Beiträge von Manticor

    Was Insekten angeht, ist die maximale Körpergröße viel stärker begrenzt als bei Wirbeltieren. Dadurch, dass Insekten ein Exoskelett und keine inneren Knochen haben, werden Exemplare ab einer bestimmten Größe=^=Masse von der Schwerkraft einfach zerdrückt, weil der Panzer dem Druck nicht standhalten kann und der Körper nicht von innen stabilisiert wird.

    Um eine Tierart am Leben zu erhalten, muss es ja auch immer eine bestimmte Population geben, sonst stirbt die Spezies aus. Demnach müsste es sowohl eine ganze Herde Nessies, Yetis und eben auch Godzillas geben. Und wie bzw. wovon sich 20 oder 30 Riesenmonster ernähren, ohne entdeckt zu werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Vielleicht sollte ich noch meine eigene Stellungnahme zu den Theorien anfügen. Die erste Theorie halte ich nicht für plausibel, weil selbst Legenden und Mythen irgendwo noch einen wahren Kern haben, in diesem Fall irgendein Vorbild aus der Tierwelt. Das führt weiter zum nächsten nächsten Ansatz, der Verwechslungstheorie.
    Wie ich oben schon eingeschränkt habe, sind die einzigen Tiere die ich als mögliches Vorbild für den Nandi-Bär in Betracht ziehen kann, Hyänen, Löwen oder Primaten, die bevorzugt auf vier Beinen laufen. Eine Verwechslung mag eine Begründung für die Berichte der Europäer sein, nicht aber für die der Nandi, die als Naturvolk mit der ostafrikanischen TIerwelt vertrauter sind als jeder andere.
    Die Möglichkeit, dass sich hinter dem Nandi-Bär eine längst ausgestorbene Tierart verbirgt, will ich nicht völlig von der Hand weisen, allerdings halte ich sie für unwahrscheinlicher als die Verwechslungstheorie. Auf dem afrikanischen Kontinent, der jährlich von tausenden Safaritouristen und Naturfilmern besucht wird, wurden in den letzten 80 Jahren nur zwei nennenswerte Großtiere entdeckt, das Wüstenwarzenschwein und das Graugesichtige Rüsselhündchen. Dass sich also eine Jahrmillionen alte Tierart in Afrika bis heute erfolgreich verteckt, hakte ich für weniger wahrscheinlich als eine mögliche Verwechslung.

    Die Nandi sind ein Urvolk in Kenia im Osten Afrikas. Ähnlich wie bei den bekannterern Massai besteht ihre Lebensgrundlage traditionell in der Viehzucht, teilweise wird auch Ackerbau betrieben. Die Gebräuche und Lebensweise der Nandi sind sehr konservativ, mit Ablehnung von Promiskuität und vorehelichem Sex.
    Nach diesem Volksstamm ist eines der interessantesten Mythentiere Afrikas benannt, der Nandi-Bär. Dieser Name stammt von den Europäern, die Ureinwohner kennen die Kreatur u.a. als „Chimisit" oder „Chemosit“. Hierbei soll es sich um eine Art Bär handeln, der Jagd auf Vieh und Menschen macht(der Legende nach soll der Nandi-Bär nur in Nächten ohne Mondschein auf die Jagd gehen und eine besondere Vorliebe für menschliche Gehirne besitzen. Der Legende nach...). Interessant ist dieser Mythos insofern, als dass auf dem afrikanischen Kontinent mit Ausnahme des ausgestorbenen Atlasbären in Nordafrika niemals Bären gelebt haben.
    Abgesehen von den Berichten der Nandi gehen die ersten Sichtungen dieser Kreatur auf die weißen Kolonialherren Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Geoffrey Williams beschrieb als erster Europäer den Nandi-Bär als 1,5 Meter hoch, nur an den Beinen und am vorderen Teil des Körpers behaart, mit einer länglichen Schnauze und kurzen Ohren. Britische Arbeiter, die in Ostafrika Eisenbahnstrecken bauen sollten, berichteten von Angriffen, der Eisenbahningenieur G. W. Hickes kam 1913 in Kontakt mit dem Nandi-Bär. Anfänglich noch in dem Glauben, es handele sich um eine Hyäne, stellte er bald fest, dass das Tier so groß wie ein Löwe, allerdings viel gedrungener und im Besitz eines kurzen Halses, einer stumpfen Nase und kurzer Ohren war. Außerdem war das Fell des Tieres so lang, dass es bis zum Boden reichte. Der Kolonialbeamte William Hichens wurde von einem Nandi-Bären durch sein Zimmer gejagt und konnte das Tier nur durch einen Schuss in dessen Leib vertreiben.
    Für die (Nicht-)Existenz des Nandi-Bären gibt es verschiedene Theorien und Denkansätze:

    • Legende eines Naturvolkes
      Die Nandi haben den Chemosit nur erfunden, so wie auf der ganzen Welt der Aberglaube verrückte Ideen hervorbringt. Die Briten haben in der kenianischen Hitze in einer vollkommen unbekannten Umgebung nur gesehen, wozu sie die Märchen der Nandi inspiriert haben.
    • Verwechslung
      Der Nandi-Bär existiert nicht, bei den Sichtungen der Europäer handelt es sich um Verwechslungen mit anderen Tierarten der reichen Fauna Ostafrikas. So werden hinter dem Nandi-Bär sowohl Löwen, Hyänen und Primaten(eher wahrscheinlich) als auch Honigdachse, Zibetkatzen, Riesenwaldschweine, Afrikanische Wildhunde und Erdferkel(eher unwahrscheinlich) vermutet. Die Nandi selbst halten den Chemosit für einen riesigen Pavian.
    • Lebendes Fossil
      Der Nandi-Bär ist eine letzte Art einer ausgestorbenen Tiergattung. Hier könnten das Chalicotherium, auch "Krallentier"(seit 7,75 Millionen Jahren ausgestorben), die Riesenhyäne Pachycrocuta brevirostris aus dem Pleistozän(seit 500 000 Jahren ausgestorben), der vorzeitliche Bär Agriotherium(seit 2,5 Millionen Jahren ausgestorben) oder der Atlasbär(im 19. Jahrhundert ausgestorben) in veränderter Form bis in die Gegenwart überlebt haben. Allerdings ergeben sich hierbei einige Unstimmgkeiten hinsichtlich der Lebensräume, war beispielsweise der Atlasbär nur in Nordafrika beheimatet.



    Quellen:
    Kryptozoologie online
    Prehistoric Fauna (tolle Seite mit zahlreichen Rekonstruktionen und Steckbriefen zu ausgestorbenen Tierarten)
    "Mysterious Creatures: A Guide to Cryptozoology" von George M. Eberhart
    Cryptozoology A To Z: The Encyclopedia Of Loch Monsters Sasquatch ... von Loren Coleman,Jerome Clark
    Youtube: Geheimnisvolle Erde #001 Nandi-Bär (nettes Video, aber schlecht recherchiert; das eingeblendete Bild von dem Bären ist ein Kurznasenbär, kein Agriotherium)
    Wikipedia: Nandi - Chalicotherium - Agriotherium - Atlasbär

    Paläontologen haben im Hell Creek, einer Gesteinsformation, die sich über North und South Dakota erstreckt, die fossilen Überrreste einer neuen Dinosaurierspezies entdeckt. Der Allesfresser (Oviraptor) wurde 1,5 Meter hoch, 3 Meter lang, etwa 300 kg schwer, besaß einen zahnlosen Schnabel, einen Kamm auf dem Kopf und Federn; deshalb sah er vermutlich aus, wie ein Raubsaurier mit einem Hühnerkopf. Aufgrund dieser Tatsache und des Namens des Fundortes gaben ihm die Wissenschaftler den Spitznamen "the chicken from hell", zu Deutsch "das Huhn aus der Hölle":




    Seinen Namen enthielt das Tier von einem alten mesopotamischen Vogeldämon namens Anzu und dem dinosaurierbegeisterten Enkel des Museumskurators, Wylie.


    Überraschend an diesem Fund ist sowohl, dass Anzu wyliei erst vor etwa 66 Millionen Jahren lebte und somit der jüngste bekannte Oviraptor unter den Dinosauriern ist, als auch, dass Skelette dieser Gruppe von Dinosauriern meist nur in Zentral- und Ostasien gefunden werden. Somit ist Anzu wyliei auch der größte Oviraptor, der je in Nordamerika entdeckt wurde.


    Die einzelnen Skelettteile lagen den Paläontologen schon länger vor, allerdings bei verschiedenen Forschern, die zu Beginn vermuteten, jeder hätte Knochen einer anderen Spezies. Zwischen 2006 und 2014 trugen die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse und Fossilien zusammen, sodass in diesem Jahr endlich der neue Dinosaurier beschrieben und die schon lange vermutete Existenz von Oviraptoren in Nordamerika bewiesen werden konnnte.


    Quellen:
    n-tv
    sci-news
    Smithsonian


    und wer sich die wissenschaftliche Arbeit dazu durchlesen will: Plos One

    Planet der Affen - Prevolution hab ich mir auch neulich im Kino angeschaut und es stimmt wirklich, was du sagst. Die Affen sehen unglaublich gut aus (auf tricktechnischer Ebene, versteht sich) und sind eigentlich die interessanteren Figuren als die menschlichen Darsteller. Allerdings ist der Film auch dahingehend sehr frustrierend, dass, sobald die Affen dem Menschen sehr ähnlich werden, sie sich auch nur zu Kriegstreibern entwickeln, die anderen die Köpfe einschlagen.
    Allerdings freue ich mich darauf, zu sehen, wie im dritten Teil die Brücke zu den Originalfilmen geschlagen wird.

    In der GEO Epoche-Ausgabe zum Thema "Geheimdienste" (, die ich übrigens jedem Interessierten empfehlen kann), wird auf einer Doppelseite von einem ausgeklügelten Postüberwachungssystem berichtet, das von etwa 1628 bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte.
    Das Zeitalter des Absolutismus war geprägt von Herrschern, die nach nicts mehr strebten als alle Macht innerhalb eines Staates auf sich selbst zu konzentrieren. Symbolisch dafür steht der berühmte Ausspruch Ludwigs XIV.: "L'état c'est moi", zu Deutsch "Der Staat bin ich."
    In dieser Zeit also, vermutlich 1628, verfügte der auch aus "Die drei Musketiere" bekannte Kardinal Armand-Jean du Plessis de Richelieu, dass der gesamte Briefverkehr des Landes über des zentraler Postamt in Paris laufen müsse. Hier entsteht ein geheimes Büro, in dem sich Spezialisten verdächtiger Sendungen annehmen. Die Experten ebendieses Schwarzen Kabinetts öffnen und kopieren Briefe, die anschließend unauffällig wieder verschlossen werden. Siegel werden mit einem heißen Draht abgetrennt und später wieder aufgesetzt.
    Der oben schon erwähnte Monarch lässt sich rund 40 Jahre später sogar die von dieser Behörde kopierten Schreiben ausländischer Diplomaten, des Hofadels und seiner Mätressen täglich vorlegen.
    Später entstehen in ganz Europa Überwachungsbehörden nach französischem Vorbild, besonders darauf angewiesen ist jedoch das Herrscherhaus Habsburg aufgrund seines komplizierten Konglomerats aus Herrschaften und Territorien. Wer sowohl König von Böhmen als auch Erzherzog von Österreich ist und parallel auch noch über Gebiete in Belgien und Norditalien herrscht, sollte besser einen Überblick über den Postverkehr haben. Um dies zu gewährleisten, gründete Karl VI. zu Beginn des 18. Jahrhunderts das straff organisierte, technisch bestens ausgestattete "Ziffernsekretariat" in einem Nebengebäude der Wiener Hofburg. Dessen Beamten kontrollierten die Postverkehr der Hauptstadt, schrieben Briefe ab, übersetzten sie und knackten Verschlüsslungen. Und da das Adelshaus Thurn und Taxis das Monopol auf die Postbeförderung innehatte, richteten die Habsburger auch in Städten wie Frankfurt, Augsburg, Regensburg, Nürnberg und Hamburg sogenannte Postlogen ein, um auch den Briefverkehr im Heiligen Römischen Reich zu kontrollieren. Im Ziffernsekretariat werden um 1800 täglich etwa 1000 Briefe täglich geöffnet, mit außergewöhnlichen Methoden: Von Siegeln werden mit einer Paste aus Silberamalgam (einer Substanz, mit der man auch Zähne füllt) Abrücke genommen, um das entfernte Siegl nach Kopie des Briefes täuschend echt nachzubilden. So besitzt die Behörde bald eine große, nach Ländern sortierte Siegelsammlung.
    Die Beamten des Ziffernsekretariats werden unter sehr strengen Vorgaben eingestellt: Erforderlich sind Kenntnisse in Chemie, Algebra und Sprache sowie Kombinationsgabe. Außerdem müssen Berufsanfänger vor einer mehrmonatigen Probezeit einen Amtseid schwören und in Kauf nehmen, dass ihr Privatleben überwacht wird und sie absolutes Stillschweigen über ihr Tun bewahren müssen. Dafür ist die Entlohnung entsprechend: Ein Wohnplatz in der Hofburg, üppige Pensionen und kostenloses Brennholz (!).
    Doch obwohl das Ziffernsekretariat ab 1809 auch aufrührerische Schriften zensierte und Untertanen bespitzelte, konnte man den Volksauftand von 1848 nicht vorhersehen. Als Aufständische bereits die Fenster einschlugen, ließ der Chef der Behörde alle archivierten Schriftstücke vernichten.
    Auf dem Papier schon aufgelöst, besteht das Ziffernsekretariat bis 1866 als Teil des Außenministeriums weiter. Als das Habsburgerreich den Krieg gegen Preußen verliert und man befürchtet, die kopierten Briefe könnten dem Feind in die Hände fallen, werden erneut tausende Schriftstücke verbrannt. Darüber hinaus entzog Preußen dem Haus Thurn und Taxis die Posteinrichtungen, wodurch die Habsburger den Zugriff auf den Briefverkehr außerhalb ihres Reiches verlieren.
    Außerdem musste Kaiser Franz Joseph dem aufstrebenden österreichischen Bürgertum eine Verfassung gewähren, in der dem Briefgeheimnis der Status eines Grundrechtes verliehen wurde und auch die anderen europäischen Mächte schafften die systematische Postüberwachung ab, nicht zuletzt, weil sich die Telegrafie als neue Kommunikationsmethode verbreitete.


    Quelle:
    GEO Epoche Nr. 67 "Geheimdienste - Die Geschichte der Spionage"

    Auf meinem aktuellen Stand (nach 2 Staffeln) sind es einfach angeborene Gaben, bei Maria dos Santos wird ihre heilerische Fähigkeit von den streng katholischen Menschen in ihrem Heimatdorf allerdings als von Gott gegeben angesehen. Mehr Info dazu gab's aber bisher nicht, man erfährt nur bei einigen Figuren, wie sie ihre Kräfte entdeckt haben, meistens in Extremsituationen.


    Aber es fällt leichter, das Ganze zu schlucken, wenn man diese Gaben auch als solche ansieht und nicht als Superkräfte.

    Vor einiger Zeit bin ich beim Stöbern im iTunes-Store auf eine richtig coole Serie gestoßen, die sowohl als Buch als auch als Audio verfügbar ist. Aktuell sind aus der Serie "Survivor", verfasst von Peter Anderson, bereits 2 Staffeln mit jeweils 12 Episoden erschienen, die in der Hörbuchform jeweils zwischen einer und eineinviertel Stunden dauern und für 0,99€ heruntergeladen werden können.
    Die Geschichte handelt von der Besatzung eines Raumschiffes, der Survivor, das planmäßig eigentlich durch ein Wurmloch zu einem weit von der Erde entfernten Planeten fliegen sollte, um dort Helium-3 zur Deckung des menschlichen Energiebedarfs abzubauen. Allerdings scheitert das eigentliche Vorhaben, die fünfköpfige Crew landet in einer Welt, in der künstlich gezüchtete Arbeitersklaven in riesigen Stationen auf dem Meeresgrund schuften müssen, bewacht von Cyborg-Soldaten. Das ganze System orientiert sich an der despotischen Figur des sogenannten "Friedensstifters", der diese Welt zu dem gemacht hat, was sie zur Zeit der Ankunft der Survivor ist. In dieser grausamen Wlet, die vom Autor schonungslos und stellenweise auch sehr makaber beschrieben wird, müssen die fünf Crewmitglieder, alle mit außergewöhnlichen Talenten/Begabungen ausgestattet, einen Weg finden zu überleben und zur Erde des Jahres 2012 zurückzukehren.


    Die einzelnen Crewmitglieder sind:

    • Ryan Nash, ehemaliger US-Elitesoldat, kann unter Wasser atmen; Commander des Misson
    • Jaques D'Abo, genannt Jabo, dunkelhäutiger Franzose aus der Banlieue von Paris, im Besitz starker Selbstheilungskräfte
    • Dr. Gabriel Proctor, intelligentester Mensch des Planeten, IQ nicht messbar, wissenschaftlicher Leiter der Misson
    • Maria dos Santos, Latina aus Peru, kann Gefühle anderer Menschen spüren und beeinflussen und Kranke/Verletzte heilen
    • Ai Rogers, Halbchinesin aus Hongkong, kann sich unsichtbar machen und beherrscht Telekinese

    Die Handlung verläuft zweigeteilt: Zum einen die Haupthandlung auf dem fremden Planeten und zum anderen die Darstellung der Vorgeschichte der einzelnen Figuren, die zum besseren Verständinis der Haupthandlung beiträgt.
    Die Geschichte ist sehr komplex, entwickelt sich ausgesprochen dramatisch und unvorhersehbar und Gegenwart und Vorgeschichte sind gut miteinander verknüpft. Manchmal kommen kleine Logikfehler oder Ungereimtheiten vor, aber die fallen kaum auf.


    Wenn sich jemand jetzt brennend dafür interessiert und nirgendwo was Entsprechendes findet, kann ich auch einen kurzen Episodenguide zu den erten zwei Staffeln erstellen.


    Anmerkung: Einige der Informationen, die ich oben gebeben habe, ändern sich im Verlauf der Geschichte, das hier ist etwa der Informationsstand nach ein paar Folgen der ersten Staffel.

    In der Juni-Ausgabe von "Wunderwelt Wissen" bin ich über dieses Schiff gestolpert und fand es viel zu cool, um es nicht mit der Community zu teilen. ;)
    Die SS Ayrfield ist ein 1140 Tonnen schweres, 79,1 Meter langes und 103 Jahre altes Dampfschiff, das in der Homebush Bay in Sydney liegt. Es lief 1911 in England unter dem Namen "SS Corrimal" vom Stapel und versorgte während des Zweiten Weltkriegs US-Truppen im pazifischen Raum mit Nachschub. Später befuhr es die Route Newcastle-Sydney zum Transport von Kohle (und evtl. noch anderen Gütern). 1972 wurde das altgediente Frachtschiff dann in die Homebush Bay, eine Art Schiffsfriedhof geschickt, wo es seitdem mit drei anderen Schiffen vor sich hinrostet. Allerdings hat sich auf keinem die Natur so ausgebreitet wie auf der Ayrfield, wo ein üppiger Mangrovenwald entstanden ist, der sogar über Google Earth (Suchbegriff: SS Ayrfield Shipwreck) sichtbar ist.
    Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney wurde die Homebush Bay optisch generalüberholt und die SS Ayrfield das Zentrum dieser neu entstandenen Attraktion, die sich auch heute noch großer Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreut.



    So sah die SS Ayrfield (damals noch SS Corrimal) früher aus, zumindest laut der Website shipspotting.com, die allerdings auch in manchen Punkten den sonst übereinstimmenden Informationen widerspricht:




    Und so heute:







    Quellen:
    My Modern Net
    Weird Twist

    Stichwort Megafauna, in Australien gab es im Pleistozän Wombats mit einem Gewicht von bis zu 2,8 Tonnen und in Südamerika Meerschweinchen mit 700 kg Gewicht und drei Metern Länge, auch Ratzilla genannt.

    Diese US-amerikansiche Anwaltsserie ist, obwohl in Deutschland nur die erste und die ersten Hälfte der zweiten Staffel ausgestrahlt worden sind, zu meiner absoluten Lieblingsserie geworden. :gut:
    Die Serie handelt von Mike Ross (Patrick J. Adams), einem hochbegabten jungen Mann mit einem fotografischen Gedächtnis, dessen Wunsch, Anwalt zu werden, durch einen Schulverweis zerstört wird. Als Vollwaise, die sich zusätzlich noch um ihre Großmutter kümmert, verdient Mike seinen Lebensunterhalt damit, dass er Zulassungsprüfungen für ein Jurastudium anstelle von anderen ablegt, die ihn dafür bezahlen. Als er jedoch für die Behandlung seiner Großmutter kurzfristig viel Geld auftreiben muss, lässt er sich von einem Freund zu einem Drogentransport überreden, der jedoch scheitert. Auf er Flucht vor der Polizei stoplert er in das Vorstellungsgespräch von Harvey Specter (Gabriel Macht), einem von New Yorks Topanwälten, der nach seiner Beförderung zum Seniorpartner in seiner Kanzlei einen neuen Anwalt einstellen muss. Mike beeindruckt ihn mit seinen Fähigkeiten und wird trotz des Fehlens eines abgeschlossenen Jurastudiums in Harvard (Voraussetzung zur Arbeit in der Kanzlei) eingestellt. Von da an arbeiten die beiden zusammen, stets in der Angst, ihr Betrug könnte entdeckt werden.
    Suits hat großartige Dialoge, tolle Figuren und eine clevere Handlung, allerdings kann man damit deutsches Fersehpublikum nicht beeindrucken. Die laufende zweite Staffel wurde nach der Hälfte von Vox abgesetzt, anscheinend wollten alle lieber die Wollnys und Familien im Brennpunkt sehen und Privatsender können sich Marktanteile von 0,1% einfach nicht leisten.

    Und ob "lebendes Fossil" reißerisch klingt, lässt sich diskutieren, der Ausdruck ist allerdings keinem Journalisten-Hirn entsprungen, sondern stammt aus der Biologie und bezeichnet Lebensformen, die:

    • einer ergeschichtlich alten Tier-/Pflanzengruppe angehören (nicht unbedingt gegeben)


    • im System der heute existierenden Arten eine isolierte Stellung haben (realtiv isoliert: Aus der Überfamilie der Megatherioidea ist heute nur noch ein Familie übrig)


    • im Gegensatz zu ihren Vorfahren ein geografisch sehr eigegrenztes Verbreitungsgebiet haben (vorzeitliche Riesenfaultiere wurden in ganz Amerika gefunden, vom Mapinguari wird nur in Südamerika berichtet)


    • ihr Aussehen im Laufe der Zeit kaum verändert haben und dementsprechend altertümliche Merkmale besitzen (Knochenplättchen im Fell)


    Quellen:
    Wikipedia
    Lebendes Fossil
    Systematik der Faultiere
    Megatherium

    Bei dem Thema war ich mir wirklich unsicher, in welchen Themenbereich es gehört, aber weil diese Tiere absolut nicht erfunden und keiner Spukgeschichte entsprungen sind, scheiden für mich Kryptozoologie und Urban Legends aus. Das Thema hat außerdem LeFloid vor einiger Zeit mal angesprochen und ich wollte hier einen entsprechenden Beitrag erstellen.
    Also, Superratten. Im ersten Moment habe ich mir auch gedacht: Typisch reißerische Berichterstattung! :thumbdown: Aber nach ein bisschen Recherche und einigen Bildern bin ich absolut überzeugt, dass es großteils ausnahmsweise nicht übertrieben ist, was die Medien verbreiten.
    Das größte Exemplar dieser mutierten Rattenart, das in England entdeckt wurde, maß 60 cm in der Länge (mit Schweif) und man geht davon aus, dass es jetzt schon deutlich größere Ratten gibt. Einige Forscher behaupten sogar, diese Tiere könnten auf die Größe von Kühen heranwachsen, aber das kann ich (und will) ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Abgesehen davon die Superratten resistent gegen die Gifte, die der Mensch seit 60 Jahren zur Rattenbekämpfung einsetzt, allerdings verfügt man laut einem Mitarbeiter des Umweltbundesamtes dennoch über Gifte, mit denen gegen diese mutierten Schädlinge vorgehen kann, sofern sie zugelassen werden.
    Deren Population könnte jedoch die der Briten bereits im nächsten Jahr im Verhältnis 2:1 übertreffen, bei Stichproben in 17 britischen Städten wurden in 17 davon Superratten entdeckt. Gegen wärtig schätzt man die Zahl der Ratten auf 80 Millionen, es wird bis zum Jahresende ein Anstieg auf 160 000 000 Ratten ( :shock: ) erwartet.


    Hier noch zwei Fotos:



    Quellen:
    Focus online
    Dailymail
    N24 (Videobeitrag)

    Ich frage mich außerdem, wer in ein Motelzimmer mit einem penetranten Gestank kommt und sich dann damit begnügt, das Fenster zu öffnen, ohne sich nach dessen Herkunft zu fragen oder sich an das Personal zu wenden.

    Vom Megatherium, einem 6 Meter hohen und 3 Tonnen schweren Riesenfaultier aus dem Pleistozän in Südamerika, hat ja der ein oder andere vielleicht schon gehört, es ist ja unter anderem auch in der BBC-Dokumentation "Die Erben der Saurier" erwähnt worden. Allerdings soll laut einem Mythos der Cario-Indianer ein Exemplar das Aussterben der Art vor 10 000 Jahren überlebt haben und jetzt sein Dasein in einer Höhle im Amazonasdschungel fristet. Man sagt, der "Mapinguari" ernähre sich von pflanzlicher und tierischer Nahrung. Es soll aufgerichtet 6 bis 7 Fuß, also etwa 2 Meter hoch sein, langes, rotes oder schwarzes Fell haben und angeblich nur ein Auge und einen Mund auf Höhe seines Magens besitzen. Sein Name bedeutet übersetzt etwa brüllendes Tier oder stinkende Bestie.
    Die Mythologie der Cario erzählt, dass der Mapinguari vor langer Zeit ein Schamane war, der das ewige Leben entdeckte. Dies entzürnte jedoch die Götter, sodass er damit bestraft wurde, sein ganzes Leben in der Gestalt dieses Tieres zu fristen.
    Die Cario haben auch schon Versuche unternommen, den Mapinguari zur Strecke zu bringen, dies kostete jedoch einige erfahrene Jäger das Leben, da das Fell des Tieres mit Pfeilen und Kugeln nicht durchschlagen werden konnte.
    Hierbei ergibt sich auch schon eine Parallele zu den Riesenfaultieren des Pleistozän: Man fand heraus, dass in ihr Fell kleine, harte Knochenplatten eingefasst waren, die praktisch die Funktion eines Kettenpanzers übernahmen. Dass die Größe des Mapinguari sich so deutlich von der des Megatheriums, seines vermutlichen Vorfahrens, unterscheidet, lässt sich dadurch begründen, dass Tierarten, die auf freien Flächen wie Savannen, Steppen oder der Pampa leben, größere Körpermaße aufweisen als Tiere, die in Waldgebieten beheimatet sind. So sind beispielsweise Sumatra-Nashörner, die im indonesischen Regenwald leben, kleiner als ihre afrikanischen Verwandten aus der Savanne.
    Sollte das Mapinguari überhaupt existieren, dann wäre diese Tierart mit Sicherheit vom Aussterben bedroht und müsste im ohnehin schon bedrohten Lebensraum Regenwald besonders geschützt werden, um ihren Bestand zu sichern.
    Ob es sich allerdings tatsächlich um ein lebendes Fossil handelt oder doch nur um eine Legende, muss noch ermittelt werden, und zwar möglichst vor dem Aussterben dieser Tierart.



    Quellen:

    Ich hab diese Creepypasta auf dem YT-Channel "Mythenakte" gesehen und ich finde diese ganze Geschichte so übel, dass sie eigentlich nicht wahr sein darf. Abgesehen halte ich das Ganze für anatomisch unwahrscheinlich bis unmöglich.