gebannt.
    Ich persönlich kann es auch nicht verstehen, warum man da wegschaut und was mich noch viel mehr beschäftigt, wie man in so einer Situation seinen Rücken entblößen (sich also vollkommen wegdrehen) kann. Aber genau das habe ich immer wieder bei den Mädels in meinem Bekanntenkreis und auch bei meiner Frau beobachtet.

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    Also bei uns in Bendorf gibt es eine alte Gaststätte in der es angeblich spucken soll...
    Der ehemalige Inhaber, soll sich dort im Kelle erhangen haben und seine Frau sieht seither jede Nacht seinen Geist...


    Das muss ja eine ganz schöne Sauerei sein... und sehr feucht... :mrgreen:


    Also ernsthaft, es könnten schon etwas mehr Informationen sein...

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    Also ich sehe da beim besten Willen keinen Widerspruch.


    Hmm ja, das ganze ist jetzt wohl ein bissel abgeschweift, aber du hast Recht. Worauf ich aber hinaus wollte, ist dass unser Universum nicht deterministisch ist, sondern nur unser Verstand. Um das noch mal zu verdeutlichen ziehe ich mal eine Formulierung heran, die "1. alle Vorgänge vorbestimmt seien" etwas genauer erläutert.


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    Determinism is the philosophical proposition that every event, including human cognition and behavior, decision and action, is causally determined by an unbroken chain of prior occurrences.


    Hier wird der Aspekt einer Kausalitätskette (Ursache vor Wirkung) deutlicher rübergebracht. (Determinismus und Kausalität gehen immer Hand in Hand). Und der Tunneleffekt ist ein Beispiel für eine Verletzung der Kausalität. (Daher kann unser Universum nicht deterministisch sein.) Auch die Tatsache, dass ein Ergebnis vom Beobachter abhängig ist spricht dagegen. Die Heisenbergische Unschärferelation (es gibt keine Eindeutigkeit - wichtig für den Determinismus) ist ein prima Beispiel dafür.


    Das wir aber letztendlich doch keinen freien Will haben, liegt an dem 2. Teil im ersten Zitat... schlicht weg zuviele äußere Ursachen.
    Kennt ihr den Film Donnie Darko? Der gute Donnie war auch gezwungen zu Handeln, aber aufgrund von nicht deterministischen Ereignissen. :D (Dabei ist es doch der Traum eines jeden Jungen, eine Turbine im eigenen Zimmer zu haben ... hehehe)


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    Aber wozu sollte ein freier Wille den Zufall benötigen? Denn wenn er dem Zufall Entscheidungen überlassen würde, wäre er schon nicht mehr frei im Sinne von Selbstbestimmt und im Eigentlichen wäre er auch gar kein Wille mehr.


    Ja genau, da wäre wieder dieser nicht deterministische äußere Einfluss.


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    Ich denke, bevor man überlegt, wie frei der Wille ist, müsste man erst einmal herausfinden, was der Wille, bzw. was das Ich ist.


    Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass sich unserer Gehirn versucht sich selbst zu erklären. ;-)


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    P.S. Endlich mal wieder ein Thema, zu dem man im Bereich der Physik und der Philosophie recherchieren, sich Gedanken machen und etwas lernen kann :thumbsup:


    Hmm naja, es ist ja schon fast wieder eine Frage der Interpretation bzw Auslegung. (schon fast religiös :D) Ein weiteres Problem ist, dass ein Großteil der Literatur/Quellen diese Informationen eher auf eine Sensationsweise rüberbringen/vermitteln, da geht ein großer Teil der Exaktheit verloren, persönliche Meinungen werden verbaut und so weiter. Wikipedia ist da ein prima Beispiel dafür. :-(

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    Nun hat ja auch niemand gedacht, dass die Zeit etwas konstant und unabhängig vom Beobachter dahin schreitendes wäre. Aber was hat die Relativität oder auch die Zeitdilatation mit einem freien Willen zu tun?


    Naja, es ging doch um einem vorherbestimmten Todeszeitpunkt. :D Das Problem ist eben nur, dass Zeit ein verdammt relativer Begriff ist.


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    Ich meine, dass ein determinierter Todeszeitpunkt per se zu einem deterministischen Universum gehören würde.Mir es nicht klar, wo genau du da den Widerspruch siehst. Wäre nett, wenn du mir deine Sichtweise noch einmal erklären könntest. :winks:


    Das liegt daran wie Determinimus definiert ist, nämlich als eine klare Abfolge von Ursache und Wirkung - erst die Ursache, dann die Wirkung. Ah, jetzt - denke ich - weiß ich was du willst. Deterministisch ist nicht gleich ein festgelegter Zeitpunkt. Es heißt in dem Fall einfach nur dass es nach deiner Geburt passieren wird. ;-) Aber ein genauer Zeitpunkt wäre ein Widerspruch, weil der genaue Zeitpunkt auch die Ursachen, die für dieses Ereignis nötig wären festlegen würde, ebenso auch die Ursachen der Ursachen und so weiter. Mit anderen Worten, alle Ereignisse um das Todesereignis wären festgelegt. Wenn dies aber schon festgelegt ist, existiert es doch schon. (Die Zukunft ist so definiert, dass sie eben noch nicht existiert, also nch vor uns liegt.) Damit existiert es gleichzeigt mit dem "Jetzt" und eben das ist nicht deterministisch. Kurz gesagt: Der Tod ist deterministisch, aber es gibt keinen schon von vornherein feststehenden Todeszeitpunkt. Ist die Erklärung verständlich?

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    „Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass ich irgend etwas will; aber was das mit Freiheit zu tun hat, kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will und tue das auch; aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden? Was liegt hinter dem Willensakt, dass ich meine Pfeife anzünden will? Ein anderer Willensakt? Schopenhauer hat einmal gesagt: ‚Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.‘“


    Der freie Wille ist genau wie die Zeit nur eine Illusion unseres deterministisch funktionierenden Verstandes.


    Dass es keinen freien Willen geben kann, dafür sprechen zum Beispiel Instinkte und das Unterbewusstsein. Der Mensch kann diese nur bis zu einem gewissen Grad ignorieren aber nicht vollständig.


    Dass es die Zeit ansich so nicht gibt, dafür spricht einmal die Zeitdillitation aus der Relativitätstheorie, die Tunneleffekte aus der Quantenphysik und das psychische Phänomen, dass Zeit schhneller vergeht, wenn man was Tolles macht und undendlich langsam, wenn man was Langweiliges macht (Schulzeit :D .... Und schon wieder ist es vom Beobachter abhängig, das ist schon fast beängstigend). In der Tat ist die Zeit durch die Informationsverarbietung unserer Nerven (Hirn) definiert. Ein Paradebeispiel hierfür wäre der Vergleich der Seh- und Reaktionsgeschwindigkeit von Mensch und Fliege.


    Zum Thema: Klar ist der Tod eine 100%ige Sache. Wie will man sonst Leben definieren, wenn es keine Tod gibt. Aber das "Wann" ist garantiert nicht festgelegt, weil demnach müsste ja auch die komplette Zukunft festgelegt sein. (Nicht gleich mekern, drüber nachdenken!) Außerdem wiederspräche es der Theorie eines deterministischen Universums, denn wenn es von vornherein festgelegt ist, existiert es ja schon, und damit gleichzeitig... das nix deterministisch.

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    Natürlich kenne ich das, ich hab Abitur in Bayern gemacht :mrgreen:


    Das ist mir glücklicherweise erspart geblieben, ich habs in einem Bundesland mit nur 12 Schuljahren lernen müssen. Allerdings ist die ganze Hawkinsche Literatur durchweg amüsanter. ;-) Das am Gymnasium vermittelte Wissen ist in vielen Bereichen sowieso überholt und so dermaßen oberflächlich. Aber andererseits gibt es nur wenige die darauf stehen sich ihre Hirnwindungen mal kräftig durchpusten zu lassen. :D (Kern der Aussage: Ich mag Bayern nicht :D)


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    Aber mir gings ja in der Argumentation hier eben darum, das man NICHT immer eine Kausalitätskette bilden kann, wenn etwa Ereignis A außerhalb des Kausalitätskegels von Ereignis B liegt. Insofern laufen unsere Argumentationen auf das selbe Ergebnis raus.


    Ja stimmt, ist mir auch nicht entgangen. Ich wollte es nur nochmal amüsanter verpacken. Trockene Sachen werden eher gelesen, wenn sie witzig sind.


    Wo wir gerade dabei sind. Wir haben ein nicht-deterministisches Ereignis A, was natürlich vor seinem Ursache eintritt, aber als Ursache für das deterministische Ereignis B genommen wird und dieses tritt obendrein vor nach Ereignis A auf und tataaaa, wie haben eine Kausalitätskette aus Ereignissen ohne Ursachen... ist das nicht toll? Viele würden es ein Paradoxon nennen, aber nur, weil sie denken das alles (vor allem weil ihr eigenes Hirn nur deterministisch arbeitet) deterministisch sein muss. (Und selbst das ist nicht ganz wahr, bei einer Zustandslänge von 30ms in der Synapse ergibt das eine deterministisch-diskrete Funktionsweise. *Klugscheißmodus aus*)

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    bor, mal was halbwegs wahres.. auch wenn wir schon milliarden jahre vorher verglüht sind.....


    Ähm, das Computermodell ist statisch, es berechnet keinerlei Zufälle/Wahrscheinlichkeiten mit ein. Bis wir dahin kommen kann ein großer Brocken die Erde getroffen haben, oder den Mars und ihn damit aus dem Rennen nehmen. Oder ein Planetoid schießt an der Erde vorbei und verändert durch die Gravitation die Flugbahn der Erde geringfügig. Oder die (neuerdings) Atommacht Nordkorea wirft ein paar derselben über den USA ab und verändert dadurch die Achsenneigung der Erde und damit das Magnetfeld und damit die Flugbahn... ach mein Gott, die Möglichkeiten gehen ins Unendliche. Derartige Aussagen sind höchtens Material für die Bildzeitung. ;-) Ich würde dem Null Beachtung schenken...

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    Vorsicht. Das kann man so nicht sagen. Schon mal was von der Relativitätsthorie gehört? Laut dieser kann man eigentlich gar keine Gleichzeitigkeit definieren, man kann auch erst dann sagen, dass Ereignis B nach Ereignis A stattgefunden hat, wenn in der Zwischenzeit ein Signal mit Lichtgeschwindigkeit von Ort A nach Ort B gelangen konnte (Kausalitätskegel).


    Glücklicherweise kann man ja einfach auf die quantenphysikalischen Effekte zurückgreifen, wenn man sich mal eben nicht mit der Relativitätstheorie abfinden möchte. Der Tunneleffekt ist ein vorzügliches Beispiel eines nicht-deterministischen Vorganges und beißt sich herrlich Kausalitätskegel. :D Ist schon faszinierend wie man für jedes Problem eine eigene Theorie (Auslegung) hat, das ist eigentlich schon fast wie in der Religion. ;-) Will man Licht reflektieren, betrachtet man es als Welle, will man es durch Gravitation umlenken, sagt man einfach es wären Teilchen... amüsanterweise funktioniert beides. :D Kennst du das Doppelspaltexperiment? Einfach "göttlich"... ;-)

    Nein nicht wirklich. Es geht eher in die Richtung Selbstsuggestion. Das ist eine Form der (Selbst-)Hypnose, oder schlichtweg die Tatsache, dass das menchliche Gehirn bei wiederkehrenden Aktionen zu Automation neigt. Da gibts ein schönes soziales Experiment. Wenn ein Kumpel zu dir kommt und sagt: "Du bist blöd." Lächelst du drüber denkst dir nichts dabei. Kommen dann noch 10 weitere und sagen dir das, fängst du irgendwann an das zu glauben. Das ganze kann man auch mit sich selber machen. Das Endresultat hängt dann stark von der Persönlichkeit, des Intellektes und des Unterbewusstseins des betroffenen Menschen ab. Es kann durchaus so ausfallen, wie man es eigentlich überhaupt nicht möchte (sprich Trotzreaktion). Aber das ist alles ziemlich weit hergeholt und nur wenig wissenschaftlich belegt. Ich tippe nach wie vor auf das alles kaputt machende Auto. :D

    Naja, nehmen wir mal an, dass wirklich ein Auto darüber gefahren ist und es den Ring zerissen hat. Die Sachen werden dann ja förmlich überall "hingeschossen". Dabei dürfte der Schlüssel als pures Metallstück noch Glück gehabt haben. Die anderen Teile - ich nehme mal an, dass sie teilweise aus Plastik waren - dürften "pulveresiert" worden sein. Dann können Teile auch noch im Profil des Reifens hängen geblieben sein oder Teile sind irgendwo im Radkasten hängen/stecken geblieben. Ach da gibt es Millionen an Möglichkeiten. Ich habe da als kleiner Junge viel "getestet"... einige Sachen verwandeln sich regelrecht in Geschosse. ;-) Ist also nicht gerade zum nachahmen geeignet.


    Andererseits könntest du den Schlüssel auch "absichtlich" verloren haben. So eine Situation hat ja eine durchaus provozierende Wirkung und da neigt man unterbewusst zu den verrücktesten Aktionen. Das Stichwort hier wäre Suggestion. Und deine Schwester und ihre Freundin haben dir damals ganz ordentlich suggeriert. ;-) Die menschliche Psyche ist flexibel wie Wackelpudding. :D