Beiträge von Vivajohn

    Was ist mit Walen? Es wurde doch offenbar schon beobachtet, dass Buckelwale andere Tiere, Seeloewen beispielsweise, vor Orcas retten.

    Das ging mir auch schon durch Kopf... Gerade bei den Delfinen ist doch vieles fast schon unheimlich:
    So gibts zum einen zwar Berichte davon, wie Delfine auch menschliche Schwimmer vor Haien beschützt haben sollen, oder Schiffbrüchige an Land brachten.
    Andererseits haben diese Tiere auch ne andere Seite... Hier wird tatsächlich von "Mordlust" gesprochen. Und wilde Delfinmännchen haben den Ruf, alles zu vergewaltigen, was nicht bei 3 aufm Baum ist. Auch sexuelle Übergriffe auf Menschen, so wie Sexneid sind bekannte Beobachtungen.^^

    Djinnbeam
    Schon ok, ich bin der Hinsicht nicht lange nachtragend! ;)


    Ausserdem war es auf faszinierende Art und Weise der Auftakt für das, was ich eben am Argumentieren für sich so wichtig empfinde. Wir alle sind Menschen... wir alle sind fühlende Wesen... wir können uns der Gefühle nicht einfach entledigen, selbst wenn wir uns auf eine "Sachebene" berufen.


    Ich denke der Titel an sich müsste man nicht gleich ändern, der zynische Kontext steht halt im Zusammenhang mit dem aktuellen Zeitpunkt des Forums. Dieser Zusammenhang löst dann sowieso "die Zeit" auf.

    Die Komposition aus Titel und Inhalt weist auf den ersten Blick durchaus zynisches Potenzial auf, aber ich habe bewusst gewählt, da mein Ziel in der Ausarbeitung eines tatsächlichen "Argumentationsleitfadens für Anfänger" besteht. Wenn dies in einem adäquatären Bereich des Forums aufgehoben wäre, bitte ich hiermit um Umsiedlung.

    Der zynische Anteil des Threadauftakts stösst mir nun mal sauer auf, weil ich mich selbst der Pauschalaussage gegenüberstehe, ich könne nicht argumentieren. Es ist nicht so, dass ich mit der Aussage ein Problem hätte, wenn mir denn das jemand vorwerfen möchte. Wenn es aber unterschwellig verpackt wird, mag ich das gar nicht. Das Anhängsel "..für Anfänger" denunziert mich dann auch noch darauf.


    Und da liegt dann meiner Meinung nach das grundsätzlichste aller Probleme beim Argumentieren (naja und vieler Arten der Kommunikation):
    Wir alle kommunizieren in einer Form unterschwellig, auch wenn uns das gar nicht immer bewusst ist. Dabei dürfte man durchaus "authentisch" sein. Man darf sich so äussern, wenn man sich beleidigt "fühlt", so wie ich jetzt gerade.
    Wenn man das Gefühl hat, ein Grossteil aller User könne nicht Argumentieren, darf man das auch so äussern. Ich empfinde es als einen riesigen Fehler, sich eben hinter unterschwelligen Botschaften und/oder rhetorischen Stilmittel zu verstecken.


    Wenn man sich sowas gegenübersteht, darf man durchaus eine Aussage auf den verschiedenen Ebenen (Sachlage, Appell, usw...) auseinander nehmen und getrennt voneinander behandeln.

    Ein Wort ist ein Zeichen des Sprachsystems verbale Kommunikation.
    Ein Gefühl ist ein Zeichen der intra-kognitiven Kommunikation.


    Das Gefühl ist dabei nicht die Form, in der die Information übermittelt wird, sondern nur wie wir die Information wahrnehmen.

    Meiner Meinung geht das viel einfacher:
    "Emotionen" als solche sind jedem Gedächtnisinhalt zugeordnet. Gefühl als solches ist mehr die "Summe der Emotionen", die einer oder mehrerer Gedächtnisinhalte anhaften, welche gerade "bearbeitet" werden. Die Emotion ist im Gedächtnis wie ein "Schlüssel" um auf Inhalte schnell zugreifen zu können. Emotionen oder auch Gefühle sind dadurch nicht ein eigenständiges Kommunikations- oder Sprachsystem (oder einem zugeordnet), als viel mehr einfach omnipräsent.


    mfg Vivajohn

    Aktuell jedenfalls tut ihr ALLE das Gleiche, was damals zwischen Allwissender und dem Rest der Meute abgelaufen ist.
    Erhofft sich irgend jemand von euch ernsthaft ein anderes Ergebnis?

    Auch wenn ich bei der Herleitung teilweise leicht anderer Meinung bin, perfekt auf den Punkt gebracht! 8-)


    Andererseits hijacked er auch jeden neuen Thread, sobalds ihm zu langweilig zu werden scheint...

    Heutige Wissenschaft ist ein Glaubenssystem, das der Anbetung von "Wissen" dient. Dieses "Wissen" sollte dabei nicht mit echtem Wissen verwechselt werden, auch wenn Gläubige dies generell gleichzusetzen versuchen. Dieses Glaubenssystem richtet sich nach diversen Dogmen, die nicht immer völlig einheitlich sind und von denen sich die Anhänger den Kontakt zu Wissen erhoffen.

    Nö, eben nicht... Du sprichst von früheren Religionen. "Wissenschaft" ist aber lediglich der Evidenz verpflichtet. Es verzichtet auf "Anbetung" oder was dem allem sonst unterstellst... Und am Ende gehts auch nicht um profanes "Wissen", sondern darum, was man damit anfängt. "Antibiotika" z.B. oder die Entwicklung von "Rechnern".

    Wissenschaft ist essentiell für die Interaktion der Dinge mit dem Menschen.
    Dabei ist Glaube und Wissenschaft nicht unvereinbar.
    Aber Glaube hat die Tendenz, das nicht zu akzeptieren.
    Und was dann dabei rauskommt, sind solche Dinge:


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    Und wenn Menschen keinen Plan von Wissenschaft oder wissenschaftlichen Methoden haben, sich aber trotzdem darauf was einbilden, kommt sowas bei raus:


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    Das ist ein beschaulicher Gedanke, da er dem Leben an sich zuträgt aber gleichzeitig keinen Egozentrismus in dem Sinne beinhaltet, der dem Menschen über viele Religionen hinweg zugesprochen wird. "Der Mensch als höchste göttliche Schöpfung" wird somit zu einem banalen Lebewesen degradiert, was er zweifelsohne auch ist.
    Das Leben selbst und alleinig soll und muss bestand haben.

    Das Empfinde ich ebenso. Wir haben irgendwie die Eigenschaft, uns ganz engstirnig Individualistisch zu betrachten. Dabei ist es doch eigentlich so, dass das gesamte Leben auf dem Planeten auch untereinander verwandt ist, wenn man nur genug weit zurückblickt. Dem Anfang entstammen wir alle aus der selben Ursuppe... Die Wechselwirkungen für ein vernünftiges Ökosystem sind gewaltig... und faszinierend. Was sich da alles um, auf und im Menschen an Kleinstlebewesen tummelt und auch sonst in Koexistenz mitlebt... riesig... Dabei habe ich, wenn ich ehrlich bin, auch heute noch manchmal Mühe damit, dass mein Kopfkissen angeblich aus bis 10% aus Milben und Milbenkot besteht!


    Bezüglich der Mikroben: Glaubst du nicht, dass die Sonden mittlerweile steril sein müssten? Klar gibt es Extremophile. Naja. Ich hoffe du hast recht und die SOnden stürzen irgendwann auf einen Planeten, der dadurch geimpft wird. Das wäre schon cool.

    Ok, das Thema ist nicht ganz einfach! Das aller erste Mal darüber gestolpert bin ich in Zusammenhang damit ( klick ). Die Thematik im Allgemeinen ist sogar erst ums Millennium so richtig in Fahrt gekommen (genau Jahreszahl weiss ich nicht mehr), als der NASA bekant wurde, dass ihre Sterilräume eben doch nicht so steril sind, wie sie immer angenommen haben. Seither haben Biologen im Weltall beachtliches festgestellt. Von in der äusseren Atmosphäre lebenden Algenverwandten bis hin zu Einzellern, welche nicht ausschliesslich durch Stasis im Weltraum überleben.
    Um da aus dem Artikel was raus zu ziehen:


    Zitat

    Some microorganisms can survive for a long time in a vacuum. One study found that the majority of bacteria that spent six years in space survived—though only if a shade protected them from the Sun's UV light. Other studies have agreed that radiation is the main thing to worry about, and the radiation environment inside a spacecraft is complex.

    Auf der anderen Seite versteht man vieles im längeren Kontext noch nicht:


    Zitat

    If they suffer a death rate of 30% per six years, as in one of the studies, then there would still be a million of them alive after 50 years, dying at a rate of 1 every 10 minutes. On the other hand, the author of the 2008 study speculated that microbes could avoid hits from cosmic radiation for extremely long time periods, and other sources have speculated about survival for thousands or even millions of years.

    Man muss dann am Schluss allerdings eingestehen:


    Zitat

    But no one really knows.

    Ich bin aber äusserst zuversichtlich mit der grundsätzlichen Aussage: "Das Leben findet immer einen Weg!"
    Wir dürfen das in unserem grössenwahnsinnigen Individualismus nur nicht so persönlich nehmen^^

    Mal noch einige Gedanken von mir zur Thematik:


    Der Mensch überlegt doch in der Hinsicht nicht selten in einer gewissen Überheblichkeit zur Natur gegenüber. Wenn der Mensch irgendwo auf die Bühne tritt, dann sind alle Folgen für das entsprechend lokale (oder globale) Ökosystem "künstlich", nicht natürlich. Weil wir uns selbst nicht mehr der Natur zugehörig ansehen.


    Mal ein Gedankenexperiment:
    Was, wenn der Mensch tatsächlich ein von der Natur (oder Evolution, oder Erde, oder was auch immer) ein "gewünschtes" Lebewesen ist? Er also nach wie vor innerhalb der "Parameter" natürlicher Ereignisse abläuft?
    Oder anders: Welcher Grund könnte hinter der Erscheinung des Menschen (als rezente Spezies) verborgen sein?
    Ich erachte es tatsächlich als möglich, dass darin ein tieferer Sinn liegt. Diese Welt ist kosmischen Ereignissen völlig ausgesetzt. Wenn die Sonne ihr Lebensende erreicht, ist das Leben hier vorbei. Gibts ne grössere Kollision, ists vorbei. Kommen wir zu nah an gewisse Sternentypen, wird die Erde durch Strahlung einfach sterilisiert und jegliches Leben wegradiert. Der Mensch ist aber in der Lage zur Raumfahrt. Und wenn er in die weiten des Alls vordringt, kommen mit ihm (oder auch ohne ihn) Tausende von Arten mit und könnten "das Leben" verbreiten. "Der Natur" dürfte das Überleben einer einzigen Spezies (wie den Menschen) dabei recht egal sein. Denn erst mal woanders, hat "das Leben" wieder Zeit sich zu entwickeln und neue Wege zu gehen.


    Das soll keine Überlegung sein im Sinne von Rechtfertigung, dass der Mensch nun jeden Eingriff in die Ökosysteme gedankenlos tätigen kann, aber mal ein anderer, etwas abstrakterer Ansatz für eine "Sicht über die Dinge".


    Was nun in Tausend Jahren sein wird? Ehrlich, so recht weiss ich das nicht... Aber die Voyager und Pioneer Sonden werden sich auch dann noch immer weiter aus unserem Sonnensystem bewegen und auf ihnen wird man mit Bestimmtheit immer noch Mikroben von der Erde finden. Ein spannender Gedanke!


    mfg Vivajohn

    Leute:


    Die Diskussionen führt ins nirgendwo... Geht, da bin ich mir nun ziemlich sicher, darum:

    Zitat

    Jede Situation in Deinem Dasein wird für Dich immerso sein (Dir so erscheinen) wie Du glaubst dass sie ist. Es wird Dir daher zwangsläufig auch alles immer so erscheinen wie Du glaubst dass es ist!

    und:

    Zitat

    Ich schreibe hier ider wonaders um mir die Zeit zu vertreiben und die WELTFORMEL frisch zu halten, das ich sie nicht vergesse.


    Das ganze ist narzisstisch inszeniert... ihr werdet euch mehr und mehr aufregen und damit nährt ihr sein Ego...


    Keine Ahnung, ob sogar der Threadauftakt entsprechend inszeniert wurde oder ihn "gehijacked" hat...

    Ich krieg das Gefühl nicht los, die Diskussion hier schon mal geführt zu haben...
    Und hab da das Gefühl zu Wissen, in welche Richtung sich die Diskussion entwickeln wird...
    Der Schreibstil... die Art... kommt mir bekannt vor...

    Mal eben nachgekuckt... Ich tippe ja schwer auf "Shenzo", "Allwissender", oder wie auch immer der bevorzugte Nick war...

    Etwas, das diejenigen aus irgendwelchen Gründen für wirklich halten und augenscheinlich eine Lehre ist, die sie von anderswo aufgriffen.


    Z.B.:
    "Mein Denken kommt von der göttlichen Schildkröte."
    "Das menschliche Gehirn ist doch nichts anderes, als ein überdimensionierter Entscheidungsschaltkreis."

    Ich benutze für meine Überzeugung lediglich gesicherte Tatsachen... Forschungsergebnisse, Studien und so weiter. Würde man nachfragen wollen, wie das zustande kommt, wäre ich offen, dies zu erklären. Es dünkt mich allerdings, als ob dir an "der Realität" nicht viel liegt...


    "But something smells..."


    Ich krieg das Gefühl nicht los, die Diskussion hier schon mal geführt zu haben...
    Und hab da das Gefühl zu Wissen, in welche Richtung sich die Diskussion entwickeln wird...
    Der Schreibstil... die Art... kommt mir bekannt vor...

    Nunja, die Aussage das die KI in der Lage ist, die Bedeutung von Sätzen zu "erahnen" finde ich schon phänomenal. Damit wäre erstmal ein "Verständnis" von Sprache durch eine KI möglich.

    Naja, da liegt das Problem im Artikel. Er suggeriert, dass die Maschine dann da "versteht"... tut sie aber nicht! Es sind Prüfungen auf Algorithmen, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und dergleichen. Über den tatsächlichen Inhalt hat sie absolut keinen Plan... Das ist weit weg von KI, auch wenns in der Presse als solches verkauft wird. Das geht in die aktuellen Entwicklungen in Richtung "Machine Learning". Dabei gehts nicht primär um KI, sondern um intelligente Lernmechanismen komplexer IT-Systeme auf Basis logischer Konsequenzen. Kein, wie ich sagen würde, komplexer "Verstand".

    Zu "Denkprozesse" und "Sprache":


    Es wäre Irrsinn, zu glauben, der Mensch denke nur "in Sprache" oder nur "sprachlos"...
    Der Mensch denkt "vernetzt", Sprache ist innerhalb dieses Netzes einfach eine Komponente davon. Mal auf einen ganz einfachen Nenner hinabgebrochen. Daneben gibts noch andere, wie z.B. emotionale Komponenten, visuelle + räumliche Komponenten, auditive Komponenten, und und und...
    Manch etwas ist in einem Gehirn ausgeprägter, im anderen weniger... die Grundmechanismen bleiben aber.



    Zu "Bewusstsein", "Unterbewusstsein" und den jeweiligen Denkanstössen:


    Da bin klar der Meinung, dass der Mensch einiges an sich völlig überbewertet. Das menschliche Gehirn ist doch nichts anderes, als ein überdimensionierter Entscheidungsschaltkreis. Der eigentliche "Input" und "Output" dieses Schaltkreises sind immer Emotionen. Das, was wir als "Denken" wahrnehmen, findet dazwischen statt. Dabei werden "Rekonsolidierungsprozesse" angekickt, die zugrundeliegende Erinnerungen auf gegebene Situation frisch bewerten. Dabei entscheidet im eigentlichen Sinn nicht das Bewusstsein, welche diese Rekonsiliderungsprozesse zu überwachen scheint, das Ergebnis des übergeordneten Entscheidungsschaltkreises. Es beeinflusst diesen einfach mit Hilfe der Rekonsolidierung. Scheinbar solange, bis in allen beteiligten Prozessen eine Art "Quorum" erreicht ist.

    Korrekter ist wohl die Annahme, dass die Sprache das Denken beeinflusst. Worte vermitteln Ideen, und die Forschung zu bilingualen Menschen zeigt, dass unterschiedliche Sprachen mit unterschiedlichen Denkweisen verbunden sind.

    Es gibt enorm krasse Beispiele dafür, wie Sprache Denkmuster beeinflusst. Bei den Aboriginals z.B. In ihrer Sprache gibt es keine relativen Richtungsangaben wie "links" oder "rechts". Alles wird mit den Himmelsrichtungen angegeben. Das hat zur Folge, dass diese Menschen ein unglaubliches, räumliches Vorstellungsvermögen haben, mit einem sehr scharfen Orientierungssinn. Selbst innerhalb geschlossener Räume sind die Himmelsrichtungen stets bekannt.