Beiträge von Martouf

    Dem kann ich mich anschließen, das o.g. Wikipedia-Statement scheint tatsächlich falsch zu sein. Ich hab schon aufgehört zu zählen, wie oft ich im Traum in einen tiefen See gefallen bin, in dem eine starke Strömung herrschte, die mich unter Wasser in die Tiefe riss (was sich alles sehr real anfühlte, leider...), bis ich keine Luft mehr bekam und in genau jenem Moment aufwachte.
    Der Traum kommt von Zeit zu Zeit, es scheint wohl irrelevant zu sein, was ich am Tag zuvor getan/gedacht hatte, ich kann jedenfalls keinen äußeren Einfluss erkennen, der diesen Traum "auslösen" würde.


    Wobei es allerdings noch die Möglichkeit gibt, dass es tatsächlich mein Tod ist, den ich da geträumt habe; vielleicht bin ich in einem früheren Leben tatsächlich auf so grausame Art und Weise ertrunken?


    -- Martouf

    Um meinen persönlichen Standpunkt hier kurz einzuwerfen und dann wieder zu verschwinden (will die Diskussion nicht in diese Richtung lenken): Ich denke, es ist nicht die Frage nach dem Intelligenzgrad, ab dem das Bewusstsein anfängt, die hier zählt, sondern es geht IMHO um die Nutzung des Bewusstseins an sich (siehe AKE-Bereich). Demzufolge wäre ein Roboter (als physische Einheit gesehen) ein bewusstes Wesen, wenn sein physischer Körper eine "Schnittstelle" zu einem nichtphysischen Bewusstsein bereitstellen würde, und er wäre ein nichtbewusstes Wesen, wenn es diese "Schnittstelle" nicht gäbe.


    -- Martouf

    Hallo Leute,


    da ich persönlich (ich will ja ehrlich zu euch sein) in den letzten Monaten ziemlich wenig geübt habe, hab ich mir gedacht, daraus einen Neujahrsvorsatz zu machen, um die Chance auf eine AKE stark zu erhöhen und hoffentlich bald wieder was Interessantes zu erleben.


    Deshalb schlage ich vor: Ab dem 1.1.2006 jeden Tag eine AKE-Übung!


    Wer macht mit? :)


    -- Martouf

    Nachfolgend poste ich hier mal alle Erlebnisse, die sich bis vor einigen Wochen noch in meinem (inzwischen aufgelösen) AKE-Forum befunden haben.


    ---


    Erlebnis vom 04.09.2005


    Heute Nacht passierte etwas sehr Seltsames. Ich kann wirklich unmöglich bestimmen, ob es real war oder nicht. Es waren jedoch definitiv einige AKE-Elemente dabei.


    Zur Vorgeschichte muss ich sagen, dass ich gestern Mittag von einem einwöchigen Schulausflug nach Prag wiederkam. Vorgestern morgen wurden wir aus dem Hotel geworfen, am Abend stiegen wir in den Zug (im Nachtzug konnte ich sogar mal vier Stunden schlafen), gestern Mittag kam unsere Gruppe dann endlich wieder zuhause an. Fazit: Ich hatte gerade mal vier Stunden Schlaf (mit Unterbrechungen) in mehr als 24 Stunden gehabt, als ich gestern um ca. 17 Uhr todmüde ins Bett fiel - sogar mit Klamotten :lol: - und quasi auf der Stelle einschlief.
    Danach folgte ein tiefer, traumloser Schlaf, bis ich um 21 Uhr kurz aufstand um etwas zu trinken. Anschließend legte ich mich wieder hin und es folgte wieder ein traumloser Schlaf. Irgendwann mitten in der Nacht (ca. 3 Uhr, schätze ich) wachte ich dann auf, ging auf die Toilette, trank wieder etwas und legte mich dann wieder hin. Im Unterschied zu den vorherigen Unterbrechungen war ich diesmal etwa 10-15 Minuten wach geblieben bevor ich mich wieder hinlegte und weiterschlief.


    Das nächste Mal, an dem ich aufwachte, öffnete ich meine Augen, drehte mich um und sah auf die Uhr. Der Wecker zeigte eine "normale" Uhrzeit an. Auch ein Reality-Check (Uhr ansehen, sich eine "unmögliche" Uhrzeit [z.B. 64:30 Uhr] ausdenken und wieder hinsehen, ob sich was verändert hat) brachte nichts Ungewöhnliches zu Tage. Dennoch fühlte ich mich irgendwie anders; als ich stärker darüber nachdachte, wallten die Schwingungen in mir auf! Ein rasches Vibrieren gepaart mit einem Rauschen, jedoch nicht allzu stark. Das versetzte mich in leichte Angst, jedoch war ich zu müde (unbewusst?), um in stärkere Angst zu geraten.
    Als ich mich dann in meinem Zimmer umsah, hatte sich vieles verändert - beispielsweise befand sich unter meinem Tisch ein Akku-Ladegerät (obwohl da gar keine Steckdose ist!), dessen grüne Led sich bei jedem Hinschauen abwechselnd an- und ausschaltete (bei dem Gerät unmöglich; es gibt nur an oder aus, kein Blinken). Da waren noch weitere Veränderungen, die mir jedoch nicht in Erinnerung blieben. Das Bemerkenswerteste war aber das charakteristische, grau-bläuliche, schwache "Leuchten", das von mir selbst auszugehen schien und das ich bereits bei mehreren AKEs beobachtet hatte.
    Irgendwie gelangte ich anschließend auf den Flur und ging ihn entlang. Ein- oder zweimal affirmierte ich mir selbst: "Ich bin vollkommen ruhig und habe keine Angst.", was auch sehr gut funktionierte. Am Ende des Flures (kurz vor einem Torbogen; danach geht es "um die Ecke" mit dem Flur weiter, jedoch mit Fliesen anstatt mit Laminat) blieb ich stehen, überlegte kurz und verlangte dann entschieden: "Ich möchte mein Ich-Dort treffen!" Eine Welle von Vibrationen, ähnlich den Schwingungen, jedoch ohne deren charakteristisches Rauschen, wallte in mir auf und ich fühlte mich wie auf eine höhere Schwingungsebene gehoben. Dann bekam ich jedoch starke Angst und sofort ließen die Schwingungen nach, verblassten innerhalb weniger Sekunden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, als ob ein Guide mich beobachtete und mich nur dann mein Ich-Dort besichtigen ließ, wenn ich furchtfrei genug blieb. Tja, Test nicht bestanden, stellte ich ärgerlich fest.


    Das nächste, woran ich mich erinnern kann, ist eine Art Traumszenerie. Ich muss wohl durch irgendwelche unkontrollierten Gedanken einen Traum (oder war es ein Traum im Traum?) losgetreten haben. Es war wirklich ein typisches Handlungschaos, ein kurzer und knapper Handlungsfaden zog sich durch viele wirre Sub-Handlungen. Gefühlsmäßig gab es aber einen Unterschied - diesmal fühlte es sich nicht an wie eine AKE, sondern eher wie ein luzider Traum. Für einen "echten" Traum war ich aber zu bewusst, ich konnte sehr gut Gedanken formulieren, war aber nicht bewusst genug, um den Traum als solchen zu erkennen und beenden zu können.


    Der Traum handelte prinzipiell davon, wie ich in "meinem" Auto (bzw. dem Auto meiner Eltern, um genau zu sein) durch eine mir unbekannte Stadt fuhr. Irgendwann kam ich (zufällig?) zu einer Art Werkstatt, wo ein ADAC-Fachmann (?) mein Auto unter die Lupe nahm und schwere Schäden feststellte. Er würde mir das kostenlos reparieren, und ich half ihm sogar mit - obwohl ich für gewöhnlich fast keine Ahnung von Autos bzw. deren Funktionsweise habe.
    Das ist schonmal sehr interessant; da ich nämlich an Reisekrankheit leide (ich muss mich bei längeren Busfahrten oder unruhigen Schiffahrten immer übergeben) und die Zugfahrt von Prag nach Hause über 15 Stunden dauerte, trank ich die ganze Fahrt über nichts, aß höchstens zwei Nektarinen - ich wollte nicht in die Situation kommen, mich übergeben zu müssen und ließ deshalb meinen Magen so gut wie leer. Dazu kam noch, dass ich sowieso relativ wenig getrunken hatte (in Prag war es sehr heiß; meinem Gefühl nach hatte ich zu wenig getrunken, meinem Durst nach war es aber genug). Vielleicht hatte ich meinen Körper als Auto angesehen und die Schädigungen rührten vom Wasser- (und Schlaf-) mangel her?


    Eine weitere Traum-Szene habe ich auch noch detailliert im Gedächtnis: Ich stand mit meinen Eltern (und weiteren, mir unbekannten Personen? Da bin ich mir nicht sicher) in einem Garten und erkannte dann den Traum als Traum, tat jedoch seltsamerweise nichts dagegen. Stattdessen erzählte ich meiner Mutter davon; sie glaubte mir nicht, dass alles nur ein Traum war. Dann versuchte ich ihre Gedanken dahingehend zu lenken, dass sie aufwachen sollte (durch Sätze wie: "Du befindest dich in einem Traum! Du wachst jetzt auf und kommst zu mehr Bewusstsein - sage dir in deinem Geiste etwas wie "Bewusstsein. Sofort!"), und sofort ging es ihr "seltsam": Sie krümmte sich, fasste sich an den Kopf, ächtzte herum. Was danach geschah, weiß ich nicht mehr - es folgte ein Blackout.
    Das war nun etwas sehr Seltsames - war es wirklich das Bewusstsein meiner Mutter, mit dem ich da interagierte, oder war es eine von mir oder von jemand anderem erschaffene Traumfigur? Was war das für eine Reaktion, als ich sie zu mehr Bewusstsein bewegen wollte - wachte sie danach tatsächlich auf? Ich habe leider keine Möglichkeit, sie zu fragen, da ich dann wahrscheinlich "dumme Antworten" bekäme (oder gar keine, da der Vorfall, sofern er existierte, von ihr als unwichtig abgestempelt und vergessen wurde) und/oder sogar mein Interesse für AKEs offen legen müsste. Dafür ist es IMO wirklich noch zu früh!


    Danach kann ich mich wieder daran erinnern, wie das Auto repariert wurde und ich die Werkstatt wieder verließ. Den Rest des Traumes kann ich nur als typischen Traum-Unsinn bezeichnen; da gibt es eine klare Grenze, an der sich Erinnerungsvermögen, Menge an Bewusstsein, Schärfe der Wahrnehmung des Traumgeschehens und Gedankenkontinuität ganz klar verschlechterten, das Erkennen des Traumes als solchen verloren ging; dafür nahm aber die Komplexität der Handlungen und die Feinheit der Handlungsfäden (und somit deren Verworrenheit) ungeheuer zu, als nähme man Dutzende kleine Handlungen und fügte sie wie Mosaiksteinchen aneinander, so dass sie eine große, mehr oder weniger unsinnige Handlung ergäben - das typische Traum-Chaos eben.
    Was ich persönlich sehr interessant finde, ist, dass es mir nach dem Aufwachen deutlich besser ging als gestern und mein Durstgefühl sich wieder normalisierte; im Traum war das Auto (mein Körper) letztendlich ebenfalls wieder funktionsfähig. Ich sehe zumindest in diesem Aspekt einen ganz klaren Zusammenhang.


    Wenn ich das Erlebnis als Ganzes interpretiere, komme ich zu dem Schluss, dass es entweder von vorne bis hinten ein (mehr oder weniger luzider) Taum war, oder dass ich mitten in der Nacht eine echte AKE hatte, die dann durch wirre Gedanken meinerseits in einen Traum abrutschte - ich also einen Traum selbst initiiert hätte; Robert Peterson nannte dieses Phänomen übrigens "Traumfalle". Für die "Traumfalle" spricht der unterschiedlich hohe Grad an Realismus, Bewusstsein und Gedankenkontinuität; der Wechsel zwischen AKE und selbst initiiertem Traum war für mich deutlich spürbar. Gegen die "Traumfalle" - und somit dafür, dass das Erlebte ein großer, ganzer Traum war - spricht die Tatsache, dass ich die Schwingungen gespürt hatte, nachdem ich aufgewacht war, ebenso, wie sich das Zimmer erst nach diesem Vorfall verändert hatte.


    Bleibt nur ein großer Rest an Ratlosigkeit... .



    Erlebnis vom 18.5.2005


    Heute, besser gesagt am frühen Morgen, erlebte ich eine AKE, die ich aus einem luziden Traum heraus einleitete.


    Gleich vorweg: An die Ereignisse in meinem Traum, bevor ich luzid wurde, kann ich mich nicht einmal auszugsweise erinnern. Die Erinnerung setzt kurz vor dem Moment ein, an dem ich luzid wurde. Ich befand mich im älteren unserer zwei Badezimmer (das Licht war eingeschaltet, draußen schien es dunkel zu sein) und wusch mir die Hände. Kurze Zeit später blickte ich in den großen Badezimmerspiegel und hielt inne; ich betrachtete mein Spiegelbild genau.


    Alles war wie immer, doch bei genauerem Hinsehen fielen mir immer mehr Ungereimtheiten auf: Zum einen musste ich feststellen, dass ich etwas längere Haare hatte, obwohl ich erst einen Tag zuvor zum Frisör gegangen war. Weiterhin hatte ich ein T-Shirt an, das ich eigentlich nur zum Schlafengehen anzog; trotzdem hatte ich meine Brille aufgesetzt, als sei ich gerade erst aufgestanden oder wollte gleich schlafen gehen. Das Spiegelbild fesselte meine gesamte Aufmerksamkeit. Immer stärker erkannte ich die Unlogik der Situation: Warum war es draußen dunkel, wenn wir doch Sommer hatten (und ich regulär um ca. sieben Uhr morgens aufstand, wenn es bereits hell war)? Weshalb hatte ich meine Brille aufgesetzt, wo ich sie doch normalerweise im Badezimmer immer absetzte? Und dann kam der entscheidende Gedanke: Warum war ich überhaupt hier, wo ich doch gerade erst...schlafen gegangen war?


    "Das muss ein Traum sein!", schoss es mir durch den Kopf. Augenscheinlich veränderte sich nichts, doch ich bemerkte dennoch eine wesentliche Veränderung: Ich schien immer "bewusster" zu werden, mit jedem Gedanken, den ich bezüglich der Situation hegte, aber dieses Bewusst-Werden geschah nur langsam und zögerlich. Ich erinnerte mich daran, meine Erkenntnis laut auszurufen, und das tat ich dann auch: "Ich träume gerade..." - daraufhin wurde ich rasch bewusster, bis ich fast über mein "normales", waches Bewusstsein verfügte. Fast schon reflexartig erkannte ich, dass ich luzid geworden war, und wollte unbedingt die Methode zur Einleitung einer AKE durchführen, mit der ich bereits am 28.3.2005 Erfolg gehabt hatte. Ich sagte also ruhig und konzentriert: "Ich will in meinen Körper zurückkehren!", woraufhin ich tatsächlich aufwachte.


    Ich dachte jedoch nicht daran, mich (physisch) zu bewegen; ich war mir sicher, dass ich mich sowieso in der Schlafstarre befand. Stattdessen wollte ich - da ich die Schwingungen recht intensiv (diesmal aber nicht "erdbebenartig") spürte und es mir gelang, sie durch Konzentration zu verstärken - versuchen, mich zur Tür zu bewegen. Daraufhin spürte ich ein erstaunlich starkes, deutliches Ziehen in die Richtung meiner Tür. Zur Bestimmung der Richtung sei angemerkt, dass sich auf direktem Wege zwischen Bett und Tür ein Computertisch mit Monitor, Tower und sämtlichem Zubehör befand, dieser jedoch praktisch ignoriert wurde. Es war also nicht so, dass ich auf "freiem" Wege zur Tür gelangt wäre; stattdessen hätte ich unterwegs einige physische Objekte einfach durchflogen. Dies ist in so fern interessant, da mein Verstand die Möglichkeit des Durchquerens physischer Objekte bzw. deren nichtphysischer Gegenstücke quasi automatisch beachtete, während ich diese Möglichkeit bewusst niemals bedacht, sondern eine "freie" Route gewählt hätte.


    An der Verwendung des Konjunktivs in den vorhergehenden Sätzen kann man bereits erkennen, dass ich es gar nicht erst schaffte, zur Tür zu gelangen - irgendetwas blockierte mich anscheinend. Es gab einfach kein Weiterkommen, so sehr ich mich auch bemühte. Ich dachte konzentriert an die Tür, doch ich bewegte mich kaum mehr als ein paar Zentimeter auf sie zu. Nach etlichen vergeblichen Versuchen, die Bewegung durch gezielte Gedanken zu erreichen, wählte ich (wohl eher unterbewusst) die "klassische" Methode: Ich versuchte nach Kräften, mich nach oben zu bewegen, doch mit nur einem Resultat: Die Schlafstarre löste sich, kurz darauf verschwanden die Schwingungen und ich saß mit meinem physischen Oberkörper aufrecht im Bett. Ein bisschen enttäuscht von mir selbst und meiner offensichtlich unterbewussten Konditionierung auf physische Objekte und Handlungsweisen (das Aufsetzen bzw. "nach oben wollen"), aber dennoch froh darüber, dass es wieder einmal "geklappt" hatte, legte ich mich augenblicklich wieder hin und schlief ein.


    Interessant ist, dass ich daraufhin einen Traum erlebte, der vom Fliegen handelte: Die Handlung war so obskur und unlogisch wie sie es typischerweise bei Träumen ist, jedoch empfand ich während einiger Momente ein durchaus realistisches Fluggefühl. Ich dachte mir jedoch nichts dabei und blieb in meinem Traum. Ich führe dies übrigens nur deshalb hier auf, weil ich zeigen möchte, wie sehr sich Traum, luzider Traum und eine außerkörperliche Erfahrung voneinander unterscheiden; ich habe diesen Unterschied am eigenen Leibe (blöde Redewendung, da unpassend *g*) erfahren und es sind wirklich drei verschiedene Dinge, wobei sich Traum und luzider Traum jedoch stark ähneln, während sich eine AKE um einiges realistischer anfühlt, was sie ja auch ist.



    Erlebnis vom 7.5.2005


    Jetzt dürft ihr mir gratulieren, heute empfand ich das überwältigende Gefühl, doch kein Spinner zu sein :wink:


    Heute morgen, ungefähr gegen acht Uhr, wachte ich auf. Ich beschloss, die tiefe Entspannung kurz nach dem Aufwachen auszunutzen und eine AKE-Übung zu machen. Ich legte mich also auf den Rücken, entspannte mich und visualisierte. Eine ganze Weile später spürte ich das vertraute Kribbeln, das den Beginn der Schlafstarre (und nicht den Beginn des Austritts aus dem Körper, wie ich anfänglich dachte) ankündigte. In der Tat breitete sich das seltsame Kribbeln innerhalb der nächsten Minuten praktisch über meinen gesamten Körper aus, beginnend an den Zehen. Die unteren Regionen meines Körpers wurden immer tauber, bis ich sie irgendwann gar nicht mehr spürte.


    Jedoch bemerkte ich nach einer langen Zeit, dass ich mich irgendwie unbequem hingelegt haben musste. Irgendetwas drückte am Rücken und erzeugte dadurch ein sehr unangenehmes Gefühl. In einem Versuch, die Situation zu retten, bat ich in Gedanken um Hilfe: "Ich bitte um Hilfe beim Verlassen meines Körpers!" Dummerweise tat sich nichts, also glaubte ich, es hätte nicht funktioniert. Inzwischen konnte ich meine Gedanken nicht länger in der Visualisierung halten - der Druck am Rücken war ein zu großer physischer Reiz. Frustriert darüber drehte ich mich auf die Seite, wobei ich mich ziemlich anstrengen musste. Die Schlafstarre war in der Tat bereits ganz schön weit fortgeschritten gewesen. Obwohl ich eigentlich vorhatte, mit meiner Übung in der Seitenlage fortzufahren, schlief ich kurz darauf ein. Seit dem Beginn meiner Übung mussten nun schon etwa dreißig, vielleicht sogar vierzig Minuten vergangen sein.


    Anschließend wachte ich auf - zumindest fühlte es sich so an. Ich konnte nichts Ungewöhnliches feststellen, alles war wie immer. Ich starrte jedoch meinen Wecker an, der sich interessanterweise auf einem kleinen Glastisch befand, auf dem in der physischen Ebene eine Pflanze stand! Diese Situation erregte meine Aufmerksamkeit, und sofort bemerkte ich, dass ich mich gar nicht daran erinnern konnte, die Augen geöffnet zu haben! "Das muss eine AKE sein...", dachte ich daraufhin. Ohne langes Zögern rief ich: "Volles Bewusstsein, sofort!" Ich trug diese Bitte mit extremer Entschlossenheit und dem Verlangen nach sofortiger Erfüllung vor. Mit einem Mal war ich vollkommen aufmerksam, mein Bewusstsein war so klar wie immer. Ich wusste, wo ich war, und ich wusste auch, was vor sich ging. Das Zimmer, "mein" Zimmer (bzw. dessen nichtphysisches Duplikat, in dem wie erwartet einiges anders aussah als in der physischen Ebene) war mondhell erleuchtet. Obwohl ich eigentlich kurzsichtig bin, konnte ich die klein um das Ziffernblatt gedruckten Zahlen des über drei Meter entfernten Weckers absolut klar erkennen, was mich verwunderte (das ist für mich persönlich der Beweis dafür, dass das Erlebnis vom 28.3.2005 tatsächlich eine AKE war - damals konnte ich ebenfalls alles klar erkennen!). Die Zeiger standen auf zehn Uhr - keine Ahnung, ob die Zeit stimmte. Ich wollte sprechen, konnte es jedoch kaum und brachte nur ein leises Krächzen heraus. Das kam mir bekannt vor - ich hatte es schon einmal erlebt. Ich dachte daran, ein wenig über meinem Bett zu schweben (nur einige Zentimeter höher), um mich völlig von meinem physischen Körper trennen zu können, und sofort hob ich mich empor, bis meine Lage in der von mir gewünschten Höhe konstant blieb.


    Daraufhin "sah" ich zur Seite (jedoch ohne den Kopf dabei zu bewegen; eine merkwürdige Art des Sehens) und erblickte eine Art rote Robe. Ich schaute etwa auf die Mitte des Gewands. Während der ganzen Zeit hatte ich nicht einmal annähernd Furcht empfunden, was äußerst angenehm war. Beim Anblick der Robe war ich deshalb nicht erschrocken, sondern bloß überrascht, da ich nicht erwartet hatte, so etwas neben meinem Bett zu sehen. Instinktiv dachte ich daran, wer der Träger dieser Robe war. Daraufhin schwebte ich höher, jedoch nur mit dem Oberkörper, während die Beine unten blieben; ich setzte mich quasi auf. Nun erkannte ich den Träger des langen Gewands: Es war eine Frau, welche mich ruhig ansah. Ich war frei von Furcht.


    Das musste eine meiner geistigen Führer sein, schoss es mir durch den Kopf. Das ergab durchaus Sinn; es war schließlich meine erste voll bewusste AKE, und sie war dort, um mich zu empfangen. Auch ihre Kleidung entsprach in etwa dem typischen Aussehen der "Guides": Ein langes Gewand, das in etwa bis zu den Knöcheln ging. William Buhlman berichtete über ein ähnliches Erlebnis während seiner ersten AKE - jedoch war es bei ihm ein Mann gewesen, dessen Gewand zwar ebenso lang, jedoch violett war. Dies ist für mich ein weiterer Beweis für die Echtheit dieses Erlebnisses: Als ich Buhlmans Beschreibung dieses Mannes vor einiger Zeit las, stellte ich mir das Gewand als einen äußerst feinen Stoff vor. Die Robe dieser Frau hier war hingegen aus wesentlich gröberem Stoff gefertigt, als ich gedacht hätte, und auch ihre Farbe war ganz anders; ich hätte nie erwartet, dass der Stoff rot gewesen wäre!


    Nach einigen Sekunden, in denen wir uns gegenseitig begutachteten, sagte die Frau zu mir, es sei wohl zu spät (?) um noch irgendwas daran zu ändern (?). Ich konnte sie nur sehr schlecht verstehen - anscheinend war mein Gehör nicht gut genug (ich hätte wohl einfach nach einer Verbesserung verlangen können...das muss ich mir merken). Ich fragte sie deshalb, ob sie etwas lauter sprechen könne. Die Frau sprach wieder zu mir, doch ich verstand sie immer noch sehr schlecht. Es ist seltsam, dass sie überhaupt verbal mit mir kommunizierte. Ich hatte irgendeine Art von Gedankenübertragung, von "Bildern im Kopf" erwartet, wie sie so oft von diversen AKE'lern beschrieben wird, doch stattdessen kommunizierte sie mit Hilfe von ganz normalen Worten und Sätzen mit mir. Dies könnte aber auch eine Fehlinterpretation meines Verstandes gewesen sein, da die Frau - genau wie ich - Deutsch sprach. Entweder beherrschte sie wirklich meine Sprache (was ja durchaus möglich wäre), oder mein Verstand empfing ihre Gedanken und versuchte sie in Worte zu transformieren. Jedenfalls war schon wieder etwas geschehen, das ich nicht oder in ganz anderer Form erwartet hatte. Deshalb halte ich es für vollkommen ausgeschlossen, dass ich "eine AKE geträumt habe". Es war viel zu real für einen Traum, selbst viel realer als ein luzider Traum. Es war tatsächlich wie im Wachzustand, mein volles Ego-Bewusstsein war vorhanden.


    Ich sah die Frau weiter an. Sie hatte dunkelbraune Augen und ebenfalls dunkelbraune, mittellange Haare - aber ich wusste genau, dass dies nur eine vorübergehende Form war, die sie angenommen hatte. Aus ihrem Verhalten (Gestik, Mimik etc.) sowie einem seltsamen, nicht näher beschreibbaren Empfinden ("Intuition" kommt dem am nächsten, aber es ist nicht das selbe!) konnte ich schließen, dass sie freundlich, aufgeschlossen und absolut gelassen war. Meine Anwesenheit war mit Sicherheit nichts Schlimmes, was mich sehr beruhigte. Als ich zur Seite schaute, sah ich eine zweite Person auf meinem Bett sitzen, den Rücken an der Wand: Einen Mann, etwa genauso alt wie die Frau (ca. 30 Jahre, vielleicht jünger), dessen äußere Merkmale mir jedoch nicht weiter im Gedächtnis geblieben waren.


    Als ich dann hinunter auf mein Bett sah, verspürte ich den instinktiven Wunsch, meinen Körper zu sehen - doch er lag nicht im Bett! Stattdessen sah ich bloß ein helles, längliches, weißes Licht. Sofort fragte ich mich, was das Licht zu bedeuten hatte und wo mein physischer Körper war; daraufhin befand ich mich sofort wieder in ihm. Mein Gedanke an ihn hatte mich tatsächlich sofort zurückgebracht.


    Ich öffnete die Augen, setzte mich auf und sah mich um, konnte aber niemanden erblicken. Das ganze Erlebnis war nun vorüber. Ich sah auf meinen Wecker - er befand sich dort, wo er immer steht, nämlich seitlich hinter meinem Bett: Es war ca. 10:10 Uhr. Ich fühlte mich körperlich extrem erholt und ausgeschlafen, geistig jedoch aufgewühlt. Eine Fülle von Emotionen überflutete mich, von Dankbarkeit und innerem Frieden bis zu Aufgeregtheit und purer Freude. Und was ich erst ein wenig später realisierte: Das war kein zufälliges Erlebnis! Die Anwesenheit der beiden Guides rührte daher, weil ich kurz vor dem Einschlafen um Hilfe beim Verlassen meines Körpers gebeten hatte. Das wurde mal wieder wörtlich genommen (was ja prinzipiell auch völlig in Ordnung ist), denn ich hatte nicht gesagt, <i>wann</i> ich diese Hilfe erhalten wollte - und so suchten sich meine Guides den für sie einfachsten Zeitpunkt aus: Während ich schlief, da ich in jenem Zustand wohl bereits eine gelockerte Verbindung zu meinem Körper aufwies. Zu jenem Zeitpunkt war es für sie wohl einfacher, einzugreifen und meine Bitte zu erfüllen.


    Was die Frau angeht: Rückblickend halte ich es für wahrscheinlich, dass sie jene geistige Führerin war, die sich mir schon mehrmals während einer Visualisierung gezeigt hatte, ganz am Anfang meiner AKE-Übungen, als ich noch von Furcht überfallen wurde (siehe Sektion "Wissen", Untersektion "Guides"). Sie hatte diesmal zwar eine ganz andere Form angenommen, aber ihr Charakter sowie die Art und Weise, wie sie sich mir gegenüber verhielt, kommen mir so unglaublich bekannt vor. Ich bin mir sehr sicher, dass sie es ist. Das würde bedeuten, dass mir am Anfang meiner Erkundungsreisen tatsächlich von meinen Guides geholfen worden ist.


    Ich kann es kaum erwarten, meine nächste außerkörperliche Erfahrung zu machen. Ich bin so erleichtert, dass ich nun weiß (und nicht bloß glaube oder hoffe!), dass ich keinem Hirngespinst hinterhergerannt oder vollkommen verrückt geworden bin. Ich habe nun selbst bei vollem Bewusstsein erlebt, wie ich mich außerhalb meines Körpers befand und damit habe ich nun auch die beruhigende Erkenntnis, dass wir alle tatsächlich vollkommen unabhängig von unserem Körper existieren. Gleichzeitig empfinde ich jedoch auch eine Welle von Enttäuschung bezüglich unserer heutigen Wissenschaft: Wir haben so viel übersehen...genaugenommen sind wir wie Blinde, die mit ihrem Stock im Sumpf des Wissens herumstochern und ab und zu mal etwas Interessantes finden. Dabei liegt die vielleicht wichtigste Entdeckung der Menschheit direkt vor unserer Haustür! Sollen die Naturwissenschaftler ruhig weiter herumstochern - ich werde inzwischen anfangen, meine eigenen Antworten zu finden... .


    Und vielleicht war es ja das, was die Frau meinte: Ich kann nun wirklich nichts mehr daran ändern. Ich habe nun die Tür zu meinen persönlichen nichtphysischen Entdeckungsreisen aufgestoßen; ich glaube nicht, dass ich jemals in der Lage sein werde, sie wieder zu schließen. Und ich glaube auch nicht, dass ich das jemals wollen würde!



    Erlebnis vom 27.4.2005


    Heute passierte mir ein kurzes, aber dennoch eindrucksvolles Erlebnis, von dem ich überzeugt bin, dass es eine AKE war.


    Nachts wachte ich um ca. 4:10 Uhr auf und beschloss, eine Übung zu machen. Ich machte wie gewohnt eine Visualisierungsübung. Ungefähr eine halbe Stunde später kündigte sich die Schlafstarre an, dann wurde ich jedoch zu müde und schlief einfach ein.


    Als ich wieder zu Bewusstsein kam, spürte ich die Schwingungen (jedoch nicht besonders heftig) und schien meinen physischen Körper bereits verlassen zu haben. Nach wenigen Sekunden, in denen ich nahezu vollständig bewusst war, bekam ich rasch ein immer traumähnlicheres Bewusstsein. Nur von meinem Unterbewusstsein (oder was auch immer die Handlungen im traumähnlichen Zustand verursachen mag) gesteuert stand ich auf, ging zur Tür - jedoch ohne die geringste körperliche Empfindung wie z.B. das Gefühl des Bodens unter meinen Füßen zu haben - und betrat den Flur. Ich muss wohl durch die Tür durchgegangen sein, woran ich mich jedoch nicht erinnern kann.


    Noch bevor dies geschah, konnte ich einen raschen Blick durch mein Zimmer werfen: Die Lavalampe, welche bei meinem vorhergehenden Erlebnis angeschaltet gewesen war, war diesmal definitiv aus; stattdessen wurde das Zimmer von einem erstaunlich hellen, mondlichtähnlichen Schein ohne erkennbare Lichtquelle erhellt. Das Licht kam richtungsmäßig aus der Zimmerecke hinter meinem Bett, ein wenig links und im unteren Drittel der Wand. Des weiteren befand sich in meinem Zimmer eine Pflanze, welche bereits sein langer Zeit nicht mehr dort stand!


    Wie gesagt, ich "verlor" daraufhin das Bewusstsein und ging auf den Flur. Vor der Badezimmertür erhaschte ich einen kurzen Moment der Klarheit, als ich mich fragte: "Kann es sein, dass mich diese Tür in eine neue Umgebung bringt?" - doch ich betrat "nur" das normale, ebenfalls mondhell erleuchtete Badezimmer. Anschließend kommt eine große Erinnerungslücke, später "wachte" ich auf; ich schwebte liegend im Badezimmer und fühlte ganz deutlich, vom Rücken aus in meinem Körper zurückgezogen zu werden. Die letzten ein bis zwei Sekunden, bevor das geschah, erlangte ich immer mehr das Bewusstsein.


    Anschließend ging ich ohne Erinnerungslücke (!) in meinen physischen Körper über und schlug die Augen auf. Es war ca. 6:15 Uhr, das Geräusch eines laufenden Wasserkrans im benachbarten Badezimmer muss mich wohl geweckt haben. Ein faszinierendes Gefühl, ohne Erinnerungslücke aufzuwachen!


    Nach dem Ende dieses Erlebnisses kontrollierte ich die Stelle, an welcher der Lichtstrahl in mein Zimmer drang; sie lag interessanterweise genau im Norden!



    Erlebnis vom 28.3.2005


    Heute ist mir etwas passiert, von dem ich nicht genau weiß, ob es Realität oder Fiktion ist... .
    Als ich heute morgen gegen neun Uhr aufwachte, war ich noch immer ein wenig verschlafen. Sommerzeitumstellung, Frühjahrsmüdigkeit und so 8) Jedenfalls hatte ich keine besonders große Lust, aufzustehen, und wollte stattdessen lieber eine AKE-Übung machen. Ich stellte mir so detailliert wie möglich vor, durch den Keller des Hauses, in dem mein bester Kumpel wohnt, zu wandern (irgendwie kamen mir zu dem Zeitpunkt Erinnerungen an eine LAN-Party, die dort vor einiger Zeit mal stattgefunden hatte, deshalb wählte ich diesen Ort). Es hat ganz gut funktioniert, die Umgebung war klar und deutlich. Die Räume waren unterschiedlich genug, um mich beim Einschlafen wachzuhalten, und so ging es dann halt eine Weile lang. Zwischendurch kam ich sogar für kurze Zeit in den Schwingungszustand, jedenfalls spürte ich eine leichte Vibration im Nacken, ein Prickeln im Körper und hatte sogar das Gefühl, für kurze Zeit hochgezogen zu werden. Es fiel mir aber ein wenig schwer, diesen Zustand aufrechtzuerhalten.


    Nach einer gewissen Zeit wurde ich jedoch leider "aus der Visualisierung gerissen", als meine Eltern aufstanden.
    Wie spät es zu diesem Zeitpunkt war, weiß ich nicht. Und so wurde erst mal mit (relativ) lautem Geklimper und Gerappel Kaffee gekocht, geduscht, Rollläden hochgezogen etc. - wer kann da noch vernünftig visualisieren? :mrgreen: Auf jeden Fall hatte ich dann das Gefühl, die Übung sein lassen zu können, da ich bei dem Lärm sowieso nicht in den Schwingungszustand kommen könnte. Die Schlafstarre war bei mir wohl noch nicht eingetreten, also konnte ich mich mühelos auf die Seite drehen und einschlafen. Hier endet der Teil, an dem ich voll bewusst war.


    Es folgte ein ziemlich belangloser Traum, der halt irgendeinen typischen Unsinn enthielt - sinnlos aneinander gereihte Handlungen. Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, eine Situation im Traum schon mal erlebt zu haben. Einige Sekunden später wurde mir klar, dass ich sie nicht schon einmal erlebt, sondern geträumt hatte. Ich dachte mir also: "Ich muss wohl träumen." - doch nichts geschah. Ich hatte irgendeine Veränderung erwartet. Dann fiel mir spontan ein, dass ich irgendwo einmal gelesen hatte, man solle diesen Gedanken im Traum laut ausrufen. Gesagt, getan: "Ich glaube, ich träume gerade!" Es geschah immer noch nichts. Der Traum an sich war langweilig geworden, und so beschloss ich, an dieser Stelle einmal auszuprobieren, ob man aus einem Traum bewusst in seinen Körper zurückkehren könnte: "Ich möchte in meinen Körper zurückkehren!"


    Kurze Info am Rande: Luzide Träume sind bei mir äußerst selten, und ich kann mich auch nur an einige wenige erinnern. Jedenfalls bin ich mir sicher, innerhalb der letzten paar Jahre keinen luziden Traum mehr gehabt zu haben. Dieser Traum war meiner Meinung nach auch nicht vollständig luzid, da das klare, vollständige Bewusstsein fehlte, das man sonst bei luziden Träumen immer besitzt.


    Aber weiter im Text: Jetzt wird's gruselig - ich befand mich tatsächlich in meinem Körper! Es ist also möglich, quasi per Kommando in ihn zurückzukehren. An dieser Stelle wurde mein Bewusstsein übrigens wieder halbwegs klar. Jedenfalls stellte ich überrascht (seltsamerweise nicht erschrocken) fest, dass mein ganzer Körper in heftige Vibrationen getaucht war. Ich hatte nur einen Gedanken: Das ist der Schwingungszustand? Dann war ich noch weiter davon entfernt gewesen, als ich gedacht hatte. Ich war immer davon ausgegangen, dass es ein leichtes Prickeln oder Kribbeln, allenfalls ein sanftes Vibrieren war. Aber das hier war ein regelrechtes Erdbeben! Ich meine sogar ein Geräusch im Hintergrund gehört zu haben, so eine Art tiefer Brummton. Es weckt wirklich Erinnerungen an ein typisches Hollywood-Erdbeben *g*


    Da ich gerne in kleineren Schritten vorgehe, um mich an Neues zu gewöhnen, beschloss ich, die Übung abzubrechen - ich wollte keine Panik bekommen. Und laut Murphys Gesetz erreicht man immer genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte...ich versuchte also, mich zu bewegen, doch es ging einfach nicht! Ich hab es ein paar Mal probiert, aber es war, als würden meine Muskeln nicht auf meine Befehle reagieren. Tja, und das ist dann wirklich ein Anlass zu leichtem Unwohlsein... . Ich rief um Hilfe (das war wohl eine pure Instinktreaktion), konnte aber einerseits nur recht leise sprechen, andererseits reagierte niemand auf meine Rufe. Später wurde mir übrigens bewusst, dass ich an diesem Punkt weder Luft geholt, noch ein Echo des Schalls an den Wänden gehört hatte. Auch andere physische Wahrnehmungen existierten für mich praktisch nicht mehr: Ich hätte zumindest Geräusche wie vorbeifahrende Autos, das wahrscheinlich angeschaltete Küchenradio oder Vogelgezwitscher hören müssen, doch ich nahm nichts dergleichen wahr. Ihr ahnt doch jetzt, was kommt, oder? :D


    Tja, ab hier verschlechterten sich sowohl mein Bewusstseinszustand (immer traumähnlicher), als auch meine Erinnerung. Ich weiß weder genau, wie ich meinen Körper verlassen hatte, noch, wann ich das tat. Es gibt da einfach eine Erinnerungslücke. Ich vermute, dass ich - da ich mich kurz zuvor auf die Seite drehen wollte, um aus der Schlafstarre herauszukommen - meinen Körper durch eine seitliche Drehung verließ.


    Das Nächste, woran ich mich erinnern kann, ist, wie ich halb seitlich auf dem Bett lag und versuchte, das Licht einzuschalten. Das brummende Geräusch und die Schwingungen waren bereits verschwunden, aber das fiel mir zu jenem Zeitpunkt gar nicht auf. Ich griff also nach dem kleinen Lichtschalter meiner Nachttischlampe, aber es war, als würde ich bei der Bewegung (nach oben schieben) den Schalter als Ganzes mitverschieben. Es war, als würde er aus einer Art extrem dichten Nebel bestehen. Ich versuchte es wieder, aber ohne Erfolg. Dann kam mir spontan die Idee, dass ich - sollte ich mich tatsächlich bereits in einer nichtphysischen Ebene befinden - auch einfach daran denken könnte, dass das Licht angeht: "Licht, bitte!" (der genaue Satz ist mir unbekannt) - das Licht schaltete sich tatsächlich ein! Interessanterweise sah mein Zimmer anders aus als in der Realität: Ich hatte einen rot leuchtenden PC-Tower, die daneben aufgestellte Lavalampe war angeschaltet (ich war aber ganz sicher im Dunkeln eingeschlafen) und es gab bestimmt noch andere Differenzen, an die ich mich wohl nicht mehr erinnern kann.


    Leider war's das mit der Erinnerung - ab hier klafft nur noch eine große Lücke. Ich weiß lediglich noch, dass die ganze Sache von diesem Punkt an in einen Traum abgerutscht ist, denn ich kann mich an Bruchstücke dieses Traumes erinnern (wieder nur belangloses Zeug) und daran, dass der Traum und die vermutliche AKE inhaltlich zusammenhängen. Mir fällt gerade noch eine Szene ein, wie ich mich außerhalb des Hauses - interessanterweise war es taghell, mit dem selben Wetter, das wir gerade in der Realität haben - kniend auf dem Bürgersteig befand und versuchte, mit meinen Fingern in eine Betonplatte einzudringen. Dies gelang mir, und es fühlte sich an, als wäre das Material zu einer dickflüssigen Creme geschmolzen, in welcher ich nun herumrührte.


    Die nächste Erinnerung ist, dass ich meine Augen aufschlug und mich in meinem Bett befand. Es war ca. 11 Uhr, und ich stellte mir bloß eine einzige Frage: Ist das jetzt die Realität?
    Es ist schon verwirrend, wenn man nicht weiß, ob man einen Schwingungszustand tatsächlich erlebt oder ihn sich nur eingebildet hat. Ich weiß partout nicht, ob ich mich zu jener Zeit im Traum oder in der Realität befand, ich kann mich nur noch an ein Aufwachen aus dem luziden Traum erinnern. Jedoch tendiere ich dazu, dass es zu sagen wir mal 65-70% ein reeller Schwingungszustand war. Ich kann es leider nicht mit 100%-iger Sicherheit sagen, da mein Bewusstsein an jenem Punkt zwar klarer war als im luziden Traum, jedoch immer noch traumähnliche Züge hatte. Ich empfand anfangs auch kaum Angst, und selbst als ich mich nicht bewegen konnte, verflog die Angst rasch.


    Leider hatte ich am Abend zuvor noch einen sehr langen Text über die Einleitung einer bewussten AKE geschrieben, um ihn in die Wissens-Sektion dieser Homepage aufzunehmen. Ich hab mich also noch sehr ausgiebig mit diesem Thema befasst. Hätte ich das nicht getan und trotzdem das Erlebnis gehabt, hätte ich nun keinen Zweifel an dessen Echtheit. So bleibt aber leider noch eine kleine Restwahrscheinlichkeit, dass ich es schlicht und ergreifend nur geträumt habe. Andererseits könnte die intensive Beschäftigung mit dem Thema eine ähnliche Wirkung gehabt haben, wie das Aufsagen einer Affirmation, so dass das Erlebnis durchaus real gewesen sein könnte.


    Vielleicht wurde aber auch eine Bitte erfüllt, die ich vor einigen Tagen während einer Übung abgesetzt hatte: Ich hatte darum gebeten, eine nicht voll bewusste AKE zu erleben, damit ich Erinnerungen daran besitze, wie es im "Dort" ist. Ich tat dies, um mir selbst ein wenig die Angst zu nehmen. Wissen ist das beste Mittel gegen Furcht.



    Erlebnis vom 26.2.2005


    Eine kurze Anmerkung zu Beginn: Nein, ich war in den letzten Wochen nicht allzu untätig gewesen, was AKEs anbelangt. Auch wenn ich meine Übungen nicht mit besonders großer Regelmäßigkeit durchgeführt hatte, arbeitete ich dennoch wie wild an dem Thema.
    Meiner Meinung nach gehört zu einer erfolgreichen AKE erst einmal eine erfolgreiche Bekämpfung der eigenen Ängste. Und die hatte ich nach meinem ersten "Durchbruch" (siehe oben) sehr wohl gehabt... . Ich setzte mich also zunehmend mit meinen Ängsten und Befürchtungen auseinander, vor allem mit Hilfe einiger Lektüre. Robert Monroes Buch "Über die Schwelle des Irdischen hinaus" hat sich dabei übrigens als ausgesprochen hilfreich erwiesen! Die fremde Welt des "Dort" ist nun nicht mehr allzu fremd für mich - und deshalb schwand auch meine Angst in zunehmendem Maße. Heute Morgen fasste ich kurz nach dem Aufwachen, um etwa halb acht, den Entschluss, einen weiteren AKE-Versuch zu wagen... .


    Ich legte mich auf den Rücken und entspannte mich. Das Zimmer war selbstverständlich immer noch vollkommen dunkel gewesen, so dass ich meine Augen einfach geschlossen hielt. Ich versuchte, mich zu entspannen und begann mit meiner Visualisierung. Ich stellte mir einen Ort vor, an dem ich mich völlig wohl fühlte - ein großes Waldstück mit einem See in der Mitte. Diesen Ort hatte ich mir vor geraumer Zeit ausgedacht, als ich ihn in einer selbst geschriebenen Geschichte auftauchen ließ. Meiner Meinung nach war meine Imagination dieses Ortes deutlich genug, um mir alles detailliert genug vorstellen zu können. Ein großes, grün angestrichenes Metalltor befand sich hinter mir. Es war der verschlossene Eingang zum Waldstück. Als ich weiter hinunterging, sah ich mich um - was befand sich dort? Was konnte ich sehen, riechen, fühlen? Eine Menge Bäume, keiner glich dem anderen. Feuchte, aber dennoch sehr angenehme Luft. Tausende und Abertausende kleiner Kiessteinchen unter meinen Schuhen, mit denen der Weg befestigt war. Von Minute zu Minute wurde alles klarer und deutlicher. Ich folgte dem Pfad und ging den gewundenen Weg um den See herum hinunter: Er führte zu einer großen Wiese. Die Sonne stand hell am Himmel und beleuchtete alles mit ihren warmen, hellen Sonnenstrahlen.


    Aber dann geschah etwas: Die Visualisierung wurde undeutlich...zu undeutlich, um fortfahren zu können. Mir fehlten entscheidende Umwelteindrücke: Wie sah die Umgebung kurz vor der Wiese aus? Gab es dort kurzes oder hoch gewachsenes Gras? Wie tief oder flach war der See wirklich? Meine Vorstellung war nicht konkret genug, um mich in meiner Gedankenwelt halten zu können. Rasch wusste ich wieder, dass ich mich nur in einer Visualisierung befand.
    Ich kann an dieser Stelle nur jedem den Rat geben, auf keinen Fall ausgedachte Orte für eine Visualisierungs-Übung zu verwenden. Egal, wie sehr man meint, sich die Umgebung konkret vorstellen zu können - es nützt nichts, irgendwo gibt es immer Lücken. Man fängt dann an, sich den Rest "zusammenzureimen", sich also die fehlenden Stellen so schnell es geht auszudenken, aber das nützt nichts; man weiß dann sofort, dass man sich alles nur vorstellt, und dass man in Wahrheit noch mit seinem Körper im Bett liegt. Und genau da liegt das Problem: Körper! Wie wir alle wissen (sollten), muss man bei einer AKE-Übung auf jeden Fall vermeiden, an seinen Körper zu denken. Das fällt gerade am Anfang sehr schwer, aber mit zunehmender Übung schafft man es recht gut - vorausgesetzt, man stellt sich einen realen Ort vor. Denn nur dann kann man sicher sein, nicht durch fehlende Informationen "aus der Visualisierung gerissen zu werden". Deshalb meine Bitte an alle AKE'ler: Stellt euch ausschließlich real existierende Orte vor, die ihr gut kennt. Je konkreter die Wahrnehmung, umso besser.


    Jedenfalls konnte ich die Visualisierung nicht mehr aufrecht erhalten und schnell wurde mir wieder bewusst, wo ich wirklich war und was ich gerade tat. Aber mir fiel auf, dass mein Körper sich bereits sehr entspannt anfühlte und meine körperlichen Wahrnehmungen nicht ganz so stark waren, wie sonst. Dieses Gefühl kannte ich bereits: Mein Körper würde in den nächsten paar Minuten wohl beginnen, einschlafen. Aber was sollte ich tun? Wenn ich nichts unternahm, würde ich mit ihm einschlafen, wie es jeder Mensch tagtäglich auch tut. In jenem Moment erinnerte ich mich an mein erstes beinahe-AKE-Erlebnis. Damals hatte ich mir meine Schule vorgestellt - also, warum sollte ich es nicht noch einmal probieren? Ich stellte mir meine Schule nun so detailliert wie möglich vor. Ich tat einige Dinge, die ich auch bei meinem ersten AKE-Versuch getan hatte: Ich fühlte die Struktur der Wände, sah mir das gelb-weißliche Sonnenlicht an, diesmal kniete ich mich sogar auf den Boden, legte meine Hände darauf und fühlte, ob er warm oder kalt war. Er war kalt, aber nicht eiskalt.


    Plötzlich nahm ich ein Geräusch wahr: Das Klopfen meines Heizkörpers. Damit meine ich den Heizkörper in meinem Zimmer - es war heute Nacht wohl so kalt gewesen, dass das Metall sich zusammenzog, nun aber wieder ausdehnte und dabei Geräusche verursachte; eine typische, klopfende Heizung eben *g* Mir war zwar bewusst, dass das Geräusch aus der Realität kam, beschloss aber, es in meine Visualisierung mit einzubeziehen. Ich stellte mir vor, dass es von einem Heizkörper am anderen Ende des Flures in der Schule kam. In meiner Visualisierung ging ich darauf zu, öffnete unterwegs eine Tür, die sich realistischer anfühlte, als ich gedacht hatte, und blieb vor dem Heizkörper stehen. Inzwischen kam wieder ein Klopfgeräusch: Ich dachte, es käme tatsächlich von diesem Heizkörper! Meine Wahrnehmung wurde ausgesprochen konkret. Ich lehnte mich mit dem Rücken an die vordere Metallfläche: Sie fühlte sich warm an, im Gegensatz zum relativ kalten Boden. Aber woher kam denn der Wind?


    Irgendein tosendes, leicht pfeifendes Geräusch war da, ich konnte es deutlich hören. Aber woher kam es bloß?


    Da war es geschehen: Ich wusste nun, woher es kam. Mit der Gewissheit, im Bett zu liegen, unterbrach ich für einige Sekunden meine Visualisierungsübung; das Geräusch war immer noch da. Und jetzt auch noch ein Prickeln, dass sich in Sekundenschnelle über meinen gesamten Körper ausbreitete: Ich wusste, was das zu bedeuten hatte - mein Körper war nun dabei, einzuschlafen. Das tosende, windähnliche Geräusch musste das gleiche sein, von dem viele AKE'ler berichteten! Letztes Mal hatte ich noch einen seltsamen Pfeifton vernommen, diesmal war es ein Geräusch, das sich wie Wind anhörte, der durch die Mauerritzen eines Hauses pfiff. Aber da war noch etwas: Ein Gefühl der Drehung, als würde sich mein Körper während er liegt ständig nach links und rechts hin und herbewegen, als würde er andauernd ein wenig rotieren. Auch davon hatte ich bereits gehört, und ich war erstaunt, dass ich schon so "weit" war, dass ich es wahrnehmen konnte. Ich wusste, was ich zu tun hatte: Ich konzentrierte mich sofort wieder auf meine Gedankenwelt. Wo war ich stehen geblieben? Was hatte ich als letztes getan? Genau, das Wind-Geräusch. Es war immer noch da, und ich bezog es in meine Visualisierung ein. Ich stellte mir vor, es käme vom Schuldach direkt über mir. Ich ging noch ein paar mal hin und her, den Korridor auf und ab. Das Klopfgeräusch der Heizung musste inzwischen aufgehört haben, aber das fiel mir erst im Nachhinein auf. In der gegenwärtigen Situation nahm ich diese Veränderung nicht einmal wahr.


    Aber irgendwann, es muss noch ein paar Minuten später gewesen sein, da beendete ich meine Visualisierung endgültig - nun spürte ich zusätzlich zum Gefühl der drehenden Bewegung ein Kribbeln (anders als jenes, das ich beim Einschlafen meines Körpers gespürt hatte), das seinen Ursprung im Nackenbereich hatte - etwas links von der Wirbelsäule, schätze ich - und sich nun ebenfalls über meinen gesamten Körper ausbreitete. Und während es das tat, da spürte ich in zunehmenden Maße die Schwingungen! Ich war mir vollkommen bewusst, dass es wirklich die Schwingungen waren, von denen in William Buhlmans Buch "Out of Body" die Rede war. Ich öffnete meinen Geist (man könnte auch sagen: Ich machte mich bereit und blieb ruhig), dann gestattete ich den Schwingungen, meinen ganzen Körper zu durchströmen. Das Drehgefühl wandelte sich um in ein Gefühl der raschen Auf- und Ab-Bewegung.


    Ich war mir sicher: "Jetzt kannst du die Bitte äußern, zur Decke zu schweben!" Genau das tat ich: Ich wiederholte ständig den Satz "Ich schwebe nun zur Decke und bleibe dabei ganz ruhig". Inzwischen kündigte sich das Herzrasen an, doch ich behielt die Kontrolle - mit Erfolg. Es war zwar da, mein Herz schlug schneller als üblich, aber die Intensität des Herzrasens war längst nicht so stark wie früher. Die Affirmation enthielt in weiser Voraussicht den Zusatz "...und bleibe dabei ganz ruhig" - ich wollte verhindern, dass meine Angst zurückkehrte. Der Erfolg meiner Aktion war deutlich spürbar: Ich fühlte, dass ich einen oder sogar mehrere Zentimeter nach oben schwebte, in Richtung Decke - genau da wollte ich schließlich hin. Das Gefühl des Schwebens war an den Beinen stärker als woanders, am Oberkörper war es fast gar nicht vorhanden. Seltsam, aber für mich erst mal akzeptabel.
    Ich gestattete diesen Vorgang und fuhr dabei mit meiner Affirmation fort. Das Gefühl des Schwebens wurde immer stärker, doch aus irgendeinem Grunde war ab einer bestimmten Höhe kein Weiterkommen mehr. So sehr ich mich auch anstrengte, ich kam einfach nicht höher. Es wurde Zeit für Plan B: Ich versuchte, mich aufzusetzen und so meinen Körper zu verlassen: ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte.


    Ich bewegte nämlich nicht meinen Energiekörper, sondern meine (physischen) Muskeln und setzte mich tatsächlich auf. Und da war es auch schon vorbei: Die Schwingungen waren von einer Sekunde auf die andere verschwunden, das Ziehgefühl verschwand ebenfalls sofort, und ich saß aufrecht im Bett. Neugierig, was denn passiert sei, stellte ich mir nur eine Frage: Bin ich physisch oder nichtphysisch? Ich benutzte die - ich nenne sie jetzt mal so - "Wingman'sche Methode", um die Antwort auf diese Frage herauszufinden. Ich streckte meine linke Hand aus und versuchte, das Holz an der linken Seite meines Bettes zu durchdringen (wow, hätte niemals gedacht, dass es so schwierig sein könnte, meinen Arm ein Stückchen weiter hochzuheben *g*). Das Resultat des Versuches ergab: Ich war eindeutig physisch :roll:


    Ein kleines bisschen enttäuscht drehte ich mich um und machte das Licht an. Noch immer benommen von dem, was gerade passiert war, schaute ich auf die Uhr: Es war acht Uhr zwanzig! Das hatte eindeutig länger gedauert, als jede andere Übung, die ich gemacht hatte. Aber ich wusste auch: Es hatte sich absolut gelohnt! Binnen Minuten kehrten meine normalen Empfindungen zurück, das "verschlafene" Gefühl in Armen und Beinen verschwand.
    Noch etwas Interessantes zu diesem Erlebnis: Es war meine erste Übung seit langer Zeit, schätzungsweise seit ein bis zwei Wochen. Es scheint also unerheblich zu sein, wie lange man am Stück geübt oder nicht geübt hat - es ist irgendwie wie Fahrradfahren: ein einmal gemachter Fortschritt bleibt auf lange Zeit bestehen. Ich bleibe jedenfalls an der Sache dran und bin mehr denn je davon überzeugt, dass AKEs absolut kein Hirngespinst sind, sondern völlig real. Ein gutes Gefühl, mit dem ich dann aufgestanden bin.



    Erlebnis vom 31.1.2005


    Es scheint so, als ob die vielen Übungen, die ich in den letzten Tagen gemacht hatte, nun anfangen, ihren Erfolg zu zeigen... .


    Gestern Abend lag ich in meinem Bett und las noch ein wenig in William Buhlmans Buch "Out of Body". Nach einer Weile wurde ich spürbar müde und beschloss, nun einzuschlafen. Ich legte das Buch weg, machte das Licht aus und legte mich auf den Rücken - doch dann überfiel mich trotz meiner Müdigkeit mein Gewissen: "Du wolltest doch jeden Tag eine AKE-Übung machen!" Gesagt, getan und eine Visualisierungsübung gemacht. Das ist meine bevorzugte Methode, weil ich meiner Meinung nach eine ziemlich lebendige Vorstellungskraft habe. Lacht mich nicht aus, aber ich hab meine Schule gewählt - einfach deshalb, weil ich diesen Ort sehr genau kannte und so viel Unbehagen bereitete er mir dann doch nicht :D


    Ich hab mir einfach vorgestellt, ich wäre allein im Gebäude, es wäre ein Vormittag mitten im Sommer und die Sonne würde scheinen. Ich ging dann so in Gedanken durch die Korridore und sah mir alles genau an. Leider reicht das Ansehen meist nicht aus, um meine Gedanken vom Körper wegzuhalten, deshalb gab es am Anfang einige kurze Momente, wo ich die Visualisierung unterbrach. Aber das war kein Problem, in der Zeit machte ich Affirmationen ("Jetzt bin ich außerkörperlich."), bis ich wieder müde genug war.


    Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich praktisch vollständig in meine Gedankenwelt eintauchte. In der Schule haben wir flache, breite Heizkörper, die auch als Sitzflächen gedacht sind. Ich stellte mir vor, dass ich mich auf eine Heizung setzte, die Wärme spürte und gleichzeitig auch das Sonnenlicht, das mich zusätzlich wärmte. An diesem Punkt bemerkte ich gar nicht mehr, dass ich (oder besser gesagt: mein Körper) gerade einschlief! Das änderte sich jedoch kurz darauf schlagartig...es war der Schock meines Lebens, das könnt ihr mir glauben! Alles, was ich über AKEs gelesen und gehört hatte, war bislang graue Theorie gewesen. Sicher, ich glaubte fest daran, dass AKEs möglich waren. Aber ich hatte bislang noch nie selbst ein Erlebnis gehabt, wenn man von der beginnenden Schlafstarre mal absieht (was ja auch ein natürlicher Vorgang ist).


    Doch jetzt war es soweit: Ein seltsames Prickeln, schwer zu beschreiben, riss mich aus meinen Gedanken. Es war innerhalb weniger Augenblicke in jeden Winkel meines Körpers gedrungen und fühlte sich ungewohnt, aber trotzdem irgendwie angenehm an. Das Problem war, dass ich schon von jenem Moment an immer aufgeregter wurde. Als wenn das allein nicht schon genug gewesen wäre, hörte ich wenige Sekunden später eine Art Pfeifen. Aber kein kontinuierliches, sondern ein pulsierendes, schwingendes. Das Wort "schwingend" ging mir in jenem Moment ebenfalls durch den Kopf, und ich dachte nur: "Mein Gott, es ist wahr!".


    Ich dachte an das, was Buhlman in seinem Buch geschrieben hatte, und versuchte, die Schwingungen "einzuladen", es ihnen zu gestatten, sich über meinen ganzen Körper auszubreiten. Das Prickeln wurde zu einem leichten Schwingen, und ich war erstaunt, wie viel stärker es doch war, wenn man sich nicht dagegen wehrte. Dann bekam ich jedoch höllische Angst (obwohl ich ganz genau wusste, dass ich am Anfang einer AKE stand - ich hatte absolut keinen Zweifel daran!) und deshalb auch ein wahnsinniges Herzklopfen, fast schon Herzrasen. Ich wollte in jenem Moment, dass es aufhört (bin ich dumm *g*), und nur wenige Sekunden später ließ es tatsächlich nach. Ich bewegte ein Bein und dann war das Erlebnis endgültig vorbei - das Herzklopfen hielt aber noch eine Weile an. Ich machte das Licht an und dachte wie wild darüber nach, dass alles, was Buhlman in seinem Buch geschrieben hatte, und alles, was ich über AKEs gehört hatte, völlig real ist!


    Dieses Erlebnis ist hoffentlich der Beginn meiner persönlichen Erkundungsreisen, und ich werde auf jeden Fall weiterüben und versuchen, meine Angst unter Kontrolle zu bringen.


    -- Martouf

    Ich scheine hier wohl ein wenig aus der Reihe zu tanzen; hab keine außergewöhnlich gruseligen bzw. schreckhaften Träume während meiner Kindheit gehabt.


    Die einzige Ausnahme ist ein mehrfach wiedergekehrter Falltraum, in dem ich träumte, ich würde mich gegen den Uhrzeigersinn schnell um meine eigene X-Achse (also horizontal) drehen und dabei in einer schraubenförmigen Flugbahn rasant in eine Schwärze fallen.
    Habe diesen Traum aber seit Jahren nicht mehr geträumt, was auch gut so ist, denn das Körpergefühl während des Traumes war jedesmal enorm real, so real, dass ich dachte, ich würde gleich aufgrund der Fliehkraft auseinandergerissen werden...dazu kam noch ein unerträglicher Schwindel sowie das Fallgefühl an sich. Das ging sogar so weit, dass ich nach dem ruckartigen Aufwachen (das immer mitten im Fall auftrat) meist das Gefühl hatte, ich würde mich in meinem Bett weiterdrehen.


    Aber davon mal abgesehen gab es nichts Besonderes.
    -- Martouf

    Völlig korrekt, was du da sagst, BlackAngel! :)


    Ein Großteil der Leute geht halt einfach über'n Jordan und kann deshalb keinem lebenden Menschen mehr berichten, dass er seinen Tod überlebt hat und der Tod deshalb gar nicht das ultimative Ende darstellt, als das er von den meisten Menschen angesehen wird.
    Kann jedoch jemand, der für einen kurzen Moment tatsächlich physisch tot gewesen ist, wiederbelebt werden und überlebt er diesen Prozess, so erhält man von ihm meist viele interessante Einblicke in das, was beim Sterben tatsächlich passiert. Nahtoderfahrungen (abgekürzt: dt. NTEs, engl. NDEs) sind also wertvolle Berichte aus erster Hand.


    Bei deinem Freund scheint es also so gewesen zu sein, dass er für einige Zeit (etliche Sekunden oder gar Minuten) tatsächlich physisch tot gewesen ist (d.h., dass der Trennungsprozess des Bewusstseins vom Körper bereits eingesetzt hatte). Was er erlebte, war also keine "Hirnspinnerei", sondern ein authentisches Erlebnis außerhalb seines Körpers!


    Du solltest noch einmal mit ihm reden und ihm sagen, dass du ihm glaubst und dass er dir wirklich alles erzählen kann, was er in diesen Momenten erlebt hat und dass du ihn deswegen nicht als Spinner ansehen wirst - ich hab irgendwie das Gefühl, dass er noch mehr erlebt hat...bei Nahtoderfahrungen ist es nämlich oft (allerdings nicht immer) so, dass die Betroffenen ein "Tunnelerlebnis" haben, von bereits verstorbenen Menschen, die ihnen nahe standen, begrüßt werden etc. - eventuell hat ihn eine dieser Personen sogar zurück zu seinem Körper begleitet und/oder ihm gesagt, er soll zurückgehen; wie gesagt, es muss nicht so sein, aber solche Dinge kommen bei NDEs öfters vor und die Betroffenen reden meist nicht darüber, da sie meist Angst davor haben, sich mitzuteilen.


    Zu diesem Thema empfehle ich übrigens die Dokumentation "Jenseitsreisen", die vor kurzem vom WDR gesendet wurde; dort wird ein IMO guter Überblick über das Phänomen verschafft, der vor allen Dingen neutral und urteilsfrei ist (was bei dieser Art von Forschung wirklich sehr wichtig ist).


    -- Martouf


    P.S.: Interessant ist übrigens auch, das nach der gängigen biologischen Definition von "tot" jeder, der eine Nahtoderfahrung gehabt hat, eigentlich gar nicht mehr leben dürfte...dennoch laufen solche Leute, verzeiht mir den Ausdruck, munter durch die Gegend. Ich will damit nur darauf hinweisen, dass die Wissenschaft im Moment ein nur unzureichendes Verständnis vom Vorgang des Todes hat und dass man deshalb nicht unbedingt warten sollte, bis die Wissenschaft ihren Horizont entsprechend erweitert hat, sondern währenddessen besser selbst aktiv werden und sich informieren sollte.

    Diese Vorstellung hat schon was für sich...vielleicht sind wir ja ein winziger Pappkarton in einem kleinen Pappkarton in einem großen Pappkarton in einem noch größeren Pappkarton in einem noch viel größeren Pappkarton in einem riesigen Pappkarton, der sich in einem Stapel ebenso großer Pappkartons in einer Lagerhalle befindet, die sich zusammen mit Dutzenden anderen Pappkarton-Lagerhallen inmitten einer Pappkarton-Fabrik befindet...wer kann das schon sagen? :wink:


    -- Martouf

    Zitat von "IronFirst"

    ich verstehe nur nicht genau warum ? Normalerweise müsste ich doch sowas überhaupt garnicht wahrnehmen können.


    Ja, denn gewöhnliche Menschen konzentrieren sich völlig auf ihre fünf physischen Sinne und auf nichts weiter. Sie denken, die physische Ebene wäre alles, was es an "Realität" gäbe und schließen alles darüber hinaus Gehende von vornherein aus. Das führt mit der Zeit, je länger man mit dieser Einstellung lebt, dazu, dass man sich praktisch vollständig auf die Physis fixiert und den Rest schlichtweg automatisch wegfiltert.


    Es ist also nichts als eine "Denkblockade", die das verursacht. Hat man diese Blockade nicht oder nur in abgeschwächter Form - hält also beispielsweise gewisse paranormale Phänomene für möglich -, so beginnt man, die Filterung der eingehenden Informationen teilweise außer Gefecht zu setzen und fängt an, mit sogenannten "erweiterten Sinnesfunktionen" wahrzunehmen; ich denke, das ist die tiefer liegende Ursache für nahezu alle paranormalen Phänomene wie z.B. Remote Viewing, außerkörperliche Erfahrungen, Telepathie, Geisterscheinungen, ... .


    Meiner Meinung nach hast du also deshalb diese Wahrnehmungen, weil du keine Probleme damit hast, ihre Existenz zu akzeptieren - im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten verdrängst du es also nicht. Der Filter ist teilweise inaktiv, wenn man es so ausdrücken will.


    -- Martouf

    Zitat von "Moogles"

    Erzähl mir doch bitte mehr von diesen fokusgeschichten. Das hört sich ja alles mächtig kompliziert an mit diesen ganzen Ebenen und Zwischenebenen. Wie lange machst Du das schon? Kannst Du mir zu dem Thema einschlägige Lektüre empfehlen?


    Die "Fokus"-Skala geht auf den Bewusstseinsforscher Robert A. Monroe zurück, der sie zur besseren Unterscheidung und Einteilung von Bewusstseinsstadien benutzt hat. In den Anfängen seiner außerkörperlichen Erfahrungen bezeichnete er den Zustand "Geist wach, Körper schläft" etwas willkürlich als "Fokus 10". Darauf basierend wurden später weitere Einteilungen vorgenommen.


    Die komplette Skala sowie einige - meiner Meinung nach - gute AKE-Bücher findest du übrigens auf meiner Homepage (http://www.martouf.de.vu/).


    Zitat von "Moogles"

    Na da habe ich aber andere Sachen gelesen...z.B das wenn man sich heftig erschreckt, nicht mehr in seinen Körper zurückkehren kann, weil dann die "obligatorische Silberschnur" reißt, welches ich mir vor allem gut bei Herzkranken vorstellen kann.In "die kunst des Träumens" von Carlos Castaneda heißt es, das man sich leicht in den anderen Welten verirren kann .


    Ersteres ist mir bekannt, jedoch würden - wenn das zutreffend wäre - wohl ca. 90% aller AKE'ler bei ihren Reisen ums Leben kommen, weil sie durch irgendeinen externen Reiz physisch aufgeweckt worden sind...in den Anfängen meiner eigenen Reisen (okay, ich stecke immer noch ganz am Anfang, aber hier meine ich richtig am Anfang :wink:) hat mir o.g. Sache mit dem Silberschnurriss zugegeben sehr viel unnötige Angst eingejagt. Inzwischen halte ich außerkörperliche Erfahrungen diesbezüglich für sicher. Zudem bin ich auch schonmal während einer AKE-Übung, in der ich mich bereits im Ablösungsstadium des EKs vom PK befand, durch meinen Wecker "herausgerissen" worden - ohne irgendwelche Schäden davonzunehmen. Ich habe nur ein schnelles, tiefes Gefühl des "Zurückfallens" gespürt und mich tierisch erschreckt (resultierend in einem kurzzeitig beschleunigten Puls), das ist alles. Ich lebe noch! :mrgreen:


    Das zweite Statement kann ich guten Gewissens als Unsinn bezeichnen; hat man noch einen physischen Körper, so kann man einfach an ihn denken und man befindet sich wieder in ihm; somit ist kein Verirren möglich, da man ausnahmslos immer einen Bezugspunkt (physischer Körper) hat! Hat man nach dem Tod keinen Körper mehr, so kann man sich trotzdem einfach auf einen beliebigen neuen Ort ausrichten und wie ein durch den Raum geschossenes Gummiband dort hinbefördern (deshalb nannte Monroe diese Methode auch "Gummiband-Methode"), dadurch hätte das Verirren ebenfalls ein Ende.


    Zitat von "Moogles"

    ja so war es...ziemlich unangenehm, aber ehrlichgesagt nicht so unangenehm wie die anfänglichen Paralyseschauer! ;-)


    Wollte nur sichergehen, ob es tatsächlich eine unkontrollierte AKE war. Bei luziden Träumen habe ich dieses Krächtzen nämlich noch nie wahrnehmen können, sondern ausschließlich bei außerkörperlichen Erfahrungen. Wobei das jetzt nur durch meine persönliche Erfahrung belegt ist, die Erfahrungen anderer müssten diese These noch stützen, muss ja nicht immer so sein.


    -- Martouf

    Um das zu beantworten, muss man sich zuerst einmal klar machen, was ein Esoteriker (im ursprünglichen Sinne des Wortes) eigentlich ist: Ein Esoteriker (Wortstamm vermutlich aus dem Griechischen, esoterikós = innerlich) ist jemand, der - ohne einer Religion anzugehören - einer meist individuellen spirituellen Lehre folgt, welche die Vorgänge der Welt unter anderem durch Kräfte erklären will, die von den Naturwissenschaften momentan als nicht existent angesehen werden.
    Der Inhalt einer esoterischen Weltanschauung/Lehre lässt sich im heutigen Sinne aufgrund des hohen Individualitätsgrades nicht wirklich exakt definieren, enthält aber - grob gesehen - fast immer die Beschäftigung mit (u.a.) den Themata Selbsterkenntnis, Lebenswege/-planung, alternative Medizin, Beschäftigung mit Bewusstsein bzw. Seele, Möglichkeiten der Verbesserung der Welt als Ganzes, Sinn der eigenen Existenz. Im Gegensatz zu allen Religionen und Wissenschaften legen die Esoteriker Wert auf das Selbst-Erleben als Quelle jeglichen Wissens.


    Soweit zu einer (zugegeben etwas schwammigen, sorry, ich bin müde...) Definition eines Esoterikers im eigentlichen Sinne. Mit "Fast-Food-Esoterikern" meint Wingman jene Esoteriker, die ohne nachzudenken alles glauben, was ihnen zu Ohren kommt - ähnlich wie bei jemandem, der gierig alles Essbare in sich hineinstopft, was ihm in die Finger kommt, ohne darauf zu achten, was es ist. :wink:
    Bei der "Fast-Food-Esoterik" wird also das Prinzip des Wissensgewinns durch Selbsterfahrung weitgehend außer Kraft gesetzt und durch ein naives, persönliches oder gar gruppenbezogenes Glaubenssystem ersetzt, was beinahe einer Religion gleichkommt und mit der eigentlichen Esoterik somit also nur noch wenig zu tun hat! (da keine Filterung des erlernten Wissens durch persönliche Erfahrung mehr vorgenommen wird)
    Der Begriff enthält wohl auch noch eine weitere Anspielung auf den Kommerz, der heutzutage mit der Esoterik betrieben wird, und auf die daraus resultierende Kurz- bzw. Schnelllebigkeit; mit Fast-Food wird schnell und einfach Geld verdient, und genauso schnell ist es aufgegessen und "verbraucht".


    "Fast-Food-Esoterik" bezeichnet also in abwertender Art und Weise jenen Anteil der Esoteriker, der sich nicht nach dem Polaritätsprinzip richtet und dessen Behauptungen teilweise sehr unfudiert sein mögen.


    -- Martouf

    Zitat von "$p!r!T"

    Ich meine ,also man geht ja mit dem Geist ausm Körper raus und besteht da gefahr das man nicht mehr zurück kann und überhaupt:Wie erwacht man wieder aus dem Zustand? :?:


    Soweit man weiß, geht man nie vollständig aus seinem physischen Körper heraus (zutreffender wäre: verlagert nie sein gesamtes Bewusstsein aus ihm heraus), es bleibt also immer ein wenig Bewusstsein zurück.


    Die Rückkehr kann somit willentlich initiiert werden, indem du an deinen physischen Körper denkst, oder er sendet dir das Signal zur Rückkehr, beispielsweise wegen einem starken externen Sinnesreiz (z.B. klingelndes Telefon).


    -- Martouf

    Im Speziellen dürften u.a. folgende Threads für dich interessant sein:


    www.paraportal.de/ftopic263.html
    www.paraportal.de/ftopic1644.html
    www.paraportal.de/ftopic2124.html


    Darüber hinaus kann ich auch noch folgende Websites empfehlen:


    www.mind-gate.com/
    www.paranormal.de/obe-forum/


    Sowie folgende Bücher:


    William Buhlman - "Out of Body"
    Robert A. Monroe - "Der Mann mit den zwei Leben"
    Robert Peterson - "Praxis der außerkörperlichen Erfahrung"


    Und natürlich auch noch meine Homepage: :wink:


    www.martouf.de.vu/


    -- Martouf


    Edit:

    Zitat von "$p!r!T"

    Is Ake gefährlich?


    Soweit diejenigen, die sich ernsthaft mit außerkörperlichen Erfahrungen beschäftigen, beobachtet haben: Nein, nicht gefährlich für den physischen oder für einen Energiekörper (ich schätze, darauf zielte deine Frage ab). Und als Bewusstsein gesehen bist du sowieso unsterblich.


    Worüber man sich jedoch immer im Klaren sein sollte, ist, dass man unweigerlich mit den eigenen, innersten Ängsten und Barrieren konfrontiert werden wird - was allerdings auch eine enorme Chance darstellt, da man sich auf diese Weise jenen Dingen stellen kann.

    Zitat von "luckyfee1981"

    - Ich bekomme Druck auf die Ohren und höre einen Piepton [Audiowahrnehmungen beim Einsetzen des Schwingungszustandes]
    - ich habe das Gefühl als wenn jemand in meiner Wohnung wäre [Fühlen von "Präsenzen"/Bewusstseinen]
    - ich kann mich nicht richtig bewegen [Schlafstarre, setzt praktisch immer vor Erreichen des Schwingungszustandes ein]
    - meine Arme und Beine sind ganz schwer [Schweregefühl, manchmal auch das Gegenteil (Leichtigkeit); ebenfalls sehr typisch]
    - ich spüre sie auch nicht richtig [kein physisches Körpergefühl mehr, charakteristisch für die Schlafstarre]
    - der "Besuch" kommt mir sehr vertraut vor [Wahrnehmen der "Kennung" (eine Art Identifikation) anderer Bewusstseine]


    Alle diese Punkte sind typisch für außerkörperliche Erfahrungen bzw. deren Beginn!


    Zitat von "luckyfee1981"

    Vor einiger Zeit konnte ich mich soweit bewegen das ich aus dem Fenster schauen konnte obwohl ich vom Bett aus normalerweise nicht direkt aus dem Fenster schauen kann weil noch ein sofa dazwischen ist (wohne in einer 1-Zimmer-Wohnung) und der Vorhang am Fenster immer zugezogen ist, doch dieses eine mal konnte ich aus dem Fenster schauen und sah einen Alien, ich konnte das gar nicht glauben und seitdem aber ich diese "Träume" immer als Traum abgetan.


    Veränderte Umgebung, das ist auch sehr charakteristisch für eine AKE. Falls du Angst beim Erblicken des Aliens hattest, könnte es eine Manifestation jener Angst gewesen sein, das kennt glaube ich jeder AKE'ler. :wink:


    Zitat von "luckyfee1981"

    Vor einigen Wochen sah ich auf N24 eine Reportage über Alien-Entführung und ein Mann aus den USA hat seine Entführung genauso beschrieben wie ich meine "Träume" empfinde.


    Ja, diesbezüglich gibt es einige interessante Theorien. William Buhlman hat beispielsweise die Theorie aufgestellt, dass Alien-Entführungen in Wahrheit außerkörperliche Erfahrungen seien, die allerdings missverstanden wurden. Wenn du mehr darüber wissen willst, empfehle ich dir eines seiner Bücher, "Secrets of the Soul"; dort wird die Thematik ausführlich behandelt (hat ein eigenes Kapitel).


    Zitat von "luckyfee1981"

    Vor einigen Tage hatte ich wieder so einen "Traum" und ich bin ans Fenster gegagen und habe gerufen ob da jemand ist, aber es kam keine Antwort und ich ging wieder zurück aufs Sofa (dort bin ich an diesem Abend eingeschlafen) ich bin mir aber ziemlich sicher das ich gar nicht aufgestanden bin.


    Das muss nicht notwendigerweise eine außerkörperliche Erfahrung gewesen sein; allerdings kann man oft beobachten, dass man sich während einer AKE schon ein wenig weiter von seinem physischen Körper entfernt hat, wenn die Erinnerung einsetzt. Irgendwie scheint es oft beim Aus- und Wiedereintritt Erinnerungslücken zu geben, beispielsweise habe ich bei meiner ersten AKE keinerlei Erinnerung daran, wie ich meinen Körper verlassen habe, kann aber aufgrund nachfolgender Ereignisse definitiv sagen, dass ich es getan habe. Wie gesagt, es gibt da oft kurze Erinnerungslücken.


    Zitat von "luckyfee1981"

    Einmal kam der "Traum" auch als mein Freund bei mir war, ich habe ihn ihn diesem "Traum" geweckt und gerufen das sie wieder da sind. Am nächsten morgen fragte ich ihn ob ich ihn geweckt hätte, aber er meinte ich habe ihn nicht geweckt.


    Dein Freund könnte eine von dir unterbewusst selbst erschaffene Traumfigur gewesen sein, ein nichtphysisches Lebewesen, das seine Form angenommen hat oder du hast tatsächlich mit ihm kommuniziert. Robert A. Monroe hat oft solche Versuche unternommen, mit Freunden zu kommunizieren, aber seine "Probanden" konnten sich (physisch) nie an irgendetwas erinnern. Er schloss daraus, dass er eventuell direkt mit deren Unterbewusstseinen kommuniziert hat, woran sie sich dann im Wachbewusstsein nicht erinnern konnten. Ist aber nur eine Theorie.


    Zitat von "luckyfee1981"

    Diese "Träume" kommen sonst nur wenn ich alleine bin.


    Wenn du mich fragst, liegt es an der Reizarmut, die dann herrscht. Um sich von seinem Körper (bewusst) zu trennen, darf man nicht sehr viele äußere Reize erhalten, da man sonst Probleme mit dem "Weghalten der Gedanken" vom physischen Körper bekommt, da man ständig an ihn erinnert wird, sobald ein Reiz (z.B. ein lautes Türenschlagen) auftritt. Je weniger externe Reize vorhanden sind, umso einfacher ist die Trennung, da sind sich alle einig.


    Zitat von "luckyfee1981"

    Ich weiß nichts damit anzufangen, vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann mir sonst irgendwie sagen was das ist, wo es her kommt und wie ich es abstellen kann.


    Mit Verlaub, aber wieso willst du es abstellen? Viele Leute üben monatelang, um in diesen Zustand gelangen zu können. Versuche doch, anstelle es abstellen zu wollen, lieber, die Kontrolle darüber zu erlangen!


    Okay, das ist eigentlich nicht meine Art, aber ich stachel' dich jetzt mal ein Bisschen an: Wer warst du in deinem vorherigen Leben? Gibt es überhaupt einen "Kreislauf" von Leben, Tod und erneuter Inkarnation? Was passiert mit den Toten - überleben sie ihren physischen Tod, oder sind sie endgültig fort? Oder kannst du sogar mit ihnen reden? Was tust du eigentlich nachts so, während du für gewöhnlich "bewusstlos bist" oder "nur träumst" (wie die meisten Menschen es nennen)?
    Versuche doch einmal, Antworten auf diese oder Ähnliche Fragen zu finden; denn das ist durch AKEs durchaus möglich! Du musst nur den Mut aufbringen, Fragen zu stellen.


    Bei deiner nächsten Erfahrung solltest du dir fest vornehmen, die vollständige Kontrolle zu behalten. Vielleicht eröffnen sich dir dann neue Perspektiven?


    Zitat von "luckyfee1981"

    Also ich möchte damit nicht behaupten das ich von Aliens entführt wurde, den Beitrag habe ich erst nach meinen "Träumen" gesehen.


    Im Paraportal brauchst du keine schiefen Blicke zu befürchten! Die Leute hier haben eine andere Einstellung zu solchen Dingen, nicht jeder glaubt daran, dass es wahr ist, aber - das ist das wichtige - niemand tut es von vornherein als Unsinn oder "Hirngespinst" ab!
    Man versucht hier, sich auszutauschen, Argumente vorzubringen, seinen persönlichen Horizont zu erweitern, weiter zu denken als es gewöhnliche Menschen tun, zu lernen, zu erfahren, zu verstehen, zu wachsen! Hier gibt es keine Zensur.


    Zitat von "luckyfee1981"

    Ich habe gelesen das man das erlernen kann, bei kam sowas immer zufällig, habt ihr Tipps (auch Buchtipps) wie man das erlernen kann?


    Schau mal auf meiner Homepage (http://www.martouf.de.vu/) unter der Rubrik "Literatur" - alle diese Bücher habe ich selbst gelesen und kann sie bedenkenlos weiterempfehlen, sie sind ihr Geld auf jeden Fall wert. Als Einsteigerbuch empfehle ich dir "Out of Body" von William Buhlman, es enthält viele persönliche Erlebnisberichte des Autors und eine breite Auswahl an Techniken zum Erlangen einer außerkörperlichen Erfahrung.


    -- Martouf

    Es ist ein allgemein beobachtbares Phänomen, dass Personen, die sich viel und intensiv mit außerkörperlichen Erfahrungen (Astralreisen) beschäftigen, bedingt durch ihre Übungen nicht bloß jene Reisen erlangen, sondern darüber hinaus oft noch eine Reihe weiterer Fähigkeiten ähnlich oder gleich denen, die du genannt hast.


    Man muss sich einfach klar machen, dass man durch außerkörperliche Erfahrungen anfängt, Energiesysteme wahrzunehmen, die für gewöhnlich jenseits unserer Wahrnehmung liegen. Wir können zwar problemlos sehen, fühlen, riechen etc. - denn das sind unsere physischen Sinne, die wir ständig gebrauchen und die deshalb gut trainiert sind - aber die Wahrnehmungsfähigkeiten für nichtphysische Energiestrukturen sind bei vielen Leuten sehr beschränkt, da diese sie meist einfach nicht benutzen.


    Fängt man an zu üben, so benutzt man quasi ein "Sinnesorgan", das man vorher nicht benutzt hat. Man öffnet Wahrnehmungskanäle für nichtphysische Strukturen; darüber hinaus wird man sich mehr und mehr bewusst, dass Träume gar nicht so irreal sind, wie wir sie für gewöhnlich sehen, dass sie einfach unbewusste, fast jede Nacht stattfindende außerkörperliche Erfahrungen sind. Man blickt also mehr und mehr durch den Dschungel von Phänomenen, die man vorher nicht kannte und deshalb nie beachtete; daher rühren die Dinge, die du genannt hast. Man sollte sich generell bei seinen AKE-Übungen immer auf ein ganzes "Kreuzfeuer" an möglichen paranormalen Effekten einstellen, wie Robert Peterson einmal in einem Buch schrieb.


    -- Martouf

    Ich versuche jetzt mal deine Erlebnisse "auseinanderzunehmen" und sie so zu interpretieren, wie es meiner persönlichen (!) Meinung entspricht.


    Zitat von "Moogles"

    Ich lag in meinem Bett und war eingenickt dann wurde ich wach weil das Licht an meinem Nachttisch noch brannte, ich wollte es löschen, doch ich konnte mich nicht bewegen und bekam Angst. Ich versuchte mich mit aller Macht zu bewegen aber es ging nicht und ich glitt in eine Unbewusstheit. Als ich wieder erwachte war das Licht aus, da ich mich aber noch immer nicht bewegen konnte und es jetzt auch noch dunkel war, bekam ich wieder große Angst, wodurch ich dann irgendwann wieder einschlief.


    Ich vermute, dass du nicht wegen dem brennenden Licht aufgewacht bist, sondern, weil der Trennungsprozess eingesetzt hatte. Du nahmst bereits nicht mehr deine physische Umgebung wahr, sondern ein sehr ähnliches nichtphysisches "Gedanken-Konstrukt", aber du stecktest dennoch noch in deinem Körper und konntest dich deshalb wohl nicht bewegen.
    Wie es nach dem zweiten Aufwachen war, kann ich nicht sicher sagen; ich tendiere aber stark dazu, dass du diesmal die physische Umgebung korrekt wahrgenommen hast, wo das Licht ja aus war (korrigier' mich, falls ich mich irre!).


    Zitat von "Moogles"

    Das zweite Erlebnis hatte ich bei meinem damaligen Freund. Ich erwachte in der Bewegungslosigkeit und ich wollte ihn wecken, was mir nicht gelang. nach kurzer Unbewusstheit erwachte ich erneut und er ebenfalls, ich erzählte ihm von meinem Erlebnis, doch plötzlich wurde er böse und mutierte zu einer Art Dämon...ich bekam Angst und war wieder gelähmt. Dieser Vorgang wiederholte sich noch ein paar mal, immer wenn ich dachte ich sei wach und meinem Freund davon erzählte wurde er böse und ich bewegungslos...ein purer Horrortrip. Ich war total erleichtert als ich dann wirklich erwachte.


    Klingt für mich sehr nach einer Art "luzider Traumschleife" - Berichte darüber sind nicht sehr häufig, das Phänomen soll es aber trotzdem geben und meines Erachtens spricht hier einiges dafür. Du bist einfach physisch eingeschlafen, hast dann einen luziden Traum erlebt, in dem du deinem Freund von deinem Erlebnis berichtet hast, der dann aber aufgrund dessen "Verwandlung" und deiner daraus resultierenden Angst endete, hast - wahrscheinlich aufgrund unterbewusster Erwartungen - anschließend aber wieder einen neuen luziden Traum erschaffen, und das ganze Spielchen ging von vorne los... .
    Dazwischen nahmst du zeitweilig deinen in der Starre verharrenden physischen Körper wahr; daher die Schlafstarren-Sequenzen.


    Zitat von "Moogles"

    Beim dritten Mal schlief ich wieder nicht allein im Raum, jedoch in getrennten Betten. Ich wurde wach und merkte wie die Bewegungslosigkeit sich mit einem starken Kribbeln über mich legte, es fühlte sich an wie Strom, jedenfalls stelle ich mir das so vor :wink:
    Diesmal nahm ich mir vor keine Angst zu haben...ich dachte einfach daran es fließen zu lassen...energie tuh was du willst war der genaue Wortlaut in meinen Gedanken, dennoch erschrak ich durch das Knacken des Fernsehers, welches mir ein extrem reales Gefühl vermittelte da er das öfters tut.


    Was du da erlebt hast, wird von vielen AKE'lern gemeinhin als "Schwingungszustand" bezeichnet; diesbezüglich bin ich mir sehr sicher, der Zustand wird oft so beschrieben, als stünde derjenige, der ihn erlebt, unter Starkstrom (aber keinesfalls schmerzhaft). Du hast auch, wohl instinktiv, das Richtige getan, um den Zustand gut nutzen zu können: Du bist passiv und ruhig geblieben und hast zugelassen, dass sich die Schwingungen über dein ganzes Selbst ausbreiten. Dadurch leitetest du sogar willentlich die Trennung von deinem physischen Körper ein!
    Das Knacken des Fernsehers könnte sowohl real, als auch unterbewusst projiziert gewesen sein - darüber kann ich mir unmöglich ein Urteil erlauben, aber das ist wohl sowieso eher nebensächlich.


    Zitat von "Moogles"

    Ich versuchte mich erneut fallen zu lassen und wurde von hinten aus meinem Körper gezogen, durch die Wand, in den Himmel ins All...das war der Wahnsinn! Ich sah erst die Häuser kleiner werden, dann die Stadt, das Land, die Welt! Doch leider hielt es nicht lang an...ehe ich mich versah war ich wieder in meinem Körper, bewusst in der Paralyse, diesmal wurde mein Bekannter wach und bewegte sich wie ein Raubtier auf mich zu...er war böse, ich bekam Angst und glitt wieder in die Bewusstlosigkeit.


    Klingt ganz nach einer ziemlich unkontrollierten außerkörperlichen Erfahrung. Ob du tatsächlich "wach" warst (im Sinne von Fokus 1), als du die Starre wieder erlebt hast, wage ich jedoch zu bezweifeln. Ich gehe hier eher davon aus, dass du eine sogenannte "hypnagoge Halluzination" erlebt hast; das sind bewusst oder unterbewusst erschaffene, ziemlich real wirkende Einbildungen (in wie fern sie tatsächlich [ir]real sind, müsste man noch eingehender untersuchen; darüber weiß man momentan leider kaum etwas). Fest dürfte stehen, dass deine Angst sich dadurch manifestiert hat.
    Allgemein kann ich dir nur den Ratschlag geben, beim nächsten Mal ruhig zu bleiben, Kontrolle zu verlangen (einfach daran denken bzw. es laut ausrufen) und immer daran zu denken, dass dir im außerkörperlichen Zustand niemand Schaden zufügen kann. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du dich höllisch erschreckst und/oder wieder in deinen physischen Körper zurückkehrst, das ist alles.


    Zitat von "Moogles"

    Das vierte Mal liegt mir nicht großartig im Bewusstsein. Ich weiß bloß das ich erwachte und das Gefühl hatte es wäre jemand im Raum, über mir und es war nicht gutartig. Es senkte sich über mich und brüllte ähnlich wie ein Löwe und legte mit diesem Brüllen die Bewegungslosigkeit über mich, welches ein unangenehmes, starkes Kribbeln war...es war keine gute Energie die sich da mit mir zu vereinen suchte. Natürlich bekam ich wieder riesige Angst und ich erwachte diesmal sofort real.


    Über die Interpretation dieses Erlebnisses kann man jetzt streiten...ich halte das Wesen für eine Manifestation deiner Ängste; die "schlechte Energie" scheint eine Fehlinterpretation deines Bewusstseins zu sein, das versucht hat, den Bewusstseinstransfer auf deinen Energiekörper irgendwie zu deuten. Es scheint ein allgemein beobachtbares Phänomen zu sein, dass "starke" Energien oft als Wut, Hass, Aufregung, Liebe oder gar als Sexualität (kommt öfter vor, als man meinen mag) interpretiert werden, weil unser Verstand einfach nichts Besseres kennt, mit dem es diese Energie-Wahrnehmungen vergleichen könnte.


    Zitat von "Moogles"

    Als ich zum fünften mal die erfahrung machte, erwachte ich und merkte wie sich die Paralyse in mir ausbreitete, diesmal furchtlos, ließ ich mich auf sie ein, bis sie aber zu stark wurde und ich das gefühl nicht mehr aushielt weil ich dachte das Trommelfell würde mir zerspringen und so wehrte ich mich und schlief wieder ein.


    Keine Ahnung woher dieses schmerzhafte Gefühl kommen könnte, ehrlich nicht. Vielleicht wieder eine Fehlinterpretation, s.o.?


    Zitat von "Moogles"

    Die letzte Erfahrung hatte ich vor fast einer Woche. Da ich an diesem Tag auf diese Seite gestoßen bin und mich mehr als sonst damit auseinander setzte, nehme ich an, das ich sie deshalb in der darauffolgenden Nacht hatte.


    Kann ich bestätigen, intensive Beschäftigung mit dem Thema und ein starker Wunsch können über einen längeren Zeitraum erstaunliche Erfolge erzielen; es gibt Leute, die sich einfach abends schlafen legen, ohne irgendeine spezielle Technik anzuwenden und die trotzdem eine AKE erleben, ganz einfach deshalb, weil ihr Wunsch danach tagsüber so groß war.


    Zitat von "Moogles"

    Ich erwachte in der Bewegungslosigkeit und war, wie sonst noch nie zuvor erfreut darüber, und bewusst in meiner Wahrnehmung, wie in einem luziden Traumzustand. Diesmal gelang es mir relativ schnell mich auf die Starre einzulassen. Ich ließ es zu und erwachte am Ende eines Gartens, vor einem Tor. Ich wußte das ich zum Haus einer alten Frau wollte, welches ziemlich verschachtelt, am Ende mehrerer solcher Gartentüren lag.


    Türen symbolisieren, wie bei Träumen, meist Übergänge zu anderen Energieebenen und/oder -"Bereichen" (in Anführungsstriche gesetzt, weil viele Energieebenen außerhalb der Raumzeit bzw. Zeit/Raum-Illusion [ZRI] liegen). Scheint also so, als ob du auf dem Weg zu jenem "Treffpunkt" mehrere Ebenen durchquert hast.


    Zitat von "Moogles"

    Ich klopfte an und die Frau schien mich zu erwarten. Sie führte mich in eine Art Wohnzimmer mit den Worten das es dort gemütlicher wäre, doch zu meiner Enttäuschung nicht die gemütlichkeit aufwies, die ich mir vorgestellt hatte. Ich konnte nicht sprechen, da ich mich immer noch halb in der Starre befand. Doch ich hatte das Gefühl das Sie meine Gedanken lesen konnte, denn sie wies mich in ein anderes Zimmer. Ich war aus dem Grund bei ihr weil ich nach Antworten suchte über diesen Zustand und sein regelmäßiges Wiederkehren.Sie wies mich an, vor Ihr an einer Stahlleiter durch eine Luke in der Decke zu klettern, welches mir ein wenig unbehagen bereitete, da es die Situation doch wieder recht unwirklich machte. Als ich oben angekommen war, half ich Ihr hinauf.


    Mit Leitern und Luken verhält es sich wie mit Türen; auch sie stellen Übergänge zu anderen Ebenen dar. Dass die Frau deine Gedanken lesen konnte, überrascht mich nicht - diese Form der Kommunikation ("nichtphysische Kommunikation") scheint in den nichtphysischen Bereichen des mehrdimensionalen Universums sogar üblich zu sein, da sie sehr viel präziser ist als verbale Kommunikation es sein könnte, selbst in Verbindung mit Dingen wie Mimik und Gestik. Es ist sehr viel direkter.
    Beim Sprechen hast du, trotz Anstrengung, nur ein leises Krächtzen herausbekommen, nicht wahr? Ich kenne diesen Zustand, ist ehrlich gesagt ziemlich unangenehm. Als ob man noch die physische Muskulatur bewegen würde, anstatt die seines Energiekörpers. Versuche beim nächsten Mal, wenn du wieder kommunizieren möchtest, doch einfach mal die nichtphysische Kommunikation: Denke an das, was du übermitteln willst - möglichst in lebhaften Bildern - und dann richte diese Gedanken auf deine(n) Gesprächspartner(in). Wenn du etwas zurückerhältst, öffne dich weit (s. Monroe-Terminologie; mit anderen Worten konnte ich es jetzt nicht beschreiben), nimm' das, was dir geschickt wurde, in dich auf und versuche den Sinn zu ermitteln. Mit ein wenig Übung soll diese Form der Kommunikation übrigens sehr angenehm sein!


    Zitat von "Moogles"

    An die Einrichtung des Raumes kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern...nur an einen Fernseher und einer Couch , auf der wir uns niederließen. Ich legte mich in Ihren Schoß und wollte erzählen, aber es ging nicht und ehe ich mich versah, glitt ich in eine Unbewußtheit. Nach einiger Zeit erwachte ich wieder in der Paralyse und versuchte sie zu vertiefen, doch gelang es mir nur teilweise weil ich von Gelächter im Zimmer, welche rechts aus der Ecke kam, abgelenkt war. Dieses Gelächter war nicht menschlich, das wusste ich. Es hörte sich an wie Gelächter von kleinen Wesen, Kobolde o.ä. Im Zimmer nebenan hörte ich meinen Mitbewohner, der aber unmöglch wach sein konnte. Ich versuchte meinen Kopf zu wenden um einen Blick auf sein Bett ! zu werfen, war jedoch unfähig dazu. Danach probierte ich weiterzumachen, glitt jedoch wieder in Unbewußtheit.


    Du scheinst starke Probleme damit zu haben, deine Kontrolle aufrecht zu erhalten. Verlange während deiner Erlebnisse öfter mal vollständiges Bewusstsein, klare Wahrnehmung und Kontrolle, das hilft sehr. Du wirst oft immer dann "unbewusst", wenn dein Energiekörper über zu wenig Bewusstsein verfügt. Merke: Bewusstsein kann nie verschwinden, man kann nie "das Bewusstsein verlieren", sondern es verschiebt sich nur von Körper zu Körper. Das ist das, was wir AKE'ler unter "Bewusstseinskontinuität" (abgekürzt: BK) verstehen; ebenso wie Raum und Zeit ist auch das Bewusstsein ein Kontinuum. Lediglich beim Wechsel von einem Körper zum anderen gibt es meist kurze Perioden ohne Erinnerung, aber man nimmt an, dass dabei das Bewusstsein dennoch seine Kontinuität beibehält. Das nur zum besseren Verständnis deiner "Blackouts".
    Die koboldähnlichen Stimmen scheinen wiedermal Manifestationen deiner Ängste zu sein, kommt häufig vor (ist bei mir aber auch nicht anders) und es nimmt erst dann ab, wenn du dich deinen Ängsten Schritt für Schritt stellst und sie besiegst. Betrachte solche Dinge immer als Einladungen für solche Arten von "Training" :mrgreen:
    Was die Frau angeht, mit der du dich unterhalten hast: Wahrscheinlich war sie ein Guide ([geistiger] Führer, Begleiter, Schutzengel; kann man nennen, wie man will), also jemand, der dich in einem spezifischen Punkt deiner persönlichen Entwicklung unterstützt. IMO schade, dass ihr euer Gespräch nicht weiterführen konntet - du hättest bestimmt einige nützliche Dinge erfahren. Aber das läuft ja nicht weg, du kannst sie schließlich jederzeit wieder treffen!


    Zitat von "Moogles"

    Ich muss dazu sagen, das zwischen den Erfahrungen teilweise Abstände von Jahren liegen. Welche sich in dem letzten Jahr stark verkürtzten. Aufgrund der großen Abstände, war ich jedesmal total überrascht das "ich das immernoch habe" und dies machte es mir nicht einfach mich fallen zu lassen. Das es eine Vorstufe zur AKE ist, war mir nicht wirklich bewusst. Ich hatte zwar mal ivor Jahren in einem Buch über Asralreisen gelesen, das diese Starre eintritt wenn der EK sich vom PK zu lösen beginnt, dennoch hatte ich nicht daran geglaubt das ausgerechnet mir dieses Glück zu Teil werden sollte :wink:


    Das ist kein Glück. Auch wenn immer wieder anderslautende Dinge gesagt werden, gehen inzwischen viele AKE'ler davon aus, dass ausnahmslos jeder Mensch eine außerkörperliche Erfahrung haben kann. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass jeder von uns prinzipiell reines Bewusstsein ist und sich mehrerer Körper bedient, um sich in den verschiedenen Bereichen des mehrdimensionalen Universums ausdrücken und mit ihnen interagieren zu können (darunter auch ein physischer Körper, in dem du dich gerade befindest, wenn du diesen Text liest). Man ist also nicht sein(e) Körper, sondern man benutzt sie nur, ähnlich, wie man in verschiedene Autos ein- und aussteigen und mit ihnen herumfahren kann. Demzufolge kann auch jeder aus seinem physischen Körper "aussteigen" und sein Bewusstsein auf einen anderen Körper verlagern, und da gibt es wie gesagt keine Ausnahmen. Es ist keine Gabe oder etwas Spezielles, sondern bloß eine wiedererlernte Fähigkeit. Du könntest es allen Leuten beibringen, die du kennst, sie würden nur - je nach Interesse, Häufigkeit der Übungen und Eifer - eine verschieden lange Zeit brauchen, um es wiederzuerlernen.


    Hoffentlich konnte ich ein wenig Licht in deine Erlebnisse bringen, d.h. dir einen kleinen Anreiz zum besseren Verständnis geben.


    -- Martouf

    AKE ist die gängige Abkürzung für das Phänomen der "außerkörperlichen Erfahrung" (engl. "out of body experience", abgekürzt mit OBE). Wenn du mehr darüber wissen willst, lies dich hier im Forum ein, studier den Wikipedia-Artikel zum Thema AKE ( de.wikipedia.org/wiki/Au ßerkörperliche_Erfahrung) und, wenn du magst, investiere mal zehn Euro und kauf dir das Buch "Out of Body" von William Buhlman.


    Ansonsten gebe ich mal ab an die wahren Experten (Wingman & Co.), die dir sicherlich noch viel mehr darüber erzählen können. :)


    -- Martouf

    Zitat von "Wingman"

    Bei einem anderen Beispiel besuchte er mehrmals einen verstorbenen Freund namens "Lou", der sich ein Strandhaus "gebaut" hatte. Es kam sogar mal ein nicht-physisches Wesen (was bisher keine physische Existenz kannte) vorbei, welches aus Spaß mit der Landschaftskonstruktion "rumalberte" (z.B. machte es die Meereswellen "eckig" und veränderte diverse Farbtöne :lol:).


    Irrtum, es war Robert A. Monroe, der das erlebt hat; die nichtphysische Entität hieß übrigens "BB".


    Zitat von "Wingman"

    Manchmal klappt das (habe sowas IMHO schonmal selbst halbbewußt mit einer Verstorbenen erlebt) jedoch soll es nicht allzu einfach sein, da es eine wesentlich höhere Energieebene, als unser physisches Universum ist.


    Das wird wohl kein Problem sein - einfach konzentriert an der Kennung des Verstorbenen "festhalten", dadurch wird man quasi "mitgeschleppt". Erfordert nur ein wenig Übung, das ist alles :wink:


    Zitat von "Wingman"

    Jedenfalls gibt es IMHO in den nicht-physischen Lebenssystemen keinen bekannten Grund für Angst, den der größte Angstmacher ist die Angst selbst.


    Da stimme ich dir zu. Wenn man einmal einem "Angstmacher" gegenüberstehen sollte, einfach nachfragen, wer diese Gestalt ist und was sie von einem will. Sollte das alles nichts helfen, kann man die Situation auch völlig ad absurdum führen, indem man z.B. dem Wesen einen imaginären Keks anbietet: "Möchtest du was zu futtern? Die sind echt lecker, probier' mal!" Das hat den Vorteil, dass man dabei auch noch seine eigene Angst abbaut.


    -- Martouf

    Ich bin fast schon an der Grenze, zu sagen, dass ich nicht mehr an Reinkarnation glaube, sondern weiß, dass es sie gibt. Hatte schon einige interessante Erlebnisse in der Hinsicht und möchte unbedingt mehr erfahren.


    Es sieht so aus, als ob zwar die Körper der Menschen (bzw. aller Lebewesen, streng genommen) eines Tages endgültig sterben, die Bewusstseine der Lebewesen aber einem immerwährenden Kreislauf von (Re)Inkarnation und Tod folgen, so dass sie mit der Zeit immer mehr Erfahrung sammeln und "spirituell wachsen".


    Zu diesem Thema kann ich nur die gängigen Bücher über das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung (AKE) empfehlen, insb. "Out of Body" von William Buhlman, das auch sehr "einsteigerfreundlich" ist. Dort wird prinzipiell erklärt, wie sich jeder - mit ein wenig Übung - persönlich davon überzeugen kann, dass es Reinkarnation (respektive Multiinkarnation) tatsächlich gibt und dass Körper und Bewusstsein unabhängig voneinander sind. Ein hochinteressantes Thema, wenn ihr mich fragt!


    -- Martouf

    Verdammt blöde Frage, da uns hier jegliche medizinisch-biologisch-neurologische Fundierung fehlt, aber könnte es nicht sein, dass wir anfangen, unser Bewusstsein an diesem Grenzpunkt kurz vor dem Einschlafen des Körpers direkt zu nutzen? Dass der Geschwindigkeitsunterschied daher rührt, dass während des Wach-Seins alle energetischen Gedanken in (vergleichbar langsame) APs und Neurotransmitter-Ausschüttungen umgewandelt werden müssen, und das Zeit kostet?


    Zugegeben, das ist jetzt wirklich äußerst hypothetisch. Es fiel mir nur auf, als ich Wingmans Post las.


    -- Martouf