Beiträge von derwestermann

    Als Automatisierungstechniker, der heute sechs-achsige Roboter zur Verfügung hat, die in ihrem erreichbaren geometrischen Raum jeden Punkt anzufahren imstande sind und einen Schwager habend, der im Bau arbeitet und seine Erzählungen, mit meinen Kentnissen der Automatisierungstechnik korrelierend, sage ich, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in den neunzehnhundertvierziger Jahren, einen Hausbauautomaten konstruieren konnte, schätze ich nicht höher als 5,8 Prozent.

    Die Starlink-Satelliten sind eine Reaktion auf das vielerorts nur schlecht ausgebaute und mitunter schlecht zugängliche terrestrische Internet! Wer will denn Online kaufen, wenn seine Online-Zeit durch Kosten für Datenvolumen und/oder Zeit begrenzt ist und man sich nur zögernd durch die Angebote wühlen kann?

    Dann gibt es auch noch Angebote, welche nicht so richtig funktionieren.

    Soso. Wer sagt denn, dass das Online-Shopping wichtiger für uns ist, als ein freier Blick in den Himmel, ohne das alle Minute synchron über den Himmel rasende Objekte uns noch wirrer machen, als das Uhren konnten?


    Zitat


    Ich habe es noch nicht geschafft ein Prepaid-Guthaben von deutschen Anbietern aufzuladen!

    Selstsam, das gelingt mir dauernd. Meinem Mitbewohner übrigens auch.


    Zitat

    Bezüglich Neuanfang: Neuanfänge erfordern einen Zustand hoher Anarchie und es ist bekanntlich zur Zeit das absolute Gegenteil der Fall!

    Angesichts dessen, dass wir hier über einen Haufen von intellektbegabten Wesen reden und nicht über Tsunamis, woher nimmst Du diesen Glauben, dass ein Neuanfang nötig ist? Wir müssen halt einigess bestehendes anders, mitunter sogar grundlegend anders machen, aber was soll hierin ein Neuanfang?


    Zitat

    Interessant ist auch ein Blick in die jüngere Geschichte:

    als die 1968er aktiv waren, hat das Prinzip "höher, schneller, weiter" bestens funktioniert und da hatten viele keinen Bedarf für Alternativen.

    Was die 68er zum Marsch durch die Institutionen trieb war, dass sie, mit Recht, glaubten nur aus dem inneren des Systems, dasselbe verändern könnten. Was sie sich nicht vorstellen konnten war, dass sie beim Marsch durch die Institutionen zu den Ärschen der Institutionen werden konnten.

    Zitat

    um 1990 waren die Rahmenbedingungen für einen Neuanfang sehr gut, doch haben sich damals alle einschlägigen Bewegungen so weit aufgerieben, daß sie nicht die Chancen nutzen konnten und neu entstehende Bewegungen bei den Medien kein Gehör fanden und somit Randfiguren blieben.


    Was sollen denn die einschlägigen Bewegungen sein? Etwa der "Arbeiterbund zum Wiederaufbau der KPD", mit ihrem Slogan:"Nur die Arbeiterklasse und der Sozialismus können die Welt retten"? Ich lach mich tot. Rezepte aus der Mottenkiste der Geschichte, für Probleme die entweder ganz wo anders liegen, etwa der Klimawandel, oder keine so massiven mehr sind, wie etwa die Menschen aus der Armut zu holen. Die Armut ist in den letzten dreissig Jahren rapide gesunken:"Menschen sind von extremer Armut betroffen, wenn sie in Haushalten mit Einkommen von weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag und Kopf leben. 1981 galt dies noch für 44 Prozent der Weltbevölkerung bzw. knapp zwei Milliarden Menschen. Ende 2015 war weltweit weniger als jeder Zehnte von extremer Armut betroffen – rund 700 Millionen Menschen."

    Nein! 1990 hat der Kapitalismus, den Sozialismus bezwungen und alle glaubten an dieses "Höher, schneller, weiter" welches Du zuvor angemerkt.

    Nun, als jemand, der selbst dreissig Jahre an Gott und Jesus glaubte, kann ich Dir berichten, solcherlei Erlebnisse ebenfalls gelegentlich gehabt zu haben. Das ging soweit, dass meine, leider, Ex-Frau mich jedesmal, wenn wir woanders einzogen, bat, diese Räume, oder das Haus frei zu beten. Wenn ich in diesen Situationen selbst das empfinden hatte, dass hier wirklich etwas böses gegangen ist, fühlt sich das durchaus real an. Seit einigen Jahren bin ich nun Atheist, glaube aber nach wie, dass es spirituelles gibt. Gleichwohl hat sich mir kein Gefühl, oder spirituell interpretierte Wahrnehmung seither, bedrohlich gezeigt. Wenn doch, waren es Vorboten von real auf mich zukommenden Stressituationen.

    Zuallererst rate ich also zu einer Haltung, dass Dir nichts in diesem Universum böses will, ausser andere Menschen.


    Gegen letztere kann und sollte man sich zur Wehr setzen, wenn diese, um ihres eigenen Nutzens Dich anfechten. Es kann aber auch sein, dass diese Angriffe, Reaktionen auf von Dir begangene Unrechte sind, dann solltest Du diesen dergestalt begegnen, dass Du Dir eben hierüber Gedanken machst. Vielleicht ist eine Bitte um Vergebung nötig, vielleicht die Richtigstellung der Tatsachen.


    Es ist aber auch möglich, dass Du heranziehende Gefahr für einen Eurer Runde spürst und Du derjenige bist, der dies spirituell wahrnimmt und darauf reagieren kann. Ich fürchte, dass Dir hierbei kein Gott helfen wird, ich bin aber gewiss, dass kein Gott, oder Teufel, Dich daran hindern kann, das beste aus dieser Situation zu machen.

    Mich würde es interessieren wie du darauf kommst das jz alles besser wird und sich etwas verändert?

    Ich behaupte gar nicht dass es besser wird, aber dass es besser werden kann. Vor allem, wenn jeder einzelne Mensch, geschlechtsneutral, eingedenk aller widrigen Argumente, die eine weitere Besserung möglich erscheinen lassen, dennoch darauf hinarbeitet, dass diese bessere Gesellschaft, entstehen kann. Latürnich bin auch ich skeptisch, aber ich erwarte lieber, dass sich alles besser entwickeln wird, es macht einfach mehr Spass. Wenn ich dann am Ende meines Lebens doch unter dem Scherbenhaufen der Menschheit liege, dann kann zumindest eines sagen: Ich hab' wenigstens geraucht!

    Wie wollen wir denn die Gesellschaft nach Corona haben? Was muss geändert werden, was kann geändert werden, oder mit Kant fragend, was können wir wissen, was können wir hoffen und was sollen wir tun?

    Hawking ist diesbezüglich merkwürdig surreal. Ausgerechnet ein Mensch, welcher sich so mit Wahrscheinlichkeiten beschäftigt hat, sollte doch wissen, ich schreibe betont nicht glauben, dass es wesentlich unwahrschenlicher ist, dass wir es schaffen, vor unserem Ende irgendwo anders im All zu siedeln, als dass wir die Kurve noch kriegen. Und warum seid Ihr so pessimistisch? Latürnich sieht es derzeit nicht danach aus, dass wir es schaffen den Egoismus und den Kapitalisumus, wie wenn das nicht das selbe wäre, zu überwinden. Aber wenn niemand die Möglichkeit, zumindest als angenehmere und mithin erstrebenswerte, dass wir das schon noch recht gestalten werden, lieber in Betracht zieht als eben die offensichtliche, dann kann sie ja auch nicht werden.

    Wegen meines Tinnitus, komme ich ohne andere, genehme Tonquellen, nur schwer in den Schlaf. Wiewohl ich aber den digitalen Diktator auf weniger als armeslänge von mir lagere, träume ich recht viel. Gelegentliche Trüb- und sogar luzide Träume habend.

    Heute habe ich im Deutschlandfunk gehört, dass es Stimmen aus Politik und Wirtschaft gibt, die einen Neuanfang fordern. Das Argument ist, dass nun ohnehin Geld in die Hand genommen werden muss, warum also dieses nicht in neue, nachhaltige Strukturen investieren? Da bin ich voll dabei! Lasst und eine neue Wirtschaftordnung schaffen, in der nicht mehr der einzelne zählt, der am meisten bekommt. Verdienen, kann keiner mehr als ein paar Millionen. Ist nicht jetzt die Zeit, in welcher wir allen Bilderbergern und Genossen, zeigen können, wie viel Mehrwert alle, auch die die sich bisher an diesem System bereichert haben, haben könnten, wenn wir nur noch nachhaltig wirtschaften? Die Wissenschaftler*Innen berichten uns täglich vom Klimawandel und welche Unausweichlichkeiten drohen. Ist das so? Ich glaube nicht! Ich glaube, dass die Menschheit sehr wohl in der Lage ist, dieses Problem in den Griff zu kriegen und dass wir im Bestreben dahin für so ziemlich jeden, der will, Arbeit schaffen können. Sinnvolle Arbeit, die alle Menschen versorgt und auch noch die Ressourcen unseres Planeten bewahrt! Hawking ist ein Depp, wenn er meint. dass wir diesen Planeten in den nächsten hundert Jahren verlassen haben müssen, weil wir sonst untergehen. Eher schaffen wir eine Wende, zu nachhaltigem Wirtschaften, als das wir es schaffen, irgendwo sonst im Universum zu siedeln.

    Ich versuche doch gar nicht, dass chinesische Regime schön zu reden. Ich behaupte aber, dass die, in diesem System agierenden Menschen, eigentlich auch nur in Frieden und Wohlstand leben wollen. Das Problem mit uns Menschen ist, meines Erachtens, dass wir immer an der Grenze des machbaren agieren und es die Menschheit nicht geschafft hat, hier ein Gleichgewicht zu finden, zwischen dem was gut und sinnvoll ist und dem was letztlich doch schadet. Allerdings führe ich diese Diskussion auch aus einem unverhältnismäßigen Wohlstand heraus. Wäre ich ein, an der Grenze zur EU gestrandeter Flüchtling, würde ich, bei aller Belesenheit, vermutlich anders argumentieren, weil viel dichter am eigentlichen Sein.

    Die Grenze zwischen Halluzies und realen Wahrnehmungen dürfte, wie immer, fliessend sein. Wie viel von dem, was für uns real erscheint auch wirklich ist, bestimmt, meines erachtens, die Wahrnehmung von möglichst vielen. Wir sind uns vermutlich einig, dass Sterne das sind, wofür man sie hält, gigantische Ansammlungen von Masse in denen Kernfusionen stattfinden. Es gibt keine stichhaltigen Hinweise, dass es sich um elektrische Objekte handelt, wie von den Anhängern des "elektrischen Universums" behauptet; von wegen Birkeland-Ströme und so. Und auch die Eiswelttheorie hat wenig, bis gar keine Evidenz. Eine Beobachtung im virtuellen Raum des einzelnen, wird nicht per se Unsinn, nur weil vielleicht keiner daran teilhaben kann. Jedoch wird die Wahrscheinlichkeit des Realitätsgrades auch nicht dadurch erhöht, dass viele daran glauben. Wenn die statistische Auswertung, keine Daten ergibt, die für eine Hypothese sprechen, ist diese Hypothese spätestens dann widerlegt, wenn auch nur ein Faktum dagegen spricht. Wobei hier wieder unterschieden werden muss, zwischen Annahmen, welche in sich konsistent sein können, etwa "Gott hat mich geheilt", weil jemand ein solches Erlebnis hatte und der Annahme, das könnte ein adäquater Weg zur Heilung für alle sein, was sich statistisch eben nicht erhärten läßt. Eine eingebildete Begegnung mit der vermeintlichen Tante, muss keine Einbildung sein. Erst wenn viele eine solche Wahrnehmung teilen, muss diese Tante auch tatsächlich da gewesen sein, sonst muss man etwas anderes annehmen, was dann vielleicht auf Halluzinationen hinweist.

    Das mit der Lebensqualität unterschreibe ich sofort. Jedoch alle Forschung und ihre Ergebnisse als nicht natürlich zu verteufeln, will mir doch arg esotherisch erscheinen.

    Schon mal Seneca gelesen? In den Briefen an Lucilius schreibt er genau davon, dass die Menschen jammern, nur noch so wenig Zeit zu haben, dabei haben sie die nicht für Lebensqualität, sondern zur Anhäufung von Gütern und Karrierestufen verwandt.

    Das ist der Preis, für eine fast dreimal so hohe Lebenserwartung, wie noch vor 200 Jahren.


    Aber das die Pharmazie die Kontrolle über unsere Körper gewinnen will, verweise ich in die Rubrik "Verschwörungstheorien". Klar würde allen eine gute Mischung von wissenschaftlich gesicherter Kenntniss und spiritueller Selbstverständlichkeit besser tun, aber wir arbeiten dran. Also mit wir meine ich die Menschheit.