Beiträge von Valmont

    @ Tina


    Stimmt, in den meisten Kulturen stand/steht die Schlange als Symbol für Weisheit und Erleuchtung - interessant, finde ich, wenn man
    das mal hintergründig auf ihr Auftreten in der biblischen Schöpfungsgeschichte bezieht, nach dem Motto: Was ist da wohl ihr eigentliches Motiv, ihre wahre Bedeutung? "Verführung zum Bösen?" Davon ist ja nicht einmal in dieser Schöpfungsgeschichte selbst die Rede... Aufklärung scheint ihre Mission, Aufstachelung zur Auflehnung gegen einen brutalen Willkürherrscher (wie der Fortgang der biblischen Geschichte noch zeigen wird) in Gestalt des alttestamentarischen "Gottes", wie er denn dort dargestellt wird.


    Interessant finde ich auch in dem Zusammenhang, dass die Schlange in ihrer Bedeutung in der altgriechischen Mythologie einerseits für Hellsichtigkeit steht (s. Erkenntnis), andererseits in Form der Schlange Ladon einen Appelbaum bewacht (was zu der Frage führen könnte, wie der "Apfel" in die Adam-und-Eva-Geschichte gerät, der ja in der Bibel nirgendwo erwähnt wird. Die ominöse "Frucht vom Baum der Erkenntnis" wird ja nirgends näher definiert...)...


    Dass dieser Gott keinen Spaß versteht, wenn man ihm "in die Suppe spuckt", wie Du schreibst, zeigt sich denn ja auch recht schnell.


    Im Gegensatz zu dem heute recht weit verbreiteten Gottesbild mit "Erlösungsaussicht" wie überwiegend im Neuen Testament (der Widerspruch zum AT wäre noch son Thema) geriert sich Moses' Götze als blutiger Tyrann in übler Mischung mit gekränkter Diva: Ein Autokrat, der Zweifel, Kritik oder Hinterfragen, gar einen abweichenden Willen, nicht (v)ertragen kann. Selbstgefällig und eitel, rachsüchtig und unbarmherzig. Und Moses fungiert als sein willfähriger Henker.


    Ein Rätsel, wie sich das mit dem propagierten Anspruch "Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung" vereinen lassen soll...


    Einen genauen Einblick in Herrn Jahwes/Jehovas Vernichtungskriege, den biblisch legitimierten Völkermord und andere Grausamkeiten bietet umfassend die Lektüre des Alten Testaments, einen exakten Katalog seiner drastischen Strafen für allerlei (kleinste) Vergehen bieten die 5 Bücher Mose, speziell das fünfte (Deuteronomium).


    Wer es humorvoller mag, lese sich einen "offenen Brief" an eine offenbar fanatisch religiöse Radiomoderatorin durch, gefunden unter http://www.argumente-gegen-gott.de/tag/gesetze...


    Und dagegen schien sich bereits die "paradiesische Schlange" aufgelehnt zu haben, als sie "Adam & Eve" dazu "verführte", die Frucht der ERKENNTNIS aufzunehmen und, was ihrem despotischen "Gott" aufgrund seines Habitus ja nun mal gar nicht gefallen konnte, GUT und BÖSE zu ERKENNEN... :idea: ;)

    Um "imaginäre Freunde" würde ich mich da nicht sorgen. Als Kind meinte ich, den "Schwarzen Mann" zu sehen. Diese Erfahrung kompensierte ich durch "Aufstellung" einer kompletten "Geisterarmee". Im Zuge der Entwicklung ging diese (leider?) wieder "verloren" und geriet im Zuge anderer Interessen in Vergessenheit. Den "Black Man" und "meine Soldaten" habe ich nie wieder gesehen... ;)

    Hallo allerseits, :winks:


    Gestern erst, 17.12.2013, habe ich mich in diesem Forum registriert und angemeldet. Da ich mich hier technisch und ansonsten erst
    auskennen lernen muss, hoffe ich, man möge mir anfängliche "Tapsigkeiten" nachsehen. Insofern ist dieser Thread für mich auch sozusagen eine Übung der Praxis. ;)


    Daher werfe ich einfach mal die Frage auf:


    Welche Rolle spielt für Euch die "Schlange" in der biblischen Schöpfungsgeschichte?


    Ist die Schlange wirklich so einfach das "böse Wesen", das die "unschuldige" Eva zur "Erbsünde" verführte, warum auch immer (Thema
    für sich...), oder hat sie der mit Adam und Eva angehenden Menschheit (natürlich nur als Gedankenspiel das hebräisch/christliche
    Weltbild vorausgesetzt) damit das notwendige Geschenk der ERKENNTNIS gebracht, also des Urteilsvermögens i.S. des SELBSTÄNDIG reflektierenden Denkens und damit der geistig autonomen Unabhängigkeit (von dem alttestamentarischen "Gott")?


    Und was motivierte diesen "Gott", dem biblischen Urpaar den Verzehr ALLER anderen Früchte und Pflanzen zu erlauben, nur bloß
    NICHT den Konsum der Frucht vom Baum der ERKENNTNIS? Aus welcher Befürchtung oder mit welcher Intention?


    Ich hoffe, mir ist hiermit ein leidlicher Einstand gelungen. Auf etwaige "Schnitzer" möge man mich bitte hinweisen.



    Euer Valmont :sauger: