Beiträge von ad_santiago

    Ich habe ihn auch gesehen und fand ihn sterbenslangweilig. Keine wirkliche Handlung, strunzdumme und völlig irrational handelnde Charaktere ("ich streue Pulver aus und löse damit das Problem!") und dazwischen immer wieder nur das Warten darauf, was der kleine Dämon nun wieder Böses anstellt (niedlich, seine Fußabdrücke. Hat mich an diese Kobolde aus der Gummibärenbande erinnert):



    Blair Witch Project mochte ich, aber Paranormal Activity fand ich einfach nur albern und einschläfernd. Schade, denn es wäre mal wieder Zeit für einen guten Horrorfilm.

    Richtig - mein Vater war Unteroffizier in der DDR und sah zwei Mal UFOs. Die Geschichten wurde in meiner Familie lange für Spinnerei gehalten, heute glaubt ihm aber jeder. Wieso? Ganz einfach - weil er nach der Wende erfuhr, dass die Russen geheime Tests mit neuentwickelten Flugkörpern auf dem Gebiet der "verbrüderten" DDR durchführten. Als Militär war mein Vater häufig in abgelegenen Gegenden und auf Sperrgebiet unterwegs, wo nachts solche Tests wunderbar durchgeführt werden konnten. Er wusste aber nichts von den Hintergründen.


    Wieso war die größte Zahl der UFO-Sichtungen wohl zur Zeit des kalten Krieges? Alle seitdem gesichteten UFOs lassen sich restlos mit Wetterphänomenen, Chinaballons, Reflektionen etc. erklären.


    Gruß, santiago

    In Deutschland leben etwa 82 Millionen Menschen, weitere 15 Millionen in der Schweiz und in Österreich. Jeder dieser Menschen hat Wünsche, Träume und Gedanken. Und ständig passieren uns Dinge, wir bekommen etwas und verlieren etwas, lernen neue Menschen kennen und müssen uns von alten trennen. Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass Gedanke und Ereignis aufeinanderfolgen? Wenn ich jetzt an eine hübsche, gutgebaute braunhaarige Frau denke, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie morgen kennen lerne und wir am Ende des Tages im Bett landen werden? Für mich allein gesehen mehr oder weniger gering (aber auch möglich), nimmt man aber einen Pool von 97 Millionen Menschen an, dann steigt die Wahrscheinlichkeit so weit an, dass etwas Derartiges täglich tausenden Menschen geschehen muss. Aber da wir uns selbst nicht als bloße Zahl in einer Masse betrachten, sondern als Individuum, schreiben wir einem solchen Ereignis eben große Bedeutung zu, wenn es uns selbst betrifft.


    Die vielen Fälle, in denen wir uns etwas wünschen und es tritt nicht ein, werden wieder vergessen. In Erinnerung bleiben nur die Erfolge. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich natürlich, je wahrscheinlicher der Wunsch ist (eine dunkelhaarige Frau kennenzulernen ist wirklich nicht unwahrscheinlich, wenn ich das Attribut "dunkelhaarig" rausnehme und mir nur eine hübsche Frau wünsche, steigt die Wahrscheinlichkeit nochmal rasant an). Hinzu kommt ein Optimismus, der mich allgemein Ziele leichter erreichen lässt, und ein Effekt namens "self-fulfilling prophecy", in dem ich mein Handeln unbewusst auf Erreichen des Gewünschten (oder Befürchteten) auslege. Im Negativfall heißt das, dass wenn ich morgens die "Vision" habe, dass ich einen Autounfall baue, auf dem Weg zur Arbeit vielleicht tatsächlich verunglücke, weil mein nervöses Gehabe mein Fahrverhalten beeinflusst hat. Im Positivfall werde ich unbewusst verstärkt nach hübschen Frauen Ausschau halten und selbstbewusster auf sie zugehen, womit sich meine Chancen erhöhen.


    Bezeichnend hierfür sind ja einige eurer Aussagen:

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    natuerlich auf einer normalen realistischen Ebene und nicht [...] einen klumpen dreck in gold zu verwandeln


    Natürlich, weil die Wahrscheinlichkeit, dass sich Dreck in Gold verwandelt, eben extrem gering ist. Was du "realistische Ebene" nennst, ist einfach nur eine Erweiterung der statistischen Population auf ein solches Maß, dass sich die Wahrscheinlichkeit auf Korrelation erhöht.


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    Meine Erfahrungen, es funtionkiert. Die schlechte Nachricht: Es funktioniert leider nicht immer.


    Eben! ;)


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    Für mich ist der "Idealfall", dass man sich seinen Wunsch aufschreibt und es dann weg legt und nicht mehr betrachtet, nicht mehr daran denkt und schon gar nicht daran zweifelt, dass er sich erfüllt.


    Die Zeitspanne ist ja auch ein wichtiger Faktor bei solchen Zufällen. Wenn ich die Zeitspanne absichtlich nach oben offen lasse, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit so drastisch, dass es fast unwahrscheinlicher wäre, das Gewünschte würde sich nicht irgendwann erfüllen.


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    Dieser Mann hat die Fähigkeit, Löffel mittels Gedankenkraft zu verbiegen, so wie viele andere Menschen ebenfalls solche Fähigkeiten haben. Würfel beinflussen, Kerzen zum wackeln bringen, etc..... kleine Dinge eben, nichts Großartiges.


    Uri Geller hat überhaupt keine übersinnlichen Fähigkeiten. Der Löffel-Trick ist unter Berufsmagiern seit Jahrzehnten bekannt und wurde auch vor Geller schon häufig vorgeführt - nur mit dem Unterschied, dass erst Geller behauptete, es stecke tatsächlich Übersinnliches dahinter. Zuvor (und bei allen anderen Berufsmagiern auch danach) war das einfach nur ein Zaubertrick wie die zersägte Jungfrau oder der verschwundene ICE.


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    All das ist für manche Menschen kein Problem, und wurde auch oft genug unter wissenschaftlichen Bedingungen vorgeführt.


    Das ist nicht richtig. Uri Geller wurde nur einmal von Wissenschaftlern untersucht (zwei Laser-Experten), deren Vorgehensweise aber so unwissenschaftlich war, dass die Aussagekraft ihrer Experimente bei Null liegt. Sie trafen keine ausreichenden Vorkehrungen, um Schwindel zu verhindern, und gaben Geller stattdessen sogar mehr als ausreichend Gelegenheit zur unhinterfragten Selbstinszenierung. Der Astronaut Edgar Mitchell war bei diesen Experimenten selbst anwesend und kritisierte danach, dass sie sich von Geller an der Nase herumführen ließen, nur um eine vermeintliche "Sensation" an die Zeitschrift Nature verkaufen zu können.
    Selbiges gilt für alle anderen "Medien", "Spiritisten", "Telekinetiker" und wie sie sich nennen. Keiner von denen hat jemals unter wissenschaftlichen Bedingungen seinen Hokuspokus wiederholen können.

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    Du meinst, du bist nicht religiös eingestellt, du glaubst weder an Buddah noch Gott noch an die heilighe Gummitankstellenwedelfigur...
    Gläubig bist du, weil die z.b. an die Wissenschaft glaubst...


    Wortspielerei. Annahmen auf Basis eines positivistischen, vernunftorientierten Weltbildes sind etwas gänzlich anderes als transzendentaler Glaube. Dass die beiden Worthülsen identisch sind, tut inhaltlich nichts zur Sache.


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    Religiös ist jemand, der an einen oder mehrere Götzen glaubt, und diese meist auch kultisch anbetet. Ich glaube nicht an Götzen, also bin ich nicht religiös.


    Religion muss nicht einmal zwangsläufig Götter thematisieren, siehe Religionsdefinitionen z.B. von Ninian Smart oder anderen.

    "Satanismus" ist lediglich als Religion verbrämter Nonkonformismus, über den zu diskutieren eigentlich müßig ist. Die wenigen ernsthaft diskutierbaren philosophischen Positionen - darunter im Kern eine Art positivistischer Hedonismus - werden seit Jahrtausenden in der Geistesgeschichte vorgebracht, ohne dass sie die Subsumierung unter eine religiöse Instanz nötig hätten. Das "religiöse" Element ist hier also meines Erachtens weniger ontologischer als eher postpubertär-revoltierender Natur.


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    Aber gläubig bist du auf jeden Fall, das sind wir alle hier, niemand kann mir was anderes erzählen. Ich meine, hallo?, wir befinden und in einem Forum für Paranormales!!!^^ an i-was müssen wir glauben =)


    Ich bin nicht gläubig, weder was Paranormales, noch was Metaphysisches angeht. Viele andere hier sind es vermutlich ebenfalls nicht.

    Hallo uhu,


    Gib dich mal nicht zu sehr dem Hokuspokus-Weltbild hin. Träume haben überhaupt nichts übernatürliches, sie verweisen nicht auf irgendwelche "historischen Geschehnisse" und kein kleiner Alp flüstert dir seine Geschichten ins Ohr (das glaubte man früher und man sollte doch hoffen, dass wir über solcherlei Mythen hinweg sind). Noch einmal: es gibt im Traum keine "Symbole", die "für" irgendetwas stehen. Bestenfalls verarbeitet man Erfahrungen oder Gefühle (als ich zu Beginn meiner Studienzeit umzog, träumte ich häufig von meiner Heimatstadt).
    Dein Traum klingt von seiner Struktur, seinem Ablauf und seinen Elementen sehr nach einer Filmhandlung. Du selbst erwähnst CSI. Wahrscheinlich hat dein Kopf einfach nur ein narratives Szenario auf Basis von Fernseh-Eindrücken zusammengebaut. Mach dir doch darum keinen Kopf. Nicht alles, über dessen Sinn wir rätseln, ist auch übersinnlich. ;)

    Hallo uhu!


    "Traumdeutung" - das ist so eine Sache. Träume sind eine sehr komplexe Angelegenheit, und auch wenn viele Leute vorgeben, jeden Traum deuten zu können, ist die Realität leider nicht so einfach. Jeder Traum entsteht im Kopf des Träumers, es gibt da keine "übergeordneten Muster" (im Sinne von: das bedeutet immer dies und jenes). Außerdem hat nicht jeder Traum eine Botschaft. Oft werden einfach Eindrücke verarbeitet, die man im Laufe des Tages gesammelt hat - vielleicht hast du irgendwo etwas mit einem Schiff oder einem anderen Unglück gesehen, womöglich sogar ohne das bewusst wahrzunehmen.
    Wir könnten hier nur raten, was es mit diesem Traum auf sich hat, und das würde dich nicht weiterbringen. Hast du solche Träume denn öfter und belasten sie dich?


    Grüße, santiago

    Subjektive Wahrnehmung. Die Welt ist zum Bersten gefüllt mit Zeichen, Zahlen und Buchstaben, das meiste davon nehmen wir gar nicht mehr bewusst war. Wenn wir aber bewusst auf etwas achten, dann sehen wir es plötzlich. Jede Schwangere sieht plötzlich überall Mütter mit Kinderwagen - natürlich hat sich aber deren Anzahl nicht erhöht, sondern nur der Fokus der Wahrnehmung verschoben. Zu glauben, mit diesen Zeichen soll irgendetwas gesagt werden, kann einem ziemlich viel Zeit und Mühe rauben. Das ist wie in A beautiful mind (toller Film), als der genial-verrückte Herr Nash der festen Überzeugung ist, er müsse einen russischen Geheimcode in den Zeitungen knacken - natürlich ist da nix, aber wo wir einen Zusammenhang herstellen wollen, da stellen wir ihn eben auch her. Eine Systematik offenbart sich zwangsläufig, wenn die Anzahl der Zeichen groß genug ist.

    Und das sagt die NASA dazu:
    astrobiology.nasa.gov/ask-an-ast ... n/?id=2707
    astrobiology.nasa.gov/ask-an-ast ... n/?id=2759
    astrobiology.nasa.gov/ask-an-ast ... n/?id=2744


    Wer mehr über Astronomie wissen will als die NASA muss schon ziemlich großes Selbstbewusstsein haben, würd ich mal sagen.


    Alle Grundannahmen der Weltuntergangshypothese (wenn man den Klamauk so nennen will) lassen sich widerlegen, sodass das ganze Gebilde in sich zusammen fällt. Nicht einmal die Weltuntergangsidee bei den Maya stimmt. In der "Langen Zählung" findet sich lediglich derselbe Zahlencode wie beim mythologischen Schöpfungstag (13.0.0.0.0, wobei jede Zahl für eine Größeneinheit steht). Das ist zwar toll und dürfte von den Maya auch gebührend gefeiert worden sein, aber an Weltuntergang dachte niemand. Der Kalender läuft danach ganz normal weiter.

    Zitat

    Das liegt daran, dass das meiste , was irgentwie mit Wissen und Bildung zu tun hat, von der Kirche reglimitiert wurde.


    Auch das stimmt nicht. Im Gegenteil: im Mittelalter gab es viele Lehreinrichtungen, und bis ins Spätmittelalter hinein (als städtische Universitäten aufkamen) wurden sie von Klöstern geführt. Dort wurden zunächst die "artes liberales", die sieben freien Künste gelehrt, bevor man sich auf ein Fachgebiet spezialisierte.
    Als die Humanisten des 15. und 16. Jahrhunderts die wissenschaftlichen Schriften der Antike wiederentdeckten, waren sie übrigens sehr enttäuscht: es wurde allerhand Quark verzapft. Das geozentrische Weltbild, gegen das Kopernikus, Galilei und co. so hart ankämpften, wurde zum Beispiel von Aristoteles bereits im 4. Jh. v. Chr. vertreten. Das soll die Errungenschaften der Antike nicht herabwerten, noch soll es die grauenvolle Scholastik ins falsche Licht rücken - aber es ist eben nicht alles schwarz oder weiß.

    Voodoo hat doch nichts mit Verfluchen oder Puppen zu tun, das ist Hollywoodkram. Das afrikanische Vodun ist eine ernstzunehmende und komplexe Religion, in dem das Puppenstechen überhaupt nicht zu finden ist (das ist eine hawaiianische Erfindung, die aber auch dort nur sehr begrenzt praktiziert wurde/wird). Im afrikanischen Vodun gibt es zwar auch "magische" Figuren, z.B. die "Bochio", doch funktioniert dieses Prinzip anders. Die Bochio werden entweder als Schutzfiguren in Dörfern aufgestellt oder werden zu einem bestimmten Zweck in eine Zeremonie einbezogen. Dabei werden sie mit Palmöl, Alkohol und/oder Blut übergossen, während der Priester den Wunsch der "Auftraggeber" ausspricht. Das können sowohl Nutz- wie Schadenszauber sein. Ich selbst habe eine solche Bochio-Figur der Fon in Benin, der um den Bauch ein Beutel mit "magischen Reagenzien" gebunden ist. Da den Fon der Bauch als Sitz der Seele gilt und die Figur eindeutige Attribute aufweist (z.B. einen Köcher mit Pfeilen), diente sie wohl ursprünglich zur "Verzauberung" einer bestimmten Person. Mir jedenfalls hat sie bisher nichts angetan. ;)


    santiago