Beiträge von Astroboy

    Also ich würde mich bei zwei auftretenden ungewöhnlichen Geräuschen auch nicht verrückt machen. Wahrscheinlich sind es Hintergrundgeräusche aus der Umwelt, wie schon gesagt wurde, Rohre oder Heizungen, die etwas ähnlich wie menschliche Geräusche klingen.


    Eine Geistertheorie, wenn denn etwas Übernatürliches dahinter stecken sollte, würde ich eher ausschließen. Warum sollten Geister niesen oder pupsen? Sie haben doch gar keinen Körper und können nicht krank sein.


    Dann würde ich eher auf Remote Hearing tippen (wenn denn paranormal), insbesondere wenn die Geräusche außerhalb des Kopfes wahrgenommen wurden. Ferntöne können sich inbesondere über Schallwellen, die nahe sind, legen und von denen über weite Distanzen transportiert/ hörbar gemacht werden. Hören von Geräuschen von Menschen, die nicht hier, sondern woanders sind. Allerdings wäre ich beunruhigt, ausgerechnet soetwas wahrzunehmen.


    Am besten ablenken und auf was anderes konzentrieren. Auf angenehmere Geräusche.


    (Oder die Ursachen in der Nähe suchen, die wahrscheinlicher sind. Das hat bestimmt eine natürliche Quelle, die irgendiwie verzerrt/ überlagert wurde.)

    Naja, etwas seltsam finde ich es auch, dass Menschen, die sich im Umkreis okkult befähigter Menschen befinden, solche Sachen passieren. Das Pendeln ist eigentlich eher ein mediales Geschäft, und wenn es auch so ist, dass man "höhere Mächte" befragt, egal ob es diese innerhalb der eigenen Psyche zu finden sind, oder doch von außen heraufbeschworen sind, empfiehlt es sich doch beim medialen Befragen eine Invokation zu betreiben, um den Geist im Körper des Pendelnden zu jagen, von wo aus er sich durch die Hände des Pendelmediums des Pendels bedienen kann. Auch wenn eine solche Invokation mit psychischen Folgen sein kann, wenn man sich zu stark mit dem Geist identifiziert und an "ihn glaubt", wenn ihr so wollt, sollte sie doch weniger mit echten PK-Erscheinugen im Anschluss verbunden sein, sondern dann "spukt es nur im Kopf".


    Aber okay, nehmen wir mal an die Meisterhexer haben eine Evokation aus Versehen ausgelöst. Dann hat der Geist nicht vom Inneren des Mediums aus das Pendel geschwungen, sondern quasi "ekto-kinetisch" (wie nennt man das eigentlich, wenn Geister Dinge bewegen?) das Pendel berührt. Dann wäre es ja auch theoretisch denkbar, dass sich der Geist äußerlich manifestiert hat und im Nachhinein PK-Phänomene auslöst.


    Dann wunder ich mich aber, wieso der Gesit so beschworen wurde, dass er mehr macht außer ein dummes Pendel zu bewegen. Ich rufe ja nicht einen Geist und warte dann ab, wie er seine Erscheinung auswählt, sondern das gehört schön beschworen.


    Und jedes Ritaul muss einen Anfang und ein Ende haben. Für mich ist da gar kein Zusammenhang zwischen einer Pendelbewegung und einem Klopfen post hoc, denn, wenn man solche Kräfte beherrscht, dann ruft man den Geist herbei und schickt ihn fort. Alles andere ist schädlich für den Geist und euren eigenen Geist.


    Also mal Gesetz den Fall an dem ganzen Hokospokus ist was dran, würde ich mir mal überlegen, ob diejenigen die okkulten Künste wirklich beherrschen oder lausige Tricks veranstallten, wo dann doch eher Unfug herauskommt.

    Der Schlüssel zu dem Problem ist doch einfach, dass die Arbeit nicht frei ist.


    Dich regt es wahrscheinlich auf, dass du in einem 1-Euro-Job rumgurkst, obwohl du sicher etwas besseres verdienst.


    Alle anderen, die über dir jetzt stehen, die Führungskräfte, sind dir nicht recht in ihrer Position, weil du selbst mehr oder weniger selbstständig im Marketing sein willst. Sie aber können jetzt definieren, wie du zu sein hast und was du zu leisten hast. Das passt dir nicht, weil du gerne Herr über dich sein willst.


    Ich interpretiere mal den Satz: "Ich möchte mehr für mich arbeiten als für andere" in dem Sinne, dass du nicht abhängig lohnbeschäftigt sein willst. Solltest du es nämlich so meinen, dass deine Arbeit keinen gesellschaftlichen Nutzen haben soll, also für andere etwas bringen soll, dann würde ich das nicht als Arbeit oder eine sinnvolle Beschäftigung im Wirtschaftsystem sehen.


    Aber dass du für dich arbeiten willst, ist doch in Ordnung. Niemand will von einem übermäßig ausbeuterischen Arbeitgeber ausgenutzt werden.


    Ich wünsche dir auch viel Erfolg. Unter Umständen braucht man in deinem Bereich Startkapital, um ein eigenes Unternehmen zu starten. Hier bei mir vor Ort kenne ich allerdings auch einen pendelnden Prager, der ca. vor 2 Monaten als Internetmanager in einen Betrieb eingestiegen ist, der mit 7000 Euro begütet ist. Trotz dass der ehemalige Manager, mal wieder der böse Kapitalist in Person, zusammen mit seiner Ehefrau, welche die Buchhaltung geführt hatte, den Internetbetrieb betrogen und in die roten Zahlen geführt hat, hat mal wieder doch die Ehrwürdigkeit und Beredsamkeit gewonnen, da das Management jetzt transparent und ordentlich geführt werden soll, um den Betrieb zu reden. Vielleicht kannst ja auch du quer in deine Zielbranche einsteigen.


    Insofern, nimm auch du dir kein Beispiel an denen, die ein falsches Idol sind, sondern gehe deinen eigenen Weg.


    Führungspersonal mit ethischem Gewissen und Beredsamkeit ist nicht überall zu finden. Aber das gibt es. Sonst gänge das Abendland bitter unter.

    Ich hatte die Doku mal vor längerer Zeit gesehen. Soweit ich mich erinnern kann sowie dem Trailer entnehmen kann, hat sie dargestellt, wie Agenturen der sozialen und gesundheitlichen Absicherung die Hilflosigkeit alter Menschen in ihrer Schutz- und Fürsorgebedürftigkeit ausnutzen können bzw. ungleich Hilfe gewähren und unterlassen als auch, wie verschiedentlich Personen, z. B. Alte, wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.


    Es bleibt zu hoffen, dass die zunehmende Alterung der Gesellschaft mit einer höheren Gesundheit und Selbstständigkeit bis in die hohen Jahre einher geht. Damit ist dann auch die Perspektive gerechtfertigt, dass die "Alten" Aufstand üben werden, wenn sie in die Abhängigkeit getrieben werden.


    Die Doku macht doch vielmehr das Problem aller Menschen deutlich, nämlich, dass wir in einer Versicherungsgesellschaft leben, die nicht auf Solidarität sondern privater Vorsorge basiert. In einer atomisierten Gesellschaft, in welcher die Individualisierung der Lebensverläufe dazu geführt hat, dass Menschen sich nicht auf intakte soziale Netze verlassen können, wenn sie in eine "Notlage" wie das Alter oder Krankheit geraten, sondern von externen Pflege- und Sicherungsagenturen abhängig werden, lässt genau dann Tor und Angel für Misshandlungen (Ungleichbehandlungen) oder für Ausbeutung der Notleidenden offen, wenn das Sicherungssystem auf kapitalistischen Zweckinteressen beruht, die nicht von einer sozialpolitischen Hand oder sonst einer solidarischen Instanz kontrolliert werden.


    Die Vision, die in der Doku aufgeworfen wird, ist eine äußerst unsozialistische, und in ihrer Darstellung eine sehr dunkle Vision. Überspitzt bringt sie die Ungleichheit der Menschen auf den Punkt, indem die Zweiklassengesellschaft keinen Ausweg lässt als den Aufstand.


    Den Wandel des Gesundheits- und Fürsorgesystems in eine reine Dienstleistungsmaschinerie, wo die Verantwortungen zudem auf private Träger wie Konzerne abgeschoben werden, betrachte ich skeptisch, wenn die Teilhabe an den Leistungen ungleich verteilt wird. Insofern ist der Marxismus an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Kapitalistische Versicherungen haben jedoch Finanzinteressen und gestehen den Menschen nicht soziale Sicherung ohne Gegenleistung zu. Sie orientieren sie nicht danach, wer überhaupt Hilfe braucht, und wie dringend, sondern danach was sich auszahlt. Der Kapitalismus ist an Rentabilität und nicht an den Bedürfnissen orientiert.


    Und es kann sein, dass es sich irgendwann nicht mehr auszahlt, den Schwachen zu helfen. Wo es um Nöte von Menschen geht, oder etwas wie das Altern, was jeden betrifft, sollte jedoch der Altruismus zählen.

    Sicherlich, eine externe Ursache des elektrischen Schlages ist denkbar.


    Auch denkbar ist eine interne Ursache. Dein Traum hat die sensorischen Nerven in deinen Fingern/ Armen stimuliert. Die Fantasie hat ausgereicht, um dir eine Berührung mental vorzustellen. Das ist nicht unbekannt, Phantomkörper spüren ja z. B. auch Amputierte. Allerdings hat sich die Erregung in deinen Nerven quasi entladen, wie eine elektrostatische Aufladung. (Statisch, weil nur ein elektromagnetisches Potenzial vorherrscht).


    Das ist soetwas wie ein Hyperreiz: Deine Fantasie war so groß, dass du dir eine reale Berührung eingebildet hast, die Nerven waren unnatürlich erregt und du hast einen Schlag gespürt.


    Versteh mich nicht falsch, ich denke deine Fantasie hat dir einen so "realen " Streich gespielt, dass deine geistigen Gespinste eine echte nervliche Erregung im eigentlich sensorischen Bereich verursacht haben, die sich wiederum übernatürlich entladen hat.


    Solche Erscheinungen erklären vielleicht auch Gerüchte von spontaner Selbstentzündung. Ich will dir keine Angst machen, bei dir handelt es sich ja um elektromagnetische Entladung und keine thermische. Aber Selbststimulation durch gedankliche Inhalte ist durchaus möglich. Das kennen vielleicht die meisten Männer, die durch reine erotische Fantasien eine Erregung in den Nerven ihres Geschlechtsorganes verursachen können, ohne dass eine Berührung im Genitalbereich vorliegt.


    Ich glaube dir, dass sich genauso real dein Schlag angefühlt hat, auch wenn er deiner "Einbildung" entsprungen ist.

    Das ist so eine Sache mit dem Kartenlegen.


    Das System spielt mit der kosmischen Koinzidenz. Das bedeutet, der Kartenleger geht davon aus, dass in dem Moment wenn er eine Frage stellt und die Karten zieht, der kosmische Zufall es will, dass die entsprechenden Archetypen auf den Tisch gedeckt werden, welche die Frage beantworten.


    Ob da eine Korrelation vorherrscht, muss jeder für sich beurteilen.


    Was ich fragwürdig finde, ist, dass der Moment des Kartenlegens *nicht unbedingt* die Zukunft wiederspiegelt. Sondern der Zeitpunkt des Kartenlegens ist immer die Gegenwart. Somit bleibt die Deutung der Zukunft nur eine Theorie, die auf einer "richtigen" Legetechnik und Auslegungsmethode basiert. Doch was eine "richtige" Deutung ist, bleibt eine esoterische Technik. Vielleicht auch soetwas obskures wie "Hellseherei".


    Wie aber rein logisch eine Voraussage der Zukunft aufgrund der Kartenziehung in der Gegenwart möglich sein soll, erschließt sich mir nicht ganz.


    Deswegen betreibe ich auch nur Problemanalyse und Beschreibung gegenwärtiger Tendenzen.

    Wetter: keine Ahnung, habe heute das Haus nicht verlassen müssen


    Laune: ernst und bedächtig


    Hunger: keinen


    Durst: keinen


    TV: musikkanal läuft auf lautlos, während ich mich für youtube entschieden habe, was für eine energieverschwendung


    Musik: immer wieder auf repeat bei The Prodigy "No Good", Rihanna "Rehab" und Mariah Carey "We belong together"


    heutiges Lieblingslied: Lady Gaga "Alejandro"


    Gesundheit: flacher Atem, schwitzige Hände , viel Energie, Bedürfnislosigkeit; Rückenschmerzen


    Wünsche: rauchen zum downen


    Liebe: Sehnsucht, weil wir seit 3 Tagen auf unterschiedlichen Kontinenten sind


    Beschäftigung: Geburtstagsparty eine Tür weiter; Kaffee trinken


    Spruch des Tages: "vorsichtig damit, das ist gut!

    Es kann auch sein, dass es eine sogenannte psychische Dissoziation ist. So nennt man die Trennung von Körper und Geist. Deine eigene Psyche wirft einen Schatten auf dich und du fühlst dich von außen beobachtet, so, weil du dich selbst von außen fühlst.


    Falls das so ist, bist du vielleicht begabt für Astralreisen. Du solltest aber nicht damit spielen.


    Am besten du probierst es mit Meditation oder Traumreisen.


    Die Trennung von Körper und Geist ist eine der gefährlichsten okkulten Praktiken. Das solltest du wissen. Das Sinnbild hierfür ist die durch den Tod eingeleitete Trennung von Seele und Leib.


    Sicherlich ist das keine psychologische Analyse. Sie würden dir raten, dich auf Verfolgungswahn untersuchen zu lassen. Sollte es aber ein dissoziatives Phänomen sein, und wölltest du es loswerden, so finde wieder dein Gleichgewicht und den Einklang von Körper und Geist. Auch hierfür ist eine zentrierende und in sich ruhende Meditation geeignet.

    @ A Mad Angel:


    Ich zweifele daran, "Gesunde" eher "echte" Sachen hören. Dafür gibt es kein Maß. Gerade, dass den Schizophrenen die Stimmen, die sie hören, real vorkommen, ist ein Indikator, dass sie es auch sind. Nur das subjektive Empfinden ist im Bereich psychischer Wahrnehmungen das bisher einzige Kennzeichen, dass es extrapsychische Kommunikationen tatsächlich gibt. Dass aber Gedanken von außen gemacht und eingegeben erscheinen, ist bisher von der Psychologie nicht erklärbar, da nicht geklärt ist, dass und ob psychische Systeme ohne den Verhaltensorganismus miteinander Kontakt aufnehmen können. Dass dies aber postuliert wird, ist das ganze Geheimnis der Wechselwirkung zwischen Geist zu Geist.
    So wie du an anderer Stelle schreibst, ist es ungewöhnlich, wenn Schizophrene geradezu von Gedankenkontrolle sprechen. Wenn aber die Sensoren so stark für Willensregungen und manipulative Gedanken anderer Menschen geschärft sind, ist daran njichts ungewöhnliches mehr.
    Wen man viele Stimmen hört, setzen natürlich Selbstschutzmechanismen an und man hört nur noch den "guten" Stimmen zu. Dass dies die Brillanz des Gedankenlesens schwächen kann, ist insofern richtig, dass man nur beschränkt mit der Realität umlaufender und andersgerichteter Fremdgedanken umgehen kann.
    Auch Verfolgungsgedanken sind eine ganz natürliche Erscheinung für engl. "Psychics", wenn sie es nicht wären, würde man es gar nicht seltsam finden, dass man seine Umgebung gedanklich verfolgen kann und einem im Kreis des eigenen Denkens gefolgt wird. Allerdings ist die Wahrheit schwer zu akzeptieren: Gedankenleser wissen mehr als nur das, was aus konkreten Handlungsvollzügen der Menschen folgt. Sie antizipieren auch verdecktes und geheimes Verhalten der Menschen.
    Insofern ist es gesellschaftlich schwer nachvollziehbar, wenn Gedankenleser sich in ihrer Umgebung anders orientieren, sich bisweilen zurückziehen. Dennoch würde es mich mehr als verwundern, wenn Menschen, welche die inneren Stimmen ihrer Mitmenschen laut hören nicht Anpassungschwierigkeiten bekommen würden. Nennt es Paranoia. Aber zu wissen, was der andere im Schilde führt, kann, aber muss nicht dazu führen, dass man sich verkriecht und Angstpsychosen bekommt oder Konspirationstheorien knüpft.
    Es bleibt alleine das Talent des Gedankenlesers, die Diskrepanz des Denkens eines Senders/ Gelesenen und dessem davon nicht hervorgerufen werden müssenden tatsächlichen Verhalten zu erklären. Das kann einen Telepathen doch arg verwundern, wie weit Handeln und Wollen bei Menschen auseinanderklaffen können und zu verschwörerischen Gedanken führen. Irritiert vom inneren der Gedankenvielfalt, werden seine Abschätzungen seiner Mitmenschen immer abstruser, obwohl es ja stimmt: Inneres und Äußeres der Menschen sind zwei verschiedene Ebenen. Man darf die Stimmen nicht überbewerten und ummünzen in Dinge, die auf der Ebene der sozialen Interaktionen Realisierung finden müssten, denn sie entsprechen nicht der Eigenschaft akkustischer Kommunikationen durch den Schall in der Luft, die darin besteht, erstens immer physikalisch im Gehör Beachtung zu finden und zweitens die der Orientierung des Verhaltens an anderen dient. Gedanken lesen dient nur der Orientierung am Erleben der anderen.
    Das ist der Unterschied einer inneren Stimme zu einer Luftwellen basierten. Ob das eine echter ist als das andere, ist Geschmackssache meiner Meinung nach.
    Ob Geist die Materie bewegen kann ist eine viel schwierigere Frage. Nur wer annimmt, dass es echte mentale Verursachung gibt, dass also Gedanken Handlungen verursachen können, kann auch sicher vermuten, dass Gedankenleser auf die Ferne Verhalten lesen können. Dafür ist aber die Beweislast in der Wissenschaft nicht hoch genug, dass wir soetwas von Gedanken lesern fordern können.

    EDIT Cat:
    Volltextzitat entfernt.

    Es wäre sicherlich zuviel verlangt von diesem Thread auch noch einen Beleg für die Telepathie in einem abstrakten, verallgemeinerbaren Sinne zu leisten. An solch einem Versuchsaufbau wie von Zahael ist sicherlich nichts Falsches. Es entspricht Methoden anderer, empirischer Humanwissenschaften. Aber der Test müsste wiederholt werden und immer wieder das gleiche Ergebnis zu Stande bringen. Und selbst dann werden die Ergebnisse angezweifelt, weil man nicht von 2 Testpersonen auf alle Menschen verallgemeinern könne. Und ich sehe es auch ein, dass Menschen Zweifel haben, nachdem ein Phänomen nicht mit den Standardmethoden der Statistik beweisbar ist.


    Folgende weitere Probleme:
    - wie gesagt, das Ergebnis eines solchen Testes lässt sich nicht verallgemeinern auf alle Menschen.
    - das Phänomen tritt nur bei "Begabten" auf (Vermutung einer Disposition für Empfänglichkeit)
    - Es ist mir etwas anders zumute, wenn es darum geht, wie ein bilaterales Phänomen wie Telepathie durch das Intervenieren der Drittvariable Versuchsleiter gestört wird, aber mir ist es das unwahrscheinlichste von allen denkbaren Möglichkeiten, Gedankenübertragung messen zu wollen, wenn dem Sender ein Reiz A in einem Zeitraum B vorgegeben wird. Sender A hat zum Zeitpunkt vor, nach und während B noch viele Gedanken mehr. Es ist auch unklar, ob von außen motivierte "Gedanken" leichter oder schwerer zu senden sind. In jedem Fall wäre es aber wahrscheinlicher, dass der Sender irgendeinen von vielen Gedanken sendet als einen von einen (nämlich den einen, der von außen vorgegeben wird). Außerdem messen diese Art Tests, in denen von außen ein "Bild" oder "Wort" vorgegeben wird, nur, ob ein "Eindruck" gesendet wird, aber nicht, ob ein Gedanke gesendet wird. Die Neurolgen etc. sind sich da sogar noch uneinig, inwieweit ein Eindruck/ Reiz überhaupt in ein gedankliches Symbol umgewandelt wird und auf welche Wege das überhaupt geschehen soll. Ihr seht, Experimente, wo ein Gedanke vor dem Experiment vorgegeben wird, sind hyperkomplex in ihren Voraussetzungen und mitunter einfach falsch. Das leuchtet sicher ein, dass es wahrscheinlicher ist, aus der Gesamtgrundgesamtheit der GEdanken, Gedanken zu lesen, als aus einer beschränkten Stichprobe (mit N=1 im Zeitraum B). Deswegen sagen mir die Experimente nicht wirklich, ob der Empfänger etwas empfangen hat, oder nicht. Vielmehr können Fehler entstehen, wenn der Sender an Wellen denkt, obwohl ihm eine Karte mit Sternen gezeigt wurde, dann hat der Empfänger u. U. sogar recht, wenn er Wellen empfängt, obwohl der Sender eigentlich Sterne senden sollte. Diese Art Experiment zeigt bei idealen und reinen Gedanken und bei der Bedingung, dass ein "Eindruck" in einen sendbaren Gedanken "umgewandelt" wurde, maximal, dass der Sender den EINEN Gedanken senden konnte oder nicht.


    Mein Ansatz wäre es daher, die intrinisch motivierten Gedanken übertragen zu lassen, und zwar so, dass der Sender mehrere Karten sich anschaut, mehrere Wörter liest und/ oder ein Bild mit möglichst vielen Motiven selbst malt oder einen Text mit möglichst vielen Ideen und Wörtern selbst schreibt, und der Empfänger aus der Vielzahl der Gedanken versucht, einen oder mehrere richtige GEdanken zu lesen zum Zeitpunkt B. Besser noch, wenn Sender und Empfänger akribisch unentwegt an verschiedenen Orten C1 und C2 zum Zeitpunkt B Gedankenprotokolle verfassen und wenn diese dann durch eine sozial-/ sprachwissenschaftliche Inhaltsanalyse (qualitativ) miteinander verglichen werden. Reiz A müsste eliminiert werden aus den Experimenten. Stattdessen müssten innere Erregungen A1,2,...,n gemessen werden, deren Beleg in den Gedankenprotokollen abgefasst sind.


    Das wäre meine Richtung, die ich gehen würde, um das Phänomen "zu beweisen". Ich wollte da nur mal im Gegensatz zu meinen vorherigen Kritiken, einmal etwas mehr oder weniger KONSTRUKTIVE Kritik üben. Ich bin mir da aber auch nicht sicher, ob so ein Experiment, objektivierbare Ergebnisse zu Tage fördert.


    Mein Experiment beweist einen Zusammenhang zwischen innerer Erregung A1,2,...,n und innerer Erregung A1,2,...,k bei 2 Probanden. Sie hat aber auch die Voraussetzung, dass beide Probanden die Gedanken, die aus den Erregungen A1,2,...,n folgen, richtig äußern.


    Auch wenn es der Menschheit immernoch missfällt, aber alle Indizien und Erfahrungsberichte zeigen eindeutig, dass die Evolution jedoch die Gedankenübertragung über akkustische Kanäle bevorzugt behandelt hat. Das zu missachten, kommt dem gleich, ein Wunder beweisen zu wollen.

    Ich gehe gleich mal auf den Einwand ein, dass der Theorie ein empirisches Fundament fehlen würde. Wie ihr seht, gibt es da schlichtweg verschiedene "MEINUNGEN", ob es denn Telepathie gibt oder nicht. Und das Fundament dessen, dass jeder darüber streitet, ist schlichtweg, dass jeder verschiedene ERFAHRUNGEN mit diesem Phänomen hat. Erfahrungen hat aber jeder zu dem Thema. Und das ist das empirische Fundament, auf dem ich aufbaue. So subjektiv jede einzelne Perspektive jedes einzelnen Individuums ist, so ist es für jedes Individuum eine gewisse Wahrscheinlichkeit festgelegt, telepathische Erfahrungen zu machen. Und subjektive Einzelfallberichte gibt es zu Hauf. Da müsst ihr euch auch keine Mühen machen, sondern nur einige Beiträge im PP durchforsten, oder eben die Eigenbezeugnisse einiger "Wahnsinniger". Ich denke jedoch nicht, dass ich meine Ansicht damit auf einem schwachen empirischen Fundament aufbaue, DENN DIE SINNESWAHRNEHMUNG IST NICHT MEHR EINE QUELLE EMPIRISCHER ERFAHRUNGEN ALS DIE WAHRNEHMUNG, DIE MENSCHEN HABEN, WENN SIE VON PARANORMALER WAHRNEHMUNG ZEUGNIS ABLEGEN. Dass jeder Mensch über Augenlicht verfügt, aber nicht jeder Mensch in gleich entwickeltem Maße an Hellsichtigkeit, zeigt vielmehr die Schwierigkeit, übersinnliche Erfahrung intersubjektiv (sprich: objektiv), Geltung zu verschaffen. Dass aber Menschen behaupten, Gesunde wie vermeintlich Kranke, über solche Fähigkeiten zu verfügen, und von Erfahrungen im Grenzbereich der menschlichen Wahrnehmung sprechen, ist ein Umstand, der von hoher empirischer Relevanz zeugt, denn die Basis jeder menschlichen Erkenntnis soll dem Empirismus nach die menschliche Erfahrung sein. Konsequent verfolgt dürfte der Empirismus dann aber nicht die Grenzfälle menschlicher Erfahrung leugnen.
    Ich sehe aber ein scheinbar unüberbrückbares Problem: Nicht jeder Mensch hört Stimmen. Nicht jeder Mensch sieht die Zukunft etc. Deswegen ist das Fundament der empirischen Wissenschaften das einzig auf alle Menschen objektivierbare, nämlich das, was jeder mit den eigenen Augen sehen kann. Der Schlussfolgerungsfehler dann ist es aber, die Augen zu verschließen vor dem "geheimen" und dem Auge "verborgenen" Wissen. Deswegen gab es die "Geheimwissenschaften" (Okkultismus). Deswegen gibt es die "Grenzwissenschaften". Es sind schlichtweg die Grenzen menschlicher Erfahrung, mit denen wir es hier zu tun haben.


    Person X behauptet, am Ort Y zum Zeitpunkt Z über Hellsicht zu verfügen. Das ist ein Protokollsatz, der häufig auftritt. Es ist nicht widerlegbar und nicht beweisbar, dass Person X die Wahrheit spricht. Doch davon auszugehen, dass dieser Datensatz die Wahrheit ist, ist der Grundsatz der gesamten empirischen Wissenschaften. Die Wahrheit der Datensätze ist ja nie beweisbar. Wer aber behauptet, Person X habe am Ort Y nicht die Erfahrung Hellsicht gemacht, widerspricht streng genommen den Voraussetzungen erfahrungswissenschaftlicher Forschung.
    Es heißt, das "Datensatzproblem". Das ist leider so: zu behaupten, die einen haben richtige Erfahrung, die anderen falsche, ist ein Grundsatzproblem, ein Widerspruch in den Wissenschaften. Es führt zur Entstehung des Wahnsinns in der Gesellschaft. Und es führt zum Wahnsinn in der Wissenschaft.
    Daraus schließe ich, dass ihr eigentlich nicht sagen dürftet, Person X verfüge NICHT über Hellsicht, wenn ihr Empiriker seid.


    Genau diesen Protokollsatz leugnen die Ärzte und Wissenschaftler im Zusammenhang mit Schizophrenen. Sie behaupten: Nein, Person X verfügt nicht über Hellsicht, sondern sie irrt sich. Sie sei wahnsinnig.


    Seht ihr die enge Verknüpfung des Auftauchens der heutigen Form des Wahnsinns mit dem Umgang der heutigen Wissenschaft mit dem, was sie definiert als empirisch gegeben und empirisch nicht gegeben? Ich behaupte folgende Kausalkette: Zuerst leugnet die empirische Wissenschaftstheorie, dass Hellsicht Teil menschlicher Erfahrung ist, was sie aber wie oben geschildert im Widerspruch zu ihren eigenen Grundsätzen tut. Dann werden Menschen diskriminiert, die weiterhin behaupten, über Erfahrungen in diesem Bereich zu verfügen und ihnen folgen. Das Krankheitsbild Schizophrenie entsteht.


    Wenn wir also weiter darüber diskutieren, ob es Telepathie empirisch gibt oder nicht, können wir auch darüber diskutieren, ob Menschen Dinge sehen, die andere nicht sehen oder ob manche Menschen Dinge sehen, die es nicht gibt. Letzteres ist doch der Vorwurf gegenüber den Schizophrenen.


    Ich für meinen Teil halte es für wahrscheinlicher, das einige Menschen Dinge sehen, die andere nicht sehen als dass sie Dinge sehen, die es nicht gibt, und zwar genau weil es sie gibt. Es gibt innere Stimmen. Warum soll man sie nicht hören können? Das ist mir zu hoch, wie man Theoriegebäude entwickeln kann, die menschliche Erfahrung widerlegen wollen. Ich bin da voll und ganz "Positivist" und selektiere nicht die empirischen Daten aus, die mir nicht gefallen.


    Ist mir eigentlich unklar, was ihr für einen Beweis wollt. Dass Menschen, die Stimmen ihrer Mitmenschen hören, gibt es schon. Was wollt ihr mehr? Ihnen den Kopf aufschrauben und die Stimmen einzeln untersuchen und nach "Echtheit" überprüfen? Das geht leider nicht (feinstofflich/ immateriell). Absichtlich jemanden eine Stimme senden, der Stimmen hört? Das geht leider nicht (selektive Wahrnehmung). Selber Stimmen hören, als Beweis, dass es das gibt? Das geht leider nicht (Genetik). Einen Sender suchen, der dir eine Stimme in den Kopf sendet? Viel Glück! Ich hoffe ja eigentlich, dass es das noch nicht gibt. Möglich ist das schon.


    Naja, Rasiermesser von Ockham oder sonst wem ignoriere ich übrigens. Mit solchen Totschlagargumenten kann man auch jede Diskussion zu Tode labern ohne Angabe von Gründen. Mach dir doch die Mühe und analysiere jedes Argument einzeln kaputt. Wie du oben gesehen hast, kann eine wissenschaftliche Sezession, ob die nun Herr Ockham oder sonst wer vornimmt, überlebens wichtige Organe wegschneiden. Also ich lasse mir nicht die Stimmen rausschneiden, nur weil sie nicht ins Weltbild von irgendjemanden passen. Das ist doch Ockham. Ein Müll.

    Ihr reagiert wahrscheinlich tatsächlich so aggressiv, weil ihr euch selbst nicht erklären könnt, warum unter Schizophrenen paranormale Phänomene so gehäuft auftreten. Ihr argumetiert ja selbst so unsinnig wie die Ärzte, dass, wenn jemand wie ich und meine beste Freundin behaupten, über parapsychische Gaben zu verfügen, krank sind allein aus diesem Grund. Das scheint mir nicht logisch. Für einen Beweis muss man offen sein. Meine Freundin liest einfach die Aura von ihren Menschen. Meine hat sie auch gelesen und mir die Farbe gesagt. Jeder, der daran glaubt, akzeptiert das einfach und hinterfragt das nicht. Sie wird in ihrer Umgebung aber nicht hinterfragt, wenn sie Menschen auf ihre Aura anspricht. Das scheint ein normales Unterfangen zu sein, seine Fähigkeiten zu demonstrieren, wenn Menschen offen für die Existenz der Aura sind. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Menschen gerne "mehr" über sich erfahren wollen. Wenn ich Menschen Horoskope mache, sagen sie auch nicht, ich sei irgendwie krank, weil ich selbst daran glaube, was ich da sage, sondern in der Regel glauben sie mir sogar aufs Wort. Ich habe gerade mit meiner Horoskopie eine 4 Wochen gescheiterte Beziehung gerettet.


    Mir missfällt die Art der Argumentationsführung in den letzten Seiten des Threads ungemein. Hier wird von einigen Beteiligten der Versuch unternommen, mich des Wahnsinns zu überführen mit dem Hintergrund, dann die Diskussion gewonnen zu haben. Das scheint mir aber wenig konstruktiv zu sein. Selbst wenn ihr meine Person widerlegt habt, habt ihr die dahinter stehenden Thesen nicht wiederlegt. Ich verallgemeinere ja auf einen Großteil psychisch Kranker und nicht auf mich.
    Mal davon abgesehen, dass diese perönlichen Angriffe mir und meinen Nerven etwas zu viel zumuten, kann ich es nicht billigen, dass ihr immer wieder mich als Schlüssel- und Dreh- und Angelpunkt anführt. Ich sage es immer wieder, ich bin kein Einzelfall. Diese persönlichen Versuche, mich als Lügner oder eingebildeten Spinner abzutun, verdrängen das eigentliche Problem, NÄMLICH DASS ES EINE GRUPPE VON INDIVIDUEN UNTER DEM SAMMELBEGRIFF SCHIZOPHRENIE GIBT, WELCHE DISKRIMINIERT WIRD, OBWOHL ALLE INDIZIEN DARAUF HINWEISEN, DASS SIE ÜBER PARANORMALE FÄHIGKEITEN VERFÜGEN.
    Und darunter fallen neben den Phänomenen der Telepathie, was wir genügend diskutiert haben, auch andere Fähigkeiten, wie die Telekinese. Hier folgt der Auszug der Selbstbeschreibung eines Betroffenen. Die Ärzte haben es schon geschafft, ihm einzureden, dass seine "Gaben" nur Ausdruck einer Krankheit waren:

    Zitat

    Ein anderes Symptom war, dass ich überzeugt war, dass die Ehefrau meines
    damaligen Arbeitgebers eine Hexe sei und meine Gedanken beeinflussen
    würde. Dann war ich noch davon überzeugt, dass ich telekinetische Kräfte
    hätte und mich per telepathie mit meiner Freundin unterhalten könne.
    Dann war ich auch noch davon überzeugt, dass ich Schuld sei am Tod
    meines Onkels, aufgrund meiner telepathischen Kräfte

    Telepathie ist bei Leibe die häufigste behauptete Fähigkeit. Sicherlich ist die Beschreibung auch durchsickert mit Selbstüberschätzung: Wie kann man verantwortlich für den Tod eines Menschen sein? Wovon unterscheidet sich der Beitrag hier von anderen Selbstbeschreibungen im PP? Ich fühle mich genötigt, genauso niederlassend zu werden wie ihr und zwar darin, dass ihr euch ungern eingestehen wollt, dass andere Menschen über Fähigkeiten verfügen, die ihr nicht habt.


    Dass Telepathie sich unter dem heutigen Stand der Evolution des Geistes nicht beweisen lässt, habe ich bereits argumentiert. Es werden einfach nicht entsprechende Experimente angeboten. Die Diskussion dreht sich im Kreis, wenn nicht Argumente von vorher wieder aufgenommen werden und diskutiert werden. Ich kann die Reihe der Gründe weiter fortsetzen:


    - Sender und Empfänger brauchen beide eine Bereitschaft zum Senden bzw. Empfangen. Auf beiden Seiten muss u. U. Medialität vorherrschen. Wie wollt ihr das gewährleisten?
    - Es ist unwahrscheinlicher, dass telepathische Experimente über Entfernung klappen. Warum versucht man nicht zuerst, Gedanken lesen in einem Raum mit den beiden Versuchspersonen zu beweisen?
    - Laborversuche können nur bedingt übertragen werden auf die Bedingungen in der Welt. Künstliche Versuchssituationen könnten einen Beweis bringen, müssen es aber nicht. Sie können nie beschreiben, was alles sonst noch und überhaupt möglich ist in der Natur.
    - Der Faktum, dass jemand keine Stimmen hört, ist vielmehr ein Indiz dafür, dass derjenige nicht empfänglich für innere Gedanken anderer Menschen ist. Stimmen hören ist vielmehr eine Bedingung für verschiedene Formen der Fernwahrnehmung und sollte in den Katalog der Versuchspersonenauswahlskriterien aufgenommen werden.


    Dass parapsychische Phänomene als nicht belegt gelten (obwohl sie es zum Teil in der Fachwelt bereits sind und die Ergebnisse nur geleugnet und ignoriert werden) ist das Grundproblem, warum in Diagnosen für Schizophrenie nicht alternative Erklärungen angeführt werden. Würde man nämlich mit der Annahme operieren, es gäbe Telepathie, wären viele Symptome der Schizophrenie in der Medizin obsolet und sie würde aus der List psychischer Krankheiten (endlich) gestrichen werden.

    Danke für all deine Beiträge. Eigentlich hatte ich dich für konstruktiv gehalten.


    Auch danke für deinen Link/ Zitat.


    Aber ein kleiner Einwand: Telepathie und Besessenheit etc. sind eben keine geläufigen und anerkannten Erklärungen, sondern sie sind im Widerspruch zum Zeitgeist.

    Ein Schwachsinn um meine Person. Das führt doch zu nichts. Ihr könnt mich noch lange genug diffarmieren, das ändert aber nichts, dass ihr den Thesen nichts entgegenstellt.


    Ich bin übrigens nun auch keine Ausnahmeerscheinung in der Meinung um die anfangs gestellte Frage und der Vermutung, dass Psychosen keine Krankheit sind. Wer sich eingängiger mit dem Thema beschäftigen will, der sollte folgenden Artel lesen, über den ich bei meinen Recherchen gestolpert bin:


    http://www.rcpsych.ac.uk/pdf/MarkBeddow1.11.04.pdf


    Dem Artikel kann ich nur beistimmen. Zum Darfürhalten, dass die Diskussion nicht an der Sprache scheitert, werde ich zum Allgemeinen Verständnis aber keine Zitate einfügen.


    Nur soviel: Hier wird nachhaltig und schlüssig für die Stimmen=Telepathy-These argumentiert. Mir ist noch nicht ganz einleuchtend, warum für manche wie Tina diese These nicht konsequent nachgegangen wird. Warum sind manche Stimmen Telepathie, manche nicht, gesetzt den Fall, es gibt Telepathie. Die Stimmen-Telepathie-Kopplungsthese ist letztllich die plausibelste Erklärung von allen möglichen zu sein. Zumindest plausibler als der Hirnverarschungszauber. Nichts für ungut, die Cold Reading-Theorie ist gut, aber die verliert ihre Kraft, wenn keine Person im Raum ist und lässt immer noch die Frage nach der Beschaffenheit der Stimme offen. (Zum Glück wisst ihr nicht, ob ich das "kann", sonst *scopono* (ital. für f*§$'t) ihr mein Hirn noch weiter mit euren Schwachsinnstheorien um meine Person.)

    Zitat

    Das die Stimme der Innerenstimme der Person ähnelt kann mit Spiegelneuronen zusammen hängen.


    Vielleicht hast du es ihnen auch unterbewusst suggeriert. Ist alles möglich und auch sinnvoll.

    Die Spiegelneuronen können nach heutigen Erklärungen auch nicht in das Innere eines Menschen eindringen. Wenn das so wäre, dann müsste auch die Übertragung von Stimmen auf die Entfernung klappen.


    Letzteres verstehe ich nicht ganz: Wie kann ich denn jemanden suggerieren, dass er mir eine Stimme sendet?
    Muss jetzt auf Arbeit. Bis später oder bis morgen.


    Eure weiteren Theorien zur Übertragung der inneren Stimmen interessieren mich ungemein.

    Ich klamüser (wird das so geschrieben?) das mal auseinander, damit es nicht um mich geht.




    Die Theorie halte ich für gut. Sehr gut sogar. Es erklärt aber noch
    nicht, warum die Stimmen auch den "inneren Stimmen" meiner Mitmenschen
    entsprechen. Bei solch einem Zauber traue ich meinem Gehirn nicht mehr. Wer
    schafft, mich davon zu überzeugen, kriegt eine eins plus, und ich behaupte
    mal in diesem Thread nicht mehr, dass ich über Fernwahrnmung verfüge.




    Dann hat sich das Thema um meine Person ja erledigt, und wir können zu den Phänomenen anderer Menschen kommen.



    Ach so, die Erklärung, dass ich die "echten Stimmen" vernommen habe, und mein Hirn das in die inneren Stimmen "umwandle", akzeptiere ich übrigens nicht.

    Eine Bitte an die Moderatoren, oder je nachdem an Tina: Kann es bitte unterbunden werden, mich als psychisch Krank zu bezeichnen. Ich denke, ich reflektiere zu dem Thema genug. Man kann die Thematik auch abstrakt und allgemein laufen lassen, ohne persönlich zu werden. Deswegen bitte auch generell keine Argumente mehr zu mir und meinen Wahrnehmungen, sondern generell zu denen aller Stimmenhörer bzw. den Schizophrenen.


    Danke.

    Zitat

    Mir erschließt sich nicht so ganz was du mit diesen Beitrag wirklich erreichen willst.

    Grundlegend möchte ich klären, dass es Krankheiten gibt, die nur sozial konstruiert sind. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Medizin, wenn fälschlicher Weise etwas als Krankheit bezeichnet wird, weil es einfach noch nicht sozial akzeptiert ist. Ich habe als Beispiel die Homosexualität eingeführt. Da gab es auch gute Argumentationen, warum die entsprechenden Menschen krank seien. Die Störung namens Gender Identity Disorder z. B. wurde und wird teilweise als Krankheit angesehen, weil davon ausgegangen wird, dass ein Mann oder Junge typische männliche Verhaltensweisen zeigen sollte, was Kleidungsstile, geschlechtl. Orientierung und Rollenverhalten angeht. Seitdem die Soziologie im Rahmen der Gender Studies davon ausgeht, dass das Geschlecht nur sozial konstruiert ist, und das männliche-weibliche zweipolarige System überholt ist, sondern man sich stattdessen in einem Spektrum der Geschlechtlichkeit selbst verorten und sogar mit dem anderen Geschlecht mehr identifizieren kann, wird diese Krankheit nicht mehr als eine solche angesehen, sondern es ist nun normal, dass es Metrosexualität und Transvestiten etc. gibt. Psychologische Störungen durchwandern einen sozialen Prozess, indem das, was normal ist, durch die Gesellschaft definiert wird.
    Das ist mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie nicht anders. Es unterliegt sogar nochmehr sozialen Dynamiken und dem sozialen Wandel als alle anderen Krankheitsbilder: In jedem sozialen und politischen System und durch die Geschichte hinweg wurde das, was heute als Schizophrenie benannt wird, anders beschrieben, man könnte sogar sagen, der Begriff wurde von den politischen Machthabern und heute von der wissenschaftlichen Elite missbraucht, um Menschen auszugrenzen. In sozialistischen Systemen wurden Systemkritiker als schizophren bezeichnet, in faschistischen Systemen wurden politische Gegner ohne erkennbare Zeichen von Geisteskrankheit in Psychiatrien gesperrt und misshandelt mit ähnlichem Vorwand. Denkt ihr, das ist heute in einem demokratischen Staat, in einer Mehrheitsgesellschaft, anders: wer zu sehr von der Mehrheitsmeinung abweicht, bei dem wird eine psychische Störung diagnostiziert, wer wissenschaftliche Erkenntnisse bezweifelt und anderen Intuitionen folgt, der gilt schon als irrational. Die Wissenschaftsgläubigkeit ist so hoch, dass selbst Merkmale von Individuen wie das Sehen verborgener Zusammenhänge, die nicht mit den Mitteln der heutigen Logik erklärbar sind, und das Folgen unerklärbarer Eingebungen, als krankhaft und irrational eingestuft wird. Die Ratio siegt einfach über die Irrationalität, ihr ursächlicher Zusammenhang wird aber nicht mehr kommuniziert. Jetzt habe ich mich etwas unklar ausgedrückt. Die Psychologie ist schlichtweg an ihre Grenzen gekommen, sie kann Grundkonstanten der menschlichen Psyche nicht erklären und stuft Religiösität, Spiritualität und Übersinnlichkeit als irrational ein. Ich kenne einen Fall, der bekam die Vermutung auf eine Psychose, weil er vor einem Amtsarzt auf die Frage nach seinem Glauben geäußert hat, er glaube an Wiedergeburt. Das sind einfach keine Einzelfälle. Die Wissenschaftsgläubigkeit geht soweit, dass seltene, aber dennoch konstant auftretende Phänomene wie Stimmenhören und der dazugehörige Glaube, dass dieses von Telepathie stamme, eindeutig als schizophrenes Merkmal eingestuft wird, und eine Diagnose ist dann garantiert, SELBST WENN ES ANDERE DIAGNOSTISCHE KRITERIEN GIBT. Dass 81% aller Schizophrenen Stimmen hören, wird sofort mit allen anderen Krankheitssymptomen gegengerechnet und die Diagnose ist garantiert, selbst wenn Amygdala (s.o.) das bezweifelt.

    Es ist schwierig, meinen Gedankengang zu erläutern, aber dass es künstlich stimulierbar ist, ist kein Widerleg, dass es übersinnlich ist. Der Begriff "übernatütlich" existiert für mich eigentlich auch gar nicht, und wenn ich ihn verwende, dann meine ich die im Sprachgebrauch verbundenen Phänomene, auch wenn ich nicht glaube, dass es "wider der Natur" ist oder gegen Naturgesetze verstößt.
    Erstens verbinden viele Menschen mit erhöhter Hirnaktivität, etwa unter LSD, tatsächlich Erleuchtungserfahrungen und Bewusstseinserweiterung. Als müsste man widerlegen, dass Drogen denn das Potential haben, Übersinnlichkeit und Bewusstseinserweiterung hervorzurufen, was schwierig sein wird. Die Anwendung der Drogen in der Vergangenheit und die Benutzung der Drogen in der 70er Jahre sprechen dagegen. Ich hoffe trotzdem, ihr seid kritisch genung beim Thema Drogen, den schon natürliche Drogen wie Pilze können das Hören von Stimmen hervorrufen. Wer das nicht will, sollte unbedingt die Hände davon lassen.
    Dass ein Elektroimpuls viel kann, zeigen andere Vergleichsexperimente: Elektroimpulse können auch in den entsprechenden Regionen Gedächtnisleistungen oder motorische Bewegungen hervorrufen. Dennoch würde keiner bestreiten, dass es eine echte Erinnerung oder eine echte Armbewegung ist.


    Ich habe gerade den Beitrag und die Antworten auf die Fragen meines Vorvorgängers zu meiner Person gelöscht, da ich gesehen habe, dass Tina schon wieder einige Fragen zu meiner Person auffasst und ich darauf reagieren will, aber nicht will, dass das Thema um mich ausartet.


    Tina : Zeig mir nur einen Beweis, oder wenigstens ein gutes Argument,
    warum das möglich sein soll, was du da schreibst. Du hast ein Idealbild
    von Telepathie, wie es nur in Filmen wie "Was frauen denken ist" So
    ähnlich ist es sogar bei mir, aber beweise mir doch, dass du nicht dein
    "drittes Auge" auf und zu machen kannst, wie du es willst. Deine Augen
    sehen auch nur, wenn ein Lichtreiz auf sie trifft. Ohne eine
    Empfindlichkeit für bestimmte Reize, spürt man schlichtweg nicht. Beweise mir doch, dass Menschen unentweg "laut denken" (übrigens ist das ein anderes mögliches Symptom bei Schizophrenen: sie können Gedanken "laut werden lassen" (ihre eigene innere Stimme"), andere Menschen können es scheinbar noch nicht einmal, wie soll man da etwas empfangen?, und bevor Tina durchdreht: Gedanken laut werden ist übrigens etwas anderes als Stimmen hören, also denk nicht dran zu sagen, dass Stimmen hörer nur eigene Gedanken eh und je hören, denn das ist neimals so. Und "laut denken zu können, seine eigenen Gedanken hören zu können, ist unabhängig vom Grad und der Störung, die das bedeuten könnte, ein diagnostisches Merkmal, denn Ärzte fragen dich unter Umständen nur: Denken sie laut, und das ist doch schon verwirrend, für mich, wenn das nicht jeder kann. Beweise mir doch, dass es "besser" ist, alles zu hören, was es gibt. Kannst du nicht.

    Ragnarsson

    Zitat

    Jedoch glaube ich nicht, dass Telepathie einfach an ein gen gekoppelt ist

    Das glaube ich auch nicht. Ich bevorzuge ein Mehrfaktorenmodell. Die Umwelt muss die Anlage erst aktivieren. In der Psychopathologie nennt man das negativ "Vulnerabiltät", einen genetischen Faktor der Überempfindlichkeit gegenüber Umweltbedingungen bei Schizophrenen, welcher bei Stress, Drogen oder traumatischen Erlebnissen die Anlage frei legt.
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass, ob man das nun psychotisch oder medial nennt, Telepathie nicht an Gehirnsstrukturen und Prozesse gebunden sein soll. Wie gesagt, an rosa Elefanten glaube ich nicht gerade und es muss eine biologisch/ bio-chemische Ebene der Telepathie geben, sonst ist es für mich schlichtweg nicht real. Und dann ist es auch wahrscheinlich, dass es ein entsprechendes Gen bzw. einen Gen-komplex gibt.
    Prinizipiell denke ich sogar, dass die Anlage zur Telepathie fast jeder Mensch hat. Zumindest rudimentär. Die Ausnahmekräfte sind doch die der Spezialisten: ich würde nicht unbedingt behaupten, dass jeder Mensch eine ausgeprägte genetische Anlage zu Telekinese hat.



    Tina

    Zitat

    Eindeutig Schizophrenie! Was Du hoerst ist nicht, was die Menschen
    tatsaechlich ueber Dich denken, sondern was Du denkst, das sie ueber
    Dich denken (was fuer ein bescheuerter Satz!). Denken Sie denn was Gutes
    oder Schlechtes ueber Dich?

    Ich bleibe einfach mal bei dem Minimum an Telepathie, was ich mir zuschreibe, mämlich, dass ich tatsächlich genau das höre, was andere über mich denken. Ich weiß auch, dass das schwer für andere zu verstehen ist. Aber das nennt man selektive Wahrnehmung in der Psychologie.Es ist ja nicht so, dass PSI-Talente, Psychotiker oder Kranke, auf welchem Stand auch immer wir sind, alles UNGEFILTERT wahrnehhmen, obwohl das den Kranken vorgeworfen wird und von den Gesunden gefordert wird, um einen Beweis zu erbringen. Das nennt man Spezialisierung und damit bin ich bestens an die Umwelt angepasst. Alles andere interessiert einfach nicht für mein Überleben, ob du denkst, dass du heute wieder gut aussiehst ist für mich kein Ziel und Inhalt des Gedanken lesens. Soll ich den Kopf voller Stimmen haben?
    Wenn ich dir erkläre, dass die Ausformung des Stimmenhörens damit zusammenhängt, dass ich in Wirklichkeit ein Sender von Gedanken bin, wird noch mehr Unverständnis herrschen. Denn es ist wirklich kompliziert, mit so einer Fähigkeit zu leben. Es ist ja nicht so, dass ich in einer rosaroten Luftblase lebe und mich für omnipotent halte, aber mein Verstand und meine Auffasung haben wirklich ihre Grenzen. Vielleicht ist es sogar ein Schutz von meinem Gehirn, Tor und Angel für eine rationale Erklärung offen zu halten und zu sagen, "Das Hirn spielt mir nur einen Trick vor".
    Zur Frage: Naja, das hängt von meiner Stimmung ab. Schlechte Gefühle und negatives Denken ziehen schlechte Stimmen an, positives Denken ziehen gute Stimmen an. Ich weiß nicht, worauf du hinaus willst. Ist das nicht normal so?


    Von Dirk

    Zitat

    Eine weitere Frage, die sich unweigerlich stellt, mit welcher Art von
    Energie sollten Gedanken übertragen werden, einmal den unsinnigen Fall
    gesetzt, es gäbe Telepathie?

    Ich habe nicht den blassen Schimmer, da kann ich nur die wildesten Spekulationen anstellen. Ich hatte schon die Pheromontheorie bzw. mit Tieren die Allelo-Chemicals Theorie. Elektrische (ALPHA-)Hirnwellen? Spukige, quantenunwahrscheinliche Elementarteilchen? Quantenverschränkung/ Quantenteleportation (ist schon nachgewiesen)? Überlagerung von akkustischen mit elektromagnetischen Wellen und Übertragung durch die Luft? Okay, mir wurde schon Ockhams Razor angedroht, deswegen kann ich nicht noch mit der Übertragung in höheren Dimensionen anfangen. Aber dafür kann ich nur Vorschläge anbieten.


    Die Symptome der Schizophrenie sind mir ganz sicher geläufig. Damit ist noch nicht entkräftet, ob es die Symptome als etwas Negatives überhaupt gibt. Eine Ich-Störung habe ich bestimmt nicht, denn ähnliche Erlebnisse haben andere Menschen auch. Da kann ich denjenigen, die das behaupten, eine Du-Störung vorwerfen. Sinnestäuschungen habe ich nicht, außer beim Kartenlegen, aber jeder Tarotwahrsager muss "die ganze Wahrheit" in die Karten "hineinillusionieren". Inhaltliche Denkstörungen kann ich jedem vorwerfen, der nicht nach meinem logischen Gerüst denkt: das ist eine Frage, die nach der Abspaltung der Logik von der Psychologie die Philosophie klären muss. Und selbst dann fragwürdig: In der DDR war es sicher eine inhaltliche Denkstörung innerhalb der Psychiatriebewegung, den Sozialismus zu kritisieren, und prompt wurde eine psychische Störung diagnostiziert. Wahnbildung? Naja, für viele Menschen ist Religion Wahnsinn (für mich nicht) für andere der Glaube an eigene übersinnliche Fähigkeiten. Sehr schwammiger Begriff. Den Rest brauche ich eigentlich nicht mehr zu widerlegen. Und ich werde bestimmt auch keine Fragen mehr zu meinem geistigen Zustand oder meinen "Superkräften" beantworten.


    Ich habe auch besseres zu erzählen. Von daher hat es sich mit den diesigen Abschnitten zu den Themen um meine Person. Das dreht sich sonst wirklich im Kreis.


    Also, welche geistigen Zustände hat denn eurer Meinung nach ein "gesunder Telepath" Stufe 2 oder 3? Hat er Gedankenblitze (Gedankeneingebungen), kann er willentlich in andere Menschen hineinhören? Kann er die Gedanken anderer Menschen manipulieren und sie wie Handpuppen fernsteuern? Oder gehört das alles in die Science Fiction und leben wir im Schlamm der Evolution?

    Dass was dir da passiert ist, tut mir sehr leid. Dass viele Psychotiker Probleme haben und einen ungünstigen Verlauf haben, nehme ich zu Protokoll. Ich habe auch gerade mit einem Paranoiker geschrieben, der seine Vorstellungen als wahnhaft und nachteilhaft ansah. Das gibt es wahrscheinlich häufiger als ich wahrhaben will. Ich habe aber auch von Menschen gehört, die zugebener Maßen beides sind. Entweder geht es ihnen wirklich nicht gut und ihren Angaben nach, brauchen sie externe Hilfe. Oder aber sie behaupten, paranormale Fähigkeiten zu besitzen oder zumindest paranormale Erlebnisse zu erfahren. Von Geisternsehern, die ihre Vorstellungen unter Medikamenten schnell abgelegt haben, über Hellseherinnen, die an Angstpsychosen litten wegen mir unbekannten Gründen bzw. bei einer wegen der Voraussehung ihres eigenen Todes und Telepathen, die es für eine rudimentäre Eigenschaft aller Menschen halten und diese Eigenschaft gerne ablegen, habe ich alles kennengelernt. Außer den Hellseherinnen haben alle durch die Behandlung aufgegeben, an ihre Fähigkeiten zu glauben.


    Mir fiel gerade etwas auf beim Lesen von Posts in anderen Foren über Hexenverbrennung: Wie hätte sich das Gen für Telepathie beispielsweise in den 1000 Jahren Mittelaltern selektiv auf einen wissenschaftlichen Beweis einstellen können? Die christlichen Hexen von damals haben doch gerade nur überlebt, wenn sie ihre Fähigkeiten verborgen gehalten haben. Ähnlich ist es heute in Afrika. Anders ist es in Mittel-und Südamerika, wo Menschen mit paranormalen Fähigkeiten anerkannte Heiler und Wahrsager sind. Bei uns gewinnen nur die Bühnenmentalisten mit den besten Illusionen und Darbietungen Beachtung, aber mehr als ein Trick und maximal eine eindrucksvolle und unterhaltende Demonstration der Fähigkeiten ist es bisher nicht, zumindest sind Beweise, wie sie heute gefordert werden, nicht möglich, obwohl das Überleben des Genmaterials von parapsychischen Fähigkeiten von diesen Umweltbedingungen abhängen wird. Wenn schlichtweg keiner an parapsychische Fähigkeiten glaubt, kann es sich nur über negative Selektionskriterien fortsetzen.


    Damals hat die Kirche Hexerei verboten. Heute verbieten und unterdrücken es die Psychiater. Deswegen werden wiederum die Menschen die besten Fortpflanzungschancen haben, welche entweder verbergen, dass sie Stimmen hören und an das "Unerklärbare" glauben, oder aber die wenigen Bühnenzauber, Fernsehwahrsager und Illusionsmentalisten. Die Medikamente selbst machen Männer sogar als eine der Nebenwirkungen unter Umständen impotent. Die Gene könnten auch nach wissenschaftlichen und militärischen Massstäben positiv selektiert werden, aber die Ansprüche sind bisher viel zu hoch. Einen Telepathietest der Stufe: Ich sehe durch die Augen eines anderen Menschen à la Zenerkarten kann doch keiner ernsthaft für die einzige Form der Telepathie halten. Selbst, das Hören bewusster Gedanken ist viel zu hoch angesetzt für die verzwickten Selektionsmechanismen eines Genes, welches in Deckung bleiben musste.


    Worauf ich hinaus will: selbst, wenn irgendwann die Telepathie bewiesen ist, und darauf warten wir doch alle heimlich, dürfen wir nicht diejenigen diskriminieren, bei welchen es mit den bisherigen Methoden nicht gelingt.


    Und das alles unter der Prämisse, dass Gene für Schizophrenie wirklich so schnell mutiert sind, wie es die Ergebnisse der Wissenschaftler nahe legen. Demnach bedingen ja die Gene für Schizophrenie die Veränderung der Hirnregion, welches den rapidesten Veränderungen in der Evolution unterlaufen ist. Dass Mutationen auch zum Nachteil sein können, bezweifele ich nicht. Aber wenn Schizophrene, eurer Ansicht nach immer diejenigen mit den nachteiligen Genen für Halluzinationen sind, wo sind dann die ganzen überlegenen Träger des Halluzinonationsgens? Alleine, dass es das Wahrnehmen der eigenen inneren Stimme gibt (ich hoffe ohne Zweifel gesund), zeigt,dass jeder Mensch ein natürliches Halluzinogen im Kopf hat, ob es ein bestimmtes Hormon/ Transmitter ist oder Strukturen der Broca´s Area, ist meiner bescheidenen Kenntnis nach noch nicht einmal erschöpfend nachgewiesen. Selbst die Fähigkeit, lesen zu können, liegt doch bei den meisten Menschen an akkustischen Simulationen des Geschriebenen im wahrscheinlich gleichen Kortex wie das Hören der Stimmen bei Schizophrenen. Die Entstehung des Geistes ist also scheinbar unwiderlegbar an Halluzinationen geknüpft. Träume dagegen sollen, so weit ich weiß, durch Melatonin ausgelöst werden. Sie sind aber auch nichts anderes als natürliche Halluzinationen, die aber für das Überleben entscheidend wichtig waren.