Beiträge von CJBARNES

    Na ja, eine etwas bessere Chancengleichheit würde sich schon ergeben, je länger am Tag die Kinder in der Schule sind. Die Pisa und OECD Studien haben ja bestätigt, dass in Deutschland eine besondere Ungerechtigkeit bez. der Chancen herrsche. Und es fällt natürlich schon auf, dass bei uns Kinder aus wohlsituiertem Häuselein selten auf der Haupt- oder Realschule rumhocken. Ich habe vor 4 Monaten einen Bericht im TV gesehen, wo es um diesen verbissenen Kampf vieler Eltern geht das Kind aufs Gymnasium zu bugsieren. Es war ekelerregend-ein Zahnarzt, der eine sehr verträumte und wenig begabte Tochter hatte, liess überhaupt nullundnix aus, damit der Sprössling aufs Gymnasium kommt. Ich bekam fast das Kotzen. Genau hier gehört von den Lehrern, Rektoren der Riegel vorgeschoben. Ich sprach mit Deutschen, die in der Türkei, in Holland, Frankreich, USA zur Schule gingen. Keiner kannte von dort so einen Verhandlungsbazar wie er in Deutschland stattfindet. Zum Thema zurückkehrend: Ich denke in anderen Ländern werden Entscheidungen von Lehrern, Rektoren einfach auch mehr aktzeptiert-hier wird über jede einzelne Note, jeden Mist rumdiskutiert.

    Haha, köstlich. Ich kenne das vom Kaffee her auch, Genau dasselbe beim Bier. Ich vermute es gibt ein Gesetz und Du kennst es wie ich auch nicht. Ich antworte beim Bier immer: "Nein für mich bitte kein Bier, ich trink nur Korn und Vodka, bin Alkoholiker!"

    Es geht mir nicht darum sich nicht um Kinder zu kuemmern. Nein, nein...es geht mir um diese biestigen Eltern, die den Nachwuchs zu 3 verschiedenen Nachhilfelehrern, die die Schulreferate der Kids selbst machen, die Lehrer bedrängen und beschwatzen-und das alles um Ihren Zögling ins Gymnasium zu bringen. Wo ist da die Gerechtigkeit für andere Kinder, wo a. entweder kein Geld für die ganzen Fördermaßnahmen da ist oder b. die Eltern arbeiten müssen und sich darum gar nicht kümmern können.
    Letztlich muss ich zugeben schiebt die Ganztagesschule diesem ganzen Zirkus etwas den Riegel vor und bietet wohl auch mehr Chancengleichheit. Da ich die Schule nie mochte, habe ich halt etwas Probleme damit schon die Kleinsten bis 16, 17 Uhr da reinzupacken. Ich habe die Zeit ab 14 Uhr genossen, nach der ich alles gemacht habe, ausser natürlich etwas für die Schule. Nachmittagsunterricht war damals eine Art Folter für den kleinen CJ.

    Mir greifen heutzutage die lieben Elterlein viel zu sehr in das ganze ein. Da werden Kinder schon früh in zig Nachhilfen geschickt, die Mutti schleimt dreimal bei allen Lehrern vor, nur damit man ja erreicht, dass das Kleinkevin aufs Gymi kommt. Der spätere Split in die 3 Schulformen scheint mir ein weiterer Versuch manipulierender Eltern zu sein. "Lern ich halt mit dem Grützkopp noch mal ein Jahr länger", irgendwann schafft er es eine Stufe höher. Da lob ich mir die gute alte Zeit, wo Papa auf dem Sessel sass, sein Bierchen zischte und der Junior ma selbst guckn musste. Mir scheint wir haben nur noch Kinder, die weit weg von Ihrer eigenen tatsächlichen Leistungsgrenze, wie hochgedopt, herumexistieren.

    Ja, Ragnarsson, diese Probleme gibt es, aber das ist der saure Drops, den mal schlucken muss bei der Sache. So wie es leider noch zur Zeit läuft, ist es auch keine Lösung und grenzt an Quälerei.

    Ich hüte mich vor Vergleichen mit anderen Ländern und deren Schulsystemen ohne das vor Ort jemals erlebt zu haben. Diese Studien sollte man auch nicht allzu ernst nehmen. Deutschland ist eines der Innovationsländer, führend in zahlreichen Industriesparten-letztlich kann so schlecht dann ein Schulsystem gar nicht sein. Als englische und französische Schüler bei uns damals waren, empfand ich deren Schilderungen vom Schulalltag ganz schön heftig. Ich finde es z.B nicht gut, wenn man Kinder von morgens 9 bis mittags 17 Uhr in der Schule braten lässt. Zwei italienische Mütter berichteten mir, dass das italienische Ssystem viel besser sei, die Kinder werden weniger belastet, gehen gerne hin. Ihr ältester Sohn war bis 14 in Italien auf der Schule und bekam bei uns dann enorme Probleme. Das dreigliedrige Schulsytem bei uns finde ich gar nicht schlecht. Die Trennung in der vierten Klasse finde ich in Ordnung-das Argument mit dem "manche sind da eben noch nicht so weit" zieht bei mir nicht, denn man muss im Leben immer zu einem bestimmten Zeitpunkt einen gewissen Leistungsgrad aufweisen, basta. Alle aus NRW sollen doch am besten mal nach BW oder Bayern kommen, dann wären die alle auf der Hauptschule und das Wechselthema in Klasse 4 wäre vom Tisch.

    In der Schweiz setzt Dir meines Wissens nach kein Arzt eine tödliche Injektion. Wenn Du dort in eine der zwei Sterbegesellschaften eintritts, das kostet mal erstmal ordentlich Geld, dann stellt Dir in der Schweiz ein Dich vorher begutachtender Arzt ein Rezeptli für Natriumpentabarbitol aus. Das höchste der Gefühle ist dann, dass z.B einem an ALS (Stephen Hawking) leidendem Patienten ein Mitglied der Sterbegesellschaft das Zeugs im Glas anrührt. Es wird dann so hingestellt, dass der Patient per Röhrchen aus dem Glas trinken kann. Zu diesem Schritt muss er aber noch selbst in der Lage sein. Benelux Lage kenne ich nicht.
    Ich finde jeder sollte das Recht haben sich das Leben zu nehmen, wenn er seine Lage als nicht auszuhaltend empfindet. Ich gehe soweit und spreche mich für ein Suizid Kit in Form von Natriumpentabarbitol an jeden Bürger aus. Ich meine in den Niederlanden gibt es etwas ähnliches bereits.

    Wieder ein wiederkehrendes Beispiel aus der poesen poesen Welt der Automaten. Gestern ging ich mit 20 Eurotalern in das Dönerfachgeschäft. Dort ass und trank ich 2 Pide, 1 Minidoener und 1 Dose Cola-machte 11.25 EURO-dank Automat und ein paar Runden Fruechtedrehen mit dem geringsten Einsatz von 5 cent pro Spielrunde marschierte ich am Schluss mit 19 EURO aus dem Laden, satt inkl. Aufstossen. Das geht nun schon fast seit einem Jahr so. Soviel dazu, dass man an den Dingern immer nur rüde beschissen wird. Beim Lotto, 10 mal im Leben gespielt, fühlte ich mich jedesmal betrogen und kein laues Kreuzerli sprang dabei raus.
    An Farbwechsel: Die Lottoeinnahmen kassiert jedes Bundesland separat, jedes einzelne Bundesland hat seine eigene Lottogesellschaft. In meinem Bundesland werden die als Gewinn verbuchten Einnahmen aus dem Geschäft, Grössenordnung weiss ich nicht-ich glaube mehr als 1 Milliarde ist es keinesfalls-komplett in Förderung von Kunst gesteckt. Auch hier bekomm ich wieder so ein leichtes Würgegefühl im Rachen, weil man anhand der uns täglich vorjammernden "Wir haben für Strassen, Schulen, Krankenhäuser kein Geld Posse" nicht alles in so einen Randbereich, der nur leicht seltsame Intellektuelle interessiert, stecken sollte...oder??

    Wenn etwas illegal ist, soll man es eben bleiben lassen und fertig. Auch wenn mein Nachbar ein blöder Hund ist, darf ich Ihm keine ballern. Deshalb verstehe ich diese ewige Lamentiererei der Kiffer nicht. Fakt ist, dass ein Grossteil der Konsumenten leistungsschwächer wird, intellektuell nachlässt. Diese Herrschaften lassen dann gerne die Arbeit durch andere "Spiesser" übernehmen (alles so schon zigfach erlebt). Genauso wenig lässt sich wegdiskuttieren, dass wer regelmässig zu Gras langt, auch den ganzen anderen Dreck irgendwann anfasst. Schon jetzt haben wir Kids aus 3 Jahrzehnten, die sich systematisch die Birne weggebongt und nichts zu Stande gebracht haben. Alle, die ich jemals kennengelernt habe und die einen rasanten schulischen Absturz hinter sich haben, haben durchgehend man höre und staune gekifft. Dann rede mal mit Kinder- und Jugendpsychiatrien, wieviel Cannabiskonsumenten die in den weissen Zimmern hocken haben. Wir brauchen härtere Strafen wie in den USA, da gibt es für Cannabisbesitz mal locker ein paar Jahre schwedische Gardinen. So hart muss es natürlich nicht sein, aber die zunehmende Duldung, Heroisierung, Verniedlichung von Cannabis, aber in Holland.... muss aufhören. Macht meinetwegen eine Alkoholabgabe erst ab 18 undstraft Verstösse dagegen auch rigoros, aber lasst die Verharmlosung dieses grünen Mistgewächses.

    Die Eingangsfrage des Thread ist ja als Sprachforschungsfrage gestellt, oder wie? Das Wort Gott, Goetter ist wohl ein aus dem dt. Sprachgebrauch stammendes Wort. Wie man auf dieses Wort kam, keine Ahnung... im lat. heisst es deus (Gott) bzw. dei (Goetter),
    aha grad lese ich auf wikistrapetzia es kommt aus dem germanischen, indogermanischen Sprachraum. Ironisch formuliert hat sich jede Kulturform wahrscheinlich zu fast jeder Zeit Ihre Fantasiefigürlein erschaffen. Bei den einen gibt es nur einen Gott, die anderen kreirten gleich ein ganzes Rudel. Allein gemein ist, dass es sie nicht in real gibt. Sichtbar werden Sie erst bei fortschreitendem Rauschmittelgebrauch, genauso wie beim weinsaufenden antiken Griechen, beim morphiumkauenden Römer und beim Lianendrogenmixschluerfenden Amazonasindianer. Die Ausserirdischen, die als Götter mal runterjetteten und mit den Ägyptern Pyramiden bauten-gut, nette Geschichte und ich gehe heute mittag mit Homer Simpson ein Duff Bier bei Moe trinken. :D

    In Holland gibt es nicht den Fall, dass in diesen Coffeshops kiloweise Pott rumliegt. Den Betreibern wird es sogar recht schwer gemacht und Sie muessen staendig kleine Einzelmengen besorgen und haben dafuer Ihre Laufburschen. Genauso habe ich das erst vor kurzem im Tv gesehen. Zudem gibt es in Holland einen radikalen gedanklichen Umbruch und man merkt ploetzlich, dass die Gesellschaft dort mit dieser "JuppiduDrogenfueralle" Einstellung nicht zufrieden ist. Letztlich ist es auch ein Skandal, dass wir in Europa so eine Drogenenklave haben.

    Hast Du schon mal an den Automaten gespielt Ganja? Ich hab drueber genauso geurteilt wie Du, bis es ich selbst probiert habe. Es ist gar kein Problem an diesen Automaten ein paar Euros zu gewinnen. Das Problem ist das Verhalten der Leute, die 2 Euro Einsatz reinschmeissen und bei 24 Gewinn nicht aufhoeren, weil das waere ja kein Geld. Am Schluss ist natuerlich regelmaessig alles weg.
    Trotzdem habe ich an dem Automat eine gute Chance auf einen kleinen bis mittleren Gewinn. Beim Lotto, das ja auch nicht gerade ein Billigspass ist, kann ich mir fast sicher sein, dass ich 20mal spiele und nicht einen cent gewinne.
    Wie kann der Staat Sportwettenanbieter verteufeln, die im Gegensatz zum Ihm faire Einzelwetten anbieten und gleichzeitig macht der Staat Kombinationswetten, wo ich drei Spiele auf einmal richtig tippen muss???

    Ein Problem sehe ich auch in der Tatsache, dass gerade das Verbotene reizt beim Thema Drogen. Wer weiss, ob Cannabis nicht ganz schnell gaanz uninteressant für die ganzen Poser werden würde bei einer Legalisierung. Ich vermute, kaum würde man gängige Drogen legalisieren, fingen die Herren der Schöpfung der Drogenkreise damit an neue illegale Drogen auf den Weg zu bringen. Ich frage mich bei den Hardcorecannabisverteidigern immer, ob die nichts besseres zu tun haben als dafür zum kämpfen, dass Sie Ihr Zeugs legal beziehen können. Die sollen doch mal nur halb so viel Elan dafür aufbringen dagegen zu protestieren, dass hier bei uns ganze Generationen unter einer gigantischen Schuldenlast zusammenbrechen werden.

    Ich finde a. dass die Gewinnverteilung beim Lotto ziemlich aoszial ist, da es fuer einen 4er oder 5er einfach zu wenig gibt.
    b. dass private Sportwettenanbieter viel fairere Wetten angeboten haben und das staatliche Sportwettending viel mehr gegen den Spieler arbeitet mit seinen Kombinationswetten.
    c. Lotto mit dieser unflaetigen 6-Zahlentipperei finde ich generell ein Abzockeding, weil bei anderen Gluecksspielen die Chance fuer einen Gewinn, wenn auch vielfach kleinen, ungemein hoeher ist.
    Ich selbst spiele regelmaessig an Novoline Automaten beim oertlichen Doenermann im separaten Zimmerlein. Der Verstand
    setz bei vielen an diesen Automaten regelmaessig aus- da werden 100 Euro reingeschmissen in den Automaten und mit 5 Euro Einsatz pro Runde gespielt. D.h nach 20 mal Symboldrehen sind 100 weg. Ich spiele mit Einsaetzen von 5 oder 10 cent pro Runde und habe in den letzten 12 Monaten, das was ich gegessen und getrunken habe, sozusagen am Automat wieder verdient.
    Zurueck zur Frage: Mich kotzt die Trennung in gutes staatliches und privatwirtschaftliches,schlechtes, verbotenes Gluecksspiel an. Von mir aus koennte man diesen Lottomist verbieten-ich finde es ungerecht, abzockerisch.

    Ein Beispiel aus der Realität fallen mir die extrem abgelegen wohnenden Amazonasindianer ein: Da es da keine Strasse gibt und alles zugewuchert ist, leben die schon recht autark. So doof wie die Leute in the Village sind nicht mal Amerikaner auuserhalb von Hollywood Krimskrams. Zudem, bitte nur auf den Film beziehen, aber ich muss es sagen: ein selten beschissener Film, bekomm ich immer Agressionsschub.

    Das ganze Cannabiszeugs geht einem auch auf den Zeiger. Heute meint jeder bescheuerte Banklehrling er wäre der Freibeuter der Meere, wenn er sich nach Feierabend den Hanf anzündet. Doch horcht auf Ihr Pfeifen, Ihr seid damit gar nicht so cool und individuell-Ihr macht etwas nur millionenfach nach, Ihr Oberindividualisten. Claxan, ich hätte gedacht, dass Du meinen ey groovy Satz richtig einordnest und die übertriebene Note bemerkst. Besoffener Opelfahrer ist natürlich genauso abzulehnen wie bekiffter Fordmaschinist.

    Man kann noch so lange rumnöhlen und die angeblichen Vorzüge des Pott gegenüber Alkohol loben, einfach akzeptieren, dass es nunmal verboten ist und gut is. Nicht alles im Leben muss zwangsläufig logisch sein und richtig. Vor zugekifften Autofahrern graust es mich gefühlsmässig doch mehr als vor einem Abgefüllten. Der Zugekiffte steigt aus, nachdem er die alte Omma mitsamt Dackel überfahren hat und sagt: "Ey, bleib doch mal locker Mann, alles bleibt im Fluss, alles cool, alles groovy..."


    Gibt es eigentlich ein Land, in dem Cannabis ganz legal verkauft und konsumiert werden darf?
    Bitte nicht mit Holland kommen, da gibt es genug Regelungen, die einen allzu leichten Umgang verbieten.
    Zudem strengt sich Holland gerade vehement an die Drogentouristen fernzuhalten.

    Für jeden Witz braucht man das dazu passende Publikum. Der berühmte Witz "was denkt eine nackte Frau, die im Fluss steht und Ihr dabei ein Fisch durch die Beine schwimmt?"...........................................................xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    kommt am Stimmtisch mit Sicherheit gut an, bei Muttis Kaffekranzrunde sicherlich weit weniger gut.


    Auch mit dem "was ist ein Neger auf der Rolltreppe?"-Witz wird man beim örtlichen Multikultifest nicht allzu gut abschneiden.


    Witze, die sexuell ganz unterste Schublade sind, wo Minderheitsgruppen offen diskriminiert werden, sind mit vorsicht zu geniessen.

    Viktorianische Zeit? Ich gebe zu davon, ohne jetzt nachzulesen, keine Ahnung zu haben. Wenn das die Epoche war, wo die Frauen diese "Mopsnachobenquetschkleidchen" trugen, dann wuerde ich da auch gerne leben. Da kommt sich "Mann" vor, als schaue er ständig auf ein ganz leckeres Naturbuffet.


    Gut, dass Du ansprichst, dass zur heutigen Zeit dutzenden Erkrankungen nicht heilbar sind. Der gutgläubige Zivilist heutzutage meint ja tatsächlich, dass die Medizin gegen alles und jedes etwas aufzubieten hat. Eine ganz böse, dumme Schlussfolgerung. Da hätte ich mit Leuten,die solchen Blödsinn vehement behaupten, schon den tollsten Streit beginnen können. Zu Deiner Mittelalterthese: Wer weiss es eigentlich so genau, ob diese Zeit so ganz schlimm für die Menschen war und für uns wäre? Das behaupten irgendwelche Forscher, berufen sich dabei auf historische Dokumente, die keiner wirklich auf Authentizität prüfen kann. Ausserdem, wie oft liegen diese Forscher denn mit Ihren Ansichten total falsch und müssen sich dann berichtigen. Bei nochmaligen Überlegen halte ich ein Leben in einer vergangenen Zeit für fast unmöglich, solange sich nebenher eine Welt in Rekordzeit weiterentwickelt. Selbst in den allerhintersten afrikanischen Käffern kann es Dir passieren, dass es in der letzten Dreckbarake einen Internetanschluss gibt, obwohl der Stamm noch halbnackend und ziegehütend lebt. Irgendwelche modernen Einflusse ballern sich egal ob bei den Amish oder sonstwem immer ins Bild rein. Selbst die abgeschottet lebenden Amazonasindianer freuen sich und nehmen in Anspruch, wenn jedes Jahr Ihr dt. Zahnarztfreund mit dem Bohrer auftaucht und die Münder auf Vordermann bringt(realer Fall mehrfach im wdr als Doku gesendet).

    Bei den Amish weiss ich gar nicht, ob die noch wirklich so abgeschottet leben und leben können wie gedacht. Ich habe dazu viele Reportagen gesehen und es war schon skuril, als die Kutsche einige Kilometer ausserhalb deren Gemeinde neben Rappers MCMostkopfs fettem Lincoln Navigator mit wummerndem Rap hielt. Der Amish ging dann in den kleinen Supermarkt.
    Ein alter Amish beklagte, dass man die Jugend immer weniger halte könne, dies aber noch recht beharrlich versucht.
    Ich denke in abgelegenen Gegenden Rumäniens wird es fast ursprünglichere Lebensformen als die der Amish geben.


    Nun zur Frage kann man??
    Je abgelegener die Region, desto eher wird das gelingen. Mitten im Halligalli stelle ich mir die Versuchungen zu gross vor.
    Ich würde lieber in die nähere Vergangenheit zurückbeamen, Ende der 80er oder beginnende Neunziger. Den ganzen Handy-Smartphonescheiss, Facebookkrims hätte ich nicht gebraucht: meiner Meinung nach kreiert das auch viele Zombies.


    Mit den 150 Jahren zurück, das bin ich mir sicher, dass man sich das zu einfach aus heutiger Sicht vorstellt. Pocken, Polio, Kinderlähmung, Siphyllis-alles gilt es entweder zu überleben oder ciaoschüss. Ne eventuell ausgekühlte Bude, weil keine einfach zu bedienende Rundumsorglosheizung, kein Abtauchen in der heissen Badewanne---ich weiss nicht, ob uns das gefällt. Armut ein ganz anderer Begriff wie heute, Herr oder Dienerstaatsordnung, prügelnde Eltern und Lehrer, statt playstation kaufende Duzziduzziomas.


    Ich denke von vergangenen Zeiten baut sich der Mensch generell gerne eine romantische, rosarote Brille Vorstellung auf, die mit der Realität wenig zu tun hat(tte