Beiträge von ad_santiago

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    Naja, von Rizvan seiner Erzählung ausgehend, ist es schon ungewöhnlich, das einem Phantasiefreunde reale Gegenstände wie Origami-Käfer hinterlassen und sowas wäre nicht nur für die "magische Phase" ungewöhnlich sondern auch allgemein.


    Er schrieb ja etwas kryptisch:


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    ich bin fest davon überzeugt weil eines der Wesen mir ein Geschenk hinterlassen hatte, es war ein ganz gewöhnlicher Blatt so wie Origami gefaltet zu einem Käfer, das lag nämlich auf dem Boden als ich die Wesen gesucht habe.


    Es lag also nur ein Blatt auf dem Boden, das Rizvan als Kind als Käfer-Origami interpretierte. Wo das herkam und ob es wirklich ein Origami war (oder auch hier wieder die kindliche Fantasie im Spiel), ist völlig offen, und die Lebenswirklichkeit eines 5-jährigen nachträglich zu rekonstruieren ist schon schwer genug, da braucht man nicht auf übersinnliche Elemente als Erklärung zurückgreifen.


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    Man kann verschiedene Fabelwesen bestimmten Archetypen zuordnen, dennoch tragen die verschiedenen "Unterarten" von der Region abhängig einzigartige Eigenschaften


    :? Was meinst du denn damit?

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    gehen wir mal aus das die realen waren, warum haben die Wesen mich ausgesucht? was wollten die und die wichtigste frage die mich am meisten Interessiert ist sind solche Wesen an Orten gebunden? wir sind nämlich oft umgezogen und ich frage mich, wenn ich nochmal zurück zum Alten Haus gehe, das die sich nochmal zeigen


    Warum sollten wir davon ausgehen? Wie gesagt, Fantasiefreunde oder andere Fantasiekreaturen sind in dem Alter nichts Ungewöhnliches. Und natürlich hast du real scheinende, sinnliche Erinnerungen an diese Zeit, eben weil das Gehirn noch nicht sauber zwischen Realität und Fantasie unterscheidet. Das, was wir als "real" erleben, ist ja sowieso zum größten Teil eine Konstruktion unseres Gehirns, insofern sind selbst Erinnerungen an "reale" Erlebnisse keine Abbilder der Wirklichkeit, sondern nur des subjektiv Empfundenen. Ich sehe an deinen Erzählungen nichts, was für die "magische Phase" ungewöhnlich wäre.

    In diese Altersstufe - zwischen 3 und 6 Jahren - fällt die sogenannte "magische Phase" der Kindheitsentwicklung, in der auch am häufigsten Fantasiefreunde auftreten. In der Wahrnehmung des Kindes wird noch nicht strikt zwischen subjektivem und objektivem Erlebnis unterschieden - beides wird im Hirn auf dieselbe Weise verarbeitet, weshalb sich auch fantastische Eindrücke sehr real anfühlen.

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    In der Nacht fällt plötzlich die Mülltüte runter und es hörte sich an, als ob jemand drauf getreten wäre. Ich krieg im Halbschlaf mit, dass die Mülltüte nur noch an einem Haken am Fenster hängt anstatt an zwei (Aber es hatte sich so angehört, als wäre sie auf den Boden gefallen). Ich bin sofort wach gewesen. Als ich wieder wegdämmere, fällt die Mülltüte wieder runter , so hörte sich das an (wie geht das?) und knistert vor sich hin. Dann seh ich, dass sie am Boden liegt.


    Wenn die Mülltüte vom Haken rutscht und an der Wand entlangstreift, hört sich das vermutlich genau so an. Dasselbe passiert dann natürlich nochmal, wenn sie sich vom zweiten Haken löst.


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    dann sagt plötzlich eine Frauenstimme etwas in mein Ohr und während sie spricht, denke ich noch, ich hab es akustisch nicht verstanden, ich hab es akustisch nicht verstanden, werde aber von der Stimme dennoch abrupt wach


    Klassische hypnopompe Halluzination.

    Ich würde da mal jemanden fragen, der sich mit Bauphysik wirklich auskennt. Bei einer alten Holztür könnte ich mir schon vorstellen, dass sich durch Klimaschwankungen o.ä. das Holz verzieht/auswölbt und vielleicht auch solche Geräusche machen kann. Ihr könnt ja mal beobachten, ob das nochmal passiert.

    Du schreibst, dass es sich um einen Altbau handelt, also würde ich zunächst vermuten, dass es eine bauphysikalische Ursache für das Geräusch gibt. War die Tür denn vorher richtig geschlossen? Kann es nicht sein, dass ein Luftzug sie einfach zugestoßen hat? Kam das Geräusch sicher von der Tür oder vielleicht doch aus einem Nebenraum bzw. anderen Stockwerk? Vielleicht ist auch jemand von euch im Schlaf gegen das Bettende getreten...

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    Trotzdem würde auch das PA Thema damit wieder Gewicht bekommen


    Nein. PA wird nicht kritisiert, weil man nicht an Aliens glaubt, sondern weil es halt keine plausiblen Argumente dafür gibt.


    Laut Wikipedia gab es übrigens neben Blue Book noch eine ganze Reihe weiterer offizieller Untersuchungen seit den 50ern:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…suchungen_und_Konferenzen


    Ergebnis im Wesentlichen immer dasselbe: Die meisten Sichtungen konnten aufgeklärt werden, ein kleiner Prozentsatz nicht. Dass diese Fälle interessant sind, sei unbenommen. Ich sehe trotzdem keinen Grund für riesigen Hype. Wenn in Zeitungsberichten von "merkwürdigen Metallen" die Rede ist, frage ich mich erst einmal, wo diese physischen Beweise sein sollen. Auf etwas wirklich Handfestes, das über Sichtungsanekdoten, Videos und Fotos hinausgeht, wartet man mal wieder vergebens.

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    Naja, ich habe noch Zeiten mitbekommen, da wurden Wissenschaftler ausgelacht, wenn sie öffentlich auch nur in Erwägung gezogen haben, dass es "anderswo" Leben geben könnte


    Wann soll das denn gewesen sein?


    Ich sehe ehrlich gesagt nicht, inwiefern sich AATIP von früheren Projekten wie z.B. Blue Book unterscheidet. Sind halt wieder viele Anekdoten und "ungeklärte" Sichtungen, die alle möglichen Ursachen haben können.
    Zitat Wiki: Politico published a statement by a former staff member that, "After a while[,] the consensus was [that] we really couldn't find anything of substance," ..."They produced reams of paperwork. After all of that there was really nothing there that we could find. It all pretty much dissolved from that reason alone—and the interest level was losing steam. We only did it a couple years."

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    1.Es sind nicht alles Kindergartenkritzeleien


    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit präkolumbischer Kunst und doch: Alle gezeigten Ritzzeichnungen sind dilettantisch und niveaulos.


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    2.Ein Prä-Astronautimer kann auch gleichzeitig sehr wohl Archäologie studiert haben,wieso soll das nicht gehen?


    Ich kenne keinen und gehe jede Wette ein, dass die beteiligten Personen keine professionellen Archäologen waren. Dann gäbe es nämlich auch eine professionelle Dokumentation und nicht nur unscharfe Fotos.


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    3.Sagte ich was von entfernen?Ich sprach davon ob nur Wissenschaftler sowas finden dürfen?Nur weil es jemand findet der sich für die PA ist es doch nicht gleich eine Fälschung


    Das habe ich auch nicht behauptet. Ich sagte, dass die Entfernung durch Laien zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt hat, weil keine seriöse Dokumentation der Fundumstände vorliegt, und dass die Entfernung der Objekte (im Video ist von "ausgraben" die Rede) illegal war.

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    Also nix was man präkolumbischen Objekt erwarten dürfte?Weißt du denn von wem das ist? Vielleicht ein uns unbekanntes Volk.


    Auch ein "unbekanntes Volk" existiert nicht im kulturellen Vakuum, stilistisch ähneln sich Nachbarkulturen selbstverständlich. Und selbst wenn es sich um eine Kultur mit völlig außergewöhnlichem Stil handeln sollte: Dass die Zeichnungen auf dem Niveau von modernen Kinderkritzeleien sind, ist auszuschließen. Eine so plumpe Darstellung fabriziert schlicht und ergreifend niemand außer einem modernen, untalentierten Fälscher.


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    Wenn ich das schon höre.Kein seriöser Wissenschaftler.Also ist jemand der sich mit Prä-Astronautik gleichzeitig unseriös


    Ein "Prä-Astronautiker" ist nun einmal kein Archäologe und führt somit auch keine archäologische Forschung durch. Das ist wie wenn ein Yoga-Lehrer einen Weisheitszahn operieren soll.


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    Dürfen nur Wissenschaftler Schätze oder Kulturobjekte finden?


    Nach den jeweiligen Gesetzen zum Schutz des Kulturgutes ist das Entfernen von archäologischen Objekten in der Tat für Nichtbefugte verboten. Das gilt übrigens auch in Deutschland. In Mexiko sind entsprechende Gesetze seit 1827 in Kraft. Siehe z.B. hier.

    Ich habe mir nicht das ganze Video angeschaut, weil ich keine Lust habe, anderthalb Stunden zu verschwenden, sondern direkt nach den Fotos der angeblichen Geheimgänge gesucht (z.B. bei 1:23). Was da gezeigt wird, sind typische Erdställe, wie es sie häufig in Süddeutschland und Österreich gibt. Vieles deutet auf eine Entstehung im Mittelalter hin, aber mangels aussagekräftiger archäologischer Funde ist eine genaue Datierung schwer. Es gibt jedenfalls keinen Grund, von einer "prähistorischen" Entstehung auszugehen. Erdställe sind interessant, aber ich sehe nicht, was sie mit Paläo-SETI oder anderem pseudowissenschaftlichen Quark zu tun haben sollen. Von merkwürdigen leuchtenden Steinen weiß ich nichts. Wer die Existenz von sowas behauptet, soll die Dinger auch herschaffen.

    Hi mister x. Naja, Gründe für Fälschungen gibt es viele, vom Versuch, daraus Kapital zu schlagen bis hin zum puren Spaß. Die Zahl an Fälschungen aus Lateinamerika übersteigt nach Schätzung einiger Experten schon längst die Zahl von Originalen.


    Zunächst sind die Fundumstände völlig dubios. Eine Gruppe von "Prä-Astronautikern" und "Schatzsuchern" hat die Objekte also angeblich in einer Höhle gefunden. Eine anständige Dokumentation gibt es nicht, weil kein seriöser Wissenschaftler beteiligt war. Ungenehmigte archäologische Forschungen, insbesondere das Entfernen von Objekten aus ihren Fundzusammenhängen, stehen wie in den meisten Ländern der Welt auch in Mexiko unter Strafe, also war die Aktion im besten Fall illegal. Illegale Ausgrabungen machen einen Fund wissenschaftlich so gut wie unbrauchbar, Fälschung hin oder her. Archäologie funktioniert nicht wie bei "Indiana Jones".


    Vor allem aber ist die Qualität der Ritzzeichnungen unterirdisch und sowohl stilistisch wie qualitativ weit von den bekannten Originalen entfernt. Nichts an diesen Darstellungen entspricht dem, was man von einem authentischen präkolumbischen Objekt erwarten dürfte, sie passen auch zu keiner bekannten altmexikanischen Kulturstufe. Die runden Steine sind als Bildträger völlig untypisch und erinnern an die (ebenfalls gefälschten) Ica-Steine. Präkolumbische Objekte aus Jadeit wurden in der Regel vollplastisch gearbeitet und dienten konkreten Zwecken, man ritzte nicht einfach zum Spaß irgendetwas in Steine.

    Ich habe vor einigen Jahren eine orange leuchtende dreieckige UFO-Formation in Südfrankreich gesehen. War sehr eindrucksvoll, uns blieb allen erst einmal die Spucke weg. Bei Recherchen stellte sich dann heraus, dass es sich um einen Schwarm sehr hoch fliegender Graugänse handelte, die von der untergehenden Sonne angeleuchtet wurden.


    Mein Vater hat als NVA-Offizier einige UFOs gesehen, von denen er heute denkt, dass es sich um geheime Militärtests handelte.